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Full text of "Deutsches Wörterbuch"

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Dr. Bfnebridl Mioig tel SBeigonb. 



Httrtt ^ifla^t. 

(^nfete Knflaflc von fritbri«^ SAmittbenneri hirsem bentfdKn IBdrter6ii((.) 



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(Sieben, 1882. 
3. dlider'fc^ 9»u(i^^anblmig. 



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Den Srübern 



^atüh @nitn unti Sjtll^eli @ninm 



in txtbt und trnte. 



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Den Srübern 



:^atiib @niQm unti Sill^elm @nini 



in tubt und trntr. 



®ie iäf bagu gefommcn bin, tjticbrid^ ®äfmitt^tnntx9, meine« 
?c^rer« unb langiäl^riflen grennbe«, gnerft 1834 nnb bann in gtoeiter, be^ 
bcntenb öennel^rter änflage 1837 ju Darmftabt erf(3^icnene« „Änrjc« ®cut* 
f(^e« Wbxtttbnäf für (gti^motogie, ©ijnonijmif unb Orti^ogra^ji^te" umju* 
arbeiten, toS^renb ic!^ hoäf felbft feit Oal^ren ju einem turjgefa^ten SBbvter* 
bud^e öorbereltet ^tte, flnbet fl(^ in ber SSorrebe ju ber boriflcn aufläge 
bargelegt. ®ar aber feigen biefe eine fo bottftänbige Umarbeitung, ba§ iäf 
bem 9u<^e, über baö Sacob ®rimm mir f einrieb „In Ihrem Wörterbuch 
ist nicht mehrSchmitthenner, sondern blosz Weigand** unb SBitl^elm 
SBadfernagel nad^ ber erften Lieferung „Sie [bie arbeit] ist ja in 
)edem Betrachte Ihnen eigen und wird zuletzt mit Schmitthenners 
Buche nichts weiter gemein haben ^ als was mit jedem andren 
Wörterbuche, die Mehrzahl naemlich der verzeichneten Wörter*, 
}unä(^ft meinen 92amen borfe^en mufte, unter xotliftm e« au6) bereit« 
ffitt^e(m ®r{mm in bem großen beutfd^en WMtcinöf angezogen 
^atte : fo pnb in ber bortiegenben, über grtoarten raf(3^ nbtl^ig geworbenen 
neuen aufläge noc!^ ^nberungen eingetreten, bie, iDenn e« mbgti(!^ toSre, 
ba«93erf noc^ mel^r ju meinem eignen machten. 9H(^t adein iDurbe mand^e«, 
in toeld^em iäf ncä) ©ejug auf ©d^mitt^enner« Slnfid^t genommen 
^otte, geftrid^en unb bafiir, toie überl^aujjt, au« fortgefe^ter tJorfd^ung 
mit größerer ©id^erl^eit ©etoonnene« ein* unb angefügt, fonbem aud^ 
ber Xejct mit ben Änmerfungen burd^ 9leue« unb (genauere« reid^tid^ 
berme^rt unb berboQftänbigt. hierbei ift aud^ au« frül^er unbenu^ten, 
jum ST^eit i)on mir }uerft burd^forfd^ten^ ia einigen mir adein jugSng«» 
tid^en Queden gefd^ö))ft, unb fomeit ba« beutfd^e SS'drterbud^ ber JBrttber 
®rimm, aud^ in feiner Sortfefeung, reid^t, toirb man ba«felbe, toie p« 
treue ^fftd^t erforberte, mit ©orgfatt berglid^en flnben. üDafe ba« alle« 
ber neuen Auflage grd^eren SSertl^ berleil^en bürfte, toirb nid^t bejtoeifelt 
koerben. S)ie au«arbeitung ber borigen Siuflage l^atte ungef ül^r mit ienem 
gro|en XB'drterbud^e begonnen, toar aber bei ber tnapptn ^<^ffung biefem 
fjjÄter toeit t>orau«geeiIt, fo baß mir Sacob ®rimm, toie id^ bereit« ber 
Sorrebe }ttm britten Sanbe einfügte, nad^ Überfenbung ber fiebenten 



VI SJorrcbc. 

gteferung, in einem ©riefe t>om 21. Dccember 1861 fd^rieb „Sie stehen, 
bester freund, schon im R, laufen mir so vor, dasz ich Sie gar 
nicht einholen werde*, unb fo l^attc ici^ baniate Moß auf Slnjetne« 
JRücffid^t nel^men fönncn, toa« in ben frül^eftett Sieferungen be6 großen 
®erfe^ niebcrgetegt toat, mit »etd^en bte erften giefcrungen eien ber 
borigen äupage meine« Sud^e« faft gteid^jeitig erfci^ienen. Da^ übrigen« 
biefe« fetbft im !J)rucfe tangfam borrücfte, tag i^au^jtfSd^tid^ in ben neben 
ber 8lu«arbcitung fortgefefeten Vorbereitungen unb einer nur tna^^pt 5IÄu§e 
bergbnnenben amttid^en S^^ätigfeit 

aSa« ba« bortiegenbe SBbrterbud^ bietet, möge l^ier au« ber 3Sorrebe ju 
bem erften ©anbe ber oorigen Auflage an^gel^obcn »erben, »oju bann 
einige« frtnjujufügenbe ergönjenb tritt. S« entölt 

1) bie gegentoärtig gangbaren ffi'drter be« neu i^o erbeut? 
fd^en®<)ra(!^f(!^a|e«mit ber burd^ ben Umfang be« ©ud^e« gebotenen 
©efd^rftnfung, befonber« in f)infid^t ber Ableitungen unb ä^fammen* 
fefeungen. 9leben biefen gangbaren äB'drtem aber i^abe id^ eine gro^e 
3al^t bon toentger ttbtiii^en unb fettneren, bie in Sut^er« Jötbelüber* 
feftung unb bei ben muftergttitigen ©d^riftftettem au« ber ©tütejett ber 
neul^od^bcutfd^n Literatur, namentK<i^ bei ®ötl^e urtb ©ci^ifler, fiii^ 
flnben, aufgenommen, aud^ bejeiiä^nenbe unb jumat i^ier unb ba in 
©d^riften borfommenbe munbartttd^e ffibrter, bereu rid^tige ©(i^reibung 
bem i^od^beutfd^ SJebenben mand^mat ein »ai^re« Sreuj ift. Slngemeffcn, 
toeit fid^erfteßenb, fci^ien mir, bei ben testen bie ?Ramen ber ©egenben, 
In toeld^^en pe im SWunbe be« SSoßc« umlaufen, angugeben, toie aud^ oft 
ba« äBörterbud^, au« toeld^em iä) fd^b^^fte. Ratten toir nur mel^r fotd^er 
©örterbüd^er, »ie ©d^metter«, be« Unbergc^üd^en, unttbertrefftid^ 
ba^erifd^e«, burd^ beffen mit ben reid^en 9lad^trägen be« nun fd^on 21 
3a]^re unter bem grünen {Rafen fd^Iumraernben greunbe« berme^rte mue 
Ätt«gabe fid^ SarC gr omm ann ein fo i^oi^e«3Serbienft erioirbt, unb i^öben 
fid^ aud^ au« ben beiben testen 3ai^rge^nten mei^r fotd^er ®cr!e i^erbor, 
toie Sart SBSeinl^oCb« treffttd^e Beiträge ju einem fd^tefifd^en SBUrter*' 
bttd^e, aÄatt]^ia«8efer« tämtif d^« SBörterbud^, f otoie neben 35 i I m a r « 
3biotifon bon ^rl^effen ©d^ambad^« SB'örterbud^ ber nieberbeutfd^en 
SDfhtnbart ber gürftentpmer ©bttingen unb Orubeni^agen, SB. bon ®ut* 
jeit« leiber nod^ unboßenbeter 3Bbrterfd(ia^ ber beutfd^n ©jjrad^e gib* 
tanb«, unb einige anbere ber unten in bem Queüeubetjeid^ni« angeführten 
munbartftd^en ©d^riften. S3a« id^ au« meiner unb(Sra«mu«9ltberu« 
(bgt. ©. XI) ^e.imat, ber SBetterau [in bemfelben Orte, bem ©täbtd^n 
©taben, too er ergogen tourbe, i^ait aud^ id^ meine 3ugettbja^re beriebt], 
bringe, ift au« meinen borbereitenben ©ammtungen unb begonnenen 
ätt«arbeitungen ju einem loetterauifd^en. ^n bebauem bleibt, bat bie 
JWttÄartgrommonn 1854—1869 ]^erau«gegebene reic^ 3«tf^rift 



»orrebe. vii 

»5Dte beutf^en SDhmbattcti'' n^t o^ne Unterbreci^uiig fortgcfe^t »erben 
tonnte. Die f (i^on bei @ d^ m i 1 1 ^ e n n e r fid^ finbenbe auf nol^me unb Sdt^ 
rä(fjt(j^tigun0 geläufiger t^entbu>i^rter xooütt idf tro^ meiner Slbneigung 
gegen biefelben nid^t ^öfmUttn, fei H aud^ nur, bontit ba^ Sßi^rterbud^ 
ni(^t im ©tici^ (ä^t unb um bei mand^en einen ^affenben beutfd^en S(ud^ 
brud }u geben, ^odf finb nid^t gang eingebürgerte burc^ ein borgefe^ted 
ftreuj (t) unterfd^ieben. am unangenel^mften toor mir bie Sinfügung ber 
für bie ^age unb ©etoid^te neu eingefäi^rten fran^bfifd^en Benennungen^ 
bie, gum j£^eil aügetool^nte bottdübtid^e berbrängenb, bem 93o(fömunbe nid^t 
geredet finb unb ber 9So(f6anfd^auung unberftanben bleiben. Übrigen^ 
^errfd^t bei allen «»ergeid^neten SBbrtem burd^ b<tö Sdndf ^inburd^ al^^a« 
betifd^ Orbnung, unb biefetbe mirb fetbft in ben ben SBurjel^ unb @tamm^ 
iDbrtem gleid^ beigefügten abgeleiteten unb pfommengefe^ten äBbrtern 
nid^t geftbrt, aufgenommen ba| bie abgeleiteten juerft ftel^en unb bann 
bie jufammengefeftten. Unterbrid^t in ber ftrengal^)i^abetifd^en SRei^enfotge 
ein anbered ©ort ober ber Umftanb, baß ein« biefer abgeleiteten ober 
)ttfammengefe|tenSBbrter feiner Srttärung, feiner älbleitung ober^ufamtnen«^ 
fe^ung loegen einen befonberen 9(rtilel bilbet, fo ift meift an ber ®ttUt, 
an xodäftt eben iene« abgeleitete ober gufammengefe^te SBort in ber ftreng«» 
otp^abetifd^n Stei^nfolge ftei^n müfte, auf bad SBurjet« ober (Stamme 
»ort ^ingejoiefen, unter bem e« aufgefül^rt ober bef<)rod^en »urbe. 3n 
biefer Sffieife, namenttid^ aud^ baburd^, baft id^, toie Srlf d^ (f. ®. Xu), 
ittfommengefe^te SBbrter unter bad erfte 3Bort ber 3uf ammenf e^ung orbne, 
gtaube id^ ba« Sdndf bequemer für ben ©ebraud^ eingerid^tet gu ^aben, 
ate toenn id^ jene unter bem testen Sßorte ber 3uf<>^in^itf^^i^tig aufge« 
ftt^rt ^tte. 

2) bie Begeid^nung ber ^Betonung burd^ benSlccent ('), bann, 
tDo e« nbt^ig fd^ien, ber Sänge be« 33ocaU« burc^ ba« !l)e]^nungd^ 
jeid^n \ enbtid^ be« tief en e burd^ jtoei barüber gefe^e $uncte (e), 
toie man e§ möf 3acob ®rimm« SSorgang im »Itbeutf d^en fennt 
angäbe ber betonten ©Übe ift nid^t aßein bem gremben toünfd^en^toert^, 
fonbem felbft bem Deutfd^en in mand^en gäUen toiütommen, unb aud^ 
in altbeutfd^en SBortformen fotoie in lateinifd^en, itattenifd^en, mitunter 
aud^ in f»>anifd^en tc. SSJörtem l^abe id^ für ben Unlunbigercn ben «ccent 
jur änbeutung ber ©übe gebrandet, auf toetc^er ber Zen ru^t. gbenfo 
finbet fid^ ha» De^nung^geid^en ^ }ur ^geid^nung be« langen 93ocaled 
ouper ben altbeutfd^n ©ortformen nod^, too e« nbt^ig fd^ien, in munb^ 
ortlid^^en JÖbrtem fotoie in ben gtembtobrtern, ferner in ben lateinifd^en 
9Bbrtem unb benen au« ben femitifd^en ®pxa6ftn toie au« bem ©anffrit 
gefegt, »ei ä, b, ü im Sieul^od^beutfd^en aber mufte, too e« nbt^ig fd^ien, 
)tt bemerlen, bat fi^ töng Pub, bie| in Ätammem beigefefet toerbcn, ba 
^ier befot^ere ^eid^en für bie Sänge fehlen, »über« ift e« toenigften« 



VIII ©orrcbe. 

6el S ttttb » Im ?tttbeutf(3^cn, too in tatcinifiä^cr @(^tift belanntt^ ae 
irnb OB für ble tätigen SSocate öertoanbt n>erbcn, toal^renb ä unb ö für 
bic furjcn getten. 9n ben gSBcn, in toetd^en ber SSocat ate ein langer 
angefel^en »erben fann, aber furj tft, fielet bteg in Älammern Beigefügt. 
SBettere Semerfungen in Ätammern betreffen ba6 tiefe e (ft, e) unb baö 
^o^e e (S, e), jnnial ba id^ in ed^tbeutfd^en fflbrtem bei jenem jngteiij^ 
bie anbeutung feine« Urf<)runge« au« i, bei bem testen feine (Seltung 
afe Umtaut be« a feftjui^atten »erfud^t l^abe. SBJirb ba« e au«nai^m«tDeife 
ffo6f gef<)rod^en ober ba« e tief, fo ift bief angegeben unb bei e enttoeber 
bemerft „t tief", geto'di^ntiiä^ aber „t = 8", ba 8, obgleid^ in feiner 
gntftel^ung mit e ein unb berfetbe 8aut, nur ju ^jebantifc!^ mit tiefem 2ione 
getefen unb gef^)ro(ä^en gu »erben ^jftegt. ffia« enbtid^ bie grembtoörter 
antangt, toetd^en eine befonbere 8u«f^)ra(3^e gufommt, fo ift anöf biefe, 
tt>o e« geboten ober boc!^ gerati^en toar, angegeben. 

3) bie ^Biegung ber ffibrter, bei ben mSnntid^en unb f8d^ti(3^en 
©ubftantiöen mit angäbe ber gnbung be« ®enitib« im ©ingular unb 
be« 3?ominatib« im ^turat, bei ben »eibticl^en bto^ be« testen, bei bem 
Monomen, too e« nbt^ig fd^ien, hnxöf alle Safu« be« ©ingutar« ober 
be« ^turat«, bei ben ftarf biegenben Serben mit änfüi^rung ber $au<)t* 
formen fotoie be« ^8teritum« im (Soniunctit) unb be« 3m<)erattt)«, unb 
bei ben \6ftoa6f biegenben nur bann, toann il^re Unterfci^eibung öon gteid^* 
lautenben ftarl biegenben i^ertjorjui^eben toar. J)ie Steigerung (So m* 
^jaration) ber äbjectitje unb Stbberbien ift nur ba angegeben, »o pe 
in berfetben ben Umtaut befommen. 

4) bie »e(3^tf d^reibung. ÜDie ©(ä^reibung im «uc^e toelil^t Dpn 
ber bi«l^er übtid^en nur fetten ab, toie id^ benn in fd^toanfenben gSKen 
enttoeber bie gebrSud^tid^fte t>orgejogen l^abe ober, too feine bortoog, bie 
^iftorifd^e at« bie einjig toal^re. ©iefe flnbet pd^ aber aud^ fonft, um 
Jene übtid^e beurt^eilen ju fönnen, in bem lejrt ober ben änmerfungen 
burc^ ;,§ift. rid^tig", ,,^ift. rid^tig", b. 1^. ^iftorifd^ ric^Hg, angegeben. S)od^ 
^abe id^ gegen bie t>orige aufläge in ber gegentoartigen ba« § in mi^* 
unb *niB falten taffen unb mi«^ unb «^ni« gefegt, toorüber übrigen« 
beibe nad^jufei^en finb. Überftürjung ift l^ier ju meiben unb nur aK* 
m&lßäftx gortfd^ritt fann nad^i^attig fein. 

5) im aögemeinen bie $auj>tbegriffe, toenigften« bie ©egriffe, 
toetd^e nad^ ber SBurjet, ber ^erteitttng unb bem Oebraud^e befonber« 
l^eroortreten. (5« gatt, pe möglid^^ft furj unb treffenb ju geben, unb nur 
in ben toenigen g8tten, too pe nid^t oi^ne ffieittSuPgleit ju beftimmen 
getoefen toSren, finb pe, um ba« S5ud^ nid^t ju fel^r antoad^fen ju taffen, 
toeggebtieben. 

6) bie SBortforfd^ung unb mit ii^r gteid^fam bie Slaturge*' 
gefd^id^te ber ÜBörter. SBa« l^ierl^er gel^brt, ift faft burd^toeg, in ber 



©orrebe. ix 

gegeidvttrtigen SItiflage no(i^ toeit mel^t^ aU in ber iDorlgen, in Keinerem 
!Drudr unter bem SBort^ dfo in Snnterfungen gegeben. ^a| i^ierbei nur 
bie ßrgcbniffe in« ainge gefaxt finb, toirb man nad^ ber Siirje be« SSu6)t^ 
nid^t anber« ertoarten; hoäf Wirft für ben i^orfc^er ber bon mir einge* 
fd^tagene SBeg, auf t»el(i^em i<^ ju benfetben gelangte, burd^. Um ftufen* 
mife }tt ber OueQe ju leiten, fe^e id^ junäd^ft bie ältere neui^od^beutfd^e, 
bann bie mittell^od^beutfd^e, bie altl^oc^beutfd^e nnb }u(e|t bie got^ifd^e 
$orm foiDie and^ bie f^onnen in ben anbern jumal alten beutfd^en 
@pxaättn, tooran ftc^ bann bie !Car(egung ber 9Q3urjel unb bie 33er^ 
gleid^utig mit ben urbertoanbten @pxadfm (f. Sd änm.) fnü^)fen, bei 
loeU^er legten toieber, mie überl^au^t im JBud^e, Wla^ gel^atten u>erben 
nntfte. gel^It ba« SBort in einer ber frül^eren beutfd^en @<)rad^en, fo ift 
e«, fofi^ Anführung ber gorm nbt^ig ober erfpriegttd^ fd^ien, fo toie fie 
pd^ mit ©id^erl^cit erfd^Ue^en t8§t, bemnad^f in äBirftid^teit gelautet ^aben 
»irb, mit einem bai^inter in Slammem eingefd^Ioffenen gragejeid^en, 
einem „(?)", l^ingefeftt. äufeer ber mittell^od^beutfd^en gorm aber ift 
neben biefer ober aud^ nad^ ber alt^od^beutfd^en nod^ bie mittelbeutfd^e 
b. ^. bie öom anfange be« 12. ^al^rl^unbert« bi« in« 15. 3a^r^unbert 
iDtttte(beutfd^(anb eigne angezogen, auf toeld^e befanntüd^ bie neu^od^* 
beutfd^e in ber 9tege( jid^ grünbet. JBelegfteKen unb 9tad^tt>eifungen au« 
früher ^üt finb nur ba gegeben, »o e« auf ©id^erl^eit anfam ober 
ffiörterbtid^fcr leine Äuötunft barboten. SIRandi^e ^ierl^er gehörige auf*' 
jetd^nungen, aud^ au« bem @tabtard^ibe }u i^rantfurt am 3J2ain, ber^ 
bantte id^ fd^on bei ber borigen ^(uflage bem berftorbenen ©ecretär biefe« 
Srd^iDe« Dr. granj Stotl^; anbere ©etege ^abe id^ au« i^iefigen, 
gran!furter, 2)armftäbter 2C. ^anbfd^riften eingetragen. Daju fommen 
nodf banten«n)ert^e ©eiträge au« bem 15., 16. unb 17. 3ai^ri^unbert bon 
^ofeffor Dr. ©ili^etm Srecetiu« ju gtberfelb, toetd^er namenttid^ 
iDS^enb eine« mel^riä^rigen 9(ufentl^a(te« gu JiBttbingen in ber SBetterau 
Ott« bem bortigen fürfttld^ ijfenburgifd^en atten Slrd^i^e fleißig aufge* 
fommett ^atte. Die^ afie« f otoie bie f orgfättige Jöenufeung alter fettnerer 
Socabulare tann bem ülBbrterbud^e nur }um äJorti^eite gereid^en, baneben 
aber au^, toenn felbft bei ben grembtobrtem ber Urfprung nad^getoiefen 
toirb. §ier fd^ulbe id^ bem ^iefigen ^rofeffor Dr. aSutter« fott)ie bem 
1863 berftorbenen ^rofeffor Dr. Snob et !Danf für freunbtid^e au«funft 
bei aßbrtem an^ bem ^erfifd^en unb ben femitlfd^en ©<)rad^en, befonber« 
bem «rabifd^en, unb bei ben au« ben romanifd^en ®pxa6ftn aufge* 
nommenen gab griebrid^ 2)iej in feinem bortreffßd^en etijmotogifd^en 
SSlMerbud^ unb in feiner ©rammattt ber romanifd^en (Bpxaäfzn bie 
jtd^erften «uffd^Iüffe. !Dag ic^ ju anfange jebe« »ud^ftaben« über biefen 
turje einleitenbe «nbeutungen gebe, bie ju Slnfange be« S, be« D unb 
be« @ (f. j& 9lnm., S) «nm. unb ® 9lnm.) ba« i^bd^ft koid^tige (äefe| 



X 3Jorrcbe. 

bcr gautDerfd^icbttttg umf äffen, unb bcn ÜDi^jl^tl^ongcn, cittigen Scr* 
Wnbungen ber Sonfonontcn, bcn 3lMettung«fiIben unb ben untrennbaren 
b. 1^. nur in ä^f^i'wmenfe^ungen öorfommenben ^artifeln (anH be«», tnU, 
tx^, it^ lt.) befonbere, ber ap^abettfd^en ^Reihenfolge ber SBörter an ge* 
Voriger ©teße eingefügte furje ärtifel »ibme, »irb man getoi^ mc^t att 
überfliiffig anfe^en. 3ft bie Verleitung eine« SSJorte« gu unfid^er ober 
nid^t gu ermitteln, fo »urbe bieß angebeutet, fettener ganj barüber ge* 
fd^toiegen; benn tooju nüfete e«, mit mannigfad^en, bießeid^t leeren Sw* 
mut^ungen unb SWeinungen ben JRaum gu berengen. gerne geblieben 
bin id^ übrigen« bem attju beengten ©tanbpuncte, ©brter tro^bem, bat 
fie auf frembe ^erfunft beuten ober biefe jetbft nol^e liegt, gu beutfd^en 
Stämmen l^ingugtoängen unb fie fo t)on fold^en herleiten gu tooBen. 
ffiJie biet 3ieue« ba« ©ud^ bringt, »erben Senner auf ben erften Jöttdt 
toa^rnel^men, aud^ toa« burd^ ba« ®ange l^inburd^ au« ber beutfd^en 
©rammatif unb ben anbern SSSerfen 3acob ®rimm« gefd^b]()ft ift, 
o^ne ba§ ber gro^e Slame immer babei fte^t. aber »ie biet mel^r aud^ 
bei ber bortiegenben aufläge nod^ gegeben toerben Knute, fel^e idi^ felbft 
nur gu toot ein unb »erbe aud^ l^ier in 5Rad^trägen einige« ergangen. 

9iad^ angäbe ber ©runblinien, bie bei ber Slu«arbeitung be« SBbrter*^ 
bud^e« für biefe« fd^on bei ber borigen aufläge gegogen toaren unb l^ier, 
toie bereit« bemcrft, ou« ber 3Sorrebc gu bem erften :öanb au«ge]^oben 
ftnb, erübrigt e« un« nod^, aM biefer bie furg anbeutenbe gefd^id^t* 
tid^c Überfid^t unfrer beutfdi^en ffibrterbüd^er mit einigen 
3ufä^en angufügen. !Die Stellung be« borliegenben gu anbern ül^nlid^ 
Umfange« »irb bann bießeid^t mei^r bor äugen treten, al« biefe in Ungerer 
äü«fü^rung gefd^äl^e. 

ÜDen erften Änfaft gu einem beutfd^n SSBMerbud^e bitbeten bie ta«* 
teinifd^^beutfd^en SSocabuIaren beigegebenen unb mit ii^nen bereinigten 
beutfd^4ateinifd^en, in »etd^en ftatt ber tateinifd^en ©brter bie beutfd^n 
nad^ at<)^abetifd^er Drbnung borangefe^t toerben unb ba« begeid^nenbe 
lateinifd^e iebe«mal ba^inter fielet. Der ättefte biefer beigefügten beutfd^«' 
lateinifd^en 9Socabutare ift ber in bem 1475 gu ÄMn gebrudtten vocabu- 
larius Teuthonista be« Oherardus de Schueren bem kteinifd^^^beutfd^en 
borangefteßte, beffen Deutfd^ aber ber bamaligen clebifd^en STOunbart am 
gehört, ©n bebeutenber gortfd^ritt gu einem fetbftänbigen beutfd^en 
SBbrterbud^e geigte fid^ bann, inbem man ben beutfd^4ateinifd^en SSocabu»' 
lar bon feinem tateinifd^^beutfd^en trennte unb für fid^ erfd^einen li^. 
Diefe gefd^a^ guerft in bem 1482 gu Slürnberg tnxä) Sonrab 3«* 
ningcr gebrudften fei^r umfangreid^en vocabularius theutonicus, auf 
toetd^en batb o^ne Angabe be« 3a^re« [gegen ober um 1500?] unb be« 
ÜDrudtorte« ber vocabularius incipienB teutonicum ante latinum^ bann 
ein vocabularius primo ponens dictiones theutonicas (@tra|burg 



IBorrebe. XI 

1515), [ferner öon Joannes Frisiuß 1556 giigtet^ mit ber jtoeiten auf* 
läge feinet großen dictionarium latino-germanicum ein bünbige^ 
Dictionariolum gOTmanicolatinam (f. @. XVIIP)], enbüc!^ 1561 ju 
^xiäf, and jenem dictionarium latino-germanicum l^etborgegangen, unter 
bem S:itel „bie leütfd^ \pxaa6f*' ein bie ©ci^toeijer SKunbart barlegenbe« 
betttfi!^Iateinif<!^e« ®Merbnd^ bon Oofuaüßaaler folgte. ÜDagegen 
tßox boö dictionarium germanico-latinum bon Petrtis Daaypödiua 
tti^t für p(3^ erfd^ienen, fonbern bem 1535 unb bfter ju ©tragburg ge* 
brudten unb inel gebrausten dictionarium latino-germanicum biefed 
®e(e^rten angel^angen. -Ätte biefe arbeiten »nnen inbeffen nur ate 
beutfd^^atdnifd^e SBMerbä^er, ni(^t ate felbftänbige bentfci^e gelten. S)ad 
erfte eigentlich beutfd^e ift, re^t toie gum ^tü^tn, bag ba« beutf<S^e SSoß 
t»n SRatur ein ^)oetifd^d fei, ein JRetmtobrterbud^ , be« oben ®. VI ge* 
nannten (Sradmu« älberu« bor 1529 begonnene«, Jeboc]^ erft 1540 
)u t$ranffutt am SSftain erfd^ienene«, gegentoärtig in nur nod^ fed^d @^em« 
))Iaren Dor^anbene« novnm dictionarii genus^ in U)eld^em übrigen« ol^ne 
fienntni« ber SBetterauer SWunbart bie SSJortformen nid^t immer ju ber^ 
fte^en pnb unb fogar mand^e SBbrter bunfel bleiben muffen. 5Rod^ ober 
^atte man ben bottftänbigen beutfd^en @!|)rad^fd^a| nid^t aitf}uftet(en ber« 
fttd^t; bie§ unternal^m erft Oeorg ^enifc^ in feinem in fettner güße 
unb barum tt)eitfd^id^tig angelegten ^erfe ,,2;eutfd^e ®^rad^ unb SBei^« 
^t", bon toeld^em aber nid^t« toeiter.afe ber erfte mit ® abfd^Iie^enbe 
©onb 1616 au äugdburg an« 8ic^t getreten ift. Sin 3Sergeid^ni« ber 
»©tommttifrter ber jEeutf d^en @^)rod^e'' legte 3uftu«®eorgiu«®d^ot* 
tetitt« in feine 1663 ju JBraunfd^u>eig ]^erau«gefommene „au«fü^rttd^e 
Arbeit bon ber jEeutfd^en ^aubtS^jrad^e* nieber, unb gegen ben ©d^Iuß 
be« Oa^r^nnbert«, 1691, folgte bann, im {RüdfblidC auf ^enifd^, be« 
@^)aten (SerStinus) ober, toie er mit feinem redeten 9iamen l^ie^, 
6a«par bon ©tieter ai]()^abetifd^ nad^ 335urjrin unb ©tämmen unb 
l»ar nur gu oft touuberlid^ georbneter, überau« reid^^altiger, ju 5Rärn* 
berg »erlegter ^Xeutfd^ @!|)rad^fd^aft'', in »etd^em nid^t toenig ber 
t^itringifd^en SlZunbart angel^drt. 

©rötere SC^tigfeit gn neuen beutfc^en ffibrterbüc^ern enttoidtefte 
fk^ im 18. ^al^rl^unbert, in toeld^em [junäd^ft „3)a« ©roffe Universal- 
unb aSoöfommene Dictionarium @o ba ift : Statiönifd^^granfebfifd^* 
SEentfd^, granftbftfd^*3taUänifd^=^2:eutfd(^, 2:eutfd^45ranfebfifd^:'3taliänifd^, 
3n btefen bre^en ®|>rad^en bon SWattl^ia bon (grberg ganfe neu 
l^erauögegeben'' (9ifirnberg 1710) Srtoäljnung forbert, in«befonbere ber britte 
%f^, toefd^cr ba« ÜDeutfd^c boranfe^t. '£)o6f bid^t i^inter bicfem SÖerfe 
bann] 1711 Sol^ann Siäbtein gu 8ei<>gig feinen euro^Jöifd^en ©prad^* 
®ita% ebenfafl« in brei 5Cl^eiIen, 2:eutfd^*3taliänifd^^gran|bfifd^, gran^b* 
fif(i*2:eutfd^^3taliänifd^ unb Stattänifd^^Ieutfd^^Jran^bfifd^ erfd^einen tie^, 



XII «orrcbc. 

Don mlöftn jener crfte, ba« teutf(!^^ttatiätttf^*franjbfif^c XBftrterBni^^ 
nngemcin teic^l^attig toor. auf ba^fefbe folflte aber faft no<^ rei^l^altiger 
1716 gu 8ei|)jig ein „teutfd^^enßüfd^eö Lexicon* i>on gl^riftian Snb«' 
toig unb faum minber reid^ 1727 ju Äbln ein dictionarium germanico- 
latinum in 2 «»nbcn t)on ^aul äler. «Io§ für ba« ©eutf^e gab 
ei^rifto»)]^ grnft ©teinbac^ jnerft 1725 jn ®re«Iau ein Reine«, 
unb bann 1734 in jtoei ©rofeoctabbänben ein ebenfaö« nad^ SSJurjeln 
unb ©tömmen georbnete«, fd^ä^bare« ^aSottftdnbige« !Detttfd^« WMtt^ 
Sdnäf*" ^erau«, toetd^e« aber burji^ ba« lange 3ai^re t)orbereltete, 1741 
ju ©erlin in 2 Ouartbänben erfd^iencne, beut gorfd^r noc^ immer l^bd^ft 
nü^Iid^e beutfd^e ober, »ie ber 2:itet lautet, 3:eutfd^*8atcinifd^e SOJärter^^ 
SSud) bon Sodann Seon^arb grifd^, einem ber gele^rteften ©jjrad^:* 
fenner, berbunfett »urbe. ©ud^tc grifd^ fd^on baburd^, ba§ er bie gu* 
fammengefeftten SJBbrter unter ba« erfte SSSort ber 3^fömmenfe^ung in 
i^rer ^Reihenfolge ftettte (bgl. @. VII), mel^r, afe ©teinbad^, fid^ ber 
ftrpngaljpi^abetifd^en Drbnung gu näl^ern, fo feigen toir biefe guerft unb 
^ntfd^ieben burd^gefü^rt bonSo^annS^rifto^jl^Sibetung in feinem 
laut bon beutf^em ^ki^t, beutfd^er äu«bauer unb, fo biet e« bei ber 
bamat« fe^r geringen ftenntniö be« SUtbeutfd^en möglid^ tt>ar, ©rünbttd^* 
feit geugenben «3Serfud^ eine« boüftänbigen grammatifd^^fritifd^en SQSbrter* 
bu^e^ ©er f)od^beutfd^en STOunbart" (5 Z^t in 4, geipgig 1775—1786), 
toeld^er 5£itel jebod^ bei ber gtoeiten ausgäbe (4 Zi^U in 4, 8ei^>gig 
1793—1801. @u<)^>tement*®anbe« erfte« §eft, «erün 1818) in „®x<m^ 
matifd^'fritifd^e« ©brterbud^ ber f)od^beutfd^en SWunbart'' gef|irgt tourbe. 
äu« biefem lieferte er bann nod^ in einem mäßigen Dctaobanbe fein 
;,8teine« SSSbrterbud^ für bie 8[u«f]()rad^e, Drtl^ograjpl^ie, Biegung unb 
«bteitung" (Sei!|)gig 1788, 2te äu«g. 1790), in »eld^em er um ber äu«* 
\pxaä)t unb Drtl^ograjjl^ie toißen bie getoö^nlid^ften Ableitungen, aud^ bie 
mit ben untrennbaren ^artifeln gufammengefefeten ffibrter gleid^ unter 
bie in alpl^abetifd^er Drbnung aufgeführten gangbarften ©tamm* unb 
S38urgettt)brter fteßte, unb enbtid^ in 4 ©rogoctabbänben einen äudgng 
(8ei<)gig 1793—1802) *). SJBä^renb ab elun g mit bem Drudte be« crften 
T^eite« bon feinem großen ©erfe befd^äftigt »ar, im gebruar 1773, atfo 
bor ^unbert Salären, nai^men bie fo t^ätigen 2JKtgIieber be« ^ainbunbe« 



*) 9lu(5 Äarl «p^>iH^^ SKoritj begann ein ^@wmmattf(i^c« SSBörterbuc^ ber 
beutf(!^en Bpxa6}e**, n>e(d^ed, o^ne 9)^o ritten« @eifi gu befi^en, 3o^ann (Srnfl 
@tufe, SSalHafar ©tcnjel unb 3o^ann (S^rifto^^ 5JoIIbebing naci^ cinanber 
fortfctjtcn (4 löbc in 8, S3crUn 1793—1800). 6« ijl aber fein beutfc^c« ©brtevbu^ 
Jonbern ein jur Sfeintöung ber beutfd^en @^5rac^c angelegte« grembtobrterbu^ unb 
iVL^Ui^ eine na(^ ber alp^abetifd^en 8^ei^enfoIge ber Äunftau«brü(fe georbnete beutf^e 
©rammatit. 



»örrebe. xiii 

3o^aitn ^eintii!^ Sof, dol^ann aKartin9ßiIter unb Subtoig 
{)etnTt(3^ C'^rifto))]^ f)d(t^ einen älnlauf }u einem aOgenteinen 
»»tterbtt^ ^x DeutfcJ^fonb (f. «tiefe bon 3. $. SSoM, 130), ol^ne 
inbeffen )u einer eigentli^en Sluöfül^rung ju tommen. T)o6f, einmal 
auf}ei(3^nenb, tmg S3ot Diel f))äteT nod^ fleißig ©teilen aM älteren beut« 
fd^n ©duften in ein (S^em))Iar be« Slbetung unb }tt>ei (S;em])){are be^ 
%xi\<if ein [f. „JBot unb feine beutf^en gorfci^ungen^ in SBill^elm 
l^erbfte 3o^n f)einri(3^ 3Jo| ®b. 2 «bt^. 2 ©. 251—264, »o @. 263 
3. 33 abftammung ftott äbftimmung ju lefen], bon voditftn testen ein« 
bei ber »erfteigerung ber »ibliotl^ef bH berühmten Did^terö 1835 in 
meinen «eft^ gefommen ift. 2:ief unter jenem 9u«}ug 9lbe(ung« ftel^t 
an ®el^t ber unter bem 2:itet f,^erfu(^ eine« ^od^beutfd^en ^anb^ 
»Metbuci^«- (3 2:^Ie in 8, ^atte 1793—1795) erfci^ienene bon 2 r au ^ 
gott ©ottl^ilf 3Soigtet, fotoie beffen «^anbtobrterbucl^ ber (Deutfd^en 
^ptaäte'' ($aüe 1804), f aft ni>6f rtefer unter ä b e I u n g « großem ©erf e ba«, 
toenn and^ in feinen 5 Ouortb&nben bei n>eitem ftSrfere unb reid^^altigere, 
jngleid^ bon bietem Steige jeugenbe „^brterbud^ ber beutfd^en ©^rad^e" 
bon 3oad^im f)einrid^ Campe («raunfd^toeig 1807—1811), toeld^e« 
loieber bem 4 (Srogactabbänbe umfajfenben, aber jiemtid^ ungenießbaren 
ioo\HtifiMi6ftn S3brterbu<^ ber beutfd^en @prad^e bon Dtto t^rieb« 
ri^ S^eobor ^einfiu« (^annober 1818—1820) ju (Srunbe liegt. 
Slud^ ba« „^anbtobrterbud^ ber beutfi^en ©ptaöft" bon Soi^ann 
S^riftian Sluguft C)e^fe unb beffen ©ol^ne Saxi SBiti^elm 8ub^ 
iDtg f)e^fe (2 ZffU, ber 2te X^eil in 2 «btl^eilungen, 9Ragbeburg 
1833—1849) fbrberte ni(j^t, trofebem baß bereit« feit 1822 burd^ Sacob 
®rimm eine bentfd^ ^l^ilologie {t<^ entfaltet l^atte unb blül^te, nod^ 
biet toeniger ba« grommatifd^e SSbrterbud^ ber beutfd^en ©prad^e bon 
«ud^ariu« gerbinanb (S^riftian Ortet (2«be, Sroünd^enl829f.) 
fowte ba« ^®efammttt)brterbud^ ber beutfd^en ©prad^e* bon 3acbb 
{)einrid^ fialtfd^mibt (Seipjig 1834), mit bereu (SrtDS^nung fd^on 
me^ ob genug gefd^ie^t, unb ba« „SBbrterbud^ ber beutfd^en ©prad^e" 
bon ftonrab ®6ftotnd (t$ranffurt a. SDl. 1834), tDeId^e«fid^ bei großer 
S>Stfägteit ber «egriffe auf Stt^mologien befd^rSnft, ift o^ne eigentttd^e 
Sojfd^nng gufammengefd^rieben unb toimmelt, felbft in ber jüngften 
„bnrd^au« umgearbeiteten" Auflage (1856), ton ungS^ligen, grbftent^eil« 
an« grober Unfenntni« i^erborge^enben geilem, bie nur ju oft irreleiten. 
SWd^t ba« aWinbeftc befferte bann einige 3a^re fpSter, 1837f., g. 31. 
ffieber burd^ fein «ftritifd^serflärenbe« f)anbtobrterbud^ ber beutfd^en 
©prad^'' (ll.aufl., geipjig 1872), toetc^e«, auf ben getob^t^ften ^au«* 
beborf bered^net, ebenfo unfritifd^ toit bei bem äßangel aÜer tieferen 
einftd^t oBerfiäd^tid^ ift. Saum l^b^er fteUen IS|t fid^ im ganjen ba« 
»^nbtoiyrterbud^ ber beutfd^n ©prad^e'' bon (Sl^riftian XBenig 



XIV »orrebe. 

(grfurt 1821), obgletd^ bie fünfte «upagc (min 1870) al« ewe-fofg^ 
fdltig t)crbcffcrte unb bermci^rte bejci^net tinrb. (gnbtid^ arbeitete lux!^ 
Dr.SßJtll^cIm f)offmanttetn „aSottftänbigfte« SBbrterbu^ ber beutfd^en 
(Spxaöft** (6®be, gci^jjig 1853— 1861) auö, »id^t ol^ne glei^, aber mit 
einer fold^en aWenge bcr fd^^üler^afteften aSerftbge im aitbeutfd^n, ba| 
aud^ jeber (Sebonfe an eignen flaren SbM bed SSerfaffer^ nnb bomit an 
®rünb(t(^feit fd^tüinbet. ®t>i6)tn troftbfen (grfd^einnngen gegenüber 
mufte fid^ bie greube ftelgern, ba§ feit 1852 ba« lang erwartete grofee 
beutfd^e SBbrterbud^ »on 3acob ®rimm unb SBill^elm ®rimm 
begonnen »urbe unb mit ftoljer ©id^erl^eit unb geftigfeit fertfd^ritt, ein 
toai^ri^aftbatertänbifd^e^SSäerf, ba« bengefammtenneu^od^beutfd^enSjjrad^* 
fd^afe bon etn>a 1470 an bi« auf bieOegentoart in fid^ aufnel^men fottte unb, 
tt>ie eö beibe ©ruber begonnen, über ben beften früi^eren l^od^ erl^aben, 
auf tange lange 3^it ^iu unerreid^bar bleiben unb um meld^e^ unfer 
S5ott t)on bem äu^tanbe beneibet »erben toirb. C)iJd^ft fd^merjlid^ bleibt, 
ba^ beibe Srüber t)or ber SSottenbung bon i^rem grogartigen ®erf ab«= 
gerufen tourben, unb mit fd^toerem f)erjen — benn »er bermbd^te e« 
i^nen nad^jut^un! — übemal^m i^ bierjel^n 3^age nad^ dacob 
®rimm9 2:obeim9$ereine mit siiuboif ^ilbebranb bie Sortfe((uttg, 
}tt tDeld^er nod^ gleid^ bamat^ mel^rere beutfd^ ®))rad^ge(e]^rte sttge}ogf9 
»urben, bon benen ieber fid^ jur Bearbeitung eine« Bud^ftoben^ bereit 
erf(ärte. !Dod^ über biefe ^^ortfe^ung »erbe id^ mid^ anber»&rtd ber^ 
breiten. 3m Slngefid^te Jene^ unter ben Rauben be^ unbergteid^ttd^en 
Brüber!|)aare6 em^orfteigenben SDomed aber fd^tug id^ an meinem nett 
bon ®runb auf erfte^enben fleineren ©ebäube auf unb bie freunbttd^ 
* biefem jugetoanbte X^eilnal^me ber grbften STOeifter gab aWuti^ unb gttft 
jur Fortführung unb SJoHenbung. SSSenn nun fd^on, toie id^ bereit« In 
ber Sorrebe jum legten ®anbe ber borigen aufläge ertoäl^nte, »ül^renb 
biefe« aufbaue« 3acob ®rimm in einem ©riefe bom 16. £)ecember 
1860 gelegentlid^ ber Srtoä^nung anberer SSJbrterbüd^er längerer ^txt 
mein eben erftel^enbe« eine „grandehrliche aus genaustem forschen 
hervorgegangene arbeit^ nennt, fo »ar bei ber öortiegenben neuen 
aufläge mein eifrigfte« ©eftreben, ba§ ba« S5ud^ biefer Jöejeid^nung tiod^ 
»ürbiger »erbe. 

3ene eben beruhe, am l^il. ß^rifttagc 1870 gefd^riebene SSortebe 
fd^Iog mit ben SBorten, ba§ ben fo trüben Sfai^ren frember Äebrüdtung 
gegenüber, in »etd^en ba« grbfte beutfc^e SBbrterbud^ bor bem ber ©ruber 
®rimm, ba« bon Sampe, mit einem ^ioti^ruf für gr^attung unferer 
®pxa6)t erfd^ien, nun unfer bcutfd^e« SJatcrIanb auf einer $b^e ber Sr^ 
forfd^ung biefer feiner ®ptaä)t ftel^, »ie fein anbere« 8anb ber SäJett, 
unb l^bl^er unb ^errlid^er burd^ bie @d^tag auf @d^Cag erfolgten glänjenben 
@iege feiner f)eere gegen ben alten (Srbfeinb, benn jie jubor. ^eute, nadl^ 



^rrebc jnr britteti flnflagc. xv 

einem griebcti^^tuffe, ber uM elnft f^mad^bott ctitriffcnc atte «ei^«*^ 
lanbe mit ti^ren Kcid^^feftungen toieber jufü^rte, tx^tit ^6) ba« beutfd^e 
^däf ouf« neue rul^uibott unb mäd^tlg, wie in ben gIangt>oöften lagen 
alter 3^^*^ ^^b ba« f)er§ Jebe^ !Dentfc^en, tuo er fei, anäf in ber toeiteften 
gerne, barf bei bem @ebanfen an fein SBatertanb ^d^er fd^Iagen. SOtöge 
ober bte ermngene Sinl^eit unb (Sinmüti^tgfeit unfere^ äJotfe^ nie n>ieber 
geftbrt toerben, unb fo @ott mit nn^l 

@iegen am 6. älupft 1873, bem da^redtage ber @iege bon SJbrt^ 
unb @yi<^eren. 

Sari SBetganb. 



iDie borüegenbe neue Auflage, bie britte meiner tjorfd^ung unb arbeit, 
mufte üf unberjügtt^ nad^ Äeenbigung ber borl^ergc^nben beginnen unb 
bielmol, xotnn bad ganje SBerf niäft nrieber, toit nad^ SSoQenbung ber 
erften Auflage, eine Steige bon Salären feilten fottte, ben ^»eiten ©anb, 
ber ja aud^ erft neu bearbeitet toar, unberänbert laffen. ÜDagegen ift ber 
erfte tro^ engerem 5Dru(I um 164 ©eiten ftärfer getoorben, »eld^e« an* 
ttKid^fen jum 2^ell auf (Sinffigung neuer ärtifel, bornel^mlid^ aber auf 
Serbottpnbigungen, (grtoeiterungen unb SSerbefferungen bereit« tjorl^anbcner 
beruht. $ier ift benn aud^ ba« nur in jtoei gj enq^Iaren nod^ bor^anbene, 
fär bie beutfd^e ©prad^forfd^ung nid^t untooid^tige ©^ttabierbüd^Iein bon 
@ebaftian f)elber (f. ®. XX') je^t toeit mel^r l^erangcjogen, ate 
frfi^, ebenfo bie filtefte „S^eütfd^ ©rammatica" bon Salentinu« 
3deIfomer unb gtoar in bem einjigen nod^ übrigen gjcmjjtare be« 
erften, öier Sogen in Äleinoctab umfaffenben, faum bor 1531 erfd^ienenen 
S)md(ed, bei toetd^em ber gleid^ barauf ausgegebene um einen Sogen er* 
»eiterte |t!)eite, ben id^ im f)erbft 1857 auf ber »ibliotl^ef gu «erlin 
tjergftd^, nid^t au^er äd^t gelaffen tourbe. üDie britte unb leftte aufläge 
.(Setrudft ju Siürnberg burd^ 3o^ann ^etreium, anno MDXXXVn«, 
Me 3 Slätter mel^r, ate jene jtoeite, f)at, blieb, ba ©etoinn barau« faum 
jtt erwarten »ar, unbergtid^en. ©ebürtig toar 3dtelfamer au« ober bei 
»otl^enbura an ber lauber , in beffen 5ßä^e bie beiben Dörfer Dber^ 
iwb SWeberidetel^eim liegen, unb 3 dt el famer ift mit munbartttd^em d 



xvi 9^otrebf gur britten Auflage. 

= ffoäfh. ei, obcrb. at, ml^b. unb al^b. ei, got)^. &i, ein« mit Siti^^ 
1^ eint er = au^ Sdetel^eim @tammenber, toie benn aud^ neben ddel^ 
famer mitunter, freüid^ fpärlid^, 3(fet«]^cimer \iäf finbet. 

3tt>ei SÖ'örterbüd^er, toetd^e bei ber ©efd^id^te M beutfd^en ffibr* 
terbttd^e« nid^t übergangen toerben bürfen, lernte id^, ba fie überaus 
feiten finb, erft \pixt !ennen unb fd^ob, um fie nid^t bon ben il^nen junSd^ft 
fte^enben trennen ju muffen, bie litet @. XI in ben lejt in edtigen 
Slammern ein, burd^ »eld^e fie gteid^ ate W&ttxt ©nfd^altungen in bie 
äugen faCen. «ud^ ®. XITE ent^tt einc(ginfd^altung in fotd^enÄtammem. 

©ine befonbere greube mod^te mir ba« Programm ber l^'di^eren «ttr* 
gerfd^ute ju ffirieaen auf baö Sa^r 1869, in »eld^em, fo bielfad^ an mein 
SBMerbud^ anfnüjjfenb, eine toid^tigc äb^anbtung bon Dr. Dflar 
3änidEe über die niederdeutschen elemente in unserer Schriftsprache 
(f. ©. XX") enti^alten ift. Darauf folgte bon bemfelben ©ele^rten im 
25. Sal^rgange ber bon Soni^, 3acob« unb JRü^te l^erau«gegebenen ^üU 
fd^rift für ba« O^mnapat^efen @. 743—757 eine tief eingel^enbe «e^ 
urti^eilung beö aSäbrterbud^e«, unb nad^ biefer fbrberte nod^ Überfenbung 
toert^botter Beiträge für elngetnc ärtifel. Stte« bieg W^t mid^ um fo 
tiefer beflagen, bag ber ^od^gefd^äftte gorfd^er fo frü^ au« biefem geben 
fd^eiben mufte. 

ÜDann finb umfaffenb benu^t bie an mein lIBdrterbud^ anfnüpfenben 
reid^en, ^bd^ft banfen«U)ertl^en Spenden zur Altersbestimmung neu- 
hochdeutscher Wortformen bon ^rofeffor Dr. gebor ©ed^ ju ^tüt 
in grana Pfeiffer« ©ermania XVm, 257—274 unb XX, 31—51 
(f. @. XVII"). Dagegen toaren mir bie Semerfungen unb ergänjungen 
}u meinem SBbrterbud^ bon Oberlel^rer Dr. @ombert in bem im Sluguft 

1876 erfd^ienenen 3a]^re«berid^t be« Sbniglid^en ®^mnafium« ju ®ro|*^ 
©tre^Iife in Dberfc^ferien (f. @. XIX-) teiber erft bon bem «Borte „«ofift- 
an jugSnglid^ unb lonnten fonad^ nur bon ba an berüdffid^tigt tt)erben. 
Einige« ^abe id^ am ©d^Iuffe be« erften J83anbe« in ben 93erbefferungen 
nad^gebrad^t. 9Ba« ©ombert au« bem ©ud^ftaben fOl unb bann aM ber 
gortfe^ung feiner Semerlungen unb (grganjungen im 9a%re«berid^t für 

1877 mitt^eüt fotoie jum ©d^Iug in bem für ba« gegenwärtige 3a^r bringen 
loirb, aud^ mir nod^ in bem jioeiten 3a^re«berid^t freunbttd^ beigef daneben 
l^at, ift einer f gitteren 9(uf(age be« JBud^e« aufbel^olten. SÖn einem 
äßbrterbud^ aber ift immer ein*= unb nad^jutragen, unb Beiträge ber* 
:|)fiid^ten ftet« }u Dant, jumat toenn fie SBbrter unb gormen betreffen, 
loeld^e in fd^toer erreid^baren ©d^riften berftectt finb. SDibge aud^ ferner* 
l^in meinem SBerfe bie ^l^eilnal^me nid^t feilten, bie bei bem ftet« fort* 
fd^reitenben äu«bau mitf'örbertl 

®ie§en im SKerj 1878. 



XVII 



Äaiim »oren einige ®oflen biefer neuen aufläge gebrudtt, aU ber 
^od^t)erbiente unb l^od^bere^tte SSerfaffer naö) töngcrer Srontl^eit ber 
Söiffenfd^aft burd^ ben lob entriffen »urbe. ÜDie in feinem ^lad^Iaffe 
öorgefUEibenen jal^Ireid^en Slotijen, »eld^e bei ben folgenben ©ogen auf« 
getoiffenl^aftefte benuftt tourben, legen 3^ugni« babon ob, baß ber ©er*^ 
faffer hiß gu feinem legten ät^emjuge bemüi^t getoefen, fein \iä) ber 
aßgcmeinftcn änerfennung erfreuenbe« SJBbrterbud^ ftet« größerer 3Sott* 
fcmmcn^eit entgegen ju führen. @« barf bai^er aud^ biefe üierte aufläge 
mit ^td)t eine ijerbefferte unb bermei^rte genannt tocrben. 

2)te Serlag^lanMuug. 



»ngefiiiirte OueOen. 



^er 9tainnerf))aniid loegen bleiben in ben 9(rttfe(n bee 8ud^e9 bte mdften 
Duetten, neue toie alte, aud tDcI(i^cn ßef^ö^ft toorbcn ifl, unangefü^rt. a)ic aber, auf 
toel^ (ingemiefen toirb, flnb bid auf wenige unten angegebene fo beutli^ begegnet, 
ba| i^re 9nfßeffnng in einem ^eqeici^nid unnöt^ig märe. Über bie ^lartitn ber Btt-* 
faffer toon ffiörterbü^em toie über biefe felbfl gibt bic ©orrebe @. X— XIII auSfunft. 
3n ^tttdft^t auf bie 9[blUr}ungen unb 9[udgaben nti5gen ^ter toerjei^net fte^en : 



Aaaen, Ivar, nonk Orbog. GhriBiiania 
1878. 

Slbelung, f. @. XU. 

9gricola ober ©eorg 9lgricota. 
1546 aef(^nebene Stoffen ju Oeorgii 
Agrieäm de re metaUica libri XII. 
Baailett 1657. 

Slbernd, ISra9niu0, dictxonArinm , f. 
@. XI. gabeln {„'Sxa 9u(( t>on ber 
Xngent t)nb ffieiß^eit.'^) grandf. a. 3». 
1660. SSibber 30rg ^t^^eln (1589). 

ICIer, ^u(, f. @. XIL 

JJph4»rL Alpharts Tod im deutschen 
Heldeubuoh (ron Müllenhoff) IL 

AUfelder FoßtioruMpißlf au9 ber ^anb« 
fd^rift, bie id^ mir 1847 au«jog. 

AUd. Blätter. AUdeuisehe BläUer Yon 
Moriz Haupt und Heinrich Hoffmann. 
2 9änbe. 2t\pm ^^^^ un^ ^^^0. 

AUdewtiehe Bredifften und Gebete aus 
Handschriften. Gesammelt und anr 
Herausgabe vorbereitet von Wilhelm 
Wacker nagel. Basel 1876. 

Aitmutaig, rocabularius, Basile» 1514. 

AimoUedf 9[n6g. t>on ^egienberger. 

«rnbt, em|l aßorij, ©ebici^te. ?cit)jig 
1848. 

ilveniwmffgramniatica. Norinbergel518. 

BarUuMn, ICudg. loon gram Pfeiffer. 

9anx, %tn9h. Urf. = Urnmbenbuc!^ be6 
^ofierd 9m9bura in ber )IBetterau. 
(eff. Urf. » Hftf^e Urtunben, 5 i6ttnbe, 
3>cnnpobt 1860—1873. 

Bedi, Fedor, Spenden zur Altersbestim- 
mung neuhochdeutscher Wortformen 
in Pfeiffers Germania XYIII, 267— 
274 unb XX, 81—51. 

Benedee, mittelhochdeutsches Wörter- 
buch mit Benutarang des Nachlasses 
▼on G. Fr. Benecke ausgearbeitet von 



W. Müller und Friedr. Zarncke. 
Leipzig 1864—1866. 

Berthold, Berthold von Regensburg, 
▼ollstftndige Ausgabe seiner Predigten 
. . . von Franz Pfeiffer. Wien 1862. 

8irlinger, Snton, f($tt>äbif(!^attg9burgi« 
f6e« i9Qi$»rterbu4. mM^tn 1864. 
Si$rterbü^(ein jum i^ottdtl^Umad^en 
au« ©(^maben. greiburg i. 8r. 1862. 

Biterolf. Biterolf und Dietleib, herausg. 
Ton Oskar Jänicke im deutschen 
Heldenbuch I. 

(©obe, 3o^. 3oa4im (SM^op^), ^um- 
p^rv Jllinfer« 9tetfen. ^ud bem (Sng- 
Iif(5en. 3 «änbe. Sei^jig 1772. ©er 
2)orf))rebiger toon SBatefielb. ©on 
neuem »erbeutfd^t ©benba 1777. 
®ef(^i6te bed £^omad 3one« eine6 

§inbemnbe«. 6 ©änbe. %u9 bem 
ngüfc^en. (gbenba 1786—1788. 
©iJbtfer, 3o^anne«, @runb«@ü<}e ber 

Xtni\^tn @^ra(4en. (Si^ttn an ber 

@^ree 1690. 
BaethiuSf f. Noiker Boethius. 
Baner, 9[udg. t)on gran3 Pfeiffer. 
Brantf Narrenschi^ 9[udg. loon ^axndt. 
8rem. iäS^tbdb. 9tx\näf eined bremtf(i^« 

nieberfä(!^ftfti(en SiJrterbuc^. 6 S^etle. 
. ©rcmen 1767—1771 unb 1869. 
»rode«, ©ert^olb $cinri<^, irbif(i^e« 

«crgnügen in @ott. I Hamburg 1787. 

n 1739. m 1736. IV 1735. V 1786. 

VI 1739. Vn 1743. VUI 1746. IX 

1748. 
©ürger, Oottfr. «ug., fämmtliti^e SBerfe 

berau«g. Don ©o^^. @i$ttingen 1836. 

^ei ben ©ebic^ten ftnb bie erflen ©rüde 

»erglid^en fotoie bie 3lu«gaben öon 1778 

unb bie in 2 £^ei(en 1789. (Sine gute 

hiü\6ft ^u«gabe fe^It leiber nod^. 



XX 



Dnetten. 



(iampt, f. @. xm. 

Cagullif ttaUemfd^^teutfi!^ unb teutf(i^«ttd. 
©örtcrbuci^. Sci^jjig 1709. 

(JE^amin», Slbclbcrtöon, SBcrfc. 6 «bc. 
• gci^Sig 1836—1839. 

O^ron. d d. St, Chroniken der deut- 
schen Städte Tom 14. his ins 16. Jahr- 
hundert. ^^ je^t 14 $änbe. Leipzig 
1862ff. 

Clajus, Johannes, grammatioa germanica 
lingu». Lipü<& 1578. 

eiaubittö, awatt^ia«. @rflc 2(u«9a6e. 

Cameniua, 3o^anne9 ^mo9, Sluffgefqlof« 
fcitc ©illbenc @^rac^en=2;^ür. Scipjiö 
1639. 

Corvintts. Föns Latinitatis Bicomxs . . . : 
Opus ab Andrea Gorvino Oratori» 
et Lingy» Latin« quondam in Aoade- 
mift Lipsiensi P. P. inchoatum ; Nunc 
verbk Joanne Georgio Schledero 
Batisbonensi, priori parte auctiüs red- 
ditA, et posteriori noriter adjectA, in 
hane formam digestum, ac public« 
utilitatis gratift tjpis erscriptam. 
Franoofrrti 1660. 

^a^ixtvt, do^ann Staxi, |)(attbeutf(i^e9 
S9S0rterbu(!^ mä^ ber alten unb neuen 
^ommerfd^en unb riigif(^en Sl^nbart. 
etrdfunb 1781. 

Damneüy Johann Friedrich, Wörterbuch 
der altmftrkisch-plattdeutBchen Mund- 
art. Salzwedel 1859. 

JkuypödiuSf dictionArium. Argentorati 
1637. 2>er bcutf*e 'iilamt bc« »er* 
faffcr« ift tool Siau^fuß. 

2) en t5 f er , ^\f. 3acob, clayis germanico- 
latina, aU anbetet X^eil ber clavis 
lingu» latine. Basile« 1713. 

DicUonaHolvm puerorum Germanicolati- 
num, in gratiam Studios» juventutis 
congestum. Tiguri 1566. 8<». 319 <S<S. 
»on PriiiM (f. b.). (gin Vorläufer toon 
aß aaler (f. b.). <Bt\fX fetten. 

ZHctionärium, f. iReuc« tc. 

Diefenbachy Laurentius, glossarium Lati- 
no-germanicum medi» et infim« »tatis. 
Frauoofurti a. M. 1857. Novum glos- 
sarium latino-germanicum medi« et 
infim» ntatis. Frankf. a. M. 1867. 

Diemer. Deutsche Gedichte des XL und 
XII. Jahrhunderts, . . . herausg. von 
Joseph Diemer. Wien 1849. 

a)tetenber0er, 3o^ann, Sibüa. SWe^nj 
1634. 

2)tetj, W^^^f ©örterbuA juDr. SÄartin 
Sut^et« beutf(!^en ©(i^nftcn. @o tt>eit 
crf^tcnen. 

^xn, gricbrtc^. ©on ber ©rantm. 
(;®rammatif ber romanifci^en @^raci^en) 
iji bie 1866—1860 erfd^ienenc jtocite, 



t)on bem SBtb(!^ (eti^molog. SSrterbud^ 
ber roman. @^rad^en) bie 1869—1870 
erf(!^ienene 3. 9(u9g. angezogen. 

3)öbel, ^einrid^ ©il^elm, eröffnete 
3äger«'Practica. Jeipjig 1746. 3 S^^eile. 

2)ro^e»^üU^of, ^nnete Don, ®ebi(i^te. 
@tuttg. unb Süb. 1844. 

Diut, Diutiska )>on (Sraff. 

Eckhart, Meister Eckhart, herausg. von 
Franz Pfeiffer. 

EgiUBoiij Syeinsbjöm, lexicon poeticum 
antique lingu« septentrionalis. Hafhi« 
1869. 

(grberg, ä^att^ia« toon, 3)a« Oroffe Uni* 
»etfal* unb 3?ottfommcne Dictionarium, 
@o ba tft 3taa«ntf^*gran3»fif^-2:eutf*, 
gtani^i5rtf4'3taliänif(|b«£eutfd^ , %tvi^6^* 
gtanji$fif4^3taUänif(9. ^ btefen btel^en 
©^ta(^eu oantj neu herausgegeben. 
9Jütnberg, afeartin (änbter« 1710. 9hir 
ber britte X^eii tfi cttiert unb jtoar nac!^ 
Anführungen ©omberts, burdp toeld^en 
aflein x^ ba9 ©u(( !enne. 

JEmmeliuSf Helfricus, sylva. Argentorati 
1680. «erfoßt 1592. 

JErec, 2)ie 2. AuSg. t>on iD^^ori) $au^t 

ürlöstmgy die, herausg. von Karl Bartsch. 
Qnedlinb. und Leipz. 1858. 

ExoduB, in ^offmannS gunbgruben Zffi. 2 
@. 85-101. 

^chman^ Jodocus, Yocabularius predi- 
cantium. 9tiirnberg 1488. @. Melber, 

MutnaehUpiele aus dem fünfzehnten 
Jahrhundert (herausg. von Adalbert 
Y. Keller). Stuttg. 1858. Nachlese 
1858. 

9 i f ^ a r t , (Sef^ic^tftittetung (@argantua) 
1608. ^inenCorb 1688. 

prangt, gabtan, Xtat^^n <Bpxciäf %xt 
tonb (Sl^enfd^afft, Ort^ogra^^ta tc. 
granffurt a. SDJ. 1631. 

greper, ^ieron^mu«, Antoeifung jur 
Seutfcipen Orthographie. ^a((e 1722. 

JRiedberger Pastionsspielf au9 ber $anb» 
f(!^rift (f. Maupt Zeitschrift YU, 645 
—556). 

grifd>, f. @. Xlf. 

ßirinuij loannes, dictionarium latino- 
germanicum. Tiguri 1656. (£d ifi 
bieg bie jtoeite Aufgabe. 2)ie erfie, 

gemeinfant mit Petrus Gholinus 
eforgte, erfd^ten Tiguri 1641. ©cibc 
3lu«gaben fmb bur^ bie bei I¥i9iua 
gefegte So^redga^I unterfc^ieben. ©tel^ 
au(^ Dictionariolum unb Ncmenelator. 

Mitzner, John, Ordbog oyer det gamle 
norske Sprog. Kristiania 1867. 

grommanu; ®. $t<uci, bie betttf<i^ 
SÄunborten. 6 Sa^rgänae (f. e. Vif.). 
7ter do^rg. ^^alle I876f. 



Ottdltn. 



XXI 



ffnnbgt. gunbgrttben füx i^fc^t^te 

bfittfci^er @^ra(^c unb Literatur, ^erauög. 

t>. Dr. $einr. $offinann. 2 ^etle. 
üangler, ?ciicon bct Sttjcmburgcr 

Um<)an99f^a^e. $it|em6urg 1847. 
kellert, gabeln n. ^}ä^(ungen I idpi. 

1748. II 1751. ge^rgcb^tc. Cbcnba 

1754. ^ufifpiele. (Sbenba 1748. 
öeneshj in ^ffmann« ^nbgvnben £^(. 3 

@. 9—84. 
€fermama. Herausg. ron Franz Pfeiffer, 

sp&ter Ton Bartsch. Stattgart 1 856ff .^ 

f^tfT Wien. 8id ie^t 22 «Snbe. 

3abr6u<( ber ^eranifd^en @efeaf(^aft 

fttr ^emf<i^ ©f^cac^e unb IKtert^ume« 

tunbe. 4>erftu90eaeben )>on grtebr. 

$«inr. \>on ber ^ogen. 10 ©änbe. 

©erlitt, bttnn 2ci>)jtg, 1836—1858. 
deiner, ^Umm, @^rtften. 4 2:^(e. 

3ttri(( 1762. 
Oiionder (Snbtt)ig @(!^nabel),föunber* 

(id^e Fkta einiger @eefa^rer. I 9teth» 

(HUtfen 1781. n $alberflabt 1772. 

m 9fa>rb^ufen 1789. IV (Sbenba 

1748. 
gL gloBs». 

^ emmeram. glon» emmeramentes. 
^ florenL glosuB flörentin». 
gL fuld. gloBs» fuldenses, b^i^^udgegeben 

wn 2)ronfe im Dlierprogramin bc« 

dt^mnafiumd )u gulba 1842. 
gl herrad, glons» herradinn. 
gl kräh, gloss» hrabanian» (gloss» 

Himbani Mauri). 
gL jun. gloss» jnnian». 
gl, limdenbrog.y gloss» lindenbroglan», 

in Hanpts Zeitschrift V, 565—675. 
gL mens* glossss monseenses. 
glos$ar, gloflsftriam. 
^osaar, belg. glossarinm belgionm, )>on 

$offmann t)on gatter«(eben. 
g^ tan-bku. gloss» san-blasian». 
gL tretnr, gloss» treyirenses, I^eratt9g. 

ton ^offmann t»on gotterdleben. 
^ virgU. gloss» Tirgilian», in Haupts 

Zeitschrift XV, 1—119. 
gL foircebvirg. gloss» wircebnrgenses in 

Eckharts Francia orientalis II, 977 

—981 unb Haupts Zeitschrift XTV, 

498—508. 
öötfinaf, ?. g. ©untrer, ?icbcr jtocicr 

?iebent)en. 2t\pi. 1779 (toergii^cn mit 

ber «u«g. 1777). (Scbtd^tc. 3 X^Ic. 

Cbenba 1780—1782. 
Ooüui, Theophilns, onomastioon latino* 

germanictun, in YSTm schol» Argento- 

rensis coUectom. 1579. 
Oombertf Bemerkungennnd ErgftnziiDgen 

sn Weigands deutschem Wörterbuche, 

in bem So^tedberi^t bed fönigL <^m« 



naflum« ju ®ro6-@tre]^Tit in Ober» 
^dfitfim für ba« ©^uljabr 1875/76 unb 
für ba« €5ci^u!Ja^r 1876/77. Zitiert tfl 
I unb IL 

e. ^[ngeftt^rt ifl na<^ ber @ebej» 
ausgäbe, 60 ©be, (Stuttgart 1828—1842. 

@ottfc^eb; 3o^ann (£$nfio^b/ ®ntnb» 
legung ber ©eutfd^en @pra(^fttnp. 
fiei^gig 1748. ©ottflKnbtgerc unb 9?eu* 
erläuterte 2)entf^ @^rad^hinft (5. Hüft, 
iene« SBerfe«). (Sbenba 1762. 

Chraff, althochdeutscher Bprachschatx. 

Qrem, G.W. M., Sprachschatz der angel- 
sachsischen Dichter. 2 9be. Caasel 
und Göttingen 1861—1864. 

Oretter, Jacoh, Nomenciator latino- 
gr»cogermamcus. Editio tertia. Ingol- 
stadii 1600. 

@,r i m m. 3)ie 9lu«gabe be« erjlen ^«nbe« 
ber bentf((en @rammati( tfl bun^ eine 
neben I gefetzte er^ö^te Heinere ^^ 
angebeutet unb bie ^efc^i^te ber beut^ 
f^en ^pxa^t na<if ber erfteu tSu^gabe 
dtiert, bie beutfc^e S)>IVt^oIogie nac!^ ber 
)meiten. 

@rolmon, 5. 8. 31. ».. ffiörtetb«^ ber 
in £eutf(^lanb übti<]9en @tot^buben« 
^pra^en. (I^iegen 1822. 8enu^t i^ 
to. (S^rolman« bur6|<!^offene« i^anbe^em« 
piwc mit reid^en (Einträgen. 

Oryphius, Andreas, 2^rauer«@^ie(e, aud^ 
Oben unb ^onnette. )@reg(au 1668. 

(Srtttoel, 3oMn, 9H(!^t- @(i^nur 3)er 
$o(^teutf(!^en Ort^ogra4)^ie. 9{en>9hx^> 
^in 1707. 

CHidHin, 9[udgabe t>on (Srn^ SKartin. 

©utjctt, SB. n ©örtcrfd^aft ber 3)eut- 
Wen @^rad^e 2tt)Ianb«. (Srfler ©anb. 
9figa 1864. StDcttcr «onb, bi« Ä. 

$aa«, 3o^>ann ©ottfricb, ^cue« 2:eutMc8 
unb granjöftfc^e« SßiJrtcrbuc^. 2 febe. 
gci^j. 1786 unb 1788. S^oHfiän* 

bige« bcütfd^*Iatcinitcißc« ©anbttjörtcr* 
bud^. 3toi(!au 1801 (1811). 

^ageborn, griebrid^ öon, 35crfu4 eint* 
gcr ©ebii^te, ober (Sriefcnc groben 
$octif6cr 9f2eben-@tunbcn. $amb.l729. 
^erfuq in |)oetif(i^en gabeln unb iSc« 
^e^(ungen. (Sbenba 1738. Oben unb 
Sieber in fünf ©üt^ern. (Sbenba 1747. 
9}eue gabeln unb (Srge^lungen in ge- 
bunbener ^c^rcibart. (Sbenba 1749. 
SWoralifibe ©cbid^tc. (Sbenba 1750. 
©ämmthd^c «poetifd^e SBerfe. 3 X^cile. 
(Sbenba 1764. 

Mohns PMtional. Das alte Passional 
(bad erfte unb ba6 jmette ^u(if), her- 
ausg. Yon K. A. Hahn. 

Malier, ©ebi^te. Sern 1828. 



XXII 



Ourtten. 



^aitxiäi, $lan )n SororBetten für eht 

3biotilon ber fieBcnbürgtW-fä4fif(i^en 

$oIf«f^ra4e. tronflabt 1865. 
Bam, Bruder Hansens Marienlieder 

aas dem 14. Jahrhundert, herausg. 

Ton B. Minsloff. Hannover 186S. 
Blauptf Moris, Zeitschrift für deutsches 

Alterthum. i^id iebt 21 i6be. 
$cbcri(3^, ©cnj., teutfc^ * Sateinifcfie« 

Lexicon. Sei{>3ig 1786. 
gelber, @cbafhan, Xeut^äft^ @l>ttabicr- 

hiXäflm, greiburg im 9$(i^tlatibt 1593. 

92ur in )tDei (S^emplaren noc^ toor^an» 

ben, Don lDeI<!^en @ottf(^eb etnd befag, 

ba0 i(!^ lange 3a^re )>ergebti(!^ fu(i^te. 

8eibe (S;enM»(are finb in meinem ißej^ii. 
Mennig, ®. (S. @., 4)i;ett|^f<j^e« fBörter« 

bud^. Ä'dnig«berg 1786. 
Herbort von Frit^Ar, liet von Troye, 

herausg. Ton George Karl Frommann. 

Quedlinh. u. Leipz. 1837. 
©erb er, 3o^ann (Sottftieb toon. ^^ag« 

mente ^über bie neuere bentfci^c Sitcra* 

tnr", 1767; Äriti^e ffiälber, 1769; 

«Itcfte Urhinbe be« 2ÄenMenaeWle(^|tö. 

«iga 1774—1776. 1776. ^lafhf. Sbenba 

1778. Sieber ber Siebe. Sei^jig 1778. 
3)a9 )6u4 ^on ber B^^^f]^ bed $erm, 
be« iReuen 2:efiamentö Siegel. 9tiaa 

1779. $om (3tx9 ber (Sbrätf^en $oefte. 
2 5Q>eiIc. S>effan 1782—1783. 3er. 
jhente ©lätter. Ootl^a 1791—1797. 
Sbeen inr <P^>iIofo|>^te ber ©e^ii^tc ber 
SRenf(^b^t. 4 ^tiU. 9t\aa u. 2t\pi. 
1784—1791; ©riefe jur »efbrberung 
ber ©umanitSt. i0 2:^eUe. 9{iga 1793 
—1797. Xer^fn^ore. 8 Steile. Sübed 
1795—1796. ^oHigone. 8 2:^ei(e. 
Sei^jig 1800. ^brafiea. Sbenba 1801 
—1804. 3)er (5ib. Tübingen 1805. 
®ebi(^te. 2 ^eüe. Stuttgart n. XU« 
Bingen 1817. mvxmtivS)t Sßerte. 
Tübingen 1805—1820. 

(©ermee, 3o^. S^tmot^euS) @o^^ien9 
9{eife ^m Wltmti naäf @ac^fen. 6 )6Snbe. 
8. «u«g. Sei|>sig, 1778. 3tt>een litte- 
rarif(^e SD^ärt^rer unb beren grauen. 
2 ©ünbe. (Sbenba 1789. 

©ep na ^ , 3o^>ann griebr., 2)entf(5er Änti* 
barbaru«. 2 ©be. «erlin 1796f. 

EUdebrandtlied, 9udg. ton Sad^mann. 

©bfer, WtcAtlfia^, eti7morogif(i^e« SBrter» 
hndf ber in Oberbeutfci^Ianb, loornügti^ 
in 6flerrei(!^ übtid^en üJhinbart. 3 Zi^U. 
Stnj 1815. 

JSÖfer Urk. Auswahl der ftltesten Ur^ 
künden deutscher Sprache im Königl. 
Geheimen Staats- und Eahinets- Archiv 
zu Berlin, herausg. Ton Ludwig Frani 
Höfer. 



i'6U)9. <^Mti^ e^täfU, ^eronftg. iM>n 

©alm. 
Jior, helg. hör» belgic». 
ffuUiuB teutf(^4tal. unb itat«tentf^ 

Diotionarium. ^rancf. o. Wl. 1605. 
iü\>ti, 9[. n., 3^totiton ber beutf^eu 

^pxa^t in Sief- unb (Sft^lanb. 9Hga 

1795. 
hymn. hymnorum Teteris eoclesi» XXYI 

interpretaiio theotisca 1880. 
Sdfelfamer. „&,n £etttf(^e ®ramma^ 

tica" *>on $alentinu9 3de(famer. 

(Sitiert nad^ ber SIteflen )tt 9[n^9burg 

t>erfagten unb nur in einem emsigen 

(S^emplare no^ erhaltenen 9u^abe 

(4 ©ogen in jlteinoctat), toe(<i^e in 

mrinem ©efi^ ift. 
3nfel gelfenburg, f. GUander. 
Jämcke, Oskar, üher die niederdeutschen 

Elemente in unserer Schriftsprache. 

Wriezen 1869. (Sin Programm. 
Jerosekint ^eran9a. toon (Srnfl@tre^(fe. 

W>et aaif, nadp ben (Seitenzahlen cittert^ 

Die Deutschordenschronik des Nico- 
laus Yon Jeroschin, ton gtan) 

Pfeiffer. 
Karfd^in, 9(nna Sonifa, au«et(efene ®e« 

bidbte. 8erUn 1764. 92eue iSebidbte. 

a^ttau u. Set|)}ig 1774. (debic^te. 

«erl. 1792. 
Äe^irein, 9ofe<>^, ©otl«f|>rac!^e im ©er- 

30gt^um 92affau. fBetIburg 1862. 
Äeller, 3o^ann ©einrid^, ©e^trSge ju 

einem Sbiotifon be« 2:9Üringer SÖalb« 

gebtrge«. 3ena 1819. 
K i r f d^. Kirschii abundantissimum cor- 

nucopi» lingu» latin» et germanica 

selectum. Noriberg» 1723. 
Äfein, Änton ^., 2)eutf(!^e« «probinjial- 

toSrterbu^. grantf. unb Sei|)). 1792. 
Älo^Pod, griebr. Oottlieb, fSmmtlitJ^ 

Serfe. Sei^j. 1828ff. 3)er iWeffta«. 

^alle. 4 8Snbe (I 1760. U 1756. 

m 1769. IV 1778). Oben. Sei^j. 

1798 (auc!^ $öin6. 1771). a)ie bentf(^e 

®ele^rtenre|>ublif. $amb. 1774. ®ram* 

motif^e ®t\px^e, «Itona 1794. 

Älofler^'SlItenbcrgcr ©f., \. Haupts 

Zeitschrift ^\>. 6 @. 532. 
Konrad troj. Er. Der trojanische Krieg 

von Konrad Ton Würshurg, nach den 

Vorarbeiten K. Frommanns und F. 

Boths herausg. durch Adelbert ▼. 

Keller. Stuttg. 1858. 
Köpke's PosfionaZ. Das Passional (bnt« 

te« 8u<i^), ^eratt«g. b. StUpU. 
jtramer (Ärämer). SWott^ta«^ bo«neuc 

Dictionarium ober xBort*9uil^ in Steutf ^« 



OneSm. 



XXIII 



atttTiMfd^er e|>raa4. 9UiniBerg 1678. 

Stffgrmrtner ©^au-Po^, auf toe^em 

iKmiittelfl einet turnen grag«£)rbnung 

Dor^efiefiet n>irb bie Ztut^ä^ unb 3ta* 

liemfti^e t^enennung aütt ^n)>t«2)inge 

ber ^(t (Sbenba 1679. 
Änen, 2)ionV«, DberfÄtoäbiWc« Sörter- 

bu(^ ber Sauernf^ra^e. ^u^au 1844. 
Lampnehif Alozsnder. ^«g. k>on 

ffieidmami. 
LampreehU Tochter vcn Syan^ ©tegener 

OonbftJ^ft, andi mit Sergteici^ttng bott 

3ntVuntneT6^nbf(i^r. mibber Sobrifer. 
Säur in. Laurin nnd Walbenm, im 

deutBclien Heldenbach I. 
2efftna, i^tt^olb (S3ß\fx<nm, fSmmtlidbe 

@<$Tirten ((^erau^g. bon $taxi Sad^mann). 

18 «be. ©erlin 1838—1840. 
2ei:er, ^<üt\^\a9, fömtif<]^ed $i$i$rterbn((. 

MitteUiochdeat8cheflHandw6rterbach, 

fo »eit erfd^enen. 
Üb. ord, rer. liber ordinis rerum. $anb« 

Hrift loon 1429, f. Haupts Zeitschrift 

YI, 393. 
gid^ttocr, SÄagnu« ©ottfr., gabeln. 

«erlin n. ©tralfunb 1776. «Radf «nd^ 

unb 9htntiner citiett. 
JMOnd. Seknehrcn, Liyl&ndisclie Beim- 

Chronik, 9u% b. gran} Pfeiffer, 
^ori^a, neued idiotieon Tiennense. 
2ubtt)ig, (E^rifHan, 2:eutfd^'(Sng(ifd7e« 

«ejicon. 2eij)j. 1716. 2. Slufl. (mit 

ber er^en alei6(autenb) 1745. 4. Hüft. 

1789. (Ingli{(5 * Seutfd^ - granftiJItW 

Lfezicon. 2et^i(tg 1706. 
«ut^er. gut^er« «ibcmberfe^ung, im 

urf^riingltc^en S^ejte, mäf ^rabfeil« u. 

9hemever« «bbmd. 2ut^er mit r8* 

miWcr 3a^( letat Sut^^er« «ü(!^er unb 

@(!^ften naq ben einjelnen 2:^eilen 

ber 3enaer Indgabe an : I 1675, nnJD 

fo tt>eiteT. 
äRaaUr, f. @. XL 
Maretay Hngo, Proben eines Wörter- 

bnchee der österreichischen Yolks- 

nnrache. Wien 1861 n. 1865. 3n}ei 

Programme. 
SRatbefiu«, ^ftorien bon . . . 9)1. 

2ut9er« anfang :c. SfJilmbcrg 1566. 

Barepta ober mg^oflül. (Sbenba 1562. 
SKatt^iiffon, ®cbt*te. Sürid^ 1802. 
Mdber, Johannes, Yocabularius predi- 

eantinm. Argentine 1486. (Sine neue 

9[]i9gabe be9 ^chman (f. b.). 
MeureTf Hermann, lezicalische 8amm- 

Inngen ans Friedrich Rfickerts Werken. 

Wemiar 1872. ^to^ramm. 
Jißkloiichf Franz, lescon palsoslove- 

nieo-gmco-latinnm. Vindobon» 1862 

—1865. 



SWilter, 3. 2«., ©ieatoort. Sei^j. 1777. 

S3ei^trag jur ®cf(3^i^te ber 3ävtU(^!eit. 

ebenbo 1776. 2te 9luf[. 1780. 3)ie 

©ef^iii^te ©ottfrieb Salt^er«, eine« 

Xifci^Iere. Ulm 1786. 
Mlgtäter Exodus und MUUUer OeneiU. 

Genesis nnd Ezodns nach der Mil- 

stäter Handschrift heransg. von Joseph 

Diemer. Wien 1862. 
Jlinns«. Minnesinger, ^erau6g. b. bon 

ber $agen. 
Jfö6tus, Theodor, altnordisches Glossar. 
Moerbeek, Ad. Ahr. Ysn, neue« betttf((« 

^oflänbifc^e« ©örterbuc^. Seipj. 1768. 

©ritte 3lnft. be« $o<^»9Hber*2:eutf(]^en 

Dictionarinms bon ä)^att^ia6 ^amer 

(^nerft SWiraberg 1719). 
9)1 one ?(ns. fLn^tiatv für ^nbe ber 

beutfd^en 9$or;^eit, b^raudg. bon äßone. 
SRone 3eitf(!^r. 3eitf(i^rift für bie ®e« 

Wi(^te be8 Oberr^etn«. ^erftnög. bon 

aÄone. 
aÄorift.tarl '^WPPf »orlcfungen über 

ben @ttjt. Sfieue 3lu«gabe bon Sodann 

3oa(^im (Sf^enburg. 9rattnf(!^tt)eig 180S. 
991 f (!^ e r f d^ , $an9 WÜtSfatl, tonnberlt^e 

unb toa^^r^afftlge @t](S^iäitt <ß^tlanber« 

bon^itteUHiIb. 2a:^^Ie. ©troftbnrg, 1650. 
aJlöfer, 3u(iu«, ^triotifji^e «p^antafiett. 

4 2:^le. «erl. 1775—1786. 
SRttüer unb SBei^, bie ^aä^mtx SRunb- 

art, Sbiotilon. 
aÄülIer, 3o^ann ®ott»>ert^f, @iegfri«b 

bon Sinbenberg. 4 2^Ie. ^t\pi. 1790. 
äRüUer, 2Raler,®erfe. $eibetb. 1811. 

«ci einzelnen ©d^riften mit SJergleu^ung 

ber crjlen 3)rtt(fe. 
a»ufSue, 3o^>ann Äarl 3lugufi, »oß«* 

mS^rd^en ber 2)eutfdben. 5 £^(e. 

Oot^o 1787. iKoraliWe Äinbcrtto^per. 

ebenbo 1788. 2)er beutf(i^e ©ranbifon. 

2 Xifk. (£ifena(i^ 1781f. ^^ipfiognomi* 

f(^e3ecifen. 4 ©efte. «Itenburg, 1788. 
Myst, Mystiker, ^eraudg. bon Pfeiffer. 
S^l erring, 3o^>. ^^xi^opif, mannale juri- 

dico-poUticum diTersomm termino- 

mm, Yooabnlomm etc. granitf. u. 

Sei^j. 1694. 
iWene« 2:eutf(!^*grant5bfif($-2otcine« Dic- 

tionarium Ober Sort»53ud^. ®cnf^ 

in Verlegung SBieber(>oIb« 1669. SCud^ 

^föteber^ib« Diotionarinm genannt. 
9lene« Dictionarium Ober ©örter*©U(^ 

gür einen SRetfenben. $:entfc!^-gran. 

fe»fif(i^- unb gatetnifd^. ®enf, 1683. 

(Sine neue mit erft aufgetommenen 

tBörtem bevme^jrte «uffage erf(i^ien 

ebenba 1695. 
2^. ober NibeL Nibelungenlied, ^udg. 

bon Stoxl 2a6fmavttt. 



XXIV 



OtteSen. 



Stiebet galt, (Sntft (Slia9, be« iOurfc^ett 

©cimfe^r, ober : ber tottc ©unb. ?njl* 

fricl in tier Slufjügen. 3ii bct SD'hmb* 

art bcr 3)armftäbtec SBorm«, 1887. 

^Webcrgatt fd^rieB unter feinem @tu* 

bcntennamen @treff. 
SIliercmBeröer, 53enebt!t griebtrid, 

2)eutf(4(ateinif^e9S$i$rterbu4. aiegendb. 

1763. 
NomencUUor LatinogermanicaB novas. 

£x optimis quibasque authoribus, 

juxta varias reram dasses dig^tus. 

Tiguri 1666. »on JRnsku (f. b.)- ^n 

@. 149*— 208*' ift ein Nomenolator 

GermanicolatinuB beigefügt. 
Notker Ps. Noiker Psalmen. 
Noiker Boethias, Martianas Capella, 

aristotelische Abhandlungen, bie Hud« 

gaben ton @raff. 
Oleariud, ^bamnd, netoe orientalif^e 

«eifebef^reibung. <S^Ie^tt>ig, 1647. 

angefangen mit eigner ©eitenjal^i ,,©n 

©^reiben tt9 fßoI@b(en, @efirengen 

t)nb heften So^^an Sllbreci^t Don SWan* 

beUIott). e<!^(e|tt>ig, 1646. 
Dünger, aibert, ©nbcrric^t ber ^o^« 

XeutftJ^en @praad^ (Grammatioa). 

Argentorati 1674 (am (Snbe 1673). 
O^ii/ ÜJ^artin, opera podtica. Umfier' 

bam I 1646. II 1646. in 1646. 

einjelbrude ber Serie ftnb toergU^en. 
OrtnU. Im deutschen Heldenbuch III. 
Otfr, Otfried , ETangelienharmonie 

(Krist.), 5lueg. ton ÄeSe. 
Fctssionalf f. Hiahns Ptunonal unb KöpkeU 

FasaumaL 
Pasiionaspiel, f. Alsfelder Fainonapiel 

unb FHedberger F<ueions$pieL 
Fomey, Franciscns, 2)a« ©roffe ßönig«* 

li*e ffii5rter»©u(^, I. £eutf<i*grantj8- 

ffd^«$ateinif(b. grancffurt am äRa^n. 

1690. (Sta^e ^efd^reibungen (diverses 

descriptions) , a(« ^n^ang ^u ,,11. 

grantji5fi(c^-?atetntf*-£eutf(^." 
^reciofa, f. ©olff. 
^ubor, (£briftian, ber SCeutfAen ®^ra(3je 

©runbric^tigfeit Unb Sierli^feit. (Söttn 

an ber @^ree, 1672. 
91 ab euer, ©ottlieb SBif^etm, Satiren. 

Sei^jig 1766. 4 ^U. 
'Babenschkiehi f im deutschen Helden- 
buch UI. 
9t S b ( e i n , euro^if d^er @^ra(^fc^atj. 

erfler i^eil. ^ei^jig, 1711. @. @. XI. 
9t amier, ^art SHI^elm, poetifd^e SOSerfe. 

«erlin, 1800 u. 1801. ®ebi(!^tc. ©erUn 

1779. 
9leael, Statt, bie 9lubtaer SWunbart. 

Weimar 1868. Das mittelnieder- 



deutsche Gothaer Arzneibaoh. Gotha 

1872f. 

fteintoatb, ^ennebergif<i^ ^biotifon. 

Biehey, idiotioon hamburgense. $amb. 
1766. 

Bichthofenf Karlv., altfriesisches Wörter- 
buch. 

9t oft. 3o^ann difufieptf, i&erfu(^ ton 
©(^äferer^äblungen 1744. %{9 Der« 
meprte Auflage : S^erfud^ Don @(^fer« 
gebici^ten 1768. 3)a9 9$orf|>te( 1742. 

@a4«, $an«, <Bt\)i(Sft (©ebid^te) I 
9»imberg 1690. U 1691. UI 1688. 
IV 1678. V 1679. 

@alt«, @ebi((te. BUri^ 1800. 

Scemundar-JEdda, %ü9f^. Don Bask. 

SeUom^is hü$, in ^brton^ SD'titt^eKungen 
au« ©anbft^rtften jc. @. 417--46Ö. 

^Aamhadf, @eorg, f. @. VI. 

(^^iKer, ^rtebrid^ Don. (S« ^nb bie 
etn;^elnen SBerte unb ©ebi((te citiert unb 
bie stellen ben älteren !3)rnden ober 
$taxi ®oebefe'9 fritifii^er 9[u«gabe ent« 
nommen. ^ie «raut Don äj^efftna 
iDurbe, kneil obne ^btbeitung in ^f« 
pg unb auftritt, naA ber ^Seiten^a^l 
be« erften ©rucfe« (Tübingen 1803) 
citiert. 

@ d^ i H e r , ^ar(, jum £^ier« unb ftrSnter« 
bu^e bed meifienburgifci^en $o(fc«. 
8 $cfte (Programme). @|d^tocrtn 1861 
— 1864. Beytrttge au einem mittel- 
niederdeutschen Glossar. Schwerin 
1867. 

SchletUt, Glossen. Schlettstädter Glossen 
in Haupts Zeitschrift V, 3l8ff. 

©d^meller, f. @. VI. 

D. e^mib, fd^tDitbif^ee SSrterbuci^. 

@(i^mtbt (^rebiger ^u SBerneu(!ben), 
griebrtc!^ ©i^fefin Stugufl, ®ebt<Ste. 
Berlin 1797. ^Imonadb romantif(i^" 
länblici^er ©emäbibe. (Sbenba 1798. 
9(Imana(( ber iDhifen unb ©rasten für 
baS 3a^r 1802. (Sbenba 1802. 

(B^mxht, toeftertDSIbtfc^e« 3biotifon. 

@d6mibt, Älamer ©ber^arb 5larr,jboe* 
tifd^e ©riefe. 2)effau, 1782. Steue 
poetifd^e 33riefe. ©crlin, 1790. D^ne 
©eifefeung be« S^tamen« erfd^icnenc (gr* 
jS^lungen au« ber ©efti^id^te bcr Äc* 
täontifS^en 9ta$fommen. Berlin, 1789. 
^omifd^e unb ^umoriflifd^e ^i($tungen. 
©erlin 1802. 

@4nabeK, Subtvig, f. OUander. 

SehönsledeTf Wolfgang, promptnarium 
germanico-latinum. Dilings», 1618. 
2)ie SRitt^eitungen fivi) Don 9tubo(f 
$i(bebranb, ber biefe er^e 9[n«gabe 
^^W- 3ii^^i^^" ifi, iDenn bie erfie 



DttetteiL 



xxy 



KaiflooBe tie SSSrter md^ 6et, bte f ttnfte 
gn ^iUinaen 1663 erf($ienene cttiert; 
\nt bajlvifd^n Itegenben Sindaaben tvaren 
mir Dor ber $anb unerrei($bar. 

@^i5))f, tiroüf(|e« 3biotifon. 

B^otXtiin9, 3itfhtd ®eorg, XtnMt 
@^tai^tunfl. 16rattn{(^tDeig 1641. ^e 
1663 crf(^ienene britte «ufi., aui^ bloß 
€^(^otteltud cttiert^ unter befonberem 
ZM, «Dellen f. @. XI. 

Sckrö^r Vooab. , lateiniBoh^deutsolieB 
Yocabular von 1420. PreBbnrg 1869. 
Beitrag zu einem Wörterbach der 
deutschen Mundarten des uugrischen 
Berglandes. Wien 1857— 1859. Gott- 
scheewer Mundart Wien, 1869. 

6^ubart, (Ebnftian griebr. 2)amel, 
^ebi^te. 2 Sbe. granff. a. m. 1787. 

(@d?ummcl, 3of|. wttlicb), ©piljbart, 
eine temi«traaif(^e (S^efti^i^te für unfer 
|Äbagoflif(l^e«5airtunbcrt. geizig, 1779. 

@(!^fi^, ©ieaertänber 3btoti9men, inben 
3a^re^bert$ten ber bi^^eren Bürger« n. 
9tealf(!^ule ju (Siegen 1846 u. 1848. 

B6fü1^t, 3o^nn griebr., ^olfleini{(^e9 
3biott!on. 4 %^U. ^amb.- I800ff. 

BdfXoaxi^tnha^f, Secn^arb, Synonyma. 
Srandf. a. Wt. 1580. 

Serrdnus, dictionarium latinogermani- 
cnm, Norimbeig» 1539. Synonymo- 
rom libellus, Norimberg» 1552. 

Snorra-ßddoj %u^. Don Bask. 

Sperander, k la Mode-^^rcu!^ berj^cutfcl^« 
f<ben Igrcmbmörtcrbu^l. ^iüvnberg 
17 2B. iber eiaentli(i^e vtame be« Sßtx» 
faffcr« ip g. ©lab Ott). 

©talbcr, f($tt>eijerif(i^e« Sbiotifon. 

Bttinhadf, f. @. XU. 

©tielcr, f. @. XI. 

@tSber, ttuaujl, groben aud eine^ 
eifäßif^en Sbiottton, in ben elfägtfc^en 
^euja^rdblättem für 1846 («afe(, 1846) 
@. 300—316. 

8toer. Dictionarium Qermanico-Gallico- 
Latinum. GeneT», Stoer, 1662. 3^^iter 
j{^eU bed Dictionaire FranQoiB-AUe- 
man-Latin et Alleman-Fran^ois-Latin, 
par Jacob Stoer. A Geneve, Stoer, 
1664. 

©tolberg, (S^rijHan unb griebri^ Seo« 
»>olb, &Md}U. 8ei|)j. 1779. 3n 2 
«änWben. 8ei|)j. 1821. 

Siratmamuy Francis Henry, a dictionary 
of tbe cid englisb language. Kre- 
feld 1867. 

@treff, e., f. 9«iebergaa. 

^tiobtmann, idioticon osnabrugense. 

©tttrcnburg, oftfricfif^c« Sörterbni^. 

SrnnerL Sumerlaten, (Stoffen, ^eraudg. 
loon ^offmann toon gotterdleben. 



dXr $m%dm tpwlerffrtt, ^iegener $anb« 
fd^rift ton 1278. 92a(i^ ber @eiten)a^( 
berfetben unb au<l^ )utt>et(en ^^01^ ber 
©cröjabl meiner flbfd^rift cttiert. 

ToBtiam, ^tt^g. ton ^d^metter. 

Tevikoniita^ f. @. X. 

S^ttmmel, 9Rori^ Stugufi i»on,' Sil- 
^(mine, Sei))}. 1769, au^ mit ^erUd« 
ftci^tigung ber erßcn %u9g. ton 1764. 
9ieife in bie mittäglichen ^rotinjen ton 
granfreic^ im 3af>r 1785 bi« 1786. 
10 X^eile. (Sbenba 1791—1805. 

2:obIer, a|>bengettif(!^er <Sb^o(^f<Jbat}. 

Xrain, 3. Ä. t., SiJrterbud^ ber ©auner» 
unb :3)tebdfpra4e. Zeigen 1833. 

Iristan, 9lu«g. ton SKaßmann. 

Trochusj Baldasear, vocabulorum rerum 
promptarium. Lipsi» 1517. 

Ulj^Ianb, Subtoig, (Sebic^te. @tuttg. u. 
Xüb. 1839. 

«ilmar, f. @. VI. 

VWgvMÜn Im deutseben Heldenbuch V. 

voc. ober voeab. yocabulariue, yocabu- 
larium. 

voc. ex quo^ Eltuil 1469. 9htr no(J^ in 
einem einzigen (Sjemblöre torpauben, 
h>e((^e« bie ^rogf^ersogüd^e $of bibUot^et 
3U 2)armflabt befi^t. 

voc. ffemnuigemmantm. (Strasburg 1505. 

voe. incip, teutj vocabtUariui incipiens 
teutonieum ante latinum. @egcn ober 
nm 1500. %n« ber ©rog^erüogtid^en 
$ofbibUot(>eI gu 2)arm|labt, »eld^e 
außer bcm l^ier angefü^^rten S^rude nod^ 
einen )tt>eiten beft^jt. 

vocabula pro juyentute scholastica. 1517. 

vocabularwm Kertmity bei HatteiMr 
Denkmable des Mittelalters (St. 
Gallons altteutsche Sprachschätze) I, 
131—218. 

voeabularws optmus^ and bem 14.3a(^r^., 
^eraudg. tonäBil^elmSadernagel. 
«afel 1847. 

vocdbularius optm,u9. Liptsk 1501. 

voc theiut. Yocabularius theutonicus, 

f. e.x 

35 6, 36^ann ^einric^, ?uife, Äbnig«berg 
1823. Sbbtten, 2ei|)jig. ®ebi(^te. 
Königsberg 1802. 2)te taufenb unb 
eine ^cnifi, arabif^e (SrgS^Iungen. %u8 
bem grangi^rtf^en [be« ^errn Snton 
Oottanb] übcrjctst. 6 »änbe. Cremen, 
1781—1785. 

SSadernagel, Sif^elm, a(tbeutf(be« 
Sefebu^. günfte «nfl. (1878), au^ bie 
tiertc Slu^abe (1861). Sßörterbui!^ 
}um dtbeutf^en Sefebu^. 2)ie Umbeut« 
fc6ung frembcr SBbrter. ©afcl 1863. 
Sitbeutfd^e $rebigten, f. AUdeut$ehe 
Predigten und Gebete. 



XXVI 



Cuetien. 



SBagner^ ^etnrid^ 2eo))o(b, bte ^nber« 
mbrbenn. 

Walth«r. Walther ron der Vogelweide, 
^eraudg. bon Statt 2aäfm<mxL 

SBe6er, 3o^nn Sbam, Ztat\äf»2attu 
niWc« üniTersal ©örter-öttd^ (Breiter 
Xi)txl bc« furggcfaßtcn Satctnif$»2eut* 
\6iin uttb Xtvit\q*>2<ittm]äftn UniTersal 
SiJrterBu^e«). (£^emm|}, 1784. !3>te 
©eitenja^Ien ftnb naöf bem beutf(^«Ia> 
tcmifdjjen Zi^txl ctticrt ©crpticä^n ijl 
bte britte, bcn 3o^nn !S)anteI $et^be 
beforgte fln^abe in 8 S^^eilen (!|)red« 
bcti, 1770), bcrcn britter ba« 3)eutf(!J- 
latcinifdbc Unibcrfal«?ß'drtcrbu(fi cnt^filt. 

fficin^olb, Stax\, f. @. VI. 3)ic beut- 
f(!^en 9Roiiatdnamen. $atte, 1869. 9lte- 
manntf^e (Srammattf. 9er(tn, 1863. 
9airtf(i^e ©rammatif. (Sbenba, 1867. 
Mittelhochdeutsche Grammatik. Pa- 
derhom, 1877. 

Weiimamn, Eryciu, lezioon bipartitum, 
latino - germanicom et germanico- 
latinum. Stuttgardi», 1715. finif 
1708 in ber crften «u«gabe bc« bcutfti^« 
lateinif^en ^et(e« dütvt, mit h>etd^er 
gan) ber toon 1713 fümmt 

S3 eige , (E^rijlian ge(i|, @ebt<l^te. 3 8be. 
2tipi. 1772. Xrauerf^iete. 6 t^U, 
ebenba 1776—1780. Suftfriele. 3 «bc. 
@bcnbal783. ltomif($e 0)>ern. 3 2:^Ic. 
(Sbenba 1777 (toergli^cn bic 9udg. 
1768—1771). 2>cr Äinbcrfrcnnb. 12 
Z\^U. (gbenba 1780—1782. 

Serl^of, $aul @otÜieb, (^cbt^te. ^an» 
nobcr, 1749. 

IBicUnb, (S[(riflo^^ SDf^artin. (iemMt 
(SrjS^fungen.. 1768. 2)tc{clbcn ftnb 
cinjeln mit ber »cr«jal^I dhcrt. 3bri«. 
Sci^jig 1768. 2)cr neue «mabi«. 
2«änbe. (j^bcnba 1771. 2)tc «bberiten. 
2 X^eite. (Sbcnba 1781. Oberen. 
(Sbcnba 1792. 92a(^ ®efang unb 



€{tro)>(en)a^I cttiert. 4>ot<t)ni< «riefe. 

Ueberfe^t 2 Steile. 3)efrau 1782. 

^orajen« ^at^ren, ava bem ?at Über« 

fetjt. 2 X^eile. ?et^}ig 1786. ®e^eime 

©cfd^td^tc bc« V^Uofol^^en ^eregrinu« 

^rotcu«. 2 X^ctle. (Sbcnba 1791. 

@{immtU(^c Serte. Sei^). I794ff. 
Wtgahisj «u«g. b. granj Wffer. 
TFä^^mt, Joh. GerUcas, Lezioon Gkr- 

manico-Latinam, al< jtDCttcr S^eil 

feine« Lezicon proeo-metricnm La- 

tino-GrflDco-Germanicam. Franoofarti 

ad McBnum 1706. 
WtUiram, 9ln«g. b. ^offmann. 
aSit^of, Sodann f^ili^^ Soren}, aca« 

bemifd^e ©ebtd^te. 2 Xftcile. Q[(ebe unb 

Set^litg 1782 unb 1788. 
Wolfdietrieh. Im deatsohen Helden- 

buch m. 
IBoIff, «piu« «[(ejanber, 3)ramatifAe 

@|)iele. I. (tocrin 69—200 ^reciofa). 

«erlin 1823. 
fötb(^ b. b. ^^n. äßetn föSrterbu4 ber 

beutf(!^en (B^non^men. 
3a(^ariä, ^ricbritij fBilHW/ ^erj* 

^afte (^f^e unb S^rifci^e ®t\>x^tt. 

3tDei «änbe. «raunf^toctg unb ^i(« 

be«^cim 1761. I^ic etn^efncn e))if4en 

©ebi^te ftnb mit 9{amen unb «er9}a^( 

dtiert. 2)ic 2:ogc«jeitcn. ^tott^tt lujl. 

Woflod 1767. a)te bier @tufen be« 

Seibü^cn 9((ter«. (Sbcnba 1767. 
ZeitBchrift für deutsche Philologie^ her- 

ansgegeben Ton EmBt Höpfner and 

JaliuB Zacher. Halle 1869ff. «i« 

it^t 8 «Snbe. 
3ernit$, (S^rifHan griebri(^, «erfud^ in 

moraüf^en unb ^Sfer«®cbi<i^ten. 

$amb. u. 2txpi. 1748. ^ttniii ftatb 

am 1. gebr. 1746. 
«ei ^nfü^rung bon @(i^auf^tc(en beuten 

bic bcigefetjtcn ^aifUn fCuf^ug unb 

auftritt an. 



Suc^ftalien unb ^txättn. 



5 ar [ncuboÄbcutfA] 6 (f. 3) %nm.), 
s s= [nettbo<bbeutf(bJ j. 
Über t f. @. Vn. unb über (?) f. 
IX. 



Über €, e unb d, c f. @. VIIL 
b ift = bh (f. « «nm.), 
d = dh (f. 2) «um.), 
I> = th (f. 3) Änm.), 

2)a« fc^loebtfci^e attmS^Uc^ tote lange« o an«gef^roc^cne k ifl eigentli^ ^^toebc 
laut $t9if<i^en a unb o unb al« fold^er ^icr im «u^ au^ in »etterautf^en tc. S^örtem 
tocrtoenbct. 



Sersetd^m« norlommenber Sblärpngen* 



Hcc ober Äccttf. accnfath) 

fü)j. Äbifctit) 

abt>. Sboerb 

a^b. alt^od^beutf^ (^o^beutfi!^ i»oin 7. 

hi^ in« 12. ^a^r^unbert) 
altb. altbeutf^ 
oltfroiQ. altfran^öftfd^ 
ttltfricf. altfrieflfc* 
dtnteberb. altnteberbentf4 
altnorb. altnorbifd^ 
altfS*t. aUfätJ^ftW 
altflaiD. altflatuif^ 
angeIfS(!^f. angelfS^ftf^ 
Xntn. ober ^nmert. %mner!ung 
arab. orabif^ 
«rt. anifel 
bat^er. baJ^erif^ 
beb. bebentet 
8eb. Sebeutung 
8eb. ober 8ebb. ^ebeutungen 
beb. ober bebb. bebenten 
bef. befonber« 
bilbl. bilbl^ 
8L 8Iatt 
bS^m. b'd^mifc^ 

düxscp. ober dompax. (Eotn)>(trati)> 
Sonj. Soniunction 
(Sonj. (Scniuncttto 
Win. bSntf(b 
3)at. 2)atit> 
2)tm. 5Dtmtnutiü 
etg. etgentltilft 
engl. engUfd^ 
gem. ^etnininum 
frmq. franjöflf* 
@en. idenitit) 
glei^beb. ^(eiij^bebeutenb 
got^. jotW* 
gr. grte(ii{* 
dramm. (ärommatit 
(ebr. ^ebrätf(( 
^o4b. (o4beutf4 
^f. ^nbf^rtft 
3mp. 3m|>erattt) 
im^erf. im^erfonal 
3ttf. 3nfiniti» 
m«bef. in«befonbere 
Soterj. Snterjection 



tntrottf. tntranfltito 

iStSnb. t9tänbif4 

itot. italienifcit 

So-^xif. Sa^r^unbcrt 

feit felti?* 

kt. lateinifd^ 

Utt(. ober Utt^au. litt^autf^ 

tnännl. m2inn(i(!^ 

9Ra{c. ai'^afculinunt 

m^b. tnttte(ffod^beutf4 (^o^beutf^ i»on 

1150 bi9 gegen 1500) 
nthtelb. mittelbeutfe^ (@l>ra(ie ^\tttU 

beutf^Ianb« oom 12. bi< tn< 15. 3a^r(.) 
ntitteHat. mitteHatetnif^ 
ntittelnieberb. mittelnteberbeutW 
ntitte(meber(. mtttelnieberfönbif^ 
neub. nenbeutfd^ 
neuniebert. neunieberlSnbtf^ 
9?eutr. 9icutrum 

n^b. neu^o^b. (^od^b. ettoa t>. 1470 an) 
ntebcrb. nteber- ober |)lattbeutW 
nteberl. nicbcrlänbif^ 
9iom. 9iominatio 
oberb. oberbeutfci 
$art. ^arttci^ium 
$art. $rSt. $arttci)>tmn ^rSteriti 
$aff. «paffltunt 
$erf. ^crfectum 
jierf. ^erff4 
^l ober $rur. $(ura(i« 
))o(n. ^olnif^ 
$rS^. !ßräi)ofltton 
$räf. träfen« 

$r5t. Präteritum (3m<)erfcctum) 
|>ortug. ^ortugteflfc6 
|>roV}en}a(. ^rot>en}aUf4 
reft rcfiejitj 

rom. ober roman. romanifd^ 
ruff. rufflW 
@. @eite, au^ @iei 
f. fle* 

@anflr. (Sanffrit 
fanffr. janffrittfc^ 
f(j^n)Sb. f(!(n){ibi{(!^ 
f^maci^bieg. f^mad^biegenb 
fc^weij. WwetjeriW 
f. b. fle^ biefeö 



XXVIII 



f 



Sbfürjungen. 



b. fö. fie^ biefe« SSort 
i^tnaulart« 
\laxo' ffatutfc^ 

fl. ftatt 

flarrticg. flarfbtcgenb 

@ub|i. @ub{lanti)) 

fübb. fUbbeutf« 

<Bu^. ober @u)>er(. ©u^erlatito 

f. to. a. fo öicl al« (=) 

tranf. tranflttö 



un|)erf. un))erf8n(i<l^ 
nx\px, urf^rüngltd^ 
t)gf. tjergIcitSe 
»cibt. njeibft(5 
metterau. n)etteramf(!( 
StBd^. S3i$rterbu4 
iufatnmenöcf. jufamtncngefc^t 
^ufamtnenge}. jufaintnenae)ogen 
äufammenf. 3«f«ww«M«^ttn8/ 3ttJftö}* 
menfet^ungen 



5" '^ 



an, m, einer ber Dier fogenannten fiäfflgen Saute (f. 8). 

& flc(t in nfi<(flct 8er»anbtf^ft mit bem 9} nnb l{l du fUlrfem Saut, alf 
biefe«, loaf 94 barm )etgt, ba| ee oft in 91 gef^toS^t )n »erben pflegt. 6ie( 
}. 8. Bangert, Befen, 8oben, Qraffen, Qufen, gaben, Gifmaben, lobefan (n. b. ®. 
2ob) K. nnb i»gt 8robem, ita^m, Obem ac. (S6enfo ifi f^on mittel^o^bentff in 
ben Bieftungeenbnngen fa^ bnr^ge^enb« m )n n geffttSitt/ ttie }. 9. ber m^b. 
^t 91. dSai Tifloheai (ben giften), »tr trageai n. traoge» (trngen) ac. in 
Qerglei^nng mit a(b. dtaii fiacani, wir trakamds n. traoknmda ac. )ttr (Se- 
nfige toeronf^onti^en. (SBenfo \% n @4tt)S($nng in einflKigen ffiHrtem tme Qmnft, 
ftnnft, iBemnnft, 3>uift* 2)agegen erf^eint angerbem iDor 2i^t>enlanten (labialen) 
fiiergang be« n in m, ). 8. in ^(titbog, em^or, empfangen, eiit)>fe(Ien, ent^flnben, 
tivm^ttt, Smbifi, SeimBanm, Sim^er ac, »a< fic!^ ba^er ernSrt, baß bei einem 
nnmittelbar na^fotgenben (Sonfonanten gerne m toor bem 2i|)|>enlante |le^t, koS^renb 
n M mit Itebl- nnb Bnngenlauten (^nttnralen nnb lingualen) )>erbinbet. 6onfl 
erf^eint m jlatt n in bem fremben !ßitgratit (f. b.)/ $t(gntit (f. b.)- 2)ann (inbet 
Xnglci^nng be« n )n m {latt, uenn ienee unmittelbar bor ober na^ bie|em fiebt, 
). 9. in immaBen, immittelfl, berbammen ane inmafien, inmittelff, mbb. ver- 
damnen. Vn^erbem iff in ^bum (f. b.) frübere« n in m übergegangen; m 
aber an0 n in bem berf^mm^ften bm an« b'n, ben, mit Hndfiognng be« b 
Men mir in baf ^elm (f. b.)/ @4tt)alm 3 (f. b.) nnb ). 8. amb im Bamberg 
fatt Oolieilberg. Sgl. 9^. 

bo« a»aal, in ao oftfrSnlifd^e ©d^reibung ftott aßat (f. b.)* 

bie u. \M äßaa« ober Waag, in aa ebenfoK« attfränttjd^e, ntit9fe(bft 
nnrici^tige ober bo(i^ ungute @(]^reibung ftatt SRafi. 
6. bie 8Ra| n. baf 8Ra|. 

t bie Sßacaroni/ ein ^(ural : gerollte 9lttbetn« SgL üßalrone. 
Xttf bem glei^beb. benetianifd^ !ß(. maoaröni, beffen 6ing. benetianift^ 
maoaröne m&re, ital. ber macoheröne, mel^ee mot nrf))rttngH4 f. b. a. (B4|l 
ledere (gletd^fam glflAif mafenbe) 6))eife, bon gr. makirios (jiaxdQioq)^ nengr. 
makiri (fmxdgi), » glttifli^, felig. 6. S)te) 9Btb(b n, 48. 

macaronifc^, fttU ta ntacaronifc^e ^oefie = ^oejie in tatei^ 
nifd^er &pxaä)t, infofern biefe mit nac^jgemad^tem gatein au« ben 
839rtem einer anberen ®^)ro«!^e Derfeftt ift. 

Käme [na4 ben maoaxoni (f. b.), ber Seibf))eife ber Staliener, bomebmUf ber 
£anb(ente] nnb Ißoefle ane 3ta(ien, mo ber !ßabnaner Typhis Odaeeiut (t 1488) 
•tt (feflnber ge)>riefen mirb. 2)ie er^ Vnmenbnng biefe« ft)telenben ®))ra4ge« 



2 a^a^e — a^o^t 

menged in 2)eittf4(anb {Inbet fi$ nm 1600 in einem Inqen 6)»m4/ nnb ba« 
etile macaronif^e ©ebi^t bei und if ein 1646—1650 gebi^tete« fafqnifl. 
6. 0<far @4abe im koeimarif<(en Sal^rb. n, 412. 416. 426 nnb SBil^elm 
SBadernagel @ef(t. b. bentf^. 2it. 480. 
bie aRdd^e, ol^ne $t. : (yanbtuhg M aRad^en^, bearbeitend. SSon 
tnddffen = bur^ ftraftantDenbuttg ^er))OT^ jur SBirttid^Ieit bringen; 
burd^ ftraftantoenbung geftatten, jurid^ten b. l^. bag ber ®egen[tanb 
ift tote er fein foQ 2C. Steflei^ib fid^ mad^en := eine 9lid^tung ein« 
f dalagen/ bann ju ettoa^ toerben. e^ mad^t tDarm, latt rc. (f. Vitm.). 
SBon mad^en mäf : ber 3Kdd^er, gemb^ntid^ nur in 3ufctmmem 
fe^ungen )oie ber Sdppen«, $ut«, Xüd^mad^er 2C., n)obon bie 
Sßad^eret; bie SKdd^ung. 3«föwmenf. : ba^ üWdd^toerl ic. 

2)ie a^a^e fe^It im äJ^^b.; aber a^b. bie mahhft » (betreibe, 9(n{4ISge, in 
heiliohmacha [s Heiligung (Abtiber Ps. 95, 6)] f. 19. a. bad iDta^en. 2)af 
8erbnm maäftn, m^b. machen, al^b. mahhdn, maoh6n, got^. makdn (?}, alt« 
fSd^f. mac6n, angelfS^f. macian [in gemacian, ge- ifl unfet ge«], attfrief. makia, 
beb. nrfprüttgm f. to. a. »erbtnben, jufammen-, anfügen (t?oc JTerdnw 189*'. 168». 
Kero 47. 48), bann toerbinbenb, )ufammenfiigenb geflatten, in< SBerl, in l^ereit« 
f^aft fe^en ac. 2)a< SBort, mit meinem «ma^ in ba« n. ber Qematb (f. b.), 
ba< (Semad^ nnb gema^ iufammengeb'ören (togl. ®timm (Stamm, n, 736), 
f^eint in feinet Sutjel (got^.) mak bet Santbetf^iebung gemSg }tt bem bem tat. 
macte ss ^eil bit! n)oI bit! 3U ®tnnbe liegenben Setbnm m^yere = )>et» 
gtbgetn, etbK^en, }u flimmen nnb ba8 mie Bretten n. fpte^en biegenbe SButjel« 
tterbnm n)ürbe im ©otbtf^en mikan (!ßrSt. t(( er mak, totr mdkom, !ßart. makans), 
im ll^b. m6hlian (^rjit. id( er mak, Mit mAhom^s, tpart. mohhan, kimohhan) 
gelantet ^ben. 9lef[e;ctt> fi^ mad^en fifon mittelb. sich machen. ^beteCma^t 
loatm, !alt zc, eingef(ble^))t but^ (Sinflng be8 franj. 11 fait chaud, il fait froid, 
}. 0. „(S8 ma^t ein menig fUbl'' (SBietanb com. (Srj. 9. 24, 868). ®ett>er!- 
fettignng anSiubrüden ^e^t lachen mit Mogem 3nf., 3. 8. Q^nen effen ma$en, 
ta^en ma^en :c.; hoäi an^ mit )n t>ot bem 3nf., }. 9. w@ie mad^en mi^ )tt 
la^en'' (Seige Suflfp. I, 88). Wtaäitx, S(tet«nbb. eben fo ti^ttg anäj Snefet, 
loie no(!) 3. 9. wettetanif^ bet SnSc^et, ifk m^b. bet mach »re (?), machet, 
abb. mähhati [in kam'ähhari], machAre; bte SRcf^nng, bei gif ((att Qinett« 
fotb (1688) 86* ma^ung, 1709 bei öattelU ®. 1875 SRail^nng, beute nnt in 
ßnfammenfe^nngen loie Oelanntma^nngac, foufi ttetaltet, mbb. bte miohunge, 
abb. bie mähhunka (?), mächunga. 

t bie SRad^ination, ^l — en : tiftiger 3[nfd(|tafl, St&nlefd^miebung. 

Und lat. bie machinfttlo « tun^mSgige iSintiibtnng einet aRafdgine, nm ^e in 

9emegnng in fe^n, liflige Untetnebmnng, ^ant, ]»on bem toon tat. bie mAchina 

(f. aRafd(fine) abgeleitete^ lat. machinAri ss jtfin|ttt(l^<, bann 90fe8 aueflnnen, 

auf iesfee benlen. 

bie aWad^t 1 Sor. 11, 10 crHärt ?ut<>er am SRanbe; 

4r2)a9 ifl bet f(i^Ieiet ober bette [übet ba9$au|)t], babeb man metde, ba8 [bag] 
fie [ba9 Seib nSmIicb] tontet bed aRanned maibt fe^'' (bgl 1 SRof. B, 16). ll(fo 
g(ei(!(fam „BMtn bet Untetnietfung nntet eine ai^ad^t", nnb nnt bibli^ al9 Übet' 
fe^ung be9 gt. bie &xmiA{iSov(jla) =^ SetmBgen, a^a^t, in bet Vulgata potestfttem. 

bie aßac^t, ?t. 2ßad{|te : Äbrperlraft, SSenniJgen, etoa^ ju tl^un, be* 



fonber« flBertoiegenbc« ; [{eftt r^txatttt, altx 1 STOof. 49,3 :] Seuguttj«* 
ftraft, 3ciJgün8«wrmö9cn. SDaDon : mad^tia. 3ufammcnf. : ber 
miättffaUx; mad^tto«, mit bie aßdd^ttofigfeit 

SDSa^t, nt^b. bie mäht ($(nr. bie mehte, am frit(fe|len mähte), aa^ « Sln- 
ftrengnng^ SRenge, äRenf (!(enmetige , j^riegennenge , ^eereSma^t, a^b. u. altfS^f. 
bie mäht ($(. mäht!), mtttelb. bie macht, got(. bie mahts, ongelf&^f* ^i^ meaht, 
mftht, meht, miht, myht, attfrief. bie macht, mecht, altnorb. bie magt, makt 
[bieg au^ =» SDlenge), mekt, tfk urf^rünglt^ed, no^ o^ue borgetvetene« ge«, got(. 
ga-, o^b. ka-, kl-, gebUbete« unb fo bekoa^rtef $art. be0 !ßrSt. i»on bem got^. 
frStento«$rSfen« magan, a^b. makan, magan, unferm (eutigen mKgen (f. b.). 
@. on^ bie gleici^en itrf))rüitg(ii!(en $artici^ien Itunll, 2xfi, @4ulb. 3m 
f})5teni 9R(b. bebeutet bie mäht an^ (^ef^te^tdt^eU (alf ©Heb be9 Beugung«« 
)BermSgeii6, f. ©emS^t), unb einen f^tDa^en unumgelauteten $IuraI «maij^ten 
baben luir Bei O^nma^t (f. b.). 8on snaft aber xft mittelfl ber Umlast 
toirfenbeti ©ttbe -ig, mbb. -eo, -ic, a^b. -tc, -ig, gotj. -elgs, oBgcteitet mSdJtig, 
mbb. mehtec, mehtic, maohtech, machtich, al^b. mahtic, mahttg, got^. mahteigs, 
oltfH^f- mahtig, magtig, angetfS^f. meahtig, mähtig, mehtig, mihtig, altfrtef. 
mechtieh, machtich, aftnorb. mektugr, = trgenb etmaS bermBgenb, trfiftig, 
fiberfrfiftig; ba9 Sleutrum biefe< 9[biecttD< im <9ot^. (mahtexg) mit 2>atii» aber 
bebeutet f. t>. a. i,mSgU4^ etkoa toie mir fagen : i(m ifk aQe4 mSgU^. 2)a« 
Vb). ma^tUf ifl mtttelb. im 14. 3a(r^. machtlds, 1426 nieberb. machtelds 
{Diefenbaeh glosBar. %9°), auBerbem im 15. Sa^rl^. an^ machtlds b fraftlof, 
etimifi4% mirlintg««, geltungAle«, aber SKad^tlofigfeit flnbet fif erfl in bem 
U^ten Siertel be« 18. 3oH* <SnbU4 992 ad^t^ ab er fc^eint ein txfi mit bem 
19. 3abr(. gebtibete« ®ort, bon bem Stteren maci^t (oben (l SRof. 81, 29. 
gti^a 2, 1), SRa^t (aben. 

bo« mi6)t\äfHt>itin = Dor ber Stuft M Viäf^Un ^rieftet« l^ongenbeS 
@^itb(^en a(6 3etd^en feiner {)o^eit 

na4 3 SRof. 28, 25ff. unb 89, 8ff. 9hir @ir. 46, 18, koo aRa^tf^ittlin. 

äRacf in „S^'ad nni Wlad" ^ aOertei geringe, fc^Mte Seute burd^^ 
einanber; bann ein 3)nr(]^einanber ))on aOerlei @ätUtffttm. 

9{iebeibentf4, mo Jene 9eb. f^on im 16. 3a^r(. 2)er Urf))mng ber in fi^ 
rdmenben 9teben9art tote ber f&Mtx S^ad, ^ad\ft bunlet 

t bie aßacttlatilr, $t. (— en) ungeMud^Iid^ : @d^mu|)>a)){er. 

1694 bei 9Ze^ring ®. 570 ba9 Macnlator, au4 bei Seffingg, lOn. 11, 662 
ba^ iRacttlatur. ^n9 mitteQat. bie macnlatftra toon tat maculAre b pe(fig 
ma^en, befielen, toel^ed bon tat. bie micula = gleden (f. SRaf et) abgeleitet ifi. 

t Me aßabdme (fpriiä^ Madimm), ^I. — n : grau, att «nrebeiport 
unb (g^rennante ffir berl^eirat'^ete flauen. Ungut sltabdm. 

e^iUer 9. b. O. 2, 2. SRit fran^Sfif^er @itte im 16.3a^r^. eingebrungen 
mb ). 19. 1697 bei OUMHmu grammatioa ®. 66 HaDame gef^rieben. 9^an3. bie 
madame urf|»r. » meine grau. 2)a6 einfad^ alt' u. nenfran). bie dame if m9 
lat bie ddminA = Herrin, loofiir f^on auf rtfmiffen 3nf4riftett domna borlommt. 

baeaRabc^en, —9, $(. U)ie @ing. [ol&er „aßäbc^end'' bei Seffing 
aß« b. Saml^. 2, 7] : ftinb loei6tid^e9 ®ef d^ted^ted ; unt)erl^eirat^ete 
Werfen xot\Uiäft9 ®ef (i^Ied^ted ; längere unioere^Iid^te U)eibltc^e !Cienerin 
in anftSttbtgerem !£)ienfte. 3uf ammenf e^ung : mdbc^en^aft 

1* 



4 Stabe -- IRogb 

€^Aon im 17. 3(4r^ bttr^d^rtmgeii, toeira au^ f«(f4 SRHbgen (C^titler 
6)). I2l0f.) flef^neben, neben bem im 16. 3abr^. in fiRiticIbentf^Ianb bor- 
lommenben baf medleixi k tat. padlla (iSSorr^Niu« diotionftr. 81 a2^), mittelb. 
baf meidiohin, im 16. 3a(rb. meydiclieyn, meydicliyn, meydichen, niebeib. 
mftdeken, flefiltjt mftken. @ieb Sütagb/ mbb. bie maget, mittclfk UntetbrUdtang 
be9 g meit, mittelb. bie meit, mait, »obon nnfer SRSb^en ba< ®im. i^ 1617 
nieberrbein. ber ft. medtger (Jasper Laet van Barehloen pronortieatio 81. B8^); 
no^ ttetteranif^ Mireroher (A » wbb. ei). 

bie ÜRctbc, ?L — n : fuglofe OnfectentatDe. SJaöcn mdbig. 

S>{e aRabe nait mittelb. bie made, maden, benn m(b. ber made (an^ » 
SImeifenei), abb. ber mado» gotb- ber mal»a (s nagenber ®nrm, SD^arc. 9, 44. 
46. 48), aItfS4f. ber matho, angelfSd^f. ber mada ; altnorb. mit weiterer Sblettimg 
(-k) ber madkr. Unbertt)anbt mit SRotte. 
ba6 aWdbel, -^6, ?I. toie ©inj., ni<^t fo ebel, att aRäb<^en. 

6. 9)1 agb. SnS bem 2)im. oberb. im 14. 3a(rb. ba6 maidel, mitte(b. ba6 
meidel, meydel gettorben (f. SRagb ftnm.). (Semein ifk ber !ß(nra( bie 9R5bel6 
(^(bubart n, 151. 211. 3. SR. SRiller SSaltber 296) mit bem an6 bem 9Heberb. 
ober toielmebr bem 9heberISnbif(ten eingebmngenen nnorganif^en ffnral-g (f. «6). 
t ba« aWabriftdl, — e6, ?I. — e : «rt 4-16je«{ger fmnreid^er jSrt^ 
(id^er ©ebid^te. !£){(!^tung^art unb 3lamt aM Italien 

gegen (Snbe be6 16. 3abr(. [SRobrigale ). 8. 1596 in ben neuen bentf^en ®e- 
ffingen bon ^ang 2eo $a«(er], )n totl^tt ßeit groge 8orIiebe ffir itatienif^e 
SRnfil aRobe gemorben mar (f. $offmann bie beutf^. (Sefetlf^aftglieber 6. YHIf.). 
3tal. ber madrigiUe, meniger mebr iiBUf madriile, fran}. n. ft»an. ber madrigal, 
meld^eg, ba man itaßenif^ früher (ber) mandriAle [nod^ ber mandriale =s 8ieb- 
(irt], fotoie f|»an. ber mandrial fagte, nid^t nnma^rfiteinli^ bon ital. bie m^dra, 
gr.-tat bie mandra, sa 8iebberbe, gr. bie mäadra (fiävS^) b Vfer^/ ^üibe, 
abgeleitet ifk nnb alfo urf))riing(i^ f. b. a. ^^irtenlieb, @(l(Sfergebi4t^ bebentet 
baben »irb. <B. 2)ie) Sßtbf I, 267. 
t ba« aRagaatn, — e6, ?t. — e : SBorratl^öl^au«, "fomtoer. ä^fanu 
menf. : ber 3Kaga2tnt)ermatter, bie äßagaginberkDaltung. 

SRaga^in mnrbe, mie e6 f^eint, erjl im 17. 3abr(. aufgenommen, |nnS<!^|l 
an$ ital. ber magaszino, fran). ber magazin, reiner nnb rid^tiger magamn, f^n. 
ber magacen, mit borfle^enbem arabif(!(en flrtifel almagaoen, almaceiii ton arab. 
machsan, mit borgefe^tem SIrtilel almaohsan, s ©d^enne. 
Me aWaflb, $1. SDiagbe : [feit ber SWitte be« 17. Oa^rl^. nur nod^ otter* 
t^ümti^] dun^frau; [bann] ÜCienertn, befonberd niebrige nad^ bem 
®eflnbebertrage. 3)abon bie (Diminutibe : ba6 aßdgb^en (fatfd^ 
aSagbgen)^ mitunter im IS.'da^rl^., }uma( in gierttc^er 9tebe, c^ne 
allgemeinere älufnai^me ju flnben, koeU \äfon ba6 Sßabd^en (f. b. unb 
^ter unten bie «um.) entfd^iebeu ttbttd^ koar; baS aß ag beiein, fttrjer 
SÄagbtein, nur in ebelfter SRebe. 3ufammenf. : magbei^aft 
(®öt^e XXVI, 38 u. fc^ott 1691 bei ©tieler) = in ber «Beife 
ber SDtSgbe; mdgbtid^ = iungfräulici^ ebet, nur no6t ottertl^ümttd^, 
}. e. bei «Bürger &*; (ba6 I&ngft bera(tete) ba6 üßdgbtl^um = 
Sungfraufd^aft, Oungfrauenftanb, Oungfroucnolter (4 SRof. 90, 4). 

aRagb bei tCbelung o^ue (inrei^enben Omnb Vtagb nnb mit langem U 



9tagba(ena -> SRofle 5 

Wgbc, ttie 084 Sttflb (f. b.). ÖW^ blcfm »orte mit Wliffejr jitm ojb. d 
im Inflaut nnb )W<ir feigen bei ent^er. 9R^b. bie maget, (frfl^eran^) magit, 
mit antgefblenem e magt, mittefb. bie maget, maged, )uer1l im 12. 3a(r(. bur4 
3iifamiiieii)tebmid mit Uiitetbrtt<titiig be< g («gl Qibed^f e, betreibe k.) mbb. 
n. mittelb. bie meit, mait [no4 im 92bb. aUert^ttmli^ nnb im 18. n. I9.3a(rb. 
oft bi^tertf^ bie IKaib], « dnngfran, befonberd bte fenf^e, reine [«die rain 
magt, Uli ain wtp** (Budo^ Weltobronik, ©iegner ^f. 8(. 82*); «in die 
reine maget, nit ein wip** (iforton .Smmelfahrt 114), nnb fo no4 bei 
8nt(er], bann btenenbe Snnefran, !^tenertn in 9e}ie(ung auf t^re (Gebieterin 
(iire YToawe %tan), an^ 1394 mnnbartU^ »efimittelb. bie mAt [»ie no^ »etter- 
autf4, ober(effif4 sc. bie HAd in ber 8eb. ä^agb], a^b. bie makad, magad, 
\}pSitt maged, magid, gotb* bie niagaI»B, altfüftf. bie magath, magad, angelfS^f. 
bie mXged, mSgd, a Snngfran, mittelfl ber gotb. SbleitnngOfUbe -a^» a^b. -ad, 
m(b. -ot alf iDeibIi<be gorm bon got^. ber magno, mbb. (in ber mageaoge, abb. 
ber magasogo, = ^(Sr)ieber^ erbalten) ber mao as itnabe, altfSiJ^f. ber magn, 
ongellSd^f. ber magn, mago, s itnabe, Gol^n, aftnorb. ber mögr, s @o^n, eig. 
(Sr}engter, gebtlbet (f. (Grimm Oramm. m, 822), mel^eo anf ben 6ing. beo 
$rSt. toon bem bei bem !ßrSterito«$rSfeng mbgen (f. b.) gn (SImnbe (tegenben 
gotb. SBnrieltoerbnm migan, al^b. mSkan, ^nrlidf liiert, mie ber SRage (f. b.) auf 
ben 9Iura(. äRSgbcben gau) mie a^Sbcben nod^ in $rofa 17.98 bei i». 084« 
bonfen meine Steifen I, I32ff. ai^figbetein (O^i^. Sog (Geb.n, I56ff. I62ff.), 
9R5gb(ein (8of II,15.111.152.162n.f.m.)^ifi^a0 mbb. ba8 migetlin, m^getltn, 
mflgetUn, )nf ammenge), meiüin (?), koel^ef bei Snt^er ri^tig iReiblin (@a4. 
8, 6. SRattb. 8, 24) tautet, bei 8errdnu$ aber medlein (f. SRSb^en), nnb fo im 
9lbb. sn a^Sbtein gemorben fein tofirbe, mte baO mittelb. 2)iminuti)) bag meidel 
)n SRSbef (f. b.) mnrbe ober beffer }n ^axttl, mel(be gorm (Gilt^e n, 194 
bat. 2)ag 9bi. mdgbti<b if mbb. magetlich, a^b. magadlih (?), magotlili, 
magedlich, » inngfrSnli^/ tt)0))on bag 9(bt>. magblif (Bürger 6*), mbb. 
raagetliche, nnb baf SHtagbtbnm, mbb. ber, bag n. bie magettnom, magetnom, 
infammenge), maitom, mittelb. magetftm, = Snngfranfd^aft. 
taßagba(ena, grauenname, al^b. Magdalena (?); aftfSd^f. Magdalena; 
ang gr.-Iat. liagdaldne, biblif^-gr. Magdal6n8 (MaySaXrjvij), = bie Oon ber 
(am fSepnfer beg gaßlSif^en fiReereg gelegenen) @tabt Migdala (Gebürtige, meg' 
balb a^b. Marti Magdaldniogft SDi^aria bie SRagbalenif^e {Jia. 178, 2). 2)er 
9lame Mn ber belehrten ataria fiRag^balena (Suc 8, 2. SRarc 15, 40. 47. 
16, 1. 9. 3o(. 20, 1. 18). (Gelür)t 2ene, mooon bag 2)im. Senden. 
ber SDiiige, — n, ^I. — n : ©eitenöemanbter. 

9tor no4 iRber@4ti)trtmagea „Senoanbter t»on mSunß^er ^eite'' nnb 
inber6)>inmage = ^IBenoanbter t»on meibli^er @eite.^ 9t(b. n. a^b. ber 
mfte, altfli^f. ber mig, altnorb. ber mAgr, « «fotg«, Geitentoerioanbter, got^. ber 
mdgo =B Cibam (92ei. 6, 18), na^ Orimm ^amm. n, 27 entf)n:offen bem 
flnral beg ¥rSt. be« bei mBgen (f. b.) oorand)ufe4enben gotb- IBnr)eItoerbnmg 
migan, abb. mSkan, mober and^ SKa^t (f. b. nnb 9920 gb Sunt.). 2)ie Biegung 
beo a(fb. mAo if ilar! ((Gen. beg migeo, $(. bie mggä), ebenfo bie bee m^b. mäo 
((Gen. beg mAgeo, ^I. bie mgge), bo^ tritt eben m^b. ffon jnmeilen ein fftoafer 
91. bie mAgen ein, melier einen €^ing. ber mAge toorangfe^t, nnb Slter-nenbo^' 
bentf^ biegt man ber ä^ag, beg, bem, ben, bie S^agen, alfo gerabe fo, a(g 
nenn ber SRag flatt ber aRage fütnbe nnb bamit burifmeg f^maf; angelfS^f. 
ber mAg, aber an^ f^ma^biegenb ber mAga. @4»ertmage ifl m^b. ber 



6 Vti^tu — SRftfliitt 

iwSrtmAo, )ttfoinineiidef. mit 64ioert (ber IBafie bei ftittcrf) )itt I9e)ci4iiit»fl 
ber ntSnnlt^en 6ctte bei Qenoanbtftfaft, ^(»tniiiage boftedcs |ur I3e|d(tiiniid 
ber loeiM^ni @eUe, mit bie et)i(Ie (f. b.y. 
ber and gen, —9, $(. toie ©ing. (aber gekD»^ntt4 obgleid^ fei^ter^aft, 
mit Umtaut bie äRoflen). : ber in ber 9m<Sf1fif)U befiiibtt<^ ^Stttige 
©ad )U Xufnai^me unb Serbaunng ber genoffenen ißa^rung^mittel. 
3ufammenf. : ber ÜRagenlram^jf, *Ireb« (— um p(^ freffenbe« 
SWagengefc^toür) k. 

(Sig. ber 9Rdge, — n, ^t — n. 2)anti ml^b. ber mage, atb. ber mago, * 
angelfS^f. ber maga, altnorb. ber magi. 2)nti!(er tr6!uitft. 
m d g e r == t)er^S(tnidmägig f d^)oad^ an Sleifd^ ; fettto9. jDabon m d g e r n 
[nod^ f^^eij.] = mager n)erben, i^od^b. ab', er«, bermagern; 
magern [nod^ f^tt)ei3.] » mager mad^en, koofür bei Sittdert un^ 
rid^tig iene« (intranfttit)e) magern. 3ufammenf. : bie SD^dgerfeit 

Wjlb, [(Snilg] u. mittelb. mager («gl. (ager SInm.)/ a^b. magar (ni^t makar), 
angeIfS(3^f. m&ger, altnorb. magr, mtttet|l «er, a(b. -ar, abgeleitet. 9{i(it entlehnt 
auf, fonbem ber Santiserfd^iebung gemSg {Hmmenb mit bem glei^beb. tat. mAoer; 
bo(4 f^eint f^on im &otW^tn g flatt h i»or)nfommen (togt. 19b. l ®. 596), alfo 
magrs (?). 2)o6 Serbum magern \ft m^b. m^eren, al^b. miLgardn {DiuL I, 
520* » /o6 80, 8); mfigern m^b. mageren, a^b. migaijan, bae ableitenbe J (i) 
bem T angegU^en migarran {Diut. I, 505^), angelfS^f. mft'geregSan; 9Rag er- 
feit 1486 bie magerkait, 1440 maigerkait, b. i ml^b. magerohait (?) mit ein« 
getretene^t nned^ten -eoy.gefttrjt -c, n(b. -ig. 
t bie aRagte(2f«big), o^ne ?L : äanberei, fc^toarje ftunft. ber 
gßdgier = Sauberer, eig. perfifdjer ^Jriefter unb SBeifcr. mdgif d^ 
=s ianUxl\(Sf, jauber^aft, 

bereite 1678 bei j(ramer teutfd(-ita(. Sortb. 759* nad^ bem gtei^beb. gr.'(at. 
Ubi. migicoB, gr. magikös (jjLuyixSg), toel^ee, mie gr.-(at. bie magia» gr.biemageia 
(fiayBla), « 3<^"^^^ [moraue bei nne äRagie], abgeleitet toon gr.«(at ber 
migns, gr. ber m^oB {fidyog), = tJerll^er ^rieiler .unb ©eifer, 3anberer, 
metd^ee ane t»erf. magh » ())er{lf(]$er nnb mebif^er) $riefier. Sine tat. m^ 
bem 92om. $Iura(ie ienee migusy fd^on im 9(b. bie magi =s IBeife, aber er^ f))St 
im 18. 3abr]^. SRagier, 1778 bei SSieUnb 9(f)>afia ber SRage, — n, $L —n. 
t ber SRagiper, — «, ^I. tele feing, : l^e^rmeifter; Se^rer ber freien 
ftfinfte, bon Sacuttäten ber f^ttofo^l^ie erti^tte ©ele^rtenmfirbe; au(4 
l^&l^erer ©tabtid^uOei^rer. !Cabon bie SRagifterin« 

Senef bereite im I7.3abr(., an^ f^on ongelfü^f* ber magister (:» SReifter), anf 
tat. ber magister «s Sorgefe^ter, Sebnr, mel^ef na<l( (Srimm (Sramm. m, 654 
einen bem gr. m^gistos gleiten frttberen (at. @n)>erlatit> magistoa i^eranefet^t 
(f. mei|t n. aRei|ter). 
t ber aßagiftr dt, — e«, ^L — e : ©tabtrati^, -obrigWt ^ufammenf. : 
bie aßagiftrdt^^erfom 

3enee, bereite im 17. 3abrbv an« tat. ber magistrfttas s obrigfeitU^ef Vmt 
bon magistrAre ss bae fimi einee Sorgefetten (magister) bertoatten. 
t ber Sßagndt, — en, $(. — en : ©roßer M 9leid^e«, 

%va bem gteid^bebentenben, Don lat. magnos = grof abgeleiteten, im ital. ber 
magnäte er^Itenen mittellat. ber mignas (<2^en. magnAtis), mobonjaber mtr ber 



SRaüset — 9la^ 7 

fbmi Ue m ag a itea »fi4 4(1/ beit ba« e^Nmif^ BeiM^rt (fftt imb bet an^ M 
ml im 17. 3a(c|. fibfi4 war. 

t ber üRagnet, — e«, ^. — e : (gifen unb elfetil^aWge Mxptv anaie* 
^enbct ©feiifiein. majnetifd^, Slbjectit). maflnetifleren. ber 
Stagnetf^tnud. 3uf<^^^^nf* : bie SRagnetnabef. 

9Ra0net, m^b. ber mAgnes, a(er au<!( (f<!(n)ad(tiegenb) ber mAgnftte » Stagnet' 
toft, 'fem (OMklHhi 1109, 4. 1126, 8. 1180, 8. 1185, 4), magnet, anf tat. ber 
magiiM (©eil. magnttia), flr. ber lithos Magn8t8fl (A/^ Mayv^vfis) = 
aHaflnetfletn, dg. 6tem (UiluMi) an« ber t^effolif^eii tanbMaft Magnesia, gr. 
Mteyvfiala. 2>a« Vbt. magnetif^ bilbete fii( nait gr.-tet. magnltioas. ®ie 
biefe« ober bon ienem lat. magnes abgeleitet i{l, fo an^fran). magn^tiBer, looraua 
ma gnetif i eren, imb t»tt bem fran). 8erbirai tommt franj.ber magn^ÜBme, iteulat. 
ber magnetfflmns, toorauf bei un« Vtagnetiatnua. ^^t an^ tlgt|lein. 

t bie Sroagnificenj, ^I. — eti : ^ol^eit, ^errt^feit, bantt bei vlM 
ZM bed 9lector9 unb M Sanjferd auf Unit^erfitciten , anä) bed re« 
regierenben ©ütflermcifter« einer freien ©tabt. magniftf (l lurj), 
Sbi. u. 9lbb. : grogartig, ^vSd^tig, ^errtid^. 

SRagnificen} tfk au6 tat bie magnifio^ntia « (Srogartigfeit ic, bon lat. 
magnificiiB [toott magnos s grog n. fücere s ma^en] « grogartig, ^rSd^tig, 
iDüranf fran). magnifiqne (\pt\^ manjiflk') unb ani biefem loeiter bereiti )tt 
Isfange be8 18. 3a^r(. bei und magnific, bann magnifi!. 

ber srödgfame, —n9, ^i. — n (== SKagfamenarten) : ber @ame ber 
^{lanje papäver^ bann biefe fetbft. 

9Rbb> ber mägeaftme, tooneben mAgensftme, mAgenaAm, mtosAme, 1469 
mittelr^ein. maynesam («oe. ex quo), (ufammengef. 1) aua m^b. ber mAge n. 
ber mAn miferm Vio^n (f. b.) unb 2) au6 m(b. sftme @ame. 

t ba6 äßa^agoni, — '6, o^ne $(., unb bod äßai^agonii^oli, ein 
feine«, braunrot^«, fe^r ^arte« ^elj au« WtlttzU u» ©übanterico. 

3nt 18. 3a(rb. ont engl, mahögmny, »el^ef mol nait einer melHnbif^en 9e« 
senmmg gebilbet if. ^6 ^ol) felbfk, um 1700 al« QattafI «on be« weflinbif^en 
e^iffoca^itfin .Gibbong no4 (Snglanb gebraut, lieg Int) naA^er beffen Omber, 
2)o€tor Gibbons, inerf )n Xifflerarbeit toermenben. 

bieaRal^b, $L — en : ba6 Sßäl^en; ba« übgemS^te; ba6 STbgemäl^te 
eine« Zage«. ber äRa^ber, — «, $(. »ie ®ing. : toer ntä^t 
ma^big, in etn«, }tt)efmä]^big = ein«, }h>eif(!^firig« 

SRabb i|l m^b. ba8, om^ bie mit, wel^e« auäf a(8 2ten ^f^dl ber SnfMn« 
menfe^nngen Grummet (f. b.) unb Omet (f. b.) fl^ )eigt, a^b. mAd (? burt^ 
Snfammeniiedung einet «orau^ufelenben Siteren mthad), » ba8 fliS^en, ba« 
OemHbte, 3nmS(enbe, ^, Siefe, »oneben Baiser, ber SRa^ben (©^meUer 
n,560), iDe{lerm(i(bif4 SD?abbe (6<(mibt 106), m^b. ber mAde, a(b. mAdo (? jn- 
fannnengc|. an§ mAhado), s Steige niebergemSbte« (&xa\t9, »ad toetterauif^ ber 
dema^be (f. b.). Kbgeleitrt, Jene« m^b. mAt mittelfl a^b. -ad, got(. -aj», unb 
btefee f^maite mAde mittet|l a^b. -ado, »on gotb- -al»a, t»on a^b. mAhan, unferm 
nSben (f. b.)- dunS^i^ ^ou ienem a(b. ba« mAd aber if bann metter abgeleitet 
i|b. ber mAdari (gnfammengqogen alfo aü9 mAhadari, b. i. mAh-ad-ari), mAdAri, 
nlUare, mAdere, m(b. ber mAdnre, mAder u. (megen bef im 9^b. aualantett- 
ben i bann an^ mit Umlaut) .mnder, mittelb. ber mAder (jmäf in Konradi 



8 nItcK — »ilfet 

teoj. Kk, eMUb. «f. 9L 164«), mfer M%i% fUS^bcr (f. »«(cm tum.) m* i»4 
ba« Sbi. vfi^bift. Xro^} ber KbftoiiiniEtis «on mS^en istcbe tkitifler oHt ba< 
^firam%^fl Vtah, SRSber, mSbig geMviebeit loetbeii; ba< 1( i|^ »U an« bei 
«oriin aii0tfi^Tteii gormen orfl^t^, m ber 3nfaiBmeii|ie(inig as«fletoBen metben. 
malten s mit ber ©enfe im @tri(i^ abf^neiben. !Dabon ber3Ka^er 
» koer mS^t, im ^od^htnt^äftn gelSufiger ber SR&^ber. 

dcnea ml^en m(|b. m»Jenymeien,|itfamin(8fle).iiianyttittdb. mdwaa[i^ 
»etteramf4 m^e], 1469 nittdr^n. mAhen (voe. ev fiM^ «tb. mAbaa (^iftt 
i4 er mite |latt mihte), mAui, in{|»rfis9li4et mlUui (f), mAkan (?), ongdfS^f. 
mAyan, got^. mium (?). dm dot^. fanb nm^xfiteialt^ ^aife I9tegiiiig, urie bei 
läiin f Sen (f. b.)/ mit 9tebiM)ncatbn (Utt mib man fagte olfe im ^vfitentnm t^ 
et miimd. 2)aa 9Boxt f^etm nt)»eniHmbt mit lat mten s m^en, ernten, in- 
fofent ba« i ni^t gnr fBkaitl ge(9rt SDer SD^S^er f^cint im SR^b., »o man 
mAdisre (?), mM«r, mAd«r, üu^ meder, nitt^. ber mMirey mMer, nnfer 9R Sbb e r, 
(ifl. ri^ttg VtJSih tx, ^t, ni^t )>or|n(ommen; aber im 16. 9a(r(. |lnbet fiäf mittelb. 
ber mdwe (die »yben frym hüntte, Stafftla ^f. 81. 161*), o^b. mljo (f), mAho (?). 

ia» fBlai)l, — e«, ^JI. -e u. SKo^Ier : bffetttHd^e »erfammlitna- S5er* 
attet. Sufammenf. : ber 5Wd^If(J^aft (® eitert guflfr. 185. 188), 
bic aßd^Iftatt unb ble aWd^tftätte, ber (Stmaffl (f. b.) :c. 

^a^t, m(b. [nnr no^ in Ableitungen nnb Sufammenfe^nngen] bag mahel, 
mAl, a(b. bag mahal, (attnifiert mallam, s Serfamminng, <9eri4t, Qeric^tgfiStte, 
<9eri4tgi»er(anblnng (f. bie Anm. )n ®ema((). !3)er a^a^If^a« ifl 1482 ber 
mahelschatz {voc theut, 0(. t4*), m^b. ber mahelsohaB, mofür bag f^on im 12. 
Sa^T^. in ber gnfanimenfe^ung mit m^b. mAelen, a^b. mähaljan, »= berloben, 
e^eti^en, toermS^cn (f-b.), got^. maf>]jan s= Bffentlid^ reben, bortomntenbe ber 
mehelBclias, bann mftlielscliaz, « bag Itaufgelb fftr bie 8rant }nr SblSfung ber- 
felben toon ber angeborenen SRnnbfd^aft nnb )nm re^tmSgigen (Eintritt in bie 
$anti(ie nnb ben @4n4 beg 8räntigamg, bann bie 8er(obnngg% ^ratbegabe, 
Serlobnngg«, Qrantring {PargMU 439, 22), fiblid^ ift 2)ie SRablflatt « Sffent« 
(i^e <9eri(tt9ptte nnfrer Oorfa^ren, (Seri^tgort, Serfammlnnggjlätte, i|l bag 
m(b. bie mahektat, rnftlsta«, a^b. bie xnahalstat, « a^eri4tg|l8tte (MupOU 84), 
9ti4tfiStte. 

ba^ Wlaf^l, -e«, ?(. — e unb (weniger flMic^ unb ebel) Sßa^ter : ein 
(Effeu, im ebelen Su^brude; ein feierßd^e« (gffen. 

S)ie @$reibttng Wlal, bie an^ Snt^er l^at, i{l i»or)tig(i4er nnb bie ff\% 
ri^tige, a(er Wta^l bie allgemein fiift^e, nnb in ienen Bnfammenfebnngen 
Kbenb', S^ren-, gell-, $o4)eit-, Seid^en«, äRittagg-, ^taäfimaf^l tc. 
f^eint bag % unferm Unge rnientbe^rU^. aRaljeit, »ie einige ri^tig f^reiben, 
tt)firbe fi4 e(er ertragen (äffen. IBerf^ieben ^en SRa^I im toor^erge^enben 
«rtifel. 1661 bei SRaaUr 277^ bag SRaal, m^b. bag mXL {Martina $bl 
122, 86. Lohmgrin 6881), nrf))riing(i4 »o( «b bie Xra^t &pti]ta, anf ben 
Beit))nnct (f. 9RaI « 3eit))nnct) «nfgetrageneg [ml^b. gesaitia wM"" » (Sffen 
$(.) )tt be^mmter Beit (Haupt Zeitsohr. Ym, 96, 6)]. 3m fOft. finbet jl^ 
toeber mAl nod^ mahal in ber iOebentnng. 9(fo eing mit fßtat l. 

bo^ 3»a^I = 1) 3ei*en, S^itpmct, f. 2Rat 1; 2) gleden, f. Wlal 2. 

matten, $räf. (f(i(fmac^) ic^ md^Ie, bu md^Ieft, ma^tft, er malztet, 
ma^It, b)ir matten :c., ^rSt (el&enfall6 ^äfroaöf) id^ er mattete, mdl^tte, 
$art. (ftarl) gemahlen : burd^ 3)re^en (jkDifd^en ©teineu, SMienioerl 



«. bftL) te Heine Xl^e aemtten. 3tifaimiiettf. : Ux äRdl^Igang; 
ber a»a]^tgaft; ba9 aRd^tgiftb; bie ÜRdl^tiitfi^Ie » ®e^ 
treibemfi^te. 

S)a« SerBitm tfl wegen ber nrft)vilng(t^en ltttr)e be9 a ^i|l. ri^tifl malen 
[bemgemSB an4 9Raf(|an0, «sat k.] )n f^^eiben, »ie 2nt(er fd^rieb, nnb 
grif^ (1741) ttnterf<(ieb, »emi einmal mitctf^icben »erben foHte, ftani mit 
Xc4t malen anf ber WtA%U (mbb. mahi) nnb matten mit bem finfel (m(b. 
mAlan), ni4t mie €^tieler, ber biefe« malen rnib ienee ma^en \^vti% tDe% 
»ilDttrri^e mb )>erfe(rte ttnterf^cibnng bnr4 <9ottf4eb9 (SinflitB allgemein 
ibli^ MKbe nnb no^ if. e^ottelinf (1668), etetnba^ (1784), Kbeinng 
nnb Ba4 i^ <Sam))e f^teiben ebne i^hrnnb beibe S8rter mit bem bebnenben 
b mablen. &, an^ malen 2. S)te 8teben6art : jr®er }ner|l lommt, 
mablt inerfl'' gebt anf bie OefHmmnng bee €><btt>abenf))iege(8 (Infg. Don 
OiIb-9Ba<Kernage09tr. 812,10 nl>6r ouoh 6 [eber] aao din mlUen [SRttblen, 
beffer mol im €Hng. „ler mtUe*] kamt, dbr melt [mab(t] oaoh 6**. S)ie ffbtoa^e 
^erm be6 ^^Steritnme Don moblen b^t an^ ba6 9<ennieberI5nbif4e, too maalde 
ftott moel. Sbebem aber ein nnb no<b mnnbartli^, }. 8. toetterauif^ tc, bnr^* 
auf parfbiegenbe6 Qerbnm : !ßrSf. i4 mdbte, bn vOifjiift, er mSbU, mir mdb^en tc., 
9rSt i4 er mubl^ (Eoni. i^ mitble, ^art (wie nof je^t bo^b-) gemdblen; mbb. 
maln ($rSf. t^ mal, bn mekt, er melt, wir maln tc, frSt i<b er muol, !ßart 
gemalen, gemaln, aber 1497 an^ \^on im ^rlit. f^wad^ er malte fiatt muol, f. 
Weidh, n, 669, abb. malan (9vSt i(b er muol, ^art. gimalan), gotb. malan 
(VrSt. t4 er m61, ^art. malana), attfSibf- malan, almorb. mala. 2)a6 Gort 
tHmmt in ben Sauten )u bem g(ei(bbeb. (at. mölere, flebt alfo in UrDerwanbtf^aft 
mit biefem, t|t aber ein fBnr^elDerbnm )weitee @rabe6, inbem e« ane bem ^ing. 
be« 9rSt. einet wie ff'e'bUn, bebten k. biegenben filteren gotb- ffiurjefDer^nmg 
milaa (frSt. i^ er mal, wir m61iim, ^art. mnlans), abb. mftlan ($rSf. it miln, 
9r2St i4 er mal, wir mllam6s, !ßart. kimolan), « in Ileine 2:beil<ben ^erlegen 
ober jerbre^en, gerreiben, b^^orgegangen ift. iBon bem $rSfen6 btefe« Siteren 
milan flnb abgeleitet ba6 fRm, ber Vtiim, bie SD^ilbe, Don bem 6ing. be6 
9r5t. bog gotb. ber malma ^ 6anb (f. malmen), ba6 äH^atter, au9 bem 
$Inra( be« $rSt entf^rofi bat SRal (f. SRal 1), enbU^ Don ber gorm be< ^art. 
frSt tommen ber iRnIm, gotb. bie mulda (abb. bie molta, f. iRauIwnrf) 
nnb abb. muljan, Don welkem SD^Übte (f. b.) fommen ISnnte. @. ®rimm 
Ohromm. n, 54. 70. 282. 9Rabtmttbte i^ f)>h't-mbb. bie mahnüle; S^abtgafl 
1417 weltmittelb. ber malogast (WeiHh. V, 612, 17) b. i. malegast? aVlablgelb, 
bei 6tie(er SRalgett, mbb. ba6 maleg61t, malgfilt. 

matten = in garten barftetten. ©fei^e maten 2 unb mai^Ien 1. 

ber aRa^tet, —6, ^L tele ©ing., = auf ber SKü^tc aWa^tenber, 

in bem wetteroutf^en iHnbermf an ben WtülUt (f. b.) nnb ben Den ben be* 
tSttbten gfilgeln, gnmal ben weißen bef jtoblweiglingf aRttüer genannten 
e^metterling : mülitt, mfiiUx, aRabterl ifi bae @nb{l. jnr iBeiei^nnng 
ber tbStigen Ißerfoo Don mabten (auf ber Wüifit) unb fommt im $oibbentf(ben 
ni^t Dor; aber weflmittelb. flnbet M 1^17 ber nuJer » äRabIgaft (Weisih, V, 
612, 17), neunieberUinbifdb ber maier, aüffiibf* ber milere {I¥eekenhar$ter EBbe- 
rolle &. 88, 5), idlfinb. ber miliar, s= Ttütitt. ^ennebergif^ beißt ber Geber« 
(ne4t (phalangiom opilio) SRüHer SD^ttller SRabler (Qrttdner Beitrag )n 
einem beuueberg. Stb^ @. 6), unb ba^erifib i|l MilemUe = müUtt, ®<bmetter- 
fing (e^meller, 2. «u6g. I, 1688). 



8 wSlen ~ mtUfkä 

troj. Kr., ett^l. 9iet 164«), nnfct oBigef SRS^bet (f. nS^en Ittnt.) m* tto^ 
ba« Sbi. mS^blft. Xro^ ber Wbjlainininig t»on mSl^cit »ftrbe neiget e^e ba« 
S)e(nttng9-( 9Rab, SRSber, mSbig eeMrieben werben; baf ( if^ »ie ant beK 
tooriftn atigeftt^rten gönnen erfi^tltt, in ber Bufanimen)ie^nng andfleflofien toocben. 
malten » mit ber ®enfe im ©trid^ abf^neiben. !Dabon beraSa^er 
^ toet m&H ta $od^beutf(^en getfiuflger ber SR S^ ber. 

3ene« mK^en mbb. mnjen, meien, gnjantmengei. mm, mittetbb mdweii [ttod( 
»etteranif^ m^we], 1469 mittelr^etn. m6hen (voe. ex fiM^ a^b. mAbaa (^tttt. 
t(t er mita fatt mAhte), mAui, urft»tünflli4et mljui (?), mMum (?), angelfS^f. 
mAYftn, got(. mium (?). 3m (Sot^. fanb tOft^Tf^eialt^ ^arfe 8iegnng, toie bei 
läiin (Ken (f. b.)/ mit 9tebn)>(ication ftati nnb man fagte alfo im 9rStetitum i^ 
er mümd. S>a6 ®ort f^etnt un»emMinbt mit Ut. mtftare s mü^en, ernten, in- 
fofem ba< t ni^t )nr ®nr)el ge(8rt. SDet Vt^tx f^eint im SR^b., »o man 
mAdare (?), mAder, mmäßt, mä^ meder, mittdb. ber rnddire, inMer, nnfer SR Sbb er, 
(ifl. ritftigSRäber, (at, ni^t toor^nfornmen; aber im I5.9a(rb. flnbet ^4 mittelb. 
ber mdwe (die eyben fryen hümte, Itaffeler $f. QI. 151«), a^b. mAJo (?), mAho (Y). 

bo« Sßal^l, — e6, ^JI, -e u. ÜWoi^Ier : bffetttlid^e »erfammfang* »er* 
attet. 3ufammenf. : ber ÜJid^tfci^aft (®eltert fiufl^. 185. 188), 
bie aRd^tftatt unb bie aWa^ftätte, ber ®emd^I (f. b.) :c 

Wtaifl, m^b. [nur no4 in Ableitungen nnb Bufammenfe^ungen] ba« mfthel, 
mAl, a^b. bag mahal, (attnifiert mallam, = 8erfamm(ung, <9eri4t/ ®en(3^tgflfitte, 
(9eri4tgt>er^anbtung (f. bie Sinm. au Qema^I)* ^e^ S^afilfci^a« ifl 1482 ber 
mahelschatz (voo. thetU, Sßl t4*), m^b. ber mahelBohaz, mofür bag f4on im 12. 
3a(r^. in ber Sufammenfe^ung mit m^b. mAelen, a^b. mähaljan, « berloben, 
e^elid^en, toermS(fIen (f. b.), got^. majiljan s Bffentlid^ reben, borlommenbe ber 
mehelBchaz, bann mahelBcliaB, = bag 5(aufgelb fftr bie Orant }nr SblSfnng ber« 
felben toon ber angeborenen SRnnbfti^aft unb }um re^tmSgigen Eintritt in bie 
gamilie nnb ben €>4ut beg iQrSntigamg, bann bie 8er(obnngg-, ^rat^ggabe, 
Serlobnngg«, ®rontring {PtmsMl 489, 22), fibU4 ifl. S)ie SVlablllatt » gffent- 
lid^e @erid(tg|i8tte nnfrer Oorfa^ren, (SertAtgort, 8etfamm(nnggjlätte, itl bag 
m^b. bie moliekta«, mAbte«, a^b. bie mahaktat, b Oeritttgptte {MupOU 84), 
9ti4tflStte. 

ba6 aSa^t, -e6, $(. — e unb (tDeniger flUic^ unb ebel) SRa^Ier : ein 
(Effen, im ebelen Xn^brude; ein feierlid^e« (Sffen. 

S)te @$reibttng SD^al, bie and^ Sntber (ot, ifl )>orsflgIi4er nnb bie (ift 
rid^tige, aber Tta^l bte allgemein fibli^e, nnb in tenen Sttfammenfe^^nngen 
Kbenb', S^ren-, gefl-, ^o^geit-, Seiten-, äRittagg«, SU^tma^I k. 
f^eint bag ^ nnferm Snge nnentbe^rti^. aRafgeit, toie einige ri^tig f^reiben, 
mürbe fi(!) e^er ertragen (äffen. Serfci^ieben t»on SRa^I im toorberge^enben 
«rtifet 1661 bei 9Raa(er 277i> bag maal, mfft>, bag mAl (Martina fdl 
122, 86. Lohmgrm 6881), nrft>riing(i4 tDo( «b bie Xra^t ®)»eifen, auf ben 
Beit)>nnct (f. 9RaI « 3eit))nnct) «nfgetrageueg [ml^b. gesaatin mU«' » (Sffen 
$1.) )u be^mmter 3eit (Emi^ Zeitsohr. Ym, 96, 6)]. 3m H^b. finbet fl^ 
meber mAl nod( mahal in ber 9ebentung. fUfo eing mit TteX l. 

bo^ Sßa^I = 1) 3eid^en, 3ett^)unct, f. 2RaI 1; 2) gtedcn, f. 3»at 2. 

matten, $rSf. (fd^toat^i) it(| md^Ie, bn md^Ieft, mai^Ift, er mdl^tet, 
ma^It, b)ir md^Ien :c., $rat (ebenfaQd fci^tDaci) id^ er md^Iete, md^Ite, 
$art (ftarl) gemdi^Ien : burd^ ICre^en (jkDifd^en ©teinen, aSaljeniDerl 



tu i%l) in Heine X^eUe jeneiten. Bnfammenf. : bet äRdl^Igang; 
ber aRdl^Igaß; ba9 aRdl^tgiftb; bie ma^imäifU ^ ®e^ 
Ireibemfil^te. 

S)ae 8erBti]n ifl »egen ber nrf))rfingn4en ltttr)e bed a (i|l. Tit^tig malen 
[beugemSfe an^ SD?a(flang, «gall sc] )u f^reiben, wie Sut^er filtieb, mtb 
grif4 (1741) ntiterfd^ieb, »enn einmal nntetf^icben merben foHte, gan) mit 
Xe4t malen auf ber SRttMe (m^b. mahi) nnb mablen mit bem finfel (m(b. 
milea), ni4t mie 6tie(er, ber biefce malen rnib iened mahlen fd^reiH ^14^ 
miflUMi^e mtb t»erfe(rte Unterf^eibnne bnr4 (Sottf^ebf Qinftn§ allgemein 
ttltd^ rnnbe nnb no^ i|l. e^otteline (1668), eteinbad^ (1784), Kbeinng 
nnb no^ i^ dampt f^reiben ebne drnnb beibe 9B0rter mit bem bebnenben 
b mablen. 6. on^ malen 2. S)te 9teben6art : ^Oer )ner|l lommt, 
mablt inerjl'' gebt anf bie 8e1Hmmnn0 be6 €^4tt)abenf)>iegel6 (nnfff. toon 
Silb- Oatf ernageO 9tr. 812, 10 ^Dfe <moh 6 [eber] mo din mUen [SRiibten, 
beffer wo( im €Hnfl. ,|ier mtUe**] kamty dftr melt [mabU] onoh 6*^. 2)ie ftbtoa^e 
germ be6 ^^Steritum« t»on mab(en bat an(b ba6 9<eumeberISnbif4e,'WomEalde 
{latt mo6l. Sbebem aber ein rnib nc^ mnnbartlt^, ). 8. wetteramfib tc, bnr<!b* 
anf llorfbieflenbee Serbnm : ^rSf. i(!b mdbte, bn m^lft, er mSblt/ wir mdbl^n sc, 
9rSt. i4 er mnb(, <Eoni. i^ mdble, ^art (wie noib ie^t bo4b.) gemdblen; mbb. 
mAln (^rSf. t^ mal, btt meist, er melt, Wir maln sc, V^^it. iiS^ er muol, $art 
gemalen, gemaln, aber 1497 att4 ^tn im frSt. f<(wad( er malte fiatt mnol, f. 
Weigih. n, 669, abb. malan ($rSt. i4 er maol, ^art. gimalan), gotb. malan 
(VrSt i4 CY m61, ^art malana), altfS^f* malan, altnorb. mala. 2)a6 Sort 
fUmmt in ben Sauten gu bem (^tei^beb. lat mölere, flebt a(fo in Urterwanbtf<baft 
mit biefem, tff aber ein 9Bnr)eIi»erbnm )weite6 (Srabee, inbem e6 and bem 6ing. 
bee 9r5t. eines wie ftiffltn, bt b^cn sc biegenben filteren flotb- fBnr)eItoer(nm6 
mHan (frSt. i^ er mal, wir mMnm, ^art molans), abb. mdlan ($räf. H mflu, 
9r5t. i^ er mal, wir mAlamda, $art. kimolan), « in Ileine £b<tl(ben ^erlegen 
ober gerbreiben, aerretben, bc^ovgegangen ifi. iBon bem $rHfen6 biefe6 SUeren 
milan flnb abgeleitet ba0 Wlif^l, ber SRelm, bie SRilbe, toon bem Ging, be« 
yrSt ba6 gotb. ber malma » 6anb (f. m atmen), ba« äH^atter, an6 bem 
$[nral bee 9rfit entf^rog bae SRal (f. a){al 1), enbU(b Don ber gorm be6 !ßart. 
9rfit lommen ber äH^nlm, gotb. bie mulda (abb. bie molta, f. SD^auIwnrf) 
nnb abb. muljan, ]9on welkem SD'tiible (f. b.) fommen tHnntc @. (Srtmm 
9ramm. n, 64. 70. 282. 9RabtmttbIe i^ f))St>'mbb. bie malmüle; S^abtgaft 
1417 weftmHtelb. ber malogaot (Weigih. V, 612, 17) b. i. malegast? SRabtgelb, 
bei etieter 9Ra(geIt, mbb. baf maleg«lt, malgSlt. 

md^ten = in färben barftellen. @te^e malen 2 unb malzten 1. 

ber aKd^Ier, —6, ¥L toie ©ing., = auf ber 2ßü^Ie SWa^Ienber, 

in bem wetteronif^en jtinbermf an ben fBlüUtt (f. b.) nnb ben i»on ben be« 
ilSabten g^figeln, )nma( ben weißen bef jtoblwetgling« ilRttner genannten 
eMbwetterting : Vtülitt, aRttUer, äJ^abterl ifi ba« ©ubff. )nr eegeiibnttng 
ber tbStigen tßerfoo Don mabten (auf ber Ttüifit) unb lommt im ^ofbeutf^en 
ni^t Dor; aber wefkmittelb. |lnbet ficb 1417 ber maier ^ äRablgatl (Weisih, V, 
612, 17), neunieberlSnbifdb ber maier, a(t{S4f. ber malere {I¥eekenhor$ter Bebe- 
rolle e. 88, 6), iglSnb. ber nUilar, = äH^fler. ^enuebergif^ beißt ber ffieber^ 
(oe4t (phalangiom opilio) SD^ttlter SD^ttUer SRabler (Qrttdner Beitrag )n 
einem bemieberg. SBtb^ 6. 6), nnb ba^erifib i|l Milemkle » VlMtx, @(lbvetter- 
Ung (e^meUer, 2. «u6g. I, 1688). 



10 Vtt«i€t - 01^ 

ber aRd^er, bfe aßa^eref, bie a)l<(]|(etfatBe tC; f. malen 2. 
ber aßdMgang, aßd^Igaft, ba^ aßd^(ge(b, f. mahlen 1« 

ma^Uif = in bequemer 9tu^e unb Sangfamtett, nad^ unb na(]^. 

@o Mretbt au4 Sofi; bei Snt^er l SRof. 88, 14 aber meili^, bei 
®))8teren au4 mebH^- Ungenau nnb rnignt t^ bie ^^tetbnng mHH4, fatf^ 
mHMtfl, mSHfl. 2)a0 fBort fomint not iio4 ^iet nnb ba im gekoSblten 6tt(e 
bei 2)i4teni Dot nnb lantet M Ibi. 1446 mäohlelohy im Üb. ord. ret. »on 1429 
9(. 19« Diettei^t Mon (»enn t4 bot eigentbümli^e Beiden Aber bem a in ber 
l&f. ri4tt0 beme) nuslioh, 1482 mMioh n. gemtiioh (ae langfam, im «oe. theuL 
»(. tS«), »o)»on ba0 Ibo. mfibH((, mbb. meohlfohe (?), aber 1420 mittelb. 
ott^ fij^on melioh {ßehröer roothiüMt. 9{r. 2601). C^. aKmS^lt^ Snm. 2>a0 b 
na4 S flebt toegen be0 frftberen oh, nnb no4 1784 etetnba^ n, 1 f^bt 
mfibli^, baneben a« ftbli^er miJ^Ii^. 

bte aßd^tmä^te «: ®etreibemil^(e, f. malzten 1. ber aRd^Ifd^afe, 
bie SRdMftatt (ÜRd^Iftätte), f. ba« STOa^r 1. 

ber ÜRdl^fftrom, ber ftromartige ©eeflrubet an ber nortoegtfd^en ftüfte. 
9<onDegtfd^ ber malBtraum {Äcuen 476^), bän. malBtröm, neuntebert ber 
maalstroom, }ufammengef. mit mablen 1. 

bie aWd^Ijeit, ^L — en : größere« (Effen ju beftimmter 3c it; reget 
mSgig nad^ beftimmter Xage^abt^eilnng fic^ toieber^otenbe« Sffen. 

(Sbler ba0 SKabl (f. ^al^i 2), toomit a^abUeit gnfammengefett i^, »etd^e«, 
ebgleid^ 1606 im voc gemmoffmnmär, 8(. g2* bie mUsIt ba« gefeSige SRabl, (at 
conTtvinm, bebentet, be«gleiil^en bei feinem erften (Srfd^einen im 14. 3obrb« (f. 
Lexer mhd. Handwtboh I, 2021), ttrf))rttng(id^ bo^ f« t>. a. ^bie ^t\i )ttm 
SD^abl'^ bejei^neit tottrbe. 9{enmeberl. bie maaltiijd. 

bie SRd^ne » ftorb mit ober o^neO^ren. tBetteranifd^. @. SRanbe. 

bie aßa^ne, $(. — n : lang ^eraB^Sngenbe« $a(««, Aamm^atir. 

^i^. ri^ttg, aber unüblid^, bie 9RSne. äl^^bb* bte man, mane, abb. biemana, 
febr fetten manA, mttteinteberl. bie mane, nenmeberl. bie maan, altnotb. bie mOn. 
Setteranif^ ber MOn, mobnr^ bte mittelb. mSnnIi<l(e gorm ber mane beflStigt 
wirb, altfrief. (mit o flatt a) ber mona. 2)nnt(e« Urf))mnge«. 

mahnen ss (antreibenb) gebenlen mad^en. jDabcn : ber Sßd^ner, 
tt)ot)on bie äRdl^nerin; bie 3Rd^nung. 

i^ift, ri(btig, aber nnü6(id^, manen. ä^bb* manem, abb.mandn, feiten manln, 
altfSd^f. mandn, angelfScbf. manian, monian, altfrief. monia, altnormeg. mana. 
3)a9 fBort ^ebt in Urgemeinfd^aft mit (at. iiiOB«re [t>g(. mabten 1 n. (at. 
mölere], i^ aber im 2)entf4en abgeleitet and einem gotb* XBnrjelDerbum minan 
(f. 9Rann). 

ber SÖia^r, — e«, ?I. — e : brüdfenber giadfitgeift, «tp. 

$i9. ri^ttg, aber unflbli^/ ^at, 1691 bei ® tiefer ep, 1242 bet SRar 
nnb bie Wtatt, aber 1482 im SJ^ittelb. nur bie mare [»Mar« ist ein trag- 
niiBse des menschen vnd knmpt Yon seynem plut, lehem ynd Inngen, wen im 
dz [loenn ibm ba9] auff sejnem hertzen ligt, [lat.] effiütes, incnhus*' im voe. 
iheuU, QT. te% mbb. ber mar, abb. (9. SabrbO bte marft, nieberb. bie mdr (in 
ber Ttaxt mare), mittelnieberl. bie mare (Tior. helg. YII, 6), angelfSd^f. ber mara, 
engt, night mare (night = 9{a4t), altnorb. bie mara. 2)a« ®ort i^ na^toer« 
toanbt bem poln. bie moia, bi^m. bie m&a (f))rid^ mOra), ebebem möia, = 8I|) 



nb fbenbf^wettetaitg (f. 9rimm SRl^t^ot. 08); mff. bi€ küumora » 0^«. 
f^ft Dh etnm ans (Stoer S3itc)el (mar) mit a^b. mernm (b. t. mer-r-j-ui ftatt 
merHi-j-aa) » Stnen Srgern, )nrU(t^a(ten , (inbern, (etnmcn, got^. mangan 
(b. i mar-s-j-aa mit e, »cl^e« im (8ot(. Übergangtlant and bem (ter abteiten« 
ben 8 in T i^) = lemanb Srgetn? 

bie SDla^re = ^{ai^rid^t, ©erfid^t tc, mit bem !Z)tm. ba« aßa^rd^en, 
beffer unb au4 nid^t unfiMi(i aßSre, üßärd^en, f. biefe föbrter. 

bie ÜRa^rc, ^L — tt : ©tute; [jetobl^nKd^ :] \6fU^M, elenbe« ^fetb. 
$tft tid^tig anSre an^nne^men, a(fo ebne b, tvel^e« {14 nrf)>riinglid^ binter r 
aMdtenb fanb, aber f^toonb; bo^ (tele fl<j^ an4 biefe« b nid^t al< btog bebnenb, 
{onbeni att t>er ba« r gerfidt atife(cn (»gl. 8efebl)^ wie benn 1691 bei Stielet 
€^. 1260 bie SRfire nnb )ug(eid^ mnnbartüd^ bie fOtttHa, ne^ bai^er. bieSD^ct^ 
(e<j^menet U, 618), 1482 bie merch {wo. «Amt. Q(. t1^), m^b. bie merhe, 
mmche, meroh, mArch (Xiecler/SbaJ m, 400, 48), abb. bie m^rihft b.i.merrihhA (?), 
merichA» merhA, marhe, meiia, toel^e« bur^ Santang(ei<l(ung (i ttegeu be< ab« 
leitenben, an6 nrfprttnglid^em i enttoideltfn j, unb hh an« 1^') an« marilga (?), 
merilga (?), nr{))rüngti4 marahia [? b. i. mar-ah-i-a (?)] entßanben \9, alfo 
mit meibli^er (Snbnng abgeleitet Don a(b. ba6 marach (lex akmann. 69) b. i. 
marah (?), march, m^b. ba9 maroh (mit oh jtatt h), fe^Ierbaft (aber ttbli^) 
maro, s !pftrb, got(. marh (?). !3)iefe< aber flimmt ber Sautberfd^iebnng gemSfi 
mit bem aUfeltif^n marka « Ißferb (Pausaniaa X, 19, 4), irif4 maro, melfii^ 
ber maroh. 2)a6 @<!^tt)inben be6 h hinter bem r aber )eigt fi4 bereit« in angel- 
fS4f- ^er mear neben mearh, mearg, attnorb. ber marr, miitetb. n. im 18. 3a^r(. 
am 9{ieberrbein ba« mar, ss !ßferb unb ebenfo in ber nnferm fDl^xt tau 
n)re(l^enben toetbUfen angelfSd^f. gorm bie myre (mit j für e, ben Umlaut bed a), 
engl, mare, altnorb. (in ber 2>ecIination abmeid^enb) bie meri, nieberb. bie mftre, 
mittel« n. altnieberb. mere (^2. jun. 272) , = @tnte, a^tter))ferb. ^iernad^ i^ 
eben bei nnferer nbb. gorm aflSbre (Sinflug be« 92ieberbeutfd^en erfennbar, nnb 
Sntber f^Spfte fein bie 9Rere (@ir. 83, 6) au9 bem SRittelbentf^en. 

mo^ren = mifd^enb rühren. SBetterauifd^ tc: einmäl^rcn =Sadf* 
me^( mit ©auerteig mtfci^en jur ®&^rung, um JBrctteig gu bereiten, 
^ft rt^tig, aber nnttblid^, mSren, mit fi für e (f. 9 unb d), benn ba8 SBort 
i^ bag m(b. n. mittelb. möm [aber bie metterautfd^e 9n6f))ra4e mtm fe^t ein 
mbb. mem mit e, ni4t 8 boran«] = gn fLbtnt effen, bann eintunlenb mtf((en 
{AUväter, f. Ley$eri Fredigten &. 168), mifd^enb umrühren. 1466 immeren = 
einbrüden {Diefenbaeh noT. glosBar, 219*); bilMidJ im lib. ord. rer, t>on 1429 
91. 23d einmeren = [tat.] inc^ndere b. i. etma« einrflbren, onfHften, )u anfange 
beg 16. 3abr(. einmeren as beabfi^tigen {I>iefenba4!h gloBsar. 808*). in-, ein- 
(icr SS mbb. in-. 

bte ÜRa^rte, ?I. — n : lafte @*ale. 3. «. bie «tetmä^rte. 

^% ri^tig, aber rntttbli^, Wt^ttt mit S für e; bennba« S3ort,ba9 2ubt»ig 
9te(rte, ®eber Uniberfalmtb^ (1784) SDtHbrbe n. 9Rebrte f^reibt, i^ ba8 mbb. 
bie mdrftte (Ley$eri Predigten 6. 168), im 12. 3abrb. bie mMU (gl sanbl 98^. 
Dwi. m, 266, 16), m^reda (OragriLf 846), m^rda (Sumerl 17, 27), = &ptx\t and 
pfiffigem mit Qrvtbrtxfen gemif^t, Sbenbmal^I, neben bem glei(!$beb. mbb. ber 
m«r6t (epeeukm eedeeics 6. 166, 468f.), m8rt (ebenba @. 86), im 12. Sal^r^. 
ber m8r6d, f^St-a^b. mSred (Mtker Ps. 80, 17), abb. ber mördd » ®emif4teg 
(Kero BS). 8on m^b. mSm mSl^ren (f. b.). 2)er «oc iheut, t>on 1482 l^at 



12 SRai — SRaÜ 

9!. Tl^ fotDOI ^merot als prot in wein** im <iebati(eil an Ut bdS mtfmm s= 
retnn Sein, aU an^ »m erat als prot in wasser". 
ber ÜÄai, — e«, ?!. — e^ Ibcffer (»eit urHjrÜnglid^ fd^toa^) — en, ^L 
— en : bcr 5tc Sßonat im 3a]^re; bcr «tfitcnmonat, btc «lütcnjclt 
®at)on ba« im|)erfonatc maien « SKai »erben. 3«f<*wmenf. : ber 
aßatbaum = bie(tmSI»ai frifd^ flrünenbe) »irfe utib »ud^e (f. 
anm.), bann bcr aW aWate(f. b.) flefeftte ®aum; bie SKaiblume, 
baö ^aij)Ib(f($en^ eine befannte im 9J2ai b(tt^enbe gßdc^enarttge 
©lume, convallftria-, ber 9Kaifäfcr, ein befannter im SKai 
fliegenber ASfer; bad SRailraut a= ber im 3Rai bltt^enbe unb 
befonberd buftenbe SBatbmeifter, a^p^rala odor&ta; ber SRafmonat 
ober aßatenmonb ($>b(t^ 14); ber ä^attranl ober ÜRaiioein 
= ©ein über frifc^em aWaifrant (fflalbmeifter) unb 3tt(fer bereitet 
unb fonad^ im Sßai getrunten. 

9Rai iji gefflrgt am ber 9Rate, nnb fd^ott 1482 May, mit ai im genaueren 
3urii(fge(en auf ben tat., na^ (9rimm ®efd^ ber beutf^. @))ra4e @. 76 ))on 
ber ®Stttn MAja (ergenommenen iRamen MAjob, au9 meld^em f^on im 9[(b. (bo4 
erfi im 11. Salftr^.} mit bem (od^beutfd^en 2)i))(t(ong ei ber meio {gl ion- 
hlanancB @. 77*), im 12. 3a(r(. ber meie {(fl herrad. 179^), m(b. ber meie 
(®en. dös meien), meige, fetten maie, maye, entlehnt morben mar, too^er bann 
meien, meigen, nnfer maien, » 9*2 ai »erben. 2)er meie aber »irb toon ben 
2)i(item al9 Wtomi be« grtttfUnge unb ber (o^en grenbe i>iel gefeiert. 2)er alte 
beutf^e 9}ame be^felben ift ber wunnimAndth, wonnemAndth, winnemftndth, 
b. i. SSetbemonat = Vertat in meinem ber $irt anf bie (frif^grUne) Seibe 
treibt (f. ©onnemonat). SWoibaumijl 1476 det>ifdj ber meyboem = »bueoken- 
boem^ i6u4enbaum {IfBidhonUta) ; äRaibtnme bei Sonicerue ^renterb. 217^ 
in unetgenttid^er b. (. mit bem @en. be« @ing. gebilbeter Snfammenfe^ung bie 
ilRel^enblume, aber bei Sutber )IBei«b- 3, 7 SD^tei^enblume « im äRai 
blfl^enbe 8(ume nnb 1482 mayenplmn s= 9{abe())fCan)e (voe. theui, Q(. t5*). 
aTtatfrant erft na^ 1880 auf aBp^mla odorftta übergetragen mtb SD^taitran! 
er^ in berfelben 3eit ent^anben, etmae Wttt n^, mie t» f^eint, 9)^ a im ein. 
bie aßaib; ?f. — en, nur nod^ bld^terifd^ für aßSbd^en, f. SKagb. 
ber aßate — n, ^t. — n : gtüner geftjloeifl, (geftedfter) geftbaum mit 
grünem büfcl^elförmiaem SBi^)fet; im gorfttoefen ein burd^ ben aüjä^r* 
ttd^en ©afttrieb entftanbener ^^^iflf^ög. 

8ei Stttber (8 mt>l 28, 40. $f. 118, 67. iRarc 11,8) ber (?) Steige [nur 
ber $(. 9)^ eigen finbet fl^j, f))fiter SD^eie, = grttner 8aum3meig in fe^Iid^cm 
64mu(f, 1716 bei Submig 6)). 1224 Me fRa^^t, bei Sog bie ü^aie, m(b. 
im 14. 3a(r(. auftand^enb ber maye = grttner ge^banm, -)meig, ifl ni^t« onberB 
aie bie SUere gorm nnfeved aRonat«namcn« ber SD'tai (f. b.), mbb. ber meie, in 
Knmenbung auf bie im ay{ai f^fd^ grttnenben Birfen, Su^en, ^a^peln, IBeiben 
u. bgl. Sgl. aRaibaum unter bem Sorte 9Rai. 
ber ÜRaler, oberbcutf^e ©d^reibung ftatt l^od^b. ÜÄeier (f. b.). 
ba« aWaiglbdtd^en, ber üKatfSfer tc, f. ber fUlal 
ber SKai« = ^^tjfc^tag, ^abtrieb, ungut ftatt SKaig (f. b.). 
ber 3Rai«, — e«, ol^ne $1. : t&xti\ä)t^ ftom, SBetfd^Iom (f. b^- 



Maif^e — äRaiora» 13 

Ins fraii|. bet mAli, hat n. \pmh bet mais, ^ mit bcr Vflctti)«, bie Columbn« 
Vüäi ^wmpa bva^te, fiberfom»etie9 americanifd^eS SBort ttn ^oSix, too H mAliif 
gelautet \ahta foÖ. 

bieSRatf^e, maffd^en, l^Suflg in ©d^rif ten i^otlommenbe oberbeutf d^e 
@d^Tei%itng für bie ^od^betttfd^e äReifd^e (f. b.)/ meifd^en. 

ber aßaig, — e«, $(. — e : $>o(}fd^(ag, ^abtrieb; abgetriebener $ta4 im 
SBSoIb. Oberbentfd^e ©ddreiBung; l^od^beutfd^ rid^tiger fBlti^. 3u^ 
fornmen^ ba« aJUtg», SReigl^olg, = «ufd^^ SReiÄl^otj. 

Ungut SRaie. 1460 ber ma^ {WeiHh. m, 698) b. i. in jhenger €^reibmig 
mei$ (Y)i 1831 Sflerrdd^. bet mai$$, 1330 mai;, » $oIiabtriel6 , f))St«m(b. ber 
mel^ as eingemeißelter 3i^<>t/ ^^^ SIter-obetb. matfien (f. Ttti^tl), noii^ 
Ua^. nudSen, = bauen (@d^niel(er, 2. Hugg. I, 1663), m^b. mei^eii, a(b. 
maifßa (^xJSiU t4 er mia^ ^ort. mei^an), got(. mäitan (9r8t. i^ er mäiniüt^ 
$art miitans), » f^netbenb bauen, abbauen, im fLlU n. SXittelbo^b- au^ f. )». a. 
ff^^neiben, ob», einf^netben, toeld^g rebu|)ncierenbe 8erbnm aug bem @ing. beg 
9r5t etueg nur no4 f)>St«m(b. erbaUenenSurjeltoerbumgmisen s einfd^netbenb 
abbauen (ÜTo^raorer Bandichr. 9^r. 179, 7), abb. ml^an (? $rSf. id^ misu? $r2it. 
i^ er mei;? mir mi^umds? $art mi^an?), got(. meitan (? $r&'t. i^ er mäit? 
mir mitnm? ^ort. mitauB?). 

ber Wlaltxanl, ber aßatioein, f. ber 9Rai 
t bie SKaieftat, ?L -en, in ber attrebebetont5Kajefl8t, = $o]^eit, 
f)errli^hit; Aönig«^, Saifertt>ttrbe. !Dat)on ba« Sbi. majeftatifd^. 
3nfammenf. : beräßajeftat^brief = bcm i^bd^ften ^errfd^er er^ 
t^etlter ®naben^ grei^eit^brief; bad aßajleftat^berbrifd^en. 

fRaitft^i, bei Sutber (6 mel 6, 24 sc) SDitaiefiet, mbb. u. mittelb. bie 
majestAt, f)»fit.«mbb. anft fcj^on majestst, au9 bem H>on (at. mijits s magnus 
groß abgeleiteten bie mig^tas (®en. majestAtis) ss (SrBge, Qobeit, bann ami^ 
Xnrebe an ben itaifer. 2)ie6 ). e., toenn $ora) (Epist. 2, 1, 258) ben itaifer 
Xngtt^ majtfatas tda onnbet. 9m 9^b. itberfette moxi ee bnr^ bag mit 
abb. bag n. ber makan, magan, s SRa^t sufammengefe^te bie magenohrafty 
mbb. bie magenkiaft, ae (o^e, erhabene SRad^t, unb an4 bnr^ bie mahtheit 
(DSad^t^it). 
t ber aRajIor, — e«, ?L -e : »efel^tt^aber eine« «otaiöon«, ber ju«- 
xAäfft ^b^ere Offi}ier über bem $)(ntptntann unb SRittmeifter. 

2)ie ntäf im gemSbnliii^en Seben fiMi<!(e Benennung ifl Oberfimdd^tmei^er, 

ttAen meI4er im 30i5brigen Jhriege bereitg ayiajor toorlommt, anfgenommen aug 

bem glei^beutenben ber major beg f^nif^en ^eermefeng. S)iefeg Ipon. ber 

major aber ift tat. ml^r » großer, [fnb^tibifii^ :] ber (SrSßere, ^i$bcte. 

tberSKajoran, — « (— e«), ^L — e, eine betennte ®etoürj^)flanje* 

3m' 14. So^rb« ber maioxin (voc op<. 9{r. 43, 183), fbliter aud^ mayoiAn, 
mayerdn, meyrdne, aug ber mittellat Benennung bie majoxina, mel^eg Umbttbung 
beg gr.«Iat %ameng ber $f[an)e ber u. bie amgraons, bag amUracum, gr. ber 
am4rako8 (äftdgcacoq) u. bag amirakon {dfidQaxov). 3m iRbb- (Bei HeÜfUng 
I, 406) toieQei^t im Gebauten an ber meie, meige, SD'^ai, i^ jleneg mitteHat 
mi^jofina nmgebifbet in ber meigramme, megbafS no^ ba^er. ber SRaigram. — 
3m gem9(n64en ^^bcn betont mau gerne äl^djoran. 



14 SDIoierftt — SRatcetie 

t ba« aRaiorat, —t§, ^L — e : ba« »otjua^red^t bet Älteften, bami 
ba« nur ouf ben toften beretMlcl^e ®ut in einer gamitie. 3"fÄW' 

menf. : ber 3ßaiordt«V<^^^* 

aytaiordt bereit« im 17. 3air(. an« bem glei^bebentenben mittellat. ber 
majorAtoB, tooit Ui mAJor « %t^tx, bann grBfiet ber (äkbnrt na^, SUer. 

t maiorenn, Slbji. : gtogi&^rig^ münbig. !Cabon bie aRajorennitat 
9ene« Hbj. an« bem glei^b^. mitteHat. major^nnu, toel^e« mit fCBIeitung )n- 
fammengef. ana kt mAjor a grS|er^ Sftec (f. SRaJorat), nnb ber Aodm 3atr, 
alfo gleid^fam mAjor umia » SUer an dorren, 
t bte WlaioxitatfSßl — ett : bie ©timmenmel^rl^eit, ba« SÜmmenmel^t* 
9tt« mitteHat. bie nugdritas (9en. migoritAÜB) » fibertoiegenbc (9rll|e, ben 
lat. mAjor « grbger (f. SRaior, ^aierat). 
t bie aRaju^fel, ^t. -n : groger «uc^flab. »gL ÜHittu«fet. 

9n8 mittedat. majüsoola (nSrnli^ bie liter» » Bn^flab), bem gern* be« Tat 
9(bi. maJdBoaliiB « etma« ffc^tt, bem 2)tm. bon mAjor i— gr^fier. 
ber aßdtet, — «, ?I. »ie ©ing* : t>erunretitigcnber fS^d, unfd^ön 
SRad^^enbed. S)at)cn : miltliä^t, tndledg, s= 3RaIe( l^abettb; 
maletn = frieden, f^e^ler auffuci^enb tabetn, bann Keittßd^ tabeln, 
toobott blc üKalelet unb ber SBaflcr. 3«f<^^w^^f* ' mdletio«. 

SDtafel f($on auftaui^enb bei M-auenlob 6. 44, 26, 18, loo ber makel k)on 
fCbam« ©ünbenfatte. (Snttebnt oua kt. bie mdcnla = gled, gleden, 6(^anbfle(f . 
lOgt. an($ ba« a)^a( 2. 93ei %iebn^r nad^ bem (Sefi^Ie^t im Sat, aber nnge- 
»tfbnli^: bie a^afel. 2)aa «bi. maleti^t 1691 bei @tie(er ep. 1217. 
2)aa IBerbnm mSfeln finbet ^6i avA nieberb. mAkeln in« ^o^b. onfgenommen 
er^ 1769 bei Berber !rit. SSlb. H, 12 unb itoar mit 9(cc. ^.ein S^enf^ • • . 
nrtbeile nnb ri^te, nnb mSctte Sbrter'^; ebenfo Wl^Utx au« bem bon mAkeln 
.abgeleiteten nieberb. ber mttkler » 2:abe(gem, unb SKSIelei an« nieberb. bie 
mäkelte :== !£abelfu4t. 

ma fein SB (für ©etoirtn) ben Unter^änbler ntad^en, aU Unter]^nb(er 
t^Stig fein. !Dabcn : bie SRütelet ; ber a»aller mit ber 3nfammen^ 
fe^ung ber aRatlerlo^n. 

3n ber Qetteran maleln, WtaUtx. 1676 bei itramer tentf^-ital. iBortb. 
768* ber Stadler u. ISKSdler. 9n« bem tHeberbentf^en, »o m&keln, bie 
mdkelge (nnfer iRStelei) n. ber makeler (nnfer SRÜfler, 1596 SReleler), 
nennieberl makelen u. ber mAkelaar (nnfer SRStUr), 1476 deDifd^ ber m^eler 
(= „ondercoeper*" Unterffiufer). SSo^er ba« 8erbnm im 9eieberb. n. 9tieberl.? 

t bie aRa trete, $(« — n : ilrt eine« geringe freffenben StouBfifd^«. 
aR^b. im 14. 3abrb. ber macrdl {voe. opL 9lr. 40, 89), mitUlb. gegen 1600 
bie maortte {Weirth. U, 62), aufgenommen an« ntebert ber makreel, koel^el 
an« ber mittellat. Benennung ber macardUuB, maordUiu, ma^nei^iu, fran|. ber 
maquereau. 3ene« macar^uB }c. aber i^ bnntle« Urfprunge« nnb n\d^t, mie 
man früher annabm, abgeleitet bon lat. bie m^nla « ^gled^ in ^infl^t auf bte 
SlUdenftreifen be« %i\^t9, mona^ Jene« fran^. maquerean ^tt maolereau ^nbc 

bie äßatrone, % — n : 9rt 3udergebadeneA an« Slßanbelteig. 

1709 ber 9(nro( aRadar onen (OMfotti 1876*). 90« eingebfirgert fiMi# mit (, 
bo4 mttrbe beffer, mei( ba« SBort nnbentftl^ ^etenmig behalten (at, jDtacrone 



SRal 15 

nuearöne « gcroQte 9{ate( (f. SRacartfni). 

bo« aßat, —t9, $L — e utib (ttbUd^er) iD2a(er : Stlennttng^jei^eti, 
^kU, (Sxeniitiäftn; Qtitpmct, in toeld^er «eb. bad Sotrt nur M 
«ma( in 3ttfantmenfe6uneen unb ^^f^^^^nf^i^^ungen bortommt, 

}. 9- ciu», )»ei^ breitnal tc, dUe^ einige-, fettig titlmal, mdnH* 
mal, au4 inan(S ItcBe9ntal bufammengef^obcit an< mand^ liebe« aRa(]Kv 
beibemaU bad', biefe9«, biegwal, i^be«mal, mit einemmaf, mit 
einmal (= ))IS6li4)^ ^^^ ^rftemat, )tteitema( 2C.; ein dnbermal, )nm 
britten«, fiebentenmal tc, inm lefttenmal {i »= S) ober U^tenmale. 
2)iefe0 gS^Ienbe -mal getrennt )u (^reiben, ttie Slbelnng ttoQte, ). fö, ein, 
)iDei 2C. 9)i{al, einige 3Ra(, biefe« ^a\, ba« ^rfle SJlal 2C. (ommt un« 
gegenmSrtig altfrSnfif^ ^ot. Sil^b. n. abb. bat mAl s auegesei^neter !ßunct bem 
Orte wie ber Seit na^ 3"*««/ 3«*t<>«nct, «bf^nitt (Heil) nnb Seifet bet 
3eit, im SD^bb. an^ f- «)• a- ^^imnd, 3{et)9nnct, (Srensgei^en, befHmmte (Sffen«« 
seit (f. 9RabI 2), Sltabtgeit, ®aftmabt; fiotb. bat mdl = 3eit^unct, 3eittbeil, 
Seit, im Vtnral pd m«k s Sn^flaben geilen [gleid^fam a(« Srttid^er ^nnct], 
^rift. (Entf)>roffen bem Vliiral be« V^St. be« gotb« Q3nr)elterbnm« milan (f. 
mablen l) nnb fo nrf{)TttnfiIi4 Xinid^tn ($nnct), bann, toa9 ben begriff be« 
3eittbei(e9 anlangt, nnferm grembmort bie Sl^innte (pars mindta) t)on lat. 
mintiere, ss ,yin Keine Z^tiit verlegen" toevglei^bar (f. (9rimm (9vamm. n,64). 
Übrigens erf^eint na4 S^^^^^^^ni nnb mit biefett infammengefflgt «mal ober, 
eine nnorganif^e SSerbinbmig bilbenb, ber nun veraltete, f^on im HUbo^b. ab« 
t>erbialif4 gebraud^te j^ati«) bet tßlural« «malen, mbb. mUen, abb. mAlum, er^ 
im 15. 3abrb-, ans mel(bem ber voc. theut t>ou 1482 acht-, aohthondert-, 
dreynig-, dreyhondert-, fanjGfhandert-, hundert-, aeolis-, sechtzehen-, sibentzig-, 
sehen mal nnb ftinf-, fonfffczig, neunhundert-, sweintzig-,srvrelff malen, dxey-, 
Tier-,Tiertzehenmaln entbSlt. 2)te[e nneigentU^en Sufammenfe^nngen mit «mal 
nnb «m al en aber lagen nabe, ba im SRittelb. |. Q. zdm andern m&le, zSm sibenden 
raUe, im Sltboii^b. zeinemo mftle einmal, bei N&tker zS andermo mAle, zS drin 
mtten Smal, einzdn mftlen » lebetfmal (BoethiuB @. 211, 210), manigdn 
mtfea s immer, tooranSgiengen, in melden Serbinbungen unb Sbnli^en man SRal 
lett vaäf lieber mit bem t>orbergebenben SAMtoorte, mie torbin gezeigt, gnfam« 
Maif<|fetbt, ). 8. sum erflen«, anbern«, brittenmal tc, bei Sntber nod^ 
)nm anbetn mal, jum britten mal, »ie er and( ein mal, itnei^ mal, 
brev mal, )»ter mal k., tanfent mal f^reibt, iebo^ mand|mal. 

b(tf SRal, — e«, ^t. — c u. aKater : glccfen, üernnftaltenbc ©teöe. 

1469 bat mAl ss „fl^ck, [lat.] menda*< (voe. ex quo\ mbb. (feiten) baS mü, abb. 
ba« mily motoon }. 9. mU! in abb. bie anamAU, nbb. ba« anmAl, n^b. (obne Umlaut) 
ba« Xsmal, bnr^ Sautanglei^nng f(bweis. Slmmal, = 9<arbe, gledfen, SD^tutter« 
«Ol, i^ ein« mit bem Dorbergebenben ba« Sltal » Seitben, ma« andb bnrdb bie 
XebeB«ait „ber i^ geieicj^net'' » „^at ein SXal" an 8e|iatignng |n geminnen 
f^eint 2)icfe« SRal aber i|i toerbrfingenb eingetreten für ba« baoon in feinem 
nrf^nmgc t»«llig Mrf^iebene nur no4 mnnbartli^c ba« SDtail, ritbtiger bo^b. 
SReil, mbb. «. abb. ba« meil, «s gleden, Tttd, befonber« fBnnbmal, fUtli^e 93e- 
fkdnng, ettnbe, gotb- ba« mail [ob m9 Slterem mahü (?)], » »nn^el (<St>bef • 5^ 27), 
eig-^edct^ angeifS^f. ba« mU = SRuttermal, kooneben gleid^bebentenb baferifd^ 
bie Statte, »bb. bie meile, abb. (bei WilUram) bie meiU, mel^e«/ »enn gotb* 
•i, obb. ei bur4 ®4ttinben eine« h gmif^en a ober e nnb i entlauben i^, ber 



14 



SRoiorat 



t ba« fOtaioxit, — e«, ^I. — e 

ba« nur auf bcn tlteften ucrer 

menf. : ber ÜRaiotat^V«^^- 
Wtüiüxdi bereit« im 17. ? 
majorfttoB, toll (dt mAJor « gr 

t uiaiorenn, abj. : gtoßiätM 
3ene« Hbj. au« bem glei^^cr 
fammengef. au« (at. mAJor == r 
alfo gtei^fam mftjor annis = 

t bic SKajoritat, ?I. -c. 

fUt« mitteHat. bie majori* 
(at. mAjor « größer (f. a!^. 
t bie aKaiü«fcI, $(. - 

Xu« uittteSat. majdscu 
%bi. majÜBOiilüs =s etma^ 

ber awdfel, -«, ?(. 
aßad^^enbe^. !Cat)cn . 
mafetn = gteden, 
tt>ot)on bie SR al et ei 
SDi^afet f($on aufta. 
9(bam« @finbenfalle. 
Sgl. auif ba« mal j 
kQSbnli^: bie 9^2 af 
2)a« SSerbum mSfe: 
er^ 1769 bei ^erb 
urtbeile unb ritzte, i: 
. abgeleiteten nieberb. 
mäkelge = Sabc 

mafeln as (für < 
tmi fein. !Ca 
fcftung ber 3Jli 
Sto ber ©ettc 
768* ber SWodi 
mdkelge (unfer 
neuuieberl mak 



(= 



nUkUtiii.'. 



+ kj* CII>Al 



^«it 



J \ 




mdftati — Vtati 17 

WittülL [b. i. eäftnüfiatt^, 9tt{l99(are«] toen bem ftot(. 
^U'. mahlen 1 u. 9Re(iii). 
iget aßa^Iftatt, f« bod Sßa^I 1. Sin anbetet 
lUtt = ätetftatt, 3tel, f. bad SKal 1, j. «. „^m 
iftatt beiner fififfe" (öürger 63»»). 
.md ift malBtat s= m«!, syl, sylnuid, ende, [lat.] mdtft im 
j 81. tö*. 

ii^tiger ÜRd^Ift&tte, f. bad aßa^I 1. 
. , ^I. tele ©ing., ein im ©rofeHferaogt^um Reffen 2C. 
l ©imtner ^ttenbe^ 2:ro(Ienma§, an (Stroiäft gegen 
]3funb. 3uf<^^^^nf* • ber SR alter fad ^ ein ein 
faffenber ©Qdf. 

.alte« bcutf4e0 Sm^tmag, ba9 gtSfle ®etteibeinag, beb. eiflentli^ 
i(8 ein Wlann eine @ttege ^inanf tragen lann (t>gt. bie 6te0e aus 
mg )>on 1441 Bei gtif^ I, 637*) }nni iD^a^Ien ober au^ bie 
^^^^ ■ m^l^aft onf Einmal mahlen Wßt (ögt. ©^weiter II, 671); alfe 
ST ^ 'ter, mftlder, a^b- ba0 maltar (?), nudter, altfS^f. ba8 maldar, 
3? *^ -•»rjmig au« -at), altfS^f. -d, nnb -ar bon motten (f. b.), a^b. 
H- reitet. Übrigen« Bejetd^nete m^b. malter, mitteinteberb. malder, aud^ 

^r a 32 ober 64 (Orimm9te4t«a(tertt 767) nnb ie^t b^ft basaRalter 

b|^. vf- ^9 ^efd^eib 1). 2>er SD^alterfacf i^ nt^b. ber maltersac. 
^^' Mier {4rrfbig) = »pßci^er fäßer SSJein toon ber ®tabt Nä- 
■ — -xalvisia auf ber ^atbinfel SRorea. 

« r vtimbe be« Qol!« SD^albafier (3{i(Big, ic s 1), unb nod( ). 8. in ber 
.■^. 2& l»on tSfUid^et fJüge : bo« i|l, f^metft toie MalmeBSr. &R^b. mal- 
tofupt ZeUsohr. VI, 417, 4), im 16. Sa^t^. wä^ Bereit« mabnader, im 
tt^. ncBenBet malmasy. 

oe, $L — n, eine Ibetonnte fi^'dn blttl^enbe ^flanje. - 
I 18. 3a^(' an« ber tat. Senennnng bie m^Uya, mel^e, neben gr.«Iat. bie 
'le, an« gr. bie maUchd {fmXdxfi) bon maUUuiein (ßaXdaauv) » ^enoei« 
loegen ber enoeid^enben jtraft be« tränte« unb ber SBur^el auf ®efd(mflren 
• 2)er SBetteroner nennt bie (9artenmalt>e, inbem er ^ü^ ba« gremb« 
SRalbe bmnl^ Xntebnnng berbentfd^t, bie SD^anlrofe. 
!alj, — e«, $L — e : jum ©icrbrauen, ®ranttt>einBrennen, Sfpg* 
.«in, burd^ (Srn>eid^en }ubereitete« ®etreibe. !X>abon : ntd()en, 
4!«i bann ber 3)2 S( jer = bad iD2a(}gef(^&ft beforgenber 93raufne<]^t 
tif. : bie SRdljbarre ober »bbrre. 

ba, an i^m tc. tfl $o)»fen nnb WtaXi berloren = alle 
bat ettoa« boran« ttirb, bergeBtid^. SRat), mbb. u. abb. ba« mals, a(t- 
^t. oltnetb. ba« malt, ange(fSd(f. ba« mealt, entf^rog bem @ing. be« $rSt. 
«sge(fS4f. SSurietoerBum« möltan ($rät. id^ er mealt, »ir mnlton, Ißart. 
lior) SB f(bme{)en (f. b.) b. b* »ei^b nia(!(en, aufCbfen, Meldte« ber Santiser' 
|nq| gem86 mit griedt. modeln iidkSsiv) » enoeid^en, fd^mclien mad^en, 
pL S)a« SerBnm malten i|l mbb. maken [ba« altfSd^f. meltian würbe nen« 

amSI)en fein, toie au(b »irtlid^ ba^erifi!^ u. &Iter-nbb. melzen «orfommt, 
joeha = enoeid^en, aupfen] nnb ber SRKUer m^b. ber m^lznre (?), 
^f aUf5d»[. ber miUtexi, 
iMa».06rtcc«it4. 4. «ii«[. S. «^. 2 




18 Vtama — tttott 

t We SWamd, ?I. (feiten) -en : 2Rtttter. «««brurf «einet fthtbet. 

Wüi ber Sufna^me fran}9flf4er 6itte ItMi^ getoorben, au« fran). bie ma 

f))an. nuima, toet^e« ba« (at. u. gr. bte mimma « ai^tttter in ber frfi^efleii 

6))ra4e Heiner itinber, iRutterbrufl, Bi^e. Sgl. SRamme, jaKcmm nnb Stemme. 

tberaRamedtd, gefttritüRamtud^ aud^ (ftrenger bem Xtafeif^en gem&§) 
aßametül (ulurj), äßamliil, — en, ^I. — en : ein »on d^riftlid^en 
&Uxn geborner, aber int mu^amebanifdften ®(auben eT}ogener Mi* 
toSd^ter (©ctaDe) be« »g^^)tifd^ett Sultan«; ®Ianbcn«abtrflnniger; 
©(j^anbbuBe, jEreutofer, ^eud^ter. 

@<!(|on im 16. 3a(r(. auf bem gtei(^6eb. xial ber mammaliiooo, toet^et an9 
atab. mamlük = @eIaiD, eig. 93e(errf((ter, bem $arttct4>inm be< V^fll^« bon malaka 
« befiten, be^errf^n. 

bie aRdntnte lommt im gemeinen Men k)or, n)enn t>on ber ÜRuttet 
in il^rem mütterlichen ^Bitten gef))ro(j^en n>irb. 

@(l»on bei Sticler (1691) ®p. 40. QlfSfllf«, f^toei). Übtt^upt f. ^. o. 
aiihttter. 9tt0 lat. bie mämma (f. äl^^ama). 

bie aRamme = geigttng, jefct üblid^ SWemme (f. b.). 

t ber iD^dmmon^ — «, o^ne $t. : Steid^tl^um an irbifd^em ®ut. 

Sei Sntl^er SRattb- 6, 24 unb Snc 16, 9. 11. 18 mtb na^ biefen eteSen 
üb(i4 geiDorben. 9n« 4albSifd^ mAmda (jlt^p) u- nuunmdn (]i)do), we((!^ au« 
(cbr. matmdn (jlDfipt}) = ®4at/ ttei^t^um, bOQ (ebr. tAman (p») « t>er» 
bergen, aufbekoa^ren. 3m (&oiW^m fic^t ber mammftna tta<l^ ber gried^ifd^en 
gorm ber mammdnAs (jjLa/ifiawäqy 

\>ca aRdmmut^, beffer, ober unttblid^ iWammut, — ed, $1. ~e : 
9itefM«^8anbt]^ier ber Sorn>eIt 3ttfammenf. : ber aRdmmiiti^«^ 
tncd^en. 

fba tuff. mimont, mie ber Stoff c Subtoff jene« Silier im 3a(r 1696 luttft 
benamit ^at, mol t>on bem in einigen tartarif^en Stnnbarten gebrSu^Ii^en mamma 
SS (Srbe, mei( bie 3a!nten nnb Snngufen ba« XSfttt unter ber (Erbe toie bie Staul- 
miirfe toU^Ienb glaubten. 

t bie aWamf eil, ?I. — en : 3ungfer. 

;,«atte id^ ni((t Ste^t, aRamfeU?'' (Seffing I, 884); „B(a befehlen @ie, 
aRamfetl?'' («»eificXranerf^V, 164); ^9)1 amf eil Stielten'' (Gt^t^eXXV, 862). 
@. omi iHU^ ber Kenner &. 67 n. 69 fotoie e^iüer itab. n. S. l, 2. 2, 3. 
8, 6. 4, 6f. 3m 91 oft 9»amfe(U (Seffing I, 416. mtf^t tu a. O.). 3m 
18. 3a^r(., in mcld^em na^ frau). 6ttte e^renbe Se^ei^nung, gefflrgt an« franj. 
bte mademoiselle » 3ungfrau, eig. ^^mein (ma) grSntein (demoisaUe)." 2)ie 
neufran). (S^renbe}ei4nnng bie demoiaelle, altfran). damoiaiel, fefet ein mitteSot 
dominic^lla ül% 2)imtnutU) auf -o-ella Don (at. dömina =s Herrin (f. SDtab am e) 
Dorau^. 3n neuerer 3eit ifl a)tamfe(( ni^t me^r ebeU 

man (mit lurjem a)^ Monomen ber britten $erfon, burd^ n>eld^ oi^ne 
i8e)ug anf ein befdmmte« ©ubfect <m«gefagt »erben foQ, toa» jugleici^ 
Don mehreren ^erfonen gelten lann^ }. 9. man tan}t :c. 

(Sbenfo fle^t fd^on im SDt^b. [ml^b. u. mittelb. au4 mit Xrtilel ddr man, ein 
man, « man, felbfl bloge« man nnb barauf bejügUd^ee te im nS^^en ^a^e 
(Jaree5287 n. 6. 890)], im S^t, KttfS^fv XngelfSd^f- man, meldte« ba« C^nbfl. ber 



tttfttt — man^ 19 

mn, mifer Simons, ifl, beffcn nrtrni^er fbt^t^ ^mtn^^ M bem xotM^tn ®e- 
\^i emflegeH^e^ben (^ef^Ied^t« im gefeilten fKter'', (ter gntna! ba biefed 
6069. aii4 SD'tenf^ ttber^au^t au«brtt(ft, in Unbeftimmt^eit {14 betltert unb nt^t 
ne^c gtfttWt nntb, tot«i<äb ba8 IBort cbcnfotool dok Tratten gefagt merben fann. 
S9 9e(t fiberafl a(6 nir!ud^ @ingu(ar, aber gan) in bem @hme bee Hlteren 
ffnrott, ber i»on aRann im SR^b.^ X^b. u. KWd^f. ebenfaQ« man Tautet. 3m 
^t(. iff boS €jftb|l. muma nur mit ber Scmeinnng ni ^enominal gebrandet, 
ttbr^cn« fte^t, cienfo knie mifer man, baa fran|. on, a(tfran). om, met^ea bat 
oltfroni. hom » mtn^äf, b. i tot. hömo, i% föa« bte eÄreibmig bettifft, fo i^ 
man ein« ber menigeit IdSrter, »efd^c o(fne 8erbo|)))eIttng be8 Snalautea bte 
Mqe bea 8oeaIe« Betoa^ ^en (i»g(. ab, bar in Qarfug, bin, ob, nm, mit 2C.)^ 
mib e« koitb ^eute nod^ gerabe fo gefd^rieben, mie t>or tanfenb Sauren, mS^renb 
Sßann, mn bie Stiixit be« a an)U)eigen, bte im 92en^od(beutf4en tfbtid^ geniotbene 
9etbo|>)>efnnfi be< n erhielt, 
man (a far§) = nur. 3- ©• ^^^ if^ wan toenig jc, 

I, . . . ue Slle« loen ber 9<ttt|i il^r ging, — Unb i^r baa $eu man flog, alt 
iDic gemaupt^ ($• i>- ftteifi b. serbr. Stt. 7). iRnr im ^{ieberbeutf^en loolf^übad^. 
%ieberb. man, men, mittetmeberb. men, = nur, fonbern, aber, bSn. n. fd^toeb. 
meii aa fenbem, aber, flatt m^b. uron s= an^er, aufgenommen, [eine f^emeinung 
kf^rfinfmb] nnr, fonbem, aber, ebenfo ttie nmgetebrt im 9Ritte(bo4bentf4en wan, 
wen fiatt befl Pronomen« man, (lontlot) men man ))or{ommt. 3ene m^b. far^ 
tiCet waa aber ifl ftfir^nng be« an9 ber S3erneimtnga)>artilel ni, (abgef^mS^t) jA 
nob best in feinem Urfpmnge bnnlelen wan gufammengefe^ten m^b. niwan, n^wan, 
emeitert niawan, ninwen [tt)oran6 oberb. bei $e bei nummen], f)>St«abb. niwan, 
nfiwon, nrf)>riingli4 [mit ber bem (at. nee entf))red^enben a^b. gorm nih] nihwan 
{Doeeit Misoellaneen I, 37), aUfS^f. nSwan, n^ran, novan, = ni^tS alt, nur, 
osScr, loenn nfi!^t. 
nant!^, äRajc. tndttd^er, ^tm. mond^e, Steutr. mdnd^e^^ nur no(i^ 
attettl^fimltd^ mdnniger ({. manntg)^ mdnnige, utdnntged, 
prottouitnate« abj. : ber, bie, ba« eine unb anbere, befonber« »on Dielen. 
äRit gro|ent 9ln(aute ^anöftx, ^an6)t&, im $1. fOianä^t ju 
fd^xeiben, mmn bod SBort fubftantii^ifd^ b. ^. unabhängig gu aSgemeiner 
^jeifl^nttng fte^t, ift »o( ühüö^, aber im ®runbe unni^tl^ig« Sn\am^ 
menf. : mdnd^erlei, e^ebemmdnniger(ei, aneinanbergerlidte ®e^ 
münt bt9 ^(urate (f. *^Iei), t>0r ©«bftantiben, glei(!^))ie{ ob biefe im 
@hig. obe« ^ fit^n, iDie ein btegungMefe« Slbfectit) gefegt; mdnd^«' 
»a(, UTf)9¥üng(i(!^ mdnig^, mdnnigmal, im gemeinen Seben aud^ 
mdnd^edmal. ®. aud^ mannig mit mannigfad^, 

mannigfalt }c. 9ei Snt^er bereitt mani!^ na($ bem 9Rittetbentfd(en, mo 
tooniebm(t4 bun!^ (Sraf[u6 bee 92ieberbeutf4en [mittelnieberb. mannich neben mannig, 
aufrief, manich, monich, moneoh, manch] neben manie bie gorm manioh 
{Lamifne/U Alsz. 4484 k), manch (f. Ffeifers Jsrosehin 198. 808. LXVHf.), 
wä oh fhitt e, g entfd^eben bnrd^gebrungen tfl; f(|«n Cnr) nad} ilOO and^ im 
9e4b. maneeh (3.8. 06ne8i9 84, 12. 8g{. and^ mannigfalt). 9Rbb. maneo, 
manic iuä>, toxt ienet aumck gelör)t, mane, manig, menic, menig, menioh, 
a|b. manae, manag mb iu ber (Subuttg ))erfd(kufid^t manig, got^. manags (fSd(« 
Ii4 Bfflfi manag, nidtt minagata), oftf^d^. manag, maneg, » t>ie(, bann „Don 
iNdcn i^er" unb fo im SRttte(^od^bentfd(en fd^on ber heutige unbe^mte pveno» 

2* 



20 SKanbat — Otanbe 

tninale Oe^Ttff; ongelfS^f* mamg, monig, m&nig, engl, mtaiy, altnotb. margr. 
9li4t ab)u(etten Don ber man (unfertn a)>{ann, f. b.) in bem coHectben 8egriffe 
Seutc^ »dt bann im ®otl^if4en, ftlt^o^bentf^en tc ebenfo^ \o\t in bem »on man 
abgeteiteten got(. flbi.manniskB, abb. menniso, s= menf^tid^ (\.fffttn\ifji), nn )tt et« 
ttmtten ttSre, fonbevn bnnnet ^erfunft; aber ba« Sßort ^mmt tu feiner Unser« 
ttanbtMaft mit bem altfla». Xb). mnög*", rnff . mnogiy, ^oln. mnogi, U%m. mnohy, 
(erb. mit Übergang M n in 1 mlogi, s t>ieL 2)te oben bemertte fnb^anttDifd^e 
©tettung beg SBorte« flnbet fi^ f^on im 18. dabrb-, ). 8. manigeo (^n.) si 
in [t^n] YT&gdten (Gf^nem 34, 28), unb fe(b|i bie 9^nn o^ne 8tegunggenbung 
flebt fub9antit>if($, }. Q. manio [mand^er] irwarb dA ddn tdt (Xomprec^ Alexander 
4441), überbau))t aber »irb a^b. u. m^b. ber 9tom. @tng. toor feinem ®nbft, t>or 
bem er attribntito jiebt, ge»8bn(i<!^ obne bie ®ef4(e4tgenbung gefegt, |. 16. obb. 
manag man, mbb. mano man^ »ober nbb. no(i^ }. 8. ^Wian6^ ^offij^ran)'' 
(Bürger ®eb. 1778 @. 162) ßatt „manä^tx ^offd^ran)''. @tebt man(( im 9lom. 
©tng. o^ne 8iegunggenbung toor einem %hi., fo b<tt biefeg flarfe gorm, ). 8. 
man(^ ta|)frer $e(b, mand^ eble grau, man(!$ fd^iJneg ^inb, mbb. maneo 
wdrder man, manec clArin frouwe tc, aber an^ beim 9leutmm iuglei^ oft 
mit 9ng(affnng ber (Snbung be« fCbi-, i e. ^Wtan^ blutig Steffen »irb um 
ni^t« gefönten'' (e^ilter b. $icc. 2, 7). 9[mb in bem 9^om. be9 $(nra(g, »o 
mani!^ gebogen »irb, f^at regelred^t bag folgenbe 9b|. ^tfe gorm, }. 8. mand^e 
t a )) f r e $e(ben tc B.&timm ©ramm. lY, 566. 2)o4 baneben mitunter „m a u $ e 
to))fern gelben'', »ie ). 8. „»ie man(be @prSben f<$KeBen'' (SBieIanb3bri8 
4, 59). (Sbtnfo, freitiilt feiten, im iRom. ®ing. ). 8. ^^man^er d^rifltid^et 8auet 
. . ., mand^er freiet SRann'' (3ttjt Wl^tx ))atr. !ßb<^nt. I, 163 f.), ^mand^er 
Seifer" (®Bdtiug( ®eb. I, 158), ftait ber regelred^ten mau(ber d^ri^Ud^e 
Sauer sc, mand^er Seife, gerner, aber rid^tig, nur feiten unb unge»0bnlt(l^, 
ein mannet, 3.8. „(Ein mand^er faffe SDlut'' (Sl^aler SD>titI(er gau^); „dt 
bielt ein man^eg ®Iag big oben angefiittet^ (2)ro(Iinger e. 66). 2)ag Vb]. 
man($er(ei lautet im voc ex quo Don 1469 mancherley, mbb. maniger leie, 
manger leien (Jdinnes, IL, 154^, 3, 1). 2)ag 9(bD. mand^mal (bei Sutbet 
9Rarc 7, 8. $ebr. 1, 1) i^ Serbinbung ^rfer fäd^lid^er 9(ccufatit>e be« €>ingularg, 
»ie einmal, biegmal, ein anbermal; 1716 bei 8ub»ig 64). 1198 mannig 
mabi unb mannid^mabt 3m aRittelbod^bentfd^en »ttrbe eg manec mAI (outeu. 

t ba« ÜWanbdt, -e«, ?!. — e : «eiJoDraäd^tigtttig, obrigfciÄld^c »cr^ 
orbnung. ber SWanbatdr, — «, $L — e. 

ÜRanbat, bei SCIberug diotionAr. »I. U4* u. qql* manbat «= @ebot, 8e« 
febl/ ift aug bem toon (at. mandAre s auftragen, anbefeblen, befkeOen, lommenben 
lat. bag mandAtom s Auftrag, faiferlid^er 8efe^I, »ober ber mandatlrios a 
SeDoHmSd^tigter, »orang im 18. 3a(frb. äl'tanbatar, 1599 niebert mandataria. 

bie aRdnbe/ ^t. — tt : Äorb ol^ne ^etifcl. iDabon ba« !Dtm, : bad 
SDtdnb($en. ^n\ammtn\. : btxWlanbtnmaifzx. @. att<$ aßane. 
iD>lanbe, 1691 bei @tieler &)ß. I225f. ber SRanb unb ättaun, ifl nid^t 
bod(beutfd(, fonbern baft nieberb. bie mande, nennieberl. bie numde, mand, mittel« 
uieberL n. 1475 cleoifd^ bie mande, angelfSd^f. bie mand, mond, engl, maond. 
Wtii 9[ngleid(ung beg d au n, alfo nn aug nd auf bem Scfler»a(be bie Mann, in 
ber Setterau bie MAne, »egbalb (ba »etterau. A aud^ « mbb. n. abb. cm, nbb. 
au) bei aiberug diotionAr. 81. Qqi^ bie 3)1 au n [mit ber (Srfifituug ir^otb, ben 
bie »eiber Dff ben b<ut)>tem tragen'^] unb 81. F2* manne Ubie Ibrb obbet 
mannen bff ben bcn)>tem tragen^]; mit Übergang beg d In g um flad^en bie 



9Ranbet — ^an^t 21 

numge = gToBer i^orB )»on BefHmintem Wlait (äRfitfer u. Qett 160). Hu« 
bfoi bentf^en SBorte »arb an^ fron}, bie manne » St^xl. 2>a0 SRSnb^ett, 
mitterniebert mandekSn. 

bicaRdnbct, ^t. — n : 3a^I ijoii 15 (©bt^eXI, 220); Srud^t^aufen 
[öctt 15 ©arten] auf bcm gelbe («ii^ter 15, 5), 

«ei Snt^er ber Vtanhtl (Xst^ 8, 7), im ^lurat bie SRanbel (»i(«ter 
16, 6. ^of. 12, 12) irab nanbeln (3cf. 17, il); ie^t ge»9(nlt4 unterSnbert 
bei »onmfiieieiibem 3a((tDorte, ). 8. Dier SR anbei k. Cbenfokoot ba« 
»anbei, mb fo bei 3. «ott». 9RttUer eiegfv. d. S. I, 117 u. Mottet 
ma 2, 6. et^maltalbif^ (»ilmar 260); mittelb. ber numdel (?). 2)nnfler 
^crhinft. 

bie SKdnbel, ^t. -n, ftatt SKanget = ©lättrotte. ®. üWange. 
9a4 fLbeInnß in einigen begraben. 8ei 3* $• ^og im tentMen Slterfur 
». 3. 1784 9h:. 11 @. 184. 

bie aRdnbet, ^t. — n, eine befannte gru^t; bann nad^ ber Ä^nltc^feit 
bie $at«brufe. ^ufammenf. : ber SWdnbelbaum, ^b'erg (gutfer* 
^ntartiged «admert Don Sßanbeln), bad aßdnb eibrot, ber aßdm 
beltjfrn^ bie Wlinhtimil^, ber aßdnbeüeig ic 

SR anbei, n^b. bie mandel, a^b. bie Tn4n(1a1I, nennieberl. ber amandel, an6 
ttolbtemändoU, |yr«i>en)alif<l^ bie anumdola, »el^ee «az bem (jld^bebentenben 
Sr.*Iat bie Bmfgdähk, gr. bie amygdild (äfivyddkrj). SRanbelbanm i^ m^b. 
ber nuindelboiim, a^b. ber nuuidalpoiim; äRdnb eifern m^b. ber mandelkdme, 
mondelkSm; SDtanbelmil^ ni(b. bie mondelmilioh, mandelmiloh. 

bie aßdnbeltrS^e, bie blatte ftr&H coräcias gimda. 

2)er 92ame, »eil ber 8ogeI inr Smte)eit, »o bie SRanbeln (f. SRanbel 1) 

anf bem gelbe flehen, in @<iaren )n un6 lommt nnb fi^ gern anf biefe fe^t. 

2)a(er aml^ bie Senennnng 9arben!r&(e. 
mdnbeln = 1) intranfitib : SRanbeln b. ^. Raufen bon 15 ©arben 

(f. bie äßanbel 1) bUben ober geben; 2) tranfttib : in SRanbeln 

feten, nafj^ SRanbeln jfil^Ien. 
mdnbeln, naSf abclung in einigen ©egenben ftatt mangeln = 

mangen, mit ber ©lättroffe glätten. ®. bie ÜR anbei 2. 
t bie SRanboItne, ?L — n, Keine« lautenartige« JContoerfjeug mit 4 

unb me^r JWetaßfaiten. 

3m 18. 3o^r^., in meinem SRanboIine, SRanboIin, anfgenommen an9 

frani- bie mandoline, Den bem glei($beb. fran). bie mandole (neben filterem 

maadore), ital. bie mandölA, mel^ee mit m ffatt p , b nnb (Srmei^nng bea r )U 

1 «ae fron), bie pandore, itol. bie panddra, pandöra, nnb f^onifd^ fd^on bie bandöla; 

btefe aber ftnb an6 gr.''f))StIat bie pandtoi, gr. bie pandtoi (TeavSdga), Sgl. 

S)iei BMi I, 802. 
bie SRdne, tDetterouifd^ ftatt STOanbe (f. b.). !Cabon ba« S)im. ba« 

SR andren. S^f^tt^w^^^f- • ^^ SKdnenmad^er = ftorbfled^ter. 
bie aßdnge, ^t. -n : ©lättroDe für ffiäf^e. ^näf bie SKangel. 
Urfl^rihiglid^ : groge, mit Steinen bef^merte Sal^e, in ben gabrifen felb^ ton 

Vfetben gebogen unb bo))))eIt auf einanber ge^enb, )nm $IStten, <9(Stten nnb 

OIKnicnbma^en ber Xfi^er (bgl. Bichey I60f.). SR^b. bie monge, f))St gelttrit 



22 Wtan^ti — SD^ongoIb 

mang, aUx im 12. 3a(r(. ber mango {^l tretfir. 16, 25), mange (gl herrad. 
182^}, s= SD'^afd^ine jum ©(((eubern toon Steinen im Stutzt, au9 wtttellat bte 
minga, mingo, etgentltd^ unb Ül6(id^ bte mingana, nrfprllngtt^ gr.«mttte&at bat 
mänganum, ber mänganus, = SBurfmaf^ine im Kriege, xotläit m9 glet^* 
langen bo<)^)elten ©'dljern Beflanb (f. Fertz monumenta ü, 785, 363— 865), bie 
na4 ber urf^rUng(i($ grie^. )6enennung baS mägganon (fidyyavov) Stellen ober 
SBa(}en toaren (togt. Benr, StSphanm thesaurus gr»o» lingun, Paris 1842, V, 
482 f.). 2)em 9Ube btefe« j^neg«»erf}euge9 enfff^re^enb ma^te man bann ba« 
frieblt^e SBerf^eug jum ®Ifitten, unb fo finbet {14 Bereite in bem britten !6ierte( 
be< 15. Oa^r^. )u 9{ürnberg Jene« mang in ber Qeb. (StSttmafd^ine, «rode, «tDalge 
für Sebertoaaren (^TltcAer Baumeiaterb. 78, 22. 325, 22. 25). 9}eben 9Range 
Btibete {14 bur^ Übergang be8 n in 1 ou< ital. ber mängano = €$4tenber vu 
<9(Stttt>a(ie ober «))reffe, b. i. jenem gr.'mttte1Iat. m^ganum, unfere erfl Slter« 
n(fb. gorm bie äRangel, nieberb. bte mingele (@4a>nBa4 IBO*), neuniebert 
ber mangel, mit nb flatt ng (f. 2)) 1716 Bei Subttig 6)>. 1205 neben mange t 
bie m anbei, foioie au< bem k)on bem ©nbfl. abgeleiteten ita(. manganlure » 
f^teubem u. mit ber ©Ifittwalje gIStten, b. l mitteSat. manganAre s= mit ber 
SBurfmaf^ine f^teubern, un(er mangeln, nieberb. mangeln, neuniebert mangelen, 
1716 bei Subttig a. a. 0. (neben mangetn) manbeln, = mit ber ©YStttDatge 
gIStten. 3m SÜ^o^bentf^en mürbe man bie mingala ober mlbgalA, trab für 
mongein mingaldn gefogt ^oben. Unfer man gen enbli^ ifl bag Don Jenem 
f^Kt*a^b. mango abgeleiteten «^. mangen in frU^-m^. «rmangen » i»bur4 
@4teubem mit bem SBurfgefd^^j 6e}mingen'^, aber mangen für fl4 fletienb beb. 
f4>ttt'm(^b. f. t). a. ))reffenb glHtten, gIStten, unb fic^t fo bilblt^ in bem Ginne Don 
^audglei^en'^ bei Wolkemtem (f 1445) 9^r. 113, 2, 4. 
ber aÄdngct, — «, $t. aßangel. aSon mdngetn =« nid^t ba fein 
ober i^aben, fo bag UnDoUtommeni^ett entfielt. 3ufammenf. mit 
aRangel : mdn^elHft mit bie andngel^aftigleit. 

ai^angel, m^b. B^nfig ber mangel neben bem feltenen m(b. bie mang., 1402 
ber mang, tt)eI4e€ andi » (Sebre^en. 2)ag Serbnm mongein, melfte« on^, 
miemol unge»*d(n(t4, mit bem ®en. gefügt mtrb [}. 8. „SReine Sam4>e »angelt 
ÖI9'' (®'6iit XLH, 226)], lautet im SR^b. mangelen, mangeln, im fl^b. 
[feiten] nUUikoldn (in gimankoldn (Otfried^, 11, 86 in ber greifUiger l^f.), min- 
goldn (bur4 Santanglei^nng flatt mangaldn), fe^It übrigen« ben anbem alten ger« 
monif^en ©prägen. 3m 11. 3a(r^. ein einfo^ere« mangdn (Mmff<»rto in ben 
gnnbgr. n, 5, 40) =» ermangeln, entbehren, unb ein imperfonole«, unferm mir 
mangelt, ed mangelt mir glei^ffe^enbed mir mengit (!ßrSt. mir mangU) 
finbet fi^ Bei Noiker (f 1022). 2)un!Ier HBflammnng. 2>a«9[bi. mangelhaft 
1497 mangelhaft (WeigOi. H, 569). 

bte SKdngcI = (Slättroae für ©afc^e, f. üKange. 

ba« aWangfutter = gutter ou« uitteteinanber gemengtem (Setretbe. 

ba« aÄaitglorn = gemengte« Oetreibe. 

Bufammengef. mitber äRang (@tieler @)). 1268), au^ oltengl. mang, mong 

(Sir€Um€mn 385), = Sl^ifd^ung, unb ST^angfutter Bereite Bei @tieler o. a. D. 

SRit SDlonglorn ftimmt engl, mangcom; 1457 t^üringif^ [mittelb.] bog ge- 

mangkorn {Weiith. in, 623. SR^b. bog gemano =s (S^emenge), ba9 mangel- 

kom = SWenglom {WeUih. I, 677). ögt. mengen. 

ber ÜRdngoIb (d furj)^ — e«, ^l. — c, ein ^panjenname, 



iiMtti# — SKtim 23 

tefüibcr« bte 9fkmie bte, ynlgiriB Bei Lkmi, taut benn eben bon tiefet fflanse 
f((oi i 3. 1483 mangolt («oe. «Am«. IBI. t5'>) ^e^t, im 14. 3a(T(. ber mangolt 
(MBgmiberg), in bev nrfptfittglt^eren S^nn manegolt (J^v^menle 8S^ 89). 2)er 
Wome tfl ber a^b. 8)tann«name Ifanm-, Mani-, Manegold unb fd^eint 9tya% auf 
ben in ber altnocbifd^en Witttlü^xt »orfommenben 9{auicn ber al6 (gefangenen bet 
ftBni|$e Frddi Oolb ma^Ienben Stiefenjungfran Menja gn ^Ben (tgl. ®rinim 
SRi^t^I. 1160), »eld^ fi^ an0 altnorb. ba9 men = doIb^aManb, mad a^b. ba« 
menni, erfiSrt 

manid^ (a Inr})/ Beffet [U)ei( ftreng l^od^beutfjd^] man ig, aber äbli^er 

mann ig (f. b.). 
tberSKantdJaer, — «, ?L toie Sing. : ©d^ufbforbercr. 

@tubentenan<bm(!. fLn9 lat Manichnas = 9[n^Snger be< SRane« ober 
SRani, xotläftt in Ißerfien eine Beibnif^'^ttfllt^e ©ecte (Hftete unb 276 gctSbtet 
tDnTb^ 2)te ManicluBi, ml^b. (entle(nt) Manachdi, maren nod^ im 9RitteIaIter a(« 
fietjer betragt nnb ben Reiben unb 3nben glei^gea^tet (9g(. BerthM 402, 15). 
bieSKanie (2ftIbiB\ ?t. —n (Splbifl) : ffiut, unbejtoinflbare ©ud^t 
iDonad^, 

9m 18. 3a|r^. an« gr.*!at. bte mänk, gr. bie mania (jiavla) « Staferei, Snt, 
Oier tc, i»on gr. mainesthai (fialvso^ai) = rafen, Witten, 
t We SWanler (Zpibifl), ^L — en : «e^anbtunfl«*, ^anhlmt^^, 8c* 
bentort; au^bruct^todfe ttad^ (SigentpmUd^Ieit. !Dat>i}ti : manie^ 
riert=ge*^ t>erlünfteft. 3*t|Ä"*w*«'^f* ' manierlid^ — »olgeftttet; 
ftl^iäf, koomit jttfommengef. bie aßanfertid^teit 

SRanier, fd^on in mBb. [18. Salftr^.] bie maaiere ^ Seife [fo 2HfMn 116, 
14 S)ann im 14. Sa^rB. «nAoh aller ddr wtse nnd maniere* (jtloffer' 
SltenBerger ^f. 81. K8>*)], mittelb. bie numixe, nieberrBcin. tu anfange be# 18. 
SaBrB- bie ma&eir {KarhMkut 91 588, 8, wo no4 ber SRnnbart ei, b. i. fii, 
= mBb. ie), ifl aufgenommen an« frang. bie mani^re, ita(. bie mani^ra, » 9rt 
nnb Seife, eig. ^nbBaBung, 8eneBmen, bon bem bon (at. bie miaroB » ^nb 
aBgeIctteten mitteflat Vbl manAriiü (flatt lat mamiAriafl) ae BanbIi(B- G. 2>ie) 
f9tB4 I, 868. 2)a« »){. (u. Vbb.) manier(i4 ». bie aRanierli^Ieit flttben 
M er|l 1678 Bei itramer tentfd^-itol. SortB. 761». 
t ba« SKanifeft, — e6, Sßl — e : ©taat^erfiarung ic. 

dig. : Bffentli^e (StflSrnng. Qereitt im 17. SoBrB. an6 mitteCat. ba6 mani- 
festum, wc(M ba« 9lentrnm be6 lat., mit bie m^us = ^anb iufammengefe^ten 
Ibi. manif^BtoB, -a, -nm » Banbgreifti^, fi^tBor, offenbar, fuBflantibif^ ge- 
nonmen i^ 
mdnig (a btr)), fiblid^er tnannig (f. b.). 

ber 3Rann, — e«, ?I. SKanner unb bei ää^Iimg bon ftriegern, anif 
«rbeitem k. aRann [j.«. btei 3Rann, toiebieiaRanit?] : 3Bftif<^ 
(f. iebermann, iemanb, niemanb); ^rfon be« bttt(!^ 5Ratur«» 
toie geiftige Shraft erften ®cf(!^Ieci^te« in gefegtem (teiferent) «tter; 
«er^dratl&eter; ?erfon jene« ©efd^ted^te« in übertoiegenber 3l<dax^, 
gelfrtgen, fittfid^en «raft; [mit bem fd^toad^en ^I. bie aWdnnen] »a^ 
fafl^ ge^ndpfltd^tiger« @« aud^ man u. aßenfd^. 

e^on Bei SutBer im fimai aRenner nnb Bei BS^Imigen bon Megem ober 



14 SDIaietat — SRatcene 

f \>a9 Wta\cxat, —t», $(. — e : ba^ Sorjugmd^t ber ttteftett, bann 
ba« nur ouf bcn ^teften betetBIld^e ®ut in einer gamttie. 3ttfam* 
menf. : ber 3ßajordt«l^err. 

ai^aiortft bereits im 17. Sal^r^. an« bem glei^bebentcnben mittellat ber 
mi^rAtaB, ton tat mAjor » grVter^ bann grBBer ber <9kbnrt nad^, HTter. 

t maiorenn, Vt>\.: gropi^rtg^ mänbig. !Dabcnbie aRajorennitat. 
3ene« 9(bj. and bem gteiii^beb. mitteHat. major^nniB, toel^e« mit fCMeitttttg )n- 
fammengef. an« fat. mAjor » grBger, Slter (f. SD^ajiorat), unb ber itaam 3atr, 
alfo glei^fam mAjor annis = Slter an Sauren. 
t bie ÜKojioritat, $1. — en : bie ©timmenmel^r^eit, ba^ ®ämmennie^r. 
9u« mitteHat bie majdritas (den. majoritAüB) » fibenoiegenbe ®rll|e, ben 
lat. m^or s gröger (f. aRaJor, ä)^ajorat). 
t bie aRajüdfel, $(. -n : groger «ud^ftab. SgL aRinudtet. 

ane mittedat. maJABooIa (nSmli^ bie litera » Su^^ab), bem %tm. bei (ot. 

%\i\, majdfloohifl » etmaS grSger, bem 2>im. toon mAjor i— grSger. 

ber 3Rdte(, — «, ?I. »ie ®infl. : üerunreinlßenber gledt, unfd^bn 

Sßad^^enbed. !Cabon : mdleti^t, mdleltg, » üRatel i^abenb; 

mafetn = glecfen, geiler auf fud^cnb tabetn, bann Keintld^ tabeln, 

toobon bie äßatelet unb ber SDtafler. ^^f^^^^^f* * mdfedo^. 

SDtafet f4on anftatt(^enb bei Fraueiddb @. 44, 36, 18, tt>o ber makel ))on 

9bame ©finbenfatte. (Sntlebnt ou9 Ut. bie mdcnla = gtect, glecten, ^d^anbflfct. 

!Oflt. an($ ba< SDi{a( 2. 93ei 9{tebubr na($ bem (Sefd^Ie^t im Sat, aber unge- 

wbbnU^ : bie aXaf et. S)ag %bi. mafeti^t 1691 bei @tie(er e)>. 1217. 

2)ag )Berbum m Klein finbet fi4 an« nieberb. mäkeln in« ^o^b. aufgenommen 

erfl 1769 bei Berber Irit. SßSlb. U, 12 unb i»ar mit 9[cc. ^.ein S^enfd^ . . . 

nrt^eile unb riil^te, nnb mSdIe Sbrter'^; ebenfo äl'^Stler wa bem t)on mäkeln 

.abgeleiteten nieberb. ber mttkler =s 2:abe(gern, unb SK 8 feiet auO nieberb. bie 

mäkelige = 2:abelfu4t. 

maleln S8 (für ®en>inn) ben Unterl^änbler ntad^n, ate Unteri^nbler 
ti^ätig fein« S)abon : bie aRSf elei; ber äßaller mit ber ^ufomntem 
fefeung ber aRatferlo^. 

3n ber SBetteran mafetn, avtafler. 1678 bei jiramer tentf^ital. iBortb. 
768* beriaKadleru. ailSdIer. 9[n6 bem 9Heberbentf4en, mo mäkeln, bie 
rnftkelge (nnfer SRSfelei) n. ber mäkeler (nnfer SRSfler, 1696 SD^ef e(er), 
nennieberl. makelen u. ber makelau (nafer SKStler), 1476 deoifii ber m^eler 
(= ,,ondercoepeT*^ UnterfSufer). SSo^er ba« 8erbnm im 9Heberb. u. 9heber(.? 

t bie üKafrele, $1. — n : «rt eine« Jjeringe frcflfnben «onbfifcj^«* 
Wfb. im 14. 3abrb. ber macrdl («oo. opt. 92t. 40^ 89), mitUlb. gegen 1600 
bie maortte {Wmth. n, 62), aufgenommen ang nieberl. ber makreel, meliie« 
avA ber mitteSat. Benennung ber maoar^us, maordUaa, ma^aer^osj fron), ber 
maquereau. 3eneg macar^us }c. aber i^ bunfleO Ur{))rungeg nnb ni<^^ mie 
man früher annabm^ abgeleitet t>on lat. bie mAooIa « ^S(e(f in ^infl^t anf bie 
SlUden^reifen bee gif^eO, mona^ ieneg frang. maquereaa ^att maolerean fittnbc 

bie 9J2a frone, $L --n : Art 3u<Iergeba(Iene« an« SlßanbeCteig* 

1709 ber tptnral 9)ta(f aronen {Cagum 1876*). «Ig eingebürgert fibliii^ mit f, 
bo4 mttrbe beffer, mei( bag SBort unbeutf^e ^temmg blatten (ot, SRacrone 



SRal 16 

gff(4rietat. In« beut glei^BebeittenbcQ ftan). Ux nuMMuron ^n imiäiaiiif^ 
maeardne = gerollte 9luM (f. SRacardni). 

M mal, — e«, $t. — e unb (üMid^er) aß&er : fefenniinfl^jel^eii, 
3ie&, ®reit)}e{^n; 3eit))niict, in toAäftt Sßti>. ba9 S$ott nur old 
«nia( in 3ttfammenfe6ungen unb Suf^xumtenf^tebungen bortommt, 

|.9. ein-, &mei«, brcimal tc, dlle', einige«, lein-, toieltnal, mdnäf' 
mal, an^ man<$ liebesmal bnfammengef^P^es oul man4 Iteie« fBta\]tc., 
beibemal, ba«', biefe«-, biegvtal, ldbe«mal, mit einemmal, mit 
einmal (« pV6ifiiäi), ha9 ^rßemal, }meitemal tc; ein dnbermal, )nm 
btitten«, fiebentenmal tc, jum le^tenmal (i » S) ober (^(jtenmale. 
!3)iefe9 gS^tenbe «mal getrennt lu f^reiben, »ie ^tbelung »otlte, ). ®. ein, 
|»ei 2C. ^al, einige 3Ral, biefe« SRal, ba« drfle Wlal k. lommt nn« 
gcgenmSrtig altfrSnfif^ ^or. 9n^b. n. a^b. ba« mAl » auSgegei^neter $unct bem 
Orte »ie ber Bett na4, Beiden, Seit^unct, flbf^nitt {Zf^til) unb ^t6i\tt ber 
Seit, im SDtbb- an^ f- t>- a. @4mu(I, 3ic^t>unct, <3ren))ei($en, be|limmte (Sffen«« 
)eit (f. afta^t 2), SRabfieit, Olaflmabl; got^. ba« mdl := Seitf^unct, 3eittbei(, 
Seh, im Plural ]^d m61* » 9u4flaBen)ei4en [glei^fam a\9 örtlid^er $unct], 
e<l^rtft. SRtft>rolTcn bem $Iitrat be« ^rSt. be« got(. IBnrgelterBnm« milan (f. 
matten i) unb \o nrfprttngU^ S^beil^en (^unct), bann, tta« ben Segriff be« 
3eittbeile« anlangt, nnferm grembmort bie Spinnte (pwn minftta) i»on tat 
mindere, =s „in tltmt Zf^tilt ^erlegen'' terglet^bar (f. Orimm (9ramm. 11,54). 
Übrigen« erf^eint na4 B^^^^toiJrtem unb mit biefen )ufammengefttgt -mal ober, 
eine nnorganifc^e Serbinbmig bilbenb, ber nun veraltete, fd^on im 9Ubo4b. ab« 
berbialif^ gebrauste 2)atiD be« !ßlura{8 «malen, mbb. mAleii, abb. mAlom, erfl 
im 15. 3abrb', au« ttel^em ber voe, iheuL tou 1482 acht-, achthundert-, 
dreyisig-, dreyhondert-, fonffhnndert-, hundert-, sechs-, sechtzehen-, sibentzig-, 
sehen mal nnb fünf-, funfftzig, neunhundert-, sweintsig-, sEwelffmalen, drey-, 
Tier-,Yiert2ehenmaln ent^Slt ^iefe uneigen tli(!(en Bufammenfe^ungen mit «mal 
mib «mal en aber lagen na^e, ba im SRittetb. ). 8. zdm andern mftle, zfim sibenden 
mile, im 9[ltbo4b. zeinemo mftle einmal, bei Koiker zS andermo mAle, zi drin 
milen 8mal, einzdn mAlen s iebe«mal (Boethius €f. 211, 210), manigdn 
mftlen = immer, torau«giengen, in meldten Serbinbungen nnb S^nli^en man 9Ral 
ie^t an^ lieber mit bem torbergebenben ^aifltüoxtt, »ie borbin gqeigt, ^ufam« 
menf^tbt, ). 13. jum et^en«, anbern», brittenmal tc, bei Snt^er no^ 
inm anbcrn mal, )nm britten mal, »ie er au4 ein mal, )»e9 mal, 
brev mal, toter mal k., taufent mal f^reibt, iebo4 man^mat 

bo« aRa(, —t», Sfii. — e n. üWoIcr : gledten, beninftattenbe ©teile. 

1469 bag mAl » „flSck, [lat.] menda*^ {voc ex ^[uo)^ m^b. (feiten) ba9 mAl, abb. 
ba« mtt, »Oben ). 8. mAli in abb. bie anamAlt, nbb. ba« anmAl, nbb. (o^ne Umlaut) 
ba« Stnmal, bur4 Santangleicbung f(b»et). 9m mal, « 9torbe, gtetfen, SRutter« 
mal, if ein« mit bem torbergebenben ba« SKal « B<t4en, »a« au4 bur^ bie 
«tcbeR«art „ber i^ ge)ei^net^ » ^(at ein SDlal'' an Oe^Stignng jn geminnen 
f^bctnt 2)iefe« SRal aber i^ »erbrängettb eingetreten für ba« babon in feinem 
Urfltmifte bSflig berf^^iebene nur no4 mnnbartli<j^e ba« äRail, ri<btiger bi>4b- 
fllcil, mbb. n. abb. ba« meil, » glecten, äl^al, befonber« iQ^nnbmal, {tttli<j^e Oe« 
{lettnng, eUnbe, gotb- ba« maa [ob an« filterem mahU (?)], = »nuiel (^bef- 6/ 27), 
d^^Udm, «ngeffS^f. ba« rntt == SRuttcrmal, »oneben glei^bebentenb bal^erif^ 
bie SRaUe, mbb* bie meile, abb. (bei WUUram) bie meiU, »el<be«, wenn gotb- 
«i, o^b. ei bur4 @4»inben eine« h gmif^en a ober e nnb i entfkanben i|i, ber 



16 Vttl — nafanot 

8ftifti»erf4UBniig gemSB mit tat bk mAouU «s ^tä, %ltäta, fHmmen tottibe (f. 

@rtmm O^ramtn. P, 170. 681), mib ienetn ai, ei entn)ri4t ongelffid^f. 1 
ba« SRat -B bffentlid^ Serfammittng K.,tid^tiger aRal^I (f. ÜRal^l 1). 

ba« aRa( = (Effen, tooffir aOgemeiti ülüäf, aber ni^t fo gut fDHa^i 

(f. gßa^ 2). 
«nta(, f. bad SRal L SXM^oti bad abf. «ntaUg in etnmatig k. 

2)iefH 'tnalig Bilbete {14 erfl im 17. 3a(r(. 
t ber aWatad^^tt, —t», ^l — c : «erggtän, (grüne«, etgenttid^ mal* 

ten grüne«?) fo^tenfaure« Äu^)fercrj. 

fCn« gr.-mittellat bcr mAlachttes, gr. malachitls (fiaXttx^'^ni)^ ^^^ g^* ^ 
nuO&ch« (^aAc^xi?) 9)ita(i»e (f. b.). 

malebeten in termatebeten » arg bertoünf(i(fen. 

a]i{^b.Teniuaedien, )nfatninengef. »it bem im 16. 3a^r(. borfommeitbeii 8er(ttm 
maledien, maledlgen, an! tat nudedioere » f^mä^cn, cig. ÜMe« fagen, O0fe« 
anmünf^en, morftn« au4 ita(. maledire » t^cnoünf^en, t>crf[ml(cii. 

mdlen, mit ober anf ber ^läf^U, f. mahlen 1. 

malen, $rSt« iät mitttt, malte, $art. gemdtet, gemalt : att«bi(benb bar« 
fteQen, mit färben beftreid(fen, in f^arben barfteUen. !2)abon ber äß d ( e r, 
ti)ot>on bie ÜRaleret, bie ÜRdlerin unb ba« Uti. mdterif($. 

über bie €^4reibnng f. mahlen l. 3ene« malen, m(b. mAlen » B^i^ 
mad^cn, fSrben, bunt toergieren, btibenb entwerfen ober barfleüen, (mit garben) 
seidenen, anf«, berjei^nen, abb. mAldn n. mUdn, = bilbenb f^affnt ober barfleüen, 
(mit garben) geid^nen, na^bilben, >abmen, altfS^f. mAldn a (mit bem e^^werte) 
{eignen, berwnnben, i9(8nb. mlüa, ifl abgeleitet )oon a(b. ba9 mll » 3^4<v, 
gotb. ba« mW == 3eitpnnct, Seit, im ?!. pd mdla bie ©d^rift (f. SWof 1 «nm.), 
wo^er an^, mxiittft J abgeleitet, gotb- mdijan » fd^reiben. !^er S^alcr ifl m^b. 
ber mllttre, mAler, a(b. ber mftlari, niAUün, nnb bie SRalerin m^b. bie 
mAlerinne, mUerin, and^ = fiäi fd(min!enbe toeiblid^e $erfon. 

*maten an Äbtoerbicn, f. üßal 1 nnb bermaten ic. 

malig, ungut ober t>iämtl)x unri^ttg ftatt mtt^Iid^ ({. b.). 

t malijio« = bo«^aft, tüdifc^^. 

1728 malitios (J^ander 361*), an« bem gleid^beb. Den tat bie maliii» = 
Oolbeit, S^iide, abgeleiteten lat. Kbi* malitiösni, woran« m^ fron). maUoieaxy 
an meldte« man fpSter bei maüjib« mit gebadet ^cAtn mag. 

t bie aKdUe^Joft, ?L — en : «rieffetteifen, »rief^joft 

^aUt i^ ba« frana. bie malle, ft>an., portng., )^roben). bie mala, = gell- 
eifen, an« a(b. bie mälaha, mbb. bie malhe, s lebeme S^afd^e, 9teifefact, weld^e« 
ber Santberfd^iebnng gemSg mit bem gr. ber molgds (fioXydg) = t,^d i»en 
Od^fen^aut ober 9tinb«Ieber'' fümmt. 

mdimen = in Keine ^^eilc^en jerreiben, üblicher jermdtmen, bei 
Sut^er !Z)an. 6, 23 }uma(men. md(mid(ft unb mdtmig. 

3ene« Serbnm, ba« im SOi^bb. malmen nnb im SLbb* malmdn lasten mürbe 
(i»gl. ®rimm <3ramm. n, 998), nnb bie ebenfatte er^ im tt^b. erfd^eineitben 
fCbiectibe malmid^t [1691 bei etieler &p, 1804] n. malmig ftt^ gurttd 
onf ba« mittelfl -m (ale 5tür)nng an« -am) abgeleitete got^. ber malma a» Gonb 
(ä»att^. 7, 26. mm. 9, 27), a(^b. ber malmo (?), »eld^H mit bem fiartbiegeitben 



mtäfiaii — fBtali 17 

dtRmib. ber miJmz » SRetott [b. i. 04md)bare«, 9iifl8«6ace«] bon bem got^. 
{Bnrgelberbiiin milan (f. mahlen l u. äRelm). 
bie aßdiftatt, rici^ttger äßa^Iftatt, f. bad ÜRal^I 1. Sin anbete« 
©Ott ift bie aßdiftatt = 3ielftatt, 3iet, f. ba« 2»al 1, j. «. ^»om 
©epc^t, ber ÜBa^tftatt beiner Süffe" («ärger 63*). 

2)tefer (e^te 9[uftbns(t ifl maistat » mal, syl, sylmad, ende, [lat.] mdta im 
voe, theuL bot! 1482 81. 16*. 

bie a»dlftStte, richtiger ÜRd^Iftfitte, f. ba« ÜRa^I 1. 

ba« ÜH alter, —«, ^I. tt)ie ©ing., ein im- ©roS^erjogt^um Reffen ic. 
8 aßeften ober 4 ©tntnter ^ttenbe« %xt><knma^, an ©emit^t gegen 
ober etn>a 200 $funb. ^\x\^mvxtxi\. : ber üRdtterfad =« ein ein 
SKoIter gruci^t faffenber ©a*. 

3aie«, ein uralted bcnt{4el Sm^tmag, ba9 gr9|ie ^^etreibemag, beb. ei()enüi4 
{oi»te( betreibe al« ein SKann eine Stiefle Mnanf tragen tann (togt bie @tette au« 
einet 9{ei(l^fatung bon 1441 Bei grif^ I, 637') )ttm SD^ta^Ien ober an4 bie 
txtOiX bie beranü^Igafl anf Einmal maüen tfigt (t>g(. e^meHer U, 571); alfo 
m^b. ba9 malt er, malder, a(b. ba< maltar (?), malter, oltfS^f. baS maldar, 
mittel^ -t (5(ür3ung avA -at), attfSd^f. -d, nnb -ar bon matten (f. b.), a(b. 
malan, abgeleitet. fibrtgenS begeid^nete m^b. malter, mittetnieberb. malder, an^ 
eineßa^t bon 82 ober 64 (®rimni9te4t«altert(. 767) unb ie^t ^Slt ba«2)^a(ter 
64 <9ef4ctb (f. ba« ©ef^eib 1). 2)er 9Ra!terfa(t i^ m^b. ber maltersac. 

ber aRatödf ier (4rttWg) = Wfttic^er füßer «Bein bon ber ©tabt Nä- 
poli di Malv&sia anf ber ^atbinfel SDtorea. 

3m 9Rnnbe be< iBoI!« äl^albafier (dfllbig, ie = t), nnb no4 ). 9. in ber 
Setieran tc bon fS^Iid^er eiifie : ba« ift, f^medCt »ie Malmesfir. &n(b. mal- 
&8ier (Bompt Zeitsohr. VI, 417, 4), im 15. 3a^r(. oxi'i^ bereit« nuümaaier, im 
14. 3ai^r(. nebenbei malmasy. 

bie aßdlt>e, $(. — n, eine betannte f(^bn bltt^enbe ^flan^e. - 

3m 18. 3a(v^' an« ber tat. Benennung bie milra, t:>ti^t, neben gr.-lat. bie 
milaehey an« gr. bie maUch« (iiaXdxfi) ^on malässein (ßaXdaa$iv) s ^ertoei« 
4en'' »egen ber enoei^enben ftraft be« jtrante« unb ber SBurget auf ®ef4»iiren 
8. bgL 2)er SSetteraner nennt bie Oartenmalbe, inbem er fif ba« gremb« 
mort 9Ra(be bnr^ Sniebnnng berbentf^t, bie ai^anlrofe. 

btt« SKata, — ^^/ ?L — e : jnm «ierbranen, ©ranttoeinbrennen, (gffig* 
fieben, bur^ (Srm eitlen }ubereitete« betreibe. S)abon : mdl}en, 
tDobon bann ber SRalger = ba« a)2atagef(i^Sft beforgenber SBranfneiJ^t 
^nfammenf. : bie üßdlgbarre über »bbrre. 

9teben«art : ba, an i^m tt. ift ^o^fen nnb SRal) berloren « alle 
9Ube, bag etma« baran« »irb, bergeblt^. SBt^U, m^b. n. abb. bo« mahs, alt» 
fS^f. n. altnorb. ba« malt, angelfS^f. ba« mealt, entf^rot bem @ing. bee $r8t. 
be« angelfSd^f. SBuricIberbum« mfiltan ($rSt. i4 er mealt, ttir multon, !ßart. 
molten) s f^mel^en (f. b.) b. b« »ei4 mad^en, auflSfen, wel^e« ber Sattn>er' 
f^iebmig gemSf mit grie^- m^ldein (fiiXdsiv) » ermei^en, f^mel^en mo^en, 
fthnmt. S)ae IBerBnm malten ift m^b. malaen [ba« altfä^f- meltian ibiirbe neu« 
bcntf(!^ mStjen fein, tote an4 tnirlli^ bai^erif^ u. filter*ubb. melzen borlommt, 
altnorb. melta = ermei^en, anpfen] unb ber äR filier ml^b. ber m^lz»re (?), 
melczer, oltfS^f- ber muten, 



18 aitatn« — man 

t bie SKamd, ^l (fetten) -en : SKutter. «H«btu<f Äelnet fttnbet. 
WIM ber %nfnaffmt fran)i51lf<!(er @itte fibliti^ getoorben, au« fran). bie maman, 
fpan. mama, toeld^e« baS tat. u. gr. bie mÄmma » SDi^ntter in ber frtt(fe|leit 
f^^rad^e fleiner ftinber, WlnUttbxiifi, Si^e. Sgl. SRamme^ Snemm unb9leinine. 

fbevaRametttd , gefttiita)2am(ttd, aud^ (ftrenger bem 8tabif(i^en gemSg) 
SWamelttl (lifutj), äßamlul, — en, ^f. — en : ein öen ^riftttd&en 
(Sttern gebornev^ aber im mu^amebanif(j&en ®(anben er}ogener Seib* 
mäfttx (®cta))e) be« Sgi^^tifd^en ©uttand; ®(auben«abtrftnniger ; 
@(^anbbube, iEreutofer, ^eud^ler. 

@4on im 16. 3a^r^. an« bem glei^Bcb. tta(. ber mammalüooo, loel^eS an« 
atab. mamlük = Social», eig. SBe(errf<(ter, bem $artict)>ium bc« tßaffit)« bon malaka 
= BefUcn, be^enf^cn. 

bie 3ßdmme fommt im gemeinen 8eben ^cx, toenn ton ber SRutter 
in intern mötterliti^en Sitten it\pxod)m xoitb. 

@4on bei etieler (1691) @t>. 40. «IfSfflf«. f^toeis- flber^ant>t f. b. a. 
iDhitter. fCu« lat. bie mimina (f. SRama). 

bie ü»Smme = geigling, jeftt üblic^ SWemme (f. b.). 

t ber 3)idmm6n, -«, o^ne ^l. : SReic^tl^nm an irbifii^em Out 

Sei Snt^er Wtaiii. 6, 24 nnb Suc- 16, 9. 11. 18 nnb na4 biefen Stellen 
Üb(i4 getoorben. Kn« 4aIbStf($ mftmdn (|1op) u. mammdn (]*teo), toel^e an« 
(ebr. matmdn ()10IOQ) "» €>4at/ Slei^t^nm, bon ^br. tAman (]|)t9) = ber» 
bergen, aufbema^ren. 3m (9ot(if4en fte^t ber mammdna na<^ ber grie^iMen 
gorm ber mammdiiAs {/laßfiawäg)' 

ica SOtammut]^, beffer, ober unabtici^ SHammut, — ed, $L — e : 
9iiefeii^8anbt^ier ber Sorioett. Sufommenf. : ber SKammutl^^« 
Incc^en. 

9[n«tttff. mimont, mie ber 9lnffe Subfoff ienc« £(ier im 3a^ 1696 ^ner^ 
benannt ^at, »ol ton bem in einigen tartarifd^en äl^nnbarten gebrSu^Ii^en mamma 
» (Srbe, »eil W Valuten nnb Sungnfen ba« 2:^ier nnter ber 4Me toie bie SRauI- 
tottrfe »ttdienb glanbtcn. 

t bie STOamf eil, ?I. — en : 3ungfer. 

,4>atte id^ nid^t «e^t, SDiamfeU?'' (Seffing I, 884); „fBiai befehlen @ie, 
SRamfetl?-' (©eifieSrauerffr. V, 164); „a»cmferr«ieI^en-'(öl5t*eXXV,852). 
@. ottd^ 98(t9 ber ftenner @. 67 n. 69 feioie 6d(i(Ier 5tab. n. S. l, 2. 2, 8. 
8, 6. 4, 6f. 3m $1. oft SKamfell« (Sefring I, 416. ®0t(e a. a. O.). 3m 
18. 3aH., in »eld^em na4 fran). f^itte e^renbc Seaeid^nmig, getlirgt an« fran^. 
bte mademoiselle = 3nngfrau, eig. «^mein (ma) grSnlein (demoiBelle).'* S)ie 
nenfran). (S^renbegei^nnng bie demoiselle, altfran). damoiaiel, fe^t ein mittellat 
dominio^lla al6 ^iminutib auf -o-ella bon (at. ddnuna =s ^errin (f. äßabame) 
borauf 3n neuerer Seit i|i 9D^amfeI( nic^t me^r ebel^ 

man (mit tuvjem a), Pronomen ber britten $erfon, bnr^ toetd^ o^ne 
Jeejug auf ein beftimmte^ ©ubfect ou^gefagt tt>erben foQ, b)a« augteic^ 
t)on mehreren ^erfonen gelten lann^ 3. J83. man tan}t k. 

(Sbenfo fle^t fd^on im SD^^b. [m^b. u. mittelb. an4 mit %xtM dSr man, ein 
man, » man, felbfl Möge« man nnb borauf bejüglid^e« fir im nSd^^en €$a(|e 
{JBreeb2S7 n. ©. 890)], im fC^b., «ttfWJfv fCngelfS^f. man, meldte« ba« @nBjl. ber 



matt — man^ 19 

9MII, Ufer Wtaun, if, bcffcn wirflU^ 8egviff ^Wltn^^ bei bem »eiMi^en Ott» 
We^t emfle(|nt|le^enben ®t\^k6^i9 im gefegten ^Utx", (ter jnmaf ba biefe« 
@o6fl. aii4 SD'ienfd^ ttber^u^t auSbritdCt, in Unbeflimmt^eit fi4 toerHert unb ni^t 
nc^ g€fft^It loixb, »eSbalj^ ba9 IBort ebenfotoel t>oir gfrouen gefagt »erben lamt. 
dl jie^t fiberaH M toitfixä^ Singniar, aber gan} in bem @inne be0 Sfteren 
flmral«, ber i»on a^ann im SR^b., fC^b. n. fKtfS^f. ebenfaV« man lautet. 3m 
<fot^. i^ ba8 €}itb^ mamia nur mit ber Semeinitng xii ^»ronominal gebrandet 
ttbtigen« ^t, ^enfo toie imfer man, ba9 fran|. on, altfran). om, tDe(4e9 ba9 
oftfras). hom ae SRcuf<|# b. i kt. hdmo, \% SBa6 bie ®4reibnng betrifft, fo ifl 
man eiM bec »cirigen fBSrter, mel^e obne 8etbot)))etung bei Kudlautea bie 
$tliqt bei Bocaied betoa^ Mm («gl- <tb, bar in barfuß, Bin, ob, um, mit ic), 
nnb ea mirb ^nte no^ gerabe fo gef^rieben, toit i9or tanfcnb Sauren, tt>S(renb 
SRann, nm bie StUv^t be« a an)tt)eigen, bie im Sten^o^beutf^en ifblic^ ge»otbene 
8crbo)4)elnns be< n erhielt, 
man (a fiirj) = nur. 3- ®- ^^^ U* man toentg ic. 

„ , . . tot fllied toen ber ^aufl i(r ging, — Unb ibr ba9 ^eu man ffog, al« 
ttie gemauft' (^. t. StUifk b. serbr. J(t. 7). 9htr im 9{ieberbeutf(!^en toIfdUbü^. 
9Keberb. man, men, mittefnieberb. men, = nur, fonbem, aber, bSn. n. \6itDth. 
men &s foKbem, aber, ^att m(b. iran s an^er, anagenommen, [eine Verneinung 
bef^Snfenb] nnr, fonbern, aber, ebenfo »ie nmgetebrt im 9)?itteItoö^beutf4en wan, 
wen ftett b€4 ^tonomen^ man, (toutfol) men man t)orIommt. 3ene m^b. $ar- 
tibi wen aBer ifl Mrsung be« au« ber Semeinunga)»artilel ni, (abgef^mS^t) nfi 
nnb bem in feinem Urft^rnnge bunlelen wan jufammengefetsten mi^b. niwan, nSwan, 
enoettert nifzwan, ninwen [»oraua oBerb. bei $ebe( nummen], f)>iit«abb. niwan, 
n«wan, urf)>rttn0li4 [mit ber bem Tat. neo entf)>re(!^enben abb. gorm nih] nihwan 
{Doem MiMsellaneen I, 27), aUftt^f. nfiwan, nSran, novan, = nid^tS all, nur, 
aufer, loenn vMjx» 
mant!^, SRafc. mdnd^et, %tm. mand^e^ 92eutr« mdnd^ed, nur nod^ 
atterfi^fimtic!^ mdnntger ({. manntg), mdnnige, mdnniged, 
))ronomtna[ed Sbi« : ber, bie^ bad eine unb anbere, befonberd t)on t)ie(en. 
SKit großem 9{ntaute äRan^er, ^anäft^, im $(. 3Jlanäft ju 
{d^reiben, nMuin bad SBort fuibftanti&ifd^ b. 1^. unabhängig gu aQgemeiner 
^jetc^nung fte^t, ift »ol äiliäf, aber im ®runbe unnbt^ig. S^'iam^ 
menf . : mdnd^erlei^ el^ebem mdnnigerlet, aneinanbergerttdtte ©e^« 
Kttibe be« $(uratt (f. >(ei), ))or ©ubftantiben , glei(^))ie{ ob biefe im 
@tng. o^tt ^L fielen, toxt ein biegungd(ofe0 Xbiecth) gefegt; mdnti^^ 
mal, nrft^riinglii^ mdn{g«>, mdnnigmat, im gemeinen Seben au^ 
mdnc^edmal. ®. auc!^ mannig mit mannigfadd, 

mannigfalt tc. 9ei Sut^er bereit« man 4 na($ bem aßittelbeutf^en, too 
bome^mll4 bur<!( (Sinftug be« 9liebetbeutf4en [mittelnieberb. mannioli neben mannig, 
oltfrief. manSch, monioh, moneoh, manch] neben manic bie S^orm manich 
(Lani^rMfU Atoz. 4484 tc), manch (f. Pfeifers JeroieMn 198. 808. LXYnf.), 
nU ch flatt e, g entf Rieben bur^gebrmigen ift; f<l^n forj na^ HOO an^ im 
$o4b. maneeh (). 9. 04nesi9 84, 12. Sgl. an4 mannigfalt). 9tbb. manec, 
manic nnb, toxt ienea nuneh getttrgt, mane, manig, menie, menig, menioh, 
Ott. manae, manag sab in ber (Snbung Verfd^wSd^t manig, gotb* managa (fS^« 
U4 bl4 manag, ni^t minagata), oltfld^f. manag, maneg, =« toiel, bann „bon 
bieUn {eber" nnb fo im aKitteI^^betttf4en f^on ber heutige unbefHmmte 4)rono- 

2» 



20 SRanbat — Sttanbe 

mina(e Oegriff; angetfS^f. numig, monig, rnftiiig, engl, vuaij, altnotb. nuurgr. 
Sfli^i ahinUxitn toon ber man (unfertn a^anti, f. b.) in bem coSectttoen Oegtiffe 
Sente, »ett bann im ®ot^tf4en, KU^o^bentf^en k. ebenfo, mit in bem ton man 
abgeleiteten got(. Kbl-manniakB, a^b. memuso, = menf^^^ (f.SDUenf^), nn ya er- 
matten mfire, fonbern bunKer ^erfunft; aber bad SSort flimmt in feiner Urber« 
manbtf^aft mit bem aftflam. 9[bj. mnög*^, rnff. mnogij, poln. mnogi, b0bm. mnohy, 
ferb. mit Übergang bed n in 1 mlogi, » i»iet 2)ie oben bemerfte fubflantibif^e 
©teOung be« SBorte« flnbet 11<I^ fd^on im 12. So^rb-f )• 9. manigei (i9en.) ü 
in [tbn] YTftgdten (Ginuis 84, 28), nnb felbfl bie gorm ebne 9iegung<enbung 
flebt jub^antibif^, }. 8. manic [man<ber] irwarb cUt dSn tdt (Zximprec^Alexander 
4441), überbauet aber mirb a^b. n. mbb. ber 9h>m. @ing. toer feinem 6nb^, t>or 
bem er attribntit) flebt, gembbnli^ obne bie ©ef^le^tcenbnng gefegt, |. 8. abb. 
manag man, mbb. mano man, wober nbb. no(b )• 8. i^9tan4 ^off^ran)^ 
(Bürger ®eb. 1778 @. 162) ^att „mantber ^offe^ran)^ @tebt man 4 i« 9{om. 
@ing. obne 8tegung«enbnng toor einem fLhl, fo bat biefed ^arfe Sorm, }. 9. 
man^ tapfrer $elb, mand^ eble gran, matidi fc^bne« 5tinb, mbb. maneo 
wfirder man, manec cUrin fronwe K^ aber att4 beim SHentmm iUglei^ oft 
mit Kndlaffnng ber (Snbung be« 9b j., i. e. „Wtandi bin t ig treffen mirb nm 
niibt« gef ödsten'' (^^iller b. ^icc. 2, 7). 9[tt4 in bem ißom. be« ^luxM, m 
man4 gebogen toirb, bat regelred^t bag folgenbe Xbi. fiorle gorm, ). 9. man^e 
t apfre gelben tc. @. ®rimmOramm.IV, 556. 2)o(b baneben mitunter ^man^e 
ta Pf ern gelben'', toit &. $. „wie man^e ©prBben f^Iiegen'' (SieUnb3bri< 
4, 59). (Sbenfo, freittib fetten, im 92om. @ing. ). 9. „man^er «briflli^er 9aner 
. . ., mand^er freiet SRann" (3ufl. SD^i^fer patr. Vb^nt. I, 168 f.)/ ^man^tx 
ISeifer'' (®Bctingt ®eb. I, 158), flatt ber regelreibten mani^er «brifiliibe 
SBaner k., man 4er Seife, ferner, aber ri^tig, nnr feiten nnb nngemöbnlicb, 
ein maniber, ). 8. ^(Sin maniber faffe äRut'' (äl^aler aRttller Sauft); «r<Sr 
bielt ein man 4 e« ®Ia« big oben angefttllet'' (2)roIIinger ®. 66). 2)a« Hb). 
man(berlei lantet im voe. ex quo t>on 1469 manoherley, mbb. maniger leie, 
manger leien {Äßnnes. II, 154^, 3, 1). 2)a9 9Ibi». man^mal (bei Sutbcr 
SRarc 7, 8. ^ebr. 1, i) i^ 8erbinbung ^r!er ffi^Ii^er Xccnfatit)e beg Singular«, 
loie einmal, biegmal, ein anbermal; 1716 beiSnbmig @|». 1198 manuig 
mabi nnb manni^mabt 3m SDüittelbo^bentfiben tofitbe eg maneo mAl lanten. 

t ba« sota n bat, — e«, $(. — e : Set)oamitd(fH8ung, obrigteiflid^^e SSet^ 
orbnung. ber aWanbatdr, — «, ^L — e. 

aßanbat, bei Slberne dictionAr. Ol. 114* n. qql^ mattbat a @ebot, 9e< 
febl/ ift and bem bon lat. mandftre » auftragen, anbefeblen, befieOen, fommenben 
tat. bag mandAtom s Suftrag, faiferli^er Sefebl/ mober ber mandatArins a 
iQeDolImS^tigter, moraug im 18. 3a^rb. SD^anbatar, 1599 nieberl. mandataris. 

bie SDtdnbe, $(. — n : ftorb o^ne ^etifeL S)a))on ia9 S){m. : ba9 
SD'ianbd^eiu ^^fammenf. : ber aßdnbenmad^er. ®. anäfWlant. 
SRanbe, 1691 bei €)tieler @b- ^^^^f- ber SDüanb nnb aRann, i^ ni^t 
bo^bentf^/ fonbern bae nieberb. bie mande, nennieberl. bie mande, mand, mittel- 
nieberl n. 1475 clebifd^ bie mande, angelfS^f- bie mand, mond, engl, maond. 
anit 9[nglei4ung beg d )u n, alfo nn aug nd anf bem SSeftermalbe bie Mann, in 
ber SBetterau bie Mftne, meebalb (ba metteran. A aa^ » mbb. n. abb. <m, nbb. 
an) bei 9[Iberug dictionftr. $dl Qql*" bie Wlann [mit ber SrHSmng „torb, ben 
bie meiber bff ben ba»)>tem tragen''] unb 91. F2* manne Ubie Ibrb obber 
mannen bff ben beu)>tem tragen^]; mit Übergang beg d iu g nm fUi^en bie 



SRAnbef — aRange 21 

Bumge ^ grofier $ttxh ton Be^mmte» SRafie (aRfiller n. fBei^ 160). fCud 
bem bentfd^en SS^orte tootb an^ fran). bie manne » Sttvh. 2)a9 SR &'n bereit, 
nrittermebert mandekin. 

bteaRdnbel, ^I. — u : 3a^I öon 15 (®öt^eXI, 220); grud^t^aufeii 
[wn 15 (Sorben] auf bem gelbe (mäfttt Ib, 5). 

Sei Snt^er ber manhtl (9ent( 8, 7), itn ^lural bie SRanbel (Seid^ter 
16, 5. ^of. 12, 12) unb tnanbeln Oef. 17, 11); ie«t ge»B^nK4 unberänbert 
bei Detontgetcnbem 3a^(oorte, ). 8. t>ier 9? a üb et tc (Sbenfotool ba4 
ttanbel, itnb fo bei 3. Oottto. aRttdev eiegfv. ib. 8. I, 117 u. Götter 
^fin %, 6. @<(maIfaIbiM (Siltnar 260); mittelb. ber mandel (?). 2)nnncr 
(etfunft. 

bie SR anbei, ^I. ~n, ftatt aWangel = OlättroOe. ®. SRanfle. 
9a4 Stbeinng in einigen Oegenbeu. 9ei 3. ^. Sog im teutfd^en SRerfnr 
t, 3. 1784 9hr. 11 e. 1S4. 

bie 9R anbei, $(. — n, eine befannte Sru(!^t; bann na^ ber ti^nlic^teit 
bie ^otdbräfe. S^fammenf. : ber ÜRdnbelbaum, ^berg (judter^ 
^utartige^ Sdaätotxt bon äßanbe(n), bad ÜRdnb eibrot, ber SRan« 
belfern, bie 3ßdnbelntil(^, ber SKdnbelteig :c. 

IR anbei, m^b. bie numdel, a^b. bie mindali, neunieberf. ber amandel, an6 
HtLbiemändola, ))r0iBeii)aIif^ bie amandola, toeU^e« an« bem gtet^bebentenben 
0r.-(at bie am^gdaJa, gr. bie amjgdild {dfivyödkti). SKanbelbanm ifl m^b. 
ber mandelboam, a^b. ber mandalponm; 2)^ dnb eifern m^b. ber mandelkSme, 
mandelkfim; 9RanbeImiI4 m^b. bie mandelmilioh, mandelmilch. 

bie SRdnbelfrS^e, bie blane ftrS^e, coräcias g&rrala. 

2)er 9}ame, toeil ber Sogel )nr <Smte}eit, no bie JD^anbeln (f. fRanbel i) 

anf bem ^Ibe fielen, in @^ren )n mta fommt »nb fiä^ gern auf biefe fe^t. 

jDa^er auäf bie Benennung OarbenlrS^e. 
mdnbeln = 1) intranfiti)) : SNanbeln b. ]^. Raufen t)on 15 ®arben 

(f. bk SKanbel 1) bilben ober geben; 2) tranfttit : in SRanbeln 

feten, mit äRanbeln )8^Ien. 
mdnbeln, na(^ Übelung in einigen ®egenben ftatt mangeln « 

mangen, mit ber ®(&ttrcll[e glitten. @. bie SD'ianbel 2. 
t bie SKanboItne, ^t. — n, Heine« lautenartige« lonmerljeug mit 4 

unb me^r SD^etaDfaiten. 

3m 18. 3a^r^v in ttel^em SD'^anboIine, SRanboIin, aufgenommen ane 

fron), bie mandoline, bon bem glei^^tb. fran). bie mandole (neben SIterem 

maadore), ital. bie mandöla, toel^ee mit m fiatt p , b nnb (Snoei^^ung bef r )tt 

1 an6 freu), bie pandore, ital. bie panddra, pandöra, unb f^onif^ ft^on bie banddla; 

biefe aber finb an! gr.«f))5tlat bie pandfbra, gr. bie pandOra (navSoCga)* 8gl. 

S>ie) BMt ly 802. 
bie an du e, tt>etterauif(^ ftatt SR anbe (f. b.). !Ca))on ba« tAm. ba« 

SÄ a neigen, ättfttntwenf. :bcrüKdnenma^er = ftorbflecj^ter. 
bie aRdnge, $1. — n : ®ISttroae für Sß&fd^e. «ud^ bie aßdngel. 
Urfprttngli^ : große, mit Steinen bef<j^merte Salje, in ben Gabrilen felb^ bon 

Vferben gqogen nnb bo)>)>eIt anf einonber ge^enb, )nm $IStten, ®ISttes unb 

dlSnienbma^en bet Xa^er (bgl. BUhey 160 f.). SR^b. bie mange, f)>St getttr)t 



22 3»ön0et — SRangelb 

mang, aBer int 12. 3a(r(. ber mango (^2. (reotr. 16, 25), mange ($1 herrad, 
182'»), s= WlaWnt }um ©(tfeubern bon Steinen im Stvit^t, ata »itteHat bic 
m^ga, mingo, eigenttt^ unb ttblid^ bie m^gana, nrf^rtttiflli4 gr.«mttteQat ba< 
mängannm, ber nUbganus, = SBurfmaf^ine im Kriege, rottet aitS gleid^- 
langen bo^^elten ©btjern Beflanb (f. Pertz monuinenta H, 786, 363—865), bie 
na4 ber urfl^rüngliö^ grted(. Benennung ba9 mägganon [fidyyavov) 9loQen ober 
fBdIjen iDaren (i»gT. J3(»»r. iSt^pAofiu« thoBaurus grec» lingu», Paris 1842, Y, 
482 f.). 2)em Silbe biefe9 j^riegetterf^euged entf))re4enb mad^te man bann ba« 
friebü^c ffierfgeug jum ®!5tten, nnb fo finbet jidj bereit« in bcm britten ©iertel 
be« 16. Sa^t^- jn y^tirnberg jene« mang in ber ©eb. ©ISttmaf^ine, 'rotte, -toalje 
für SBebertoaaren (2%MsAer Baameisterb. 78, 22. 325, 22. 25). 9}eben ÜRange 
Bilbete fl4 bur^ Übergang be9 n in 1 au8 ita(. ber m^gano = €id^!enber u. 
®TStt»aI)e ober -prejfe, b. i. ienem gr.'mittettat. mAnganom, unfere erfl Slter* 
nbb. Sorm bie 9)^ an gel, nieberb. bie mangele (@4ambad| 130*), tteunieberl 
ber mangel, mit nb fiatt ng (f. 2)) 1716 bei Subttig ®)). 1205 neben mange! 
bie m anbei, fomie au9 bem «on bem @ubfl. abgeleiteten itat. mangankre ss 
f^teubem n. mit ber ©lättmatje gIStten, b. i. mittettat. manganAre s mit ber 
SBurfmafö^ine f^teubem, unfer mangeln, nieberb. mangeln, neunieberl. mangelen, 
1716 bei Snbttig a. a. O. (neben mangeln) manbeln, — mit ber (STStttt)a!}c 
glStten. 3m 9[(tbo$bentf4en mttrbe man bie mAngala ober mAngalA, nnb für 
mangeln mängaldn gefagt ^aBen. Unfer mangen enbli^ ift ba« toon Jenem 
f))Ht«abb. mango abgeleiteten mbb. mangen in frtt^-m^b. ermangen «s ,ybnr^ 
^d^Cenbem mit bem fBnrfgefd^tt^ besmingen"^, aber mangen fttr ftdb (lebenb Beb. 
ff)lit'mbb. f. b. a. f)reffenb gtStten, gtötten, unb |le(t fo bitbtid^ in bem Ginne Don 
„an^glei^en'' bei WoHtemUm (f 1445) 92r. 113, 2, 4. 
ber äÄdngct, — ö, ^t. aßangel. SSon mangeln = ni^^t ba fem 
ober i^aben, fo bag Unt)oIItommen]^eit entfielt. 3^fA^^^^f* ^^^ 
aRangel : nidn*ge(^aft mit bie a»dnge(]^aftigfeit. 

a)'tange(, m^b. b^inflg ber mangel neben bem feltenen mbb. bie mang., 1402 
ber mang, meldte« au($ « ®eBre4en. 3>a« SerBum mang ein, meiere« and(, 
toiemol ttngeto0Bnti4 mit bem @en. gefügt wirb [). 9. „ai^eine 2Am))e »angelt 
tW (®BtBe XLn, 226)], tautet im W/ti. mingelen, mangdln, im «i^b. 
[feiten] mänkoldn (in gimankoldn {Otftied 4, 11, 86 in ber greifinger ^f.), man- 
gol6n (bur4 Sautangteid^nng fiatt mangaldn), fe^It übrigens ben anbem alten ger« 
manif^en @t>rad^en. 3m 11. 3a(r(. ein einfacheres mangdn (MerigaHo in ben 
gunbgr. n, 5, 40) SS ermangeln, entbehren, nnb ein imt>erfona(es, nnferm mir 
mangelt, es mangelt mir glei^ßebenbeS mir mengit ($r&t. mir mangta) 
finbet fi4 Bei NoUoer (f 1022). S^unKer fCBflammnng. 2)a«9Lbi. mangelhaft 
1497 mangelhaffi (WeML H, 569). 

bie iWdnget = (StSttroae für ©äfc^e, f. aRange. 

ba« üßdngfutter = gütter ou« untere tnanber ^tmtniUm ©etrelbe. 

ba« aJianglorn = gemengte« ©etreibe. 

Bnfammengef. mit ber SD^ang (@tieter @p. 1268), an^ aUengl. mang, mong 

(Stratmamn 385), = äl^if^nng, nnb äßangfutter Bereits Bei @tieler a. a. O. 

Wixi aytanglorn flimmt engt, mangcom; 1457 t^üringif^ [mittelb.] baS ge- 

mangkorn ( Weisth. HI, 623. Tlffi. baS gemanc = Gemenge), baS m ang e 1- 

kom = SWengtern (Weidh, I, 677). ©gl. mengen, 
ber SKdngctb (d furj), — e«, $1. — e, ein ^panjenname, 



niasUI — SKtira 23 

M^bcx« bte 9(lmiie Mto Tulgftru Bei LkmU, vAt benn eben i»oii Uefet 9|lan3c 
fdoB L 3. 1483 mangolt (voc «Atfttf. 81. t5'>) flc^t, im 14. 3a(r(. ber mangolt 
{M^gmhersüf in ber nr{))rtinglt(l^eren ^rm manegolt {Fhiffmente 88^ 89). 2)er 
9^ane i^ ber a^b. SRann<nänte Kuui-y Blanl-, Bianegold unb ftfeint ^tya^ auf 
ben rn ber altnocbtftj^en ©Stterlebve borfonimcnben 9tanicn ber al9 (Skfongenen be< 
ftSnio« Fr6di Oolb ma^Ienben SHefenjungfran Menja gn ^en («gl Orintm 
Uh^t^I. 1160), »eld^er fl^ and altnorb. ba« men = Qolb^ddbanb, tt>a« a(b. ba9 
menni, erfUirt 

mdnid^ (a !ut3X Keffer [tt>e{( ftreng l^od^beutfc!^] ntanig^ aber äblid^er 
mann ig (f. b.). 

t ber üßani^aer, — «, ^i. toie ©Ing, : ©d^utbforberer. 

@tnbentenaulbmd(. 9ul lat. Manichsos as Kn^Snger be« Wlant9 ober 
9{ani, mel<j^er in ^erfien eine (eibnif^-^riflliite ©ecte ftiftete nnb 276 getSbtet 
umrbe. 2>ie ManichsBi, m(b. (entlehnt) Manaohdi, »aren no^ im äJ^ttelalter al9 
fteter Der^att nnb ben Reiben nnb Snben glei^gead^tet (logl. BerthM 402, 15). 

bieSKantc (2riftig), ?(. — n (Sfilbig) : ©ut, unbeatoingbare ©ud^t 
loonad^. 

Sm 18. 3«^. an« gr.-Iat. bte m^biia, gr. bte manla (jiavla) « 9taferei, Shtt, 
(Mer n., t»on gr. mainesthai (pialvea&ai) » rafen, wfiten. 

t We aWanter (2jllbig), ^L — en : «e^anbtung«'', 5)anblungö*, 8e^ 
lendart; 3(u«bnt(t9ioeife nad^ (EigentpmHc^Ieit. !Ca))on : manie^» 
rfert = ge^ öerfünftcit. 3u|ammenf. : manierlid^^ « »olgefittet, 
l^Bflid^, tDomit {ttfammengef. bie aßanier(t(!^teit 

SRanier, f^on in m^b. [18. Sa^r^.] bie maniere » Qeife [fo !ZH«ttt»i 116, 
14. 2)<nn im 14. 3a(r(. «nfteh aller d«r wlse und maniere* (ftlofler* 
Xftenberger <>f. fdl TLB^)], mittelb. bie manire, nieberr^ein. )n fCnfonge be6 18. 
3#:(. bie maneir {Sarlmehut 8(. 688, 8, toü na^ ber fRnnbart ei, b. i. «i, 
^ n^b. ie), i^ ottfgenemmen an6 fran). bie mani^, ital. bie mani^ra, « fCrt 
mb Seife, eig. ^nb^abnng^ 9eneimen, bon bem i9on lat bie mians » ^nb 
abgeleiteten mtüellat Vb). maoAiiiu (f^att tat. mannirin«) » (anbli^. @. 2)ie) 
Otb^ I, 263. 2)a« tbj. (n. Kbü.) manierU« n. bie SRanierli^Ieit {toben 
M er|l 1678 bei ftramer tentf^ital. IBortb. 761*. 

t bo« SÄanifefl, — e«, ?I. — e : ©taattcrflSrung jc. 

Cig. : 8ffentli4e ^nSmng. 8ereit6 im 17. 3a(r(- an« mitteüat. ba6 mani- 
fi^atnm, mel^H ba8 9eeutmm beft lot., mit bie mAnns <= <>anb infammengefe^^ten 
9bi- manifästoB, -a, -nm ss (anbgreif[i4, fl^tbar, offenbar, fnbflantit)i{4 ge- 
nommen i|t 

mdnig (a lurj), fiblid^er tnannig (f. b.). 

ber 501 an II, — e6, ?«. SKamier unb Bei ää^wg öpu ftriegern, aut^ 
«rbeitem :c. SRann [a.«. brel SKanti, toiet)iet aWaim?] : SWetifd^ 
(f. iebermann, jemanb, niemanb); ^rfon be6 bitrd^ SRatut* 
tole gciftlge Shraft erften Oefd^Iec^te« in gefegtem (tetfercrt) «tter; 
»er^etrat^eter; ^erfon iene« ©ejd^te^te« in flbertoiegenber Sflotur*, 
geiftigen, fltttid^en «raft; [mit bem fc^toaci^en ^L bie aBdnnen] »a* 
faO^ Se^n^pflid^tiger. @. and^ man n. Sßenfd^. 

e^on bei 2nt^er im fßlnral ai^enner nnb bei Sfibtmgen ben Megem ober 



24 S^^ttnii — IStmam 

MeftMüd^tigen SRan, ). 8. 600000 iRAn )tt fnf^, 80000 ftrritto Slan, aOe 
J9D>2an (1 @ain. 14, 22) k.; bcr $(ural SKanitca wirb er|l 1641 Beie^oUeHn« 
©pra^fnnji 279 t>er)ei<i^net. fCde bret tßluralfocinen flehen an! bcn alten Biegung«- 
toeifen be6 SBorte9 im XUbeutf^en (erbor, wel^e, infotoeit ed nSt^ig i^, fofitei^ 
na^^er angegeben loerben feilen. 3n Bufammenfe^ungen aber, in toedi^en SRann 
bag te^te fßort \% \a{ ber Vlural gew9bnli4 Seute fiatt SRSnner, ). 9. Mcr-, 
^n)>t-, Sebnglente k. V^bb. ber mAn, entmeber bnr^ aSe (Cafug nngebogen 
nnb alfo aud^ im $1. bie man unfer bie SRann, ober im (Hen. ®ing. be9 
mannes, maus, im 9{om. $(. bie manne nnb, mie €>4meIIer n, 677 anfiib^ 
er^ (na($ ^txiJ^wXxiiUW f^^Ii^er fBiJrter »ie 5Hnb, Samm, Sdetb ic) im «oc 
D. 3. 1429 manner, augerbem im 16. Sabr^. mtttelb. menner, mennir, unfer 
anSnner, fowie mbb. bie mannen == 2ebeng(eute, nnfer äRaunen, abb. ber 
man, Gen. mannes u. nngebogen man, 92om. u. fCcc. $(. nngebogen man (nnfer 
$!. bie 'SRann), altfä'ii^f. bcr man, ®en. mannes, mannas, $(. man; and^ im 
fCngelfSd^fw KItfrtef. n. 9[(tnorb. (in biefem ber madr ftatt mannr) btcgt bag 
Sort nnregelmSgig. 2)er ®otbe batte bie nnferm ber Kar, (Srbe, ftnabe tc. gleid^* 
flebenbe f4»a4btegenbe gorm ber manna a= 2)^enf4, toeld^em aber au4 (larle (Cafng« 
formen jutommen, g. 8. im ®en. @ing. ßar! beg mana (^att mamus), im 9tom. u. 
9cc. ¥t. fibmaib mannans (unfre gorm bie SRann en) nnb flart mans (flatt mannds) 
unfer bie SDflann. Sener f^mad^e $Inral flnbet fid( tiXL^ im i^ennteberl&nbifd^n, mo 
bie mannen neben bem fiarfen bie mana, mfib^enb im SO^telniebcrlSubifd^n nur 
flart bie man (au4 ^on 2>ieujimannen, ). 8. hör. belg* TU, 71, 2607), bie man« 
nnb bie manne «orfommt. 2)a9 Sort bebeutet nrf))rüngti(!^ f. to. a. ;,benlenbeg 
SSefen'' mtb entf))ro6 bem 6tng. be« tßr&'t eine« verlornen gotb- XBnr)eIt)erbmng 
minan ($rSt. \äf er man, mir mdnom, tßart. mnnans), abb. mSnan ($rSt. \^ er 
man, t»ir mAnnm^s, tßart. monan, kimonan), = beuten, moran beuten, meld^eg fl4 
tto4 in bem, etma unferm ^i^ er mag" «ergleid^baren got^. VrSterito-^rSfeng b. b* 
)um $riifeng gemorbenen alten tßrSteritnm man (flur. tnir mmram, Snfinitit) 
mnnan) s i^ glaube, balte bafiir, erad^te, gebente, erb^ilten bot 8on bemfefBen 
@ing. beg $rSt (man) ifl bann no(b mabnen (f. b.), obb. manOn, Don bem 
$rSfeng got(. xH mina, abb. minn, aber SR in na (f. b.) nnb, mag bagfelbe ifl, 
aninne (f.b.) abb. minna, fomie altnorb. bag minni » (Sriunerung, 8ed^r iura 
(SebS^tnigtrunle, abgeleitet; ton bem $art. beg $rSt (gotb- mnnans) enb(id( 
tommen bie attnorbifd^en !Sbrter ber muni « (Semtttbr ber monr » Sergnttgen, 
IBoQufl. iSben biefeg toorangsufe^eube CSurjettoerbum (minan) nun ^mmt in beit 
urbermanbten ^pxai^tn mit bem in bem rebn^Iicierenben lat. menbiiBse = fldb 
erinnern, gebenten, }n ®mnbe liegenben verlornen lat. minere (f. ®rimm 
®ramm. I', 671), bem aug bem glei^faQg rebu^Ucierenben gr. m^mona 
{/xipiova) = id^ gebente, mill, )n erfd^liegenben tßrSfeng mdnein (fiiveiv), ferner 
mit bem fanftr. man = benten, meinen, glauben, (itt^au. mineti = moran beuten 
(manTti beuten], ruff. nmjet* ss meinen, bB^m. mnieti, nnb bie ^ubflantite biefer 
8erba tat bie mens s ^inn^ <9emütb/ 3)ent!raft, gr. bag mtfnos (fxivoq) » 
mnt, »iSenllraft, ftraft, fanftr. ba« maaafl » ®eifl, (8emütb finb mit bem 
gotb* ber muna = (Gebaute, fCbfid^t, ^efd^lug^ unb ienem toorbin angefttbrtcu altnorb. 
ber mnnr )nfammen)u(alten. (Sin Sitereg fönr^elberbum aber, meldbeg in feiner $IuraI- 
form beg ^rSteritumg unferm SBurjeliserbum )n Orunbe liegt, jeigt meinen (f.b.). 

t bad äßdnna, —% oi^ne^L, ein gelbem, f ttglid^er ^mimfaft, koetdtfer 
in Keinen buri^ftc^tigen Sftrnd^en gefammelt tt)irb. 



maimfiat ^ tnftiinig 35 

ai|b. bat mamift (IraunUob €^. 18, 6, 10) , a^b. ba8 manni, got(. manna, 
flsjidffi^f. ba< numnA, anfgotomtnen ans biBIif^'gr.'Iat. ba« miim*, gt. ba9 
{jiAwa), meldte« and ara^. mann dg. « (Slcf^enf, iStobe, i»on arab. 
as tbeilen, »oU^nn (ant^rilen). 

mdnnbat s be« SNanned fü^ig b. l^. ^iratl^df&^ig, urf)>riinflltd^ bon 
$erfonen meibttc^ed ®ef(^(ed^te^, mit ber Sufamntenfe^ung bie äRdnn« 
bartett. bad 3){ann(!^en^ X)tminttttb. mannhaft = feft, ftanb« 
^ iDte ein SRann, mit bie aRdtin^aftigfeit bie SRiinnl^eit, 
o^ne ¥(., =: aßannedtüd^ttgteit. 

SRSnnd^en, niebcrb. m&imkeii, mtttclnieberl. mannekin, ijl «onSl'^ann abge- 
leitet, mannbar, «(aft, S^ann^eit bagegen finb mit biefem {nfammengefebt. 
!Z)ai Vbi. mannbar i^ m(b. manbiore, mittelb. manbdre, » )engnngefS(ig i9on 
miblt^en ferfonen, Don mSnnli^cn manbar erfl 1489 bei Sehannat gulbif^er 
2e^«$of ®. 381, 451. SRanbarteVt bei Doiypddiua 8(. 197^ n. 381**. 2)a« 
Vbi. mannhaft i^ m(b. manhaft = mann«, ^anbbaft, tapfer, ttoDon g(ei(!(beb. 
ba9 mbb. Hb), manhaftio, 2ater>n(b. manbafftig (9mo8 2, 16), bamit bann 
pfammengef. mittelb. manbaftikeit (b. i. manhaftio-heit) » f^tanbbaftigteit, 
nnfer 9Rannbaftigtett SRannbeit mbb. n. mittelb. bie manheit = mann« 
boM IBefen, tapfere« Sefen, %a!p\txUxi, mannbafte« X^nn, Snanneealter, im 
92bb. barni on^ f. b. a. 3<ugnngei»erm8gen be« Spanne«, mSnnli^el ^tn- 
fluiggglieb. 

mdnnig, rid(ftiger, aber jeft unttblid^ (toett man bei nur einem n ber* 
fn^t fein Tonnte, bad furje a gegen bie flu^ft^radf^e }tt be^nen) manig. 
(Sine je^ anger ben ^ufammenfetungen mdnnigfad^, mdnnig«^ 
fa(ttg (attettpmtic^ mdnnigfa(t) mit bie äßdnnigfaUigleit, 
mdnnig falten ^berbielfSItigen [„t>a€ ÜJuftgefieber mannid^falte 
ftdft anf (Erben" (^erber S(t. Urfunbe I^ 57)], auc^ mot mdnnig«* 
mal, nur fettene gotm, 

}. Q. ,ybnr4 m a n n i g e n 6teg^ (<S^ 8 1^ e 1, 196). Un^o^bentf 4 m a n n i d^ ober 
mani$ nnb barna^ manni^facb, manni^falt tc, ttie f(bo9 )• 8. in ber 
Oinui$ 35, 40 manieliTalt, 1469 mittelr^ein. manielifeldig {voe. w quo). 2)ie 
eigentU^e, reine l^o^b. ^orm t|l manig, mannig, benn m(^b. manee, manio, 
abb. manae, manaf^, gotb. manai^ toorüber f. bie Snm. Jtt man 4- ^^9 Kbi. 
mannigfa^ iil mbb. manecyach (?), mittelb. manicyach (Jeroschm 21555. 
23769); niannigf alt mbb. manec-, manicYalty abb. manac-, managfalt, manio-, 
manigfalty nrf^r. manacfald {voe. ' Eer^nis 192''), gotb- inanagfal[>B, aUfSibf* 
managfald, angetfS^f* manigfeald, aftnorb. margfaldr, » t)teIfS(tig, n)ot>on bae 
abb. HbD. manacfalto (ftatt manaofaldo), manag-, manaoh-, manigfalto, m^b. 
mauMTalde; ba« o^ne Umlaut gebliebene mannigfaltig mbb. minicTaldio, 
-▼eltio, mittelb. manichTaldeoh, mittelb. (mit Um(ant) m4iiioTeldio (8alamM$ 
hÜ9 @. 427, 40), 1469 mitteirbein. manicbfeldig (voe ex quo), abb. manac-, manag-, 
manigfaltio, « t)ielf Sltig ; bie 3)^ a n n i g f a 1 1 i g f < i t mbb. bie manioYaltichoit, mittelb. 
manicvaltekeit, manigveldikeit, ä ©icIfSItigleit; mannigfalten mbb. manec-, 
memc-,inanichYalteii, manigfalten, « t>ert>ieIfSttigen, an4 f. t. a. bnnt ^ufammenf eben, 
«bb. miliar-, manig-, mangfaltdn, s t>ert>ielfa4en. 8gt. -f a4 n. fal t. formen ttie 
man^fatb, man^falttc. finb t>BlKig nnflbliib; eber in i^nen mttfie mit 4 



26 mSnmoIttl^ — SRoim^btlb 

manäf gcf^dboi toccben, ivaasü ba ta9 in 4^«4|bcKt{^€ii |k emattente mang 
toie ^tai%, S>vaiig, (ang tc. gef))ro(!6ett toerben toflriic. 
manniglic^ = jebennann, alle aßSnnet unb ieber ein}e(n. 

8ei 2)t4tern Uiote mSnnigli^ betonet'' ($*d(t)^ G. 18, 128)]; an6e¥bem nur 
m€i in Kanjleien gelSnflg. 9R(b. männegltch (Porto^ S93, 24. 897, 9), 
menneclioh neben manmeoUoh, mannech-, manniohHoh , a^b. (aber nt^t fcfi^e) 
maniolih, ungut mumiohlich, eigeuUid^ mennegelich {Lamelet 2976), mannte- 
lieh {G4ne9ii 23, 10. 60, 34), a^b. manndgilih (Otfried an Ludwig 8), abgef^mS^t 
mannic-y manniglioli, maimiglih, ni(i^t )n{ammengef. au9niannig (man(!() unb 
-U^, fonbem infammengefiioben an6 mbb. manne geltch, b. t. abb. mannd kilth(?); 
neben bem fo gelSnfigen gtetd^bebeutenben mannölth, manndltch, mannilth, bann 
mannelich, mffh. mannelfch (?), im 3nnern gelür)t manllch, man-, menlSch. 3n 
abb. mannökilih nnb manndlih aber i^ mannd ber ®en. be6 $(. )oon ber man 
Ttanu (f. b.) nnb in bem legten Uh unfer -H^ (f- b.), in bem er^en kilih 
nnfer gleit} (f. b. nnb ieg(i4)# tottiit beibe, )nmal küth, bei toorgefe^tem ®e- 
nitito im Wfi). fotiel al6 „ieber'' bebeuten, atfo iene mann6kilth unb manndUh 
glei^fam : ber ai^Snner g(ei4, ber äl^Snner ieber, b. b- bie (Sefammtbeit ber 
SD^Snner, bie fRSnner inagefammt mie einzeln. $a9 i oor g nnb im a^b. mamulth 
Dor 1 ijl Knglei^ung be9 früberen 6, bann o an ba6 i in lih, unb baa flbiectit) 
toax fd^on im SKtbo^beutf^en me^r im 9{ominatiD ttblicb, feltner becliniert. 3n* 
fammenfetnng mit mannig (f. b.) angnne^men verbietet an^ \^on ba9 bot>))eIte 
n bier im ^lU n. a)^itterbo<bbeutfd(en. 

bie aß an n in = t>om Sßann ©tammenbe, feine ainge^brige ic. 

%n%tx ben 3ufammenfe4ungen bieflmt', ^au^tmSnniuK. nur no^ alter« 
t(fimti4* 9ei Butler (l SRof. 2, 28) aRennin, m^b. bie m^ninne, mennin, 
au<b « anannioeib {voe, iheut. t». 1482 91 t1*), ba8 geminiuum bon ber 
ankann. 

mannifd^, abj., = einem äßann angemeffen (@ dritter 9Rac6. 1, 6). 

and^inbcrfl*, laufntännift^ jc, fotoie in ein*, gtoetm8nnifd(f 

2C. (gtft im 16. Sa^r^. (bgt. STOenfci). 

ütbb. menniach =: menWi^ b. b- aI6 a)^enfd( au9febenb (nur PaniM 467, 29), 

im 15. Sabrb* f. d. a. mami^ft, mSnnli^ («oe. th»a. t>. 1482 $dl tI*). 
bad Sßdnntelfen, gefttrjt äßdnnle^n, —9, $1. »ie @ing. : in 

mSnnlicJ^er 92a(!^fommenfd^aft tetetlenbed Se^en (Se^n). 

9Rbb. in Urlnnben ba9 manldhen. (9en)0(nli4» aber toeniger gut, in uneigent« 

Ü^tx b. b- ntit bem ®en. «on 9)^anu gebilbeter ßnfammenf. 9D^aune(c(eu. 
badSDtannlein, ebtere^ [oberb.] £im* t. berüRann. SgLaßSnnd^en. 

9Kbb- bag mennelin, abb. bog manniltn. Sgl «(ein. 

mdnnlid^, flbi. : (räftig unb mutl^ig ateSRann. SRit Umlaut mdnm 
tl6f, 9lbi. : einem Sßanne gejiemenb, bem (S^arafter M SRanned ge«» 
mag. 3ufammenf. bie SWanntid^feit 

3ene beiben Jül finb urf|)rüngli4 eine, benn m^b. manlioh fottie mit Umlaut 
menlich, f)>5t''aib. (11. Sa^rb-) manlioh, = bem Spanne gegiemenb, mutbig« 
ta))fer, lootou ba9 mbb. Sbt». man-, menltche, -Höh, as äJlanne^tteife, tapferer 
Cßeife. 3ufammengef. mit a^b. u. ml^b. man 9Jlann ({. b.). aRSnttliii^Ieit 
i|t fpSt im 15. 3al^rb« manlioh-, manligkeit, manlikeit. 

ba« a»dnn«bifb, -e«, % -er. SSgl. ba« ffieib«bilb. 



8et «nt^er 9ef. 44, 18 tt. 3cr. 80, 6 ba8 iRan8(i(b€, 8 SDtef. S6, 17 im 
9I-9ean6%tIbe, t>on gegoffenen im $1. aßandltlber (9f. 16, 17). SRann«- 
bilb i|i nnei0entU4e Bnfammenfe^ung au« m(b. maxmeB liilde (PorsMi 497, 29), 
100 ba« bilde (mifer ^ilb) s lebcnbe ®efla(t, ^erfon. 
bie aRdnnft^aft, ^L —en : ©efammt^cit ton SÄännern too^tt. 

äR^b. bie mansohafli s= 2e(n<(ttlbigitng, «treue, «f)!!!^!, bann au^ (aber 
er|l in Urlunben) 3nBegriff ber SD>{annen eine« ^ertn, morous bie heutige 9e« 
bentun^ f4on bei Sut^er 1 @am. 24, 8. 26, 2. lBg(. -fd^aft. 
ba« aRdnnfen, — 9, % tote @ing. : aßann«)>erfon (©btl^e I; 155). 

Crf 1711 bei »&b(ein 62l^ mettcr @. 1040* aud^ IBeibfen (f. b.) ^at; 
ebenfo 1719 bei gramer bo^'^iebertentf^e« DictionAr. 141* Tlann^tn. 
bod SD^anndgerät^e. bad äßdnndle^en, äRdnn^le^n, (effer 
aRdnnle^en (f. b.). ber SD2dntt«tnenf(l(^= bieaßdnnd))etfon 
(18.3a^r^.). tndnndtod. bieÜRdnit^ttett, bie ^flange eiyngium. 
ba« aßdnndbolt. bie 3ßdnnd}ud^t. bad SJtdnntoeiB = 98eiB 
mit tnännltc^etn {Benehmen, mSnnltd^er ihraft 

9[u«genommen 992 a n n m e i b , uneigentlid^e (genitibif ($e) 3uf ammenfe^ungen mit 
bcr S^^ann. 5S)a« erjle bei Sut^er 6 Silof. 22, 5 Wlan€ gerete = ^mSnnUd^er 
«naug", na4 bem ^eBrSiWen, too -ijjj ij^j. aWonn«menf^ bei 9. ©. Soj 
3b. 6, 36 aM nieberb. ber Mannsminsch, -minBche (^d^fi^e m, 101. ^^am« 
(a4 180*). 2)a9 fihl mannStolI jeigt fi^ in mbb. mannes toi (LiederSaal 
n, 687, 91). 2)er 9}ame SKann^tven enbli^, bei Soniceru« (f 1586) 
^enterb. 91. I0d**f. Sl'^anndtreR), iß na$ ber Qirhmg ber SBnrjel gegeben, 
)oe(4e bie SRannbeit ober Beugung9traft be9 3ßanne9 )u ftSrfen unb in mehren 
gebrannt mnrbe. SD'^annneib 1678 bei jtramer teutf4*ital. Sortb. 762^ in ber 
»eb. awiiler. 
tba« 2Ranot5rc (fpric!^ Manoewer), —9, ^t. tttc ©ittg. : Ifinftll^e 
SBenbung^ ^e^^, @(!^tffdfc!(|tt)enfung , ^eere^übuns. man9t)rteren 
{\pxxä) manoewrtren). 8eibe erft im 18. Sa^r^. 

a]^an'dt>re ifl aud frau}. bie manoenyre = $anb«, Knnßgriff tc, mSrtlid^ 
f. b. 0. ^aubarbeit, n)eI4ed au« bem gteid^beb. mittellat. bie manöpera, }ufammen« 
gef. an« (at bie männs = ^anb unb bie öpera s= flrbett. Son jenem frau). 
6tt(fl. lommt bann ba« fron). 9erbnm manoenyrer, tooran« mauKtorieren. 
t bie SKonfdrbe, ¥t. — n : iBad^ftube. 

In« frann. bie mansarde, »el^e« }uerfl » gebro^ene« 2)ad(, nnb ein fo(d(e« 
Mon 1721 bei nn« k la Mansarde (JablonM Lex. @. 166*), fo benannt na4 
bem (Erfbiber be«f elben, bem fran)bflf4en SBanmeifier Ram^ Maniord (geb. 
1698, t 1666). 

mdnf d(fen = burd^ einanber mengen, bef. pffige ®))etfen. !£)abon ber 
aßdnfd^er, moDott iDeiter bie 9Kanfd^erei. Unebte ffibrter. 

2)a« f4on im 17. 3aH. übli^e SD^aufd^en (etieler &p. 1268), an4 
mantf^en (9l8b(ein 622*), f^eint, loie Inntf^en (f. b.), mit einem an« tz, 
z ^ert>orgegangenen tf^ (f. b.) au« SItercm mantzen, manzen gebilbet, mel^e« bnrd^ 
9n«ilogung be« ^e^Haute« o ober g getürgt \ft au9 mangzen (?), manczen (?), 
abb. mäncazan (?), einer Abteilung mittel^ mbb. -zen, -ezen, abb. -azan, l»on mbb. 
mengen mengen, im VrSt. manete, alfo i»on bem Stamme manc, mang, 
aianf^er bei Stiele r a. a. O. 



28 aRanf^eller — WtMtX 

t ber attanfd^cfter, ein fammctattfge« (»aunttt)cnen:*)3ettg, 

erfunben tn ber @tabt Manekester in (Englanb unb iuertl bort getooBen. 9ei 
im« er(l im 18. Sa^tt^., mit f^ nad^ ber engUf^en Susf^ra^e be9 9{amen8 ber 
@tabt : M&'ntsclie8t*r. 

t bie SKanfc^ctte, ^t. — n : ^anbcrmef, «^fraufe. 

bereite 1711 bei 9tSbIein 621^, aü9 fran). bie mancbette, einer flMeitung 
t>Dn franj. bie manche = (Srmel, met^es an« tat. bie minica s (Srmel t>on bie 
mihias ss ^anb. 

ber SKantct/— «, ^t. SDlantet : toette« am 5)atfe jufammcnflel^aUenc« 
Übetfleib; terpQenbe Üeberbedung iDorüber; f^crm aum (Singug. 

Wfb. ber mantel ($(. mentel), mandel, mittelb. an(i @4tnn für 8elagcrunfl«« 
tterlljenge, fo»ie im 16. ^a^r^. mittelb. mantil ton ber Süßeren Qerieibnng in ber 
Oaninnft a^b. ber mantal (?), mandal, mantil, mandil, mantel, nur toon Jenem 
ttberfleib, an« mitteOat. ber mant^lliu, (at. ba« mant^llnm, mantdlnm, s »eite« 
ttberfleib. 2)ie f))ri4m8rtli4e 9tebeneart ^ben SD^antel nad bem SSinbe lehren" 
erf^cint fd^on im m(b. man sol dSn mantel kdren, — als ie Qe] die winde 
sint gewant {IHstatn 262, 82f.). 

ber üßdntel, — «, ^L SKantel : üon einem aufammengefalteten ©tfitfe 
SEud^ Im $anbet ber torbere Zf^tü, totiä)tx hvixä) bie treffe ein fd^»* 
nere« Slnfe^en er^&tt unb um bad ianit s^f<^I<^fl^n i^^ ©d^au 
audgetegt toirb. (Sind mit bem ))or^erge]^enben SOtanteL 
ber üßdntelfad = tönglid^er mnber JReifefatf iunä# jum S»«tfü^ren 
be« üRantet« (f. üßantel 1) gu ^ferbe. ba8 2KdntetftücI = 
))on einem @tiide Zvl(^ bad ©tiid, an bem fic^ ber SDJ ante! (f. 
aRantel 2) befinbet; [bilblid^ in ber SBetterau :j ba« »efte t)on 
^txtfinoüm, i. $. er befommt bei ber Z^eitnng bad aßantelftäd 
t bie aWantttte, $(. — n : grauenjimmermäntefd^fen jum Staate. 

^ 19. 3a(r^., an« frang. bie mantille = fd^kDarjfeibene« granenm&'nteld^en, 
f^an. bie mantiUa s @(j^Ietertn4 ber f^anif^en granen über ben J^of)f bt« pm 
®ttrte(, Don tat. ba« mant^um, »oran« an^ mifer SDiantel (f. äßantel 1). 
t bie üKanufactiir, ?t. — en : anftalt im ®ro§en jur «nfertigung 
t)on ^engtoaaxtn, ®tto\xlen, ©eminben unb bergleid^en. bad äßanu^ 
Utipt, — e«, $1. — e : ^anbfc^rift, befonber« eine« IDrudtoei*«. 

Oeibe bereite 1728 bei Sperander; im 16. 3a(r(^. niebert mann£Mtaze » ^b- 
arbeit. fLu$ franj. u. engl, bie manufacture s (Innflgerc^te) ^anbarbeit unb tBerf« 
(aue p berfelben a(8 einer föaare, b. i. neulat. bie manofaotftra, ^ufammengef. 
au« lat. bie mänus = $anb unb bie factüra » 3u^^^<^^n6 bon fäoere » ma^en. 
SD^lanufcript ift au9 mittellat. ba« manusorfptum b. i. lat. minu scriptum s: 
mit ber (eigenen) ^anb d^ef^riebene«. 
bie aKd^)pe, ?t. — n : ?a<)ier*, ©ci^riftem, äeid^entafd^e. 

iBereite im 17. Sa^r^. geläufig; 1668 bei @4otteIiu8 @. 1861 bie Wtappt 
=s tßapier „babon man ba« gefd^riebene tt)teber ablef^en !ann'% 1678 a)'2ap)>e = 
Jtarte, Sanbfarte (gramer teutf4-ital. Sortb. 762**). Son tat. bie mäppa « 
$ortu<!( bei %\\äit (©erbiette), au^ benu^t, um barin @peifen bom äl^a^Ie mit 
na4 ^anfe )n nehmen, 
ber STOarbel, — «, $1. toie ©ing., toa« ®tü(fer, ©d^uffer. 



SKUtt^en — aDtän 29 

9n £|ilniigen (»gl. 9teinioa(b I, 100). ttxftiribigU^ i^e^nffer (e^eS- 
Mdclten) Hon ä^atmel {Wtaimoxy , btnn ba« tBort i^ ba« 1711 bei 9tKbIein 
6S2» toeneidftnete ber SKarBel, äRarmcI, f))ät-inbb. ber mftrbel, marbel, s 

. SRamer, in ber mftrbelstam (voc. oon 1419 bei ^d^meller n, 620), 1429 
marbdlrtun (Üb, orcL rer. IBI. 18^), « aRarmor^ein. 2)tefem mttriM)], nuurliel 
aha gebt, U)ie im 16. 9abr^. ber marwelBiem geigt, ein mllnprel, marwel t>or- 
au«, »el^eg mit Übergang be« m in w ba« mbb. ber mamel, memel, nbb. 
SRormel (f. b.) ift )6gl. b an« w 8b. l &. 125 nnb w aug m geigen bai^er. 
Erwel, Etaiwel, Paiwel, Wirwel (in SCbentinng ba^er. (Sbronif, VnSg. to. 1666, 
8(.78eitrbeI)^ttarmef,<^(m(ein,9StmIein(et)ro8), Qürmlein, miemanbenn 
am) ba^erif^ ber Marwel = SRarmor n. ^neSNigel^en toon Gtein (nnfer 
»bigeg SDtSrbel) fagt. €>iebe €^^mener a. a. O. nnb beffen SDihinbarten 9ai^emg 
€. 118, 669 ff. ]6gl. an4 mau 2. (SngL marble = SRarmor nnb fleinemeg 
6(^neinage{4en ifl ang frang. marbre fiatt marmre, alfo romanif^et jBilbnng. 

ba« aßar^en, — «, ^l. toie ©üifl. : (grjS^Ittng einer erbic^teten «e^ 
geben^it ober jufatnmeni^Sngenber Gegebenheiten, Bef« munberbarer. 
2>tnL t>on bie 9)ISre (f. b.), »el^eg ton i^m (ente terbrSngt ift. 

tber aMarcii>an, beffer oI« aRariit>att (f. b.), 
tocil onfgenommen ang ital. manapine. 

ber SRarcomanne, — n, ^l —n, genauer att STOarfomdnne, 
»eil nnbentfd^ in gorm nnb Betonung an« bem latiniflerten MaroomiminB, 
listiger Marc<$maniu (THeüua Germ. 42), totl^tt nrf^rttngli^ bentf^ IBoRgnomc 
jner^ bei Cäsar de belle Qallioo 1, 64 tortomm.t nnb im SUtbo^bentf^en )nn&(fl 
Marabaman.. Marcaman , mit S^erbnntetnng be« Bufammenfe^nngg-a Marco- 
man, im @ot^if4en Markamans (anten mürbe nnb nngmeifeü^aft Grengmann, ©reng« 
bemobner bebentet atg Bufammenfe^nng mit bie SD^ar! » (Srenge (f. bie Vtaxl 1). 
Xeinbentf^ ingorm nnb 8etonnng toärbe gegenmfirtigandrfmann fein, n. an^ 
f4on im fCU^od^bcntfiben i^ na4 3ac. i^rimm Maroman gangbarer Sß{anngname, 
im äyhtteI(o4b. ber maroman s= ®rengmS(bter, SDlarfgraf (Klaffe 1869). 

berSWarber, — «, ^t. »ic ©ing., ein befannte« Heine« SRaubt^ier. 
J)abon ba« Äbj. mdrbern = au^ SWarberfefl gemacht. 

3ene« an^, aber nngnt nnb fettener, Sl^arter. Wjlb. ber marder, au^ (mit 9n«' 
fad be« innem r) mader, angerbem ber mart, a^b. (er^ im 11. n. 12. 3a(rb.) 
marder, got(. marlnrs (?), angelfS^f. meard. SBol an« bem gtei(!(bebentenben tat 
bie mibtea (Martiälu 10, S7, 18), mebon mittetlat. ber martoB, mardaniB. mar- 
darina, moran« {ene bentf^en formen auf -er. 

bie SWare, ^I. -n : ®ti&d^i, ^a<i^xl6ft tooton; (grjä^tung einer «e*» 

geben^eit, einer erbidftteten Gegebenheit tc. (toad Tl^xättn); (Sr^ 

hiifttM. Sflnx nod(f altert^ämli^. S)at)on : bo« äßard^en (f. b.) 

nnb ba« urf)>rflnglic^ ^oc^b. S)iniinutit) ba« äßarlein (bgL «(ein). 

8«fl[ig nnnSt^ i^ mit bem 2)ebnnng«-b bie ®4veibnngSKfil^re, SDlSr^en, 

SR&bvIein, meldte mol al« bie ttbli^^e, aber ni^t al« allgemeine nnb ^ift 

ti^ge begeii^net werben tann. 3)te Wt^xt i^ mbb. bie miore, mtttelb. bie 

mlie, 3B 8erflbmtbeit, miinblid^e tugernng, 9tebe, jtnnbe, ftaöfxiäit, (SrgS^lnng, 

2)i4tung, Qlreigni«, Umflanb, abb. erfl bei Koiker (f 1022) bie mir! » fbf 

rBbmt^t, €lerfl4t, 9}a4ri4^ abgeleitet ton bem al^b. flbtectib mAri, mAre, mbb. 

nunre, mittdb. m«re, gotff. m4n (?), attfS^f. mAri, angelfS^f. mnre, mdre (gnerfl 

« ^fL, Uax, f^tfyc, bann belannt, berttl^mt tc), altnorb. maorr (eig. ^ rein), moom 



aO WtmOit — f»«via 

» iBotton gef)}ri>4cti imb ikDor oiel vaaM gern gtflnro^ett toicb, Mdtttt, Berühmt. 
JBon btefem libt. aber ift oit^ abgetdtet a^. mAmn (b. i., ba ^ier ir toitan« 
gUi^ung aud ij, mftrjan (?), eig. mArian (?)], m^b. mnren, got(. m^rjan, = 
(etttxrt) t)etlüiibtgen, belamtt ma^n, t)on »eifern fßrt^m bann a^b. ba# mAri/ 
BiAre, m^b. ba# msre, mtttelb. bad mdre^ s ^ae man )U fftgeir, }« ev)ttfflen 
l^at, ämht, <9crll4t^ ißa^rt^t, Siebe, (Sr)ä^(ttng, (Stfiffim^ einer benftoürbigen, 
U3unbetBaren Segd^en^ett^ bte 8egeBenbett fclbß (a(9 (9egen|ianb ber <St}fi((mig), 
crbid^tete (SrgS^Cnng, Srbid^teteg, (Etbid^tung, ^eigni«, altfrief. ba« mdre « Aunbe. 
&. ®rinim ^ramm. m, 500. Übrigen« gieng biefeg 9lentTum in ienem %tm. 
bie SDlSre anf. 2>a9 SD^Srlein, bei Sntber (finc. 24, il) SD^erlin, ill mbb. 
bag marelixi, merlin. 2)ag nietterantf<(e : S9a« iff d' Mtr (ber SO^Sre)? (Sg 
ill etmag d' Mir (ber 9RSre)l = (jn feben nnb) )u b^^ren, flnbet fi^ f^on im 
^e(bettbn4 (1546) 81 %4A „f&tt flop^tt fo emlHi^e, — föa« mag ber mSre 
fein?^ ^nb 9(. £7« ^bo lieff ber Serner bofb, trab mo(t eg befeben mag ber mere 
mere'', »o Donutg ge^t, bag ibm «^bie mere'' (» Gegebenheit) gefagt morben war. 
^iefcg ber mSre t^ ber Oen. ^ing. t>on bie äRSre. 
bie aßareCle, geUrgt k)on SlmarelCe (f. b.). ^nöt «)on ber aprtcofe. 
1711 bei 9tSb(ein ®. 633*» (ber $(.) ^^SD^areUen, «moreaen^ fowte &. 628* 
bie ^SD^aride, WttxWU, Kbricofe''; 1678 bei Aramer tentf4-itat Smrtb. €>. 
673* bie aRarelle » Sei(]$fel(trf4e nnb @. 678'' bie äRarilU » 9C)>ricofe, 
1605 aRariKen (J9uMm 96*). 

t 3Rargareti^a, aßargaret^e, {^rauenname, ^ift rtd^ttg aßarga« 
teta, SKargavete^ 

m(fb. Margardte, aug gr.-lat. Margargta, eig. Margarfta, mef^e« aug gr. ber 
margaritgs (fjux^aglTtjg) » f er(e, ttorang m^b. n. mittelb. bie margarite, feiten 
and^ (mittelb.) margargte, » ^erte, tt)e((beg and^ alg (Sbrenbegeifnnng ber 3ung- 
fran SO^aria (Wakh&r 4, 86) fomie ber b^figen (Slifabetb bortommt. (S^etttrst 
(Btttfft, ttwbon SHm. ^ret^^en, ^{t ri^tig ®rete, (iret^en. 

ber ÜRatget, margetn, üMi(3^er SWcrgct (f. b.^ metflcrn (f. b.). 

t bo« SRargindle, ^t. ÜWargindllcn (öritBig) : SRanbbcmerhang. 

Qereitg im 17. 3abrb. 2)te f54(i(be gorm beg neulat. Stbjectibg marginAlis 
= ben 9lanb ((at. margo, (9en. märginis, f. bie Wlaxt 1 fCnm.) betreffenb. 

t SKarto, — 'ö, mit abgeWtoäc^ter (gnbung 3» arte (SpIMg), — n«, 
$t. bie aSariett, ghi:auenname. 3^f<^^^>if* ^^ ^^ ®^^ * ^^ 
aWortcnbilb = »ilb ber Sfungfratt aWoria, ber aWtttter Sefu; ber 
SRarienfaben, ba« äßariengarn, » fliegenber @ommer, waif 
ber dungfrau aRaria benannt, toetd^e fit^ ba6 SoR aud^ f)>innenb 
backte (f. ®rimm SR^t^oL 440); ba« aRarteng(a« unb ba« 
ailatiengra«, f. bie 9nm. }u grauen; ber äßariengrofd^en 
a« 8 Pfennige geltenbe ©d^elbentttnje mit bem ©itbe ber Jungfrau 
aßaria; ber ÜKartenIfifer, ba« SKattenfälbci&en, = ein rot^e« 
Säferd^en mit 7 fd^toarjcn ^üuctd^en, ein m^t^tf(!^|er 5Kame, in tt)et(!^em 
SKaria für bie altnorbifd^e ©öttin ber ßiebe Freyja, ol^b. Frouwa 
(f. bie Slnm. gu graue n), eingetreten fd^eint, ebenfo in b«« aWarten^ 
)>antbffeld|fen = bie ^flanje trifi^um melil6tus; beren Stumen 



itftritte — 9lir! 31 

einem tMUtSä^uf^ ^tAia^ finb; ber aRartetttag »* (Sebtt^ttti^feft^ 
tag ber dnngfrau SRavia. SRariane, f^raitetmosne. 

SRa ri 0, 9X ati e, m^b. Mutft u. MaijA, M«ijo (Oen. Märten, liaijen, Meigen), 
0^. Marii n. MaijA ((3en. Murl^ n. MwrjQn), got(. Maria, Maija, ott^ Mariam. «tt« 
(hr4Ii4«gr.4at. Maria s. Mtfria, ftr4U(i«gr. Maria (Magla), toe(4^ ^^^ MariAm 
(MoQtdfi), tote bie €e))tuaginta für ben (ebr. Srancnnamen MizjAm (q^np) 
f^rriSen. 2)iefe« Miijiin aBet ifl dgentitf aB|lracte9 @u(fl. bon ber ®ttr)el mArft 
Ctj>}) = »iberft)aiiHg fein, ber 0x16^ ber mert {vyq) = ®tberf»>rn4, ©iber- 
f^ettfHglet^ onge^Srt; baiu4 iD'laria f. )». a. 2ßiberfi)ru4# b. \: fBiberf))re((enbe, 
IBibertDenfHde. SRit mirar hip) = ^bitter fein'' 6at ber 92anie n^t9 )n 
f^Ktt. SRartane ill ba« gen. be« i»on Jenem fird^tt^firMat. Marii «bge« 
leiteten ntttteSot. Vb). mariAniu « ber Sung^an SRaria (SKntter Sefn) angclfttfrig. 

t bie SRartne, $[. — n : ©eemad^t, ^(otte (]. 9. (xittbel^martne). 
Bereit« 1728 bei iSJperander 366*. 2)ae glei^beb. fran). bie marine, one bcv 
fiibftaitii»if4 genommenen »eibl. gorm be« tat Kb}. marinns » boa SReer ((at 
mAre) ange^enb, SD^er^ €ke«. 

tmarinferen, $att. $r&t mariniert : einen ©eegeft^mact geben^ in 
(Sfjtg mit ®eb)fir} eiiunati^en. 

8ereita 1678 bei Aramer tentf4-ital. IBortb. 76S'* mariniren, an« bem 
glet(|Beb. fran|. mariner, »el^e^ (oteinif^ marinOre (anten »ftrbe, l»OK lot. 
mariana (f. JRarine ftom.). 

bie SRarl, ^L — en : ®renje (f. «nm.); ©renjtanb, *<>robtej; (a*ge* 
grenjte) Unterabtl^eilung etne9 @aue6 ; abgegrenjter ®nmb nnb ^oben 
ottOejirl; ®(etd^bered^tigten gemeinfam ge^t^rige^ gefd^Ioffened Sialb^ 
Skibegebtet 

aßarf ifl baa oüe, e^tbentf^e JiBort fflr (Slreii)e(f.b.), ober iefet bnr« bief e« 
gelSttfig gemorbeae nrf^rüngli^ \\iixo\\^t iGSort fafi loerbr&ttgt mib nnr mebr no^ 
altertbflmli(i^, ). 19. «ip (ier bie a^arl feiner [bee aRenfd^] 8efitmmnng ?" 
(64if(er KSnb. 8, 3); ^4ier fle^' i^ an ben SR arten meiner ^oge'' (AiJrn er 
Sefer n. ^4». 1814 €^. 66). äR^b. bie marke, marc, march in ben obigen )6e» 
bentnngen, abb. bie marha, marcha, miracha, maroa, marha, s Orenje, aber 
o»b f^oti ersei^nnng, Knff^rift (3I $anrblatianai 4*), gotb* bie marka, a 
3ren)^ oltffi^f* bie maroa a l^^umi, 8anbgebiet, enb(i4 ongelfS^f. bie meaio 
» 3iel|nittct, 3iel, ^rcn^e^ iMkt, Oemarfung, bogegen attnerb. bie mörk (Oen. 
muBkar) « Salb, »el^e 9eb. na4 3acob (Srimm (Orensaltertbttmer €$. 2f. 
mb bestf4e SRi^I. @. 60), infofem bae aUnotb. Hb}, (mit 7, bem Umlante 
be< n) m/rkr, bfin. n. f4tt)eb. mOrkr, = banteC, finfler, ba|n gebalten toirb, bie 
ssfiRfitigll^e fein bttrfte, mie benn in ^^ra^e nnb 9oefle ber f4n>ar)e, bnnfle 
Oaib fdn gatef tte^t bat, berfelbe fl4 pxt <Sh;en|e t>ortrefPi4 eignet nnb* im 
ntectbnme mirdi^ grofe CNIbet Sölferf^dben ma^en. !^ie obige tef^te Be- 
bentnng ttalb, fBalb gebiet l&ge bienia^ tief in bem ttorte bie JD^art be- 
grinbet, metttef ttbrigenf ber $antt)erf4iebnng gem&t genau mit Ut. ber u. bie 
maigo (<icn. mirginia) a Stanb, fittfierfteO (Snbe, <9ren)e, fHmmt. 

bie Start, unteränbert beim 3S^(en [3. S. n)iet)ie( SIRart? brei 
SRart :c], ein ®otb« ober ©ilbergetoid^t (24 ftarat ®i)(b, 16 l^otl^ 
©llber, eine feine a»arf «= eine üWarl reine« b. ff. nnt)ermif(3^tc« 



22 atati — iRatfe 

®oti> ober @ttber); 9le(!^nuiigdmttn)e, n>e(<^c ). fö. in (^antBnrg itttb 
Sabeif aü aßatt (Sourant =: 12, in CxtioButg att üßart »attTo 
SS 15 StCBergrof^en f)reu6if(l^ ift. 3m neuen 9{et(l^9män}gefe6 t^om 
9. 3utt 1873 bie att JRed^nunß^ein^eiWftüdt befttmmte, Vs be« iü* 
l^erigen preuß. SC^oIer« ober 35 Äreujer rl^einifd^ betrogenbe ©ttber* 
mttnje, Don toelditt 90 ein ^funb n){egen. 

^fjlb. bie marke {NibeL 1063, 8) , fa|l immer geNirst marc [im 1^1 marke 
unb ge!Ur)t maro], an^ march, a^b. (nur einmal unb )mar im 12. 3a(r(.) na4- 
»ei«Bar) bie march (^Z. trevir. 9, 11), = Vt ¥f«nb (Oofbe« ober ©Über«), 
fester tta4 biefem Getötete aml( eine Krt (i^(be9, 1476 dei(>if(( marok = 12 
©^ilUnge, toie no^ ie^t in Hamburg unb Sttbed; a(tnorb. bie mörk ((Ben. 
markar) » </t Vfunb €>itber; mitteaat. {an9 bem SDeutf<l^en) bie mäioa « 
Vt 9funb. CBo^er aber j[ene€ beutf^e SBort ? 

ba« SRarl, — e«, ^t. (ungetobl^ntt^) — e : innere fette ü)?offe ber 
ftnod^enl^b^tcn; innere lodere SKaffc ber ©tämme, ^fte, ©tengel k.; 
innere« ©oftige« ber grüd^te; [im mih. UMiäf :] 5Ro^r]^ofteö unb 
«efte« tooüon (1 ÜKof. 46, 18); ftarfe innere Äraft i^Oottl^etf). 

Qei Sut^er, 9Iberu9, 1605 im voe. gmunagemmdrum, 1488 bei Byeknum 
ei ni« ba« mar(t; 1482 im ikw. ^leto. 8(. t6* mit VuefaS be« r jmeimal ba« 
maok [in Stncäfta unb gebem]. IDHt f, d flatt g, benu bie ri^tige ^0($b. gorm 
mürbe äRarg fein, mie ©4»^^^^ (n> ^^^) im Qai^erif^en onfett unb mie mir 
8erg, I9a(g, 5t(ang tc. f^reiben, ni^t läerf, läalf, A(anf ac. Wjlb, batmazo 
((den. marges), frii( an^ mit cb flaU g (t)gL manni<t |latt mann ig) maioh, 
a^b. ba9 marac (®en. mirages. Dka. m, 618''. 601^), maro (®en. marges), 
marg, got(. marg (?), aftnieberb. ba8 marg, nieberlSnb. ba9 marg, merg, angef« 
fS^f- mearh, engt, marrow, attfrief. ba9 merg, meroh, altnorb. ber mergr, f(!^meb. 
ber mftrg, bSn. ber maro. 2>unn€€ Urf)>runge8 unb mtttelfl -ag, -ao, n^b. «g, 
abgeleitet; ob aber }ufammengeb8rtg mit bem glei^beb. senb. mazga, altftam. ber 
mozg"? 3m fC^b. lommt ba9 SSort nur üon bem 9^arl in ben 5tno^en bor, 
m^b. im 14. 3a(r(. aber an^ f(!^ou bon bem im I3aume. 

ÜKdr!ort, giame be« 5)ä^er« in ®'6tf)t'9 «etnele gud^ö. 

f[u9 Marqnart im Bemeke Vo$, @. bie aumerl. )u WtatUll 

bie awdrie, ^f. — n : 3ei(!^en, ftennjeid&en. 

2)iefe weibt. gotm )uer|l bei @teiuba4 (1784) n, 27 ; bagegen 1691 no4 bei 
@tieler @p. 1271 unb frttber ba9 Wlaxd, m^b. ba« mare (<9en. maxkeB), 
» 3^4cn; a^b. [nur einmal unb gtoar im 9. 3a^r(.] maro s 8egrett)ung 
(affaBmann ^entmSter I, 82, 21), mo^er bann, bur^ bie Qebeutung „fbt* 
3ei4nnng^ (gteidtfam (Srenuei^en) (inbur^gegongen, Jener m^b. begriff ^B^^en^ 
f^ bilbete, mie bereit« altnotb. baO mark « 5tenn)ei<!^n ifl; au4 uiebeib. baS 
mark = Seid^eu, Sterfmat 2>a« ffiort, mit Übergang be« meiblid^eu (Slef^te^teg 
in« fS^Iidte, ifl 5Nir)ung au« a(b. bie marha, maroha, got(. bie marka, = (Bxtait 
(f. bie 9RarI 1), unb unfer gegenwSrtige« bie SJ^arfe fe^rt in (Snbung unb (9e* 
Wtii glei^fam mieber )u jener nntoerlttrjten üUeflen tteiblid^en gorm ivtxüä. 

bie ÜKdrte, ?L — n : ^anbtung«^ SBaarcnjeicä^en ; 5Red^en}>fenni9 u, 
bgt. in äJertretung be« ©elbe« beim ®piüt. 

ICu« fron), bie marque s 3ci4(n,ftcnn«,91()ei^n,€>tem^eI,ita(.,t)robeniaL,ft>an., 
))ortugief. bie marca, mel^e« ou« got^. bie marka, a^b. maroatc. (f. bie äRarf 1). 



matten — Sßarlolf 33 

matlett — oBgrenjett/ b^id^nen« 

i^. marchdii, ittebetb. marken (s fennjeid^nen, befonber9 SBaaren), ongel' 
fS^. mearoiaii (» be)ei((nen), bon o(b. maroha ic. (f. bie SD^arf 1). 
bcr STOatf er, — ö, ?I. toie @ing. : auö einer STOarl Oebürtiger, aHort 
beiDoi^ticr; Seret^rigter an einer SKar! (einem SWarlwalbe ic). 3*^ 
famwenf. in ber leftten ©eb. : ba^ 9Rdrterbtnfl = (5Rflfle*)®e* 
ric^t ber tetfammclten SKärler, 

im 15. 3a(r(. ba« merkerding [2)ing (f. b.)/ tn(b. u. a^b. ba9 dinc, = ®e- 
rt^t]. ä)^ Stier ifl m^b. bec m^rknre (?), merker, abgeleitet t)on bie ä^atf 1 
(f. b.). 
ber aßarf etenber, —9, ^I. toie ©ing, : mit in« gelb jiel^enber @ot 
botentoirt^. !Dai5on bie SKattetenberin, ?L — nen. 

3eiieo mit beibehaltener frembet Oetonnng bentf4 gebilbet nnb and bet Ariege« 
f^ra^e getSnflg, BeiSDlof^ctofd^ V^ilanbert). €^. betSJ^ardatenter, im @im« 
))U€iffimne ÜRarqnetenber, 1647 bei 0(earin8 n. 1678 bei fttamer 
tentf4-ita(. Sortb. 763« SRatct etenter (= (SinjeltoerfSufer bei Sattfa^rten), 
frtt^ an^ 2)itercatenber. fCu« ital bet mercat4nte a= Aanf«, ^anbeldmann, 
eig. $art. bef $rSf. t>on ita(. marcatkre » ^anbel treiben, feUfiten (matften, 
f. a^atft), »eld^ee bon ital. bet mercito « jDlatft, ^anbel, b. i. (at. ber mer- 
cAtoB (f. SRatft), abgeleitet ifl. Sene« meroatdoite aber lautet im H(tfran). ber 
maiohedant, bann mit fCudfiofimtg bef d maroheant, nenftan). ()ttfammenge).) 
maxchand, meld^ef ebenfalle bie 8eb. ^Kaufmann" (at. 
bet3Wdr!geno§ (o (nrj), ®en. üßdrigenoffen, ^L üKdrlgenoffen^ ober 
ber aWdrlgenoffe, — n, ^L — n^ = SRitbered^tigter an einer 
aRarl (einem SKarltoatbe, f. SKar! 1). ©eitere 3ufammenf. : bie 
aßdrtgenoffenft^aft 
beraRdrtgraf, — en, $t. — en :. (einem regierenben dürften nnter^ 
georbneter) gürft einer SKarf (eine« ©renjianbe«). a)at)on bie 
aJldrlgrSftn, % -nen. ^ufammenf. : bie a»drlgraff(^aft. 

SRatIgraf , mbb. bet mArcgrAve, marogrAf, mittelb. an4 marogrAye, a^b.ber 
mircgrftyo, m^ggr&TO, marcgiftye, ftteng-abb. mirahkrftfo (?), nrf|)tiin8lid^ » 
r^mgli((et Stiftet einee ®ten}(anbe9. iDlatlgtSfin ifl m^b. mircgrffiyiane, 
mibcgr&yiimey im 12. 3a(t(. bie marchgreyiu (Sumerl 41, 63), nnb 3Raxt* 
graffc^aft m^b. bie marcgr&fschaft. 

mdrli(j(t, «bf. : t)oH 2«arle«; marlS^nlid^. 1691 bei ©ticler. 
t morlieren = be*, anjeid^nen; ftem<)eln; mit 9lad^brncl l^eröor^* 

Vben K. 3)a« ?art. ^ät. marliert inöbefonbere = in fc^arfer 

3ei(^nung l^erDorfteii^enb (t)on ®efld(t«}ttgen k.). 

1728 bei Sperander 367* marquiren, an« ftang. marqner = be^ei^nen tc, 
bon bie marque (f. SWarIc 2). 

marlig = t)oQ aRarle«. ®. marlid^t. 

Ob, meil obne Umlaut (fi), im 9lbb- borauef e^enb margac [man fagte maraohaft, 

marghaft, b. i. n^b. matl^aft]? obet Kofi nen^o^bentf^e, bet a(b. fTbleitunge- 

{Üben -ac nnb -io (f. -ig) i»etgeffene 8i(bttng? 
ber aRdrtoIf, — e«, ?t. — e : ber grofe SBatböoget, $ä^er (f. b.). 

Bctganb.Sdrtrctit«. 4. «nfi. 2. Ob. 3 



34 aRarfomamte — SRorft 

1469 mittetr^eht. eyn muckolffe » tat. grißaka («00. e» quo)y mttteltitcbcib. 
im 16. 9(4r^. ber rnukolf, inttte(ntebet(. 1490 maroolf (Aor. beig. Yü, ao«. 18*); 
in (Siegen entfieSt ber M^gilwer, tDti^9 im 9^ett(od^b. SD^arlftlbet {uf^mBen 
mSre. S>iefe€ äRarloIf aber ifl ber auf ben i^v al9 S3atbt)oge(, »a(b- 
f^reier fibergetragene abb. SD^ann9name Maroholf» Marcolf, urf|)rUng(i^ 
Maronlf (I^stemmm altd. Namenbuch I, 916), Maronlph, melier obne 
JtUrsung be9 jmeiten Sorte« ber Bufammenf e^ung , alfo t)olI|i5nbtg, abb. Maro- 
wolf, gotb. Marka-YiüfB lauten nnb bie 9eb. 9SaIb»oIf b. b- ®albgieriger 
(t)g(. Subolf, aud^ fCbotf)^ na<( bem Galbe nngeflüm Sertangenber ober au4 
bieOet^t Salbf^reier baben mttrbe. 3m Bemeke Vos 16 n. 1777 beigt, 5bn- 
(i4 »ie ^RaxteiU ber ^ber Maiqaart, wel^ed ber abb. äßanntname Marah- 
wart| Marachward, Maracwart, Marcwart, Marcuart, Marqaart, ^ ffialb« 
ober (9ren}»art, b. b- ®a(b«, ®ren)wS4ter, glei<bfam ^^Hx^ttt'' ifl, angelfSd^f. 
ber meaxoreard = ttolf (aU SBSd^ter ber SBalbgemarlung). 8gt bie äRart 1 
nnb ber Sart 
ber ÜHarfomdttttc, — n, $1. —11, rii^ittgcr ÜJiotcomanne (f. b.). 
We ÜKdrlfd^etbc, ^t. — n, = Orcnjfd^ctbc; ©renjfd^ctbc gti)ctcr3c(l^en 
(f* 3 ^ ^ ^)- ber SK d r I f d^ c tb e r eig. = ber aBjugrcnjen Derfte^t, ber 
eine 3ed&e (f. b.) abgugrenjen toeiß ic. bie aWdrlfcJ^eibelunft = 
ftunft \>nxif Sermeffung bie aKarl(= Orenje, f. bie SKarl 1) einer 
3ed^e (f. b.) ju treiben (f. fd^eiben 1), eine ^eäfe hux6f SSer* 
meffung über unb unter ber (Srbe abgugrengen tc, bie unterirbifc^e 
©eometrie. ber ÜHdrlftein, — e«, ^l. — e, = ©rengftein bon 
(Srunb unb ©oben, 

mbb. ber maro-, march-, margstein, abb. ber mar oh-, maroBtein, altnortteg. 
ber marksteinn. 8)i{artf4eibe ifl mbb. bie maioscheide. 

ber a»ar!t, -e«, ?!. aRorftc : öffenttid^e 3ufauimcnfunft \>en Stiem 
bertäufem unb Käufern an beftimmtem $(04 unb beftimmter ^tit gu 
aSerlauf nnb Jtauf; $Ia|, too ber SRarlt gehalten toirb; [e^ebem 
au(^ :] n>a0 äRarttfleden; [bann, fe^t ungen)bl^n(id^ :] toa^Wlaxtt^ 
ftflrf (f. b.). mdriten = ben SKarlt begießen, SWarlt l^atten, 
Raubet treiben, ^anbetn gu Sertauf ober ftauf, bann fo ii9 in6 ft(ein<> 
tid^e l^anbeln. 3ufammenf. mit 3Rar!t : ber aRdrItftedten = 
Sieden mit SRarltgered^tigteit b. l^. bem Siechte, SRarlt gu l^atten; 
ber aWarltmeiper; ber SKdrlt^Jlat; ber ÜWdrtt<)rei«; ba« 
SWdrItf(3^iff = (Sd^iff auf einem gtu§, um bie »efud^er beö 
©od^enmarfte« l^in unb i^er gu füi^ren; ber SKdrftfd^reier = auf 
aßärlten um^ergiei^enber feine Sffiaare ober ®efd^i(f(id^leit (aut anpxtU 
fenber SKann, C^arlatan (f. b.); ba6 aÄdrltftüd = auf bem 
SKarlt gelaufte« unb t>on biefem^er gegebene« ©efd^enl; berSWdrft* 
ta^, ^getteC (= bie aßartt))reife angebenber 3^^^^0 ^c* 

aßartt, &rter-nbb. an(( mit abgemorfenem t ^atd, mbb. ber market, markt, 
marckt, margt, fester an(( merket, abb. ber märhat (?), mixchat, marcat, 
meroat, merkat, mittelb. (tbttringif4) ber mart [tQe6b<kIb no4 metteranif^ ber 
Märt, M&t, Mnrt, Mdrt], » ^anbel auf iJffentli^em $(a(e gn befHmmter 3eit, 



f/lwmü — maraictn 35 

Mffcr yiot felBft, ^anbeMtoaore, SRarftj^rd«, Befonberer Ort mit SRadt0ere((tig{eit 
(Stoftfieden). CS^en in frfl^er 3eit ava (at ber merc&tuB « 4anb((, ftauf unb 
9ccfbnf, SRaift, i»on lat meroftri s= Rubeln, $anbel treiben, toeld^e« t>on tat. 
bie mecx ((den. m^rcis) « ^aate. 2)a9 Serbum marften i^ 1482 u. c(ebtf4 
1475 marckten, m^b. märketen, a^b. m^rhatdn (?), s ^anbet treiben, SAarft 
^en, i>er!a]tfenb nnb fanfenb ^anbeln, and bem t)on ienem lat. mercAtus abge- 
leiteten mitteHat meicatAre = $anbe( treiben. 2)a9 9Rarftf4iff ifl mbb. 
marketschif; and^ merktschif, 1482 marckschiffe (voe. tfieut. Q(. t6*}. ^axtU 
{freier bereit« 1678 bei jtramer tentfd^'itat fBortb.768% tto „Vlav<tt\6itx>^tK, 
SRar(ftf4Tel^er\ 
ber SR arme I, — «, ^t. tote ®ing., ein Belannter ßefd^äfetcr feiner unb 
fef!er, glättbater ffalfftein. üDatM)nbad Slb). mdrmetn, nnb 3ufam» 
menfe^ungen finb bie Wlixmttplattt, ^'fäule, ber MaxmtU 
ftein, n>ot)on ba^ Hbj. ntdrmetfteittern tc. S[(^ ebter ober gilt 
und im langem ^Jenl^od^beutfd^en bie reine frembe, t^oQKingenbe Sorm, 
jtt toeld^er man jurüdtle^rte, ber SKarmor, — ^, ^L toie ©ing., mit 
bem baton abgeleiteten Sb). marmorn unb ben Sufammenfe^ungen 
badSDIdrmorbilb, bie aRdrmor))(atte, ^fäu(e, beräßdrmor« 
fteitt, bie ÜRdrmorftufe, ftxtppt {tpp = ^p) 2c 

9tarmel, Slter-n^b. toie bei Sntber (). 9. (Sjl^er 1, 6) ber marmet, m^b. 
ber marmely feltener mit Umlant mennel (f. SRSrB tl), a^b. ber marmnl, einmal 
an4 bnrö( Santangleid^nng mnnnTil, mittelnieberl. manner {Dka, n, 222^), entlehnt, 
iene mit ^meiö^ung be9 (Snb«r gn 1 ane tat. ba4 minnor, gr. ber mArmaroB 
i/idg/jiapog), mel^e« (e^te )nerfl ®tein, %tMUd ttber^out^t bebentet. 2>ie ane bem 
^rein crnfgenümmene gorm SRarmor erfd^eint erfl nl^b. mib )»ar bei 2nt(er 
%t!b. 18, 21. 2)a9 Hb}, marmeln t|i m^b. marmelin, an(i mermelin, im 9(b. 
(11. 3abr^.) aber mit Qema^mng be9 r marmorin (nnfer HbJ. marmorn); 
atarmelffinle, bei Snt^er (Cflber l, 6. ^bet. 5, 15) SRarmelfeuIe, m^b. 
bie marmel-, mermelsfQ; iDtarmelfiein (1 (S^ron. 80, 2) mit ber marmel-, 
an4 meimelBtein, abb. (12. 9abr(.) marmilsteiny ongelfS^f* ber marnianatitn, 
meurmBtftn. S)a9 ftbj[. marmeffleinem aber (le^ft |iatt marmelfleineB (i»g(. 
tteinern), m^b. marmel-, mtanekteüiin, gegen ober um i500marmorfleinett 
(00c. weip. teuL ei 74^). 

t bie SRarmeldbe, ^t. — n : mit 3u(fer t)erb{(fter niib in flad^e 
S^ac^teln tc gegoffener ®aft Don Srtf(!^ten. 

1728 bei äperander e. 866^ Marmelade, an8 fron), bie mannelade etg. » 
üntttemnn«, ))ortng. bie marmelada, bon ))ortng. ber marmelo ae Onitie, rot\^t% 
mit äbergong be« erflen 1 in r ani gr.«lat bad melimMiimy gr. bog melimtton 
{fuXlfifiXov) — ^onigal^fel [gr. ba« mdli (jäXi) » j>onig nnb bag mdlon (/u^Aov) 
» flj^feq. 2>ie Onitten fo^te man ntolid^ mit $onig/ mie ^}fiUx mit 3n<ter, 
SB einem biden 6afte ein. JBgt 2>ie) fStbd^ n, 155. 
mdrmeln (Vtl), bie 3RdrmeCf)Iatte, ^fSuIe :c., ber 3ßdrmor, 
f. SRarmeL f marmorieren = noäf SRarmorart bemalen, 
marmorn (9bi.), bie SRdrmor^Iatte, «fSuIe k., f. äßarmeL 

Senee marmorieren, 1728 bei iSperander €5. 866** marmoriren, ba^er. 
marweliem (t)gl. aRSrbel), i^ an« bem bon (at bag mtfrmor abgeleiteten lat 
iQAnaorilre = mit S^tarmor itbersie^en. 

3* 



S6 macpU — JbtaTf 4 

t marobe, ab). : ttad^jfigelnb, aBgemoitet, entlr&fttt. marobferen 
= Ol« 9la(^jttafer (unter bcm ©(ä^eine bcr (gntfräftung) jutftrfMeiBen, 
um unerioubtcr SBeife ju t)Iüttbcni ober ®cute ju madf^cn. 

3n9 gemeine Seben übergegangene^ namentltd^ hm^ ben SOiS^ngen Jhrieg 
gelSuflg getDotbene 9n9briide bet fran)i$flf4-bentf4en C^olbatenf^ra^e, unb gmar 
ifl marobe au« bem fran). militSrif^en Husbrude bie marode s ttnerlanble 
yittnberung, »e(4e, loie belannt, befonber« »on 9la4ittglern u. bgl. gettbt ttiib, 
«arobiereu au9 fron}, maroder, marander, = piflnbetnb nwbcvfireifen, auf 
nnertonbte Ißlünbemug au9ge^n. )6eibe franjöflf^e fBSrter aber, marode unb 
marander, maroder, finb m(tt, tote ittl @imp(icif fimud {%^. 1 Q^ 4 
Stop. 18) angegeben tntrb, bon bem m9 jenem Jhriege betanuten Iaiferti<(en Ober^en 
t). Sff^erobe herzuleiten, xot^tn Sodann bon föertb bei einem SRa^te be« Anr« 
fttrflen i»on J^UIn im 3n'citani)>fc ^^4(ug, fonbern lommen bon frau). ber maraud 
=s 8ettler, 2:augeni4t9, (er, loet^e« nnKarer ICbflammung ift 6te(e 2>ie} Qtb^ 
n, 369. Sperander (1728) 864^ fifteibt 9Xi^ jene« %hl. entlehnt maraude. 

t bie STOarone, ^I. — n, bie grofe ebte ftaftanie. 

8ereit9 ber $(ural 1728 bei Spmmd^r @. 866^. Vn« itat. ber marrdne, 
frau). ber marron, t|)5t«gr. ba9 märaon. 

t ber aßaroquiu {\pn6f Marokäng), — ^, ol^ne ^L : narbige« ge* 

färbte« Siegenleber. 

2>a« frau). ber maroquin, eig. marroqnin. 2)er 9tamt bo^er, »eil biefef 

Seber nrf|)rttngli4 bon Marooco [m(b. Mairoch] in ICfrica lom. 
t bie 3ßarotte, $1. — n : ^larrl^eit, ©riOe; Sieblingdt^or^eit 

S>ad glei^beb. frau). bie marotte, »et4(9 inerfl ,y92aCTenfce))ter mit einem 

^üpptnUpft" bebeutet, |iatt bie maiiotte t)on fran|. Marion s= Sl^arie^en, bann 

Heine« SD^&b^en, mo^er au^ ba« fran). 2)im. bie maxionette « ^nppt, eig. 

aRarie<(en. 
t ber aöUrqui« (frrl^ markt), im @ing. n. ^L unberänbert, ein 

«beWtitel in granfreid^, urfrrflngH^ ÜHartgraf. 

€^4on in« SDHtte((o4beutf4e bei Wolfram von E$ehmbaeh unb bann an^ bei 

Vnbem aufgenommen : ber markis. ^« ifl ba« frau}. ber marquis, ital. ber 

maroh^e, an« mtttetlat. ber marchtfnsiB s SDl^arfgraf, mel^e* eigentli^ tibi. 

t»on bem and bem 2)entf(l$en (a(b. maroha, marca) fiber!ommenen mittetlat bie 

märoha, märoa» SRart (f. bie fßtatt 1). 

ber SKarfd^, '— e«, ?L SWarfc^e : (Sang be« ©olboten auf «efel^C; 
%on\t&d jnr «Begleitung biefe« regelrechten ©onge«. * 

1663 ber affarf« » 4>eer)ttg, Sngorbmmg (€>(iotteIiug €>. 1868), m^b. 
bie marsche » fteife {Beinfrid «847. 28522), au« frau). bie marche (f|)ri4 
marsch'), = ®ang, ^ritt, eig. f. i». o. Steife, bon marcher (f. marfd^ieren). 

bie aßorfd^, % — en : niebrige« fette« 8anb on ffiaffern. 

1668 bei @d(ottetiu6 @)). 1861 bie iDtarf 4 =s fSeibe- unb ergiebige« 8anb, 
aufgenommen au« nieberb. bie marsch, ge»9^nlii9 mit f[u«fto6ung be« r [i»gt 
barfd^] masoh, efifrief. maisk, maak, « 9Hebemng an einem glnffe; mittel- 
nieberl. mersche, maersohe, s Seibelanb, 1475 cleüif^ (im Ihdhonuta) marsch 
SS grttne fl^t, Geibelanb ; augelfS^f. ber mersc « nnfebarer CBofferboben, bei 
Cädmon Exodus 888 Dom bloggelegten 8oben be« rotten SReeref, latiniflert ber 
marasoos s nu^barer JQiaffecboben, engt marsh s« @um)>f. €ytimmettb mit bem ^on 



narf4 — SRarflaV 37 

fot M miie Steet aBflddteten mitteVot. ber maiüioiu a ettiit)»f, utib fo ton bem 
jett becaftden ni^erl. bte mue, maar, meer, sa fOtttx (f. b.), grofie« Saffev, 
Staa, an§etfS4f- ^ m^re = SReer, grofie« |ie^enbe€ <9etDSffer, C^rnn^f. 

64il(et b. ^icc. 4, l. ^er frana* 3nM)erath) marobe {\pxtift mazscV)! « 
ge^l 94 t)onDSrt01 bon marcher (f. marf (gieren), 
ber aßdrf(!^aC(, —t», $t. aRdtf^äOe, einer ber Viäf^tm ^ofbeamten 
nnb Sdb^erm ; 6tabtrSger (gü^rer) bei bffentliii^r geierUt^teit !Ca^ 
bon bic iIBdrf(^aI(in« Bufammenf. 1) eigentficl^e : ba9 aßdr« 
fd^altamt; — 2) uneigentUd^e : bad SRdrfcJ^ad^amt, berSRdr« 
f<!^otUftaB, bie aRdrfc^alUtoürbe k. 

Sit arf ((aU, mit aBgetoorfenem oneiautenben t, benn no(]^ }. 8. Bei BÖfUp' 
|)tn9 (t 1661) Wlat\(Siald, m^b* ber manohalc, SItet marschalch, a^b. ber 
mArahscalh, mancalh, märaluchalc, manohalch, bo4 altdt fd^ott um ben 
Sn9(attt geHirst mazscal ($1 jwu 299), mirisohal, manchal (gl ftarent. 982^)> 
fatiniflert in ben a(tb. ^efe^en ber marisciUcas, = $ferbe!ne4t^ bann üBer eine 
inja^l (Bei ben Stamannen 12) Ißferbe gefegter 2)iener, enbli^ [tt>ie auö( da» 
Dalier (f. h.), fron), ber dbeyaliery s ^ofebelmann, 9titter, bon ber cheralt 
mittellat. ber oab^na, a 9ferb] ein toomebmer ^ofBeamter, welchem bie ©orge für 
bog (ehnift!^ »ie bog frembe Oeflnbe ((Befolge) )n 9fetb nnb beffen Verberge 
rttag (NOeL 11, 1. 1661, 4. 748, 8f. 1685, 8f. 1687. 1674. 1808), ober an4 
^fig Sfl^Tung mib €>4n« ber 9la4^ nnb im Streite (29ibeL 177,4. 1589, df.), 
alfo f. )». a. eefe(Ut<tBer ber reiflgen, ttaffenfS^igen iRannfd^aft beg fofef. Beim 
bentf^en Orben ber nH^tle Beamte nad^ bem Ö^roicomtlftnr. ^nfammengef. ang 
aib. ba« marah » 8to6, $ferb (f. bie aXS^re) nnb al^b. ber soalh, (bann) 
waloh, (enbli(^) soalo, s= 2)iener, Statist, nnjerm €>4<il' (f- ^)- ÜBrigeng i^ 
mtfere gegenmfirtige gorm ebne an9(antenbeg t bem mi(itfirtf(^ üBermiegenben 
Qinfbiffe ber franjSfif^cn an6 bem latiniflerten 2)entf^en geBilbeten ber mar^lial 
= (o^er Beamter, OBeranftt^rer beg ^eergefotge«, )n)nfd^reiBen, nnb bie 8er« 
bo))]peInng beg I erfolgte )nr flBIi^en 8e)eid(nnng ber 5tfir)e beg t>or bemfelBen 
fe^enben o. SD^arf^alUn, 1608 bie marf^eldin, i|i mlftb. bie manohalktn, 
= gron beg SRorf^lIeg {Triitan 47, 23); SRarf^aUamt m(b.bagmarBchalo- 
«mbet (?)y -ambt, -ampt (LiMenstein 249, 27), >amt 

mar feisteren ss in gemeffenem regelrechten @<!^rttt ge^n^ in6bef»ttbere 

militSrif^. 

2ynr4 ben gOjS^rigen ftrieg ge(8n|lg gemorben mtb felBfl bamolg gemein- 

nii4er, olg ie^^t [f. SkapUeUtknui Xentf^er ÜRic^l (1678) e. 701], aber ). 8. 

Bei 6(in)»))ing (f 1661) nod( mard^iren gef^rieBen, metf ane fr(ni|. maroher 

B ben gni anf ettoog fe^, mit bem gnfe (»reffen, treten, ge^ 8gt 2)ie) 

»fB4 n, 870f. 
bog 3Hdrf<!^Ianb, ~e«, % 2Rdrf(^tänber, »a« bie SKarfd^ (f. b.). 
bgg SDidr^fegel SB ba« 2te @ege( M großen SRafte«. 

9(ng nieberl. bag marszeil, 2nfammengef. i) ang niebert bie man, bün. bag, 

f^tteb. ber min, « SRafforB, nnb 2) aug nieberl. bag zeü, nnferm €$egel (f. 

b.), beffen frü^fereg tiefeg e (e) ber OitrgelfUBe in ber nen^o^bentf^en 9ngf1»a^e 

ein (obeg (e) gemorben if. 
beraRdrftall, —t», $L aRarftSOe : iOtlnUft $ferbe ent^oltenber 

etaU eine« l^ol^n ^erm ober einer onfe^nlid^en Oemein^it 



36 



tnorolM — ittArf4 



t marobe, 9bl : nad^jiigelnb^ abgemattet, entItSftet/ matübieten 
= oI« Sfiad^jAgter (unter bem ©d^eine ber (gntfräftung) jurfiÄteiben, 
um unerlaubter SBetfe ju l)Iünbern ober ©eute ju modf^en. 

3n9 gemeine Seben übergegangene, namentlt^ burd^ ben SOJS^rigen ^eg 
geläufig getoorbene 9lu9brüde ber fran}i$flf4-beutf4en ©olbatenf^rad^e, rnib jicar 
i^ marobe au9 bem fran}. milttSrifd^en 1luebru(fe bie marode ss unerlaubte 
$Iünberung, xoti6it, toie befannt, befonber« toon 9la<i)üg(ern n. bgt geübt mxi. 
marobieren an9 fron), maroder, marander, s pittnbemb uw^erfhreifen, av 
unerlaubte Ißlünberung au9ge^en. 16eibe fran)bflf(!^e SSrter aber, marode un^ 
marauder, maroder, finb ui^t, tote im @im|>Ucif fimu9 (Sb- ^ ^^ 
Stap. 13) angegeben »irb, bon bem avL9 jenem ftriege befannten faiferli<(en Cberfu 
b. aterobe herzuleiten, »e^en Sodann t)on SBert^ bei einem Wta\(lt beS .H.. 
fttrflen bon ABIn im 3toetfam)>fe erfd^Iug, fonbern lommen t)on frau}. ber mn 
= I6ettler, 2^ugeni4t9, (er, ttel^e« unKarer 91b^ammung ift Bitift^iti ^ 
n, 369. JSperander (1728) 864^ f treibt oud^ iene9 Kbi* entlehnt maraudc 

t bie aWarone, ^I. — n, bie grofe eble Äaftanie. 

bereit« ber $lural 1728 bei Sperander @. ^66^ %ü9 ital. ber h 

fran). ber marron, f|){it*gr. ba9 märaon. 
t ber üßaroquitt (frrid^ Marokä'ng), — ^, ol^ite ^I. : narbi 

färbte« Biegenteber. 

2>a9 fran). ber maroquin, eig. marroqnin. 2)er 9lame ba^er, 
Seber urff^rüngti^ bon Marocoo [m(b. Marroch] in Kfrica lam. 
t bie aßarotte, ?I. — n : 5Rarr^eit, ©ritte; 8teblüifl«t^ovi 
S>a9 glei^beb. frong. bie marotte, toel^d per^ ^9larrenfce^i 
$u|)^en topfe'' bebeutet, flatt bie maiiotte i»on fran|. Marion = 
Keine« äR&bd^en, too^er au^ ba9 fran). 2)im. bie mazionette 
SRarie^en. 
t ber ÜJJdrqui« {\pxidf markt), im @ing, u. ?t. n 
«beWtitet in granfreid^, urf»)rängttd( SRartgraf. 

&^oti in« ai'httel^od^beutf^e bei Wolfram wm E§chmho 
Knbem aufgenommen : ber markis. (S« ifl ba« frau). b. 
march^, au« mittetlat. ber march^nsis » SRarfgraf, 
bon bem au9 bem 2)etttf(l$en (abb. maroha, mazoa) übet ^ . 

mircha, märoa, a»ar! (f. bie gRarM> * 

ber ajiarft^, -^ea, %l aWarJc^e : Sang be^ -i--_ 

lonftiid jur fflegtdtuna biefe« regelre^ten ^' 

1663 bct ^ar^it :^ ^feerjug, Sugotbnnng ^.^ _ 

Vit marBch© = ^dfe (B^mffiä. UAl. %mTi\, 
marsch"), = ©dtig, 3:til!, lig, f. ft* u* Rcifty bcn _ 



btc 3Karf^, ^t — en : hk^ 
1663 bd ©((ottetiaef 
aufßfnommew aufl itleberb. t^ • 



m 8ai 





39 



ZZ"Z 




.on. 
;rc(brot. 

.) ^atcipart, todl 

lian, beraltet marza- 

^^ gr.-Iat. bie mftza = 

pan. ber pan, bebeutet 

nitfc^^ital. ©ortb. 764» 

2c^(cifc öon Sonb 

b. (mit ö, bem Umlaute 

^;ia)tcntes Iricbtocrl. 

^1 ^ t^llj^. tie iij achine = Ännjl* 
ir mäcbiDu, gr. bie m6chanS 



> ^Üi^a^cuUna : ba« männtid^c 
tfi. iJDii mÄs = männliche« @e» 



■^^ ipDlti? bcr Senner 150); 



^Did^eder, |. 3)U6^oIber. 

reKavHgc vtn flammtgc 3^^^* 

jjll, in bpitifclbeiu bann fo t)on 

:t :mäfertd)t,iiiafcrt8, «bj.; 

' Lntben. ^£, audi tie 3Kofer. 

iijrb. tjüii .^oij mit 3lbcrii unb glammen« 

IT 1462 551. t7* ^maflHür oder fledrin- 

■<\i; atigetfäc^^ mascir, altnutb. ber mösurr, 

^ ati- mafcri(^;[ lautot im 12. Sajr^. 

• , abernartige, flaut niij^c n. bcrgtctd^cn 
A>etj; nalüi1i[^c& mal auf ber $out 
t 'iplutüt tie lOidfriMi = (SinberO 
rotten i^lecfen, 

r£tf[iufi e. um. Set ©tilg. Me SÄafer 
Tettlid& 0ftDorbcnc ber Uta [er (f. b.). @benfo 
\-\^tl, !a)ifttl 2t:. 



40 maferi^t ~ maf{lD * 

mdferid^t, mdferiB/ f. ber ÜRafer.* 

bie aBa«ertc (c = ä) f. SWog^otber. bic aRdfcrn (Äronf^ctt) f. 
bi€ ÜRafer. Do« SScrtum mdfcrn f. bcr ÜHdfer. bcr 2Ra^ 
^olbet, ungut ftatt SKog^oIbcr (f. b.). mdfig, f. SKafe. 

bie SDZdfte ober, tote man getob^nUd^, aber, n>et( ff ber etgentUcl^e Saut 
i% »enißer anflemeffen td&retbt,ü»d«fe (fd^on bei @t teter <Sp. 1218), 
?L — n : fatfd^eö unlenntUd^ mad^enbe« ®eft(!^t, unlenntHd^ mad^nbe 
SSerflelbuttg. 3ufamnienf. : ber ÜWdflenbatl; ber 5Kdflengug == 
ton maffierten ^erfonen gebitbeter ^mB- 

Unfer n(b. SDlaffe i|l, nie an^ 1678 Bei ftramer tentf44tal. ISortb. @. 764 
bie ©d^retBung SRa^qne jetgt, au9 fran). ber masqne = falf^ef unfenntttit 
mad^enbee (Befl^t/ urf))rttngK(l^ bie jtinber f^redenbe«, mittellat ber mMcus, ge« 
iD9(iiItd^ aber bie masoa, »eld^ed guerfk „if^t^^t" Bebentet, na(( 3acoB <9rimin 
{W^if^eioQxt @. 1036) bon lat. (t)or 200 na($ <S^r. @eB.) masticAre [tod^e« 
))ortug. in mascar, |)rok)en)aUf4 in maschar, altfratt). masoher lourbe] « fanen, 
toeti fle (bie ^e^e) fttnber frigt. iinü^ tat. (Bei Bauhw) ber mandücoB = 
Vepani, gteic^fam (JtinberOSreffer, t>on xnanducftre s= fanen. 8gl. 2)te) SBtB4 
I, 266ff. 3ene0 masca « ^^1^ Aber lommt, tote bie langoBarbiffeu (S^efe^^e 
geigen, frfi^e Bei ben 2)entf4en bor, nnb im K^b. flnbet fi^ bie Ulamasca, 
m^b. bie talmaage, mitteluieberl. talmasche, = @4re<tgefid^t , ©^redgeflolt, 
^ef^enfl. 

t bie aßaflerdbe, ?L — -n : aJhtmmenfd^ang, aWummerei. 

^Bereits 1691 Bei ©tiefer ^p. 1218, au8 einem gebauten fran). bie masque- 
rade flatt bee toirfli^en mascarade, ita(. bie mascheriita, bon ttal. mascherhre 
[worauf unfer )nu)ei(en gehörte« maflerieren] := mafKeren, bem SerBum bon 
ital. bie mäachera «= Sff^affe. SBentger gnt f^reiBt man, nemt and^ gew8^nli4, 
aRa9ferabe (f. JDiadte). 

t maflteren = üermummen. Weflejit) : \iä) mafiteren. 

Sentger gnt, aber getoB^nlid^, mattieren gefd^rieBen. Knd bem g(ei(^Be' 
bentenben fran). se masquer bon masque Wta9U (f. b.)- %üx bermaffieren 
finbet fiäf im 17. 3a(rB. an($ bermaf^en b. l ber«maf'<!$en. 

ba« a»d9teib mit mddleibig, falfd^ ftatt aßdg(eib (f. b.) k« 

t maffacrieren = nieberme^(n, btutig tbbtetu 

1694 Bei IßeBring @. 581 massacriren. 9n9 fron). masBaorer bon bie 

massacre » 9Heberme(eInng, 8(ntBab, mttteUat. (13. 3a(r(.) ba9 mazAorium, 

\s>t\6it9 na4 SDie) StBii m, 372 aut einem bentfd^en SBorte [oB m^b. (oBerb.) 

metziger, metzger, n(b. 9D^e4}ger (f. b.)?] aufgenommen fd^eint. 

bie aßdffe, ?I. —n : gro§e öerbunbene SKenge. ^ufonunenf. : mdf* 

fenl^aft, «bj. u. »bD.; mdffcntoeife, «b». 

mf(b, bie masBe a nngeflalteter @toff, SRenge, Befonber« bid^te, tbie SRetaV- 
f(ttm)>en, aBb. (nur Bei NcOner Boeth. 6. 136, 147) bie massa «= @toff, and tat. 
bie massa « Stlumpta, pfammen^angenbe SRenge. 
bie aWaffcI, ?I. -n : lurjer, bider, Sfantiger @tab «o^en. 

fgol au9 tat bie missula «> Iteine SRaffe, bem 2)im. bon tat. bie massa ss 
SWaffe (f. b.). 
t ma f fit) = groß unb fc^toer (maffcnl^aft), geti)i(3^tig, \>^t, feft, 
berb ; [bilbttd^ :] \Antx(p, ungeft^Iiffen, ju berb. 



SRa» - JDtofHi 41 

9eid» M etielct e)>. 1218, »o an^ bie Wfeittmd ^ma6i)»tf4'' b. t. 
maffii»ifd^, nnb fo gelSnjlg erfteinenb. fiu9 fran). massif » bt^t, debiegen, 
{lail, wel^e^ ein neukt. maBUYUB toon lat. maBsa (f. SJ^affe) botautfett 
ber aWaft, — e«, ^t. — eji (unorganif^ ftott •— e) : ©c^tffrtaum jum 
Iragctt ber ©cßclftongen fammt ben ©cBcIn unb ber laue. SDabcn 
.mdfttg (f. b.). 

SRafl, m^b. ber mMt » @tange, gähnen«, €i))eer|iande, bann iener @4tffd« 
knm, a(b. (feiten) ber mast, nieberb., nieberl., 1475 cfetotfd^ ber nuuit, angelfS^f* 
ber m&8ty altnorb. ber mastr. 2)a9 -t ift ablettenb, bte ®ur)el bunlel. 
bie SR aß, $(. — en : gettma<!^ttng ; fluttet jum t^ettmad^en. 

Wit. n. mittelb. ber, bie n. ba« juast s gettma^nng, gntter, gmd^t, )nr dv 
giebigleit 2)ienenbe«, ergiebig gema($te« Sanb, a^b. ber (?) mast ftatt ma0 (?), 
ctngeIfS4f- bie rnftst, mit Übergang bed got^. t (= a^b. ;) in b [bg(. mitffen, 
isitfen] nnb bann mit ab(eitenbem -t t>on berfelben Sßur^el (got^. matan, a^b. 
ma^an), an« tteld^er ba9ana6 = @|)eife (f. iDtagleib), a^b. ber, ba9 ma;, gotb. 
ber mats, entf)>roffen i^ 8gt ®rtmm ®ramni. n, 308. 
maft = gcmäftet, fett, toMbeteibt. ^©ei waflen ^S^tern" 

bei ©«iller »&ib. 4, 6; 1544 „ber (eib, ber grog, ntafl t>nb fle^f^ig ifl^ 
(9lvff Spiegel ber <9efnnb^eit 91. 16*). 9(^b. ba« 9bjl. mast (nnr Noßeer Fs. 
77, 31) « fett. 

ber aRdftbaum, att Befttmmterer «u^brucf ftatt ber JKaft (f. b.). 

SR^b. ber mastbomn, mit gef^tomibenem t masboum, a^b. ber mastpoum. 

ber 3» Oft barm, -e«, $[. ÜKdftbärmc, = ber «fterbarm. 

1469 ber maatdarm (voe. ex ^po), }u Knfange be8 15. Sa^rb. auii f(^on mit 
Snefall bei t masdann. llrf))rttnglt^ SDarm, burd^ me^en bei ber ^aft 
(92a^mng) ber Aotb megge^t (Sin i^er^fillenber f(a9bm(f flatt bei früheren ber 
9rf<tbarm m^b. n. a(b. (im 12. Sa^r^. ber andarm). 
mdften, intranfitit) : fett toerben; aU äRaft anj^tagen (ba^ getttoer« 
ben forbem). S)agegett maften, tranftttt) : fett machen. 

SHefei mSflen ifl m(b. mesten (and^ bilblitb), a(b. mastan [b. i. nr{|)r. 
nuwt-j-an (?)], melt^ei bann )u mestan »erben muß, angelfSd^f. mftstan; ienei 
maßen mbb. n. mittelb. mästen, abb. mastdn (?). 8on bie SD^a^ 
ber SRdftt« (bei gut^er f)ef. 17, 17), f. SKaftif «ntn. 
mdftig =s übetau« »olgenä^rt, «bj. boti bie SKaft. 

€rß im 16. Sa^r^., in »eld^cm 1556 maft ig {IriHm 340^ 890». 919^ 
SRaaler 284«). fßen bte iD^atl (f. b.). 

^moftig in etn^, bretmaftig = einen SKaft, brei SWaften ^abenb. 

ber aßdftif, ®en. unberänbert, ol^ne ?t., eine 5)ataart 

«ei Friiiua 805* n. äRaater m. 284'' ber a^^afli;:, tat.«m^b. (im 14. 3a(r(.) 
Bei Megeiiberg ber mastix, aui mitteüat ber mastlz, met^ei au8 bem gleid^be«» 
bentenben gr.4at. bie mästice, mästiche, gr. bie mastichd (jiaaxlxri), einem toot 
mit gr. bie mistax (fidata^) = SD^unb, jtaumerl^eng, gufammenge^örigen Sporte, 
tseil man ben 3)lafHf, mie nod^ ie^t im S^orgenlanbe, lante, nm ben Ht^em xoa\* 
ned^enb }n mad^en. @)>St«m(b. aber and^ ber masting (^eilmittetbnt!^ bon 1400 
inber OteSener i\. 9hr. 992 81. 120*), 1482 „mastiok oder [gefttrjt] mast*" (voe. 
tft^vt- 9L t7*), mittelniebetb. mastio, mastioh [mo^er no4 bei Sutber 4ef. 17, 
" ber mafi«]. 



42 VtaVhtb - 9taf e 

ber WlaftUxh, jufaiirateitgef. mit ber SRaft. 

SD^ttel^o^beutfö^ ^tte nan bafftr ba« Qrembioort bic keibe, tmb niHtelniebev- 
rsnbif4 faftte tnon bie man (f. a^ar^fegel). 
ber 2Rdfto(!^«, —cn, ^I. -en, unüetffirjt ber mi^it6)\t, -n, ^t. 
— n. ba« aRdftf(ä^tt)ein, — e«, ?{. -e. 

3ene9 ifl a(b. bei mutohso s fettgema((tet Oö^fe; aßaflf ^meiii 1482 bat 
nuutswein, tn^b. lt. tnittclb. mastswin {Benner 16496). Qeibe ^ttfammctigef. mit 
bie SKafl (f. b.). Sber anä^ a(b. ber mestohflo (ÜRSflotJ^fe) ttnb ml^b. ba« 
meste-, mestswin (JDlSilfil^toein), ^nfammengef. mit mSfleti (f. b.). 
bie aßdftung, baö @ubft. ber {)anbtun8 t)oit tnaftett; bagegen bie 
äßaftuitg, ba^ ®ubft. ber ^aitblung Don mSftett. 

SRaflnng im 15. 3a(r(. bie mistnnge; 9ffSflntifi im 12. 3a(r(.bie m^stooge 
(Sumerl 18, 58), f|)St-a(b. bie mistonga. 

bie ÜWdg, ?L (immer mit borgefe^ter 3ö^0 unberänbert : Beftimmteö 
SBieoiet einer f$(ttfftgfeit, V«o Stmer bal^erifd^, Vso O^m grog]^er}og(i^ 
l&effif d^, aber auc^ Don Reibet*, ^eife^, ©tad^tbeeren, ©o^ncn, Crbfen 
n. bgt. 3)0« üßeggefäS ^cißt ba« SKaS (f. b.). 

2)ad, tote bie 4ut, SRarf, tßein tc. |iatt m^b. huote, marke (bod^ anäi bereit« 
marc), ptne tc, um ba< -e geffirgte mtb fo (bie mA$) f^on im 14. 9a(rb. auf« 
tau^eube, Don bem Plural be« $rSt. )»on meffen (f. b.) abgeleitete mbb. bit 
mA^e (f. iD'tage) ss bad fBiebiel einer Sinie, eine« ^anmt9, eine« <&ttx>iiSitt9, 
einer ^aft, bie BefHmmte, jugemeffene ai'^enge toobon, bie äRiUe itoiftten )u toiel 
nnb )u toenig, Sermeibung bee 3ubiel, ba9 anflanb9bo1Ie ®i4bef(!^eiben, bie Strt 
unb Seife, a^b. bie mAja » ba9 föiebiel einer Sinie, eine« 2laume«, einer Su«- 
be^nnng u. bgl., got^. bie m«ta (?). Unfre heutige 9eb. „^^tuhna^" aber fdfton 
im 15. 3abr(. bei Sans Bosenhlüt : „Unselig sey der, der ein soUiolis erdenokt, 
~ Das [baß] man die m&3 boU machen dein«' (altd, BläUer I, 402, 1, 16f.). 
^a« Qort jlimmt ber Sautberfi^iebung gemSfi mit tat. ber modus » Wla%. €>. 
bie ma%t, meldte« gefttr|t in fßtai ). 19. ^^at iebem feine Wt(i%, fein 3am- 
mermag [bier ba8 SRog] beflimmf' (Vnbrea« (Bx^pi^\u9 Xtmtx\p. 1668 
@. 365); bei b. (9rimme(6banfen ). Q. in aller Sßag; „meiner €^ttnben — 
Vergebung ret^e SV^aS )tt flnbeu^ (<88tbe xn, 198). 

ba6 SDidß, — e«, ?(. — e : ba« S3Jtet)iel in JRaum, ©etoid^t, 3ett, 
ftraft; ab^ gugemeffene äRenge; ba« iDcmit man bie ®rbge im 9?aume 
mift; SReggefäg jn flüffigen ober trodenen Usingen; ber ^^att biefe« 
SD^eggefage« [bod^ bei Slüffigleiten unb einigen anbern 3)ingen bie fSJla^]. 
3n ber borte^ten Oeb. f^on mbb. im 18. 3a^rb. anftau^enb bag m% (Kai$er- 
Chronik 3884 in ber ^eibelb. ^f .), bann auSi in ber legten 8eb. nnb in ber bon „fCrt 
unb SBeife.^ föo( mit Übergang in ba9 ffi^^t^e ©efd^letl^t gefttr^ an6 mbb. bie 
md^e (f. bie SHag), unb bereit« bei Sutber bbSig gelliufig ba« ma«. 9m 
9Hittelbeutf4en mar ba« flbfi^e 23ort ba« m§s, nnb im Wjlb, fagte man nur bag 
m6; (f. Wtti). t^nU^ bei unferem ®aBe (f. b.) m^b. bie g&be neben mbb. 
bie gebe. 

ba« aKdgb(e(!^ » blecherne« äßeggefäg t)on einer anaf dn^alt. 

bie aß die, $(. — n : meffenbe ®rbge; beftimmte Sludbel^nung ober 
©rbge einer glüd^e ; SRitte jkDifd^n )u biel unb jn »enig; 93ermeibttng 
be« 3ut)iel (®ir. 33, 30, 3er. 10, 24); ärt nnb «Beife. 



maSen — Wt^Uvmt 43 

3m 2>at. 91. mit SKdficn; im Kcc f(. ttber bie andSeit; Slter-n^b. im 
Xcc etiid. üiber bie äKa|c, bei Sut^er }. 8. 1 a)2of. 41, 49 tober bie ma9, 
2 Sor. 4^ 17 tober a((e ma9. Ilud^ nod^ in ben unorgantfi^en Serbinbungen 
be<'<9en. $f. mit bem 2)at. $1. 2ßagen (f. magen) b^rmagen (jutoeifen ber« 
mdten betont), Ebener-, einiger», gettiffer-, frfHerraogen tc. (tog!. 
@rimm ^rornm. m, 188); bo4 Nnnte fi^ and^ ^itx ber mbb. <3^en. be« $1. 
m^en erbatten boben nnb jo rein genititoif^e 9erbinbnng 3n fe^en fein. — 2>ie 
SRage ifl mbb. bie mft;e, abb. bie m^a, f. bie ffta^ 9nm. 

moScn = nac!^ bcr üKoßc bog, inbem, »eil. SJgl. immoßen. 

Veraltete Sonjunction be« j{an^etfti(e«, ber 2)at. tßt. toon bie SRage (f. b.)/ mbb. 
bie mft^e, biet in ber 9eb. ^Krt nnb Seife'' (f. bie 9Rag). Urf|)rttnglt4 ^toer* 
toeibinm^ too benn m^b. mA^en s= nid^t snbtel {Nibel 1993, i). (Sletd^emeife 
0» 9bto. 9e(t ber mbb. 2)at. @ing. mA^e. 

bicaRaiftabe, $L — n. maßgebcnb, ?art. bc« $räf. toon (bo«) 
aRog geben, loo^r bad @ubft. bie SRaggebung, 

meI4e« bereit« 1691 bei Stieler ep. 1284; aRaggabe er|l 1727 bei %itx 
€f. 1368, mo mafigab. SDlai geben jnfammengefö^oben f4on gegen ober um 
1500 madgeben (voe. iheut. 91 n4^). 

ber SWaö^otber (o lurj), — «, ^I. tt>tc ©ttig., eine a^ornort, «cer 
campÄtre. »uiä^ bie SRagettet (a (urj unb e = ä), äRagerte 
(a furj unb e = ä), richtig betont a»dge(ter, üRdgerte. 

S^agb^tber, bei DasypSdiua 2^ n. 382* mit banm ^ufammengefe^t SD^afe- 
bolber, bei SerrdnM diction&r. fßl ad** btog ein Maßholder, mit Sniebnung, 
»eil man bie alte gorm nid^t mebr toerflanb, an ^ olber = ^otunber nnb fatfAer 
Betonung flatt SRdgoIber, »ie no(b im 9e\U gebi$rt tt)irb [3. 9. tt)etteranif(b 
liiflsoller], mbb. ber mi^alter, mit toerbnnfettem a mä;olter, mit b fiatt ; 
masolter nnb im 14. 3obrb. fe(b|l f^on masholter {voe. opt €>. 47, 41, 65), abb. bie 
mi^altrft, mi^^altra, mAjalderft, mit Serbunfetung be« mittleren a }n mä^oltiA, 
inA^^oltray and^ mi^txA, nnb abgef(!^mS4t in bem abfeitenben gmeiten a mä^tiz«, 
m^pltra, mä^eldera, morauf bnr(b Santangleid^uug (It p 11) mit CBa^rung bee 
frfiteren »eiblid^en (9ef(!^Ie4te9 bie SD^ageHer unb fofort, ba man aue ä^ietoer« 
llanb «eller fttr bie (SHer = (Srte nabm, bie aßagerle. 3ttfammengef. au« 
einem bnnfeln @ubft (ber? ba«?) ma^al [Kbeinnge Slbleitung toon bie iDlafe 
(f- b.) ifi faifcb] nnb bie -teril, -trft, » grBgere« $o(}gemS(!^«, Qaum (f. -ber). 
SRerfmfirbig ifl bie angelffid^f. gorm mäpnldor, mApuldre, engt, mapletree, ba 
M l (angelfSd^f. t) nnb p nid^t berttbren (f. ®rimm 9ramm. n, 581). — 9$gl. 
tBad^botber. 

magig (a lang) = ba« 3iibiet benncibcnb; bie %xi unb S35eife »oDon 
^benb oberjeigenb. ÜDabon magigen, refle^ib fid^ magigen, mit 
bie aJiagtgung. S^^f^^w^^enf. : bie ÜRogiglett. 

$a« Sbf. mä'gtg, mbb. mn^ec, m»^c, mittelb. m«;ig, and( =& angemeffen, 
genebm, abb. mA^c [motoon ba« abb. fCbto. m%igo, nnfer nbb. 9bto. mä'gig], ab« 
geleitet toon bie Sff^age. S>a« Serbnm mSgigen ifi 1482 moBugen (voc, iheui, 
<)I-t2'') nnb äRSgigleit 1482 bie messigkeit, mittelb. bie md^ekeit (ßlisabeik 
8711), b. i. m(b. miBgicheit (?). 

bttSKdglanne, ber SRogfrug, «= ftanne, Ärug t)on einet 
aRag 3n^ft. »eibe 1716 bei ßubtoig ®p. 1218. 



44 SRalleü) - aRatcrial 

ber aßd§(etb (a tur}), — ed, o^ne ${. : (EfTenMiterbru^ ISibemiae 
gesen 6))etfe au9 ÜBergenug^ bann äberl^anpt Überbmfi and Übergentt§. 
mdBIcibig, abj., 

Bei 3. ^. 806 4ora) 6at. 3, 4, 89 im Scr9 mag leibig Betont. 2)er 
ax^agletb, üMi^ in @4»aben (@d^mib 876) n. 8aben, mit Übergang be« ®e- 
f^Ie^ted ana 1482 bie maaUyde, m^b. bie mitleide [^swftme (loem irgenb) di 
spise (@petfe) widersUt, d hö (e^e er) u in dto mant nftme, dör hit die 
ma^leide'* (Sunbgr. I, 883% a^b. bie xnasleidt {NoikerFs. 106, 18), altnorb. 
(f^tta^biegenb) ber matleidi, )ufammengef. 1) an9 bem, einem boran«)nfe^enben 
[ber Santtoerf^iebnng gemSg mit (at. mindere = lanen, infofem n eingef^oben 
mSre, fHmmenben] got^. ®ur)eli9erbnm matan ($rSt. i4 er m6t, ^rt matans) = 
tanen, \pn\tn, entf^offenen m^b. baa ma; (b. i nenb. ÜRag), a^b. baf, in SItefler 
3eit ber ma;, got^. ber mats, altfS^f. ber mat, altnorb. ber matr, » Greife 
(f. SReffer Knm.)/ unb 3) axi9 bem oon bem fCb}. leib abgeleiteten m(b. bie 
leide, a^b. leid!, » fd^mergli^e« (Befühl bon Sibermlirttgem, I3etrttbni«, Iraner, 
»ie benn an^ bei NcAerFs, 118, 20 masleid in bem €inne nnferef fCbl mag* 
(eibig borfommt, mtlä^t^ intcfi im 16. Sa^r^. erf^eint, ). Q. M Diuypddku 
982^ too mafatei^big. 

ba« aRagtieb (a betont, bei 3. üß. fSSlilUx ®eb. @. 35), miäftx 
im S)im. ha» äRdgüebc^en (ie betont), auc^ bie 3Rdg(iebe (ie 
betont), == ®&nfeb(nme, b^s. 

1711 bie aRagliebe (9t5b(ein 624^), 1691 ba6 ,,9Rafilieb'' (6tieler 
ep. 2502), ^a^agHebgen" ober ^Snagiieben" (beibe« ebenba &p. 1165), 
im 16. 3a(rB. SRaglteben» niebertSnb. bie matelief, madelieve, madeliei^ 
mittetnieberl. mateliefbloem {hör, belg. YII, 18*). 2>er ißame, an9 bie SRage 
nnb bie Siebe mittelnieberC. bie Uef » beliebte, ober baf Sieb, ^ufammengefe^t, 
fd^eint auf einer on bie Slume fl^ tnttpfenben je^t nnbetannten SoRfanfd^aunng, 
einem SoßOglanben gn beru^. 

bie SKdgno^me, ^I. — n; bie aWogreflcl, ?L--n; ber SKagpab, 
^t. aRagpSbe. ^ufammenflef. mit bo6 aRag, 

aßagregel 1777 bei Stbelnng; SD^agna^me eine jnnge !anm bor 1880 
ent^anbene eilbnng, ber bie a^agne^mnng bei IBielanb boraudgieng; SD^ag- 
|iab im 15. 3a(r(. ber mdßstab. 

t ber aRotabor, — e« (—6), ?t. — e : SCüd^tiflfter ; f)om)ttrumi)f. 

3m 18. 3a(r(. <m9 \pan. ber matador = Xobtf^Uiger, 5£9bter (in @ticr- 
föm|)fen), bon bem an9 lat. mactftre sr cp\tm, tobten, gemorbenen \pQU., )>ortng., 
|)roben)al. matar s f^ta^ten, tBbten. 

ber a)idtapfet, — «, % Wlitäp^ü, eine ärt fefter Hippel 

t bo« SRoteridl, — e6 (— «), ?t. aRateridtten : «o^ftoff, ®erät^, 
JBebarf looju. ^n\ammtn\. : ber aRatertdCienl^Snbler; bie3Ra^ 
teridtioaare. ber aRateriaU6mu9; ber aRaterialift, — en, 
$(. — en, = ©etoürj^änbler :c., ©eifte^lengner 2c. 

SD^^aterioI i|i bie fS^üi^e gorm (materiAle) bee (at. fShl materiftlis » ^gnm 
@toffe ((at. mat^ria, j. SDiJaterie) ge^Srig'' fnbfiantibifd^ genommen unb ber 
bereite 1716 M Snbmig &p. 1219 «ergeid^nete ¥lnra( SRaterta(ien na^ bem 
im 17. 3a(r^. ))ebantif4 bei nne gebrauchten 9(ura( iener gorm „materiAlia^ ge» 
bi(bet JDlateria(ifl bereite 1678 bei ftramer teutfd^<ital fliortb. 765^ 



SOtatetie — SHtatrone 45 

tWeSRaterie, ^L — n : Stoff; ba« tüorau« etoa« gefertigt ift 
(8arud^ 6, 24) ober u>irb; Sitl^aU, (Segenftanb; [o^ne $(.] (Siter. 

SR^b. bte matfirje, matörge, maMrige, == @toff, ®egen{lanb, int 14- Sa^t^* 
ati(| f. t>. a. (Eiter, im 12. 9a(r(. mattfirjA, au« lat. bie mat^ria » @toff. 
tmoterieU = ftoffliti^; töx^fexlidt] auf ben Stoff, ba« ftbrpertic^e 
^)iifl(ic^/ f<t^n(!tf; inl^aUn^ 2C, 

$a« fcan). tibj. mat^el au0 tat materiAlis (f. SVtatertal). 

t bie SKat^emattl (l hirj), o^ne ^L : bie ©rbgcntc^re. ber SKat^e^ 
mdttter. mat^tmati^d), Sbi. u. 9Ibb. 

Sie Don bent gt.«Iat 9bt. mathem^ticiu, gt. maihdmatikös {fia^/JuxTixdg), 
M bcffen gem. gr.«(at. bie mathemAüoa, gv. bie mathteatikS (fia&rjfiauxii), 
BSm(i4 t^ohnd (ri;(ri7) ftimfl, nnfet SDtat^eniatif, 1678 S^at^ematic, ifi, toit 
Mn bem SRafc. gr.-Iat. mathem^ticas, gr. fxadTjfiatixdg, fnbflantttoif^ genommen, 
nofer äRat^ematitet gebitbet mürbe. 3ene« gr. 9bi. aber ^ammt bon bem 
bon gr. matliein (/la^sZv) » lernen abgeleiteten gr. ba« m^thdma (jid^fiia) «= 
ba« 9elemU, ftenntni«, ®iffenf4aft, beffen $1. mathSmata (jia^/iara) » 3a^Ien- 
le^re nnb äRegfnnbe (ge(bmegfun^). 
SRatMIbe, ^rouettnome, ift ai^b. Mathilda^ 

boHpSnbiger a^b. Kahthüda (?), ebenfomol a^b. Mathilt, ftreng-a(b. Biahtbilt, 
(ottnifiert Mathüdis, melier 92ame „WtaäiiUvXp^" b. ff. gemaltige ft5m)>ferin, 
Ihiegerin, ^Ibin bebentet ^u\ammmQt\. 1) an« a^b. bie mäht, nnferm SRaitt 
(f. b.), nnb 2) au« a^b. bie hüt (?), got(. büdo (?), altffi^f. n. angetfS^f. bie liüd, 
oltootb. bie hfldr, =: Stam^l nnb (fo bei Mathüda) a(b. bie hüta (?), hfltja (EUde- 
hrandilied 6), =: ftam^f, (^efe^t. 3m 9[(tnorbif(!(en i^ fogar iene« Hildr eigent- 
Ii4 Slamt einer SBalf^rie ober ^d^Iad^tiungfran nnb fo gleiö^fam ftrieg«g9ttin 
(f. Orimm SR^t^oI. 893f.). — @. an4 ai^e^t^ilb. 
bie äRatrdfee, $L — n : mit paaren ober ®eegra9 ic, urf^rfingtt(^ 
mit V&oüt gefitated uitb bur^n&l^ted Unter«' ober Slui^ebeft. 

SDHt Übergang be« $ (g) in i, ij, benn m^b. ber, bie (?), ba« mitera;, matra;, 
OQ« bem glet^beb. mittellat. ba« maträtiam, fran}. ber materas, ital. ber materäsio 
ntfb bann bie matertoa, meldte, mie bie f^an. n. |>ortng. gorm ber almadraqae 
)cigt, mit remoniflerter Cnbnng au« arabij^ matrahh « Ort »o^in et»a« ge« 
ttorfen mitb, Untermnrf, e^i^tfiffen (Do^y Oosterlingen 64), ton tarahha » er 
loiift tin, geBilbet finb. 
t bie attatrtlel (t ftirj), ^l -ti : (gtnfci^refbebuc^ ber Oefettfci^aftö* 
glieber, ber ©nlünfte eined »mte«; «ufnai^mefci^ein auf einer ^odf^ 
Wule. 3m 17. 9a^r^. bie SKatricuI, 

an« lat bie matxicnla = Sffentlid^e« Serjei^ni«, bem 2)im. bon bem (at. bon 
' bie xdtter = iD^ntter abgeleiteten bie mfttriz (®en. matrfois) s fJtütttx, (SebSr« 

immer, Stamm, ba« »ffentlid^e (gleid^fam ba« ©tammOSeqei^ni«. 
t MeaRatrtje, ?L — n : (Iu|)ferne) ^au^itfonn, in toetd^er bie Settern 
(Dru(fbu(!^ftaben) abgegoffen »erben; ^rägeftod :c. 

In« bem glei^beb. fran). bie matrice, nrf])r. » bie ®ebSrmntter, bann ba« 
tnm etma« erzeugt mtrb, mel^e« au« lat. bie mAtrix (f. a^atritel Innt.). 
t bie SKatrinc, ^I. — n : ei^rtoürbige alte grau. 

3m 17. Sa^r^. bie SDlatron, an« tat bie matröna » Der^eirat^ete« gronen« 
)i«mer, befonber« ton bome^mem Staube, bon (at bie mator » SVtutter. 



46 SRottof e — flRotU 

bcr ÜWatrofe, — n, ^I. — n : grfwnter ©ci^iffÄtcner, @d^iff8mami. 
®ie m^b. bet mamsre, mamer, » G(ttff«inanii au« mtttellat. ber mAiinAriiu, 
fran), mumier, fo i^ ba« im 17. 3a(r(. aU ältatiofe )u im« ttbectouimene 
nieberl. ber matroos, bSn. n. f4n>eb. mataroi, auö^ fran). bet matelot, im 13. 
3a6r(. mathelot, ^att materos, melö^e« ftö^tlmairf^einlid^ au« f))&ter«(at. ber 
mattftrias = (Stner bet auf ber 9Ratte ((at. matta = grobe 3)e(fe) fcilSft, unb 
bte äRatrofen unb @eefoIbaten fd^Ufen auf $ange- ober ^Snge matten. 2)te 
Ableitung be« matelot aber toon nieberl. unb nieberb. ber maat = SDMtgefeQe, 
ftamerab, i^ bebenflid^, »eil biefe« einfa^e SBort leinen (Singang in ba« grau« 
)0fif4e gefunben bat. @. 2)ie} fBÜH n, 872. 

ber aKatfc^, —t9, ^L — e : ber ^aü bei einem ®pitltx, baf biefer 
ba9€))ie( fd^tint>flid^ \>exUxtn ^at. mat\ät, Slbt). : fo, bag ba« ®^iel 
für ben ©jsicter fci^imjjflidf^ Verloren [gleid^fam faut^ DerborbenJ ift. 
£)at)on mdtfd^en = matfd^ mad^tn. 

SBie bei ^atfd^ter (f. b.) Patt ^attf^ier, mit unterbrüdtem r bor tfd(; 
benn ur[))rüngli4 lauten bie fBbrter, toie au((. 1691 @tie(er @)). 1218 ^at, 
aßartfd^ unb martf^en, baverif(i^ mSrtfd^en, a(« überlommen au8 bem 
glei^bebeutenben ita(. @^ielatt«bru(! far (ma^en) ober dar märcio, marcikre 
(@4mener n, 622). @. bas folgenbe matf(!^en. 

mdtfd&en = breic^iDcici^ quetf^en. Dabon mdtfd&lg. 

2)ie6 matf^en ifk ein« mit bem borigen ^att be« früheren martf^en (im 
@im])Iiciffimn«) unb beb., mie ba^erif^ u. fd^mei). m&rtfd^en, )uer|l „(pt 
fdxtx) qnetfd^en.'' lGg(. ©(bmeller U, 622. «n« ital. marcikre (fpri^ 
martschlure) = in gSnlni« bringen, t>on bem Slbj. märoio {\pxiäf martsoho) 
3= faul, berfauU, berborben, toorau« unfer matfd^ flatt martf^ (f. berSD^atfc!^}. 

matt =5 [bom S'önig im ©d^ad^f^iel] guglod unb bamit üBertDunben; 
an Äroft tt\(i)ip^t; faft bi« jur ffiirfung^Ioftafeit fd^toac^ ober un* 
träfttg. @; au(!^ äßatt^eit, iDiattigfett 

2)a« mbb., mittetnieberb., mittelnieberl. 9[bi. mat, nrf|»rftngfi4 eine %xt 3nter« 
icction, tand^t }uerf in ber 2ten $2Ufte be« 12. 3abr^. auf unb }ipar al« 9u«bru(f 
(3umf) im &iiüäf\p\tU , bann auf biefe« anf))ielenb unb balb in allgemeinem Qe* 
griffe. 3vnS4P an« fran|. mat, nnb eben biet, toie t>robenia(. mat, ital. matto, 
\paiL n. ^ortug. mate, mitteOat mattua, ip an« arab. mit (mAta) « „tx ift ge- 
worben'' berbunben mit t>erf. schAh « JtDnig in bem arab. manrifd^en ^^ad^f^^iel- 
au«bm<I (f. ba« @(!^a4) m4t Bohfth » ber jtbnig ifi geflorben (tobt). ®. VitJbäf 
b. bentf^. ©^n. n, 806. griib-mbb. and( at« @ubp. ber mat » ba« SD^att im 
&^a6i\pxtl, bann f. b. a. (Srf(l(15])fung, toie in jener i^eb. fd^on ft>an. ber mate. 

bie SW dt te, ?t. —n : ®ra«Ianb rclci^c« erfreulld^e« 3lttftt)uc^fee, 

iD^bb. bie mate, matte, bei WolkemUm (f 1445) au4 bie matae, abb. b^t 
mato (®en. mätawes), toetd^e a^b. gorm aber nur bei NoUcer (Ps. 104, 84. 
108, 28) in ber 3ufammenfet}ung ber matoscrScch SBiefenbü)>fer = $eufd^re(fe 
bortommt; 1476 clebifd^ mate, neunteberl. ba« mat, altfrief. mede, altengl. me- 
dewe, midewe, engl, meadow. Unbermanbt mit mSb^n. 
bie 3» dt te, $1. —n : grobe, Don ©troi^, «infen, «aft u. bgL fleflod^«* 
tene S)ecfe. 

8ei Damfphdia» 582*» u. aerrdnM dictionAr. »(. o2^ bie iDZate, 1605 bei 
J9iatttw96^ ^iDZatte, SOtafe''. W/ti. bie matte, bann im 15. Sabrb* aud( mit reget- 



aRatte — SR<4 47 

te4tcr Hetf^ieBimg M tt in ts (se) bie matee [). Q. Jit neigt sioh HS ein 
mfttsen, die höt ör von byn^en [9iii)en] geflochten** {Scherz-Oberiin ü, 
1013)], a(b. bie matt&, nen«, mittelniebeib. matte, neunteberl. ba9 mat, angel« 
\m meatta. 9[ufgenoinmen an^ lau bie mstta = grobe Xtdt t>on Stnfen )c. 
bie aßdtte, ^I. — n : jerfc^te geronnene 9Kitd(^. 

8eia(bern« dictionftr. iQI. ggS^ mat^ in ^fee« mat^^ SRittelb. unb itoax 
f4on frü6 im 15. Sa^r^. (). 9. 1420) bie matte, matten, neunieberl. bie matte, 
mat; oberb. xt^tlxtäfi mit ( ber ^ai^, 3n rDmanif(!^e iD^unbarten übergegangen 
[altfran}. maton s JiSfefud^en, catalanifd^ matö = ^a^mtSfe, f. 2)ie) Shbd^ I, 
269]. 2)unner $erfunft. 
fäßatt^au^^ IDlanndname, mtttelb. Mathöus^ aud 

gr.«Iat. MatthnoB, biblifd^-gr. Matthaios {Mar^Toq), wet^e« an« einer ICb« 
leitung )>on (ebr. bie matatli (rtQt)) "= ®ef(tenl. ®g(. atatt^ias. „di \ft 
TtaiUi am lefeten^ beü^ürger ®eb. 1778 @. 161 ^a»at(r am (e^ten" [b. f). im 
Sbangelinm be6 ^[po^eis ^ati^HM am (e(ten jla^ttel] = e« i|l gar aü9, }nm 
(f(iUmmen)@nbegeIommen. QeiSnt^eran^ bereit« gefttrjt 9)1 att^e«. @. 3Ra(}3. 
bie aRdtt^eit, jufammengef. mit bemSIbi* matt mdttig, Slbj. ))on 
bie aRatte 3. Unorganifc^^ed «ig bagegen jeigt fid^ in bem ebenfaU« 
mit lenem Sb). matt gttfammengefe^ten bie 3Rdtti gleit, \DtltS)t9 
ober bon ettoa« geünberer Sebeutung ate 3}2a tt ^eit tft. 

SRatttgteit fcten im 17. 3a(r^v im 16. niebert. mattigheyd (^UandOS^), 
t aSattl^ta^, äRann^name, mittelb. Mathias^ aM 

gr.4at MaUhias, HBIif^-gr. Matthias {Maxd^Laq)^ toel^e« not au« (ebr. 
HatathjAh (rrnpitD) = ©ef^enl <9otte«, ^ufammengef. an« B^br. bie matath 
(Dqo) == ®ef^ent, Q>Q&t unb Jäh (p)>), ber J^ür^ung bon JehowAh (nirn), bem 
Kamen be« 9{ationalgotte« ber ^ebr&er. Sifrol. geUirit ^ie«, »obon ti^rol. u. 
ba)^. ba« 2)im. Riefet. €>. aud^ 3Rat} 2. 
tbteüRaturitat = JRetfe. ^ufammenf. : bie üßatnritatdjjrüfung. 

3ene« an« (at. bie mat^tas (®en. matoritfttis) oon matünu == reif, 
bei aRa« =: gerfefete geronnene aRitd^, f. bie aRatte 3. 
bei SR a^, —t», $L -e [bei Sbelung bie 3Ra^e, loeli^ed aber rAiii 
gerabe fibttd^ tft] : 9iufnante be^ ja^men ©taared (toe^^Ib ber @t aar«* 
mat]; fi^ in einfältiger Skife bene^menber SRenfd^ (®&t^eXin, 71), 
). 9. anc^ in ber $Iattber«>, @ptels Slanbelma^. 

aXat in bem Segriffe be« einfSttigen, (ficterli^en JDlenfd^en f^on im 16. Sa^r« 
Vntbert, im 17. 3a^^ au(( gerne ä^a^^ »on 2)re«ben. Wi nnorganif<tem, 
loeil fatt t^«, eigentlid^ t^« gefegten t» [bg(. ber <)ar) mit ) ftatt t'«] ou« 
atatii«, SRat^e« (t>g(. 9Ratfo^), bon toel^en biefe« ftitr)ung be« 92amen« 
SRatttSn« (f. b.), iene« be« 9{amen« ä^attbta« [fo ^eigt ). 8. bie ftird^e )tt 
6anct SRatt^ta« in 9re«Ian in ben mit 1602 enbigenben S^enhoürbigteiten be« 
f4(e{lf4en Slitter« ^an« bon ©d^toeini^en m, 14 ,,)nm @t. Wtai^f]. @. 
0»^ ffiein^elb f^tef. Stb4 61*. Cin anberer äRamt«name Wta% ((9en. aitat^en«, 
^^ n. 9cc JD^a^en) ip ber m^. 9lame Matae (?), a(b. Maao (®en. Maain), 
MttK), Uateo, toel^er na4 3- <9rimm« Sermnt^nng (®ramm. m, 692) tjer- 
ttonlkte« SHm. on« bem a^b. SD^omitnamen MadaLFiit, -find, wie (9Bt avL% 
^ottfrieb atb. Ck>tafrit 8gl. bie SBit%t \. 



38 ^^^ ~ 9»arttnte 

aß^b. bev mantal, einmal beüflSnbiget marohstal, aib. bef maittal [im Smient 
unberlttqt marahBtal (?), marbBtal (?)], ttcft>titngli(i s Vfetbepaü, »eil }ufam« 
mengef. an« a^b. bod mtaah « gtog, tßferb (f. bie SRS^re 2) u. atal @u((. 

bte aKartc, toofür mit unnbt^tflem 1^, aber üMic^jaKä^rtc (f. b.). 

bie a» arte r, ^I. — n : «(utgeußni«; »ebrättgiii« W« auf« «tut Da* 
öon : ber ÜRarterct, toofür üUiä) 2«art^rer (f. üKätt^r); 
martern, toobon »elter ber SWdrterer. 3*t^w^^"f- • Me ÜWar* 
tcrtooci^e = Sl^artt>od^e, ml^b. u. bei Jeroschin marterwoche. 

SD'^attet ip m(b. bie mirtere, fa^ immer ge!iir}t marter, martyr, mit ttier» 
gang be9 r ber 9[BIeitnng9fUbe in 1 martel [metteranif^ no4 bie Milhrtel], martfl, 
= Qlntieugnie, arge lOebrSngni«, Oual, an^ bad Jbren) al9 ^tX(Sitn bee Setben« 
(E^rifH, a^b.bie mib-tyra, märtira, märtara, m^era, martra, and bem lir^Itd^en 
gr.-Iat. ba9 martTrium = Qlutieugntd für bie S3a(r^eit ber (l^rijUid^en 9leIigion, 
gr. ba« mart^on (fiag/rvgiov), toeHe« bon gr. [SoIiW] ber n. bie m&rtyr (fidgrvg) 
Utöflxäi =s leiutsenge (f. Sl^Sr t^r). 3ßSr terer ifl ml^b. ber mirterore, m^rterer, 
miiielmre, märteler, mittelb. ber xo^erdre, mtfrterdre, märteldre, m^rteldre, 
a(b. (erjl bei Noiker) märtiiftre, mArterftre, nnb martern mbb. martexn, mArteren» 
marteln, a^b. nUrtardn, martirdn, martoldn [bnrd^ SantangKeid^nug be« a in -al 
)n o ^att martaldn]. 

t aWortH/ Srauenname, iotf^. MarJ)a, au« bem btbUfti^''flr. 5Ramen 
Marthi {MoqM) Sttc 10, 28 n. 3o(. 11, iff., bem bon aramäif^ mir &= 
Oerr abgeleiteten gem.; a(fe f. b. o. Herrin. 
ttttartidlif^ = Iam<>fmut]^ig ober hriegerifc^ »itb. 

1678 ^martialif*^ == Wegerif* («ramer tentfe^-ital. »ortb. 763»»), ge- 

bilbet na^ (at. martiAUs as jnm Mars, bem rbmif^tn «riegdgotte, gebl^rig. 

t SDldrtin, SKanndname. Uneigenttid^e 3ufammenfe4ungen : bie9Rdr* 

tin«ßan« = aufaRartin«tag f äßige 3in^8«n^/ ^äuu ®an«, toetd^e 

Qxx aSorabenbe be« ÜRartinötage« att geftbraten bergei^rt toirb ; ber 

aRdrtiuötag — Oebäcl^tniötag be« l^eiligen SWartin (11. 5ßob.)- 

iDl artin, im gemeinen Seben abgef4kofi4t690V2trten,ane bem mitteHat. Atomen 

Martiniu «= Megerifd^er, bon Mars (®en. Mortis), bem 9lamen be6 riJmif^en 

Jhrieg»gotted. ^.bie SRerten« ®an«'' bei $an6 @a(!^6 n, 4, 90«. 

t ber andrt^r, aQgemein üblici^ Sßart^rer, iDentger üblid^ in mel^r 

beutfc^er gcrm aRarterer (f. SBarter), -«, $1. tele ®\xi^ : 

«Itttjeuge. 35abott bie SWart^rin, aKart^rerin, SÄartererin 

(nid^t anarterin, tt>ie Vbetung bem SBoQoute }u ©efaOen vM\ 

»lartljr, bei Otfried ber martyr, angetfS^f. ber martyre, i|l ger<Äejtt and 

bem bereite unter SRarter (f. b.) angegebenen hrd^Ud^en gr.-Iat. ber n.bie mirtyr 

= ©rntgenge, gr. (fioIiW) mkrtyr, üMidJ*gr. m&rtys (jid^vq) « Senge, Sengin. 

SßSrtvrer, mit ^er, abb. -Ari, gebilbet, ijl ba6 ebenfowot in unfer äRSrterer 

fi4 enttt)i(fetnbe a^b. ber martiiAre bon abb. bie miityra, märtira (f. bie SRarter). 

2)te an&rtererin (antet m Wft. (nm 1200) mdrterftriime, märterozimie, = 

»(ntjengin. — S>ie Bnfammenf. ba6 SRjrt^rt^nm bei @4i((er m, @t l, 6. 

t bie aRarünle,.?!. -n : «rt Keiner gelber 8H)ricofen; große gelbe 

(Sierpflaume. 

S)iefe lette bei Nemmeh IV, 1072 an« a»aIonte, ärtaronle. So^er biefe 
iRamen, bon loel^ot ieucr ber öftere fd^eint? 



a^fif) — aitafex 39 

bcr 3RSt}, f« SDZera« marjen^ f. au^merjen« 

t ber SRarjipan, — e«, ^L — e : Buder* unb aßanbelBrot 

Keffer at« (fd^n im 16. 3a(r^ unb im Knfattge be« 17.) maxcipan, »eil 
ans bem gtei^bebeutenben ital. ber mazzapiae, \pan. hn mazapan, toetaltet marza- 
pan, wl^a 9^ome naäf Wtaffn in fetner er^en ^tfte ba« gr.«Iat bie mAza = 
SRe^lbrd BctDO^rt )u f^Un f(^int; bie 8te, ita(. ber pane, \p«au ber pan, bebentet 
^erot". Sg(. 2)ie) ®tB4 I, 266. 1678 bei ftramer tentf^^ital S^ortb. 764» 
nttb 1711 bei 8lSb(ein 683*» ba« Wlaxitpan. 
hit fBla\6)t, ?L — n : ©c^tinge im ©triefen ic; ©d^Ieife öon «anb 
ober ©i^nur (9ioft ©cJ^Sfergeb. 93). !Cat)on mdfcl^ig. 

9Raf4c ifl m^b. bie masohe, o(b. bie mascA; altnorb. (mit 5, bem Umlante 
be« a ber SBur^el^be) ber mtekyi. S^unlled Urf))rnnge«. 
t bie a»af(!^ttte, ^I. — n : bie $au}3tarbeit »errid^tenbe« Iriebtperf. 
DaDon bie aßafci^ inerte (4fi{big), ?I. -n (öfittig). 3ufammenf.: 
mafd^tnenartig, «mSgig tc« 

SR affine, bereite bei Snbmig getSnfg, ifl aue fran}. bie machine » Jtnnft- 
geriipe, Xriebmerl, tDtHt9 bae glet^beb. gr.«Iat. bie mAcbina, gr. bie mdchanS 
(pifixavij) 8 Ifin|IIi4ee ^ilfetterf^eng. 
t ba« aKa^cuItttum (tot), — «, ?I. (tat) aWo^odtno : ba« männßci^e 
@ef(!tfte4t; SBort mSnnlii^e^ @t\äfU(i)M. 

2)ie fnbflanttmf^ gefetzte fS^H^e gorm bee tat. Sb). mascnlinnB « mlinnli^ee 
Clef^Ieditee, t>on mäacnliu = mSnnli^, bem 2>im. i»on mAs s mfinnli^ee ®t* 
f^fe^tee, mSnnltd^. 
bie 3Rd[e, ?t. — ii : ffiunbenmal, 5Rarbe ($blt^ ber «enner 150); 
)9enin)iereiiber ^eden. !£)a))on mafig, 

nm 1600 madg. 3enee 6^ub|t it m^b. bie mAse, a^b. bie mAsa, »el^ee 
bnnflee ttrft>rnngee. 
bie aXadelfer (e = a), ri^tig betont aßddetler, f. SKag^olber. 
ber SRafer, —9, $(. mie @ing. : tnorrenartige ober flammtge ^tidf^ 
mmg i»on Statur im $o(], Xber u. bgl. in bemfelben, bann fo ton 
92atttr gegeii^ttete« ^olj fetbft S)at)on :mdferi<^t,mdferig, 9bi.; 
mdfertt = i»on 9{atur in SDtafern bilben. ®. auc^ bie ÜRafer. 

SRafer, m(b. ber maser, a(b. ber maiar, masor, maser, ae Ihierren, SttS« 
mi4l am ^ol^e (an 9(om, 8irfei^ ^rf^v KngbSumen n. bgf.), 8e<ier aue 
9o() nh SRafem, aber ond^ im 16. So^rb. bon ^ol) mit Hbern nnb glammen« 
iCt^mmg gefagt, »ie im vae. theut bon 1482 iOI. t7* „masser oder fledrin- 
holte, [tat.] rnnxia** (t)gt glober) )eigt; ongelfSd^. maaer, altnorb. ber möBorr, 
» S^em. .2>nnner ^erfnnft. 2>ae fibi. maferi(!(t (outet im 12. 3atfr^. 
miaerocht, unb mafern i^ {t)2it'atb. müaerdn a fnorrig metben. 
bie SRdfer, $L — n : tnorren*, obernartige, Pammige vl bergleid^en 
3ricl^nmtg Don 92atur im $oI); itatjtr(id^e6 3ßa( auf ber $aut 
(geffing Vm, 499). Der ?IuraI bie aKdfern = («inbep) 
ftranf^eit mit Hudfd^tag unb rotten t$Ieden. 

SHefer $(nrat bereite bei e^otteliue e. 1862. 2)er €>ing. Me SD'lafer 
ober \ft ntd^te anbere, a(e boe loeibU^ geioorbene be« älRofer (f. b.). (Sbenfo 
bit XngeT, 2)i{k( k. iUtt ber «sgel, 2)iitel sc 



40 wofcri^t — waffit) • 

maferici^t, mdferig, f. ber aWafcr.' 

bie ÜRa«crte (c = ä) f, ÜRaß^otbcr. bic aWdfern (ftranl^ett) j. 
bic SWafcr. !Da« SScrbum mdfcrn f. bcr 9ÄdfcT. bcr 2Rae* 
^otber, unflut ftatt aWag^oIber (f. b.). mdflg, f. iKafc. 

bie äßdfte ober, tote man gen)ö^nU(i(^, aber, toetl ff ber eigenttid^e Saut 
ift, toentßer anßemeffen f4reibt,ÜWd«fe ([c^on bei ©tieter ©^ 1218), 
^L — n : fatf^e« unfenntHc!^ mad^enbe« ©eftd^t, unfenntli^ mad&enbe 
SBerHeibunß. B^fammenf. : ber SWdffenbatl; ber 9RdfIenjUft = 
bon maffierten ^erfonett ßebitbetcr ^ug. 

Unfer n(b. SD^afle ifl, xoit an^ 1678 bei jt tarn et teutf44ta(. SBortb. @. 764 
bie @$retbung SDi^aSque jetgt, au8 fran). ber masqae == falfd^e« tuilenntli<i 
ttia^enbed (defl^t, urf)>TÜngU^ bie ^tnber f^recfenbe«, mittellat. ber masous, ge« 
toi((nU4 aber bie maaca, m\äit9 intvft „it:^t** bebentet, na^ 9acob ®rimm 
(9R)^t^oIogie @. 1036) t>on lat. (t>or 200 na^ <£6r. ®eb.) maaticlire [tt)el<ie8 
|)ortug. }tt mascar, ))Toioen)aIif4 iu maschar, altfran). mascher tourbe] b tanen, 
toeil fie (bie $e^) ^nber frigt. li^nlid^ lat. (bei Pfau^u«) ber xaaiidücas s= 
$of>an}, gleid^fam (^inberOSteffer, toon mandiiodre s= fönen. SSgl. 2)ies 9ltb<i 
I, 266^. 3ene« masca es $e|e aber fommt« tt)ie bie (angobarbifd^en ©efc^e 
}eigen, frfi^e bei ben 2)entf4en t)or, nnb im Kl^b. finbet ^6i bie üOamascay 
mbb. bie talmasge, mittelnieberl. talmasclie, s= ©^recfgeild^t , ®$re(fgetla(t, 
®ef^en{l. 

t bie aRaflerdbe, $1. — n : SDtemmenfd^ana, 3Ruimnerel 

iOereit« 1691 bei Stielet @t>- l^^®/ <iu0 einem gebauten fran). bie masqne- 
rade ftait M toixtiiöftn mascarade, ital. bie mascheriita, t>on ita(. mascher^ire 
[iDoran« unfer gnweilen geborte« mafterieren] ^ mafüeren, bem Serbum t>on 
itat. bie m^chera « SD^^affe. SBentger gut f treibt man, »enn and^ gewSbnU^, 
SDtadlerabe (f. SDiladle). 

t mafiteren = bermutttmen. SReflepb : \i6) maflieren. 

Weniger gnt, aber Qtto^n{\äi, mattieren gef^rieben. fILra bem gtei^be- 
beutenben frana- se masqnor t>on maique 3Ra9fe (f. b.)- %fit toermafÜeren 
finbet fl^ im 17. ^a^r^. an4 ^txma\äitn b. i ber^maf-ii^en. 

bad and^Ieib mit mddteibig, falfd^ ftatt aßd^teib (f. b.) :c. 

tmaffacrieren = nieberme^In, blutig tbbten* 

1694 bei 9lebrtng @. 581 magsaoriren. flni fran}. massaorer toon bie 
massacre =s ißiebermet^elung« ^(tttbab, mittellat. (18. Sa^rbO ba« mazAoiium, 
xotläft9 na^ 2)ie} Sgtb4 m, 872 an« einem beutfd^en SBorte [ob mbb. (oberb.) 
metziger, metzger, n^b. ^ti^^tv (f. b.)?] aufgenommen fd^etnt. 

bie awdffe, ?I. — n : große berbunbene 9){enge. 3wf<»W««nf. : rndf«» 

feni^aft, «bt. u. «bb.; mdff entoeife, Slbb. 

aRbb. bie masae a nngeflalteter @toff, SRenge, befonber« bi^te, ttie 9RetaS- 

!(nm))en, abb. (nur bei Noüeer Boeth. @. 186, 147) bie massa ^ @toff, an« lat. 

bie massa » Stlnmptn, jnfammenbangenbe äRenge. 
bie aWdffel, ?L -n : lurjer, bider, SfanHger ©tab «o^en. 

SBo( au9 tat bie missula <* Heine 9Raffe, bem 2)im. bon (at. bie massa s=s 

a»affe (f. b.). 
t mafftb = grog unb fci^ioer (maffenl^aft), getoid^tig, bicä^t, feft/ 

berb ; [bilblid^ :] plump, ungefdf^üffen, ju berb. 



Vlaft — aRajUi 41 

8ereH9 M @ttetet &p, 1218, »o auii Me SBIettima ^tiiagit)if<i'' b. i. 

mafftbif^, mtb fo geCSitfig erf^einenb. 9bt« frang. maasif » bid^t, flebiegen, 

(atf, mel^e« ein neulat. masnyuB üon tat. massa (f. SDlaffe) t)orau«fett. 

ber SKaft, — e«, ?I. — eji (unorganif^ flatt — e) : @ci&iff«baum guin 

fragen ber ©egetftangen fammt ben ©egeln unb ber Zant. "Baton 

^mdftig (f. b.). 

^aft, tn(b. bet matt « @tange, Sa^nen^ @^eet|lange, bann iener @<!(tff«« 
Bannt, a^b. (feiten) bev maat, nieberb., nieberlv 1475 c(ft)tf4 ber mast, ongelfS^f. 
ber mftst, altnorb. ber mastr. ^9 -t i^ aBIettenb, bte fBurjel bnnle(. 
bic ÜRap, ^L — en : gettmac^ung; gutter jum gettmad^en. 

SR^b. n. mtttelb. ber, bie n. ba« jnast «= ^ettma^ung, ^ntter, gm^t, gnr (Sx* 
gtebtgleit 2)tenenbe«, ergiebig gemacfted Sanb, a(b. ber (?) mast ^att ma^t (?), 
ange(fS4f. bie m&st, mit Übergang be8 got(. t {= al^b. ;) in a [)>g{. muffen, 
ttiffen] nnb bann mit ableitenbem -t «on berfelben SSurjel (got(. matan, a^b« 
majan), an0 meiner ba9 STIag =s @^eife (f. äRagleib), a(b. ber, ba9 ma;, got^. 
ber mats, entft>roffen ifl. Sgl. ®rimm ®ramm. n, 208. 
maft = gctnäftet, fett, toolbeleibt. „SÖti maftcn ^äd^tcm" 

bei exilier mnh. 4, 6; 1544 „ber (eib, ber grog, mafi tonb fCe^f^ig i^'' 
(X^f f Spiegel ber ®efnnb^eit 91 16*). 9(t)b. ba« W>i. mast (nnr Noiker Ps. 
77, 31) « fett, 
ber aWdftbaum, oI« bcftimmterer «uöbrucf ftatt ber SKaft (f. b.). 

SR(b. ber mastboum, mit gef^mnnbenem t masbonm, a^b. ber mastpoum. 
ber aß dft barm, -e«, fl ÜRdftbörme, = ber «fterbarm. 

1469 ber mastdarm (voe. ex quo), )u anfange be9 16. 3a(r(. an(( f^on mit 
9(u9fall beg t masdarm. Urfpriinglid^ 5Darm, bnrd^ ne^en bei ber Wtafi 
(92a^mng) ber Stoiff megge^t. (Sin üer^fillenber 9u«bm(f flatt beg früheren ber 
Srfd^barm m^b. n. a^b. (im 12. 3a(r^. ber arsdarm). 
mdften, tntranfitib : fett toerben; a(^ SRaft anjc^(agen (bad getttoer* 
ben förbern). dagegen maften, tranfittD : fett maiä^en. 

2)iefeg mSflen i|i mbb. mesten (an^ bilblid^), a(b. mastan [b. i. wc\px, 
mast-j-an (?)], mel^e^ bann )n mestan merben mng, angelfSd^f. m&atan; iene« 
ma^en m^b. n. mittelb. maeteii, al^b. mastdii (?). 9on bie ^a% 

ber ÜRdfti* (bei gut^er §ef. 17, 17), f. aßaftif «rnn. 

mdftig = überau« »otgenä^rt, 2lbj. bon bie STOaft. 

(Srfl im 15. Sabrfr., in meld^em 1556 ma^ig (IrUku 840^ 890» 9l9^ 
SWaaler 284«). »on bte aWa> (f. b.). 

-maftig in etn=^, bretmaftig = einen SWaft, brei SWaftett i^abenb. 

ber SKdftif , ®en. unöeränbert, o^ne ?t., eine ^arjort. 

8a Iriiius 805* n. äl^Iaaler 161. 284« ber SOZa^i^, tat^ml^b. (im 14. 3a(r^.) 
bei Megenberg ber mastix, au8 mtttettat. ber mastix, mel$e8 avA bem glei^be«^ 
bentenben gr.-Iat bie mästice, mästiche, gr. bie mastichd (jiaazlxv)f einem tt)oI 
mit gr. bie miatax (fidaraS) » SD'^nnb, J(autt)erl}eng, gufammenge^Srigen fBorte, 
toeil man ben SRafÜt/ toie no^ ie^^t im äRorgenlanbe, tante, nm ben %t^tm totl» 
rie^enb )n ma^en. @f>ät«m^b. aber ani^ ber masting ($eilmittelbn4 Don 1400 
in ber ^egener ^f. 92r. 992 81. 120*), 1482 „mastick oder [geffir)t] mast'' («oe. 
AArt. 81. t7*), mittelttieberb. mastic, maatioh [mo^er no(( bei Sntber ^ef. 17, 
17 ber mafli^]. 



40 nioferi^t — maffit) • 

mdferi^t, mdferfg/ f. bcr SRafcr. 

bic ÜRa«erte (e = ä) f. ÜRa^oIbcr. bie aRdfcrit (ftranl^lt) f. 
bic SKafcr. !Da« SSerbum mdfcrn f. ber SKafcr. ber SKa«^ 
l^otbcr, ungut ftatt SRag^otbcr (f. b.). mdfig, f. SKafc. 

bic Srodfle ober, tt)ic man gctobi^nl^, aitx, n)eil ff bcr ctgcnttld^c Saut 
ift, tocnigcr angcmcffcn f (treibt, 3)? d«Ic (fd&on bei ©tieler ©<). 1218), 
^I. — n : fatf^e« unfenntlid^ ma^cnbc« ®efid^t, unlcnntti^ mad^cnbe 
SBcrHcibung. 3w[ö»^»^^nf. : bcr 9ÄdffcnbaII; bcr SWdflcnjug = 
öon maffiertcn ^crfonen ßcbilbctcr ^Mfl- 

Unfer n(b. SD^afle ifl, wie aui^ 1678 (et JtrameTtentf($4tat. SBortb. @.764 
bie @^ret(ung Wla^qut jetgt, au8 frait). ber masque =s faffd^ed unlenntti^ 
tnad^enbe« ©efl^t, nrf)>rüng(i^ bie Jiitibet fd^recfenbed, mitteüat. ber masoufl, ge* 
tDD^nlicl^ aBer bie maaca, totläft^ jnerit „^ti^t" bebeutet, naäf 3acob (Sriuim 
(9R)^t^oiogie @. 1036) bon Tat. (t>or 200 na4 (S^r. @eB.) masticAre [»el^e« 
))ortug. }U mascar, ^rot>en}aIif(( )u maschar, altfrau). masclier tDurbe] = tauen, 
weit fie (bie $e|e) ^nber frigt. ä(;nli$ lat. (Bei PUnOus) ber mandücns = 
fo^an}, gleid^fam (^tnber-)greffer, bon manducftre s fauen. 8gl. 2)ie) IQBm 
I, 266ff. 3cned masca es $e|e aber lommt, wie bie langobarbif^en <^efete 
geigen, frü^e Bei ben 2)eutf4en bor, nnb im Wfb. finbet ^6i bie tiUamasca, 
mBb. bie talmasge, mittelnieberl. talmasche, == ©(^recfgeil^t , ©^retfgefialt, 
®ef^)enp. 

t bie SKaflcrdbc, ^L — n : aWummcnfd^ang, SKummerci. 

bereit« 1691 Bei @tieler @f>. 1218, au9 einem gebauten frau). bie masqne- 
rade ftatt beS toirfli^en mascarade, ital. bie mascherkta, t>on itat. masoherkre 
[woran« unfer jnweilen ge^Srte« mafterieren] == maftieren, bem SerBnm Don 
ita(. bie m^chera = SRafle. SBeniger gut f^reiBt man, wenn au^ gewS^nIt(t, 
SRaSferabe (f. SDila«Ie). 

t maflteren = t)ermmnmcn. SRcflejiö : fi^ mafiteren* 

Weniger gnt, aber gewSBuH^, mattieren gef^rieBen. ^n9 bem gjIdil^Be' 
beutenben fran}. se masqner bon maaque Wta9U (f. b.)* %^ bcrmaffitren 
finbet |i4 im 17. 3aBrB- auti^ bermaf^en b. i. ber^maf-d^en. . -j 

bad and^Ieib mit mddteibis, fatfd^ ftatt 3»dg(eib (f, \i,)(m 

t mafföcrtercn = nicbermetidn, btutift tobten, ^' 

16^4 kt 9te(ring ®. 581 ma^fi^acriren. ^u$ frait|. niasHadr^r pt 
maflsacre = ^jarbtrme^dung, ^lutBab, mittcQat {U. ^^^c^O bau tatti 
wel%e nadi 3)ieä Stt(^j Hl, S72 au« tUmn bewt^eu Sorte (ob mi^ 
motz-iger, metegar, n^t aKe^Qer (f. b»)^) au^rnomiiiüi \4tmU 

bie aWdffe, ^L — n : gtote tjcrbunbcitf ^iWettfie, ^Bufönpne 
fen^aft, Stbj. u. SIbt,; mdffntteeiff, %W. 

aKftb. bie masae ^ nngeflöltet« ©toff, Wtm, tet«!bfr» W^t 
!(urai>en, abb* (uu^ Bei A*Aer Booth, 6* Ißö, H7) bie tim»^ ^ 
bie massa = j|(u|gwM^ 'augtnbc Mtuge. 

bie aWdffel,^^^^^ ^^iAr, H'- - ^MJR 



SRafft 
maft' 
bcrb n 




y 



Serett« W €tielrr fe irit ^. mz - ^^ 

ber SKoft, -H, ?t —er jmn^r^^ — ^ 
Jrajen bcr ©f^lüanAEr iannc: i?»:: =:r3 r 
*ma[tig (f. M 

Bornn, a^ i^difE ät : 
ber mist, olntr:!. uc i 
bie aRaft, ?L -« : 

gieBigleit 2)inifmff» rrcnx zolztl m x 

teilten] mft banr ät r v 'i:"^ • t- rr:— 

ber mats, cmftrr^a: * l*i ♦ — z=r -rsc. _ 
njoft = gcinafiß, hu. iriiriLün:. ,tr r 
bei ©(Jillfi Kd ^ r 14- ^^ • • - 

77, 31) = fftt 

ber aÄdftbamii, o^ r ?' iiiiiii-" rsf-r - 

SR^b. bcr wtvoQiL ST -srssarssr .^h— 

ber aRdjtbaiiB, — «, i- Ijt^^zol^ - 

1469 ber i ii Minym », & sa. . ==i. 
Ausfall bei 1 iwiin rrr-T-.r « • -r 
(92ainni8) bcr tolt segsL: c: rri^sr sk^ 

Qiftften^ üüuuiuiir : iss: xenr « jl 
ben fdrbern). Sn^EEps x.^ t -ar^ 

2)iefe§ «ürx # sr sar ^ «r 
mart-j-an (?)], «dM ttK i: -mam. ihb-t 

ber ÜRafli* (fcirstrfe:^*! 

mdfttg SS ffientf 

WtöUr 2Än ^* 
*fiaftig in eli = , t^ 

1 ntll ^i, teil DMt«* 






u» 



44 SRatlefb - aRotcHat 

b<r aRdgIcib (d tarj), — e«, o^ne ?I. : effen^llberbrug, »ibertotüe 
geflen ®f ctfc aud ÜBcrgenufc bann fiberl^aupt Übcrbrug ou« Übcrgettul. 
mdgletbig^ Äbi., 

M 3. <>. 806 ^ora} 6at. 2, 4, 89 im fßM mafiteibig Betont. 2)eT 
aRagletb/ üMt(^ in @4tiKiBen (@^mib 876) n. 8aben, mit Übergang M ®e- 
f4fe4te8 ans 1482 bie maOUyde, m^b. bie mA^eide [„Bwfime (iDem icgenb) di 
spise (€>peife) widentit, 6 hd (e^e et) ai in dSn munt nöme, der hAt die 
ma^leide'' (gttnbgr. I, 888*)], a^b. bie masleidt (jVo^X^tPs. 106, 18), altuocb. 
(fd^ioo^biegenb) bet matleidi, gnfammengef. 1) au8 bem, einem tooran«sufet}enben 
[ber 9atttt>etf4tebung gemSg mit (at. niAndere » fanen, infofern n e{ngef((eben 
mSte, ftimmenben] got^. SBurjetberbttm matan ($rSt. i(t er mdt, $art. matans) = 
lauen, f^etfen, entft>roffenen m^b. bas ma; (b. i nenb. SRag), al^b. ba8, in filtefler 
Seit ber ma;, got(. ber mats, altfS^f. ber mat, altnorb. ber matr, =? €>)>eife 
(f. SReffer Knm.)# nnb 2) and bem »on bem SbJ. (eib abgeleiteten m(b. bie 
leide, a(b. leidi, = fdbmeria^e« <9eftt(l i»on ffiibermSrtigem, 93etrfihti«, 2:raner, 
»ie benn an4 bei Abe&arPs. 118, 20 majleid in bem @inne nnfere« 9bi. mal« 
leibig Dorfommt, n>e(<^e9 snet^ im 16. Sa^rb« erf^eint, ). 9. bei Ikuypddiui 
982^ mo mafdlei^big. 

ba« aWaßtieb (a betont, bei a 3». aßiltcr ®eb. ®. 35), üMid^r 
im Dim. bod aRdgliebc^en (ie betont), auci^ bie a»dgliebe (ie 
betont), == ©änfeblume, b^llis. 

1711 bie a»a6(iebe (9tSbIein 624*>), 1691 bae „anaSHeb'' (Gtieter 
ep, 2602), „a^agliebgen'' ober „JS^aeiieben" (beibee ebenba ep. 1166), 
im 16. 3a(rb* 9)tagUeben, nieberlünb. bie matelief, madelieve, madelief, 
mtttelnieberl. mateliefbloem {?iar. belg. YII, 18*). S>er 9^ame, ang bie Wla%t 
nnb bie^iebe mittelnieberl. bie lief » ©eltebte, ober bag Sieb, snfammengefe^t, 
fd^eint auf einer an bie Olnme |t4 fntt^fenben je^^t nnbelannten SSoIIganfd^annng, 
einem 8o00g(anben )n bernben. 

bie ÜWdgna^me, ?t. — n; bie gRdgreflcI, ?L— n; ber ÜWagpab, 
$(. aJ^dgftSbe. 3ufammen8ef. mit bad üßag. 

ai^agreget 1777 bei Sbelnng; iD^agna^me eine innge lanm bor 1880 
ent^anbene Qilbnng, ber bie ST^agnebmnng bei S)ie(anb t>oran0gieng ; SRag« 
flab im 16. 3abrb. ber mdSstab. 

t ber ÜRataboT, — e« (— e), ?I. — e : Ifi^ttgftcr; ^an^ttmmjjf. 

3m 18. 3a(rb. aug \pan. ber matador s ^obtf^lSger, Siebter (in €>tier- 
fSmf>fen), bon bem aus lat. maotftre s o])fem, tobten, geworbenen \pan., ^ortng., 
t>rot>en)aI. matar == fd^Iad^ten, t6bten. 
ber SJidtapfel, — «, $t. fOlatäp^eU eine «rt fefter %f^l 
t bae aRateridl, — e« (— «), ?l. aRateridlien : SRo^ftoff, ®erät^, 
«ebarf tDoju. ^ufammenj. : ber aRateridfien^änbler; bieSWa* 
teriditooare. ber SWateriaüömu«; ber aßateriaüft, — en, 
^l. — en, = (Seioürj^änbler k., Oeifte^Ieuflner ic 

äRaterial i|t bie ffid^Ii^e gorm (materiAle) bed lat. Ubi. matenUUis » ^^nm 
@toffe ((at. mat^ria, f. SRaterie) ge^i^rig^ fnbflantit>if^ genommen nnb ber 
bereit« 1716 bei Subwig &p, 1219 berjei^nete !ßlnral aRaterialien nad^ bem 
im 17. 3a(rb. |»ebantif4 bei nng gebrannten V^nrat iener gorm „mateziAlia*' ge* 
bilbet 9RateriaU9 bereit« 1678 bei ftramer tent[d^«ita(. lIBortb. 766^ 



ttaterie — SRotrone 45 

fMcaKatetie, ^L — it : ©toff; ba« toorau« etoa« Befetttflt i[t 
(«ora^ 6, 24) ober toirb; Snl^alt, ©egcnponb; [o^ne ^L] «iter. 

SR^b. bie materje, nuiterge, maMxige, =» @toff, ®egcn{lanb, im li. 3a^c(. 
and^ f. t. a. (Siter, im 12. 3a(r^. mattSrJA, au« lat. bie mat^ria = ®toff. 
tmaterieU = ftopc]^; »rperltiä^; auf ben Stoff, ba« ftbrperlic^c 
^ttgtid^, fa^tt(!tf; ini^a(tti($ :c. 

2)a8 fraii). tibi, matdriel au« tat. materiUis (f. SDiatertat). 
t bie aßa t ^ e m a t i I (t turj), o^ne $L : bie ©rbgente^re. ber äR a 1 1^ e^ 
tndtiler. inat^emdtif(!^, Slbi- u. 8lb)). 

Sie Don bnn gt.*tat. 9bi. mathem^ciu, gt. mathdmatikÖB (fia^fiatixdg), 
Ott« beffen getn- dt.«(at. bie niathemAtioa, gc. bie mathdmatikS (fia^fjunixi^), 
nSmfid^ t^hnd (ri;(vj7) Annil, nnfet SDilat^ematil, 1678 SRatf^ematic, ifi, tote 
Don bem SVlafc. gr.-Iat. mathem^ticus, gt. (Aa^fiaxixdq, fu(fiantit>tf(!^ genommen, 
nnfer SRatbematilet gebitbet toutbe. 3ene« gr. Sbj. aber {lammt bon bem 
bon gr. maihein {.(la^sXv) « (erneu abgeleiteten gr. ba« mäthdma (jiä^fm) =» 
bo« Oelemte, Aenntni«, ®iffenf(taft, beffen $1. mathSmata (fia&ijfiata) = 3a(len* 
le^re nnb aRegtunbe (^elbmegfunfi). 
SRatl^tlbe, i^rauenname^ ift oXfh. Mathilda^ 

bolIflSnbiger a^b. Kahthüda (?), ebenfott)o( a^b. Mathflt, ftreng«at>b. Mahtbilt, 
(otinifiert MathfldiB, melier 92ame ,,aRad(t!am^f'' b. (. gewaltige J(Sm))ferin, 
ftriegerin, ^elbin bebeutet 3>^fd^^engef. 1) an« a^b. bie mäht, nnfcrm SRa^t 
(f. b.), imb 2) an« a^b. bie hüt (?), got^. hfldo (?), altfSd^f. u. angelffi^f. bie liüd, 
oltnorb. bie liüdr, » ^amDf, nnb (f o bei Mathüda) a^b. bie hüta (?), hfltja (mider 
brand$Ued6), = ftam^f, (^efe^t. 3m 9Unorbtf(!(eu i^ fogar Jene« Hildr eigent« 
(i^ 9lame einer SBalf^rie ober ^d^Ia^tiungfrau unb fo gleid^fam ftrieg«g9ttin 
(f. Orimm SR^t^oI. 898f.). — @. an4 ai^e^t^ilb. 
bie SKa traft e, ?I. —n : mit Laoten ober ©eegra« ic, urf^jrflngKc^ 
mit SBoKe gefttOted unb burd^nä^te« Untere ober Slui^ebeft. 

aXit Übergang be« $ (6) in i, i, benn mlftb. ber, bie (?), ba« mitera;, matra;, 
an« bem gteid^beb. mittellat. ba« maträtiain, frau}. ber materas, ital. ber matoräsoo 
mib bann bie mater^sa, mel^e, mie bie fpan. n. |»ortug. gorm ber almadraqae 
Seigt, mit romaniflerter iSnbnng au« arabifd^ matrahh « Ort mo^in etma« ge« 
loorfcn »irb, UmeriDnrf, e^iftlüjfen (Dtmy Oosterlingen 64), i»on tarahha « er 
ttirft (in, gebtlbet finb. 
t bie aRatrtlel (t ftirj), ^I. -ti : ©nfd^reibebuc!^ ber OefeUfd^aft«* 
gtieber, ber (Sinifinfte eined 9(mted; 9[ufnai^mef(]^ein auf einer ^oäf^ 
f^ule. 3m 17, 3a^r^. bie SKatricut, 

an« lat. bie matiictila = Sffentli^e« Ser^eid^ni«, bem 2)im. bon bem lat. bon 
' bie mAter = SJlutter abgeleiteten bie mAtrix (®en. matrlcis) » SD^ntter, (BtUu 

mntter, 6tamm, ba« Vffentlid^e (gtei^fam ba« GtammO^Bergei^ni«. 
t bie SWatrtge, ?I. — n : (Iu|)feme) ^auftforut, in toet^er bie Settern 
(Dructtucl^ftaben) abgegoffen »erben; ^rägeftod k. 

9n« bem gtei^beb. fran). bie matrice, nrf])r. » bie Gebärmutter, bann ba« 
toorin ettoa« erjengt »irb, »el^e« an« (at. bie mAtriz (f. a^atrilel %nm,). 
t bie aWatrine, $t. — tt : e^rtoürbigc alte grau. 

3m 17. 3a(r^. bie SDlatron, an9 tat. bie matröna « ber^eirat^ete« gronen- 
)tnmier, befonber« bon bome^mem ©taube, bon (at bie mator » SD^utter. 



46 SRotrofe — «Rotte 

ber aßatrofe, — n, ^I. — n : gelernter ©ci^iffÄiener, ©ci^iff^maim. 

IBie m^b. ber manuNre, mamer, = G4iff8maitii an9 «ittettat. bet mArinAriiui, 
ftanit mumier, fo i^ ba« im 17. 3a^(. aU SRatrofe )u und übettommene 
nteberl ber matroos, bfin. 11. fö^toeb. matros, ou<i frang. ber matelot, im 13. 
3a6r(. mathelot, fkatt materos, toel^ed ^S^llma^rf^einüd^ au9 fpSter«Iat. ber 
mattArius = (Stner ber auf ber ^atte ((at. matta = grobe 2)e<Ie) fcilSft, unb 
bie SRatrofen nnb @eefoIbaten fd^lafen auf $ange« ober ^Snge matten. 2)ie 
Sbleitnitg be8 matelot aber toon nieberl. unb nieberb. ber maat «s SD'lttgefeQe, 
fiamerab, \fi bebenfltd^, meit biefefl einfädle S^ort leinen (Singang in ba« grau« 
)0fif4e gefunben bat. @. 2)iei miä^ U, 372. 

ber aRatfc^, — e«, ?I. — e : ber gatt bei einem ©pleter, bat biefcr 
bae ®ficf fd^imfflid^ »erloren ^at. mat\ät, abD. : fo, ba| ba« @<)iet 
für ben @|3ieter fd^imjjflid^ Verloren [gleid^fam faul, »erborbenj ift. 
£)at)on mdtfd^en = matfd^ macl^en. 

S3ie bei ^atf^ter (f. b.) ftatt ^attfd^ier, mit unterbrüdtem r t)or. tfd(; 
benn urf))rüuglid^ lauten bie fBbrter, wie an6i, 1691 @tieler @]). 1218 iat, 
a^artfd^ unb martf^en, ba^erif^ mSrtfd^en, al« übertommen au8 bem 
gleiö^bebeutenben ital. @)>ie(an9bru(! far (ma^en) ober dar märoio, maroikre 
(@4meHer n, 622). @. ba8 folgenbe matfi^en. 

mdtfci&en = breic^meid^ quetf^en. £)abon mdtfd^tg. 

2)if6 matf^en ift ein« mit bem bongen ^att be9 früheren martf^en (im 
@im))üciffimu8) unb beb., mie ba^erif^ u. f^nei). m&rtfö^en, }uerfl ,,()u 
Srei) quetfd^en.'' IGgl. ^cbmeUer U, 622. 9u« ital. marcikre (fpri^ 
martschlure) s in Pulnt9 bringen, bon bem Kbi. miroio (fprt^ martsoho) 
SS fanl, berfault, t>erborben, tDorau8 unfer matf^ |laU martf4 (f- ber SD^atf(!^). 

matt s [t)om fibntg im @d(^ac!^f)>iel] guglod unb bamit äberiDunben; 
an ßraft erf(i^b^ft; faft bid }ur SBirfung^Iofigfeit fd^toac^ ober un» 
träftig. @: auci aßatt^eit, a)2attigfeit 

2)a8 mbb., mittelnieberb., mittelnieberl. Slbj. mat, urf^ng(i(b eine fSxt Snter« 
iection, tanäii )uerf in ber 2ten ^Slfte be« 12. Sa^rb* auf unb )tt)ar al8 fCu^brud 
(3nruf) im @^a(l^|t>iele , bann auf biefed anf^ielenb unb balb in allgemeinem Se- 
griffe. 3>tnS4P <ni8 frau}. mat, unb eben biet, mie t>roDen)al. mat, ital. matto, 
\pan. tt. ^ortug. mate, mitteQot. mattiu, i^ au8 orab. mftt (ml^te) s ,,er ift ge- 
worben'' toerbunben mit ^erf. schAh = ftSnig in bem arob. monrif^^n &^^\p\tU 
au8bru(t (f. ba« @d^a4) mAt sohAh » ber jtönig i{l geflorben (tobt). G. %SiJbäf 
b. bentf^. ©i^n. n, 306. grüb«mbb. aud( al8 ©nb^. ber mat »= ba8 SD^att im 
@(i^a(bf))iel, bann f. 10. a. (Srf(!(15])fnng, mie in Jener lOeb. f(!^on f)>an. ber mate. 

bie aWdtte, ?I. — n : ®ra«tanb relti^e« erfreultd^e« «ufttjuc^fee, 

iD^ib. bie mate, matte, bei WbJkenstem (f 1445) au4 bie matze, a^b. bfrr 
mato (®en. mätawes), toel^e a^b. gorm aber nur bei Noiker (Pb. 104, 84. 
108, 23) in ber 3ufammenfe^ung ber matoscrficch 9Biefenbü)>fer = $eufd^re(fe 
toortommt; 1476 c{tti\di mate, nennieberl. ba8 mat, aUfrief. mede, aUengl. me- 
dewe, midewe, engt, meadow. Uu^ermaubt mit mSb^n. 
bie a» dt te, ?I. — n : grobe, öon ©trol^, «infen, «aft u. bgl. gefloti^«* 
tene S)ecfe. 

8et Daiyp6diu$ 582i> u. Serrdnus diotionAr. Q(. o2^ bie Wtalit, 1605 bei 
Bidriu$d&' „"Sftattt, a^at^ a^bb. bie matte, bann im 15. Sabrb- on^ mit regel' 



9Ratte — Wtü^ 47 

tefttr Setf^ieBmig M tt in ts (ze) bie matee [|. Q. „fir neigt sioh tf ein 
matcen, die h&% dr von byn^en [^iiijen] geflochten** {Scherz-Oberün U, 
1013)], a^b. bie mattft, neu-, tnittelniebeib. matte, neuniebetl. ba9 mat, angel« 
fS4f. meattft. ftufgenottmen au8 tat. bie matta = grobe S)e(te bon Qinfen tc. 

bie SK dt te, ^t. —n : jcrfc^tc geronnene SRilc^. 

9et Sllberud diotionAr. $1. ggd^ tnatMn /,Tee« mat^". SRittelb. unb imx 
f^on frü^ im 16. da^r^. Q. 9. 1420) bie matte, matten, neunieberl. bie matte, 
mat; oberb. xegelred^t mit ii ber S^at}. 3n romanifcl^e iD^unbarten übergegangen 
[altfran|. maton =s JiSfehi^en, catalamf<i matö s Sla^mläfe, f. 2)ie) ^bd^ I, 
269]. 2)unner $erfmift. 

t 9ßatt]^aud^ SRann^name, mittelb. Mathdns^ aM 

gr.4at. MattluauB, bibfi^'gr. Matthatos {MaT^aToq)^ »eI4e« au« einer ICb« 
leitung t>on ^ebr. bie matath (n^t)) "= ®ef((ent. ®g(. ä^att^iaS. „(S« i|i 
SRatbSi am let^ten^ bei »ürger ®eb. 1778 @. 161 ^a»atba' am (etteti" [b. b- im 
(EiMmgeltmn bed ^o{leIg 9)>{atb2iu6 am legten jla^itel] = eg ijl gar aug, jum 
(flammen) (Snbe gef ommen. 8ei 8 n t b e r au^ bereitg gefttr^t 9)1 a 1 1 b e g. @. 3R a ^ 3. 

bie aßdtt^eit, jufammengef. mit bem 9lbi. matt mdttig, abj. bon 
bie 3Ratte 3. Unorgamfd^ed «ig bagegen jeigt fld^ in bem ebenfaUd 
mit jenem Sb). matt jufammengefe^ten bie 3Rdtti gleit, totlä)t^ 
aber bon tttoo/i gelinberet Sebentung ald Sßatt^eit ift, 

9{attigleit fifon im 17. 3abrbv im 16. nieberl. mattigheyd (XUUmms^). 

fäßattl^tad, SRanndname, mittelb. Mathias^ an9 

gr.4at. Matthias, biblif^'gr. Matthias (Mar^lag), totiäft9 not aug b^br. 
Matathjäh (D^rajQ) = ©ef^enf iSotteg, sufammengef. ang bebr. bie matath 
(f^p) = Oef^enf, Oabe unb JAh (p|>), ber Äürjung bon JJfhow&h (njrn), bem 
ftamtu beg 9eationa(gotteg ber ^ebrJier. Xi^xol gelttr)t $ieg, toobon t^rol. n. 
boi^. bag 2)im. ^iefel. @. aü^ ^ai^ 2. 

tbieaKaturitat = 9leife. ^ujammenf, : bie üßatttritote^>rüfung. 

Seneg ang (at. bie matftritas (®en. mataritfttis) t>on matürus = reif. 

ber aßa^ =: gerfeftte geronnene WlHä), f. bie SRatte 3. 

ber aßat, — e«, $L -e [bei Sbelung bie Wl'i^t, mel<^e9 aber nid^t 
gerabe äbtid^ ift] : Stufname be^ jai^men ©taare^ (toe^i^alb ber @t aar«* 
ma«]; fi(^ in einfältiger SSeife bene^menber aßenfd^ (®bt^eXin, 71), 
}. e. mit in ber $(auber^, @ptel^, Stanbelmafe. 

9Rat in bem begriffe beg cinfSttigen, Ui4erli(!^n SRenf^en fd^on im 16. ^a^r« 
bmibert, im 17. Sabrb- amb gerne Wlaii i»on S^regben. WX nnorganif<l^m, 
toeif llalt t^g, eigentlid^ tb'« gefet^Un t^ [bg(. ber ^axi mit ) |latt t'g] aug 
Vtati^\9, a^at^eg (t»g(. SRatfo^), bon melden biefeg fiitrjnng beg 9{ameng 
SßattbSnS (f. b.), ieneg beg 9{ameng ä^attbiag [fo beifit ). 9. bie ftird^e )n 
@anct SRattbiag in ^reglan in ben mit 1602 enbigenben 2)entn)ttrbig!eiten beg 
fd^refifi^en Stitterg ^ang bon ©ö^tteini^en m, 14 „irm @t. fOlaiit'']. @. 
oud^ Geinbolb f^Icf.SStbib 61*. dm anberer äRanngname 9Rat} (®en. 99{ateng, 
!3)at. n. Kcc. JDta^) xfi ber m(b. 9{ame Matse (?), a^b. Maco (®en. Maain), 
ICaaso, Matao, weld^er naf 3- <9rimmg l^ermutbnng (®ramm. m, 692) ber« 
trosft^eg SHm. ong bem abb. aRamfgnamen Madalfrit, -find, wie ®8t aug 
dottfrieb «bb. Cotafrit 8gl. bie SRete 1. 



48 * 9Ra4 — Stattet 

bei 9Rat s^ touBe (Srbe, ^teinart, taubem (St}. 9{i(^t bott matt 

ber ÜRdften, -^, ?I. toieSing., eigentlici^ ber üKaftc, — n«, ^t.— n : 
bünner aue SBaffcr unb SWc^I bereiteter Oftcrlud^en bcr 3uben. 

9et Kbelung fe^U ba8 SBort, unD <£am)>e l^at gegen ben get&ufigen ©ebrau^ 
Ht Wldtit, $1 ~n. 1482 ber matz (voc. theut. 91. t7*) |latt matse, unb ber 
matzenknch (ebenba 8(. z4*) fiatt matasenkuoche ber SVliitenTud^en. f[u9 
ber @))ta4e nnferer 3uben aufgenommen, xoo mazzo, toel^ed b^^r. bie maxzAh 
(nsp) = ungefSuerte« 93rot, »ie e« bie Suben )u Oflern effen. 

bcr aßdfter, — ^, p. toie ©ing. : trocfen geworbene jä^e gcuti^tigteit 
in ben llugentDinIe(n unb an ben 9Bim)>ern. 

3n ber SBetterau, (od aber an6i im ^(tmSbif^en i»orfommen (f. 64ntib 81). 
IBei Datypödms 382^ 9Ra^, 1482 ber „masoher oder greck in den äugen, 
[lat.] pituita«* (vae. theuL «I. t 7^) unb me scher (ebenba 31. t2*'). SBo^er 
ifl ba« SBort? 

bie aKdfcfoft, $t. — en : Irafttofer, feiger ^en\ä). 

9torbbeutf4 betont a^atfdt. (Sin niebriger, unanitSnbiger 9[u9bru(f. 92a(^ 
C>Hfer bjierrei^. Sßtb^ n, 240 in öfierrei^ btt SRa^fot^. S)er erjie Z^tü ber 
Bufammenfe^ung t^ ber au^ jur !6e)ei(!(nung eine« einfSftigen Wttn\6^tn gebrauste 
(f. aRat 2)a)'2ann«name9)'2atbe«,9ßatbi8,b. i. 3RattbSn8, SD^att^iad, nid^t 
aber ber alte beutf(^e aviannsname Wlatj (f. ebenba), benn au9 bem 3abr 1629 
finbet fl(b bei Slbrian aRitt^eilungen au8 ^anbfd^riften @. 814 neben Sbnli^en 
groben @4tm))fmbrtem (t>g(. ^nnbsfott) bie SRatbe« fot^ « ^abnret (?). 
2)er itoeite Sb^il bagegen i|i ein« mit bem }ioeiten iene« $unb9fott, unb ba« 
t, »ofür tt)egen ber j^Urje be« u neub. tt, f^ot, ba e9 biei^ borbo^beutfd^er Saut« 
^anb xfi, fid^ regelre^t bo4beutf<]^ in t} fortgef^oben, eine S^erf^iebnng, wel^e 
bei bem Sorte auger ber 3uf<>>nmenfetung fd^on im voe. iheut. t>on 1482 Sßl i5* 
toorfommt. — Cdnabrttififd^ Tlaiipnmpt i|i g(ei($er ^ilbung u. Oebeutnng. 

matten^ ba^ SSerbunt jur ^ejeic^nung be^ getDbi^nttd^en @d^reien9 ber 
fta^e. Übtii^er miauen. Hud^ maujen, maunjen. 

9ene8 mauen (@4i(ler 93a!I. Sager 9) finbet fl^ f^on 1678 bei ftramer 
tentfd^-ital. SBortb. 765^ unb i^ mbb. (14. Sabrb) mAwen, »el^e« att(( t)om 
e^reien fa^enartiger 2:biere ttber^au^t flebt, g. 8. bea SStt)en. 2)a8 SBort flimmt 
mit bem @4rei be8 ^bietet. @. aud^ mannten. 

bie aWauer, ?L — n : fteineme SBanb. mauern, ^ufammenf. : ber 
aRaüerbre(^er = ftriegdtDcrljeug }um (Einftogen einer üßauer; 
betSKauerpfeffer, eine auf STOauern, gelfen ic. toad^fenbe W«ni« 
mit (t>feff er artig) beigenbem ®afte^ s^um acre; bie aßatier^ 
fd^toalbe == in aWauerl^ft^ten niftenbe ©d^toalbe; ber 3ßaner^ 
Spidtt, an üRauern Mettcrnbe @|3ed^tart. ^uföwmenf. mit mauern 
ift bie aWaiierleUe (eO = ätt) = ÄeCe jum üßauem, früher (iu* 
fammengef. mit SD^aurer) bie aRaürertelte. 

9)^auer ^ebt flatt SRaur, koie ber «oe. ^keut. t)on 1482 bat unb (.8. Sntber 
fd^reibt; bo^ au(^ f^on mit bem kool bes SBodante« megen imif^enein i»or r ge- 
f^obenen nnorganif^en e bei 9((beru9 dictiontr. S(. L12*^ u» bb4*' mattier, 
1469 mittelrbeinifd^ bie müer »ie ber mderer (Stauer er) im voc ex qiM, 1471 
mittdb. maer. Wft. bie mftre, mdr, abb. u. altfSdbf. bie müra, altfrief. bie 



SRonfe — SRoutBcete 40 

mibe, oagelfS^f. n. atümh. bcr mib, cm« bem dlci^beb. lat. ber mtau. 2)ie 
{)ot(tf4e imb atfo dgentltd^ bentfiie Oenemnnig »at bte Tad^jns, aber etemban 
tmirbe i»oii ben alten 2)eiitfd^ al« etma« rStnif^ angefeben (togL »einbotb 
bentf^e gtaneit 6. 832). 2)a« Setbntn mauern, ebebem nrfbritnglttber mauren, 
bntet hn SRttteTbo^bentfd^n müren, an« bem ofei^beb., bon ienem lat. mttnu 
abgeleiteten mitteSat mdiftre. $g(. on^ SKaurer. etatt flRanerbrc<ber fagte 
man im Xltbo^^bentf^en bie rnftzpifthlii b. i. nenb. bie a»aiierbre(be; für 
SRanert»feffer, 1678 aRanr))feffer, 1482 maawnteinpfeffer {voe. theut. 
91 t7^); fttr aHanerf^malbe im 16. Sabrb- manrf^ioalben. 

bte aß auf e, ol^ne $1. : (Bi^menbe SuBAranl^eit be6 $ferbe6. 

31k mit bo4bentf(]^em 2)i))btbon8 an bte nieberb. gönn bie moke (mit a » 
mbb- ft), 1476 detoif^ muycken (IhiOumuta); mbb. aber bie mftche {IraumOob 
6. 192, 835, 2. 9^1 Edfupt Zeitschr. VI, 487), toona(b alfo bie richtige nnb 
rein-bo^b. gorm fDlauiit lauten mit^e. 2)unne6 Urf^runge«. 

bte ÜRattle ss ®e(b)oerben unb £)orren ^Sufiser lurjer ®(^offe am 
SJeinftod Ob «»teOeic^t fiürjung au6 (at mttcor ^ 

@4tmmel, oncb an« bem 2Beinflo(! xrinnenbe, ibm fc^Sbliife geu^tigfeit? 

bte 3RaitIe, $L — n : {f)timli6ttx) Ort jum aufbeiDai^ren, 

pm^^ft ber tp^ü, be6 Ob^e«. S^beinanfmSrtd na^ ®<b»aben «»orgebmngcn. 
Inf mittetniebert. (16. dabrbO mujk b. t. mnik, mit unterbrttcttem d aus ben 
fiteren t)0r{emmenben muydiok ober beffer muedeke, mudeke (hör. belg. YU, 
19*. gl belg. 72f.), » Ort gum SlnfbettKibren be6 Ob^e«, loelö^e« ein6 mit 
SRnti^ 2 (f. b.). (Slei^ermeife jeigt mittelnieberl. muyok = milb, mei<b, 
Uflterbrflffnng eines d, benn eS xfi ba6 branbenburgif^e, berlinif^e (na<b Oslar 
3Sni(!e) mfidike s teiggemorben. 

ba« SKaut, -e«, $1. SKäüIcr, »a« a)2aulefel (f.b.), ^t^ier (f.b.). 
2Sng9 i»erattet; aber 1781 bon l6oS (Obügee 6, 68. 88. lll. 258. 816. 7, 2) 
erneut, ebne 8eifall iu finben. $&u1lg bei 2 ut ber. Wjlt, ber u. bann baS mül, 
aa4 (in bem bent-f^en ^rebier anS bem 14. Sabrb-, ®iegner ^f., 91 110«) 
ber mATle b. i. müle, abb. u. angelfS^f. ber mfU, anS tat. ber mftlns » aRont« 
tbier, SRanlefet 

bos aRau(, —t^, $(. aRBtteer : Öffnung be^ fto^fe« sam (Einnehmen 
ber'Sta^rung. 9Son üRenfi^en nnebel. @. aud^ SRSnlci^en Sfnm. 

Wfh. baS mül [$(. 1814 müler, ebenfotopl im 14. 3abrb. minier (?)], 
004 baS müle, abb. (feiten) bie mftU, felbfl nod^ mittelb. bie mtlle (Lampreeht 
Alex. 4288), altfrief. ber müla, altnorb. ber müU, gotb- boS mini (? f. 
^rirnm (9ramm. P, 101), mel^ lt%U in erf^tiefien ans gotb* fktbimiUaa ss 
bos SRonl Derbinben )nr (Stitbsitfanddt bon gutter, ®|>ef[e. S>nnQeS Urfbrunges. 
ber ÜRattUffe, --n, $t — n : bummer^ a(6erner ®affer, 

eig. »er in bnmmer eermnnbemng ober Qnoartung mit anfgefberrtem SRanle 
golft ober bermeilt. SDer ftff e galt ben alten 2)eutf4en fttretnbnmmeS 2:btcr, 
locsbolb an4 baS lIBort gnr Qqei^nnng eines ^b^^en, eines |nm (SefbStte bienen- 
bcB aRenf(ben gebrau<bt mirb (f. 9ff n. (9an(b); baber SRanlaffe, SD^anlaff, 
nnb f^on im 16. Sfabrbnnbcrt ber numlaffe {Ibutnaehup. 689, 18) als €>^eUe, 
m)b. (18. 3abrb.) mit SDllnnb sufammengef. ber mondaffe {Virgirud 280, 8). 

bie aKatil beer e^ $L — n, eine belannte, au9 einer 2ufanimengefefeten 
faien Seere be^el^enben Soumfruc^t. ber SRanlbeerbaum. 



40 waferi^t — maf^lD • 

mofertd^t, mdferig; f. ber ÜRafcr.' 

bie üKa«crte (c = S) f. üßaß^otbcr. bic SKafcrn (ftrant^ctt) f. 
btc ÜRafet. J)a6 SScrbum mdfcrn f. bcr 5IWdfcr. ber Wla^^ 
^otber, ungut ftatt aWaß^oIbct (f. b.). mdfig, f. ÜRafe. 

bic SWdfte ober, toie man getDö^nlic^, aber, toeil ff ber etgenttid^e Saut 
ift, »cniger auflemeffen f*reiM,aRd«fe (f(3^on bei ® tieter ©}). 1218), 
^(. — n : fatfd^ed unIenntU($ mac^enbed ©eft^t, unlennt(i^ mad^enbe 
SBerftetbung. 3wfömmenf. : ber üKdflenbalt; ber ÜKdflenjufl = 
bott maffierten ^erfonen gebilbeter ^Ufl. 

Unfer njb. aRaffc ifl, wie aud^ 1678 Bei Äramcr tcutf*4tal. ©ortB. 6. 764 
bie @$reiBung ^a9qnt jetgt, aud fran|. ber masque = faff^eS unlenittU^ 
tnaii^enbeS ®tfi6tt, urfpTttnglic^ bie ^tnber f^rectenbeS, mtttellat. ber masouB, ge« 
ttSBnlt^ ober bie masoa, »el^ed )uer^ „'it^^ Bebentet, naiSt 3acoB ®riinm 
(9R)^t(oiogie @. 1036) t>on Tat. (t)or 200 na(( <2[4r. ®eB.) masticdre [»el^e« 
)>ortug. )U mascAT, ))rot)en)aIi{4 iu maschar, altfran). masoher tourbe] = lanen, 
»eil fit (bie ^e^e) ftinber frigt. t^nlid^ tat (Bei Pfauen«) ber mandCtcuB = 
$o))an), g(ei(i^fam (ftinberOSreffer, t>on mandncftre &= lauen. Sgt. 3)ie} fBtBd^ 
I, 266ff. 3ene9 masca b= $e|e aBer lontmt, toie bie langoBarbifc^eu (Sefe^e 
)eigen, früBe Bei ben ^eutf^en t>or, unb im ItBb. finbet fi^ bie tAla masca, 
mBb. bie talmasge, mittelnieberl. talmasche, » @(!(|re<f gefixt , ^^xtd^tfiolt, 
(Bt]ptn% 

t bte SKaflerdbe, $t. — n : SKummenfd^anj, aKummerei. 

bereits 1691 Bei ©tteler @)). 1218, aud einem gebauten fran). bie masque- 
rade ftaii be8 »irffid^en mascarade, ital. bie mascheriita, Don ital. mascherkre 
[morand nnfer jntDeilen geBSrted maflerieren] ^ mafheren, bem SSerBum Don 
ital. bie m^chera ^ äRafle. SBenifier gut fii^reiBt man, »emt and^ gewiJ^nli^, 
9ßa«Ierabe (f. 9ßa«Ie). 

t mafiteren = bermummen. {Reflejrtb : \iä) mafllercn. 

Weniger gnt, aBer ^tto^n\i<S|, maslieren gef^rieBen. Ku8 bem gtei<!^Be' 
bentenben fran). se masqner bon masque SüaSle (f. b.)' 8ttr toermaftieren 
finbet fiä^ im 17. <3a(rB. au^ toermafd^en b. l ber^maf-d^en. 

bad ^»ddleib mit mddleibig, fatfc^ ftatt ma^ttih (f. b.) ic 

t maffacrteren = nieberme^In, blutig ti^bten. 

1694 Bei 92e(ring @. 581 massacriren. SnS fron), massaorer )>i>n bie 
massacre s= 9{ieberme(etnng, SlntBab, mitteUat. (13. 3a(rl^.) ba« mazäcriom, 
ttelti^e« na^ 2)iea ©tB(B m, 372 ata einem bentf^en SQSorte [oB m^b. (oberb.) 
metKiger, metzger, n^b. SKetger (f. b.)?] aufgenommen fd^eint. 

bie aJidffe, ?(. — n : gro§e toerbunbeue äfienge. ^n\(at\pim\. : mdf* 
fenl^aft, «bi. u. «bb.; mdff entoeife, Abt). 

W/b. bie masse =3 nngefiatteter @toff; äRenge, Befonber« biii^te, mie SOtetaU- 
^nmptn, a^b. (nur Bei NoOcer Boeth. @. 185, 147) bie massa == @toff, au« lat 
bie massa »= Stlnwptn, ^ufammen^genbe 9ßenge. 

bie aJidffet, ?t. -n : lurjer, bider, Stontiger @tab {Roi^eifen. 

SBol ans Tat bie m^snla «> Heine STlaffe, bem 5S)im. toon tat bie massa as 
2»affe (f. b.). 

t mafftb = grog unb fd^toer (maffenl^aft), gemid^tig, bidjft, feft, 
berb ; [bitbtid^ ;] <)tuuH), ungef(!^tiffeu, ju berb. 



SRafI — SRdfttt 41 

Serett6 M Stielet €>^ 1218, loo an« bie mehnnd ,,ina6it>if4'' b. i. 

ntaffitotf«/ nnb fo fleCSufig etf($emenb. Su« fran). nuusBif s bt^t, flebtegen, 

fiart »el^e« ein nenlat. maasivus loon tat. maasa (f. SDlaffe) t>orau«fett. 

ber SKaft, — e«, ^(. — en (uttorganif(3^ flatt — c) : ©(ä^tfföboum jurn 

Xragen ber ©egelftangen fammt ben @ege(n unb ber Zam. üDat>on 

»mdftig (f. b.). 

Wta^, m^b. ber mast =s @tange, gähnen«, ^ptaftauQt, bann jener <S4tffd- 
Bannt, a^b. (feiten) ber maat, nieberb., nieberl., 1^75 clebifd^ ber mast, ongelffi^f. 
ber mftst, altnorb. ber mastr. 2)a8 -t t^ ablettenb, bie CBnr)eI bunfel. 
bie SWafi, ^t- — «it : gcttmocj^ung; gutter jum gcttmac^cn. 

äß^b. n. mittelb. ber, bie n. ba8 jnast = g^ttniaddnng, gntter, gm^t, gur (Sr- 
giebtgfett 2)tenenbe«, ergiebig gemacj^ted Sanb, o^b. ber (?) mast ^att ma^t (?), 
ongelfS^f. bie mftst, mit Übergang be8 got(. t (= a(b. ;) in s [t>gl. mflffen, 
toiffen] nnb bann mit ableitenbem -t Don berfelben Snrjel (got^. matan, a^b. 
ma^an), an9 melier ba8 äftag = @^eife (f. iff^agleib), a^b. ber, ba8 ma;, got(. 
ber mats, entf)>roffen ifl. Sgl. ®rimm Öramm. n, 208. 
maft = gemäftet, fett, toolbeleibt. „©ei maften ^äd^tem" 

bei ©dJiUer «Snb. 4, 6; 1644 „ber leib, ber grog, ma^ »nb Prt^Wig i^" 
(Stl^f f @))iegel ber ®efnnb^eit Q(. 16*). If^b. ba8 9(bi. mast (nnr Natker Ps. 
77, 31) = fett. 

ber aBdftbaum, att Beftimmterer «uftrudf ftatt ber SD? oft (f. b.). 

WtVt. ber mastbonm, mit gefd^mnnbenem t masbonm, a^b. ber mastpourn. 

ber SWdflbarm, -e«, $f. ÜKdflbärme, = ber «fterbarm. 

1469 ber maatdarm {voe. ex quo), )n anfange be8 15. 3a^r(. an^ \€fcn mit 
finefaQ be« t masdarm. Urf))rttngli^ 3)arm, bnr« meieren Bei ber Wlaft 
(9{abmng) ber Stetig toegge^t. Sin t>er(ttHenber 9nabm<f ^att be« früheren ber 
llrf((barm m(b. n. a^b. (im 12. Sa^r^. ber arsdarm). 

maften, intronfxtiö : fett toerben; ote SKaft anfd^Iagen (boö getttoer* 
ben fdrbent). ©aßegen maften, tranfitiö : fett mad^en. 

S)iefe8 mSfien i^ m^b. mesten (an« Bilbli«), a^b. maatan [b. i. ttt\px, 
mast-j-an (?)], mel«e8 bann 3u mestan merben mng, angelfli^f. rnftatan; iene6 
ma^en ml^b. n. mittetb. mästen, a^b. mastdn (?). 9on bie äRaft 

ber aBdfti* (bei gut^er ^el 17, 17), f. SKaftijr «nm. 

mdftig = überaus wolgenä^rt, abj. öon bie STOaft. 

(Jrfl im 15. Sa^r^., in ttet^cm 1556 maflig {Irmu$ 340»». 890». 919^ 
SWaater 284«), »on bie SWa^ (f. b.). 

^tndftig in etn^^, bretmaftig = einen SKaft, brei aWoften ^abenb. 

ber SKdfttf , ®en. untoeränbert, o^ne ?t., eine §arjart. 

«ei Irisius 805» n. SWaaler ©I. 284« ber aWajlij, tat.-mjb. (im 14. 3aH-) 
Bei Mtgeiiberg ber mastix, au8 mitteHat. ber maatiz, tnel^ea au8 bem glei^be» 
bentenben gr.«(at. bie mäatice, m4atiche, gr. bie maatichd (ßaaxlxvDf einem mol 
mit gr. bie miatax (/idaraS) ~ Ttüxih, Jtautnerljeng, ^nfammenge^Srigen SBorte, 
meit man ben SüafH;, mie no4 ie^t im SD^orgenlanbe, lante, nm ben Slt^em tocU 
rie4enb )n ma$en. @|)2tt«m(b. aber an^ ber masting ($ei(mitte(Bn4 t>on 1400 
in ber ^eftener $f. 9te. 992 IBI. 120*), 1482 „maatick oder [gefttr^t] maat'< (voe. 
AeuL et t7*), mittelnieberb. maatio, mastioh [mo^er no(( bei Snt^er $ef. 17, 
17 ber matic^]' 



42 aRofllot« - Wtnit 

btx WlaftUxi, ^ufammengef. mit ber 3Raft. 

9Rtttet(fed^bentfi!^ (atte man bafflr ba« grembtoort bic keibe, unb mitteltdeber« 
ISnbif(( fagte man bie man (f. 3)^ar8feeel). 
ber 3Kdfto(*«, —en, ^t. -cn, mmtätit ber ÜRdftod^fe, -n, SfSl. 
— n. ba« üHdftfd^ioefn, —c«, ^t. -c* 

3ene« i^ a^b. ber maatohso » fettgema^ter D^fe; SD^aflf^nein 1482 ba« 
mastswein, m(b. u. mittelb. mastswin (Benner 15496). 8eibe (nfammengef. mit 
hitWtafi (f. b.). tlBer aud^ a^b. ber mestoliso (aRSfko^fe) unb m^b. ba« 
meste-, mestswln (SRSflfii^nein), {nfammengef. mit mSjien (f. b.)* 
bie Sßdftung^ ba6 @ubft. ber $)anb(ung ton maften; bagegen bie 
SWaftung, ba« ©ubft ber $)anblung ^on mSften. 

a^aflung m 15. 3a(r(|. bie m^tange; aRäfinng im 12. 3a(ir(.bie m^tange 
(iStemer^. 13, 53), f4)St'0$b. bie mistjmg&. 

bie 9Rd§, $(. (immer mit borgefe^ter Qa^) unberSnbert : beftimmte^ 
ffiieöiet einer gfüfftgfeit, Veo Simer bo^erifd^, Vw O^m grog^erjogtid^ 
l^effifd^, aber and& bon $>eibet*, greifet*, ©tad^elbeeren, ©o^nen, grbfen 
u. bgt. 5Daö SWeßgefäß ^eigt ba« SKafi (f. b.). 

2>a8, IDte bie Out, 9Rarf, $etn ac. |latt m(b. haote, marke (bo$ au4 bereits 
marc), pine tc, nm bä« -e geliirste unb fo (bie m%) f(!^on im 14. 3a6r(.'auf« 
tau<!^enbe, i9on bem $InraI be« $rSt. bon meffen (f. b.) abgeleitete m^b. bie 
mftse (f. Wtait) = ba9 SBiebiel einer Sinie, eine« 9taume«, eine« ©etDtd^te«, 
einer j^raft, bie befümmte, jugemelfene ST^enge toobon, bie äRitte }n)i{4en )u biet 
unb )u tDenig, IBermeibung bed Büttel, ba« onfianbdDolIe @{(tbef4eiben, bie 9rt 
unb Steife, a^b. bie inft^a = ba« SBtetoiet einer Sinie, eine« 9taume8, einer 9u8' 
be^nnufl u. bgl, got^. bie mdta (?). Unfre (leutige I6eb. „©^enlrnag'' aber f^on 
im 15. 3a^r(. bei Hans Botenblüt : „Unsdlig sey der, der ein sollichB erdenckti 
~ Das [bag] man die mftO boU machen dein'' (altd, BläUer I, 402, 1, 16f.). 
^a8 SBort ftimmt ber Sautberfd^iebung gemSg mit lat. ber modus = äRag. @. 
bie Ttait, meldte« gefttr^t in äßag ). 8. „$at iebem feine SRag, fein 3am- 
mermag [^ier ba« fOtaf] beflimmt" (9[nbrea« <i»r9|)^tn6 Xxatux^p. 1663 
@. 365); bei to. ®rtmmel0(faufen ). 9. in aller aßag; „meiner @linben — 
9$ergebung rei^e äivtag )u fbibea'' (Q^i^t^e xn, 198). 

ba« Wl&i, — e«, ?t. — e : ba« Siebiel in 5Raum, ©etoici^t, 3eit, 

^aft; ab^, jngemeffene aßenge; bad tDomit man bie ®rbge im 9?aume 

migt; 3We6gefä| gu pfiffigen ober trotfenen (Dingen; ber 3nl^att biefeö 

SKeggefäge« [bo(3^ bei gtüffigiciten unb einigen anbern ÜDingen bie 3Ka§]. 

3n ber borle^ten 8eb. f^on m^b. im 13. 3a^r(. auftau^enb ba8 m^ {KatUer- 

Chronik 3384 in ber ^eibelb. $f.), bann an^ in ber legten 8eb. unb in ber toon „9(rt 

unb Steife.'' 9ßoI mit Übergang in ba« Wiäft ©ef^Ie^t getürmt au9 m^b. bie 

md^e (f. bie SD^ag), unb bereit« bei Sut^er bSttig gelSufig ba« ma«. 3m 

ä)2ittelbentf4en war ba« übli^e ffiort ba« m^, unb im It^b. fagte man nur ba« 

m«; (f. Wtti), il^nWäi bei unferem ®alt (f. b.) m^b. bie gftbe neben m(b. 

bie g&be. 

baö ÜKd6B(e(3^ « ble(3^erneö üHeßgefäg bon einer SD? a§ Snl^att. 

bie fSJl&ie, "^I. — n : meffenbe ®rb|e; beftimmte iludbel^nung ober 
©rbge einer ^Üäft ; äRitte atoifd^n ju biet unb }tt »enig; SSermeibung 
beö 3ubiet (@ir. 33, 30, 3er. 10, 24); «rt unb ffieife. 



magen — aRagfatiMc 43 

3in 2)at Vt mit md%tVL; hn flcc 91 über bie a^dten; SItet-nib. Hb 
icc. ©rag. über bie iRofe, bei fiut^er j. «. 1 SKof. 41, 49 tbcr bie ma«, 
2 ^or. 4^17t>BecaIUma«. 9nd( no(b in ben unorganifcfen l^^erbinbungen 
be«*®en. $1. mit bem 2)at. $(. iERagen (f. maßen) b^vmagen (jnneilen ber- 
mdfien betont), Ebener-, einiger-, gewlffer*, fdHermogen jc. (»gl. 
@rimm ®ramm. m, 188); bo^ TVnnte ^ä^ anä^ f^itx ber m^b. ®en. be8 $1. 
ml^en erbalten boben rnib fo rein genititif4e 9erblnbnng )n Üben fein. ~ 2)le 
äRage ifl mbb. bie mft^e, abb. bie md^a, f. bie äRafi 9(nm. 

malen = naä) ber aWaße bag^ inbem, lüeil. SJgl. immaßcn. 

Veraltete (Soninnction be« j{an)lei|li(e«, ber ^at. $1. t>on bie SD^^aSe (f. b.)/ mbb. 
'bie rnft^e, bier in ber iOeb. ^.Urt nnb Seife'' (f. bie SR aß). Urfi^rüngli^ 9(bt>er- 
berbium, wo benn mbb. mA^en = ni(bt )utoiel (M>eL 1993, 1). (S^Iei^ermeife 
a(« lbt>. fkebt ber mbb. 3)at. @ing. md^e. 

bieSKaSgabc, $t. — n. mdSg'^^t^nb; ^art be« ?räf. tjon (baö) 
Staß geben, »o^er bad @ubft. bie aRdgg'ebung, 

we!(beg bereit« 1691 bei ettefer ^p. 1284; SRaßgabe erft 1727 bei «Ter 
®. 1368, too maggab. Wta% geben )nfammengef droben fifon gegen ober nm 
1500 maßgeben (voc, iheut. Qt. n4^). 

bet SWafei^otber (a fnrj), — «, ?t. tote ©tng., eine «l^ornart, äcer 
camp^stre. Slttd^ bie aßaßelter (a turj unb e = ä), Hßagerle 
(a furj unb e = ä), richtig betont aRdgelter, aRdßetle. 

SRaßb^^Iber, bei D<uyp6diu» 2** n. 882* mit bäum ^ufammengefe^t iff^afg« 
bolber, bei 8erT$fnu$ dicüon&r. 81 a3*' bloß ein Madholder, mit Sntebnung, 
toeil man bie alte gorm nt(bt mebr toer^anb, an & o (ber = $otnnber nnb fatfdber 
Betonung fatt 9R«(go(ber, mie no^ im Solle gebart mirb [). Q. netterattifib 
liUsfsoIIer], mbb. ber miL^alter, mit toerbunte(tem a mä^olter, mit s ^att ; 
masolter nnb im 14. 3abrb- fe(b|i f<bon masholter («oe. opt, @. 47, 41, 55), abb. bie 
mi^altrft, mi^^altra, miL^alderft, mit iBerbnnletung be8 mittleren a )u o miL^oltrft, 
mil;;oltra, an<b mk^ixk, unb abgef(btoS4t in bem abteitenben ^weiten a mij^tira, 
mi^tra, mi^eldera, »orau« bnrd^ Sautanglei^nng (It yn 11) mit fBabrung be« 
frfifieren meibliiben (def^te^ted bie Md^tWtx unb fofort, ba man au9 2)'{i8t>er- 
fanb 'elter für bie Stier = (Srie nabm, bie SD^tagerte. 3uf<^nimengef. au« 
einem bnnfetn @ubft (ber? ba8?) ma^al [Sbetungg Hbteitung toon bie SD^afe 
(f. b.) i^ falf^] nnb bie -ter«, -trÄ, =: größere« ©otigemS^«, «aum (f. -ber). 
SRerfmflrbig ifl bie angelfSibf* Sorm mäpuldor, miLpnIdre, engt, mapletree, ba 
M l (angetfSd^f. t) unb p ni^t berttbren (f. ®rimm ®ramm. n, 581). — fß^t 
fBa^botber. 

mag ig (a lang) = ba« 3^*^*^ üermeibenb; bie 8lrt unb SBelfe tootjon 
^abenb obergeigenb. Dabon mag igen ^ refte^t) ft($ mäßigen^ mit 
bie ÜKagtgung, 3ufammenf. : bie SWagigleit. 

2)ag «bj. mSgig, mbb. majeo, maejic, mlttetb. mÄjig, au(b = angemeflfen, 
genebm, abb. ml^o [mobon ba« abb. Itbto. mA;igo, unfer nbb. Sbd. mä'gig], ab« 
geleitet toon bie ä^age. 2)ag 9$erbnm mSßigen i|i 1482 messigen (voc. theut. 
9t. t2») nnbanSgigfeit 1482 bie messigkeit» mlttetb. bie md^ekeit (Elisabeth 
8711), b. i. mbb. ma^cheit (?). 

MeaRdflanne, ber aKdßtrng, = Ranne, ftrug üon einer 
aRotan^t. «eibe 1716 bei 8ubto ig ®p. 1218. 



44 SRolIeib - aRatcrkt 

ber aWaßtctb (d furi), — e«, o^ne ?I. : «ffeiiMBerbrug, SBfecrtoMe 
gegen ®})cife au« Übergenug, bann überl^oupt Überbrug m^ Übergenug, 
mdgteibig, abj., 

Ui 3. $. Sog $010) eat. 2, 4, 89 im fßn9 tnagteibig Betont. 2)er 
SD^agleib/ ttbli^ in ^maUn (@d^mib 876) n. 8aben, mit Übergang be8 ®e- 
f^Ie^ted au« 1482 bie maßlayde, m(b. bie ma^leide [»swtoe (mem trgenb) dl 
spSse (@peife) widentdt, 6 h§ (el^e er) si in d§ii mmit nUme, d§r hit die 
ma^leide« (gunbgr. I, 883»)], a^b. bie masleidt (NotkerFs. 106, 18), attnotb. 
(fd^koa^biegenb) ber maüeidi, jnfammengef. 1) an^ htm, einem tooraneinfe^enben 
(ber Santberfd^iebnng gemäg mit tat. mindere = lauen, infofem n eingef^oben 
mSre, |iimmenben] gotb. SSnrjeltoerbum matan ($rSt. i4 er rndt, ^rt. matans) = 
tanen, \pti\tn, entf^offenen mbb. bae ma; (b. i. nenb. SRag), a^b. ba«, hi Sltefler 
Seit ber ma;, got^. ber mats, altfSd^f. ber mat, attnotb. ber matr, » epti\t 
(f. 9ßef{er Itnm.), unb 2) ans bem oon bem kbi. (eib abgeleiteten mbb. bie 
leide, abb. leid!, » f^mersIi^eS (Sefttbt bon ffiibermSrtigem, Betrflbnie, Trauer, 
mie benn an(^ bei Notker Ps. 118, 20 ma^leid in bem 6imie nnfere« übf. mag- 
teibig toorfommt, mel^e )ner9 im 16. Sa^rb- erf((eint, ). fd» bei IkuypddiM 
982*", koo mafStei^big. 

bad aRagtieb (a betont; bei S. Tl. mUUx ®eb. @. 35), ühüä^t 
im !Z>ini. bo« aRdg(ieb(^en (ie betont), anä^ bie a»dg(iebe (ie 
betont), = ©änfebtume, bMa. 

1711 bie a^agtiebe (9tSbtein 624*»), 1691 ba« ,,9ßaglieb'' (Ctieter 
ep. 2502), „SRagtiebgen'' ober „SRagtieben'' (beibe« ebenba @p. 1165), 
im 16. Sa^rb* SD'^agtieben, nieberlSnb. bie matelief, madelieye, madelief, 
mittetniebert. mateliefbloem {kor. belg. YII, 18*). 2)er 92ame, au« bie 9ßage 
unb bie Siebe mittetniebert. bie lief « (Setiebte, ober ba« Sieb, ^nfammengefe^t, 
f^eint anf einer an bie Qtume fic^ tntt|)fenben ie^t nnbelannten Sotleanf^auung, 
einem SoII«gtanben )u bem^en. 

bie aWdgna^me, ?t. — n; bie STOdgreget, $L — n; ber aRdgfiab, 
$1. aJtdgftSbe. 3ufammengef. mit ba9 Hßag. 

äRagreget 1777 bei Ibetung; 3)^agna(me eine innge !anm bor 1880 
ent^anbene Sitbnng, ber bie aßagnebmnng bei Qielanb toorausgieng; 971 ag« 
^ab im 15. Sabr^. ber mdOstab. 

t ber üKatobor, — e6 (— «), ?t. — e : lüc^tigfter; $au<)ttrum})f. 

3m 18. 3a^r(. an« \pan. ber matador » SobtfibtSger, SCSbter (in @tier- 
föm^fen), t>on bem an« tat. mactftre « o))fem, tbbten, gemorbenen ({Htn., 4)ortug., 
4)rot>en)at. matar = f^ta^ten, tSbten. 
ber SDidtapfel, — «, ?L 2»dt5})fet; eine »rt fefter t»)feL 
t ba« üKateridl, — e« (--«); ?I. SKateridöen : «o^ftoff, Oerät^, 
©ebarf tooiu. äufomutenf. : ber aßateridlien^änbter; bieSWo* 
teriditoaare. ber SKateriatlöniuö; ber aWateriattft, — en, 
Sffl. — en, = (Setoürj^änbter ic, ®eifte«leugner ic 

SRater iat i^ bie fä^Ii^e gorm (materiAle) be« tat ftbi. materiAlis s= „)ttm 
@toffe (tat. mat^ria, f. ältaterie) ge^brig'' fub^antibif^ genommen unb ber 
bereit« 1716 bei Subttig &p, 1219 Dergei^nete $tnral SRateriatien na(^ bem 
im 17. 3a^r^. 4}ebantif(]( bei un« gebrannten flurat iener gorm „matexiAlia^ ge» 
bitbet ailateriatifl bereit« 1678 bei ftramer tentf^-itat. XBortb. 765*». 



jftaterie — SRatrotie 45 

fWeSRaterie, ?L — n : @toff; ba« »orau« etwa« geferttgt ift 
(8arud^ 6, 24) ober »irb; {Sfnl^alt, ®egenftanb; [o^ne $(«] (Siter. 

iR^b. bte mat«rje, matfirge, mftMrige, = ®tcff, ®egen|ianb, tm 14- Sa^v^* 
am^ f. b. a. (Siter, im 12. 3a^t^. matMrjft, au« lat. bie mat^ria = @tcff. 
tmateriett = ftofflicJ^; »r^jerlid^; auf ben Stoff; bo« ftbrpertic^e 
^JöflH^/ fa^tt*; tn^attlid^ jc 

2)a« fran). 9bi. mat^riel au0 lat. materiftÜB (f. Wtaitxxat). 

t bie aRat^cmattl (l furj), o^ne ?L : bie ©rbßente^re* ber SDiat^e* 
mattier, tnat^emdtifc^, Sb). u* Sbo. 

Sfle )>on bem gt.«Iat. Itbi. mathemätioas, gr. mathftmatikÖB (/ux^ßorixdg), 
9M beffen ^em. gr-Iat. bie mathemilica, gv. bie mathdmatikS {(m^fmxixiq), 
nSmli^ t^hnd (ri;^) Annft, nnfet ältat^ematil, 1678 a^at^ematic, ifi, mie 
1900 bem SRafc gr.-Iat. mathemätioas» gr. /la^ßatixdg, fnbpantit>if4 genommen, 
mifer SDitatiematiler gebtlbet mürbe. Sened gr. 9bi. aber flammt bon bem 
ton gr. mathein (^a^ct)^) s lernen abgeleiteten gr. ba8 mAth^ma (jjiä^fjux) = 
boe Olelemte, ^enntni«, SBiffenf 4af t, beffen $1. math&nata (ßa^fiaxa) » ßa^Ien« 
le^re nnb äRegfnnbe (Selbmegtunji). 

SKatl^ttbe^ ^auenname, iß al^b. Mathflda^ 

DottflfinbigeT a(b. Mahthilda (?), eBenfotDoI a^b. Mathflt, (Ireng-a^b. Mahthüt, 
totinifiert Mathildig, koelt^er 9lamt „^a^Xtamp]'' b. (. gemattige JtSm))ferin, 
Megerin, ^Ibin bebentet. ßnfammengef. 1) an« a(b. bie mäht, nnferm 91t a^t 
(f. b.), nnb 2) an« a(b. bie hilt (?), got^. hilds (?), altfS^f. n. angelfS^f. bte hild, 
altnorb. bie hüdr, = Stampl nnb (f o bei Mathüda) a^b. bie hüta (?), hiltja (Eüder 
brandelied 6), = $tcattpl (8efe((t. 3m 9((tnorbtf(!^en ifl fogar iene« Hildr eigent' 
It(| fiamt einer S^all^rie ober ^d^ta^tinngfran nnb fo glei^fam ftrieg«gi)ttin 
(f. ®rimm iR^t^. 898 f.). — e. an($ SRe^t^ilb. 

bie aßatrdfte^ $L — n : mit paaren ober ®eegra« ic, urf))rfing(tcl^ 
mit SSoOe gefüllte« unb burd^nä^ted Unter«» ober Siul^ebeft. 

SRit Übergang be« ; (|) in |, i^, benn ml^b. ber, bie (?), ba« mitera;, matra;, 
Ott« bem gtei^beb. mittettat. ba« maträtiam, fran). ber materas, itat. ber matei^so 
nnb bann bie matei^üwa, meldte, mie bie f)>an. n. |)ortng. gorm ber almadraqae 
ieigt, mit romanifierter Snbnng an« arabif^ matrahh » Ort mo^in etma« ge« 
»orfcn mirb, Untermnrf, t^itfttffen {Dirny Oosterlingen 64), t>on tarahha « er 
ttrirft ^in, gebilbet finb. 

t bie üRatrtlel (t tarj), ?I. -ti : (ginfd^reibeBu(!^ ber ©efeflfd^aft«* 
güeber, ber ®n!ünfte eine« «mte«; Slufna^mefci^ein auf einer $ocl^* 
f^ttle. Qm 17. Sal^rl^. bie SKatricuI, 

an« lat bie matziotda a= Sffentli^e« Serjeid^ni«, bem 2)im. bon bem tot. bon 
' bie mAter = ÜRntter abgeleiteten bie mAtriz (<9en. matriois) = Sl'tntter, (Sebür« 

nntter, @tamm, ba« 0ffent(ii!^e (gteiddfam ba« @tamm-)9)er}ei4ni«. 
t WeSIRatrtjc, ?I. — n : (lupferne) C)au^)tförm, in toeld^er bie Settern 
(Dru(fbtt(^ftaben) obgcgoffen »erben; ^rägeftod ic. 

9n« bem glei^Beb. fran). bie matrioe, nt\px. «b bie (9eb2irmntter, bann ba« 
nwrin etma« erzeugt mirb, mel^e« au« lat. bie mfttrix (f. a^atrifel flnm.). 
t bie aßatrine, ^L — n : c^rtoürbigc alte grau. 

3m 17. 3a^r^. bie SD^atron, an« (at. bie matrdna » ber^eirat^ete« Sranen« 
linimer, befonber« bon toome^mem 6tanbe, bon (at bie mater = Sllntter. 



46 äXottofe — 9KatU 

ber ÜBatrofe, — n, ^L — n : geternter ©ti^iffÄfetter, ©c^iffömatm. 
SBie tn^b. ber nuumttre, mamer, a G^iffdmaim au8 mitteQat. ber mArinteinw, 
fran)« mArinier, fo ifl ba9 im 17. 3a(rl^. d« SRatrofe )u un« übertonimene 
niebert. ber matroos, bSn. u. fd^toeb. matros, au^ fran). ber matelot, im 13. 
Sa^rff. mathelot, fiati materoB, »eld^ed ^i^d^^toa^rfd^einli^ au« f^Ster«Iat. ber 
mattärios = (Siuer ber auf ber Statte (Ut. matta = grobe 2>ecfe) W^\i, unb 
bie Wlatcc^zn unb @eefo(baten f^Iafen auf ^ange« ober ^Snge matten.- 3)te 
Ableitung be8 matelot aber Don nieberl. unb nieberb. ber maat « SJ^ttgefeHe, 
ftamerab, ifi bebenKi^, weil biefeS einfädle Sort feinen Eingang in bat grau« 
a0{lf4e gefnnben bat. @. 2>ie3 fötb^ n, 872. 

ber üWatfd^, — e«, $1. — c : ber gaU bei einem ®pie(er, bag btefer 
ba« ®<)iel fd^im<)Pid^ öertoren f^at mat^äf, abD. : fo, baß ba« @^)i€t 
für bcn ©pieter fc^{m})flid^ verloren [gleid^fam faut, öerborbenj tft. 
iCaDon mdtfd^en = matfd^ mad^en. 

Qie bei ^atf^ier (f. b.) fkatt $attf(!^ier^ mit unterbrüdttem r bor tf(^; 
benn urfpritnglid^ lauten bie SBSrter, toie au((. 1691 ^titltv ^p. 1218 bot, 
SDVtartfd^ unb maxi\^tn, ba^erifd^ mSrtfd^en, a(8 überfommen au9 bem 
glei^bebeutenben ital. @t)ie(att8bru(f far (ma^en) ober dar mircio, marciäre 
(@4mener n, 622). @. bae folgente matfd^en. 

m a t f (^ e n = bret(!^meid& quetf (!^en« X)at)on m d t f c!^ { g. 

2)ie6 matf(^en iil eins mit bem borigen ^att be« früberen martf^en (im 
@im|>Iiciffimu«) unb beb., mie baveri|4 u. fd^nei). mSrtfd^en, auerfl ;,()n 
fBxti) quetfd^en." )Bg(. ©Ameller U, 622, lud itol. marcikre {\}pxx^ 
martBchkre) «= in gSuInid bringen, bon bem Sbi. märcio (f)>ri4 martsoho) 
3= faul, berfault, berborben, »orau« unfer matf^ i^att mart[4 (f- ber a)i{atf(i^). 

matt » [bom ßbnig im ©d^aci^ft^iel] 2Ug(o9 unb bamit äbertDunben; 
an ftraft erfd^S^ft; faft btd jur SBirfung^Ioftgfeit \ä)\Da6f ober un« 
feäfäfl. ®i auci SRatt^eit, SDiattigfeit 

2)a« mbb., mittetniebetb., mittelnieberl. 9bi. mat, urf)>rttnglt$ eine Itrt Snter« 
iection, taud^t )uerfl in ber 2ten fiälfte be« 12. 3abrb. auf unb )»ar aU Sudbrud 
(3umf) im 64a(l^{)>iele , barni auf biefe« anf|>ie(enb unb balb in allgemeinem Qe« 
griffe. 3nnS(b^ <tu8 fran). mat, mib tUn bieg, mie )>robeiQal. mat, ital. matto, 
\pau. n. )»ortttg. mate, mittellot mattos, i^ an« arab. mAt (mAta) » ,,er ifl ge- 
worben" berbunben mit ptt\. schAh « ftbnig in bem arab. manrif<ben &ä^6^\pitU 
an<bm(t (f. ba8 @4ad^) mAt schfili ^ ber J^Bnig xft geflor6en (tobt). &. ®tb<!^ 
b. bentfd^. @i^n. n, 306. griib-mbb. caiäi a(8 ©ub^. ber mat s ba« SD^att im 
@4ad(f|)iel, bann f. b. a. (Srf4l$|)fuug, wie in iener i6eb. f($on f|)an. ber mate. 

bie awdtte, ?I. — n : ®ra«Ianb relci^e« erfrculici^e« auftoud&fe«. 

äß^b. bie mate, matte, bei WoUcenttein (f 1445) au$ bie matze, abb. b6r 
mato (®ett. miltawes), weld^e abb. gorm aber nur bei Noiker (Pb. 104, 34. 
108, 23) in ber Sufammenfe^ung ber matoscrftcch liefen bü)>f er =:$euf(^re(le 
bortommt; 1475 clcbi{4 mate, nennieberl. ba8 mat, altfrief. mede, altengl. me- 
dewe, midewe, engt, meadow. Unberwanbt mit m^^tn. 

bie SK dt te, $t. —n : gwbe, öon @tro^, »tnfen, »aft u. bgt. fleflod^«» 
tene SDede. 

8ei DaeypSdku 582^ u. Serrämui dictionAr. m. o2*> bie mai^t, 1605 bei 
JE[uUiu$9&* ^Wlaitt, äRat^ ^ffi* bie matte, bann im 15. 9abtb- an^ mit reget- 



statte — SRa« 47 

testet 8etf4ieBtui0 be9 tt in tz (bb) bie matte [). 8. »«r neigt sieh tf ein 
matsen, die het fir Yon byn^en [^Biiijen] geflochten*' (Scherz-Oberlm II, 
1013)], a^b. bie mattft, ntn», mtttelnieberb. matte, neunieberl. ba9 mat, angft« 
f54f. meatu. ^ufgenottitnen au8 tat. bie matta = grobe ^e<fe loon Sinfen tc 

bie ajidttc, ^t. — n : jerfeftte geronnene SKttdf^. 

Set Hlbern« dictiondr. m gg3*> maiff in ^.fee« nlat^^ SRittelb. unb {»ar 
f4cn frfift im 15. 3a^r^- (}• ^- 1^20) bie matte, matten, neuniebert. bie matte, 
mat; oberb. regelre^t mit 4 ber ^ai^. 3n rjomanifc^e äRunbarten übergegangen 
[altfran). maton = JtSfeht^en, catalanifd^ matö a 92a^mlfi{e, f. 2)ie) 9Btb4 I, 
869]. 2)nnner ^erfunft 

t aßatt^au^^ aRanndname, mittetb. Mathdus^ aud 

gr.«tat. Matthnns, biBIif((-gr. Matthalos (MaT^aiog)^ tot\^t9 au8 einer f(b« 
teitnng i»on bebr. bie matath (nigt)) = ®ef4en!. I6gt. äRatt^ia«. „d^ i(l 
9latb&t am le^ten^ bei Qttrger ®eb. 1778 @. 161 ^.aRat^S' am le^teii'' [b. (. im 
(SDongelinm be6 f4)o|ieU SRatbSu6 am legten ^a^itel] « e6 i|i gar aM, ^nm 
(f 4ßmmen) (Snbe gelommen. 8ei 2 n t ( e r an4 bereit« gefttrat SR a 1 1 (^ e 9. @. SD^ a 4 2. 

bie aßdtt^ett^ iufammengef. mit bemSlbi. matt mdttig, 9lbi. t)on 
bieäßatte 3. Unorganift^e^ «ig bagegen jetgt fic^ in bem eBenfaUd 
mit jenem Sb). matt jnfammengefe^ten bie äß dt ti gleit, mi6)t9 
ator Don ettnad geltnberer Sebentnng atö ÜRattl^eit ift. 

SKatttgleit f<|on im 17. Sabr^., im 16. niebert. mattlgheyd (£Uum808*). 

t aßatt^ta^, aßanndname, mittelb. Mathias^ au9 

gr.4at Matthias, biblif($«gr. Matthias {Max^Laq), met^ed wol an8 ^tlx, 
Matathjfth (DWID) = ®e{4enl (S^otteS, jnfammengef. an« (ebr. bie matath 
(nao) = ®cWe«^ ®«l&e nnb JÄh (^i), ber Äürjung Don J^howfth (Jijn^), bem 
9tamen be« 9tationatgotte6 ber ^ebrSer. Sv^ol. gelürat ^ie«, »obon ti^rol. n. 
Iqs^. bad 2)im. $iefe(. @. and( äfta^ 2. 
t bie aWatnritat = {Reife. 3ufammenf. : bie 2Watttritat«^r fif ung. 

3ene« an« lat. bie matüritas 0®en. matnritfttis) loon matürus s reif. 
ber an a| — j^rfe^te geronnene SDIitd^, f. bie ST^atte 3. 
ber äßa^, — «0, ^L -e [bei Sbetung bie 3^%, toetd^e« aber nid^t 
gerabe tiblid^ ift] : {Rufname be9 ga^men ©taared (tne^l^atb ber @t aar« 
m a I] ; pd^ in einfältiger SBeife benel^menber SRenfd^ (® b t ^ e Xm, 71 ), 
}. 9. and^ in ber ^laiiber^, @))tel«, Xanbelma^ 

Wt9L%\a bem Qegriffe bed einfSItigen, IS((erIid|en Wtva\^ta f^on im 16. Safr« 
bsnbert, im 17. 3a^^. an4 gerne äRa^ Don 2)re8ben. iDlit nnorganif^em, 
»eil ftott ^, etgentli^ tb'd gefegten % [bg(. ber ^ar» mit ) ^att t'«] an6 
SRatiig, SRat^e« (bgl. iRa^fofe), bon melden biefe« ftflriung be« 9lamen6 
SRatt^Snd (f. b.), iene« be« 92amen9 iD^attbia« [{0 beißt ). 8. bie Stvci^t )n 
€anct SRattiia« in iQreelan in ben mit 1602 enbigenben 2)entn)ttrbtg!eiten be« 
f4(eftfd(en XtUer« Qan« Don @4>oeini$en m, 14 ,,inm €$t. SD^ate""]. @. 
ott^ SEBcin^oIb f^tef.SBtb^ 61«. Cin anbereraJi^annfnameSDIat (<9en. Siviaten«, 
2)at. n. Vcc. aRaten) ip ber m^b. iRame Matie (?), a(b. Maso (®en. Maaiii), 
MacBo, MatEo, melier na4 3. Orimm« ®ermnt^nng ((Sranrat. m, 692) Der» 
tranü^eS SHm. an« bem abb. SRomifnamen Madalfrit, -frid, mie ®8t and 
(»ettftieb a^. Ck»tafrit Sgl. bie Wtt%t 1. 



48 * SRati — ^au€t 

ber aRa^ s: tanU (Erbe, ^ttimxt, taubem (Er). 92i(l^t Don matt. 

ber aWaften, — ö, ?I. toieOlnß., eigentlich ber ü»d|e, -n«, $L— n : 
biinner ou« ®affer nnb Wtt^l bereiteter Oftertud^en ber 3uben. 

i^ei Ibelung fe^It ba« Sert, unb (Sam)>e (at gegen ben gelfinflgea ®ebran4 
Me WtdiiZ, $1. ~n. 1482 ber matz (voe, theut, 91. t7*) flatt matze, unb ber 
matzenknch (ebenba 9t. z4*) |latt matzenkuoohe ber i0{dtentu4eit. fbtS 
ber @|)ra4e unferer 3uben anf genommen, mo mazzo, ttetd^ee (ebr. bie maczAh 
inpi) ^ nngefSnerte« 8rot, »ie e8 bie 3uben )n O^em effen. 

ber 9Kd|er, — ^, ?1. »ie ©ing. : troden getoorbene gäi^e geuc^tigfeit 
in ben Slugenb)inle(n unb an ben SBim))ern. 

3n ber Setteran, {oll aber an^ im @($tt)S6tfd^en loorfommen (f. @4mtb 81). 
8et Da9yp6dku 882" äJla^, 1482 ber ^masoher oder greck in den äugen, 
[Ul] pitoito'' (voc iheut, 9t. t 7^) nnb mesoher (ebenba 91. y2*>). IBo^er 
i^ ba« 93ort? 

bie aRd|fö|, $t, — en : frafttofer, feiger SKenfd^. 

9{orbbeut[4 betont aTla^föfe. (Sin mebriger, nnan^Snbiger SCn^bmd. 9laäf 
«Bfer ijfierrei^. S8tb4 n, 240 in £)|lerrei4 htt SDla^fo^. 2)er erfle Zi^tW ber 
^nfammenfe^ung t^ ber an4 )nr 9e)et(!(nnng einee einfSttigen 9Renf4en gebrannte 
(f. anat 2)äRann9name9Ratbe9, iERatbi8,b. i. SD^attbSn«, SRatt^ia«, ni^t 
aber ber alte bentfd^e SD^anndname fOtaii (f. ebenba), benn and bem 3abr 1629 
flnbet {14 bei Itbrian SDIittbeitungen an« $anbf Triften @. 814 neben S^ntt^en 
groben @4tm))f»Srtern (togl. $)nnb8fott) bie SRat^e« fo^ »= ^abnret (?). 
2)er {»eite Xf^txi bagegen if ein« mit bem ^weiten iene« $nnb«fott, nnb ba« 
t, »ofUr koegen ber ftflrje be« u nenb. tt, (at, ba e8 ^ter »)orbo(!^beutfd^er Saut« 
fianb xft, fi^ regelred^t ^o^beutf^ in 4 fortgef^oben, eine 9erf4iebnng, »eld^e 
bei bem SBorte außer ber Sufammenfe^ung f$on im voe, iheut. i»on 1482 9(. i5* 
Dorfommt. — Osnabrlidtfi^ ^ai^pnmpt xft glei^er 9ilbung n. 9ebentnng. 

maüe tt, bo« SSerbum jur ©ejeid^nung be« getobl^ntid^en ©d^reien« ber 
ßa^e. Übtid^er miauen. ^\x6) maüjen, mau n gen. 

3ene« manen (@4tner SBaH. Sager 9) flnbet fld^ f(!^on 1678 bei ftramer 
teutf^'ital. SBortb. 765'' nnb i^ m^b. (14. 3a^r^.) mAwen, m\^t9 anät toom 
6((reten fa^enarttger Siliere ttber^upt ^ebt, ). 9. be« Si^toen. !3)a« Sort ßimmt 
mit bem @4rei bet S^tered. @. an^ maun)en. 

bie ÜKauer, ^t. — n : fteineme Iffianb. mauern. 3ufammenf. : ber 
aWaüerbred^cr = Ärieg^ioerljeug jum (ginfto§en einer ÜWauer; 
betaRaiier^feffer, eineauf aßauern, Reifen tc. koad^fenbe ^flanje 
mit ()>feff et artig) beigenbem @afte, b^uizl acre; bie aRaüer^ 
^äfxoalit = in SDtaueri^bl^(en niftenbe @^n)a(be; ber äRaüer« 
\^ii!li, an üRauern ttetternbe ©ped^tart. 3'^f^'^wo^^^f- ^^^ mauern 
ift bie ÜKaii er leite (ett = Stt) = Rette gum SWauern, früher Qu* 
fammengef. mit SOtaurer) bie 3Raür erteile. 

IDtaner fiebt flatt Sßaur, tote ber voc. iheut. bon 1482 bat nnb ).9. Snt^er 
fd^eibt; bo(^ an^ f^on mit bem mol be6 fBotCante« koegen )»if4enein toor r ge« 
fc^obenen nnorganif^en e bei IClbern« diotionir. 91 L12'' n. bb4*' matoer, 
1469 mittetrbetnif^ bie müer tote ber müerer (Stauer er) im voc ese quo, 1471 
mittelb. mfter. m^ti. bie müre, mttr, abb. n. aUfS^f. bie mftra , altfrief. bie 



Vtanft — fRauIBeere 49 

mibe, MgelfS^f. tt. attnorb. ber mikr, «19 ben ftlci^Beb. tat bcr mtbnu. 2)ie 
got^ife anb alfo dgentli^ betttf^c Senemmiifl toar bie yadcUni, aber ettinbau 
Mnbe Don bcn alten JDentf^en att ettoa« rSmif^e« angefe^en («»gL «Betn^otb 
baitf4e ^Tanen e. 832). 2)a§ eerbnm manern, e^ebem ttrf))rttnglt((er manren, 
bittet itt aHttttel^o^bentf^en müren, att6 bem glei^beb., toon ienem tat mdniB 
abgetettetai mitteSat müiftre. Sgl. an<!( attanter. ®tatt SRanerBreAer fagte 
»an im «tt^o^bentf^en bie mfiipzttilit b. i. nenb. bie SDlaiiexbred^e; fttr 
SRattert)feffer, 1678 fBtantp\tUtx, 1482 maawntempfeffer {voe. theut. 
8t t7»); für SRanetf^toatbe im 16. 3a(t(. mantf^toalbeu. 

bie JKaiile, ol^ne $1. : ßl^inenbe gufifeanf^eit be« ^ferbe«. 

Sfl mit ^o^bentfd^em 2)i)>^t(ong an bie nieberb. gorm bie moke (mit a » 
m^b. ft), 1475 deDifA muycken (2h««7^oftuia); m^b. aber bie mftohe (IraumUob 
6. 192, 835, 2. IBgt ^aiip< Zeitschr. YI, 487), mnaä^ alfo bie rid^tige nnb 
reia«(o4b. %txm fDlanÜit tauten mitße. 2>nnIIe6 Urft)mnge9. 

Ue aKanle = ©elbtoerben unb X)onen ^Sufiger lurjer ©d^cffe am 
ffieinftodf. Ob öiettc^t ftfiraung au« tat. mücor = 

€4imnie(, an4 an« bem CBeinflod dnnenbe, i^m ft^Sbli^e geu^tiglett? 

bie a» Olli e, SßL — n : (^eimticier) Ort jum aufbctoa^ren, 

pmfi^fl ber ip\fi, be6 Ob|le6. 9lieinanf»Hrt6 na^ €kt»aben Dorgebmngen. 
tnf mittelnteberl. (16. 3a^r^.) mayk b. i. molk, mit ttnterbrtt(ftem d ano ben 
filteren borfommenben maydiok ober Beffer mnedeke, mudeke (hör. belg. YII, 
19». ^ beig. 72f.)/ » Ort )nm Anfbeioatren beg Dbfie«, »e^e« ein« mit 
9lnti(^ 2 (f. b.). ®Iei4er»eife )eigt mittelnieberl. muyck = milb, mei4, 
ttiiterbrfi(tnng eine« d, benn e« i^ ba« branbenbnrgif^e, berlinif^e (nad^ 0«lar 
Sfinide) mtldike s teiggeworben. 

btt« SKaut, — c«, ^JL a»äu(er, »a« SDJautcfet (f.b.), 't^ier (f.b-)- 
SSngfl «erattet; aber 1781 toon Sog (Obtt|ee 6, 68. 83. 111. 253. 316. 7, 2) 
etnent, o^ne fdtifafi )n finben. $änfig Bei Snt^er. Wft. ber n. bann ba« mül, 
an^ (in bem bentf(ten 8retoier an« bem 14. Sa^rb-, (Siegner ^f., 81. 110*) 
ber mayle b. i. müle, a^b. n. angelfS(^f. ber miU, an« (at. ber mülno = 9Ran(« 
tlier, aXanTefel. 

bo« aßau(, -~e9, $1. SRSuCer : J&ffnung be« fto))fe9 jitm eititte^mett 
bet*92a]^rung. 9Son Wltn^äftn unebel. ®. aud^ SDt&ufc^en Sfnm. 

Wjit, ba« mül [$r. 1314 mtQer, eBenfempI im 14. 3a(r(. minier (?)], 
ao4 ba« mfQe, abb. (feiten) bie müU, felBfl no(( mittelb. bie mftle {Lampndd 
Alex. 4283), altfrief. ber mftla, altnorb. ber müH, gotb- bo« mini (f f. 
9rtmm <9ramm. P, 101), loel^e« (e^te )n erf daliegen an« gotb. £atem4jaa » 
ba« SRonl t>erBinben |nr Qntboltfamfeit Don Sntter, €^e{|^ 2>nnlle« ttrf)>mnge«. 

ber 9ßati(af fe, ~n, $(« — n : bummer, albenter ®affer, 

etg. mer in bnmmer Senonnbemng ober Snoartnng mit anfgef^errtem a^anle 
gafft ober DerueUt. 2)er Sffe galt ben alten 5S)entf<ien fttr ein bn mm e« "Sii^itt, 
»e«balb an4 ba« CBort )nr Oeaei^nnng eine« ^boren, eine« yxm <9ef)^l$tte bienen« 
ben SRenf^en gebrandet mirb (f. 9ff n. (9an^); baber flXanlaffe, S^anlaff, 
nnb f(^on im 15. 3a^r^nnbert ber manlaffe {Butnachttp. 539, 18) al« ®<b<Ite, 
mbb.'(13. Sabrb) mit SD^nnb )nfammengef. ber mondaffe {VWgml 230, 8). 

bie aRaul beere, $(. —n, eine belannte, aud einer sufammettgefeftten 
fügen JBeere befte^enben JBoumfrud^t ber aßaulbeerbaum. 



48* 

ber aWafe ^ 
ber üKdtci 
bünner a 
53ei 5t 

matzenk 

ber <^^v> 

ber 3Kat^ 
in ben 

«ei 7 
[tat.] ] 
ip bav 
bie SKa 

3ufa 

(f. U' 

aber 

Pnb. 

flrcl 

2)ei 

t, i 

Paii 

Ibei 

»Ol 

tttaü 



«-■ -» ^-i 



9Ratt(tiHtrf — 9R«nmhf[e 51 

ber 9Rat{(tt>ttrf, —t», 9(. ÜRauItofirfe, ein Befottnted bie (Erbe bur^i» 
gratenbe« unb auftoerfenbe« 6&uget^iev, (at. t&lpa. 

6^01 im 16. Sa^rfv namcntli^ in ber iuetten ^1fte be«felben, ber Viani' 
iDitff (f. SotticcYn« IhränterM 91 829*»), frfiiet tote Iki Snt^et (8 aRof. U, 
80) Wt a^anlwcrff, felBflf^on in einem «oe. »on 1429 mauUworiff (64 m eil er 
JI, 666); iei SRaaler (1561), Da9yp6dku, ßmrdnm, AMmutaiff (1614) SRanl' 
tterff; 1482 «maulwor ff oder moltw8rff« {voe. theuL 91 n6*), m*iilw8rffe 
n. moltwftxffe (ebenba 81. t7*»), 1414 mnltwnrff (ZX^m^oM gloaOr. 672^), 
mohwozff (Di^enbaeh Wtbohyon 1470 mp, 288), 1640 aRoltmerff (9IBeru8 
dictionftr. 81. bl*), 1606 mollwerff, molwerff {voe, gemm^gmmUiir. fßl B8^); 
m^. ber moltwftrf, (mit «rttei^nng be8 r )tt 1) ber mfQwelf (JfmnM. n, 886^ 
8, 1), im 14: 3a^r^. au4 ber maalw8rf (Meffmiberg 160, 21) b. i. mAlw8r^ a^b. 
ber moltwtof Qfl jim. 270), multanrf (DiuL m, 228) b. i. multwurf (?), mftwSrf 
(^ Irevir. 4, 10), mftw8rfe {Sumerl 18, 16), müw&r£o, müorf. Ur[))riitt0(i4 
mit Qa(rf4einli4Ieit ber mnlt-, moltw8rfo, b. i. (SrbtDerfer ((Srbaufiverfer), )n- 
fanmengef. l) an« bem ntu bem 9art. $r&t. (got^. mmlans, abb. molan) be8 
tMEloxnen d«ti SSBnr)eI»erbnm8 mikn (f. matten l) miUeip -d, a^b. -t, al^f 
leiteten^ get(. bie mnlda ae t^tanb, a^b. bie molto a @tattb, dtU, Crbboben 
(f. 9^0 (te), nnb 2) an« einem regetre^t gebilbeten, menn glei4 ni(^t me^r na4- 
imoeifenbcn o^b. ber wtrfo = CBerfer ton a^b. ir8r£ui merfen. 2)ie gorm 
'ttnrf, 0^. -Wurf nnb mit Unterbrfidnng be8 w blofi -nrf, btibete fi^, inbem, 
mrter bem Qintfatlfe be8 torangge^enben w, o in a itberf^tng, ans einem -warf 
nab bie8 nnter bemfetben Cinflnffe an8 -wirfo, getttrgt -w8if , toie (^b. woU 
ntfer m9(, woohA fSo^e an8 frfi^eren w81a, w4eli* (wghli») hervorgegangen 
fb^; fU iü alfo «>on nnferem ber )6)nrf (f. b.) bcrf Rieben. ^SHei^e »erf^iiiben^eit 
UM nnferem bog fkaut (f. b.) jeigt fi^ (ier in ber erficn f^fit mtü SRanl, 
Um bicfe« gieng bur^ ttnterbrütfung beg t, mü- aber no^ mütelfl ttnterbrttdnng 
bcg 1 (emor (togl. 9rimm 9ramm. II, 406), inbem boi nrfturttnglid^ n beg 
o(b. bie moha ivieber pm 8orf4ein !am nnb ferner b. b. lang (ft «s n^b. an) 
MMBbe. emfieOnng ober ttmbttbnng ana JDHgtoerftanb I&Bt fl^ f^on bamm ni^t 
anae^men, loeil eben biefeg a^b. bie molu ein lebenbige« nnb gelänfigeg SSort ip. 
S>ie vetterottif^e Sorm ber MoUkoorf [mit k ang qa flatt tw (togl. Onarl, 
qncr)] i^ ^o^bestf^ SRoItmorf )n f^retben, »el^e gorm an^ oben alg Slter- 
nci^o^bentf^ angefttirt »nrbe. 2>er einfa^e 92ame beg SD'tattlmnrfeg ifl ber in 
8a^^em »orilommenbe ber Ci^'et, a^b. oogro (f. &iftxmau9y 

mann}en, in ber ^oü^\pxaätt fät ntaujen (f. b.); [bann in %n^ 
iDenbnng :] flSglici^ ti^nn. aßit eingefd^obenem n itad^ au. 

berSRanter, —6, $(. nHe Sing., {i^Uppmb ber äRaiterer : ber 
eine SRaner (f. b.) mac^nbe f)anbtDerfer* SR^b. ber mfiroere; 

mftrer, o^b. ber mürari, mtträii, ang bem gld^beb. bon tat ber rndroB « 
Mner (f. b.) abgeleiteten mitteSot ber mAiftriiu. 2)ag nnorganif^ (»if^en- 
eingef^obene e in SRaner mrterbteibt in äl^anrer, obglei^ eg {14 in bem 
HmAerer*^ (b. i. nenb. SRanrer) beg mittetr^einif^en voe. ex juo toon 1469 
toeitg finbet 1678 mit Umlant ber aRKurer (ftramer teutf4-ital. eortb. 767»), 
bot (ente feiten. 

^anr^rleKe (eO = SU), ^ente Sßauerlede, f. äRauer. 
^78 mit Umlant 9R&urerteUe (Gramer teutf^-ital. fBortb. 767). 8gl. 
rer. 

4* 



5d iD^an« — manfen 

bie aRaud, $L aRSitfe, ein (elannted Keinem ©Sugeti^ier. 

9lebfn«art : ^2)a Beigt bte Vlan9 (einen ^aben ab'' « ha feblt nt^t ba§ 
aninbefie, barf niii^t ba§ ä^inbefle feblen; eigentiid^ ttol f. b. a. ba ifl inöft9 ttt* 
Itf^i, ni^tt )tt toetleften. W/t,, abb., angelffi^fv oltnotb. bie mds ($(. mbb. miiue), 
itberetnfHmmenb mit tat ber u. bie mtts, gt. ber m^ (a^v^)» oltflam. ber müsoh*i!', 
rnff. bie mfiach*, poia. bie myss, bSbtt- bie myft, fonftr. ber md8cha(8). 2)ie 
fBntsel icigt ft(!$ in fanffr. müsch, miuch, = fttlfitn, unb berfelben gebort anH 
mösido, musido (?), =z SerauBung in bem in ber lex •dUca flebenben ohrdomoddo 
SS Seid^enberanbung an (tog(. Sacob ®rimm Serrebe jn SJ^ertetg 9[]t6g. ber 
lex «oZk» @. 43f.). 

bie aWau«, ^t. aRäiifc ; bie «rm*, guSmnffet; aWufleftaßen unterhalb 
be^ (Daumend in ber $)anb. 

Sn^bv a^b. n. angelfSd^f. bie müs ($t. a^b. m^i), » SOfluffet )nmalbe8 Oberormeg, 
2)aunienmnfTet, a)>{nffel. (StnS mit bem bor^erge^enben bie Wtam unb nod 
einem bon bem 2:^iere (lergenommenen Qilbe, toietfei^t ber moudS(in(t4 Beweg« 
(iii^en $rBl$(^ung, Benannt %vi^ im ®rie4if((en ber m^ (^?), unb für tateinif4 
mÜB f))ri4t ba« 2)iminntit) ber masciiliu [eig. = Mln^^tn], luorauS nnjer 
miffen|(^aft(i(B bentf^e« aRuf!e( (f. b.). 

m5u«(ien[tin, «bi. u. «bö., f. mau«ftill. 

ber ÜBauöbred (e(f= Sdf), bcffer ÜWäüfebred (f. b.). 

bie aWaüfe = gebertoed&fel be« 35ogeW, fatfc^ ftatt SWauße (f. b.). 

ber SDtäiifeborn, eine ^flanje mit ©tad^eln (SDornen) an ben Statt«^ 
f^i^en^ niBcus aculefttns. 

1551 Bei 9o(t JhrSuterB. SDIeügborn. ÜBerfe^ung Don gr.-Iat. ber mfaoäiitlioB, 
gr. ber mydkAnihos ijivdxav^oq); aBer man ^Sngte an^ bie tßflattge )ttm ^eif^e 
in ben @4om|iein, nm bie S'^ebermSufe (@)>e(fm{ittfe) )u berf(ten<l(ett (f. 
Sonicerng ftrSnterB. ^l IIO**). 3nfammengef. mit Vtan^ (f. SDiSufebred). 

ber aWäufcbredf (ecf = ädf) = Sot^Hüm^Jc^en ber ÜRau«. 

91 oft ber teufet 10. Oöt^e V, 95. Xm, 67. tlter^n^b. ber meußträck, 
'brSd, meustreck tc, ft)St>m6b. ber müstrek b. i. miasedrec (?), jnfammengef. 
mit m^b. u. abb. bie müs SD^aud, koel^eg a(8 crfled ®ort einer m^b. 3iif<^ni« 
menfe|}nng fetner 2)ecIination nat!^ ya miuse- mirb. 9(Ber 1482 nmlautlog 
mawSdreck, f)>2tt-a^b. (12. Sa^rBO m^drech. 

ber aJiäitfcfraß = ba« (öcri^ecrenbc) äbfreffen ber STOäufe. 

Uneigentti(Be Sufammenfe^nng mit bem ©enitib \>t% ^Inrat«. f(Ifo nir^t ber 
SRanfefrag ober äRauSfrag. 

ba« aRöiifegift = ®ift für bie aWänfe, 

1711 bei 9lSbIein 628»ba« aßSttfigifft 3ttfammengef.mitbem9C.SR8tife. 

ba« aßSiifelod^v aucl^ äßandto^ (f. b.). 

maufen = 1) eine SKau«, 3Räufe fangen; 2) (wie bie ftafte 3»aufe 
fängt) f(!^tei(i^enb, in ber ©titte unb gewanbt [teilten. 

2)tefe 9eb. f^on Bei $an8 @a$8 nnb Bei ^IBern« Über ba man|t, 
fedel aBf^neibt'' (diotionftr. 8t. B2<')]; Bei Jenem 9x0^ bie mang = ^Slle ber 
©d^neiber. a^bB. müsen a= SDf^Snfe fangen (jBermer 18282), bann (angfam nnb 
leife geBen, rnimerdt^ nnb f))fiBenb f^Iei^en {HeJhling 2, 708. 5, 45. Senner 12896. 
WoUcenstem vflv. 71, 1, 9), wel^e «eb. in ©ndmä'nfer (f. b.) BeiDabrt ift nnb 
114 aaii nod^ in bem äUer-nBb. manfen aeigt, enbli^ im SD^Bb« metter f. D. a. 
Uflig fein, Betriegen (Qesammtabenteuer n, €$. 282, 195). 



M masfen — tna«9{HlI g3 

fid^ mattfett, folf^ ftatt fic^ tnaugen (f. b.)« 

ba9 aR&ttfeneft, au<fy aßatifetieft, aRatt^n'eft (f. b*). 

ftd^ maitfetn, ^on bett Siegeln, fatf(!^ ftatt ftd^ mausern (f. b.}. 

tnanfctobt, bcffer cl^ne 3ttf«wmenfefeun9«üocaI mau^tobt, = tobt 
iDie eine äßaud, b. ^. gatt} ol^tte toeitere judetibe Selbendregung. 
Sgl. tobt. 2)a« fCbi- ^.manStobt'' bereit« 1691 6et fettetet Bp. 2292. 

maii«fa^I = Maßfltait »ie eine üRau«. bie2ttaii«fatle, ^(. — n. 
maitöfarBen, maildfarbig. 

2)a« Ibi. manefaH trat ffatt mSttfefa(( ein, »eld^ed 1734 bei @teinba4 
I, 862 imb fefbff f^on 1716 bei Snbtoig ®p. 1224 fidf flnbet. pr aRanefaUe 
ki Kbern« diotionftr. 81. 112* na^ »etterantf^er SRunbort bte „mtn%UW; 
bo4 i»emetben mir im ^od^beittf^en bie SR Su f e f a I ( e , lote benn 1482 bte maoßfall 
(twe. theuL QL t7*), mbb. bie mügralle» rnftsfalle, b. i tl^b. 9Ra»0fatte, unb 
erp f^t'tnbb. einmal bte moflefall (Kolmarera.®.d94,2d) b. i. miuseyalle (?), 
]i(^. SRSufef alle, t>orfommt, abb. bie müsfallA, -yallA, b. i. äRanefalle. 2)ie 
9bi. manef arben, «farbig finb nenbo4bentf4; im 9[Ubo4beutf((ett fagte man 
mtbiaro mit mSnnliiter (Snbnng müsfarawdr, meranS mit Serpärfung bt9 w }tt 
b (f. 4) )tterfl ein manefarb (A ramer tentf(!^'ital. fBortb. 767*) getDotben 
fein muß, bo(^ bei tllberne a. a. 0. meugfarb. 

maiiftg in „fic^ manfig mad^en** = jid^ led äußerttd^ ^cröort^nn, 
o^ne bag ettDo^ red^ted bal^intev tft ober bod^ ju fein fd^eint, 

). 8. estbe XXS, 22. S>ie 9tebeneart fd^ou 1691 bei etieler ^p. 1259 
i»eT)ei4net ^a8 Sbi. manfig aber, b<fi« ^<^tig manßig, toon fi^ mausen 
(f. b.), beb. ,,bie gebern »ei^felnb" (»gl. ©tieler ^p. 1268), wobei bier ^jnm 
(eran^n^K^" }n toer^ben i^, koie benn fi(b ieneS mau gen an^ bilb(i$ in bem 
6inne „fiäi (bem 8ogeI in bem gebertoe^fel t)ergleid^bar) neu \ftxau9pniitn'* n. 
bgl. i9orIommt. B^terji im 16. 3abrb. auftan^enb, in me^em sich mau Big 
machen = mit Überbebnng ft^ M bertortbnn, ^^ bertoortl^uenb fedt gegenüber« 
treten, auib mit (8en. beffen (ber 0a4e), worüber biefe« @i($beAortbun ^attflnbet 
(f. ZimmerUche Chronik HL, 481, 18) ; m^b. mü^ic (?). 

bieäKattdIa6e = gut maufenbe ^a(e. 

1716 bd Snbioig ^p. 1224 bie SD'} auf eta^e. Sufammengef. mit maufen. 
bo« aRau^Iod^, ba9 aßaudneft, beffer ba9 äUäiif elod^, ^neft. 

Bei 9lberu6 dictionAr. m. 112* meuglo^, 1485 müaeloch (Slrobel Bei- 
tEftge e. 111) b. i miiuelooh (?), nnb 1716 SllSnf enefi (Subwig &p. 1224), 
1482 maudnM {voe. iheia, $bl t7^) b. i. maiunest, mittelb. im 15. 3abrb. 
mftfleneBt b. i. minienest 8gl. äl^and 1 firm* 

kdd äßattdol^r, im !Dtnt. 3Raii((bl^rd^en, bie ^flanje myosdtis. 

1482 im vac iheuL f6l t?*" mauOor (fo ju lefen jiatt ma3or) b. i. mausdr, 
atb. ba8 xndsdrft, na^ ben bebaarten, bem Obr einer 9ßan6 toergtei^baren grünen 
QlSttibett benannt, meebatb an(b bei bem beutf^en 9{amen«in ben <9(offen ber 
lotcinif^e herba pildsa ober blog püdsa = bie {paarige {14 fnbet. Sncb iener 
0t.«1at 9{ame bie myosdüs, gr. bie myosdtfs (jivoaanlg), ^nfammengef. an6 gr. 
ber m^ (fivg), den. myöe (ßvSq), » jffiau9 nnb bod üs (01;^), @en. Otös 
(iäroq) = Obr, ifl m0rtli<b SIRau6obr. 
maü«ftiU {®6)xlUx ffiaH. Saget 9) = ftiß toie eine a»au«. »gL 
m5u«d^enftia 



54 SRauge — 9t«| 

1716 M Sttbttig e^ 1324 mfittlefliir, 1711 (ei M«bfein628» vtasfc- 
flitle, muttetmaufefliae, 1709 mau9fti\U {CatMi m. 1880»), 1678 ki 
Aramer teutfd^-ttal. Q^ortb. 767» mau«flin. 

bie aßauge, o^ne $(.: Sebenoed^fet be^ SBogeto, $)ihttiin0 ber ®(l(|(ange, 
®6)aUrmtäf^tl bed fivebfed; 3eit biefe6 ffied^fete. Son fid^ maitgen 
SS bie gebem med^feln )u neuer ftbr)>erbebectuttg, anö) bon ©d^Iangen 
unb ftrebfen (bgt fi(^ mtttern), toenn tene bie $)aut unb biefe bie 
®(^a{e med^feln. SD^t^ ti)ie ed fd^eint, eingef d^obenem r aud^ im 92]^b. : 
fid^ maugern. 

®i4 mattgen i|l m^b. doh müsen ton SVgetn (Ifimie«. n, 938% 4, 2), 
eigentti^ ^ toe^felnb ii^ iüibent (Jlinne«. I, 202% 8, 6), b<i6 refUito gefeilte 
mftjen b we^fel«/ tauften, a^b. mf^dn ti. attnicbetb. mfttdn »» finbern, toertobern, 
toec^feln^ auB lat. mfttftre » Snbern, toerSnbern, toe^feln, beffen t ^<!^ im Sit« 
to4bentf4en regeltest in i (%) fortf^oB unb an« beffen -Az« ber Siegel gemä| 
im 2)ctttf4en -dn »utbe. 2>ic aRange ifl m^b. bie mib^e = ba« SOtaugen, 
Oantv ^aanoed^fel bec 9{atuv uaSt, a(b. bie mü^a(?). fCBer ^att mangig [a^b. 
mtüfic » 2nm Seifet ge^Srig] f treibt man allgemein man f ig (f. b.), »elAeg 
ic^t (efonbete iBebentung ^at. 

bie üKaut^, ^I. — en : «BgaBe bon XBaaren unb ®ütern bei i^rem 
Übergang au6 einem Sanbedgebiet in bad anbere. !Dabon ber äßaüt^* 
ner «s ®aarenjoö*®nne^raer. ^«fammenf. : matitl^frci = jott* 
frei, bie aKaut^tei^eit — 3oflfrel^eit. 

^\% ri^tig Slant, IDlantnet sc; baa 2)e(nnnge)ei4en t^ (at au4 Mer eigent« 
(i4 (einen ®inn. %>\t Wtanif^ xft m^b. bie mftte, mftt, im 15. 3a(r(. mtd^ 
f. t. a. SO?ant(flfitte, a(b. (in Urfnnben) bie milta, got(. [mit an^ fonfi toor« 
lommenbem 6 ftft a] bie m6ta (= ^tU), an« bem gtei^bebentenben mitteflat. bie 
mftta, tnel^eg bon tat. mfttftre « tverSnbern, »ec^feln, ab)ttleiten fein mirb. IBetl 
ba6 iO^ort im 2)entf4en grembmort toar, fo Derblieb baa t, ȟbrenb biefer Qn^- 
fiab, menn ba6 Qort nrf))rttngti(!^ beutf(^ gemefen toUxt, fiiSf im $o4bentfi!^ett in 
S b. i. nenbo(^b. fi fortgef^obcn b^^ben »ttrbe. l^oiJb fommt filter-nenbentf4 bie 
solang neben 9ßant [gegen ober nm 1500 im voe. tnetp. teut 81. n4» bte 
„mauBsen, maute" » ßoO, beffen maasaen anf ein mbb. mü^e neben mftta 
f (fliegen ISgt] toor, aber obne bnr((gebmngcn )n fein, mie bei anbem gremb« 
toBrtem (togl. bie JDtanfie u. fi^ maugen). pr nnfer SRantbner, f(bon 1482 
mantner (mh^ i&^tit 91. t7»), mit feinem nnorganif<l^n n (f. -ner), ^ebt riibtig 
im ^ ord, r&r. toon 1429 8t. 7* ber mawter, mbb. ber mfttore (?), mftter 
(IhUipp Marienleben 5948. 5971), »et^e* bem »)on iencm mittellat mftta abge- 
leiteten mittellat. ber maUriiu « ßotlerbeber entf))ri4t, gotb. ber mdtareis » 
SSQner. 

maujen, mad mauen. ®eu>b^nHd^ mannten (f. b.). 

1678 mantften (ftramer tentfi-itat. Sortb. 765»). SD^^b. miweaen (?), 
mittelf -s-en, gotb- -at-j-an, loon m^. mftwen nnferm manen (f. b.) abgeleitet 
9Nt eingef^obenem n bann mannien (f. b.). 

t aRa^c, ftflrsnng t)on a^a^imitidn, äRann^name, 

mit romanif^em 1 [benn itat. MassimllUUio, fran|. Maximilian] an6 (at. n ber 
f))St'Iat. %ame Maximinilnns ss bem (Sefcble^te be6 Maximtnoa SlngebVriger, 
alfo Don bem SDitannenamen Maximinna sr \)om Mizimns @tammenber ober al6 



aßaitee — IRebftiOe 55 

t^^R VadenüAmcnev, «Ibfldeitet Don bem Süanntaarnen MiximnB b. i. ber lat 
6ii)>erlatti» mizimTiB s ber grSfke. 

t kie aßajimc, ?L — n : ©runbfa^, ©efrtmmuna^fltunb. 

6^011 im 17. 3a(rt. (f. We^ring 583) anfgenümmen an« fron), bie mazime 
= ^nb*, Se^rfat, 9tege(, »el^e« an« mitteüat. bie m^xima (n&'mli4 rdgola) 
= b^^ftc^ ®rnnbfat, bei ben iDlat^entattlent, ton bem tat. @u))erl. mAzimiu, 
-a, -um, s ber, bie, ba« grSße. 

t ÜRafimitian, f. SWaf. 

t ber üRcc^dnicu«, f. bie SWet^dnlt 

t bie 3Rec!^dnif, o^ne $L : «etoegunftrte^re ber ft»r»)et; SWafd^inen* 

(e^re; Sinrid^tung einer 9)taf(!^ine. ber 3)te(i^dnifer = ^anb« 

fättftter, »ogegen berSDiecl^dtticu« (®en, untoeränbert, ?I, a»e(!^dni* 

raffe) = aHofci^iiienfünftler. med^dnifc!^ = trieBtoerW*, ^anbtoertt^» 

mS§tg, getDc^h^eit^mägig. berSOted^^ant^mud, o^ne $(. : SCriebmerl. 

Sie, an«genommen iDle^aniemn«, au« bem t>ongr. bie m«olianS (^i7;^avj7) 

sr CBer!^eng, SRaf^ine (f. b.)/ abgeleiteten gr.-Iat. Sbjl. meehänieui » me« 

il^anif^ [ba« na4 bem gr.'(at. Hbj. geMIbet t^], gr. mdchanikda (^^X<^<x6$) s 

fanflreidt, gef^ictt, nnb f^on im (9rie4* Pe^t bie »eibli^e S^^^n fnb^antiDif<l^ bie 

mlcliaiiikS (jirixaviTCi^^ nSmli^ t^hn« StMXi^), tat. arBmeehAnica = StWX% 

9taf<!(inen bttrd^ 8ere4nnng nnb Xntoenbnng ber 9tatttrlrSfte )n erflnben nnb 

)nfammen)nfeten [»oran« unfer SD^e^anil, 1728 no^ Maohanio], feniebamiim 

^ateinif^en an4 bie mSnnli^e in ber medUbions fub|lantii)if4 erf^eint, »oran« 

f^on im 17. 3a(r^. nnfer laKe^anicn« unb »ona^ mit ableitenbem -er ge« 

(übet unfer SDle^aniler. Übrigen« f^eint tUn nnfer SDle^anil )unä41l ilber- 

tommen an« bem au« Jenem lat. mechibica geworbenen frau). bie m^hanique 

(ie|t m^canique gef^rieben), unb 3Red(ani«mn9 [f^on 1728] i|l ba«, koie 

iene« 9bi. mechaniooB, Don gr. bie mdohanS (firixav^) abgeleitete frau). ber 

m^dbaninne (}e|}t m^caniame) b. i. nenlat. ber mechaniamna. 

9Re(^t^i(b (e = &), Deraltet erfd^einenb ftatt a»at^i(be (f. b.). 

m/t. Mechtilt, al^b. Mehtüda, Meohthüt, mit Umlaut (e) bnr^ Sinmirfnug 
be« iin hilt. 
med ern (e = 8), tjom gittemben ®d(^reien ber Biege, be« ©otfe«. 3m 
18. 3a^r^. aud^^ f. t). a. in rafd^er SBieberi^oIung ftocfenb f))red^en. 

9{ett(o4beutf4; im voc iaeip. teui. (gegen ober um 1600) 81. n5* m^ckatien, 
»el^e« neub. med^en fein würbe, löon m^b. ber mecke» n)el(!(e« bei Bcner 14, 8 
al« Spottname (DgL !6er« 9) wo! in bem @tnnc „3iegenbod'' ^e^t. 1618 
mickern — »ieberu (@4m eller II, 549). 2>ie SBurjel (a^b. mah) fiimmtber 
Soutberf^iebung gemSg mit gr. mdk {jirix)^ nrf)>rüng(i(!^ mak, in mdkäesthai 
(jiflxdBo^i), mdkAathai {firjxäa^i), » quSfen, b(8!en, medern, mittetlat 
micdie, unb iDirtltfl^ ^at ber voc iheut Don 1482 0(. il^ mechtzen. 
t bic aWebailte (\px. Medällje), $1. — u : ©c^u», ©enlmünje, 

2)a« fron), bie m^daüle « Ck^anmihtse, tneld^e« an« bem im Vftb. )tt bie 
m^dili) m^. bie mddele, « „xomxQtx al« einen fetter geltenbe aRttn)e'' ge* 
worbcnen mitteOat. bie medalia as ein balber !S)enar, eine tieine Wtünit. 2)iefe« 
aber if au« metdUea, ber weibti^en gorm eine« Doran«)ufe4}enben undaffif^u 
tat «M. meUUeos » „metallen.'' IBgl. 2)ie) ®tb4 I» 269f. 



66 weWan — Wtttt 

mebidn = mlttetatog, g. «. in : ba«2Rebianoctai5 = aBittetoctatj, 
to)eber ®rog^ nod^ JHeinoctat), t^on ber ^uci^form; ba9 aotebidn« 
papizx = ^a»)iet in «oflcn öoti aßittelgrbgc (ettoa 17—18 3ott 
i^oäi unb 21—25 3ofl brctt). 

3tnt» tnebian and best tat. 9(bi. mediAnas « in ber SRitte Beflnb(t((/ t>on 
tat. m^TiB B mitten inne bcflnbli^. aD({ebian-¥o))ieT bereit« 1709 bei CasteUi 
6. 174* u. 1711 bei «Sblein 628». 

t bie aWcbictn, o^nc ?I. : ^eitmitteöe^te, «rinei*, 5)eitfunbe; «rjnei, 
Heilmittel, mebicindl, Vtl, = gut Ärgnet j^l^brig, »omit gufam«» 
«tengef. ba« ÜRebicindlgetoid&t = «^)ct]^eferflewi(i^t, ber STOebl* 
cindlratl^. ber aßebiclner = bie 5)eiIIunbe ©tubierenber. 
mebicinteren« mebicinif(i(^. 

aRebicin [»üton mebicinif^], 1475 cletoif^ bie me^ioyn, an« tat bie 
mediotna (in i^ebanlln bie an s Änn^, SBiffeufd^aft, er02in)enb) «b ^eiHnnft 
bem fnbtantti»tf4 gefeften g[em. be« toon lat ber mWons « Xrgt [i»on lat 
meddri s (dfen, Reiten] abgeleiteten (at. Xbi. medieinns » )ur j>etlnng gehörig, 
»otoon 1) ba9 weitere lat. m medioijiAliB «s jnr Vrjnei gehörig, »oran« nnfer 
mebtcinal, nnb 2) mttteOat. medioiiüiie ss ftrineiniittel anmenben, nMtang 
mebicinieren. fßon Jenem Tat. mediotna aber mng ein mitteSat ber medici- 
nArins abgeleitet »orben fein, »orang nm 1100 ^o^b. ber medicinare, m^b. ber 
medioinsre (?), 1475 clebif4 ber medidjnre, « Srgt. 

ber Sßebttm, — ^, ol^ne ^[. : beftimmte Abgabe \>en ®ut. SBeraltet 
92ofl^, an4 äRebom, im ebemaligen TurHW4en Ober^effen (8tlmar 865). 
SD^l^b. ber mddeme s= auf einem (Smnbflüd (oftenbe SZatnralabgobe, attfS^f. ber 
mdthom, mMom, s Jtoflbarteit ®aU, gotl^. ber mäifimB » <9abe, angelfSd^f. 
ber mAdm (mädnm) n. altnerb. ber meidm (nnr $(. meidmar) » Jto^arleit, 
@4mn(t. 92o<f ni^t fl^er ermittelter ^erfnnft Ort mm i^ramm. m, 825 ber« 
mutzet, ^mei( im (o^en VTtert^nm boqnggmeife fferbe gef^enft mnrben^ bie 
ttrbebeutnng in m(b. ber meiden^ gefil^koS^t meiden = mSnnUAeg 9ferb, toer« 
fi^nitteneg 9ferb, fE^aÜaäf. 

bo« aWeer, — e«, ^I. — e : ba« groge, ba« 8onb umgcbenbe S38affer; 
groge )}on 8anb umgebene XBaffermaffe; [im 9{^b. anäf Bilbß^ :] 
überaus groge SRenge. (Sigentlid^e ^ufammenf. : bie iV^eerbudi^t, 
ber atteerbufen, bie ilReerenge, bie aReerflut, bad SKeer«^ 
lolb (f. b.), bie aBeerlafte (f. b.), ber SReerrettig (f. b.), ber 
gBeeri<H>attm (f. b.), bo« aReerfd^wein (f. b.). ba« SWeer* 
f(i^»einci(^en (f. b.), bie 2tteerf»)inue (f. b.), bo« 3»eer»eib 
(f. b.)/ ba« aßeertounber (f. b.). bie a»eerg»iebet (f. b.) tc. 
Uneigenttid^e Si^f^it^^^nf. : bie aReere9f(ttt, ^tooge xc. 

mttx, ^ift. ri^tig, »ie nü^ CkutelU @. 188li> )nt)8rberp fe^t, laKer, aber 
f4on bon Snti er mit ee, alfo gebaut ge^rieben^ m(b. bag mer, feiten nod^ mere, 
a^b. ber n. bae man, mare, mezi, got(. bie marei, aItfS($f. bie meri, nieberl. 
bie mare, maar, meer, angelfS^f* ber mere» altnorb. ber marr, ^mmt flbcrein mit 
tat. bag m^, altfla». bad morje, mff. baa möre, ))oIn. bag morse, litt^an. müres 
. (f (. etneg gem.)* )i3gl.bie aßarf^ n. bie eee. 2)ag to^e äReer, mittelb. f^on 
im 14. 3a^r(. da; höhe mer, ^ bie tiefe, meite (offene) @ee (Mygt, I, 226, 6). 



SfteerfoIB — SR€eKf4»ein 57 

9ReeT%«^ ttft 1809 M Cam^e. SReerBttfen 1605 Bei &Mu$ itaUemf«. 
DictioD*r. 128* fotDte 1616 M $enif4 570, 4, aBer on^ no^ 1709 SRcetBuf em 
neBcn 9ReerBnfeit (CWteOi 1882* n. 400*) ; SReecenge 1678 Bd iTramer 
tentf^-itol. fBortB. 786*; SReevfInt Bei <)cnif($ 1198, 11, angelfH^f. bcr 
mereflOdy bagegen SDi^eere^flut er^ 1808 Bei ^^iller fdxani i». aReff. &. 68, 
1781 9ReeT6ftnt Bei Sog Obflfee 11, 2, aReere«»ofte Bereit« 1777 Bei 
98 dingt Sieber )». $. 65 («u«g. ton 1779 e. 114). 

ba6 aßeertalb (f. Stall) : ber gemeine ©ee^itnb, phöca vitultna. 

6. SReer 9nm. SR^b. ba6 merkalp, f))St«a^b. (12. 3al^rB.) merohalp, mer- 
olialb, ÜBcrfe^ung ber rein4ot Benennung vituluB martnui. S)iefe, kocil ba6 
S^ier im SReere lebt unb koie ein JtalB Brüllt (f. Hinku historia nainraUs 
9, lö). 

ber aßeeHater = SRännd^en ber 3»eerta^e. ©i^tl^e Xn^ 119. 

bie aßeerlafee, $L -n : langgefc!(^tpSniter «ffe. 

€(. SR e er Vnm. SR^b. bie merkatze, im 12. Sa^r^. bie merekatae (Lampreeht 
Alex. 6679), merchaiae [Sumerl 15, 68), meroazoe (eBenba 48, 88) b. i. mer- 
eaue, a^b. (11. 3a^r(f.) merkazsft (Qraf IV, 586), 1475 c(ebif<t bie merkat, 
»eil ba6 £Bier über ba6 SReer, n&mli^ an9 Ifrica, )n nn9 gebraut »orben 
if mib einen langen ^d^man) wie eine Statut Botte. 

ber SKeerrettifl, — e^, ^I. — e : bie ^flange cochle&ria armordcia. 
@. SReer SCnm. 9ei Ibam Soniceru6 (f 1586) nod^ mit altem fnrjen e in 
ber erfien SortBfilfte fottie nrf))riing(i4em rid^ttgen 4 in ber {weiten 3Rerrettidft 
nnb fo no4 Wetterauif^ MSrddch, Merch, Morch, aber Bei SRi^aet ^err im 
oerbentf(Bten 9(f erwert (SoInmeQe (1588) f^on me er rettig, unb gegen ober um 
1500 im voc. ineip. ieuL fdl n6^ merretig; 1469 mitte(r^eimf<!( mit Übergang 
bef e in i ber mirretioh (voe, ex quo), mbb. ber merretich, aBb. ber meriratich, 
merratih, merratich, b. B-' ttBerfeeifd^er, über bat äReer (a^b. meri) )u nn6 ge« 
temmener 9tettig (f. b.), unb bie bem 9^ettig 8Bn(i4 Beigenb«f4arfe ®nr|e( 
ift ber geniegBare xi^eil ber VfCanje. tlmnBgIi4 tann ba6 ®ort mit SRSBte 
(a(b. m4nhk) » @tnte, ober gar mit aBb. marah, marcli, » ^ferb )nfammen« 
gefett fein, oBglei^ bie Cngianber hoiBe-radish b. i 9toB-, $ferberettig fagen. 
C« erffl^eint bieg eben nur al6 eine anbere Benennung. 6. anä^ StxtttL 

beraSeerfd^aum, — e^, ol^ne ^(. : ©(i^aum bom OKeer; 9rt ®pz<t^ 
\tm, bie man }u ZabaUpfei^tnTipftn ))erarbeitet. 9)at)on ba6 Slbi. 
meerfd^aumen. ^i^f^^^^^^f- * ^^ äßeerf (l^attmto))f. 

€i. äReer 9nm. SReerfd^aum (8og Obiigee 5, 408), 1482 mersohewin 
(«oe. iheut. 81. t2*), 1475 clet)if4 meersohiiTm, = ^^nm be6 äReere«. fßon 
ber @teinart na^ ib^cm 91n6feBen, inbem man fie, bie man Balb na^ beginn be6 
18. 9aH. Derarbeitete, erfl, wie 1784 Bei eteinBa^ II, 898 ba6 9bi. „meer* 
f 4<k D m en , [lat.] ez holos^ohne parfttoB^ Bei ^SR eerf^anm, [lal] lanügo maris, 
ludoiAdme'' [b. i. ^fl^anm be6 SReere«] feigen bttrfte, fttr t)erB2irteten @4aum 
t»om SRcere Bielt. 

baö a»eetf<!^tDein, — c«, ?I. — e, ber gemeine DeH)]&in. ba« SWeer* 
fd^toeittd^en, — «, ^t. mie ©ing., eine «rt 5RaBet^ier. 

6. aReer 9nm. 2)iefer 9{ame ilReerf<i(weind(en, wet( bat S^^ier im 16. 
3aBrt. fiBer ba6 äReer, nSmIi(B au6 ©ttbamerica, an un« getommen ift unb ein 
iBwax^m, wie ein iunge6 @4wein, ffUxtn lägt, au(B biefem fonfl Sonett. äRan 
gebnraitt in KnfeWg ber itlein^eit be6 Xlfittt^ ba6 2)iminutib; benn bie nutoer« 



48 * 9Ra| — aRauet 

ber SBla^ = taube (Sxbt, <Bttimxt, taube« (St). SHiäft )>cn matt 
ber aWaften, ~«, ^I. »ieSiusv eigenta^ berüWdfte, -n«, ?t.— n : 
bönuer au« ©äffet unb SKcl^I bereiteter Ofterfu(^en ber 3uben. 

Sei Sbelung fe^It bae S^ort, unb (Sampe ^at gegen beu geläufigen ®ebrau4 
Me 9)^dte, $1. — n. 1482 ber matz {voe, theut, Q(. t7*) flatt matze, nnb ber 
matzenkach (ebenba SB(. z4*) flatt matzenkuoohe ber ÜRdtenTud^eu. Vu« 
ber ^pvaätt unferer 3uben aufgenommen, xoo mazzo, wel^e? ^ebr. btc maufth 
(p)tfQ) = ungefSuerte« SBrüt, wie e9 bte 3uben ju Oflern effen. 

ber awdfter, —9, ^1. tDie @ing. : trorfen geworbene gä^e geud^tiflfelt 
in ben 8(ugentpinle(n unb an ben SBimt)ern. 

3n ber ffictterau, foü aber au4 im @4n)2i6tf4en torlommen (f. €$4Qttb 81). 
8ei Dasypddku 882*' äßa^, 1482 ber „ma so her oder greck in den aagen, 
[lat] pitnita«' (voc theut. ei t 7") unb mesoher (ebenba ^l ¥2*»). SBof^er 
t^ bad Sort? 

bie aWd^foft, $U — en : frafttofer, feiger ÜRenfc^. 

92orbbetttf4 betont äJ^a^fd^. (Sin niebriger, unantSnbiger fCnVbrud. Vlctäi 
$Bfer Sfierrei^. S3tb4 n, 240 in öfierrei^ ^ei* ^Ra^fofe. 2)er erfle X^eit ber 
Bufammenfe^nng ifi ber au^ }ur Qejeicl^unng eine9 einfältigen S^enf^en gebrauste 
(f. aRat2)aßann«name9Rat^e9, 3^atbi«,b. t. aii^attbSu«, a^att^ia«, ntd^t 
aber ber alte beutf^e SIRanndname ^a% (f. ebenba), benn au« bem 3abr 1629 
finbet fl4 bei Sbrian a)>2ittbet(ungen au« ^anbf Triften @. 314 neben Sbnli^en 
groben @4im))f»Srtern (tgl. $unb«fott) bie äßatbe« fofe = ^a^nxtx (?). 
2)er ioeite Xfitxl bagegen i^ ein« mit bem ^weiten jene« $unb«fott, nnb ba« 
i, mofUr wegen ber jriir}e be« u neub. tt, b<tt, ba e< ^ier toorbod^beutfd^er Saut« 
flanb xfi, fl^ regelre^t bo^beutf^ in ^ fortgef^oben, eine 8erf($iebttng, xotldit 
bei bem Sporte auger ber Bufammenfefeung f(](on im voc ihmt. ton 1482 9(. i5* 
tortommt. — Otnabrfldif^ SRatt)um))e ifl glei^er 8i(bung u. 9ebeutnng. 

maüen, ba« 93erbum gur ®e}eici(^nung be« gemö^nüd^en ©d^reien« ber 
fta^e. ÜbUd^^er miauen. Und) maüjen, matt n gen. 

3ene< manen (@4iIIer SSall. Sager 9) finbet fi^ fd^on 1678 bei j^ramer 
tentfd^'itol. ffiortb. 765'» unb ifl m^b. (14. 3abr^.) mftwen, wel^e« au4 tom 
@4reien fa^enartiger "Siittt überbauet fle^t, }. 8. be« SBwen. 2)a« SBort {limmt 
mit bem @d^rei be« X^itxt^. ^. anifi maun}en. 

bie SDtauer, $1. — n : fteineme SBanb. mauern. 3uf^i>it^^^f- • ^^^ 
aßatierbted^er = ftrieg«n)erfjeug )um (ginftogen einer aRauer; 
betaKattert)feffet, eine auf aR a ue r n , gelfen tc. toacl^fettbe ^flanae 
mit (t)feff er artig) beigenbem ®afte^ sfidum acre; bie Wlantt^ 
fd^malbe == in SRauerl^bl^ten niftenbe ©d^watbe; ber aßaüer^ 
\p'e6)t, m aWauern ttettcrnbe ^pedftaxt 3wfömmenf. mit maucru 
ift bie SKaiier feite (ett = äü) = Äette gum «Kauern, früher (gu^ 
fammengef. mit aRaurer) bie SKaitrerfeUe« 

SRaucr flebt flatt SKaur, wie ber voc theut. bon 1482 bat unb ).8. Sutber 
fd^etbt; bo<t au^ fd^ou mit bem wo( bee Siodaute« wegen )wif4enein toor r ge« 
fd^obencn unorganif^en e bei Silbern« diotionir. Ql L12^ u. bb4*' mawer, 
1469 mittelrbeinifd^ bie müer wie ber mClerer (Stauer er) im voc e» jvo, 1471 
mittelb. m&er. SD^^b. bie müre, mta, abb. u. altfSdtf. bie müra, altfrief. bie 



flRottfe — Vlantbtat 48 

mAn, OMgelfS^f. lt. altt»vb. ber mtr, an« bem gld^Bcb. (ot ber rnfhns. 2)ie 
9otW4e tmb alfo eigtntlt^ bentf^ ^enetmimg »av bie Tadätjiu, ober @teinban 
ttstbe «on ben alten 2)entf(l^ a(« etma« rKmif^e« angefel^cn (DgL SBein^otb 
bentf^e Stauen 6. 832). 2)ag Serbnm manern, eb^em urf^irttnga^er manren, 
botet im SDKttelbo^bentfi^en mdren, an« bem glei^beb., t>on ienem kt. rnftroB 
abgeleiteten mttteVat. mfixftre. IBgl. on^ SKattrcr 6tatt HRauerbreitcr fagte 
man int «Itbo^bentWen bie mdxprShliA b. i. nenb. bie maütthx'i^t; für 
9Rauer)»feffet, 1678 8ßanr))feffer, 1482 mMiwisteinpfeffer (voe. theuL 
91 t?!»); ffir SRanerf^koalbe im 16. SabTb- mantf^ioalben. 
bte attaiile, o^ne ?L : ßl^menbc gußftronf^ett be« ?ferbe«. 

9^ mit ^o^bentf^em 2)it>btbong an bie nicberb. gorm bie make (mit n ss 
mbb. ft), 1476 detoifd^ ninyoken {llsuthonüta); mbb. aber bie milche (Irmtmdob 
@. 192, 835, 2. 8gt. Haupt Zeitschr. VI, 487), iDona^ a(fo bie ri^tige nnb 
retn«bo4b. gorm äRaucfe tauten mfl^e. 2)nnne6 Urf))rnnge«. 
bie aßaitle = ©eCbkoerben nnb !Corrett ^Suflger turnet @d^cffe aitt 
SSBeinftocf. Ob t^ieHeid^t ftürgung aM tat mücor » 

64imme(, an^ (M bem SBeinflod rinnenbe, tbm f^Sbli^e geud^ttglett? 
We SRaiile, ^^ — n : rteiinlici^et) Ort juin «ufbeipa^ren, 

|ttn5<t9 ber tlpfü, be6 Obfie«. 9^bnnanf»Srt« na^ @4maben Dorgebmngen. 

Sitf mittetni^crL (16. SabrbO mnyk b. i. molk, mit unterbrUcftem d ang ben 

Sfteren l»ortommenben mnydick ober beffer maedeke, madeke (har. belg, YU, 

19*. gl heig, 72f.), s= Ort |nm Vttfbcmabren beg Db^e«, me(^ ein« mit 

SRnti<f 2 (f. b.). (S^Iei^ermeife jetgt mittelnieberl. muyok = mi(b, mei^, 

Unterbrttcfnng eineg d, berni eg i^ bag branbenburgifdfte, berlinif^e (na^ D«far 

Sfinide) mgdike s teiggeiDorben. 

\M aßaul, -c«, $L 3»8iiter, too« SDUuIefel (f.b.), ^t^icr (f.b.). 

8Sng9 t>eraltet; aber 1781 t)on !6o6 (Obfigee 6, 68. 88. lll. 258. 816. 1, 2) 

ement, obne 9eifafl[ )n finben. ^flg Bei Sntber. W/ti. ber u. bann bag mül, 

an4 (in bem bentfiben 8ret)ier ang bem 14. 3abrbv Giegner 9f., 81. 110*) 

ber maTle b. i. mgle, abb. n. angelfS^f. ber mfti, an« (at ber mtdns » ^wal» 

tbier, SRanlefet 

bo« aßaul, — e8, $(. WivXtt : £)ffnttng be8 fto))fe9 jitm (Eittne^mett 

ber^SRal^Tung. S5on SWenfcl^en unebeL @. aud^ aw Sit teilen «nm. 

9R(b. bag mül [$I. 1314 mtQer, ebenfott)p( im 14. Sa^rb. minier (?)]» 
an4 bag mtde, abb. (fetten) bie mCQa, felbfl no4 mittelb. bie müle (Lampreeht 
Alex. 4283), attjfrief. ber müla, altnorb. ber müU, gotb« bog mAnl (? f. 
0rimm ^amm. P, 101), todä^t» Itifit |n erf^Iiegen ang getb. &tfnmiOui « 
bog SlanI toerbinben )nr Cntboftfamfeit Don gntter, ^peife. 2)nnlleg Urf)»mngeg. 
ber SWatiloffe, — n, ^t. — n : butnmet, aftemer Oaffer, 

etg. loer in bnmmer Qcrmnnbemng ober Srmartnng mit anfgef))errtem äRanle 
gafft ober toeroeilt. 2)er Vff e galt ben alten 2)entf4en fitr ein bnmmeg SGfttt, 
mcgbolb an4 bag SBort )nr Oesei^nnng eineg X^oren, eineg )nm (^efpBtte bienen- 
ben SRenf^en gebrannt »irb (f. 9ff n. Oand^); baber SRanlaffe, iD'^antaff, 
nnb f^en im lö. Sabrbnnbcrt ber manlaffe {Butnaehup. 589, 18) alg €M^eIte, 
mbb. (18. 3abrb.) mit SD^nnb snfammengef. ber mondaffe {Virginal 230, 8). 

bleaRaiilbeere, ^L — tt, eine belannte, au9 einet jttfajnmettgefe^ten 
fügen Seere befte^etiben Sountfntc^t ber aßatitbeerbaum. 

«cit««^, Oartcrtn«. 4. «all. 8. e». 4 



50 Wbü^tn -> aRottltwininel 

ÜBet ba« »eibli^e C^ef^Ie^t t)on 8eeTe f. biefe9 CBovt. SRautBeere i|l m^b. 
(15. Sal^r^O ba« mfüber, f))St-a(b. (12. Sa^r^.) ba« mülbere , früher ü(ne (Sr- 
koei(!(utig be8 r in mür )u 1 ba9 mürperi, suerfimdrperi; SDi^au Tb e erBaum ft>St' 
tnfib. (15. 3a(rl^.) mülberbonm, 1469 tnittefr^in. eyn mltlber bäume {voe. ex 
^[uo)j = ber ha9 mülber tragenbe earnn, tootber im frttben SRbb. (iS. 9abtbO 
cinfaiffr unb ongemeffener (tgl. SorBeerBanm in ber 9nm. )u SotBeer) Bloß 
ber mfilboTim neben mürbonm, abb. mtUponm, -boum neben SUerem mürpomn, 
-panm, -bonm, mit unenoei^tem r. W)^, mftr-, mdr- aber flberlam an9 tat 
ba9 mdrtim = Stanlbeere, bie rndroB » SDftanTBeerBanm. 
ia^ Wl^vilöfen, -9, $(. \s>it ®{ng. : Iteine« aßau(; }artli(9^er ftug 
t)on 8i<)pcn auf 8ipt3en (©»tl^e I, 21). 

2)tm. Don Tlanl, in ber erflen «eb. ebler, al9 biefe«, in ber }»eiten ). 8. 
in ber SBetteran an4 äl'laul, bod^ biefe« mit2)erbbeit gebraust. ST^Kufi^en« 
Jtng neben ^ai'^ttnbgen" (j^ramer teutf4-ita(. SSortb. 766^), 1691 äReuI^en 
(@tieler @)>. 1307). ®ie iene« SD^flnbd^en bei JTramer, ober an^ f^on 1475 
cleDif^ montken. 

maulen « untDiSig, unjufrieben bad aRaul fangen (äffen. 

1678 ;,maulen, ein (rnmme« SRanl ma^tn" (jiramer tentf4«ita(. SortB. 
766*"). SRbb. mülen (?), a^b. müldn (?), toon a^b. bie müU (f. Tlanl 2). 

ber aRaul ef et, — «, $t. tote @ing. : »aftarbt^iet t>cn ^ngft unb 
ejetin. bie aRaütefetin, 1556 mauleglin (Fnaius 847*). 

SD^antefel im 15. 3a^r^. ber mülesel {ÄUsfoert e. 287, 16), »ie ^auU 
tbier unb mit biefem gtei^beb. bann Bei Dcttypödmu, IririttB, aXaaler, 9bam 
Sonicern« im J(rSnterBu4 für ba« Sttere einfädle ha9 Wtan\, mbb. mfd (f. 
äßaul 1). 9Heber(. ber mnilezel. 

maulfaul = faul jum Weben, toottfaul. (Sötl^e I, 140. 

mäütlg, in bid*, groß^, l^drtmäutig ic, »bi. tjon aWaul 2. 

ber aRaülforB = ftcrB t)or bem 3Waule gegen Steffen ober ©eigen. 

Dasypödiui 882'». /Sorr^Snu« dictionlU*. 161 h7^. 9aeberl. bie moilkorf. 

ba9 Wtanlpfixt>, m9 aRault^ier. 8ei Sut^er 1 aßof. 36, 24^ 
foiDie Bei VIBernd diotionAr. ei Aa8* ,,einn maul, ober maulefel, maul« 

pftth." eonft bat Sutber in feiner 8ibelttberfetung Blog ba6 SRanl (f. SKtnl l). 

92ieberISnbifd(, t>ienei4t na^ bem ^oil^bentfd^en, ber mtdlpaard. 
bie aRaiilrofe «= ®artet(mat))e. ilBetterauifcl(^. @. aßatt^e. 
bie ^attlf(!^elle (eU » mi $t«— n: fc^altenber ®(!^tag mit ber 

flad^en $anb auf bad aRaul. @. bie ®äftlU. 

1605 IDtatttf^eft (.SuMm ital.-teiitf4. DietionAr. IdS«"). 8ei I>a§yp6dm» 
in ber tlu«g. i». 1587 no<t ni^t, aber in S)nufcn na^ be6 8erfaffer6 S^obe (1559) 
finbet fl4 ä^attlf^eUe. 
ba« aRauttl^ier, — e«, $1. — e : öcn (gfel u, ©tute erjeugte« 5C^icr. 
dxft 1505 bad mnltyer («oc gmmagmmdr, 8(. y7«), toon koesterem l^egriffe 
(f. a^anUfet n. SDi^ant 1). 
bie aRaultrommel, ^l. — n : einer Irommel (f. b.) ä^nlid^ brum^ 
menbe« eifemeö Xonwerfjeug, toetd^e« jtDifd^en ben S&^ntn, atfo im 
aßaule gcf<)ieft toirb. 1678 aRauttrummet bei ßramer 

tentf4-ital. föortb. 766^; Bei @4n)>))in6 (f 1661) «bie SRanlbrnrnme.'' 



SRauttMirf — 9K<mter!e1Ie 51 

berSRaiiltoitrf , --ed, % aRaubofirfe, ein BetetmM bie (Erbe butd^ 
grainibe« utib aufioerfeitbed esuget^ier, tat. Ülpa. 

CM^ü« i« 16. 3A^r(., tunnentlt^ in ber gmetteti ^(fte bc«fet6cn , bcr 9lan(- 
tttttff Q. ^otticern« IhrHntctbn« 81. ^^9% ftfl^er toie bei Snt^er (8 »Ref. 11, 
80) bcr Vtautttorff, fefbllf^en inetnemvoe. boiil429m«illwonir(64inener 
JI, 566); M maaltt (1561), Doji/p^dm, iSbr^liNM, illtmtav (1614) SRanl- 
tttT^; 1483 «maulwor ff oder moltwftrff* {voe, theuL $bl ii6*), mralwftrffe 
V. moltwteffe (ebenba 8(. t?*"), 1414 multwnrff (Diefmtback gloaOr. 572*"), 
moltwozff {Di^enbaeh Wtbohyon 1470 ep. 268), 1540 aRorttoerff (HIBeTlt« 
dictiofnAr. 9(. bl*), 1505 moUwerff, molweiff {voe. gemmagenmiär. 8(. B8*); 
n^b. ber inoltirirf, (mit ^Emei^nng be6 r )tt 1) ber mülwSlf (ARtme«. ü, 885^ 
8» 1), im 14: 9a^r(. an^ ber maolwerf (Jfe^an^y 160, 21) b. i. mAlwerf, 4^b. 
ber moltw6xf {gl Jtm. 270^ multnurf (Diui. m, 228) b. i. multworf (?), müw6rf 
(gl trevir. 4, 10), milw6rfe (SumerL 18, 15), mfiw6r£o, müuzf. Uri|)rfln6li4 
mit IBa^rf^einlicifeit ber mnlt-, moltw6rfo, b. L (Stbkoerfer (Crbauftoerfer), jn« 
fommengef. l) axa bem bon bem $art $rSt. (got^. mnUiui, aVt. moUa) be6 
i»er{omeit got^ Snr^elberbttm« miUA (f. mahlen l) miüelfl -d, a(b. -t, abge- 
leiteten, go«^. bie mnlda « 6tinb, a(b. bie molto » 6tanb, (Srbe, ^bboben 
(f. SRotte), nnb 2) au9 einem regefre^t gebilbeten, menn glei^ ni^t me^r na4« 
Itttoeifenben a^. ber w6rfo = SBerfer bün a(b. w6rfSui merfen. S)ie gorm 
'mnrf« a^b. -woif nnb mit ttnterbrfidhrag be6 w bloß -nrf, Bilbete M, inbem, 
unter bem Sinfinffe be6 boranfge^enben w, o in n iberf^Ing, au6 einem -worf 
ndb bieS unter bemfelben Cinflnffe an6 -wirfo, gelttrgt -wirf, loie a^. woU 
nnfer mpl, woohA föod^e anfl frfl^ren w61a, wMi* (wfthlm) l^erborg^ngen 
ilttb; fU 10 a(fo «>ott nnfere» ber ®nrf (f. b.) berf^eben. iSKei^e S^erf^en^eit 
b«n nnferem b«l SKanl (f. b.) jeiftt fl^ ^ier in ber erften f^fit mU Wlanl, 
bcnn btefc« gieng bunl^ Unterbriidung be6 t, mü- aber no^ mtttel|l Untetbrildnng 
bei 1 ^en»or {t^l (Slrimm 9ramm. U, 406), inbem boi nrfprttngliife u be6 
a^b. bie molta «Heber )nm Vorfi^ein !am nnb ferner b. 1^. long {t ss vtffb. an) 
mmbe. Cnt^eHnng »ber ttmbilbnng anl Vhdber^anb ISgt m f^on bamm ni^t 
ame^nien, »eil eben biefe6 a^b. bie molta ein lebenbige« nnb gel&nflge« ®ort i^. 
2)ie metteraniffte gorm ber MoDkoarf [mit k an6 qn flatt tw (t>gt Duar!, 
qner)] i|l l^ü^bentf^ SRoItmorf )n fd^reiben, wel^e %otm an4 oben aI6 Slter« 
nento($bentf4 angefttirt »nrbe. S>er etnfo^e iRame be6 SRonlmnrfe« ip ber in 
«aiKtn borlommenbe ber 64'ev, a^b. soSro (f. e^ermanl). 

noungen, in ber SBo(t9f)>ra(!^e für maujen (f. b.}; [bann in Hn^ 
loenbnnfl :] U&iüit ti^WL Wt e{ngefd(^olftenem n itod^ an. 

bet SKanrer, — «, ?t. »ie Steg., iö^Uppnib ber SWanerer : bft 
eine SRaner (f. b.) mad^enbe ^anbtDerlet. SR^b. ber nfinere, 

mftrer, a^b. ber mfirari, mfträri, an6 be« gtei^beb. bo|t tat. ber mfiniB ss 
Slotter (f. b.) abgdeitetcn mittellat ber sHttrftrins. S)a6 nnorgonift )koif^en« 
eingef^obene e in SRaner unterbleibt in SD^anrer, obglei^ e6 fl4 in bem 
«mfterer«' (b. i. uenb. äHaurer) be6 mittelr^einif^en voe. ex quo teti 1469 
bereite flnbet 1678 mit Umlaut ber aitSurer (jiramer teutf^-ital. S^ortb. 767«'), 
bo4 ^te feiten. 

bie a»aurfrlel(e (eil = ütt), ^ente aUanerlede, l Wtantx. 

1678 mit Umloat »tturertelle (liramer tentf^-ital. ffiortb. 767). 8gl. 
Wanrer. 

4» 



5ä SKanft — inftttfen 

bitWlan9, % aßfiiife, ein (elannted tteine« ©Sugeti^ier. 

9{eben9art : ^S)ft Beigt bie Ttau9 feinen gaben ab" » ba fe^It nt^t bod 
aninbelie, barf ni^t ba9 aotinbefte fehlen; eigentli^ wol f. b. a. ba i|l ni^t« ber- 
uht, ni($t0 )tt berte^jen. üR^b., a(bv angelffii^fv altnorb. bie müs ($(. mfib. minse), 
iiberetnfHntmenb mit lat. ber u. bie mdsi gv. ber m^ (iuv^X altfla». ber mtUch's', 
niff. bie müsoh*, potn. bie mysz, bS^ni. bie myi, fanffr. ber mÜBcha(B). 2)ie 
SSurgel ieigt fid^ in fanffr. mfUch, mosch, » ^e^Ien, nnb berfelben ^t^M au4 
mösido, muBido (?), = 16ecattbung in bent in ber lex wUea fle^enben ohröomoBido 
= Sei(](enBerattBnng an (togL 3acob <9rinini IBorrebe inWtttttt9 lüt«g. ber 
lex ealica @. 4df.). 

bic aRau«, ^L SKäüfc : bie «rm^ gu^muffel; aRuffettottcn unterl^atb 
be^ S)aumen9 in ber $anb. 

Wlfilb., a^b. n. angelfSd^f. bie müs ($(. a(b. müsi), sr SD^^uffef jnmal bed O^eramted, 
2)aumenmuffel, STlnffel. (Sind mit bem bor^erge^enben bie Wlau9 unb na^ 
einem bon bem Ti^ittt (hergenommenen 8ilbe, bieüei^t ber mau02i(n(i4 bekoeg« 
li^en ^vWnng, benannt. 9Cn4 im ©rie^if^en ber m^ (fivg), nnb für Iateinif4 
mÜB f))ri4t bad 2)iminntit ber müscolos [eig. = äJJ&nCcfen] , »üran« rnifer 
iDiffenWaftti* bentfe^e« 2R uff er (f. b.). 

mäudd^enftitt, abi. u. «bb,, f. mauöpitl. 

ber ÜRaüöbre« (ecf— äd), Keffer aßäüfebre« (f. b.). 

bie aJiaiife = gebertoec^fcl be« aScgett, fatfc!^ ftatt SKauße (f. b.)- 

ber SOtäüfeborn, eine ^fKanje mit @tad^e(n (IDcrnen) an ben Slatt^^ 
ff>i^en/ ruscus aculefttas. 

1661 bei 8o(f ^SnterB. Wltü%hovn. Überfe^ung t>on gr.«tat. ber myaoänthos, 
gr. ber myikanthos (jxvdxavd'og); aber man ^Sngte arn^ bie VfUmje )ttm Sleifc^e 
in ben @4omfiein, nm bie gÜebermSnfe {&ptdm^nU) h^ t}erf4€u4en (f. 
Soniceru« JfrSuterb. 8f. 110'*). 3nfammengef. mit ^ani (f. äRSnfebrecI). 

ber aWäufcbre« (ed = äcf) == Sot^Küm^d&en ber Wtan^. 

9to|l ber teufet 10. ®8t^e Y, 95. xm, 67. tlter^n^b. ber menOtrftck, 
«brS(f , meuBtreck tc, f))St-m(b. ber müstrek b. i. miasedrec (?), 3ttfammengef. 
mit m^b. n. a^b. bie müs Wtan9, tDt\6}t9 al9 erfle« ®ort einer m^b. 3ufam« 
menfe^ung feiner 2)ecIination na^ 3U miose- koirb. ITBer 1482 umloutlo« 
mawOdreck, f|)St'a^b. (12. Sal^r^.) müsdrech. 

ber aWätifefra^ = ba« (ücr^eerenbc) «Bfrcffcn ber STOäufe. 

Uneigenttifte gufammenfe^nng mit bem ©enitib be« tpinrat«. ftffo ni($t ber 
SWanfefrag ober aWanÄfrag. 

ba« aWäüfeflift = ®ift für bie 2»8nfe. 

1711 bei 9f2ebl ein 628*ba« 2tt fing gif ft. Sufammengef. mit bem iptiaR Kufe. 

ba« aßäüfelod^., aud^ 3»an«Ic^ (f. b.). 

manfen = 1) eine 2Ranö, ÜRöufe fangen; 2) (toie bie ftafee STOäufe 
fängt) fcl^Ieid^cnb, in ber ©titte nnb getoanbt ftel^ten. 

2)iefe 8eb. f^on bei $an9 @a49 nnb bei Bibern« [„ber ba mauft, 
fedel abf^neibt'' (dictionftr. 161. B2^)]; bei ienem anäi bie mang = QbUe ber 
^d^neiber. SR^b. müsen = SRSnfe fangen (Benner 18282), bamt langfam unb 
leife ge^en, mtmerfli^ nnb f)>S(enb f^fei^en (Bslhlmg 2, 708. 5, 45. Sermer 12395. 
Wolkenstem \flT, 71, 1, 9), »el^e «eb. in S)n(fmSufer (f. b.) betoa^ \fi mtb 
M <tu4 nod^ in bem SUer«n^b. manfen jeigt, enbli^ im Wft* toeiter f. d. o. 
lifÜg fein, betriegen (GeeammtaberUeuer n, @. 282, 195). 



fl4 mosfai — non^fHO 63 

fi(^ maitfen, falfd^ ftatt \i6f mausen (f. b.). 

bod aSSttf enifft, att^ aRoiifenef), SKau^näft (f. b.). 

fid^ maüf ctn, toon bcn SSbfletn, fal\d) ftatt fic^ maugetn (f. b.). 

maitfetobt, Beffer ol^ne ^ufatnmenfe^ung^bocat mau^tobt, s tobt 
tsie eine iröattd, b. 1^. ganj ol^ne iDeitere }U(Ienbe Seben^tegung. 
Sgl. tobt. 2)a« Hbj. ^man«tobt'' bereit« 1691 bei €ltieter &p. 3292. 

mait«fa^( = Haggratt toie eine 3ßatt9. bieSDtaü^fatle, $(. — n. 
mau^farben^ mau^farbig. 

S>a9 Hbi. mauefa^t trat ffatt mSufefa^t ein, mt^eO 1734 bei 6teinba4 
I, 862 nnb fclbff f<ton 1716 bei Subwig ^. 1224 fidf flnbet. gltr aRautfalle 
bei Htberu« dictionAr. 81. 112' na^ toetteranif^er SDlunbart bie ^meugfad''; 
be4 tKrmeiben loir im ^o^bentf^en bie ISKSuf ef alte, mit benn 1482 bie maußfall 
(we. <A«iit. 81. t7*), mbb. bie m^bBraUe, ml^aUe, b. i «bb. a^aEtfatle, unb 
er^ ft)5t-inbb. einmal bie mnsefall {Kolmarer B$, @. 894, 28) b. i. miiueYalle (?), 
nbb. aHtSnfefalle, Dorlommt, abb. bie mCLsfallA, -vallA, b. i. SRantfatle. 2)ie 
Hb), mausfarben, «farbig finb neubo^beutfd^; im t[(tbo4bentf4en fagte man 
rnftsfaro mit mSnnß^er ünbnng mOsfarawdr, koorauf mit 8erftSr(ung be< w ^n 
b (f. £) )ner1l ein manafarb (Jt ramer tentfd^'ttal. föortb. 767*) geworben 
fein mufi, bo4 bei Bibern« a. a. O. mengfarb. 

maiifig in „fld^ ntaufig mad^en" = jid^ led außetttd^ j^erbort^un, 
o^ne bag ettoad red^te^ bal^inter ift ober boäf gu fein fc^eint, 

). 8. ®8tbe XXX, 22. 2)ie 9teben«art f^on 1691 bei @tie(er ^p. 1259 
toertei^net 2)a« 9(bi. manfig aber, bifi* nö^ttg mangtg, t)on M maugen 
(f. b.), beb. „bie gebem we^fefob" (»gl. ©tieler @^. 1268), toobet bier „yam 
^an8)>tt4en^ jn ber|le(fen i^, »ie benn fi(b iene9 man gen aud^ bilblid^ in bem 
6inne ,,{14 (bem Sogel in bem gebcnoe^fel berglei^bar) neu betau«)}u4}en'' u. 
bgl. toortommt. S^ttft im 16. 3abrb. anftan^enb, in toel^em sich mausig 
machen s mit Übergebung fld^ M berDortbnn, jid^ bertoort^uenb Ud gegenüber« 
treten, an4 mit <9en. beffen (ber @a4e), morüber biefe« ^i^^ertoortbun ^attfUibet 
(f. ZSrnmerische Chronik m, 481, 18) ; m^b. mü^ic (?). 

bie 3Saüdta^e = gut maufenbe St^%t. 

1716 bei Submig €i)). 1224 bie äRanfefa^e. Bnfammengef. mit maufen. 
ba« mo^utUi^, ba« aßau^neft, beffer ba9 3ilH\tU6i, ^neft. 

8ei 9Ibertt8 dictioiiftr. 81. 112* mengIo(b, 1485 müseloch (StrcM Bei- 
üftge 6. 111) b.i minBeloch (?), nnb 1716 9R2ittfenefl (Submig @)). 1224), 
1482 maoOntet (noc iheiU, 8(. t7^) b. i maomSst, mitteCb. im 15. ^abr^ 
rnftsenest b. i. miiueneBt. 8gl. ^avi^ 1 Snm. 

ba« äßaü^ol^r, im S)im. aRaü«b^r(!^en, bie ^flanje myosdüs. 

1482 im «oc «Aetit 81. t7^ mauSor (fo )U lefen ftatt maOor) b. i. maosdr, 
abb. ba8 mtbdrft, na^ ben bebaarten, bem Dbt einer 8ff{anO't>ergIci4baren grünen 
8Ifituben benannt, tt>e«b<klb an4 bei bem bentftben 9}amen,in ben Stoffen ber 
lateinif^e herba pildsa ober Mog pildsa = bie gärige fi4 finbet. Xncb iener 
gr.«Iat ftamz bie myosdüs, gr. bie myosOtis (jjLvoaanlq)^ )ufammengef. an8 gr. 
ber m^ {ftvq\ ®en. myös {ßvSq), » SDtan9 nnb ba8 ds {ovq), ®en. 6t<$B 
(^iq) = Obr, ift m8rtli<b aftansobr. 
manefliU (©exilier maU. Saget 9) = ftiß »ie eine aBau«. «gL 
mSn^d^enftilL 



54 SRantc — 0r«| 

1716 Bei 8nbi0i0 e^ 1324 mduUftiU, 1711 (et IISbfein6S8* niaiife' 
ftilU, mnttermaitfelliUe, 1709 mautfline {CatUlK 6. 1880^, 1678 (ei 
Stxamtx teutf^-itol. CBortb. 767*" mau6|ti(f. 
bie aßauge, o^ne $L: f$ebettt>e(!^fel be6 $oge(«, Häutung ber ®c^Iange, 
©d^alenioed^fel be6 firebfe«; 3eit biefe6 XBed^feM. SBon fid^ maugen 
= bie t^ebern med^febt an neuer ftbv)>erbebe(Iung, au^ bcn ®(!^tangen 
unb ftrebfen (bgt. fid^ m fitem), toenn iene bie $aut unb biefe bie 
®6)aU toed^fetn. 3ßit, mie e« fd^eint, eingef d^obenem r aud^ im 9i^b. : 
fid^ maügern. 

®i4 mattgen ifl mib. sioh mi^en t>on fß^tla (MmnM. n, 338% 4, 2), 

eigentli^ « toe^felnb fl^ Hnbem (Jfinne«. I, 308% 8, 6), ba6 reflctfa» gejetste 

mük^en «= we<l(fe(n, tauften, a(b. mftsdn n. altniebecb. mfttdn «e Snbem, MtSitbern, 

toei^fedi, «16 Ut. mftUire as finbem, Dcvttnbent, mc4feln, beffen t ^4 i» %lu 

(o4bentf4eti regetre^t in $ (§) fortfifob unb att6 beffen -Are bet Siegel gemäg 

im 2)cntf4en -dn lourbe. 2)ie aRange i^ m^b. bie mtL^e » ba6 avtanlen, 

$ant«, 9aome4fc( ber 9{atttc nü6i, a^b. bie mü;a(?). 9ber flatt maugig [o^b. 

müsto ae )um Seifet ge^Srig] f treibt man aOgemein man f ig (f. b.), tt>e(4e6 

Ic^t befonbete ^ebentung ^at. 

bic aßautl^, ?I. — en : «bgabe bon ffiaaren unb ® fitem bei il^rem 

Übergang au6 einem Sanbe6ge6iet in ba6 anbere. !3)abon ber 9ßaüt^«> 

ner « XBaarenjoU^Sinne^mer. ^uf^i^^^tif* - maüt^frei ^s joQ^ 

frei, bie SKaüt^tci^eit = Bofffrei^t. 

^ifl. vi^tig 8Raut, SD^ antner tc; ba6 2)e^nttng6)ei4cn t^ (at ou4 ^ier eigent« 
ft4 (einen @inn. 2>ie äRautb ifl m^b. bie milte, mflt, im 16. Sabr^. an^ 
f. t). a. SRanttpUe, a(b. (in Urfunbcn) bie mClto, got^. [mit an4 fonp bor* 
fommenbem d für u] bie mdto (= 3oQ), an6 bem glei^bebentrnben mittellat. bie 
milta, »e14e6 bon tat. mfttftre s i»etSnbcm, med^feln, ab)n(eiten fein tt)irb. ®et( 
ba6 ®ort im 2)cutf4en grembioort mar, fo berblieb ba6 t, mü^renb biefer «n^« 
^ab, wenn ba6 föort nrf))Tfing(i(!( bentf^ ge»cfen mixt, fl4 im ^ot^bentf^en in 
$ b. i. neu^od^b. | fovtgej^oben (aben »flrbe. 2)o($ fommt Srter*nenbentf4 bie 
Wtan^ neben SRaut [gegen ober nm 1500 im fwc «notp. ieuL 91 ni?" bte 
„maasflen, maate*' » 30II, beffen maussefl attf ein mbb. mü^e neben mute 
f4(ie6en ISgt] bor, aber obne bnn^gebrnngen )n fein, »ie bei anbem gremb« 
toSrtem (bgl. bie Vtange n. fi4 mangen). ^flrnnfer j0lantbner, f^on 1483 
mantner («oc iheuL 81. t7i»), mit feinem nttorganif<l^ett n (f. «ncr), flebt ri^tig 
im lib. ord, rer. bon 1439 eU 7* ber mawter, mbb. ber miltoze (?), milter 
{Philipp Marienleben 5948. 5971), meld^eg bcm bon jleKcm mittellat mftto abge- 
leiteten mitteOat. ber mutirio» « BoQerbeber entft)ri4t, got^. ber mOtaieis « 
Saliner, 
ntaüjen, tt>a6 mauen. ®ett)b]^n(i(i^ ntaunjen (f. b.). 

1678 mantien (j^ramer tentf((*tta(. fBortb. 765*"). Wtkh. mlureien (?), 
mittelH -«"«n« gotb- -at-J-an, bon m^b. mftvren nnferm manen (f. b.) abgeleitet 
iRit eingef^obenem n bann mannsen (f. b.). 
t 3Stciic, ftiirjung bon aßa^imilidn, 3ßann6nante, 

mit romanif^em 1 [benn ital. MassimilULno, fran). llaximülan] au6 (at. & ber 
f^t'Iat. 9{ame Maziminx8nu8 ss bem ®cf4(e4te be6 Maziminos ftogebVrtger, 
atfo bon bem SRanngnamen Maximinna s= bom liUzimuB @tammcnber ober al6 



mapmt — Wt^bMt 55 

60ttt VadCiuiftmeiMr, «Ibfldeitet Don bem JMontifnaiiieti UkumuB b. t. bet tat 
BupedaAi^ miziiaiu « ber gtSfle. 
t bfc SKafime, ¥t- — n : ©ruttbfoft, ©cftinimttna^fltunb. 

64on im 17. 3a(r(. (f. We^cing 588) anfgenominen au« frana. bie mazime 
SS ^ninb«, Se^rfat}, Stegel, mel^e« and mitteüat. bie m^xima (n&'BiIi4 r^gula) 
= ^849er ®niiibfat, bei ben iDlat^ematilent, t)on bem tat. @u))er(. mAzimiu, 
-a, -um, =s ber, bie, ba« grbße. 

t aßajimitian, f. SWaf. 

t ber STOec^dnlctt«, f. bie SWet^dnll. 

t bie Tltd^anit, o^ne $1. : 8ett)egunfld(e^re bet ft'övper; äT^afd^inen« 
(e^re; (Sinricl^tung einer aRaf(!^ine. ber SDte^dnifer s ^anb^ 
lünftter, toogegen beräßecl^dnicud (®en. unberSnbett, $(. ^eötanU 
raffe) = 5Waf(!^iiienrünftter. med^dnifd^ =: trieBtoerM*, ^anbtoertt* 
mS^tg, get9o^n^eit0mSgig. berSOted^^ant^mu^, o^ne $L : SCriebmert. 
fSSLt, att^eiunmcn SDle^aniemuft, an« bem t>ongr. bie mdohanS (^J7;^av]{) 
s CBeifiettg, 9Raf4ine (f. b.)/ abgeleiteten gr.>(at. Sb}. mechinieui « me> 
il^anifd^ [baft na(i bem gr.«tat. Hbj. gebilbet i^], gr. mdchanikda (^^X<^'^<^) =" 
tmflreidt, gef4i<ft# nnb f^on im (Slcie^* ^e^t bie todhlidit %9vm fnb^antiinf<l^ bie 
michanikS (jitixavixii, nSmti^ t^lmd j^nn^), tat. an mechinioa = $ttm% 
SRaf^inen buTti 9erc4nnng unb Xntoenbnng bet 9{atnr!TSfte )n crflnbcn nnb 
infammenjnfeten [»oran< unfer SD^e^anif, 1728 no4 Maohanio], fomiebannim 
Sateinif^en ani bie mSuntid^e in ber meoh^ous fubflantibif^ erf^cint, kooranft 
f4on im 17. 3a(T(. nnfet SRedtanicnd nnb wonaä^ mit abteitenbem -er ge- 
bilbet unfer SRec^anifer. Übrigen« f^eint tbta unfer laKe^Anil )nnä49 ^ber« 
tommen an« bem au» jenem lat. mechibica geworbenen fran). bie m^hanique 
(ie^t m^canique gef^rieben), nnb SRe^anidmnd [f^on 1728] i|l ba«, mie 
iene« 9bi. mechaniciu, toon gr. bie mdohanS {firixavii) abgeleitete fran). ber 
m^chaniame (iefet m^oaniBme) b. i. nenlat ber mechaniBmna. 

SRec^t^ilb (e = &), maltet erf(i^einenb ftatt a»at^ilbe (f. b.)* 

9R^b. Mechtüt, a^b. Mehtüda, Mechthilt, mit Umlaut (e) bnr^ Sinmirtung 
be« i in hilt. 

metfetn (e =8), tjom jtttetnben ^äfttitn bet 3icge, be« Code«. 3ni 
18. 3a^r^. a\x^ f. t). a. in rafci^er SBieberi^oIung ftocfenb \pxtiiftn. 

9tenbo4beutf4; im voe. inap. twt. (gegen ober nm 1500) 8(. n5* m^ckatien, 
»el^e« nenb. med^en fein toilrbe. l6on mbb. ber mecko, toel^e« bei B<mer 14, 8 
aU Spottname (t>gt. fßtxi 9) ool in bem @innc ^.Siegenbod'' fie^t. 1618 
mickem »- toiebern (64ntetler II, 549). 2)te SBur^el (abb. mah) flimmtber 
2aatberf4iebnng gemSg mit gr. mdk Oirjx), nrf)>rüng(t(!^ mak, in mdkiesthai 
(ßiipedea^i), mftkAathai {firjxäa^i), » quSfen, btSfen, medern, mittetlat 
micdre, mib tnirllifl^ ^at ber voe, iheuL t)on 1482 8(. t7'* mechtzen. 

t bie aRebailte (\px. Medällje); $L — n : Säfan^, S)enlmfin}e. 

S)«9 franj. bie m^daüle » 6d^anmfln)e, tseld^ef and bem im V^b. )tt bie 
m^dill, mbb. bie m^ele, « ^loeniger M einen fetter geltenbe Wta^t'^ ge« 
werbenen mitteflat. bie medalia s ein balber 2)enar, eine tieinc Wlünit. ®iefe« 
äbtt ifk an« metdUea, ber loeiHtdffen gorm eine« t>orau«)ufe4}enben nndafflf^n 
fat. %M- meUUeos » ^metallen.'' IBgl. 2)ie) CBtb^ I, 269f. 



3rtc::r=- ^ifff»ii'»^ . Ä :ir : irctf ge g i dtrc ctcn> = WtUModtßo, 
MB ^5ff^ :=nr :leniBanfi, 2011 >nr ^mfifcrnr; ba« aRebian* 
.Mji. == :ancr n: äocä cot THIüpfarr Se ,ctÄi 17—18 3üff 
.'^' ui: I — ^ ;;oii :rnr). 

^» mivL im :ear iJt. Ibt HwiifatiB ^ ix ber Wut icpritt^^ «m 
w. •-— «»*=^^3mttniarrfii«btiifc iRebtax-^A^ier tedtt 1709 Id ChiteOi 

>ti »tv T. 3» a : ^nümtteflc^ lrprt^ ^ftuib«; Irjiici, 

.^•BfcSfe Tr; • > ::iai, Äi.^ ^ ^iir 9rpei ge^crig, ttHmnt jitfam« 

IM- ^ 1??.^' lai-, ewtcbt = am^terarmcl^, ber a»fb^^ 

. . ^ Äc nein er = ric ^eiffunbe Stnbietciiber. 

4r^>. : TMMi i»otciat!(bi, U75 cianf4 bic "»^^^^jn, aal Ut bie 

:» QW loL der atfiew » Izit [mh lot 
Ü- iMdlnlmw » {nr ^dbog ftc|9rtg. 






öfter aig eis ontteSat ber aedici- 
.„ipri». > ^ * t m iMMi tuu nrnviBl as IIOO Ml^ ber nwdicfnMre, a^ ber 

^«, 4r^^ * ^ -^^ % • S t ^ iauntc IftgoBe t>oit @itt Sooltet 
«VK« ^ Kti^nm, xm fbeatü^es tkibeflW e M Cbtr^cs (Stlm«r 865). 
«m^ >«. t m ut « -UM ciMM «tandKUhf ^cfleibe Xatnzalabgabe, dtfS#f. ber 
. ^, -.oM,^ ^ se»iltelcit. <9tftf; 9K». ber a^^iui » 9tbe, aagdfScW. 
V .«A > ■ ii ll fci i^ u ^tMC#i ber m äi fcü y^BBT 9t moidnuur) s ttfbctfrit, 
^«.^ <«t4 '«4i *^i|ir omittciter ^otai^ ^rtmiit 9camm. 111, 335 ber« 
n,„>— '•IM* d ^%if$B 'aüeiiiiSfli MC|a(iftKne ^fecbe gcfi^eiiu lourben", btc 
,u^j r% 4 iM^ ^is -iwiilfi» jii^Hl maikim = mSmtltAc« 9fexb, ber« 

^, ^%v.. c% m. -e : bo^ jrese^ bo« Saab omgebnibe SBoffer; 
..^ ^1^ ^Mbd^ HM^ifetM ^(Boilcnwijfe; [in 9{^b. ouäf bilblid^ :] 
.(jMP JMm«i^ <jty«ttu^ jttiomneBf. : bte 3Meerba<ii>t, 
^044KJ|» i» JKeerett^e^ bte Steerfdit, bo« äReer«^ 
\. N* Äe^taje J. ^.), ber »ecrtettig (f. b.), ber 
:4.ai ^. ^.^ U< Jteerfc^mettt (f. b.)/ bo^ Steer^ 
cii v*- ^.\ ^ «tetfpiiitte (f. b.). bo« SRcerioeib 
>- ' ^**^ '^amn^tr J- b^ bte aReerjioiebet (f. b.) jc. 
'iiaf« : bie :tteere#flitt, «kiM>9e ic 
«tt ai^ (.^Miitt e. 1381^ iMMetf \t^ mtx, aber 
I ^ ^iMMiMnttai» «(b. bti mat, fetten oo^ meie, 
Mc^ «MtW 9Kk^ bie awrai» ittfS^f. bie meri, meberl. 
i^KM^ bte ■MN^ottatcb^ ber nuzr, fHmau fiberem mit 
4i»l «o^ fi4Lba*Hi^iE«>|tbLbeemoB^Iüt^mire8 
.^iUt»^ e. btt ^ee. $e« bt(t SReer, mtttelb. Mon 
i4^ iMi^ «. btt Ikf^ Mtt (tffoc) 6et (%««. I, 226, 6). 



9Reet%n^ ti^ 1809 bei ^üxnpt. SReerBttfen 1606 Bei J&Mm ittUeotf«. 
DietioiUir. 128* foioie 1616 Bei S^tni^^ 670, 4, tBer on^ no^ 1709 SReerBuf em 
neben SReerBttfeit (CSewteOi 1382* n. 400*) ; SReerenge 1678 Bei je r am er 
tentf^-ttol. fBortB. 786«'; SUleeTflut Bei Qenifd^ 1198, 11, angelfS^f. ber 
mereflOdy bogegen aReere6flttt er^ 1808 Bei ^dixUtx fdxant b. IDtefj. €$. 68, 
1781 9Reer6f(nt Bei 8üg Obflgee 11, 3, aReeretkooge bereit« 1777 bei 
abdingt Sieber )». S. 66 («u«g. ton 1779 ®. 114). 
ba6 SReerlalB (f. Sa(b) : ber gemeine ©ee^itnb/ phoca vitultna. 

6. SReer SCnm. SR^b. ba6 merkalp, f))St>abb. (12. 3a^rb.) merohalp, mer- 
ohalb, fiberfe^nng ber rctn«(at Benennung yitoluB martnas. S)iefe, tsetl ba6 
5üi\tt im SReere lebt unb »ie ein Jialb brüfit (f. FUnUu historia nainraUs 
9, 16). 

ber aWeerlater = aRännc^en ber SWeerfafee, ®Ufie XH, 119. 
bie aß e erlabe, $L —n : langgefdl^tpSniter 9lffe. 

€i. SR e er Smn. SRl^b. bie merkatse, im 12. 9o(r^. bie merekatae {Lamprecht 
Alox. 6679), merchaiae (Swrurl 16, 68), meroaaoe (ebenbo 48, 88) b. i. mer- 
oaue, abb. (11. So^rb.) merkazsft (Oraf IV, 686), 1476 clet)if4 bie merkat, 
»eil ba6 £bier über ba6 SReer, nSmlid^ au9 Sfrica, )n nn« gebraift toorben 
if rnib einen langen ^d^man) toie eine Statut batte« 
ber aRcerrettifl, —c«, ^I. — e : bie ^flanjc cochle&ria armordcia. 

@. Wlttt 9(nm. SBei Sbam 2oniceru6 (f 1686) no($ mit altem fnrgen ein 
ber erfien SortbSIfte fome urf))rüngU4em riö^ttgen ^ in ber ^roeiten iD'^errettiA 
nnb fo no^ oetteranif^ Mlr^ch, Merch, Morch, aber bei Wtxöiatl ^err im 
)»etbentf(bten fUferroert (Soinmelle (1688) f^on meerrettig, unb gegen ober nm 
1500 im voe. ineip, teuL 8(. n6^ merretig; 1469 mittetrbeintfdft mit Übergang 
bei e in i ber mirreticli (voe, ex quo), mbb. ber memtich, a^b. ber meriratich, 
menatiliy merratich, b. b-' flberfeeifd^er, über ba6 Wlttv (abb. meri) )n ttn9 ge« 
fbmmener 9tettig (f. b.), unb bie bem 9^ettig 8bnli4 beifienb-f^arfe ®nr|el 
ifl ber genießbare Xbeit ber ^fCanse. Unm8gti4 fann ba6 ®ort mit SRSbre 
(a(b. mtfrüiA) a @tnte, ober gar mit abb. marak, marck, « $ferb snfammen« 
gefetzt fein, obglei^ bie Cngtanber hone-radiah b. i 9to6*, $ferbe rettig fagen. 
€6 erf^eint bie| eben nnr M eine anbere Benennung. 6. wä^ Stxttrt 
bet9Reerf(!^aiitn, — e6, ol^ne $C. : ®öfa\m bom 3ßeer; 9rt &pz<t^ 
ftein, bie man ju 2;abaM))fe{fenra))fen ^verarbeitet. 9)a))on ba6 Slbi. 
meerfd^aumen. 3wf<*^»«*^"f- * ^^ SKeetf (l^attmfo<)f. 

€^. älileer Snm. Weerf^anm (Sog Obiigee 6, 408), 1482 menohewm 
(voe. theia. 81. t2*), 1476 c(et)if4 meenofanjrm, = ^^aum be6 äfteerel. 8$on 
ber Citeinart na^ ibrem 9n6feben, inbem man fie, bie man balb na^ beginn be6 
18. 9abr^. berarbeitete, erf^ mie 1784 bei ©teinba^ II, 898 ba6 Sbj. «meer* 
{ (|a n m en , [(at.] ex holosäohne parfttoB*' bei „^ e e r f $ a u m , [lal] lanftgo xnaris, 
halofliohne'' [b. i. G^amn be6 SKeere«] geigen bflrfte, fttr terbSrteten @4anm 
t»om fRttxt bicit 
ba« ü»eerf<!^toein, — e«, ?t. — c, ber gemeine !DeH)^in. ba« STOeer* 
f^toeind^en, — «, ^I. toie ©ing., eine «rt SJaget^ier. 

€^. ^ttx 9nm. 2)iefer 9{ame iD?eerf4h)eind^en, meit bae X^ier im 16. 
3a^. Aber ba6 3flttx, nSmIidft au6 ©ttbamerica, an nne geTommen ifl unb ein 
(tonnen, mie ein jungee ^il^wein, bSren lägt, au^ biefem fonfl Sonett. aXan 
gebraust in )bife^g ber j^lcin^eit bei XWxa bal !^iminutib; benn bie mtber- 



58 IReevfiNime — 9le|(t(ftK 

ndneftt ttottform bo« SReerf ^»eiii, m(b. bat laenwiB, a^. bat mninün, 
menain, i^ ber bentf^ 9lamt be6 2)elt>^tf im( tvtfien feinet 6))ide«. 
bie aWeerfpinne, ^L — n : ®arncle (f. b.); «!«*/ 5Efaitetifif^, 

®. 9Reer Unm. äRtb. bie menpinne, Benannt ttegen ber f^nti^f^ ntit ber 
€>)>inne. 

ba« ÜRecrtDciB, —et, ^I. -er : faMl^afte grauengeftatt Im SKeere. 
6. SDileer %nm. 9R^b. bat merwip (f(ion im 12. 3a^r^. nnb bann »eiter) 
SS @irene, föonemi^e, -jinngfran, angelfS^f. bat merevlf = rtefltet im Gee 
lebenbet Seib. 

bot STOeertounber, — t, ?t. toic ©ing. : aWeerungel^euer, Ungetl^üm 
bet aßeeret ; feltfame, auft i^'66)^it angeftaunte (Srfd^einung. 

e. 9Di^eer «nm. 9n iener erflen 8eb. bei Sut^er 3ac. 8, 7. 9l(b. n. 
mittelb. bat merwnnder = konnberbaret @eet(ter, -mefen {Mygt. I, 4, 10. 
Qrieshabera Predigten l, 152), an4 tonnberbaret ffM t(terif4 geflattetet S^eer* 
meib ober ein fo gewarteter Vltttmam {OiUMbn 76, 8. 112, 8). 9^b. bat wuntar, 
nnfer ffinnber (f. b.), bebentet f^on für {1$, ben Segriff ,,fBunberbing (^egen* 
jlanb ber ©ertünnberung)*' weiter enttoitfelnb. Ungeheuer, Ungetüm (gl jun, 242). 

ble STOeer junge, ^t. — n, eine «rt jungenäl^ntic^er ^Iattflf(!^e. 

bie SDZeer jtDiebel, ?L — n : bat ^XDXiiti^m^df^ Scilla ober squilla. 
^tfl. ri^tig a)i{er}n)ibel. Sei Kbam Sonicernt (t 1586) Diteerjwiebel; 
im voe. iheia. toon 1482 S(. y2* menwiffel (bnr4 Serwe^felung alt §i{^), im 
14. 3a^c^. ber menwiyal {Megenberg). 2)er 92hme, toeil bie e($te ^flanse biefer 
fCrt an ben fanbigen lüften bet mitteHSnbifd^en unb at(anti[4en SDleeret mS^li, 
too\ftt fit mitteHat. cepa maris genannt, alt ^xtt' u. 9r2nei^f[an3e }n nnt fam 
unb na4 nnb mäi in nnfern ®Srten felbfi n)u4t. 

ba6 aßegertraut, bie ^fHanje gälium^ bann ber SBatbnteifter. 

(Srft im 16. 3a^r^. toon ber er^en $Pan)e. 9Reger f^eiut eint mit mbb. 
mege in bie megedistele ss [tat] enduuia b. i. endivia (Suimerl 56, 67). 

bat 3Be^I, -et, $t. — e (= aße^Iattett) : gu ©taub geriebene«. 
Daten bie n^b. Sbiecttbe me^tt^t u. m'e^Ug. 3uf<^^i^^^f- « ^^ 
aRe^tfa«, bie ü»Hlf»>elfe jc. 

ixft, ri^tigSDlel, meli^ttc. 9ReM/ beiSut^er (1 JTBn. 17, 14. 12) fd^on 
mit2>e^nnng mel^. Wj/b, bot mfil (®en. mtlwes, bgl.SD^ eiber), an4 f. b. a. 
@taub, a(b. bat mtlo (Oen. mAawes), got^. bat mily (?), altfS^f . bat mtlo, ange(- 
fli^f. mtlu^altfrtef. bat mtl, altnorb. bat miöl. 2)ie fB^nt^ti ^e^ unter maf^Ien 
1. SK e ^ I f a d, mittelb. mtlBac. 
ber aßHlt^au, —et, cl^ne $(. : grau(i(]^«n>ei6er mel^täi^nttii^er Kebtiger 
aut $itjen befte^enber Überzug auf ^flanjen im ©ommer. 

S)ie er^e $Slfte ber Bufammenfe^ung wnrbe nnr aut iRitt>er|lanb mit bem 
gan) berf^iebenen fBorte bat 9RebI «erwe^felt; ridfftig i|l SReltban mit htr^em 
e, nnb Sntber fd^reibt bter, wSbrenb er bo4 für nnfer ai^e^I (f. b.) »mtlf^" 
bat, in ben ®t»rfl4en eal. 28, 8 n. 3ef. 18, 4 SReltba». XBetteranif^ bet 
MildA, (mit {nr)em i) b. (. boifb. WtUHau. 1469 mittetrbein. ber milthaue 
{voe. ex quo), m^b. ber milton, abb. ber militon, ongelffi^f* ber mUedeäv, engl, 
mildew. 2)er erße 2:^et( bet föortet iß bit je^t no$ unanfgellSrt, nnb f^mcrli^ 
•barf bartn bat mit gr. bat m^ (jäki), im ®en. m^lltoa (fjLikizoq)^ tat mal, 
— ir^onig^ bann loat bat t im (Srie^if^en anlangt ber Santberf^iebnng gentSg 



9Mx — mtf^x 59 

IhnBCite 60^. ha$ wSM^ =a ^onig (iR«tc. l, 6) sefn^t »crbeti, inmof ba man 
m aflcB Attbctn oennanif^en @)»rQ4cn $onig (f. b.) fagte unb au^ bcr ^onig« 
t(an, mtttelb. ber honiotow (Jerotefttn 1286)^ mit bem ^tf^Ui^aü n\^i a(« ein« 
tmb bogfelbe ecf^eint. (Sg fle^t alfo an^ a^b. militoa nt^t |latt milit-tou (bg(. 
9rimni Otamm. n, 248), got(. milifHdaggyaB (?). (Sbenfokoentg i|l, toxt 3ac. 
(Sri mm in feiner bentf^en SRi^t^oI. @. 607 toifi, null-, mil- jurflct^nf fixten auf 
bog altnotb. bag mdl, miel (ie » g) in ber mdldropi = ©ebißtro^jfe b. (. Sl^an, 
ber na4 ber altnorbif^n ®6tterle^re {eben SD'Iorgen auf ba« Sanb an« bem 
f^Snmenben ®ettffe beg 9toffeg Hximfaxi (9teif-, S^aumS^ne) (eraBfStlt, mit 
»el^ Ndtt, bic ®Stttn ber 9ea4t, in (efllmmter Seit anf t^rem Sagen bie 
Cibc nmfA^t (f. SnorrthJEdda 0. 11), toptta^ ber 9n«bru(t aRe^t^on feinen 
Urf|>mng in einer 8or^eflnng be« Ktert^umg l^Stte, ba< bie 9{aturerf4etnungen 
anf ^^erc SBefen bejog. 2)ag i in mil-, mili- nnb bag d in altnorb. mgl taffen 
fi^ malt )»ereinigen. ^t^. ri^fig f<l(riebe man SReftan. 
ba« äBel^r, mit ittujerSnbcrter ©tegung : gt^txt ^a^ gegen eine 
Heinere, toorne^mtid^ größere ©timmenjal^I. 

B. 8. »mit einem S92e(r t»on 13 gegen 8" (Sielanb Hbberiten 1781 I, 41); 
jyS« ift ein SRe^r [nSm(i4 ber Stimmen bur^ iSr^eben ber $Snbe] ))on attanjtg 
gegen iuSIfr (@4il(er 2:e1I 2, 2). $iß. richtig S))} er. S)a« 9ieutrnm be« 
9(biectit>« me(fr al« @ubß. toernanbt, unb fo f^on 1552 ba« meer nnb in ber 
®eri4t«f)}ra4e be« 15. 3a^r^. da; mdr = bie SDl^ajörität {Benecke U, 1, 140). 

me^r, äbi. : ftärter an {Raum, 3a^t, ffierti^, überl^anpt on Inbegriff. 
Sont|)aratit) be« Segriffed grog, mit toetd^em \i6f bann ber begriff 
bie( mifd^t. SSerattet, bod; 3. Sb. nod^ : 

«€$olI i^ ein mebre« no4 ba(b ober \päi, em))fangen" (^ageborn moral. 
9eb., I[u«g. toon 1750 @. 89, ebenfo in ber «uflg. «>. 1753); »SRorgen . . . 
einSKebre«^ (2efftng (Sm. ®a(. 1,8); „2)ie !6orweIt labte fl^ be^ im^ 
mtbmebren flammen'' (Sobenfletn Stofen, 9u«g. ton 1689, @. 34). Witt 
btegem, eigentli^ unn Steigern 2)e^nung«<( unb alfo ^ift. ri^tig mer. iDl^b. mgre, 
m«r, abb. n. altfS^f. mgro, angeffä'^f. u. altfrief. mftra, got^. m&iza, = gröger, 
beffen t^eoretif^er ^ofltit) im iS^ot^ mags gelautet babcn »ttrbe, »el^er, ebe er 
ber 2antterf4iebnng untertag, bie ft4 in gotb- mikils, altfSibf- mikil, angelfS^f. 
mieel, mycel, altnorb. mikill, abb. mihil, mihliil, michil, ff>Ster miehel, mbb. 
micliel, SB «groß'', aeigt, gu ber Urtt)ur)el mag (k>gt. aud^ mad^en), mah in lat. 
magniu = grog nnb magis ^ mtffv, gr. m^gas (jiiyag), fanffr. mahat, ss groß, 
ilimmt 2>anad$ muffen urf))rlingH4 in got^. maiza ba« a ber Surjel unb ba« 
i ber Q[om|9aration«enbung befonber« vernommen worben fein (ma-iza) unb er- 
f^iene e^en biefer nur f^wad^e got^. (£om|)arattt) müza al« uralte, Dor ber B^tt 
ber Santoerfd^iebnng eingetretene !93er!ür}ung au« magiza (-iza ifl (Som^arati^- 
enbnng), majlza, kvie ber gotb* @u)>erlatit} m^sts unfer meifl (f. meifl 1) af« 
gfetd^Ite Sedflrjnng eine« tooran«ge^enben mit gr. m^gistoB (ji^yiaroq), fanffr. 
mahüohta, im 3^b masista, =» „gri5^'', fHmmenben gotb- magists, bann majists, 
nnb fcibe, mtöxm nnb xnüsts, bilbeten bie gefieigerten ®rabe )u ienem berfelben 
9Br|e( ange^Brigen, aber bon i^nen berfd^iebenen mikila, »eld^e« an fld^ leine 
Q^teigenmg tsertrl^t. 

me^r, 8bt>. : in ftärferem, ^b^crem (grabe; ncä) baju; iDlcber^oft; 
fernerem; fcnft fi^on. 6omparatiö be« ©egriffe« toiet. 3n ber aSer«» 
biubang mit einem ©uBftantiD, a* ®- wei^r 2Ken|^en, me^r ®t% 



60 me^v — mtfftatO^H 

mel^Y Wtüäf ic, ift mel^r ber abberbial geBtau^te See. ©itig. ber 
atten fd^toad^cn fäddttd^en gorm beö frftl^er tiur fd^ttad^bicgcnben «b^ 
icctibö mcl^r mit bcm ©enittb (f, bie «nm.)/ ber l^ier in ®etb, Ttutit, 
tDte meiften^ neben mel^r, feine Siegung beitoren l^at 

@(l(on Snt^er ftfretbt mit etflentltd^ mmBt^igem 2)e(ttun0««^ tne^t; (tft 

rt^tig »Sn tner (f. ba« Xbj. me^r). 3n bieftm 9(bt». flnb |met goraten jn« 

fanmengeflofTen, bie fk^ fd^on im SR^b. ni^t üBerotl treiben laffen, nSm(id( 

1) tti^b. mdre tt. a^b. mdrft [bei »el^en ^a« €>n(ft, Pronomen, Xbiectito im 

(9en. 9e(t, ). 9. a^b. ird mdrft i^rer mel^r, m^b. mdre trdttos, tu mdre 

YTeuden tc], got(. mAizd, ber abterbial geBrand^te %cc be« @ing. Don ber fS^lid^en 

gorm M oI« (Som^aratito im Sltbentfifen fttmad^bieflenben Hbi- meb« (f- b. unb 

me(re), nnb 2) m^b. mftr, nm ba« r gelttr)t m6, abb. mdr, gotb* miUSf alt* 

fS4f. mdr, mittel- n. nennieberl. meer, angdfä^f. (mit Serlttß bc« r) mi» ottfrief. 

mftr, mk, altnorb. meir, tDel(Se9 mit SBegfatl be« (urien SnbnngMocale« (a, o) 

au9 bem in bem bor^erge^enben 9[rtite( bef))ro(l(enen ^hy. , htm got(. (£ombatattt) 

mäiza, a^b. mdro, ge6i(bet ifl, toobei im ®otb. ber getrübte, aber toefentlid^e <£on« 

fonant be0 (Som))arattt)9 (z in -iza) toieber al9 reine? s, atfo urf))rttngTtd^ erf^eint 

(t)g(. 9i). 2)tefe« gotb- mäis aber muS, ba mäiza an9 einem uralten migisa 

(f. ben borberge^enben 9[rtitel) (ert>orgegangen, au9 einem t>or ber ^txt ber Saut« 

berf(!(iebung Dor^anben getoefenen urfprUngTt(!(en magis entjlanben fein. — @tei* 

gerung biefed me^rinme^rer, alfo bo))))etter (£om^aratit>, koie in ^mebrer ebren, 

. . . als'' im eimbüciffimn« (1701) 9^ 2 (£ap. 10, ifl {e^t veraltet 

meiere, ott abüerbiater Stccufatib M ©ingutar« bon ber fd^toad^en 

föd{;Iid{;en gorm be« äbiectib« mei^r (f. ba« abb. rnel^r)^ lommt nur 

nod^ fetten bor; aber att jäl^tenbe« «bj. fttr me lerere (f. b.), j. S. 

meiere 2;age.2C., ift e« eine unrid^tige i$orm, loelc^e in ber 2ten 

^Slfte be« 18. dal^r^. nad^ fa(fd^er Slnfd^aunng auftand(;te. 

^ift. ritttig mere (f. me^r 1). Sfued ri^tige alte fCbt). meiere, m(b. m^, 
a^b. mdrft, flnbet ^äf ). 9. no4 bei ®i$t(e XU, 197 (gauM : /»^u fngfl mit 
(Einem (eimli4 an, — 9alb !ommen il^rer mebre bran, — Unb »enn bi^ er|l 
ein 2)u^enb (at, — ®o bat bi(b anäf bie ganje @tabt.'' 
meieren = grbger ntad^en an ^anm, S^ftif über^an^t an Inbegriff. 
3Rit Sinent mehren = mit ii^m ber Slbftimmnng fid^ untertoerfen, 
tDtx bon il^nen me^r ©tin^men erl^ätt 9lef(e^b fid^ meieren. 

^on bei Sntber mebren, aber (i^. ri^tig meren (f. mebr !)• SD^^b. 
mdren, refte|it) sich mdren, obb. mdrdn, reffepD sih mdrOn, toon bem ^CbJ. 
((Som)»aratib) me^r, got(. mäiza, toie Srgern, beffem, Unbem bon ben (Eombaro- 
titen Srger, beffer, (inber. Wut einem meren (Irisiua 476* unb banad^ ä^aaler 
«l. 286»). 

mel^rentl^eilß, genitibifd^eß Slbb. : bem größeren Il^eite nad^. 

ix% ri^tig mer enteil«. 2)a«fBort i|l 3ufammenf(l(tebnsg 1) beeiden, be« 
eingular« bon bem 9[bi. mebt (f. b.) in ber urfbrttnglid^en 16eb. unb ber be- 
wahrten nrf^rttngli^ f^mai^en Biegung be^felben, unb 2) be« (den. be« @ing. t>on 
S: ^ e i t. 3m 9Rarlbnd^ bon 9[Itenflabt in ber SBetteran nnter bem ^Z«. October 1687 
nod^ getrennt mebren tl^eilU; 1596 aber anc^ f^on merenteit« (9artl^o(. 
@a|lrom ^erfommen tc. %ifl l @. 382). 2)aneben mit bem (den. be« €iing. bon 
me^rer (f. b.) }ttfammengef., 1691 bei @tteter €)>• 2269 mebrernteil«; aber bei 



fRe^ ~ «c^et 61 

fteifett^eTg (flteicit ^HtmvdMrt 81. 16^) werett^eiU, d« 0eiL \>t» 
etnploc« )»0B emem )nfatiiiiieiifl<fetteii »niedrer Xf^tiV, toie beim fd^on Bei 
£at(et tvflenbiDo M^ »erer teil'', bei SRaaler 91. 286* ^ber 9Reeter t^eil 
« bet fltSgete 2:(eü, nitlelb. dftr mdrer teil (Qoiier ^eff. ttrf. I» 462), m^b. 
da; mdter teil, da; m6m teil (iVinmi^ 840, 12), dftr mdxre teil, t>ov(oinint. 

ber aroe^rer, —9, ?(. ttte ©tnfl. : toer öerme^rt. 

i\% listig älterer. iHf^^b. ber mdrer, namentlici in unb feit bem 14. 34r^., 
nnter Itart IT., in bem 2:itel be8 bentfd^en $Bnig6 al8 Überfe^ung be6 t)on ben 
rSmifd^en Itaifem geführten Seinantenf Augdstns (f. Sngn^). 8on mehren. 

me^rcr, «bj., beffen urfjjrüngUc^e Seb. „ix'ö^tx" noci^ in ber SSerBin^ 

bitng .,tnit niedrerem [= größerem] Steci^te'' n^t ungebrSuci^lid^ ift 

(bgL ®rtinin (Sramtn. ni; 610), augerbem aber, }. 9. in „no^ 

mel^rerer (Erfal^rung* («oft ©^äfergeb- 70), mit ntel^rerm Olücf 

ate «cf^^te" (8i(i&ttt)er 3, 6), Bei mel^rerem md^benfen" (©btl^e 

XVI, 149), „t>ki mcl^rern ©cl^mucf be6 ©ort* unb ^eriobenbaue«* 

(gerbet ®eb. I, 3) Jc, mit me^rerem (gntiüdfen" (©tiUing 

3ugenb), und gegentoSrtig n)ie attfrüntif^ ^orfommt, fo bag mir ba«, 

genau genommen, im Segriffe ^ier nici^t bbüig übereinftimmenbe Xbt). 

mel^r fe^n, alfo mit mel^r (grfai^rung, mit me^r ®tüdf, bei mel^r 

ißad^benfen k. X)ie au9 teuer Seb. i^gröger" l^erborgegongene Sßtt>. 

»toeiter" geigt noci^ mel^rere?, ein mehrere«, j. ©. in „f)aft bu 

ttod^ meistere« )u fagen?'' (©(imitier lur. 4, 9) = ein toeitere«, 

^ettt>a« mehrere«" =etttaö »eitere« (©ötfingtlHeb. j». 8ieb. 4), 

Dann ble ®eb. : an ^alfl grbger, j. ©• „er ift ju ben ÜKel^rern ab* 

gegangen* (Seffing Vm, 250) = geflorbcn; „bei toeitem bie 

meutern gatte" (©(i^ilter neue Sl^atia HI; 2, 155). »orjug«* 

toeife unb inSbefonbere aber fte^t mel^rer ie^t aU unBeftimmt jäl^Ienbed 

abj. in ber ©eb. : einen, eine, ein (ein«) überfteigenb, nid^t biet üBcr 

einen, eine, ein (ein«), j. S. mel^rere« ®elb, mehrere ©üd^eric, 

„bo^ fange iäf an, meiere reu [== einigen] Stroft ju ftnben* 

(©titUngdugenb). ^ier {inb aber bie (äd^ßci^e Si>tm im ©ingutar 

unb ber $ütral am UBtii^ften unb jioar ol^ne t>or]^erge^enben Beftimmten 

«rtiW [j. «. „nac!^ mehreren lagen" (® bt^e XVH, 13), gteicI^Beb. 

mit bem borl^erge^enben „einige 3:age*], fetten mit biefem, ). S5. „toie 

toüHte manbieme]^reren©agen fortBringen" (©btl^eXXX, 121). 

9Ht grogem %n\an\t äRe^reref nnb im $(. SRe^rere )n (^reiben, menn 

bot ttort mie fnb^antittif^ angefeben mirb b. ^ nnaibSngig )n allgemeiner 9e« 

let^nng jiebt, i^ totü füblUi, aber, »ie on^ beieiniDleBrere6,im Omnbe nnnSt^ig, 

nnb fe f^reibi benn an^ ). 8: 3. 3. (Snge( tieine e<!^riften (1796) 78 ^Oalb 

ein mehrere« f^xtiaot^. »gl an4 oben &. 19 JDlan^er, SRan^e«, fRand^e. 

Aber bafnnrt^tigeme^ree, mebre flott mebrexe«, mehrere f. gleid^ na^ber 

nnb me^re. golgt biu^r bem ^dtrol mehrere ein bamtt terbnnbene« %hi., fo 

biegt biefc« im Kom. n. %ct. toonoiegenb ftor!, ). fd. mehrere f t^bne Qtnmentc., 

in (3eiu rnib ^ai. aber immer f^too^- — ^- ci^tig merer ic. (f. me^r); 

m^b. mlrar n. mdrre, m«nre, a^b. SRofc. mdidro, on^ mteiro, gent n. 9ientr. 



62 xntf^xttvnüX — mc^tiitatcn 

mMtk, » fttVfier. S>a« »ort ^t affo im mu tmb aitttdl^4b€ittf4€n, lok e« 
bem QEonMKiratti» tttfprUngn^ )ntommt, nnr f^j^uw^c Stegmtg; boi!^ tattil^t im 
Wtxtitneäfhttii\äim, mie bei anbern Com^avatiDen bereits im Vltbo^bcutfi^en, an«» 
nabm«n)etfe aiu^ fi^on ^arle gomt auf, unb fo em)»f&ndt e« bann im 9een^o4« 
bentf^en, »ie oDe (Som)»aratit»e , naä^ ben bei bem 0bi. geltenben Stegein ^arle 
iDie fd^matte eiegnng. 2)te bem abb. mdriro entfpre^enbe got^tfd^e gorm totttbe, 
ttenn fle tl4 ^orfSnbe, mäisiza lauten. 2>o« IBort ifl aber 0(6 (2[om)»aratito be« 
(£om|)arattt>f mebr (f. ba« flbl mtf^t), mbb. mdre, m6r, a^b. mdro (gem. n. 
9}eutr. mdift), ein toieberbett ober bo|)))e(t gefieigerte6, »ie benn im 9(It^o4bentf(ben 
eine wenn aud^ nnr ängerfl feiten ^6f aeigenbe I^BieberboInng bet gewH^nli^en 
@teigernng«mtttel6 )ur 9ert>orbrtngnng befio grUgeren 9{a(^brn({« torlommt 
(f. ®rimm ®ramm. m, 620) nnb felbfl f^on im ®otbif4en bnr^blicft (Dgl. 
* ttttmirf(!(). {>ierno(b ifl bte ben mannen na^ fotf^ Vn^^t BeAebte ^reibung 
mebref, mebre flatt mehrere«, meutere t>er»erfli4 (f. mebre). Snber« 
ba« «bi. me(r (f. b.). 

tne^reremal, jufamtnengefd^obene %€cufatit>e im ^lurol, 

ttobei bas 6ubß. bat fßtai (f. ba« SRal 1) bie enbungBlofe mbb. n. a(b. 
$InraIform m&l, auc^ ä'Iter-nbb. mal, bewahrt ^at. (Sr|l im 18. 3a(r^.; aber 
Vbelung ts>\U meutere Wlalt gef(brieben (oben, ma« nnnötbis iff unb nnB 
gegenmSrtig altfrSntifd^ f^eint. Sei $trf4 nnb %itt me^rmal. 

mel^rertei = mel^r aW eine «rt 

I786,)bte . . . bilbfamen @v^enmaage . . ., bie, ttte ber {>e|ameter, me^rer« 
(ev Süße anfnebmen^ (3. 3. (Sngel 3been )n einer äRimil, Knflg. t. 1786 f. 
S:^! 2 @. 146). fLbtt »eber bei Kbeinng, no^ felbll bei (£am))e. ^ijl. ri^tig 
mererlei. ®ebilbet wie montier«, t»ielerlei sc. (f. -lei); bod^ f^eint 
mebrer weniger ®en. $1. be6 9(bj. me^r (f. b.), aH be9 nnbefimmt gtitUnben 
mebtere, in meinem gaDe mehrerlei ltür)mig be6 ri^tigeren mebrerer(et 
fein würbe. 

mifixt^, ein mel^red, f. bad tibi, me^r; aber falfci^ ftatt mel^re^ 

xt9, ein me^rereö, f. meieret unb meiere, 
bie aJiel^rl^eit^ ?I. — en : größere ^aijl gegen eine ftetncre. 

$tfi. ri^tig aner^eit. f[(b. bie mdrheit (Koiker aristot Abh. €$. 61, 106). 
Bufammengef. an6 bem abb. Vb). mdr (f. me^r i) nnb -beit. 
mel^rmalen^ berattete« abb.; aber fd^on 1678 bei Ära m er teutfd^* 
ital. SBortb. 769» mel^rmal«. mel^rmatig/ »bi. 

^ifl. riddtig mermalen, -maI6. 3ene6 juerfl 1711 bei 9lSbtein 680* nejben 
,ymebrmabl6^ tergeid^nete ,,mebrmatlen'' i^ Serbinbnng begibt), mebr mit 
bem 2)at. tßlnr. «malen (f. ba« SD^al l); mebtmaU aber würbe ben Öerbin- 
bnngen e^maU (f. ebemalig) mb iemaU (f. b.) glei^gebilbet , alfo mit nn« 
organif^em genitibif^en 6 aU 3ei4en be« über feine OreiQe wirfenben Ibtoerbial- 
triebe«. 2)a| ba9 anf bem fä(bli(ben 9(cc. berDergegangene me^r, mbb. mdre, 
abb. mdzft (f. mebr 2), mit weld^em fl4; bat rein abberbiole mebr, m^b. m6r 
u. mft, abb. m6r (f. ebenfaltt mebr 2), mengt, ben i^viu regiert [). 9. mbb. 
leides m6re, mft linte (mebr Sente), wanden mdr ic], liegt bier fem nnb i^ 
ni^t in Slnf^Iag )u bringen. 2)em er^ na4 ber SRitte be« 18. 3abrb. anftand^en- 
ben Xb^. mehrmalig liegt ein ). fd. bei ESrseh (1728) n, 216* aufgenommene« 
'HbD. me^rmal }n (Srunbe, wie abermalig ein abermal, btmalig ei« ba« 
mal [nid^t )nntt<^9 bamal«} ic. 



melifl — meiben 68 

ne^rft, e^bem nod^ mit DeQer (Enbuttg me^reft, ®tt^t. i(H>nine^r, 

käf iDemger üMid^ aU meift (f. meift 1). am me^reften, atn 
Die ^T Pen, woftlr aud^ ^äupg, aber iinnbtl^ig, am 3We^rftcn g^* 
((^rieben lüirb in bem ©ebanlen/baß me^rften l^ier fubftantibifd^ 
erfi^eine. 

3. 8. ir^en SRe^rften au« alten klaffen'' (iBürgev 9eb., Vu8g. D. 1778 
@. Y); „2)a« tneftr^e bat)on'' (®St(e XXXVn, 247); ^bie meirßen biefer 
Undlüdt^en'' (editier «ab. u. S. 2, 2); ,,bte mcbrften Sbelbamen" (beffen 
Ste«to 3, 10); ^ba« 2)afe)^n Ut mtf^xtfttnWltn^^tn" (beffen S^falia VI, 188); 
^tM>n ben mebrflen ©timnten" (beffen Xtfi 6, i); ^ber Qaner lag i^m am 
mebt^en am ^tntn" (GBtbe XY, 18). ^xft. rid^tig merfl. (Ein eigent^m« 
(t^er, t»on einem (Sonu>araHx> gebtlbeter ©u^erlatiD, ber gnerfl, aber f|)fir(i<!(, im 
SDSftb. anftaud^t nnb ^wac a(9 @tt|>erlattt> be9 Rbiectit»« »ie be« eigentli^en 9b* 
toerbinm« me^r, »elc^e« (ier ganj »ie bei mehret (f. b.) M $o{ititt angefeben 
ttttb. ^tefe« m^b. 9bi. mdrest aber bebeutet, bem urf))rttn8n(!(en begriffe ton 
mebr flemSß, f. t). a. grJJfl [nod^ njb. in ,,ber mebrfle ©aufe* In ©titling« 
SBanberf(baft], ba8 ftbt. mdnte f. b. a. im b^^f^^n ®rabe (Oregorius 555). 
flbrigenf bat ber IBorgang be6 mebter (abb. mdrdro, mdriro) fi^er anf bie 
^ilbnng ton mebrfl eingemirlt. 

bie SRe^rtc (e = ä), ?L — n, f. aßä^tte. 

bie aWe^rung, $L — en, ©ubft. ber ^anbtung öon mehren (f. b.)- 
^tft ri^tig SRernng. SK^b. n. mittelb. bie mdrange, «bb* bie aidmngay 
nrf^. 8 8ergrbtemng. 

bie SWel^rjai^I = gröfeere 3a^t im SSerl^ättttiffe jur tteineren; ftatt 
^turali« (f. b.). C)ift. richtig SR er jal. 

aRe^r)a^I fiatt$lnra(t6 lam erft, tro^bem bag efStbetnng nocb nid^tan« 
ffl^rt, gegen (Snbe be« 18. Sabrb- naät bem Aunflaudbrnde biemel^rere^abt 
anf, ml^tx f^on bon @(tottetin8 in feiner tcutfd^en @))ra4Iunfi (1641) immer 
gebrandet xft nnb fange gelSuflg war. 

ber SK ei ben, — «, ^I. toie ©ing. : berfd^nittene« männtid^fe« ^ferb. 
ein \6fon fange berattete« 98ort, worüber f. ^d^meUer, 2. 91n«g. I, 1569 f. 
1482 mayden oder aasgesnyten pferde, [tat.] bagenos, spado, equus 
cMtxfttoB (voe. ^eut. 81. t4^), m^b. ber meiden (bnrd^ 9(bf4l»S(!(nng be« 9(ng- 
(ontef an6 SItetem) meidem a mSnnli^ed !ßferb, an4 gefii^S^te«, toie nof in 
beul fianton Sngem ber SRaiben » BndHbengfl (@talber I^ 198). 6. ber 
Webnm. 

meiben, ^äf. i(^ meibe, ^rät. iä^ er mieb, Soni. mtebe, $art ge^^ 
Uteben, 3m^. meib {im^rtüi^, aber ungut, mit fd^toad^er Siegungd«^ 
^nbung „meibe'') : audtt)eid^enb fem taffen, au^ioeid^enb unterlaffen. 
^Cobon bie ^Reibung. 

3eneg meiben, mbb. mtden (^rSf. i<Si mide, !ßrSt i4 er meit, mir miten, 
Qoni. i^ er mite, $art. gemiten) s fern Taffen nnb )mar entbebrenb mie f(bonenb 
unb anfmetd^nb, abb. midan ($rät. i(b er meit, mir mitnmds, $art. mitaiiy 
Snb- mid, mit) nrf^rilngli^ s= «erborgen fein, ficb mobor berbergen (Belege bei 
Chraf n, 674), moran« «bann ber ©egriff „fH fem b«Tten in ©infHt anf — " flt^ 
Iei#t entmiifefn lonnte, gotb. meQ^aa (?), altfä^f. mithan, mfdan, s fi^ ber« 
betgenb, oatftoei^enb fem taffen, umerlaffen, angelfö^f. midan ar berbergen, ber- 



54 Vtm%t ^ M«| 

1716 M 8nbmt9 Cff). 1334 maufe^id, I7ll Bei 9ISbfein6t8* matfe- 
ftWU, utttttermaufefitne, 1709 man^ftUU {CatteUi e. 1880^), 1678 bd 
Jtratncr teutf(^-ita(. SSortb. 767^ mau^ffiU. 

bie aRaüge, ol^ne $(.: g[ebertDe(i&fe( be« SJogett, {)&tttuns ber Sd^tange, 
©(i^alentDed^fet be« fttebfe«; 3eit biefe« 8Bed^fel6. Son fid^ maügett 
= bie Sebern mecj^felit ju neuer ftbr^erbebedung^ aud^ bcn ©d^tangen 
unb fttebfett (bgt f{<^ tnUtern), »enn iene bie ^aut unb biefe bie 
®6)aU XDtöt^ttiL äßit, iDie ed \ätt\nt, eingefd^obenem r au^ im 9t^b. : 
fi^ maiigern. 

6i4 masfien i^ mtb. eioh mib^eii t)oii IBSgeln {Mmnu. TL, 335% 4» 3), 
eigeiitli<i = loe^felnb jl4 Snbeni {Mmne$. % 303% B, 6), ba6 ref(c|ii» gefetzte 
müsen b we^fcln, tonf^eii, a^b. m<l;On n. aftniebetb. mittdn ae Snbern, Derttnbern, 
loe^feln, au6 lat. mfttAre « Snbern, berfinbem, me^feln, beffen t ^4 i» Vit' 
^4bentfiten regeltest in ^ (fi) fortf^ob unb auB beffen -Ibr« ber Regel getnSI 
im !^eittf4(n -dn tourbe. 2)ic iDlait|( i^ m^b. bie mftje = ba6 Sl^augen, 
<>amv t^ame^fel bec 9tatnr na^, a^b. bie mü;a(?). Sber fiatt mauSig [a^b. 
müsto ■■ tum Sei^fel ge^Srig] fd^reibt mau allgemein manfig (f. b.), we(4e6 
Je^^t befoifbete 9ebentung (at. 

bie 3Slaviti), $1. — en : Slbgabe bon Saaren unb ®tttern bei intern 
Übergang ou6 einem Sanbe^gebiet in ba6 anbere. !3^abon ber 3Raüt]^« 
ner » SSaarenjod^Sinnel^mer. ^uf^^in^nr • maütl^frei «: joQ^ 
frei, bie SKaüt^freil^eit = ^ottfreiMt. 

S^% ri^tig SRant, flRantner K.; ba9 2)e(nttng6sei4en t^ (at on^ (ier eigent- 
({4 feinen ®inn. !S)ie 9)i{ant( ifl m(b. bie mftte, mftt, im 15. 3abr(. on^ 
f. t>. a. SRantbfifitte, abb. (in Urfnnben) bie mikta, got(. [mit an^ fonfl tor- 
tommenbem 8 für u] bie m8ta (= 30II), ang bem glei^bebentenben mitteflat. bie 
mute, totläit» t>0n tat. mfttAre s= terfinbern, tted^fetn, ob}tt(citen fein toirb. IBeil 
bag Öort im 2)etttf4en grembmort »ar, fo terbtieb bag t, toS^renb biefer Qn(b« 
^ab, menn bag IBort ttif))rttngli(^ beutf(^ getoef en ttfire , fi4 im {>o((bentf4en in 
$ b. i. neubo<!^b. 6 fortgefd^oben b<tben »fttbe. 2)oit tommt S(ter«neubeutf<!^ bie 
SRanS neben ^ant [gegen ober nm 1600 im voc ineip. teut. 91 n4i' bte 
„manssen, mante* as 30IK, beffen maanen attf ein mbb. mü^e neben mftte 
fd^liefien fSgt] bor, aber obne bnrifgebrungen )tt fein, mie bei anbem ^remb- 
tt)8Ttem (togl bie Vtan%t n. fid( monSen). prnnfevS^antbner, f^on 1483 
maatner {toc ih«ut 91. t7>'), mit feinem n»0Tganif<ben n (f. -ner), fiebt riibtig 
im Kb, ord. rer, t>on 1439 9(. 7* bec mawter, mbb. ber mfttore (?), mftter 
(Phüipp Marienleben 5948. 5971), meld^eg bem t)on ienem miUeOot mftta abge- 
leiteten mitteHat. bet matArina a 3o(lerbeber entf^ci^t, gotb« bec mdtarais « 
BSQner. 

maüjen, n)a6 mauen. ®ett>6)^nH(!^ maunjen (f« b.). 

1678 mantitn (Itramer tentfciMtal. ®octb. 765^). ä)>lbb- miweaen (?), 
mittelt Hi-en, gotb* *at-j-aii, bon mbb. mtwen nttferm manen (f. b.) abgeleitet 
aPHt eittgef^obenem n bann manngen (f. b.). 
t fSJlaic, ftilrjung t)on äDta^imitidn, 3ßann6name, 

mit romanifd^em 1 [benn itd. Bfaasimili^no, fran). Haximilian] an6 lat. n bec 
fbSt-Iat. SHamt MaximiniAnoB » bem (ftefd^Ie^te bei MazimtnuB SngebScigec, 
a(fo t>on bem a)>{ann9namen Maximinns sr tom M^bdmns @tammenber ober ala 



äRoiive — aRebdDe 65 

etiß Viiflctiot&tneiier, «Ag^ettet i»on bem SRonnenamea lüzimns b. i. bet tat 
Bvpt!tlai\» miximafl s ber gröfle. 

t bie ÜRajcimc, ^L — n : ©mnbfaft, «efrimmung^gninb. 

6(1(011 hn 17. 3a(ri. (f. 92e(ring 588) anfgesommen auB fron), bie maziine 
SS ^nb% 2e^rfat, Sieget, koeli^e« auB tnittellat. bie mäxima (nä'mUdi regola) 
= ^Sd^fler ®rmibfat/ Bei ben SJ^at^ematitern, toon bem (at. &upnl mixjxxias, 
-a, -um, = ber, bie, ba« gr8He. 

t aRaftmiltan, (• SKoj, 

t ber Wltätanicn^, f. bic SKedddnif. 

ihk^tä)init, o^ne $1. : «ekoegung^lel^re ber ftbr))er; SRafd^inen«^ 
(e^re; (Sinrici^timg einer Wla\dfint. ber äßeci^dnifer = $)anb^ 
Hnftler, iDogegen beraJled^dnicug (®en. unteränbert, $t. äRed^dni^ 
cuffe) = aWafd&tnenfünftler. med^dntfci^ = triebtoerW*, l^anbtoerM* 
mfi^tg, geioo^n^eitgmSgig. berSRed^anidmud^ -ol^ne $L : 2:riebtt)erl. 
%tit, anftflenommen 99{e(l(ani9inn9, an« bem t)on gr. bie mdohanS (^97;^avi}) 
= fBerl^eug, 9Raf(!(ine (f. b.)/ abgeleiteten gr.*tat. 9(bi. meohiiiioas « me- 
dian ifi!^ [ba9 na4 bem fir.4at. 9[b). gebilbet i|l], gr. mdohaniköB (^j^xovtx«^) = 
bmftreidt, gefd^idt, unb fd^en im (Sried^. fle^t bie meibUi^e gorm fubflantit)if4 bie 
mtehanikS (jijixavix^ nSmlid^ t^hnd $nnfl), tat anmeehänioa = Stunft, 
Wta\äfintn bord^ 9ere4mtng nnb Snioenbung ber %atmrfrSfte )n erfinben nnb 
)nfammen)ufeten [moran« nnfer SRed^onit, 1728 no^ Meohanic], fowiebomiim 
8ateinif(ien avA bie mSnnti^e in ber meohibicuB fubflantibif4 erf^eint, moron« 
fi^on im 17. 3o^r^. nnfer SRed^antcue nnb wonad^ mit ablettenbem «er ge« 
bilbet unfer SReii^attiler. Übrigen« fd^eint eben nnfer SRectanit laadäfft über« 
fommen an€ bem and ienem lat. mechiaioa geworbenen fran|. bie m^lunique 
(jct^t m^canique geffrieben), nnb aAefaniBmnO [fdffon 1728] i|l ba6, mie 
ienef Ubi. mechaniouB, toon gr. bie mlohanS (ßjixavii) abgeleitete fran). ber 
m^hanünne (ie^t m^caniflme) b. i. neulat. ber meohanismno. 

Wliätif^ilb (e = S), maittt erfd^einenb ftolt aßat^itbe (f. b.). 

SR(b. Meohtilt, a^b. Hehtüda, Mechthilt, mit Umlant (e) bnr^ »nwirfnng 
be« i in hüi. 

med er n (e =^lx), t)otn gtttemben ©(freien ber ^U^t, tt9 Sodfe^. dm 
18. 3a^r^. aud^ f. t). a. in rafd^er ©ieber^olung ftocfenb f^^red^en. 

9{en4o4beutf4; im voe. ineijß, imt. (gegen ober nm 1500) 8(. n5* m^ckatsen, 
tt»e(4ef neub. med^en fein mürbe. Sßen mbb. ber mecke, wel^e« bei Boner 14, 8 
a(d 6^ottname ())gt. 8er« 9) mo( in bem @inne ,,3iegenbod'^ fle^t. 1618 
mickem — wiebcm (€$4mel(er n, 549). 2)ie Surjel (abb. mah) fitmmtber 
8antberfd(tebung gemSg mit gr. mdk {/jitjx), nrfbrttngftd^ mak, in mdkAesthai 
{fLilxd€a&ai)f m«kA8tIiai (ßfjxäadni), « quäten, bIBTen, medern, mittellat. 
micdre, nnb Kmr!Ii<!( ^at ber voe, iheui. Don 1482 91. t7^ meoktzen. 

t bie a»ebai«e (\px. Medällje), Sßl — n : ©d^ou^ Denfmünae. 

2>«« frana. bie m^daOle ^ C^anrnttn^e, tod^e« an« bem im Sbb. )n bie 
m^diliy mbb. bie mMele, « „totni^tx al« einen ^eDer geltenbe Win^*' ge« 
morbenen mittellat. bie medalia ss ein ^afber 2)enar, eine Heine Wlüa^t, ^iefe« 
aber ifl an« metällea, ber »eibti^en %otm eine« «>oran«|ufetenben nnclafflf^en 
lat Ibi. metAIleiu « „metallen.'' 8g(. 2)iea ®tb4 I, 269f. 



56 meMan — Wlttt 

mcbtan = ttitttelaroß, a- «• ^ * bo«aRebianoctoD = aJHtte(octaö, 
töcber ®ro§* nod^ Äteinoctat}, Don bcr ©U(!^form; ba« ÜKebian» 
papxtx = ?a<)ier in »ogen toon aRittetflrb|e (ettoa 17—18 3ott 
^od^ unb 21—26 Boß breit). 

3ene« nebian an6 bem (at. f(bi. mediAnuB « in Ux Wtiiit (eflnbli((, toon 
tat. m^tiB « ttiitten inne Be(lnb(i(!(. ^thlaw^apitt bereit« 1709 bei CofteOi 
e. 174^ tt. 1711 bei ttSbtetn 628^ 

t bie SKebictn, ol^ne ^I. : ^citmitteöcl^re, »rinei*, $)cHIuttbc; «rjnei, 
5)eiIntitteL mebicindt, Äbi., = jur «rjnci flcl^örifl, »omit jufam* 
Äiengef. ba« aWcbicindtgetDid&t = 'äpotittUxzetDiiit, ber Sßcbi* 
cindlratl^. ber SKebiclner = bie $)eitlunbe ©tubierenber. 
mebicinteren, mebictnifd^. 

SRebicin [moton mebictnif^], 1475 clebif<!^ bie me^io^n, an« tat bie 
medioina (in ^ebanftn bie ars = Stvmft, fBifFenftfaft, ecgSnsenb) «b {>eilfnn^, 
bem fnb1iantiinf4 defekten gem. be« Don (at ber mWous » 9r)t (t>on lat 
meddri as Reifen, feilen] obgeleiteten lat 9bi. mediciniu b ^nr ^nng ge^Srig, 
moton 1) ba« »eitere lat. SCb). medioinAlifl « gut 9[r)nei gehörig, ooran« nnfer 
mebicinal, unb 2) mitteOat medioinAre as Sbgneimittel anmenben, uwran« 
me bie tuteten, fßon ienem tat. medidna aber mug ein mtttellat ber medioi- 
oirins abgeteitet morbeu fein, morang um llOO (o4b. ber medioinaro, m(b. ber 
medieiiudre (?), 1475 ctettiffi ber medioijnre, ss Kr^t. 

bet aßebttm, —9, ol^ne % : beftimmte «bgabe bon ®ut. Seraftet. 
9loäi, and^ SRebom, im ebemaligen fur^fllfd^en Dber^effen (8itmar 865). 
SR^b. ber mddeme = auf einem ^mnbpd (aftenbe 92atnratabgabe, attfS^f. ber 
mdthorn, mMom, s $oflbar(eit, ®abe, got^. ber mtifmiB « ÜaU, angetffid^f- 
ber TsMm (mAdnm) n. attnerb. ber meidm (nur $t. meidmar) a Hoflbarteit, 
^^mnd. 92o<^ nid^t fl^er ermittelter ^erfnuft drimm Oramm. ni, 825 )»er« 
mutzet, ^toeit im itfftn Vttert^um t)or)uggmeife tßferbe gef^eutt »nrben^ bie 
Urbebentuug in m(b. ber meidem, geffl^mS^t meiden = mSnntiAe« 9fetb, «)er» 
f^nitteneg $ferb, CBaDa^. 
ica aWeer, —t», $t. — e : ba0 ito^t, ba« 8anb umgebenbe ©offer; 
groge Don 8onb umgebene SBaffermaffe; [int 9}]^b. anä) bilblid^ :] 
überaus groge äßenge. (Sigentli^e 3uf<^iiti><^nr * bie SV^eerbudj^t, 
ber SKeerbttfen, bie SReetenge, bie SKeerflut, ba^ äneer« 
lotb (f. b.), bie aReerlofee (f. b.), ber ÜReerrettig (f. b.), ber 
aßeerfd&anm (f. b.)/ ba« SWeerfd^toein (f, b.), baö aReer* 
fd^tteind^en (f. b.), bie aReerf»)intte (f. b.), ba« Stteertoelb 
(f. b.)/ ba« aWeertounber (f. b.), bie aReerjtoiebel (f. bO k. 
Uneigentlid^e 3itf<(^nt<nf. : bie SReere^flnt, ^^tooge tc. 

SReer, (ift ri^tig, »ie ncä^ CattelU €i. 1881^ gnbBrberfl fe^t, SDler, aber 
f<^on bon 8ut^ er mit ee, atfo gebe^nt gef<(rieben« m^b. bag mer, fetten no<!^ meie, 
a^b. ber u. bag man, mare, mezi, gotl^. bie marei, attfS^f. bie meri, niebert 
bie mare, maar, meer, angelfS^f* ber mere, altnorb. ber man, fÜmmt überein mit 
tot. bag m^, attflam. ba8 morje, ruff. bad mdre, ))otn. bad morse, titt^an. mires 
(ft. eineg gem.). Sgl.bie SRarfdft u. bie @ee. 2)ag ^o^e SReer, mtttetb. f^on 
im 14. 3a^r^. da; hdhe mer, « bie tiefe, meite (offene) @ee {My$t, I, 226, 6). 



ateerfoll — SDlmf^mein 57 

9reer^t^ «ft 1800 M dampt. SteeYbsfeti 1605 Bei AM» itaUeatf^. 
Bietiaiiir. 128« fo»ie 1616 M Oenifi!^ 570, 4, ülit on^ no4 1709 SKeeTbuf ew 
neben aKeerBttfe» (GuteW 1882* n. 400«) ; SReercnge 1678 Bei ^tameT 
testf^-iUl. SBcrtB. 786«; SReerflut Bei <>enif4 1198, 11, ange(fS4f. ber 
merefldd, bagegett 9Reere6f[nt er^ 1808 bei ^ä^ilUx iBrant t». SReff. 0. 58, 
1781 aReer6f(nt M fßti Obfifee 11, 2, aReere6kDoge bereit« 1777 bei 
O^B (fingt Siebet )». ^ 65 (Sufg. t)on 1779 ®. 114). 
ba6 iIReerIa(b (f. ftalb) : ber gemeine ©eel^imb, pböca vitultna. 

@. 9Reet 91nm. S)>lbb. ba6 merkalp, f|)St«abb. (12. SabibO merohalp, mer- 
ohalhf ttberfe^nng ber rein-Iat Benennung yitaliu marinus. 2)iefe, »eU ba6 
Sbiet im Speere lebt nnb »ie ein $talh brttHt (f. Plimui hiBtoria naturaüB 
9, 15). 

ber aWeerfater = 2R8nn(^ett ber aRecrfafte. ©»tl^e XII, 119. 
bte aWecrlafee, ?ßL -n : lonflflefd^toänjter äffe. 

€^. SR e ex Warn. Wjit. bie merkatse, int 12. 3abrb. bie merekatse {Lampreeht 
Alex. 5679), merchaue (Swnerl 15, 63), meroazoe (ebenba 48, 88) b. i. mer- 
ease, abb. (H- Sa^rb«) merkazaft {Qraf IV, 536), 1475 det)if4 bie merkat, 
loeil bai £bter Aber ba« äReet, nSmli^ an6 fCfrica, )n nn9 gebraut »orben 
i^ nnb einen langen &^xomi mie eine Statut b^tte. 
ber aRcctrettifl, — c6, p. — e : bie Spange cochleÄrm annordcia. 

&. Wtttx 9nm. Oei 9bani Sonicern« (f 1586) no^ mit altem fnrgen e in 
ber erfken !Q3ortbäIfte fowie urf^rüngn(bem richtigen ^ in ber ^roeiten 9Rerretti4 
nnb fo noät ttetteramt4 M^rddch, Mlroh, Morch, aber bei SJ^i^ttel ^err im 
»erbent{4ten füfermerl (Solumefie (1588) fd^on meerrettig, nnb gegen ober nm 
1500 im voe. ineip, teuL 91. n6^ memtig; 1469 mittelrbeinif(b mit Übergang 
be6 e in i ber mliretich {voe. ex qw>)f mbb. ber merretich, abb. ber mexiratich, 
merratOi, merratich, b. b*' ttberfeeifd^er, über ba8 SReer (abb. meri) )n nn6 ge- 
temmener 9{ettig (f. b.), mtb bie bem 9tettig Sbnlid^ bei|enb«f4arfe fBnr^el 
ip ber geniegbare ^ei( ber Vf^anje. Qnm9gti4 tarnt bat IBcrt mit SRSbte 
(abb. mtfrihA) b @tnte, ober gar mit a^b. marah, maroh, « «ßferb ^nfammen« 
gefet}t fein, obgleif bie Onglänber hone-radiah b. i. 9tofi', $ferberettig fagen. 
C6 erfd^eint bieg eben mir al6 eine anbere Qenennnng. @. an^ ^reen. 
beraReerfd^oum, — e6, ol^ne $(. : ©ci^aunt bom 3ßeer; ärt @f)e(I« 
ftein, bie man ju Xabal6^feifenr6))fen berarbeitet. £)abon ba6 Slbi. 
meerf(!^attmen. ^i^f^^^^^f* • ^^ SD^eerf d^aumlo^^f. 

6. SReer Smn. SReerfd^anm (8og Obügee 5, 403), 1482 mersohewm 
(voe. iheut, 91 r2% 1475 cteDif(!^ meersohaym, =s €k(anm be6 äReere«. Son 
ber €^teinart nod^ ibrem InBfeben, inbem man fle, bie man balb no(!( beginn be6 
18. 3abrb. verarbeitete, er^ toie 1734 bei eteinbacb II, 898 ba6 W>1 ^meer- 
f 4ftnmen, [tat.] es holoBiohne parfttna*' bei „Wtttx\i anm, [tat] lanftgo maris, 
halootehne'' [b. i. €^ibattm bef fRttxt9] feigen bilrfte, für DerBSrteten ^d^anm 
iMm SReere bielt 
bo« SReerf^teein, — e^, $t — e, ber gemeine 3)e())]^in. ba6 Wtttx:^ 
f^iDctnd&en, — «, ?I. »ie @tng., eine «rt fHaget^fer. 

6. 9Reer Knm. 2)iefer 9eame iD^eerf^teeint^en, »eit ba6 Xbier im 16. 
Sabrb* über ba6 9^eer, nfimli^ au« ©übamerica, |n nnf getommen ifi nnb ein 
®mn)en, »ie ein |unge6 €4»ein, bluten ISgt, aud^ biefem fonfl Sbnelt. SDfan 
gebrannt in IbifeBung ber AleinBeit bei Xbierei ba6 2)iminntit); benn bie nnber« 



&8 VttitWfktm — ate^UloM 

Kcincrte Oonforw ^oB aReerf^mcin, m^. bot mflnnriii, a|b. M oMrimiiii 
menain, ift ber beutf^ 9}ame be« S)e(t}(ttt«, tool »egen fdne6 6))tde8. 
bie SKeerfpinne, ?L — n : ®ome(e (f. b.); «la*, Ztitttnfi^if. 

6. äReec 9sm. flRtb. bie menpinne, (enaimt toegen ber tl^nß^teit mit ber 
spinnt. 

ba« aWeertoeilb, — e«, ?t. —er : fabctl^aftc grauengcftalt im SWeerc. 
0. aneer f[nm. 9R(b. ba9 merwlp (f(ton im 12. 3a(r(. unb bonn meitet) 
= Sirene, Safferntire, -iungfron, ange(f&(!(f. bag merertf s rieflgeg im @ee 
lebenbeg ®ei(. 

ba« SKecriöunbcr, — «, ?L tote ©ing. : aReerungel^euer, Ungetl^üm 
be« äReere« ; fettfame, aufd ^öi^fte* angeftaunte (Erfci^einung. 

e. a)?eer finm. 9n Untt erflen )6eb. bei Sut^er 3ac. S, 7. 9R^b. u. 
mittelb. bag merwnnder = iQunberbareg ^ttif^itt, »xot\tn (Mygt I, 4, 10. 
Grieshaberi Predigten I, 152), an4 tDttiiberbareg ^atB t^icrif^ geflalteteg ^tn* 
meib ober ein fo geflatteter iD>}eermann {Oüdr{in75, 8. 112, 8). 9[(b. ba« wontar, 
nnfer SBunbec (f. b.)/ bebentet f^on für ^^, ben begriff ^.fBnnberbing (Gegen- 
fianb ber IBermanbernng)" weiter entwidetnb, Ungeheuer, Unget^iim (gljvn. 242). 

bie aReer junge, ?t. — n, eine «rt jungenäl^ntid^er ^lattflft^e. 

bie aReeTjU)iebe(, $L — n : bad 3^i^^^t0^^äc^^ ^^^ obersquiUa. 
$i9. rictttg SD^eratDibel. ^ei 91bain 2ontceru« (t 1&86) 9leeritQtebeI; 
im voc theuL toou 1482 81. t2* menwiffel (bnr^ Sertoe^fetung oU 9W/ iw 
14. 3a(r(. ber merzwiTal {Megenberg). 2)er 9{&me, »eil bie ed^te ¥flan)e biefer 
fLrt an ben fanbigen j!ttfien be8 mitteSSnbiftl^en unb attantiffen 9)^ e eres tohäift, 
xooiftv fie mttteHat. cep« maris genannt, at8 3ier- n. f[rineii)f[an3e gu uns tarn 
nnb naäf unb nad^ in nnfern ®Srten fetbfi wud^8. 

ba« aßegerfraut, bie ^ftonje gälium, bann ber ffialbmeifter, 

(Srfi im 16. 3o^r(. bon ber erflen $f[an)e. a)?eger f^eint ein« mit m^b. 
mege in bie megedlBtele as [(at] endunia b. i. endiTia {SumerL 56, 67). 

baö 2Rif]^I, -eg, ?f. — e (= SD^e^tarten) : ju ©taub geriebene«. 
®at)on bie n^b. Äbjectibe ntHtici^t u. mehlig. 3wf<*^^^^f- * ^^ 
mm^aa, bie m^l^pti^t jc. 

«if». ri^tiglRel, meli^ttc a»e(t, bei^ut^er (l ItBn. 17, 14. 12) f^on 
mit2)e6nnng mel(. 9R(b. bog mfil ((9en. mglwea, t>g(.SD^e(ber), au4 f- t>. a. 
@taub, a^b. bag mglo (®en. mAawes), got(. ba« mily (?), o(tf5((f. bag mglo, angel« 
fS4f. mslu,« aufrief, bae mSl, altnorb. bad miöl. 2)ie fönrget ße( unter mahlen 
1. 2)^ e^If ad, mtttelb. mfilsac. 

ber 2R'e^tt:^au, — e«, ol&ne $L : grautid^^toeiSer mel^lä^ntid^er Kebriger 
au« $Ujen beftel^enber Überjug auf ^fianjen im @omm^r. 

2)ie er|le $Slfte ber Bufammenfe^nng würbe nnr ang 9Rigt)er{lanb mit bem 
gan) toerf^iebenen Sorte bag SRebl termetl^felt; ri^tig ifl SRelt^au mit (iir)em 
e, nnb Sntber f^reibt ^ier, »fi^renb er bo($ fttr nnfer 9Re(( (f. b.) ^melb" 
^at, in ben €^^rfl4en ®al. 28, 8 u. 9ef. 18, 4 9Re(tboo. Sktterauif^ ber 
Mildä, (mit fnrgem i) b. (. ^o^b. ai^ittban. 1469 mittetrbein. ber milthane 
(voe, ex quo), m^b. ber miltou, a(b. ber militon, angeIfS(!(f. ber mUedeäT, engl, 
mildew. 2)er erfle Xitil beg Sortee ift big je^t no$ unaufgetlKrt, unb fd^merli^ 
•barf barin bag mit gr. bae m^ (jäki), im ®en. n^lltos (fiikiToq)^ (at mel, 
SS ^onig'', bann mal ba9 t im (drie^if^en anlangt ber Santberfd^iebung gem5g 



aic|r -* me^ 50 

|i»»c«be got(. boi8 miH^ » ^nig (SRatc. i« 6) gcfnd^ «oetbm, imnof ta matt 
m alldi anbcni gcrmamf^eit €^))ta^n $onig (f. b.) fagte unb ou^ ber ^onig« 
Hau, mtttelb. ber honiotow (JorotoAtn 1386), mit bem ^tf^Uf^au ni^t ai% ein« 
ndb ba«felb€ erf^eint. & fie(t alfo oudi a^b. militou nt(tt flatt milit-tou (t)gl 
•rimm Gramm, n, 348), get^. milit^-doggyns (?). (SBenf owenig tfl, tote 3ac. 
dtimm in feiner beutf^en SR^t^el. €$. 607 tiM, mili-, mil- jttrUdjufii^ren auf 
bot altnorb. bat mdl, miel (ie ^ 6) in ber mdldropi = ®ebi|tro))fe b. (. S^^au, 
ber na4 ber attnerbif^en ®8tterle^re jeben 9D?orgen auf ba« Sanb an6 bem 
fil^nmenben d^e^tffe M ttoffe« Hiimfaxi (Steif", 2:(>attmS(ne) (era^fSüt, mit 
meinem N6tt, bie Göttin ber 9{a4t, in beflimmter 3eit anf i^rem Sagen bie 
Ux nmfS^t (f. 8norr€hEdda @. 11), totnaSi ber %u6bm<f 9le(It(an feinen 
Uvf^mng in einer 8or^Dung be« ftltert^nm« ^Stte, bat bie 92aturerf(ieinnngen 
aaf l^^ere IBefen bejog. 2)a6 i in mil-, mili- nnb ba6 6 in attnorb. mdl laffen 
m m^t vereinigen. fi\% ri^tig f triebe man äRettan. 
M 3Jtt^x, mit unt)erSnberter Siegung : größere ^aifi gegen eine 
Heinere, t)ome^m(ic^ größere ©timmenjal^t. 

3. 9. i^mit einem 2Re(r )9on 18 gegen S"* (^Sietanb Stbberiten 1781 I, 41); 
„(i9 i|l ein 9)>{e(r [nSmtid^ ber Stimmen burd^ (Sr^eben ber ^Snbe] ))on )wan}ig 
gegen amglfl" (©^ilter Seil 3, 2). $tf|. rtd^tig SD'ter. S)a6 92eutrum be6 
Xbiectii»« me(r al6 @ubp. «»ermanbt, nnb fo f^on 1553 ba8 meer unb in ber 
®ertd^t8fpra4e be« 15. ^a^x^. daj; mdr = bie SD^taibrität (Beneeke U, 1, 140). 

me^r, atj, : ftärfer on JRaum, ^a% ffiert^, überl^an^)! an Onbegriff. 

f^vxpaxaüo M ^Begriffe« groß, mit tpet^em fic^ bann ber ^Begriff 

Die( mif^t. SSeraltet, bod^ j. ®. nod^ : 

„Con t4 ein meftre« no^ balb ober \p}ii, em|)fangen'' (Qogeborn moral. 
Geb., 9[u6g. t>on 1750 @. 39, ebenfo in ber Stueg. t>. 1753); «SDtorgen . . . 
ein SOtebreel'' (Sefftng (im, ®al l, 8); „2)te S^orwelt Tabte fif bev itoe^ 
nnb mebren Rammen'' (Sobenfiein 9{ofen, 9[u6g. ton 1689, @. 34). Wlxt 
Mogem, eigentU4 unnBt^igem S)ebnung9<^ nnb atfo bifi« richtig mer. Wlffi. mdre, 
mgr, abb. n. altfS^f. mdro, ange(fä<$f. n. ahfrief. mftra, gotb- mAisa, = grBger, 
beffen tbeoretif^er fofltib im Gotb- mogs getautet baben würbe, meld^er, ebe er 
ber 2anti»erfdiiebnng untertag, bie fi($ in got(f. mikils, altfSibf. mikil, angetfSd^f. 
mkel, mycel, attnorb. mikill, abb* müiii, mihhil, mioliil, f))Ster xniohel, mbb. 
michely =s «grog'', aeigt, )n ber Urwurget mag (Dgt. au^ maii^ett), mah in tat. 
nugnufl 3= grog unb magis = me^r, gr. m^as (jjL^yag), fanffr. mahat, ^ grog, 
fKmmt. 2)ana4 muffen nrf)»rangli(b in gotb. maiza ba« a ber Surfet unb ba« 
i ber (£onM)aration«enbung befonber« ))einommen koorben fein (ma-iza) unb er« 
fd^iene tUn biefer nnr f^ma^e gotb- <£om^aratito müza al« uratte, bor bei ^txi 
ber 2ant«erf4iebnng eingetretene Ißerfürjung au8 magiza (-iza ifl (£om|)aratit>- 
enbnng), majiza, mie ber gotb- @u|)ertati)) mäists unfer meifl (f. meifl 1) atf 
(^ei^Ite Sertttrgnng eine« t)oran«gebenben mit gr. m^gistos (jifyiörog), fanffr. 
maluBchta, im 3^^ mazista, =s „gri5fi^, flimmenben gotb- magists, bann majists, 
nnb befbe, müza nnb müsts, bitbeten bie gefleigerten Grabe )n Jenem berfetben 
fBttrjel ange^Srigen, aber ton ibnen toerf^iebenen mikils, totl^t^ an ^6f feine 
CHeigemng t>ertr8gt. 
me^r, «bt. : in ftSrIerent, V^^erem ®rabc; nod^ baju; toieberl^ott; 
fernerhin; fonft f^on. Somjjaratiö be« ©egriffe« tiet. 3n ber 35er* 
binbung mit einem ©ubftantit), j« JB. mei^r 3Ren{c^en; me^T ®t% 



60 tattft — »e^rortHÜ« 

mel^Y SRutl^ tc, ift mel^r ber obDetMal geBraitd^e 8cc. etttg. ber 
attcn fd^iDad^cn fäcj^lid^en gönn beö frfll^cr nur fd^tood^bfeßcnben Ab* 
icctib« mel^r mit bem Ocnitib (f. bie anm.)/ ber l^ier in ®elb, SKutl^, 
tioie meiften^ neben mel^r, feine Siegung bertoren l^at. 

^en Snt^er {«(reibt mit dgentltf mmSt^igem 2)e(iimtg««( me^r; (ift 
ri4ti0 »Sre mer (f. ba6 9bi. me^r). 3n bieftm Ibt». flnb |mei gormen )u« 
fammengeflofTen, bie {14 (^on im SR^b. nid^t überall {Reiben Ufftn, vd&müäi 
1) m^b. mdre lt. a(b. mdrft [bei »el^en ^ca @ub{t, ^rouomen, 9biectiD im 
®en. ^ebt, ). 8. abb. ird mdrft i^rer mel^r, m^b. m6re tröste«, tu mdre 
yreuden tc], fiot(. miusd, ber abt)erbtal gebraud^te 9[cc. be6 fSing. Don ber {S^U^en 
gorm be9 oU (Somparattt im füt!btut\6fta {(bmail^biegenben 9bi. mebc ({• b. mib 
me(re), nnb 2) m^b. mftr, mit ba« r gelttr)t m6, abb. m6r, got^. mAia, alt* 
{S4{. mdr, mittel- n. neuttieberl. meer, angel{S(!({. (mit 8er(uß M r) mA, o(tfrie{. 
mAr, mA, aUtiorb. meir, totl^t^ mit SBeg{alI be9 (urien Snbung^bocale« (a, o) 
au8 bem in bem t)orbergebenben 91rtttel be{))ro4enen abj[. , bem gotl^. (£omparatit) 
mäiza, abb. mdro, gebilbet x% toobei im ®ot(. ber getrübte, aber toe{entIid^e <£on« 
{onant be« (£om))aratit)g (z in -iza) wieber a(9 reine6 s, atfo urf))rüngtid^ er{(!6eint 
(t)g(. 9i). 2)te{eg gotb* mäis aber mug, ba mäiza au6 einem uralten migiza 
({. ben borberge^enben Slrtifel) (erborgegangen, au9 einem bor ber ^tit ber Saut« 
ber{4tebung ))or(anben getoe{enen ttr{|)rUng(i(!(en magis ent{lanben {ein. — Stei- 
gerung bie{e8 mebr in mebrer, at{o bo^^^jelter (£omparatib, toie in ,,me(rer e(ren, 
. . . a(«'' im @im)>Iici{(imn6 (1701) ^^ 2 dop. 10, i^ ie^t beraltet 

meldte, al9 obberbialer 9(ccufatib btd ©ingular« bon ber \dfXoaö)m 
\^6)ü6)en t$orm be« 9(biectib9 mel^r (f. ba« Sbb. ntel^r), tommt nur 
nodf? fetten bor; aber att jäl^tenbe« «bi. fttr mc lerere (f, b.), j. »• 
niedre 2;age.2C.^ ift e« eine unrid^tige gorm, U)e(c6e in ber 2ten 
^Stfte be« 18. Sa^xf). nad( falfd^cr änfd^ouung ouftau(^te. 

9i|l. ri^tig mere ({. me(r 1). 3(neg ri^tige alte fibt). me(re, m(b. mdre, 
abb. mdrA, flnbet fi^ ). 8. no(b bei ®0t(e XU, 197 (gauff) : „5S>n fngfl mit 
(Einem (eimlicb an, — 9alb !ommen i(rer me(re brau, — Unb »enn bi^ erfl 
ein 2)u^enb (at, — €>o (at bi(b auiS^ bie ganje ©tabt'' 
meieren SS gröger ma^en an dianm, 3<^^I/ überhaupt an Inbegriff. 
SWit einem meieren = mit ii^m ber «bftimmttna fld( unterwerfen, 
toer bon il^nen me^r ©tinjmen erhält Wefiejrfb fi(!^ meieren. 

^en bei Snt^er mehren, aber ^i^. ri^ttg meren ((. me^r 1). Wtifi>. 
mdren, ref[e|ib sich mdren, al^b. mdrdn, reffest) sih mdrOn, bon bem ^i. 
((Som))aratib) mebr, got^. miiza, mie Srgern, beffern, linbem bon ben (2[om)>ara- 
titoen Srger, be({er, linber. SO'Ht einem meren (Irisiua 476^ unbbanad^äRaaler 
«t 286»). 

me^rent^eil«, genitibifci^e« Slbb. : bem gri)geren ZiftxU nad^. 

9i|t ri^tig merentciU. 2)agfBort ifl 3u{ammen(4tebuttg 1) beeiden, be« 
Singular« bon bem fCb). me^r ((. b.) in ber ttr{|)rttngli4en 9eb. unb ber be- 
»a^rten ur{|)rfingn4 {^toac^en Siegung be«{elben, unb 2) be« (den. be« Sing. t>on 
S: ( e i (. 9m SD^Zarlbn^ t>on 9[Iteniiabt in ber tBetteran unter bem ^*U, October 1687 
no4 getrennt mebren t^eid«; 1595 aber an($ {d^on merenteil« (9art^o(. 
Safiro» ^erfommen k. %f)l i @. 382). 2)aneben mit bem (den. be« Sing, bon 
me^rer ({. b.) )n{ammenge(., 1691 bei Stieler S^ 2269 me^rernteil«; aber M 



fRe^ ^ nic^r 61 

fteifeT«^eT0 (SRaticn lytonidf^vt 81 16*») mctett^eil«, de «eti. be« 
6t]i0ii(at« )»oa dncm infamnitiigefetten «^uiel^rer S^eil^, toie beim f^on bei 
8atiet icQcnbtDO «^ba« merer tett^ bei SRaaler 91. 286* ^ber SReeter t(et( 
« ber fltögere 2:betl, mittelb. dftr m6rer teil (Booer beff- Uvt I, 462), m^b. 
ds; mftrer idl, da; mdrn teil (iVinmi^ 840, 12), dftr mdtre teil, torlommt. 

bet aWei^rcr, — «, ^}(. »ie ©ing, : »er termel^rt 

ii% listig SRerer. SRbb. ber mdrer, namentli^ in unb feit betn 14. 3a(rbv 

unter Itarl lY., iit bem 2:ite( be« bentfd^en StM^9 ali Uberfe^nng be« t»on ben 

rSmifii^en Haifem geffi(rten 9etnamen6 Angdstns (f. %n^üft), 8on mehren. 

me^tcr, äbj., bcffen urfjjrünälicl^e Seb. „ffCd^tx" noci^ in ber SSerHn* 

bnng «mit me^rerem [= grögerem] Steci^te'' nidft unithx&näfliät ift 

(t>gL ®rttiEin (Sramm. ni; 610), augerbem aber, }« 9. in „na^ 

mehrerer erfal^rnng" (9toft ©^fifetfleb. 70), mit me^rerm Otücf 

att aief^^tc" (ßid^ttoer 3, 6), bei mel^rercm Slad^benfen" (®öt^e 

XVI, 149), «biet mel^rern ©d^mucf be« ©ort* unb ^eriobenbaue«" 

(^erber ®eb. I, 3) jc, mit me^rcrem (gntjüdfen" (©tiUing 

3ngenb), unö B^flentpSrtig toie altfränfifc^ borfommt, fo bag »tr ba«, 

genau genommen, im Segriffe ^ier nici^t obüig übereinftimmenbe Xbb. 

mei^r fe^en, otfo mit mel^r (Srfal^rung, mit me^r ®iüd, bei mel^r 

gioc^benlcn k. Die au« Jener «eb. «größer* ^eroorgegongene ©eb» 

«toetter" jeigt nod^ mel&rere«, ein mehrere«, j, S. in «f)aft bu 

nod^ mei^rere« ju fagen?'' (©dritter Sur. 4, 9) = ein »eitere«, 

«ettt>o« mehrere«" = etwa« »eitere« (®öcfingf IHeb. jto.gieb. 4). 

!Dann bie »eb. : an^a^t grbfer, §. SS. «er ift gu ben ÜKel^rern ab* 

gegangen* (Seffing Vm, 250) = gcflorben; «bei toeitem bie 

mel^rern gätte* (©dritter neue Il^alia m, 2, 155). SSorjug«* 

loeife unb in«befonbere aber fte^t mel^rer jc^t al« unbeftimmt jSi^tenbe« 

Sbi. in ber ©eb. : einen, eine, ein (ein«) überfteigenb, nid^t biet über 

einen, eine, ein (ein«), j. ©. mehrere« ®elb, mel^rere ©üci^er :c., 

«bod^ fange id^ an, mehreren f== einigen] iroft ju flnben* 

(®titting3ugenb). $ier Pnb aber bie fäd^Iid^e gorm im ©ingutar 

unb ber ^turat am ttbtid^ften unb gioar ol^ne borl^erge^enben beftimmten 

«rHW [j. ». «nad^ meiere reu lagen* (® btl^e XVn, 13), gteid^beb- 

mit bem ))or^erge^enben «einige 3:age*], feiten mit biefem, i. 9. «toie 

tooOte man bie m el^r er en©agen fortbringen* (®bt^eXXX, 121). 

9Ht grogem Sbilonte Wttifxtxt$ imb im $1 SRe^tere )u ((j^reiben, toenn 

bft« CBort toie fnbßantitoif^ ongefe^en »irb b. ^* miab^Sogig )tt aUgemeiner 9e- 

teid^mng ft^t, ifl nwt übM, aber, »ie aud^ bei e i n SR e 1^ r e r e 9 , im Oranbe minSt^ig, 

mib f« f(^reibt benn ornl^ ). 8: 3. 3. (Sngel tieine ©d^riften (1796) 73 «8alb 

ein mehrere« ^ieiwtt''. »gl ait4 oben 0. 19 JDtand^er, SRand^eg, SRand^e. 

aber bagmiri^tigemebre«, mebte tatt mehrere«, meutere f. glei<!^ na^^er 

mib mebre. golgt binter bem $ütral mebrere ein bamit terbnnbeneg f[bi., fo 

biegt biefeg im 9tom. u. ftcc t)«rtttegenb ^ftrf, ). 16. mel^rere f d^bne Stumetttc, 

i» Oes. nnb 2)at ober immer f(bttHM|. ^ ^fl. ri^tig merer ic. (f. me^r); 

m^b. mArer n. mdrre, rnftne, a^b. SRofc. mdidro, mu^ mteizo^ gem. n. 9ientr, 



68 mc^rfteniaf — inc^viiKiIen 

mMi*, » drVfier. S>a« «Bort ^t affo im «ft« tmb aitttdl^4b€ittf4es, idIc t§ 
bem QEonMKiratü) ]trf))rüu0(i4 {nlomtiit, nur f^^mod^e 9ie()itttg; bo<l^ tonil^t im 
9Ritte((o4betttfd^eti, »ie Bei oitbem Com^atatii»cn bereit« im Vlt^od^beiitfiten, an«« 
na^mflweife ou^ fi^on ^arte gorm cm\, unb fo empfängt e« bann im 9ten^p((- 
beutfd^en, toie alle (£om)>aratit)e , na4 ben bei bem fShl geltenben 9tege(u ftaxtt 
toxt fd^wad^e eiegmig. 2>ie bem a(b. mdriro entfpred^enbe got(tf<!^e gorm lottrbe, 
ttenn fle fl4 borfSnbe, mäisiza lauten. S)t« IBort ifl aber M Comparatit be« 
(Somparotit)« me^r (f. ba« Sbi. me^r), m^b. mdre, mdr, a^b. mdro (gem. n. 
9}eutr. mdrft), ein ttieber^elt ober boppelt gefieigerteO, »ie benn im 9(It^o<!^bentf4en 
eine menn aud^ nur Sugerfi feiten ^äf )eigenbe SBieber^oIung be« gemB^nlid^en 
@teigernng«mitteU )ur $ert>orbrtngung befio grUgeren ^{a^brud« borlommt 
(f. ®rtmm ©ramm, m, 620) nnb felbfi f^on im Got^if^en bur^Micft (Dgl. 
* nnmirf4). ^ierna^ ifl bie t>on mannen na^ falf^ Vnfl^t Beliebte ®4reiBung 
meBree, me^re flatt mehrere«, mehrere i»er»erf[i4 (f. me^re). flnber« 
bo« m me^r (f. b.). 

me^retemal, 2ufamtnengef(j^obene a[ccufatit>e im Plural, 

»oBei baO @uB|t ba« SRal (f. baO SRal l) bie enbung«(ofe m^b. n. a(b. 
tpturalform mAl, auc^ Sher-n^b. mal« Betoa^rt (at. dtft im 18. 3a(r(.; ober 
9(belung »in mehrere il^ale gef((rieBen ^aBen, koa« unnöt^ig ifl unb nn9 
gegenwärtig altfrSnltfd^ fd^eint. Sei Ittrf4 unb %Ut me^rmal. 

mel^rertei = mci^r al« eine Art. 

I786,)b{e . . . BUbfamen ©v^enmaage . . ., bie, tt)te ber ^e^ameter« me^rer- 
lev Sflge aufne^men^ (3. 3. Sngel 3been )u einer mimit, Kugg. t. 1786 f. 
Xlfi 2 @. 146). HBer weber Bei Kbelung, no^ felBfl Bei QEampe. ^ifi. rid^tig 
mererlet. ®eBiIbet wie mand^er«, bielerlei sc. (f. -fei); bod^ fd^eint 
me^rer meniger ®eu. $1. be8 Xbj. me^r (f. b.), al« be« unBefHmmt tWenben 
mehrere, tu ttelddem gaDe mehrerlei $itr)nng beg rid^geren mel^rererfei 
fein ȟrbe. 

meldte«, ein mel^red, f. bad tibi, me^r; aber fa(f(i^ ftatt mei^re^ 
red, ein mehrere«, \. mehret unb meiere. 

bie aOiel^rl^ett, ^I. — en : größ^te ^aiji gegen eine fteincre. 

^i% rid^tig aOterBeit ff^b. bie mdrheit {Noiker arlBtot Abh. e. 61, 106). 
Bufammengef. au9 bem aBb. ni mdr (f. meBr i) nnb -(eit. 

me^rmalen, uxalttM Stbt).; aber fd^on 1678 bei Ära m er tmt\äf^ 
ital. SSJortb. 769» mel^rmatö. mel^rmalig, «bf. 

^tfl. riddtig mermalen, -mal«. 3eneO juerfi 1711 Bei 9lSb(ein 630* uelben 
i^me^rmail«'' terjeid^nete ^meBrma^Ien'' ifi l^erBinbnng beO Slbb. me^r mit 
bem 2)at. tßlur. «malen (f. baO äRaf 1); me^rmat« aber tturbe ben l^erbin« 
bungen e^malo (f. ehemalig) imb iemafo (f. b.) gfeid^geBilbet , alfo mit nn« 
organif<^em gemtit»if(i^en 6 alo 3^(^en beO über feine ®ren)e toirfenben VbtoerBiaf- 
triebe«. 2)a6 baO on« bem fS(BUd^n %cc* Ben>orgegangette me^r, m(b. mAre, 
aBb. mdzft (f. me^r 2), mit weld^em fl4; bao rein abt>erBiale meBr, m^b. m6r 
n. m6, abb. mdr (f. ebenfatt« mebr 2), mengt, ben ©en. regiert [|. 8. mBb. 
leides m6re, m6 liute (meBr 2ente), wunden in6r tc], liegt l^itc fem nnb i^ 
nidBt in 91ttf4tag )u Bringen. 2)em erft na4 ber JDlitte be« 18. 3a^r(. anftond^en- 
ben Ibi. mehrmalig liegt ein ). fd. Bei ESneh (172B) n, 216* aufgenommene« 
'ffbiD. me^rmaf s^ ©nrabe, mie abermalig ein aBermal, bamalig ein ba« 
mal (ni^t lunä^fl bamal«] tc. 



tnelifl — meiben 68 

me^rfi, el^ebcm ttod^ mit DoOer (Snbuttg me^reft, ®ii^t i(H>tiin€^t, 

bod^ tüemger Sbüif a(9 nteift (f« meift 1). om mel^reften^ am 
mel^rften, iDofiir anö^ ^Suftg, aber ttnnbt^ig, am Sße^vften ge» 
fd^rieben U)trb in bem ©ebanlen, bag mel^rften l^ier fubftantibifd^ 
erfd^eine. 

3. 8. irbeti Vltl^xfitn au« aDen ftlaffen'' (^Bürget ^eb., HiKfl. b. 1778 
6. Y); ^2)a« mtitftt boton'' (GSt^e XXXYII, 247); ^bte mebrflen biefer 
Mn^mdiidfta'' (©^iUer «ab. u. S. 2, 2); ^bie me^rßen ^elbamen'' (beffen 
Sieftfo 3, 10); ^ba« 2)are)^n ber mt^xtfttnWltn^dftn" (beffen S^falia VI, 133); 
„ton ben mebtflen ©timmen" (beffen 5Mi 5, 1); ^ber 9aner lag i^m am 
nc^r^en am Serien" (di5tbe XY, 18). f^fi. rid^tig merfl. ®n eigentbfim« 
ß^er, i»on einem (2[onu>araHi> gebilbeter @a4>edattto, ber guerfl, ober f^rli^, im 
Sß^b. anftau((t nnb )war aU (Su|>erlatit) be« Sbiectitod tote be6 eigentlid^en 9b- 
berbinm« me^r, loel^ed (ier gan) toit bei niedrer (f. b.) aU $o{ltiD angefeben 
isitb. 2)iefeg m^b. 9bi. mdrest aber bebeutet, bem urf^^rttngli^en begriffe loen 
mebr gemSg, f. t). a. grSfl [no^ nbb. in ^ber ntebrfte ^aufe'' in @ti(Iingg 
SBanberfd^aft], ba6 9bb. morste f. I9. a. im Wfttn ®rabe {Oregarius 555). 
fibrigeng b^t ber IBorgang be9 mebrer (abb. mdrdro, mdriro) {i(ber auf bie 
I9ilbung t>on mebrfl eingetoirft. 

bie mifttte (e = ä), ?L —n, l aßä^rte- 

bie SKe^rung, p, — en, ©ubft. ber ^anblung öon mehren (f. b,)- 
^ift ri(bttg iRernng. SRbb. u. mtttelb. bte mgmnge, abb. bie mArongtL, 
nrf^^. as «ergr»|emng. 

bie miftxid^i = grbfeere 3abt im »erl^Uniffe jur tteineren; ftatt 
t5IuraU« (f- b,). ^ift. richtig SKerjar. 

SRebrgabl |latt$Iurati6 Um tift, trotjbem bag eg 9[be(ung no(b ntd^t an« 
ffib^/ giften (Snbe be« 18. Sa^rb- naäf bem j!unflangbm(fe bie mebrereSabI 
anf, i»el<ber f^on t>on 6(botteTiug in feiner teutftben @))rad(tun|l (1641) immer 
gebran(bt ifl nnb fange getfiuflg mar. 

ber SKetben, — «, P. toie ©ing. : berfd^nittene« männtid^fe« ^ferb. 
Gin f(bon lange teratteteg SBort, morttber f. &6tmttUx, 2. Hugg. I, 1569 f. 
1482 mayden oder ausgesnyten pferde, [tat.] bugenus, spado, equus 
caBtifttiu (voe. iheut. 81. t4^), m^b. ber meiden (burib 9bf4lo54nng be« fbig- 
lonteg «ng fiftetem) meidem » m&nnU^e« Vferb, an<b gefd^S^teg, mie no(b in 
bem ftantott 2n)em ber SRaibeu 3» Bu^engfl (@talber n, 193). e. ber 
flRebnm. 

metbeii, ^äf. idb meibe, $r&t. idb er mieb, (Son). mfebe, $art. ge^ 
mieben, 3my. meib (getDb^ntid^, aber ungut, mit \6ftoaättt Siegung^^ 
enbung „metbe") : au^meid^enb fem (affeu, au^meii^enb untetlaffeu. 
2)aboii bie SReibuug. 

3eneg meiben, m(b. miden (^rSf. i^ mide, !ßrSt i4 er meit, mir miten, 
Con}. i^ er mite, $art. gemiten) »= fern (äffen unb )mar entbebrenb mie f^onenb 
nnb angmei^enb, abb. mSdan (!ßr8t. 16^ er meit, mir mitumdB, $art. mitan, 
9m)». mid, mit) nrf))rflnglt4 « «erborgen fein, j^cb mobor toerbergen (8etege bei 
Graf H, 674), morang tami ber begriff „fl<b fem boYten in f^in^^t auf --" fltb 
lel^ entmkl^fo l»mtte, gotb* meilMii (?), altfä^f. mithan, mfdan, = fl^ ber« 
bcrgenb, «timeUtcub fem laffen, muerlaffen, ongelffi^f. midan ar Derbergen, Der* 



64 SReie - 9Rd(e 

HIen, »erf^tDdgett, iuitet(a{feti, meiben, M »erfeOeit, altfrief. mitiia [nnr la 
formitha]. 906 ben urt^ertoanbten Bpxai^tn ISgt m (ein Qort terglet^en. — 
Sttt^er (tegt ^ma^ im $rSteritutn er meibet (^ioB 1, 1) b. l meibete, hn 
3ni)»eratito meibe (Stit. 8, 10); aber ein [(^wai^Biegenbe« meiben (5gt {i(t »eber 
im Wft>' nod^ im Wib. naftteifen, »ie ). 9. ein ftftta^biegenbe« f^eiben 
([. f^eiben 2), hntä^ »elfe« 2nt^er |ar ((^toa^en Otegn^g jene« nrf)nrttn0(i4 
flarfen 9erbnm« Derfft^ morben fein mag. 
ber SD'Zefe = grünbelaubter S^ftjkoeig, ^baum, f. ber URaie« 
ber SDieicr, -3, $1. löic ©ing. : ffiittl^fd^afWtorpcl^er (gSorflcfc^tcr) 
eine« 8anb^, getbgute«; ber erfte unter ben männtid^en Dienftboten 
einer grbgernSanbtDirt^fci^aft (@d(^me([er n, 536); auf einem ®ute 
©i^enber mit Sin^^fl\6)t gegen ben ©ut^l^erm« iCaDon : hie WltU 
txt\, ?L — en; bie SWeterin.. 3"föwmenf. : ba« aßefergut, ber 
SReierl^of, *jinß jc. 

9[ItfrSnTif4 unb ungut i|l bie ^^retbung SRe^er, SRevere^, SReve^rin, 
oberbentfd^ mit bem in Oberbeutf^Ianb ttbli(!(en ai fiatt l^o(!(betttfi!( ei, m^b. u. 
a(b. ei, ber fOtaxtt (f. b.), bie äRaierei, SRaierin. Wib, ber meier, an<!^ 
meiger, = mit ber Oberaufjlt^t be« ^aufe«, ®uted Getrauter, Ober^er ber 
porigen anf einem Sanbgute, freier $S(iter eine« foI((en, abb. ber meior, meior, 
nudor, oltfS^f. ber meiar (= ®ut9tenDa(ter) , au« bem fub|lantt«>if(!( gebrannten 
lat. OEen^Kiratib mAjor as ber ®ri$Bere, <>Sbere (f. fRaitt), moran6 au<!^ fran). 
ber maire. 2)er mAjor dömos ^auSmeier bei ben granCen i|i belaunt. (Sble 
waren SReier be9 $8nig«, greie bie ber Sbeln, ^ed^te bie ber g^eien; aber 
fetbfl an ei er au9 bem @tanbe ber Unfreien Ratten 'bnrdft i^re ^ondgewalt einen 
9lang bor ben übrigen ^ne^ten , fle verwalteten ba8 ®ut M $errn unb jaulten 
ibm abgaben (f. ©rimrn 9{e4t8a(tertb. 315). 2)ie 9Reierin ifl m^b. bie 
meierinne, meierin, mefgerin, == grau be6 SReier«; bie äReierei f^St^m^b. bie 
meierej [s Stellung ober 9(mt be8 iD2eier8j b. i. meierte, meigerie {Weigth. 
lY, 149*); ber SReier^of mbb. (f<$on friibO ber meierhof, maierhof. 

ber äReier aU ^ftanjenname, f. bie S(nm. jn Wleitxiäf. 

bie Whitxel, ber üßeterl^of, f. ber SReier 1. 

ber 3Reieri(^, — e«, o^ne $(. : ©temblume mit gradartigen SIAttem, 
stell&ria gramiaea. 

Urf|>rflngti4 wo( flReier«ri<!^, neunieberf. bie mnrik. Ütber »xi^ f. «rid^. 
2)ie $f(an)e beißt au^ blog ber SReier; bei Kbam Sonicern« (f 1586) im 
J^rSnterbn^ äRe^ern =» ^ogeltraut, ^ttbnerbarm (alsine), nnb SRe^er slBeer« 
melbe (blitiun); 1588 meyer 3= (^and^^eit (f. Diefenbach glossar. 82^'). 2)iefe9 
SReier aber f^eint, wenn man niebert. bie munr (\pxi^ mür), belgift^ muer, 
miiTT (b. i. muir), s ©au^b^il, $übnerbarm, betrautet, womit iene« mnrik 
(flatt mnnr-rik) nnb ba« gtei^bebentenbe be(gif((e ba8 mnerkniyd unfer 9Reier« 
frant pfammengefe^t finb, ein« mit bem tpflanjennamen bie 9Riere (f. SRiere 3) 
unb mit mi9t}er{lanbenem lBoca( b. b- gteid^fam mit )u ei werbenbem t in« ^o<!(« 
beutf^e aufgenommen. 

bie aHeierin = grau beß SKeierö, f. SKeier. 

bo« aßei( = frieden, Derunftattenbe ©teUe. ä^eraftet. ©. aKal 2. 

bie aßet (e, $t — n : grftfte« i^angenmag, \joelaft» in Deutf^Ianb ^t^^ 
xo^nüi) 2 ©tnnben ober 12000 ©d^ritte jSl^It Sttfammenf- : ber 



SRetfer — tneiii ß5 

SWeftenfliefct = fmaW5r(!^en lootlommcnber Stiefel, mtttocld^em 
jeber ©d^titt eine SKeile auömad^t; ber aRetlenjeiger 2C. 

6. aa^ 8aiinmeile. Wttilt, tn^b. bte mile ($t. au$ milen), mü, a^b. bie 
mik, iirf))tüiigU4 milla, angeIfS(!^f. bte mil, attnorb. bie mtla, i|| aufgenommen 
an9 tat millia [$Tur. bon mille tanfenb] b. i. millia ptonam = tauf enb @(!$ntte 
ober eine ri}mif((e äReile, ttoran« an(t ^rotoenialifif unb f^an. bie milla, ita(. 
(^nr.) miglia [uelt^eS bann gu bem ©ing. ber miglio « äßeile ffl(irte]. 

ber aßetler, -9, ?I. toie ©ing. : mit grbe, and) ©tro^, SReifern Be* 
beAcr ^oii^oi, burd^ beffen SSerbrenncn ber ft'ö^ter bie Sollten fletotnnt. 
äR^b., mtttclb. ber meiler (ifmne«. m, 292'', ISO, 2), mit ei am t, benn eigent* 
Ii4 mitteO). toer ndler (jBotAe ihür. Chron. @. 652, 758), nieberb. ber miler 
(Bre m. SBtb^ Y, 425), bfin. bie mile, f^meb. bie miU. «Bf^m. bie mile nnb 
mi^e. 2>tm!Ier ^ertunft. 

ba«aKein in M^ 3)2 ein unb 3) ein'' = mein Seftfeti^um unb ba^ 
beinige^ aber gefonbert^ ba« n>aö mir unb mad bir gei^brt. 

9ereit9 m(b. min nad dtn, nnb f^on fttf(i»ml^b. ehi)e(n da$ mtn ((Sen.dSs 
mines), loelt^e« ba« 9^entmm bee foffefflt^ronomene min mein (f. b.) enbunge- 
lol 010 enb^ontit). 

3»ein* (btt«, m6f ber 2»ein) in ber aHetneib (f. b.). 

mein, f^lb fragenbe ^afb SSertounberung au^brütfenbe ^artifet 

3B- #r^ bn meinl fBer l^Stte jl4 bae trfiumen laffen!' (f^tl^iUer 9tSnber 
4,S);„SDfIeln bo^I*' (ebenbaö,!); «SKein! Sollte ttojl ber ©ein no^ fliefien t" 
(99t(e Zil, 18); „!£)ann SRein, SSie fSnnte ein ^Ceuffel Srger fein al« ein O^ren' 
WSfer »nb ^eeibl^unb** (SWof (Jeroft^i VW- »• ®- 1» 86). fBettetaniW mein (mit n 
ttie in frang. en, on tc) nnb bal^erift!^ mein, na^ xotlüitn ein m^b. min tooran0« 
infe^en \% m($t mein (ßatt ich meine), bae metteranift^ mftn (mit n mie im 
^o((bentf((en), ba^er. main lauten mfipe. Offenbar tfi iene« betonte mein! ba0 
befllangeigenbe fronomen mein (f. b.) unb in ber SBeife einer ^nteriection luttft 
in bem €$inne )»on „i^ bitte" ((at. quaso, f. ^ä^mtlUv U, 592) aufgefommen 
mit bem Veralten ber in gleid^em @inne gebrausten (Eom^ratiio>3nterj[ection 
lieber (f. b.)/ nie benn j. «. fHi^itt 16, 6 in ^2)i(tla \pxaäf )u &tmfon ; 
Sieber fage mir, ®orin bein groffe jhrafft fei»'' an^ „Tttini jage mir" tc. 
febeii ISnnte. 3m ^ott&nbifd^en fagt man gerabegu bafür ei lieTel unb @tieler 
(1691) Bp. 881 fflbrt biefe0 mein no^ al« Snteriection bed t^c^mei^elne an. 
Vber »ie entf^rang ber eigentbftmH^e (Sebrau^ unfered mein? Sollte ee mit 
9n0laffang be0 @nb|iantii»0 unb baran« bevtorgegangener ^^toere bed £Dne0 
jUtt ber Qettfeuerungen mein i^ottl mein Sib! liefen, infofem man btefe oM 
einn geniffen &^tn i»ieffeid^t n\ä^i DoSflänbig an0f))red^en mollte? 

mein, otter ®en. ®ing. ton iö) (l t>.), ungut unb barum tt>eniger ebet 
mit Sert&ngerung meiner. 

Scne germ mein ifl bie urfprttngli^e, mbb.^ abb., alt* u. ongelfS^f., altfrtef., 
olmorb. min, gotb. meina. 2)ie gorm meiner bagegen lommt auerftgu 9(nfange 
be« 13. 3abrb. im SD^ittelbentf^en i9or, mo miner bei BerboH 625, bann im 14. 
Sobrb. in Urfunben, bei Ködisi (f. benfetben @. 141 f.) ac; no($ früher finbet 
füSi am 9{ieberrbein minia {Boiher 4427), mie mittel« unb neunieberl. mins 
gefagt loitb. @4merlt(b iebo^ i^ bieran« auf fonfl ttblit^^en Übergang bee s in 
T (f. 9t) bei miner gn f fliegen, »ennglei(( biefe« offenbar bur^ (Einmrrfnng be0 
^eberbctttf^en fUb bilbete. Hue bem flRittelbentf^en gegen ober nm 1400 na^ 
Scisft«»,Sditcr»«(^ 4.1111(1. ».«fr. 5 



ß6 ni^ " meinen 

€(ilbbetttf4taitb t»0t0etmni0en m«indr Bei SttchmiwiH 92r. 44t, 80, imb n^ Bei 
SutBer im ebelen @tile, ). 9. ^gebend meiner, toenn birft »cl ^el^ct^ (l SKof. 
40, 14), „(&tUnd meiner, mein Üott, im beflen'' (%eB* 13, 81), neBen mein, 
l. 9. ^^ebend aber mein nad^ beiner ^arm^er^tgfeit'' ($f. 25, 7), „^err gebend 
mein"^ ($f. 106, 4). Sgl bein i nnb fein 1, aber f. and^ bie 9[nmer(. jubem 
folflenben SrtiteL 
mein, bcfi^njetgenbe« (poffefftbe«) Pronomen ber erften ^fon. 

SD^afc. mein, gem. meine, 9eentr. mein, Be}ttflttd^ afleinfleBenb Vta\c meiner, 
gem. meine, 92eutr. meine«, gefttr^t mein«; mit Srttle( ber, bie, ba« 
meine, aber o^ne @nB|lantii9. gotgt ein flbjectit», fo ^at biefe« im9{om. @ing. 
be« äji^afcnlinnm« nnb im 9^om. n. See. be« gernfnimtm« nnb bef 9^entmm0 
flarte Biegung [). Q. mein guter 8ater, mein gute« fiitb], angerbem aber 
bnr^gSngig \6ftDa6tt; bo4 bleibt ber 9}om. @ing. bef g^^ininnm« [). 8. meine 
gute Sran], fall« man bie eiegnng«enbnng ni^t gerabeju M flarfe gelten f äffen 
toiO, )tt)eibentig. (Sin na^ mein gefegte« Ibi. i»or einem @nBfl. B«t im ^l 
f^na^e Biegung, n>e«(a(b Bei eäfxUtx ^teffe oI« Ontel s, 8 nngemS^i^ ,^0% 
ber OBer|t eine ferflde trügt nnb t4 meine eigene ^Mtt." fl^^b. min, a^b. 
min [flarter 9tem. @(ing. be« 9Rafc. mfn«r, gem. rnSnin, mina» 9tentr. mtiias; 
f^ma^e gorm Beginnt im 9(bb. a(« @eltenbeit auf)utau(!(en], gotB* mein«, alt« n. 
angelfS^f., altfrtef. min, altnorb. mixm. ^etborgegangen an« bem ®en. Sing. 
Den i<t (f. b. nnb ba« bcrBergebenbe mein 2). <90 tBe XL, 887 (^erm. n. 2)or.) 
Bat ott^ einen f4»er(i4 fonft «orlommenben Comp, meiner : „2)n Bifl mein; 
nnb nun ifl ba« Steine meiner al9 iemal«.'' @teBt mein burd( bie SerBa 
fein, merben mit einem al« ©nbiect gefegten ^uB^anti« ober ^^onomen ber« 
Bnnben, fo f4eint e«, ba im HBb- flet« ist min, bist min, sint min, alfo min fiäf 
finbet, nrf))rttngIi(B ber iS^en. be« @ing. t»on iiB, barni aber al« ba« oBne Biegung«« 
enbnng ^ebenbe ^offeffUo angefeben »orben )tt fein, ba« ieboiB aü^ bie (Snbnng 
Baben fann. 2)ie6 ). 9. in : ^bie Serf^toörung mng meine fevn" (©d^iller 
gie«{o 2, 7); „2)tefe« 9KSb(!^en mng meine fe^n, ober i4 Bin berloren (ebenba 
r^ein. XBalial, 69); ^^enn nur bie OBrring meine n>Srenl''(®i5tBe XITT, 143). 
ber ÜReineib, — e«, $t. -e : fatfc^er (gib, fotoot im «etouftfein be« 

aßangetö ber XSa^rl^eit gef<!^iDorener^ ate au6f U)iffenttic^ ober abftci^t^ 

l\6f beruhter. !Dabon metneibig. 

ä^eineib, mbb. ber meineit, a^b. ber meineid, attfSiBf. ber mdndth, angelfSt^f. 
ber mftnM, altfrief. ber mdn«th, -M, altnorb. ber meineitfr, gnfammengef. mit 
bem tu feinem Urfprnnge no<B nnanfgeBellten mBb. ba« (flBti^er ber) mein, aBb. ba« 
(ber?) mein, gotB- ba« mün (?), a(tf5(Bf. ba« m^n, angeIfS<Bf* ba« mftn, altnorb. ba« 
mein, & Berle^ung, ffinnbe (im lltnorbifd^en) , SerBrei^en, Unre^t, galff^eit. 
@d^n)erli4 i|l ba« erfte 88ort ber 3<ifA^<n^f<6und ba« mbb. Kbi. meine, aBb. 
meini (bgl. ®rimm d^ramm. m, 494), falfd^, Betriegerif^, oBgtetd^ im SBb- 
mein«r eid = Sl^teineib bortommt. 2)a« Hbi. meineibig ifi mBb. meineideo. 
meinen >= worauf ^inbenfen, im @inne ^aben; gefinnt fein gegen — ; 

in $)erj nnb Sinn jugeneigt benfen an — , l^er}ttd^e Zuneigung fü^en 

gegen — ; beabfid^tigen ; ben @inn ^aben, bebeuten; anbeuten, ju ber>> 
. ftel^en geben; im @inne i^aben^ aber ungetoit, ob äbereinftimmenb mit 

ber SSBirllic^feit ober ntd^t. 

a^^b. meinen in ben angegebenen Bebeutungen, in ber britten oft xoit ,^IieBen'' 
gefegt, aBb. meinan (bie Beb. „ittfiHit Bmieigung fUBIen gegen — '^ erjl mit bem 
12. 3aBr^.), moneBen fpüter amB meindn, got^. mäiigan (?), altflid^f. m«ni«n, 



meinet — tnchrig 67 

«ifrffS^f. tttfmm («ii4 in bet 8^. ^fhü^i^. Vn« bem ehig. M 
9ifiahm« cini« t»0Mtt«9sf<t€»bcn get(. Onr^etbetbnmf meiiiAn (!prSt. t^ er 
mäiD, toix ttinniii, ^txt. minans) s benfen, worcti beulen, (|ebenfen (?), totlö^ 
•nnibbegnff aviit ba« au0 btefem Sfteren 9Bnr)ett»erbnm (erborgegangene ittngere 
ndiian bnr^^thigt €$. 9Rattu Kntti. 3)tefe« meinen wivb mit minnen 
afltteriercnb i^erbunben : »da; ich dioh mdr und aHer meist — minne nnt 
meine, — dan dSner jnnofrowen deheine" {Lampreehi tochter Bjon ^^U 
iammtt$ ^. $\ ^ietncr (>f. 19*); «da; mau aem traten nnd leleate — got 
meine Tnde minne — beidin l^en und inne^ (ebenba Sl" as 47% SoBrifer 
(f.dts^nlen). 2)ie^bentinoen beibev 8etba tcid^nia andnanber. Bg(.9t€innng. 

meiner, ifingerer ®en. be^ Singnlar^ bon iäf, f. mein 2. 

meinerfeit«, abb. : bon ©eitert be« ®<)red^enbett. 

3ieril 1716 M Snbwtg ep. 1784 meiner^feit«. 2>ie jufammengerttdten 
teitttbe bc6 6tngtt(ar« meiner Seite, am Sk^tuffe mit bem |ier mtorganif^ 
angetretenen, aber abberfffalci lnfe||tn mitt^t^nben «« bef mSnnli^en rnib fS4' 
(i^en Oetiitib« im ©ingnlar. 8gl. aderfeit«. 

meine^glei^fen, unberSnbevIii^e f!^orm abberbialif d^et unb (U)enn 
auc^ nur {(j^einbor) obiectibifc^er ©tedung [ü^O. meinesgleichen 
Seute }c], f. gletd^. 

Bnerfl 1716 bei 8ubn>ig €»t>- 1281 meineg g(ei<ben. 

meinet«' in metnet^atlb, ^^atitn, »tpegen, - mitten (um meinet^ 
u>iUen). 

9Reinetb«Iben nnb meinetmegen, im gemeinen Seben geffirjt mint« 
talben u. 'megen, mit anegelaffenem t>on [bei Snt^er 1 €tem. 36, 6 i»on 
netttct mcgen] nnb nnterbrücTtem n bor t in meinet. 2>enn mbb. n. mittetb. 
«ott^Snbig Ton minenthalben (O^hard 8759), aber au4 f<^on bloß mtnenthalben 
(ü^isUm 888, 8)], nnb von minentwftgen, ge(Ur)t mfinentwegen, mit nnorganif^em 
eingegebenen t (DgLallentbalben) an einanber gerlidt antf von minen halben, 
Ton minen w6gen [tt)te Ton dtnen wftgen {My§t I, 77, 11)], ben 2)atit)en beg 
Vfnrai« bef ^ojfef^b« min mein nnb ben €^ttb|lantit»en bie halbe » @eite (f. 
|a(b 2) nnb ber wfic 29eg. 3m Wfi. fe^te man ben Kce. €^ing. mina balbün 
(Otfried 5, 11, 12) in ber Qeb. meinethalben, meinerfeite, nnb im 14.3a^r^. 
!ommt in Sänften unb Urtnnben au4 i)on minr wggin (f. E5dM €>. 142) mit 
minr, bem Öenitib beg @ingnlare k>on id^ (f. mein 2), bor, »o benn toh — 
w^pn ale ben ®enitit erforbernbe $r2i)>ojition erf^eint (f. bon — me gen). 3n 
nm meinetmillen, gentrjt meiuetuilten, (aben mir megen nm an einanber 
gerfiifte 9[ccufatit>e bef @ingttlarg, ebenfaflg mit unorganifd^em etngef^obenen t; 
eg it f^ere Bilbnng, wie benn and^ Sutber no4 urf))rflng(id^ bmb beinen 
millen flatt rnifere« nm beinetmiKen M (f* beinetO- anittetbenlfd^ fagte 
man dnrch minen willen {KJSpke^$ Pa»$, 48, 55) « nm metnettt)iQen, meinetmegen, 
mbb. durch dSn willen min (MfeL 62, 8). 2)ag neben meinetbatben er« 
f<beinenbe meintbaib finbet {14 fd^on in bem gleid^beb. m^b. minenthalp {Neidr 
hart 78, 2), im 15. 3aH- minthalb, einer tt)o( burd( (Sintt)irlnng beg ane ben 
9ccnfatit>eu beg @ingntarg gebilbeten ebenfaUg alg 9(btt. ffebenben m^b. minhalp 
= t>on meiner @eite (Jtoem 8098. Patv, 416, 27. 750, 28. 814, 21) entfionbenen 
Mr|mig ieneg m^b. minenthalben, neunieberl. nugnenthalye. 

meinig ober bielme^r mein ige, ni^b. abjectibifc^e Silbungr toel(!^c im* 
wer ben Beftiramten attilel bor fid^ ^at unb alfo nur \(i)Voaöf biegt 

5* 



6d ttcHranft -^ m^ft 

W tia toonmf&eganoeiie« €tel1l«ti(ib fl4 be|leM) : ba; ^ ba« vetlRide. 
@nbfiantit>if<( toon bem (Siflent^inne be9 epreAenbca, »on ben ^erfoneq, bie bem 
@)>re((enben atifle^öten : baS Sfteintge, bie 2Reiittgcti, bMterif^ tteBer ba« 
äReinc (f. bie ©teile toon (90tM bei mein 3), bie aReinen. Unfer meinige 
flnbet m, tDie ettvige (f. b.)^ )uetfl 1598 bei 4>e(ber @. 87 toertei^net tvo «bei 
beinige no^ ni^t angtttreffen jlnb, flbes200 9a(re ftflber bagegen toa^t feinig 
(f. b.) auf. 

bie aßeittvttg, ^L —tn, ©ttbft ber ^onblung t)on meinen. 

Wib. bie meinnnge » €$inn, Sebeuümg, d^eflnnnng, Ibfi^t» frennbfi^e Qjt* 
fnnnng^ Siebe (»ie bei meinen (f. b.) «n4 ^itt bei Tmder aVüttdtunh ^da^lBt 
minne nnd meinange dSr erdatdzen (S8iIb-®a<feTnageI Oftb. fiefeb. 1084^ 
84)], abb. (erfl bei Notker) bie meiniinga » 6innelanfl((t. 

ber TUlxan, üU{6)tx unb ber f)erlmift ntt^er aRajioran (f. b.). 

übrigens ifi SReiran )ttISfflge bentf^ gebtibete gorm; im 16. 9a^. mit 
Setbnnlelnng bee A meyrdne {Viefenbaeh glossar. 844*). 

ber 2«eifc^,-e«,?L ~c. biea»eif(^e{f(^ctt 1691 bei@tieler), ^t. 
— n. nietf<!^en = Ciermatj ober ®rantt»einmalj mit l^eigem ©äff er 
begießen unb umrühren jum au^jiel^en be« ^uitt^ unb @^(eime^. 
SDontit jufantmengefe^t ftnb: ber aßeifc^bottid^, bieHReifd^bfitte, 
bad aRetfc^fag tc. 

9Reif4, SD^eif^e, meif^en, oberb. mit oi SRaif^/ ^ai^6it, maif^en. 
Wfh. (fübbentf4) ber maisch, mittelb. (ber?) meysch (Beneekel,S5bK II, 111*») 
b. i. meisch, = mit (>onig bermif^tee i^trSnf, Wttiff, aber tool anäi mit ^onig 
bermtfc^tee Sier, »ie ee im 9. Sabrl^. in S)entf4tanb t)or!am (bg(. SBeinboIb 
bentf(i^e granen @. 817), unb bama<!(, »ie ee f ((eint, 'auf bae Sue^ieben bee 
3u(ter« b. b- bee ffigen Stoffes aii9 bem 8ierma() angemanbt; mbb. ani!^ ein 
Sngerfk feltnee 9lbi. meisoh = mit beiSem Gaffer angebrfibt unb nmgerttbrt 
(PfeifferM ttwei Ärmeäfüeher @. 42, 29). 2)ttnQer ^erfnnft unb nuberttanbt mit 
miffbcn. 

bie aßet fc, ^t — n, ein befannter «einer ©ingbogcl. 

arebb* bie meise, abb. bie meisa, meisA, nieberb. bie mds, ongelfS^f- bie mAse. 

bie SKetfe, ^L — en : Iragreff jum SJTragen auf bem mim.. 

Scraltet unb nnr no(^ in «|)|)enjell bie SÄeefe (@tatber n, 205). SÄ^b. bie 
meiße, a^b. bie meisA; altnorb. ber meiss = Äorb. ©untler ^erlunft. 

meift, urfprfingtiti^er ©u^jert. ju bem Wi me^r (f. b.). 3- ®. bein 
meifteö Oerät^e, ba« meifte ®etb jc. äbberbialifd^ fte^t am 
metften, iz)a>'6i^nüd) , »eit meiften l^ier fttbftontiöifc^ f(*etnt, am 
aW elften gefd^rieben, aber unnbt^iß. bie metften, bie ÜKeiften, = 
bie aWel^rja^I, na* ml^b. diu meiste menige bie meifte (grbfte) 
aWenge. Da« äbt). mcift fte^ l^iernod^ befonberö. @. aud^ me^rft 
SWbb. n. a^b. meist, got(|. meists, artf8(bf., wittelniebert. möat, angerfü(bf. ni»8t. 
Über bteöilbung f. bae «bj. mebr. 3)a8 aböerbiale am mcifien juer^ im 
15. 3abr^. 

meift, »bb., j. ©. bie grlranlten finb meift toieber ßenefen. 

SRbb. n. abb. meist = am meiflen, b8*flene, ganj befonber«, m^lxä^ft, gotb. 
mÖBt = auf8 meifie, ^BcS^en«, ber ate «bt). fleffcnbe fennjeiöjenrofe flarfe «cc. 



melltMetenb — SKeiftetfUngeT 69 

€Kng. be9 ^va\xmM Mn bcm Ibi. meitl (f. tot t>or^erge^enben ^trttlel), 
9(et4ertDdfe lemtut in tn^b. meiste ber f^ttad^e flcc. fiing. aM 9lbb. «or. 

meiftbietenb, aufamtnengefügt aud meift bietenb^ 

»orin mtxfi ba0 im t>or6erge^nbcn Srtifel be^anbette Ibt). ifl. 

meiften«, abb., berfe(ben Silbung »ie britten« (f. britte). 
Sexeit« 1591 bei etieler 6)). 2875. 

meiftent^eiU, 0119 beti {ufatnineitgetttctten ®enitiben metften %\it{H 
gebttbete« Stt)Derb. SSgt. ;ne^rent^ei(0. 

Qerdt« im 17. 3al^r6mibeTt. ®ebi(bct mit bem f^toacien (Senitib meiften, 
.t»ci( fiber^an^t meift f((on im lIt(o4beut{4en «orjngStDeife in Mn>a(!^er 8iegnng 
tooTfommt 3m Sl^ttttet^o^bentf^en u. 9)>{tttelbcntf(|^en fagte man meisteil, toel^ed 
an« bcn gufammengeriidten 9[cciifatü»en be9 Gingnlarg meist teil bur^ @^toinbe% 
eine« t lombe. 

ber SWeifter, —«, *L tote @ing. : ^SBorgefejbtet, a5orfte^^ meift in 
3]t|ainmeiife4migen tote ber ©urger", ^o**, 3ager*, Ober*, 
«ottmeifter jc; „8el^rcr^ in gnt^er« «ibelüBcrfeenng getSuflg, 
jejt nnr noc^ in ben ^^jammcnfc^ungen ber ©d^retb*^ ©d^ül^ 
©}>rd^nietfter Jc; ber ®röfte, ffunftberftänbtgfte, lücj^rtgfte, ®e* 
fd^iiftefte tocrtn; SSJerf^ unb Se^r^en k. (Cabon : bie 3ßeiftertn; 
boö Serbum meiftern, tooDon ber SRetfterer. 3uf<^iii^^iif* * ^^ 
3Befftergefattg(f.üReifterf&nger);metfter]^aft; melfterlid^; 
ba« SOZeifterred^t; bie SReifterfci^aft; ber 9Retfterfang; ber 
SKetperfänger (f. b.) ober *finger; ba« aWeifterftütf ic. 

SRei^er, n^b. ber meister, a(b. bet meistar, maistar, meister, maister, 

mittelb. n. altfS^f- ber mlster, angelfSd^f. ber mnster (?), altnotb. ber meistari 

(ss SebTcr), mittel^ an^ in rein bentfiben ttSrtem toorlemmenber ShtSflogung 

Mg [t>gl <Eibe4fe, (betreibe, meifl (f. me(ir 1) tc], mie altfrana. ber 

miübtre (iet^t maitre), ital. ber ma^stro, ang bem tat. »on magis me^r [ni^t bon 

einem magistas] abgeleiteten ber magister (f. SD^Iagifler) s Sorgefebter, Sor« 

Iketer, Se^rer (togl. @4ulmeifter), mel^e« an^ gerabep ing 9[^b. entlehnt 

nmrbe : ber magister, @en. bee magistres (hynvru XIII, 2, 3). 3n ber unreinen 

tngfpra^e beg f^on im 8. 3a^r^. \>t\i\\^ umgebtibeten unb fo DbHig eingebürgerten 

IBorteg (8rt man ein eingef((obened n ^ux^, tnelcted |i(!( bereite in ber im Wft. yn» 

weiten »ortommenben gorm ber meinster )eigt. an e i p e r i n ifl m^b. bie meistexinne, 

meisterin, meistezin, f))St»a^b. bie meisterina, meisterinna; meiflem mbb. 

meistern, onA meinstem, = ben Oberbefehl führen, bann berferdgen, ein« 

rieten, lehren, er^ie^en^ a(b. meistardn (?), meisterdn, meistrdn; ber ÜKe iß er er 

a^b. ber maistarari b. i. meistarari (s i6orgefet}ter, SSome^mfier, ^b^ßer ^e« 

amter), maistrari; mei flerli^ m^b. meisterlich, au^ meinsterlich, a(b. meistar-, 

melBteTUcli, motoon bog a^b. 9bt). meistarlihho (?), meisterlihho, -licho, m(b. 

meisterliche, = ben fCnforberungen ber ^unft entf^ret^enb , unfer n^b. %bt9. 

meiferli^; bag a^eiflerreä^t m(^b. meisterrSht; bte SRei^erfd^aft m^b. bie 

meister-, an^ meinsterschaft, a(b. (11. Sa^r^.) bie meistarscaft (^ ^ele^rfam« 

feit nnb \fii^fit jhmff). 

bcraRetfterfänger ober bietme^r, toic man urffrüngliti^ fagte, ber 

aJleifterfinger, = beutfc^er SJi^ter bürgcrtid^e« ©tonbe«, ber 



70 WeillcrWflft — SD^dkr 

bad tAäfUn juttft^ ttnb fd^uftnS^ig oit^übt, koie e0 um ben Sinfati^ M 
14. aal^tl^unbert« Begann, fld^ bann »eiter cntwicfcttc unb im 16. 
da^Tl^. auf feiue fiugerfte ®pi%t gelangte. !S)iefe SXd^t* unb ®ang^ 
Übung felbft l^eißt ber aKetfterfang ober ber SKetftergefang. 

SReiflerfSnger txft im 15. 3atft(v nt meinem ber meistenengar, bagegen 
m^b. (gegen 1290) ber meisterdngeri «s Ginget (3>i<!^er) eined Siebe«, ba« 
Stilen M Ttufttt bienen lann, in feiner Stmft aulgQei^neten 2)i4tet (Mumm. 
ULy 65% 8, 2. 69% 4). (SBenfo et|l )u ^Infange be« 15. Sa^rb. bec meiBter- 
gesanc, nnfer iUleißevgefang, nS^renb nt^b.'ber meistergano = (Sefang ge« 
(ehrtet, ttBer^au^t aH SDleifler au8geietd^neter 2)i4teT, (Sefang ber aQen als SJl^after 
bienen !ann. 

bie a»etfterf(i^aft, f. SIKeifter. ber üHetfterfinger, f. 

• SKeifterfänger. baö SKeifter ftü«, f. SKeifter. bie 

JKelftevtottrj, bfe ^ftonje imperatöria oßtrüthium, 

(ei abam $oniceru8 im JlrSuterbttd^ 81. 207* SRei^eviDurt für bie 
tPflanje ostrdthiam, ebenfo im 15. 3a(r^. bie meiBterwortze {Diefenbaeh noT. 
glossar. 275*), unb ber 9^ame genig ba^er, bag fie, toie Soniceru« a. a. O. fagt, 
„ber fürnembfien jtreuter [m^b. bie würz = Stxani] t\n9, fo )u bieten Oebreflen 
bienli«.'' 

ber STOci^ = C)otif<^Iag.K., f. SKatß. 

ber aWet^et, — ö, ^t. n>le ®lng. : fci^mate« ®fen mit einer @(ä&ndbc 
gum aibftoten, «uö^ö^ten ic. bcn ©tetn, f)oIj ic. I)abon melgetn. 
SD^eiget, )U f(nfange beS 15. Sa^r^. mftyOl, meyssel, b. i. ml^b. mei^el (?), 
im 12. 3a^ri^. fiibbentf^ mai^el {SumerL 26, 42), a^b. ber mei^ü, mittelfl -ü 
]»on a^b. mei^an (f. ^l'^aig). 2)a9 Qerbum würbe tm ^Vb., menn e« ft<( ba 
fSnbe, meißeln (anten. 

bie aRetf el, ber alte beutfd^e Ku^brud fär S^ar^ie. 

an^b. ber mei^el (LUd&rSaal I, 89, 11 uttb f. JBtigelhard @. 268 gu 8er9 
1925), )»on a^b. mei^an (f. fRai^), alfo glei(!(fam ba« II6ge|iogene, Xbgef^bte. 
t bte 9Retan(^one, o^ne $1. : ®<!^tt)ermut]^, SErflbfinn. metand^o* 
Uf(!^ « fd^toermätl^ig, trüBfinnig. 

9lo4 1771 bei ^Httl^ @. 17, 106 bie a^eland^olei, toie )u anfange be« 15. 
Sa^r^. mit c bie melancoley {Wolkmstem ?Rr. 76, 1, 9) b. i. melancolio (?), 
au« gr.*mitteUat. bie melancölla, gr. bie melancholia (jjtsXayxoXla), « SrüBflnn, 
eigentlit!^ [weil abgeleitet toon einer 3u{ammenfe(ung be« gr. 9(bi. m^As (fiSXag) = 
Wworj n. ber chöloe (xSXog) ober bie choK (;coAjJ), = ®afle] f. t). a. ©^»ara- 
gaffigfeit, ®4u)ar2gaUfu4t, (ebe jtranf^eit bur^ bie fl4 in« Slut ergiegenbe unb 
Derbrannte (Baut. 2)a« ^tbj. melan^olifd^ i|t im 16. 3abr(. gebilbet na^ gr.« 
(at. melanchölions eig. =^ biet f ((warje (3aUe ^abenb, gr, melancholik<5B (fieXayxo- 
Xix6q\ Wet^e« mit ienem melancholia )nfammenge(Brt. 
t SIReldnie, grauennamc, au« gr.^at. Melänia, 

= @4U)Sr)e, alfo bie ©^marge, benn ber 9eame i|l ba« gr. bie melanla 
(jieXavla) = €^wSr)e, mel^e« abgeleitet bon bem gr. Kbi. m^&s ifiikäg), <S^en. 
m^ano8 (fiikavog) = f^war). 

ber SKetber (e lurj, tote e« aucä^ urfprünglic!^ ift), — «, ^I. wie ©tng. ; 
jünfttger äRe^t^önbtev ^©c^meIIer ü, &86). 



^a^x - melt 71 

3b «09«"/ 1» 9Utnikrfi. Sfib^eutf« 1S47 ber miltar (M&aehn^r attdi- 
rmkt 7, 8)» 1414 mUber, sitt b al8 Serfifofttng eine« Slteven w (f. ^), bcnti 
ba< fBort toürbe, »eitn c0 friifter tnitteI(od^beutf(i^ bortä'me, ber mälwtere IftuUn, 
a^gelfitet )»on m^b. baS mfil (®en. inlSlweB), a^b. meio (@en. mäUwes), unferm 
SKe*I (f. b.). 
t iWetiJ^ior, SD^ann^name, m^b. Melchior^ 

Snjammengef. an8 ^cbr. ber melech (^^p) = Ä^itig tinb ber Ar (^ix) = 
?Wt; alfo ber einen ^ebrfiif*en Malchior (llH^jS©) öorau«(e6fnbe 9?ttme bebentet 
f. t>. a. JiiJntd be« St^teS. 
bic SKcIbe (e = 8), ?I. — n, eine belannte ^ffanje, ätriplex. 

«ei 9bam Sonicern« (f 1586) JhrSuterb. ^l 221» bie 9]ilelte, äRtIten, 
SRoIten, f^t*m(b. btc melde, an^ bie melden, mit mittelbemft^em i {iatt e 
milde, muten {Diefenback glossar. 58*), a^b. erfl int 11. Safft^. bie molta unb 
malta, au4 bann im 12. 3a^r^. melda, [mit 96Iaut be9 a] maolta (Haupt 
Zeitschr. V, 566*); nrfprüngtic^er [roie e« f^eint] mit h jmiWen 1 unb t, freilidS 
an4 mit fibrant be8 m, mnolhta {Divt. II, 2^2^ Qraff II, 723), unb afjo f))fiter 
mit än^fiefloßenem b («gl. S^nlbe), mittelnieberl. (14. 3a^r(.) bie melde. 2)ie 
Qerlnnft ifl bnn!e(. ^o0te aber, bei QerU(t|l4tigung be9 <3efe^e« ber Sautber* 
f^iebnng, muolb- nnb folgt i(!^ malb- nt^t mit gr. malak in malakds {fiaXaxdq) 
= «mei^^ maläsBein (iiaXdaaeLv) = „txxotx^tw" ftimmen, unb bie Benennung 
bal^er rfi^ren, bag man an bie ern)ei4enbe jtraft ber ^ffange auf 2)ra(entnonen 
n. bgt ober auf ben Unterleib nnb @tu^!gang ba^te, tDo^u fle na4 Soniceru0 
fbl 22l'f. bient flMeitnng t)on a^e^I (f. b.), obglei^ ba9 meblige 9tnfü$(en 
ber 8tStter ber ^flan^e barauf (inpbeuten f^eint, tSgt baS tor^errfd^enbe a ber 
erßen @i(be m^i gn. 
metben = wittl^eUenb lunb gelen. JJaton bie SÄelbung. 

3ene0 melben, mdb. melden, a^b. mGlddn nnb mSlddn, = berrat^en, an* 
geben, mober bann bie n(b. Seb., ifl bunHe« Urf^runge«. a)2.e(bung i^ mbb. 
bie meidnnge, abb. bie meldnnga, mel^e f. t. a. ,,!6errat^" bebenten. 
tmetteren = intfd^en, unter einanber mengen. 

1728 melireu (Spwand&r 374»), au0 fra»). mdler, aUfran). mesler, me(4ef 
ein« mit f^n., |}rot)en|aI., |>ortng. mezclar, meselar, ital. mioobiare, meiere aSe 
ine bem Sltercn mttteOat misoulftre » mifd^en, einer 9lbleitnng oon lat. miscdre 
« mif^en gemorben {Inb. 

t ber ÜWeti«, eine ©orte 4)utju(fet. 

1721 ber melie-jnder {jJahlondci 909*), ane fran). ber socre m^ ttiel^ee 
ose [mitteflot] i^icoharnm melit^nse b. i. maltefif^er Sucler, ^XLdtx »on 
Iffalta (gc.4at M^lHe, Mtflita, ital. Meute), mo 3nderrobr gebont mifb, nnb 
iener Bniter fommt ton ber 9nff( äRa(ta. 

t He SDleliffe, ^I. ~n : «ieueufrattt 

3m 16. 3a(rb. }nnfi4|i maliO, melliO, ane gr.*mttlcSat« bie melisoa al0 9fton)en« 
name, ital. bie melissa, fron), bie mtflisoe, wel^ee aue gr. bie m^üBsa ijdkicaa) 
^ ^mt, i»on bae m^ {ßiXi) » $onig. 2>er 'Hwm, meU bie Qienen ane ben 
8famen ber Vflanie ^onigfaft yi fangen lieben. 

mett [ottc^ in frif c^melt], SO)). i 3)H(<^ gebenb, mellbar. Son 
weiten^ ?rSf. id^ melfc, bu.mttleft, mttfft, er mittet, mißt unb 
übüc^er fc^wat^Wegenb bu metteft, melfft, er mettet, miffft, »ir 



72 «n«J' — SWefm 

mtiUn tc, ^ät. id^ er ntoß (f. avOt bie Xnm.) ft«tt malt <&oit). id^ 
er motte, ^art. gemotfen, 9itH). mttf utib fd^toad^biegenb mtttt : burd^ 
brfitfcnbe« ©treiben ber ^tfcett bon 3:^tercn Wilä) jie^en. SDa« ^art. 
be« ?r5f. miftf enb aud^ f. b. a. WlxiSi flcbcnb [}. S. eine miflfenbe 
ftui^]. 95on melfen ober fcntntt außer jenem äbj. mifll nod^ : ber 
SDielfer, »obon bie SKelferel unb bic SKetlerin. 3nfammen}. 
1) mit melfen: melfbar, «bj,; boe2«eIIfa6; ber aßelltttbel; 
ber aÄ'etfftu^C 2C. 2) mit bem 8lbi. meH : bie mUUnft « ü»tt(!^ 
ßebenbe «u^ (SKitd^fu^); ba« ÜRetfbie^ %c. 

2)ie neu^o^b. %exm m eilen ffai unorgantf^e« I (t)gl. ®rtmm (Stamm, n, 
286) ftaii ber nod^ in SD{i!(i ^aftenben 9[f))irata äf, unb im Saveriftien ^Srt man 
bis (ente metlen unb ba« urf^rüngtt^ ^o^beutf^e meldten neten emanber 
(@4meIIer n, 669), ja toorjugeweife letteree. 2)o4 metfen mit feinem f 
brang im $0(!(beutf4en tSffig bur($ unb itoav aue ber ©pra^e iDHttelbeutf^Ianb« 
[bei Sut^er ^iob 10, 10 pe^t gemoI(ten],Mn mel^e bie SBortform aue bem, 
I mit 9{e(it fe^enben 9Heberbeut|4en [nieberb. u. neuniebert melken, mitteinteberl. 
milken (Dna, 11, 224')] {am, mo neben ber fiarlen Qiegung au^ bie fd^ma^e 
erßanb, mefbalb man ni^t feiten felbfl bei @4riftfieIIem im ^od^beutfd^en im 
?5rSt. millete, m«Ifte (»oß Obüßee 9, 223. 244. 808), im ^art. gemHIet, 
gem^IIt (ebenba 439) ftait ober, mie bei Sog, neben moll (Birgit« Sanbbau 
3, 400) unb gemolfen (Sirgil« ISnbl. <9eb., flufg. t). 1830 I @. 85) flnbet. 
SDi^bb. milchen ($rSt. i^ er male Bei ffadlouhf f. IßimM. n, 286% 12, 2), aber 
an^ f^St'm^b. f($on mSlken, a(b. m61chan ($r5t. i^ er malch, mir mulchumds, 
!ßart. kimolchan), got^. milkan (?), aUfS($f. (?) nnb angelfSc^f. mSlcan, altfrief. 
mftlka, ber Sauttoerf^iebung gemSß ffimmenb mit ben glei^bebeutenben gr. 
am^lyem (d/xiXysiv), tat mulgdre, litt^au. milazti, altflaw. m^esti, fanftr. 
mridsch (mrdseh) eig. s abflrelfen. !£)cr ^rSfentialform flnb entf^roffen ba« 
Ibi. mell, m^b. mftlch, mftlo, a^b. mSleh, altnorb. miolkr, nnb bae S^nbfl. 
Vlild^, mbb. bie milioh, milch, a^b. bie miltih [ba0 urff^rilngli^e i bleibt bunl^ 
ba« na^folgenbe n ber f[bleitnng«enbung -nh gemabrt], miloh, milih, milich, 
müeh, müech, miloh, gotb» bie rnünks, angelfS^f. bie meolac, meolo, altfrief. 
bie mi^lok, altnorb. bie miolk [bur^ S^ermed^felung fiir miölk], wel^e« @ubfl. ber 
8auti»erf(!(tebnng gemSg mit bem glei^beb. altflam. ber mljeko, )>oIn. u. bSbm. 
ba« mleko, ruff. ba« moloko, mit k flatt g, flimmt; toon bem $IuraI be« ^'dt 
xft bie 3Reltt (f. b.) abgeleitet, üßeller ifl gegen ober um 1500 ber meloher, 
meloker (voe. ineip, teut. 81. nb^); SRellerin f|>ät*mittelb. (1470) bie malkeTyn; 
fRtiliai im 16. 3aH- meldfa« (^ob 21, 24); 9)ileII!ttBeI m^b.ber m«lk- 
kftbel, unb ba« 2)im. iD^^Iffttbelein a^b. ba« meleochabilin {Saupt Zeiteohr. 
XV, 6", 102), mSlcuheUn (Dtut H, 812% 66 flatt mSloh-oabiUn). 

ber 3» if Im, ~e«, ?I. — e': (eidf^ter ©taub, (Srbftaub. »eraltet; 

aber no4 in ber SBetterau : waxm die M§lme stenwe [flSuben] ^ mann ber 
(Erbflaub fliegt b. 6. im @ommer, im (oben Sommer, mo bie Mfilme b. i. ^o^b. 
„bie SRelmen^ ber $InraI be« mittelb. fi^ioa^biegenben ber mi^fane neben bem 
übli^ern {iartbiegenben ber m§hn, mbb., a^b. u. altfStbf- ber m6lm » Staub 
(7a<ian 44, 9 unb Miliand 59, 9 b.i SRatt^. 10, 14 u. äRarc. 6, 11), im Mff. on^ 
f.^. a. generfunle (Konrad tto). Kr. 4122, mo „dte rdten fiures mfilm** au« bem 
getroffenen hsim geflogen fommt), unb 'in jener mie tiefer Qeb. i»erbunbeu mit 
llieben, Staub mittelb. n. m^b.: „sire [fe^r] stoub [flob] dft dSr mSlm {Lern- 



SOteliiMfcf — Slde^in 73 

pn(M AI«. 1694); dftr mftlm d«r stoab nbir laut'* (€le»1>a 9800); «ei! 
wie nfthe in [i^nen] beiden etonp — da^ finr (Setter] vnd dir tu ttarke 
milm {Engelhart 4782 f.); und slaoo in [i^n] mit dftr klingen — ad yaste 
[ftarf, fe^r] üf dta gezierten hSlm, — da; im [i^m] d§s wilden fiuree milm 
— dar % begunde stieben'' {Konrad troj. Er. 31066, togl. 12854f.); ^dO 
Wirt Ton stonbes mSlme — din cl&re snnne timber [flnfier] (e^eil^A 
85869). 8f)et(^nenb flimmt mit ienen Nullen »stieben d6 began — diu 
molte [sBc ^tanl, f. 9D>lauItDurf] Yon dfin strA^en : sie riten über lant^ 
{IfibeL 196, 2 f.). 9Cber ®tattb unb 9Re(m merben au4 toieber unter{(!(ieben, 
). Q. bei Kanrad Tumei Ton Nanthei; 388 „stonp nnde milm — der beide 
mnoate wabsen** [muftt toa^fen b. (. toom 9teiten fi4 ftSrter erf^eben]. (Snblt^ 
iio4 an« bem 16. Sabrbv n>ie in jener metterauif^en Stebenfart, im $(ural : 
ylfit iren [ibren, nSmli^ ber ®änfe] ySderwiseben — man kert die penck [QSnte] 
Tnd die tische, — Vnd mancher pindet in [t(n] auf dfin hSlm, — Danmter 
sieht man stieben die rnftln** (ber Q^finfe 2ob 78, ffiolfenbtttteler 9f.)- 
Sa0 bie «ilbiuis bef IBorte« mftlm betrifft, fo ifi e« mittetfl -am, geiar)t -m, t)on 
bem 9t5fen8 be9 got^. ®ur)e(tterbum9 milan, a^b. mUan, abgeleitet (f. ma^tea 1), 
tDooen aii4 SRe^I (f. b.)/ m^b. m«l, n)eI4e9 le^te felbfl nebenbei in bem ®inne 
rnifere« mftlm «ortommt, )umal mit {lieben : ,>r6ht als dte windes brinte 
lf9tnb«braut] mSl — kau 6r [ber 9tuf, ba« «ertt^t] wol stieben über Tfilt'' 
{KßWTitd tto}. Kr. 24716 f.); „die Kriechen als ein windes mil — zerstnben 
dl Ton siner kraff* (ebcnba 26008 f.)* i3erf4teben aber i|i SKelm i»on got(. 
ber mafana b f>anb (f. m atmen), altnorb. ber mAlmr 8 (Sr), beibe ben bem 
@tug. be« $rSt. iened milan abgeleitet. 

ber2RcIn'c(ler : einer ber Beften ©eine in öb^men, rot^. 

64il(er fBaH Sag. 11. Übli^er aRelnidter, SD^elniter, toeil er bei ber 
bem (Einfluffe ber SRoIban in bie (S(be gegenüber liegenben @tabt SD^elnil (Melnjk) 
in 88^mcn Mä^ft, bei tod^tt Jtaifer $tatl lY. Sieben au9 i^urgunb ^atte an« 
bfCanjen (äffen. 

t bie a»e tobte (Sptbig), ?I. — n (4rirbifl) : (@inaO«Beife; ÖJomang. 
metobif (!^ = tootKingenb. 

aRelobte, Slter-nbb. SRelobeb« m^b. bie melddie, brflifte man im aUt^o^b. 
bnr4 ber snojsanc (@ü^fang), ber scOnisano (@d^önfang) ang. 2)a9 ffiort tfl 
aufgenommen ang gr.«f))StIat bie melOdia = angenehmer (S^efang, gr. bie melddia 
ifieltpdla) = @efang, ©ingtoetfe, mef^eg mit Ableitung aü9 einer Bufommen« 
fet^ung bon gr. bag m^os {ßikoQ) = Sieb, ^ingtoeife, eig. 8etbe8g(ieb, unb bie 
ddS {^) = (i^efang. ^a9 %tl meUbif4 fe^t ein ton Jenem lat melddia 
abgeleitete« mitteflat. flbf. melddicus borau«, loonact e8 |i4 bilbete. 

t ba^aßeUbrdm, — e«, —^, ^}(. — en ; ®6)an\pitl mit üKufifbe' 
gteitung. 

3n ber ^meiten ^Slfte bef 18. 3abr(. anfgefommen, nail^bem ^o^ann (E^ri^ian 
l^ranbe« 1774 ^erflenberg« (Kantate 9b:iabne auf 92a;og in ein 2)uobrama 
umgearbeitet unb 1777 feine 3no ein „iOlelobrama in einem Sufguge" ge* 
^iäfttt, bann 1786 (^erflenberg felb^ feine iD'ltnona ober bie 9ngelfa(bfen 
ala ^ein tragtf4e9 SD'^elobrama'' unb®otter feine ä)^ebea, mel^e )uerfl 1776 
unter bem Sitel ^^SRebea ein mit mu\\t bermif(i^tee 2)rama'' mit SD^ufil 
ton (9eorg ®enba erfd^ienen mar, 1788 in feinen (Sebt^ten Sb. 2 @. 486 at9 
9Relobrama be^ei^net ^atte. 9^a4 fran}. ber melodrame, itat. ber melodrimma, 



74 atrfone — SWenge 

4118 einet B«fft«menfetmig ik>ii %t. hoM m^o« (/jtiXt^) « eieb (f. «eloble) unb 
ba« dzAma {Sgä/ia) »■ 6^uf^iel (f. a)rottia). 
t bie 2Betonc, ^I. — n, eine befanntc fürbtfifil^nn^e fjrud&t 

1482 bie melawn, im voe, incip. teuL QU ii6*» melaan, )u finfange be0 15. 
3a^r^. bie meldne {Diefenhaeh gloBsar. 865»), 1466 bie melftn (beffen noY. 
^loBsar. 250»), au« bem gleic^beb. ita(. ber mellöne, fran). bei melon, »el^e« 
ou« bem lanbüMi^en ör..Iat. ber mWo. 5)iefe ©enennung wie bie foiifl gcbrämj- 
H(^e gr.'lat. ber mftlöpepo (f. ^^tlt), gr. ber mölop^pdn (firikoTtinwv) tvlfitti bie 
%xü^i roegeti ber S^fet« ober Duittena^felgeftalt (t>g(. Bmiw bist natur. 19, 28), 
benn gr. ba8 mftlon (fiijkov) = 3Q)fel. 

ber WUt^an, mit lurjem e, rid^tigcr, al« SKei^It^au (f. b.). 
aber ^o^beutfA ungebrüu^Ii^ unb nur im gemeinen Seben. 

ber aJJemm, — e«, *?5(. -e : bie tt)eiMi(!be ©ruft; (guter. 

9tar no4 munbartU(!^, j. 9. metteranifA, wober bei ICIberug diotionar. 9(. 
Dd4*> n. OGl« fomie fabeln 44 ber memm, bann au^ @im)>Iiciffimtt8 Zttl 
1 «4 2 (£a|>. 9 ber ,,(9at6.^Smm.'' «(a^enifc!^ ^fe Mämm (SKfillcr u. Sei« 
149), neunieberl. bie mam, mem, in mittel' n. nteberr^einifd^en l^ocabularen be« 
15. 3a(r^. bie memme, ebenfo 1475 det»if<l( im Teutkoniita, im 14. 3abrb. 
mittelniebert. mamme (Dtut. n, 222^). fiü% bem (at. j^inbenvort bie mamma =s 
ältotter, aRutterbrufl, ^x^t (f. ^ama), wo^er bann au^ im Satein be8 4. unb 
5. 3abr^. (bei Atigtutimis) mammftre ss fHugen. 

bie Sroemme, ?t. — n, jeftt üblidbcr att aKamme : geigttng. 3ufam* 
menf. : memmenhaft = toit eine SDiemme fi(^ bene^menb. 

iD'^emme, im @im^Iiciffimu8, ^(ilanber t>. @. bie Sl^Smme, junS^fl 
f. D. a. ^tti\6i ber }u ni^td anberem, a(8 }um ^inbermarten taugt; benn ber tbi8' 
brudt tourbe in« S^o^beutf^e aufgenommen an« bem 9Heberbeutf^en , »o bie 
memme, mömme, = „SKutter'' unb alg Ätnberwort toornei^mli^ „Ämme, ©firtcrin.*' 

t memorieren = fidb einlernen, in« ©ebSd^tni« prägen. 

3m 17. Sa^rb. memoriren (9^e(;ring 586), au« tat. memorfijre = in Sr« 
innerung bringen, t>on m^mor ss eingebenl, toober an^ bie memoria = ®eb2i(bt« 
ni«, weUbe« f^on im 14. 3abr(f. in« ^oibbeutf^e aufgenommen ^d^ finbet, wo bie 
memdije (Myttiker I, 129, 28). 

tbieSKenagerte (f<)ricb Menäschert), ?I. — n (5filbig) : $au«, 
©übe, ©orten jum galten ober ©el^entaffen frcmber liiere. 

bereit« 1728 (Sperander 874^), au« bem g(ei(bbebeutenben franj. bie mtfnagerie, 
eig. s= 3Sieb^ Süjner^of, Si^iergorten, öon mitteflot. ber menag^rius = SGBirtb* 
f(baft«berwa(ter, we((be« üon fran). ber manage s= $au«(att, S3irtbf(bAft# aUfran). 
mesnage, an« mitteßat. mansionftticmn s $au« (f. 2) leg SBtb(b H, 874), Don 
mitteHat. mansion&re = ein ^au« eni^ten, Verberge Derldngen, einer 9lb(eitttng 
t>on bie minaio =s ba« ©leiben, ber Kufentbalt, föobnnng. 

bie aßenge, ^l. -n : »iel^ett, ixo^t ^albt- 

SDi^bb- bie m^nige ($1. menigen), mdnege unb mit 9[u«jlogung be« g menie 
[fo Wirb au(b Myst. I, 187, 84 (t)gt. 61, 89) im ^e^t flehen muffen unt> weber 
menje no^ menge], abb. bie mibaki, mänagi, mit Umlautung be« erfien a unb 
9(nglet4ung be« ^weiten an i m^niki, m^nigl, au(!^ mänegt, gotb- bie minagei, 
angeIfS(bf« bie m^nigo, mä'nigo, minegu, m^nio, mengu, mengo, t>ou gotb* numagSi 
abb. manacy m^^b. manec, = t»iel, ttnferm manig, mannig, matt(b(f. b.). 



mengeti ^ 9tenf4 75 

mengen = nnttr n. hwc^ einanber fontmen maäitn. f{(^ mengen. 
Daöon : ba« TOenafet; bie SWengung/ ©nbft. ber ^anbtung. 

9ene« mengen, mittctb. mengin {Jeroschin 15512), mengen, au$ mit mittel* 
tofUtMem i flatt e mingen {Lambreeht Alex. 7045), refle^ib sich mengin (Je- 
Hwskm 17269), neuniebert. mengen, altfScbf. mengian, angetf2i((f. mengan, 
mencgan, mftngan, attfrief. mengia. 3m 9{eu^o(fibeutf4en, wo ed im 15. 3a^r(. 
gelSnflg tfl, i)aUn mx ba9 SBort au« bem 9Ritte(beutf4en, in wel^e« ed ani bem 
9{icberbentf4en fam, toie benn bereite k>om 92ieberr(ein im Ännolied 25 gemengite 
gemengte; im 9U(o(ibemf4en mengan nur einmal, nSm(i4 bei /ncZor @. 91, 6 
(cap. 9 § 4) in chimenghidd = gemengte, ^ttm'\\^tt, aber in9 iIRitteI(o4beutf(!^e 
bann toorgebrungen mengen. SSon mengen tommen m(b. u. mittelb. ba« gemenge 
(Parzhäl 216, 29. Herhört 4343) = ba9 S)ur(!(einanberIommen , bae 2)urd6« 
einanber, unfer njb. ba« ©em^nge, unb mitteljl ber ^Ibleitungöenbungen -s-el, 
a(b. -is-al, 1475 clebtf(i^ (im IhuithonUta) toit neuniebert. ba« mengsei unfer 
SRengf ef = Oemeiigte«, mittelfl -unge mittetb. bie mengunge {EekkaH 351, 11), 
1482 bie mengnng. 2)ie bunlle SBurjet lautet, ba e in mengan Umtant i^, 
mang, got^ magg, unb fe^t ein got(i. SSnrselberbum miggan (tßtfit i^ «r magg, 
nir maggom, !ßart. mnggans) b. i. a^b. minkan, mingan, borau«, an« beffen 
$r5t. im ®ot^. magg-j-an (?), b. i. altfS^f. meng-i-an abgeleitet Sorben to&re. 
ber aWennig, — e«, ^I. — e, eine belannte geblid^tot^e garte. 

1482 menig (voe. theut. 8(. t8b), 1420 menige {Diefenbaeh glossar. 862^), 
oib. im 11. 3a(r(. ba« minig (Merigarto 84), toieSeid^t no4 frtt^r ber (?) 
minio (Jlaupi Zeitachx. XY, 9^ 314), an« lat ba« mlniam ss leerg^imicber, 
SRennig, mel^e« äRineral }n ben 9ti5mem 9iVi9 ©ganten tam (f. Plinm$ hiat. 
natnx. 38, 40). 

bet JKenfd^, — en, ?L — en : Dernünftige« ffiefen mit gleifd^ unb 
»ein, @. mUf ba« Sttenfc^. ^ufammenf. 1) eigenttid^e : bie 
ÜKenf^^ett; menf(^It(3^ »omtt jufammengef. bie SKenfc^ltd^ feit. 
2) uneigentlic^e (b. ^. mit ©enitib) : ba« SWenfd^enatter, kleben, 
ber 3){enf d^enfeinb ic. 

ftter-n^b. btv SD^enfd^, bo4 lommt au$ in glei^em @inne ha§ mcnfd^ 
l 9. bei Ulbern« (S^bü^Iin ißl. B8% felb^ no4 bei So^enfiein im Sbro^im 
8affa i, 87, mie bi« (eute in ber fc^Ceftf^en, ber frSnlif^en unb ber eber|>fSl3if^n 
SDhinbart (f. fBein^oIb 61. ^d^meller n, 601) bor [ogl. au4 ba« Selb«' 
menf4], mit unabgemorfener (Snbung bet unb bad menf^«/ mftb. ber nnb 
ba« mensche, auc( fd^on um bie (Snbung gelUr^t mensch, am früj^fien manische, 
m^nniske, mdnesche, m^nnisch, a(b. ber minnisco, mit Umlaut m^nnlsco, 
mdnnisgo, m^nnischo, m^nnescho, got^. ber manniska (?), altfS^f. ber m^nnisco, 
altfrief. bcc minniska, m^nneska, manska, menska, minscha, angelfS^f* ber 
mennisc 3enc flnb ba« al« @ubft. fte^enbe Tla\c. fi^ma^er i3iegung be« got^. 9(b« 
icctib« manniska, a(b. (aber at« feltnere« Si^ort), alt« u. angelfS^f. menniso, alt« 
notb. meosskr, = menf^Ii^, ma« bem ffRaxmt (s bem SVlenf^en) eigen \ft, 
inlommt, met^e« mittetfl ber |[bIeitung«fUbe <if 4 (f. b.) bon got^. ber manna, 
a(b. ber man, miferm 9Rann (f. b.), unb in gorm nnb 9lbleitung, aber oit^t 
in ber 9eb. nnfer n^b. miinnif4 (f- b.) i|l. 92a(!^ feiner Ableitung bon fftann 
brttdt alfo a^. mannisco, mennisoo urf))rttngüi!( [ba« got(. Sur^elberbum 
ttixbe minan (9rSt. lif er naii) lauten unb „benten" bebeuten, f. IDIann] 
f. b. a. »benfenbe«, feiner bemufU« QSefeu'' au« (f. (9rimm SRi^t^oI. 319), unb 



7ö SRcnf« 

ha% fanfYrhiHe, tou bc« ott« becfelbcn ffitti|cf [ftoflr. muk ^ hakn] 
ben 9eatnen bei JtBuig« nnb etammbatet« be9 aRenftengeMledttc« MAQa(s) «bflc« 
leitete ber manuso^ja beb. SRenf^, SD'^ann, eig. menf(!(Ii4. %l9 aber nuuftusoo, 
mennisoo anffatn, tonnte ba« einfa^e a^b. ber man, nnfer äl'^ann, me^r ben 8e« 
griff ber mSnnltd^en Werfen ansbrfidten (f. <9rimm Orantm. m, 319} unb-fUi 
^firfer auf benfelbeu bef grünten (togl. !D{ann). 9Renf(i^irtt ifl frtt^«nt^b. bie 
mennisglieit, bann mexmischeit, mennescheit, mensclilieit, menscheit, ^= Sßefen 
unb Seben eine« Vlenftben, menf^üAe 92atnr, (S^efammt^eit ber Wttn\^tn, a^b. 
(bei NoOmt) bie menniBglieit, manskeit, in ben beiben erften 8ebeutungen; bad 
Sbi. nienf4(i4 mbb. n. mittelb. m^nnisch-, mtfnneBch-, mensohlich, m^nsohe- 
lieh , menslich, af^b. minisc-, m^nisc-, mtfnniBclih, altfrief . mAnnigklilf, menalik, 
loot»on ba« ni(|b. fbb. menschliche, menscheltoh, nnfer n^b. 9(bto. menf^H^; 
Snenf4li4'^it vi^^- ^^^ menschitcheit; Vltn\Htnlt^tn nt^b. ha9 men- 
schenlfihen. 

ba«ÜÄenf(i&, — e«, ?t.— er, nur noc^ munbartttd&, j. ö. toctterouifc^ jc, 
gumeiten bt(!^tcrifc^ : toeiblic^e ^erfon (ffici§e 0»>. m, 134), be- 
fottber« t)on geringem ®tanbe; frttftige X3eib9))erf on ; ®e(iebte« !Dann aU 
terSd^tlid^e SBejeid^nung einer iDeiblid^en ^erfon gebrandet [j. SS. ^lam 
ba« filtefte ilRäbd^en, ein luftige« bo^^te« ilRenf(!^'' {^^it\) ber 
Aenner @. 282)], befonber« : unjad^Hge, teid(ftfert{ge tt>eibU(i(fe Werfen. 
Urf^rling(i(i ein« mit bem toor^erge^enben ber SDtenf^ (f. b.), nnb fo au4 
f|)tft im 14. SaffxJf. ber, ba0 mensche, mensch, » ein 2)ienenber, eine 2)ienenbe, 
Stnt^t, a)i{agb; aber f(!^on im 16. 3a(rb. beginnen fl4 ^et SD^enfA nnb ^a# 
91i{enf(!( }n f^eiben, inbem biefeS neben bem allgemeinen begriffe fit!^ mebr nnb 
mebr befe^rSnfenb bem ber tneibH^en $erfon jnmenbet [fo). 9. in ^artboIomSi 
eafftomen^ertommensc. I, 22 u. 286 baSSRenf^e, 9)tenf4/»tocibti^e 
$erfon, fomie 1598 in bee ^er^og« $etnr. SuIinS toon i6raunf4tt)eig €^n- 
fanna „aä^ id^ arme« betrübte« menfd^''], bagegen ieneS bet a^lenfA nur ben 
allgemeinen Qegriff fefibSIt, in »cic^em ee Sut^er in feiner £ibe(ttberfe)^ng 
gebrannt. 2)ann beb. bad Wttn\di beflimmt : 2)ienflmSb$en, SRagb (S t ein- 
baut n, 47), Sanbmagb (Sein^^olb n, 61^), meiblite ^erfon, ertoa((fenee 
lebigef SKSb^en (G^meUer n, 602. ffieinbolb a. a. C); um 1600 f4Ieflf4 
Jtammermenf4 asftammerfrSnlein, aber im 16. 3abrb. ba«ä)^enf4 and^ bereite f. 
t>. a. »cif^ISferin (ßimmerf «e^bronir IV, 255, 16), enblic» ISnbHif-ttbli« (}. 9. 
n>etterauifi!() f. t). a. beliebte, im ®egenfat}e gum Onrf4en ale bem beliebten 
[mein (n mte in fran}. en, on tc) Mensch, mein Bonoh fagen bie SBetteranev 
Ourfd^en nnb aRSb^en auf bem 2)orfe toon ber unb bem beliebten], in Saliern 
)nm 9uben (@4meller n, 602), in @4tefien xoxt am Wttint sc. jnm Her! 
(IBeinboIb I, 61^), mo^er, wie e« f^eint, gegen 1700 ber ie^t im ^od^beutfd^en 
ale @d^e(te ilbli(ie begriff ber leid^tfertigen, unjltd^tigen meibftd^en $erfon. — 2)ie 
Qiegung ifl ntf))riingli(b, wie ee bie 8ilbung be« Sorte« erforbert (f. ber 3)^enf4 
9nm.), f^wad^ : ba« ä)^fnf(b (flatt SRenf^e), — en, $(. ~en; aber, na^bem 
^^ ba« 93ort «on ber 3)?enfd$ abgef^ieben b^tte, trat, im t)b0igen iBergeffen 
jener 9tlbung, gumal ba bie (Snbung e n)egbtieb unb alfo ntd^t mebr Wttn\äft 
gefagt mürbe, bie ie^t b'^f^cnbe an ftd^ unri^tige flarfe Biegung ein : ba« 
SWenfd^, — e«, ?I. —er, unb biefer ^lurol bie SWenföJer lommt j. 8. fd^on 
bei flbrabam a ©ancta (Klara (f 1709) bor, loet^er bte grauenjimmer- 
aOf^enf^er unb bie 2)ienflmenfd(er ^at, (e^teree bereite mit bem er^ auf- 
tan^enben unguten @inne ni^t fonberlid^ gn^t* 



SReimet — SIeriMan 77 

t bir fflenii et (e ftirj), ®fn. be« SRenuftte«, ^. Mc SKentfette, im 
^ot^beutf^eit lieber bie (®»t^e XVI, 165) SKenuet, ^LSKenuet* 
fen, ein (urfj)rflnalid& franjöflfc^er) lanj Don longfamer, feierlid^er 
9ett)egung. 

1711 Ui 9lSbIetn fcan).-beiit{4'tta(. Diction. 6M* ^etnc SRetiutt^, an« 
fran). bet menuet, toel(!^0 boR bem au$ tot. minAtoB s »Kein^ gemorbenen ihhI 
im 18. dal^T^. toortommenben fran). 9bi. menafit » bflnn, fein, ücin; alfo glei<!^fam 
iHdBf(!^rttttan), na4 ben Reinen @4ntt<n (pas) Benannt. 2)eTfelie, nnter Snb* 
»ig XIY. u. Snbtoig XY. fe(fr Beliebt, foO au9 ber $rot»tn) ^ottou in föefifranN 
Tri4 Pantinen. ^ d^emein^in betont Wtinntl 
tinercanttUf<!^=: laufmännifd^, faufmann^mSgig. 

SBgeleftet Den mercantil b. i. fran). mercantile » fanfntSnnif^ ^nbeU' 
[i- 8. ba« aiercantilmefen » ^anbeUttefen, ber ^nbel unb Qerteit], totl^t$ 
etn iMn -m^roaiu ((9en. meroiatis), beut ^att. bei V^Sf. bei (at., anf bie merx 
3= CBoare inrttdtge^enben Serbnmd mercAri = ^nbcln abgeleitete« nettlot. 
mercantiliB borauffe^t. 

ber SKergel (e = ä), -«, ^l »ie ©infl. : fette, büngenbe ffirbort* 
SDai^on mergeln = mit Sßergel büngen« 

SD^ärgel nnb mHrgeln }u \äimUu, »ie grifd^ u. Ibelnng im ^tnBItdt 
anf bie £^cr!unft »oQen, ifi unnBtMg^ iumal ba ber alte Umfaut e (ergebra^t unb 
iter an^ im @4reiben allgemein ttbü^ ifi- 1^2 „m er gel domit man acker 
dünget« (wc thetd. ©t. vi"»), m^b. ber mergel, mittelb. an^ mit i ftatt e ber 
mirgil, a^b. ber mergil, im 16. 3a^r^. niebert. ber merghel, marghel, altnorb. 
ber mergill, an8 bem gleid^Beb. mittettat. bie m^gila, tt>e((!^e« abgeleitet ton. bem 
ebenfall« glei^bebentenben tat ober »ielmeffr nat!^ Plinius bist, natur. 17, 4 ur* 
f^rflngT!^ leftif^en (ga1Iif((en) bie marga. ®aS ©erbum mergeln ifl mbb. gegen 
1400 merglen {Weiith. IV, 6), mittelb. im 15. ^abr^. mergeln, mittelnieberb. 
(1309) mit i bur4 ^tuffleigen be« Umlaute« e mjrgelen, im 16. Sa^r^. nieberl. 
m^ghelen. 

mergeln (e = ä) = mit SKerget (f. b.) bflngen. «ber ein »on 
biefem öerfd^tebene« mergeln (e = ä) = fraftlo« machen; bi« auf« 
eint nnb jur Srmübnng plagen ober aud^ in fold^er ®tMt in Sln^ 
\pm6f nehmen, fid^ mergeln = ftd^ angeftrengt bi« jnr (Sr« 
mfibnng plagen. 

2)a« gloeite merge(n ifl Slter-n^b. mergeln, merglen, anäi mit 5 mörglen, 
nennieberl. m^rgelen, nieberb. mörkeln (= fH abmühen, ©dfombadj ISS*»), 
aa4entf4 mergele (intronfltib in ber Ceb. ^abflerben"), abgeleitet bon einem ein* 
fad^en mexgen (?), nieberb. mörken, « angefirengt ober rnttM^Iig arbeiten, (14 
abmii(ien (&Hamf>aäf a. o. 0.), fetten refle|it> sek mörken (ebenba), met^e«, 
toie e« fd^eint, mit e fiatt 5 nnb bei Übergang be« crfien n ya 1 (ogl. 2 nnb 
famme(n) Qn% einem «oraugge^enben mörgenen(?), bon bem mittelb. Hb}, morgen, 
morghen, =» faft' nnb traftio«, Wafi, mager, in 1476 mittelb. [am Wtint] 
morgen werden (Diefmbaeh noY. glossar. 246'*), mitte(r(eini{(i in ber no(b 
bem 15. 3a(r(. ange^Srigen $anbf4rift 9tr. 130 ber a^ain^er @tabtbtbItotbef 
«morghen werden" neben »dorren**, beibe« bei tat. marc^re, wetiä^e« ba in ber 
8eb. be« bon i^ abgeleiteten (at. marc^soere, = fraftto« toerben, mellen, er* 
f^taffen, mager metbcx, berflanben x% Sgl. an^ ab-, anemergeln. 
beraKeribian, -e«, ?1. — e : bie aHittagölinie, ber SKittogöfrei«, 



78 9terit«e( — üen 

b. 1^. bie htn ^Iqnotor «iri^ bie beiben 9frfe biir4F40ttbettb gcbt^t« Curie, ik 
mdäitx fttr leben barin Itegenben Ort ber (Srbc bie^onnc am Wi\UM%t nm 19 U^r 
Pe^t. 9(n9 bem tat. toon ber meridies « j3J{ittag abgeleiteten 9lbi. meridiftnas s 
mittJfgig, loel^e« mit (in)ugeba^ter (SrgSnjung Don ber circalas = Stxtii 
[circalas meridiAnos] ben SD^ittag«frei9 bebeutet. 3m äl^Httetbo^b. flf^t, gfetd^« 
faS« entte^nt, bie mdridUln a» a^ittag9)ett, 9littag«b8&t (Jfyi». I, 869, 84). 

bie 9Äerin0cI, ^t. — tt, ciitc «r tüott ^ndex ^tiadtnem, 

^t\ fßüi Sbi^Hen 13, 211. (Sin bnntle^SSort; ob jufammengefett mit nieberb. 
m5r, xnser, in bitmarf(]^er äl'^unbart mmt, = mürbe? 

ber STO'crl, — c«, % — c : breitbtätteriger dppxdf, SSia\\txtppidi^ , sium 
latifölium. 9flicberbeut|d^, 

^^d^on mitteUtieberb. merk neben eppe, » (Sppidi (hör. Mg. Vn, 80**). 
mertbav (e » ö), üufammettgef. mit merten. 

1691 bei ^tiefer €^. 1S71 mit mevtbar tufammengef. bie 9Rerf6*arfeit 
merten (e = ä) « mit etma« }um kennen t)erfe^en; an ober aud 
3ei(ä^en auffaffen ober fii^ttegen, mit bem ®eift auffajfen unb feft^atten. 
a)aJ)on : ber SWerfer; mertli^, «bj. n. »bb.; ba« a»er!ma(, 
— eö, ?I. ÜRerfmale; merfwürbig, «bi.; ba« 3»erf jetcj^en ic. 
9ene« merten [mitflcc, ungemb(n(i4 unb feiten mit!!)at., ^{>i))))o!rate9 lieg 
i^nen ni^t« )>en feinem (Srßaunen merfen" (CDielanb, flbberiten 94 3 (Sa)). 
5)], m(b. merken, abb. merhan [b. i. urft^rttngti^ marh-j-an (?)], merchan, 
merkan, (11. 3a^rb-) merchen, mittelb. avi^ mit 9uffieigen be6 Umlautet e )tt i 
mirken, semit etma« yam Jtenncn (mit einer ^e^ei^nnng) toerfe^en, be^ei^nen 
Sum kennen, mirbem ®eifl auffaffen unb fefl^alten, fefl bea^ten, beoba^ten, mabr« 
nehmen, unterf((eibcnb wa^rne^men, au9(egenb ^serpe^eu, altfrief. merkia, mürbe 
abgeleitet toon abb. bie marha, marcha, marka, ^ Scjei^nung, urf^rUugIi(!( 
©rense, unferm bte äRart (f. bie 9J2art 1). WztUx iß mbb. ber m^rksre ^s 
9uf)?affer, befonber« bei Stebe6))erbSUniffen , bann einer, bem $oeften )ur Prüfung 
vorgelegt wnrben; ba6 flb}. merlli^ nibb. m^rkelich, merklich, s gut )u be« 
obofl^tenb, beutli((, mistig, wxi^ f. M, a. tabelfü^tig, moton ba9 m^b. flbto. merk- 
liche s bemerfbar; nnfer nbb. fibtt. merfli((. 
bie 2«erte (e = 8), ^L -n : «mfel. «ai^erifd^ (©(^metler H, 619). 
3m 16. 3a^rb. bie merle, getarnt merl, au6 bem gleid^beb. romanif((en (ttot) 
bie merla, tat. bie m^rala, neben itat. ber merlo, fran). ber merle, (ot ber 
m^ralus s ttmfel. SRittel^o^beutf^ aber f^on ba« 2>im. ba6 merltn » fCmfet, 
meI4e6 im 92eu(|o4b. an er lein märe, 
ber SRer rettig (e für}), bei ber urf))rüngn(i^n ftiirje be6 e in SReer 
(m^b. mer) beffer ot« SWeerrettig (f. b.); 

bo4 nnr munbartli^, unb fo ^o^beutf^ unfibti^- 2)ie j^firje Wttx» ift 
übrigens gan) glei^ ber bee bar in bdrfng neben baar unb be6 ^er in^^r« 
berge, ^^rmann, $^r}og neben ^eer. 9m n^tigflen f^riebe man ^ix» 
reiti^/ mel^e gorm aber ni^t mebr borfommt ®. SDteerrettig. 
ber aWerj (e = ä), — t^, ^. — e, ei^ebem unb rid^ttger [c^mad^ im 
®en. @ing. — en, ^I. —en : ber britte ÜRonat im Oa^re. ^ufam* 
menf. mit bem fci^tDa^en ®en. @ing. : ber äßer jenjc^nee, «ftaub k. 
aber in eigenttid^er ^uf^^^^nf* * bie SRer jamfel, ber SR er j« 
f^nee, «ftaub, bad aKerjbeild^en }c. 



wenta — «f{|rii 79 

Keri tfl wlt bem «tten VMutit t ^gtltaAt imb cingAllriart, «Mf(oII 
SR Sri Bi^ ^ )>< f(!(reiieii ni^ b(og uniüJt^ig, fcnbern \übft |>ebaiüi[4 if- ^ie 
f4»a(|e Qtegung i|l bte nrit^rflngltd^e, benii ba« S^ort i|i getttqt au« bem Slteren 
bfr SDter^e, mfjlb, nnb fclbfl fd^on im 12. 3a(r^. bet merze [fo bei 3acob 
Ortmm, an^ bei Seiet, aber bei Cdil^elm SBadernagel u. 9. m§ne], 
merce, mit bem (Btn. bei menen trab bem ^Inral bie menen, hl <S^(cffen aud^ 
ber men, (mit bcn Umtonte, bemi) abb. bet mazoSo» f^t-mfb. im 16. Sabtb- no^ 
i»eretii|c(t nmlontlo« ber martee, md^ci übettommeu «nf tat Martins (mit 
SrgXitiiiiig ton btr monsis SDtonat) «s bet bem Mars (@en. Kartis), bem ftrieg0« 
gette Ut Stimmer, geheiligte SKonat. (9Iei<!^e ftttt)mig nnb bana^ gleite« Übet« 
tpm^ta in bie fiattt Biegung, mie bei a^tet), jeigt fl^ bei HRoi (f. b.). 2)et 
bentf<^c 9iame i^ bet Sen^menat, a(b. bet lensinmAndth (f. 8ett)). 9Ret)' 
«mfel beifit bie Imfel, meU bie Snugen f^en im SDIet) auggebtUtet ^nb. 
merien (®otterI,419), tnaudmifrjen (f.b.)/ üili6)tx, attmärgen. 
ba9 aRf¥jfci(^af = ate untaugU(!^ au^gemergted Sd^af. 

3ufammengef. mit bem «otbetgebenben met^en. 
ber aRerjf (^nee, ^fiaub, ba« ^lixittiläf^n, f. SIßer}. 
t mef «l^dnt = fc^le^t, garftig; bo«^aft, fc^finbl^. 

3n gemeine! Ingf^a^e bag ftan). mtfohant (ft)ri4 mesehibg) » elenb, 
Wed^, bogboftr altftani. mesohaant, mel^e« ba« ^attici)) beg ^tfifenl Don mes- 
eheoir « Abel fatteu, Abel anef^Iagen, entflanben ang bem tat. miniu oidere, 
ifL 1728 iat ßptroRder @. 871^ aU gcembttort bei nn9 no4 gcrabe}n mechant 
bie SDieffc, ^(. — n : bie ^o^e feterii^ ^anblung be« ^rieftet« in ber 
tat^ült{(|en fiivt^e, ben mai^ven Seib unb ba« ma^re f&ixii S^rifti 
in ben ©eftalten be« Srote« unb Sßetned ®ott ju opfern^ aU unMu^ 
tige (Srneuerung bed D))ferd S^viftt ; bie bei bief er ^nblung Dorge» 
fd^riebenen ©ebete unb ®ef&nge; groger mit befonberen 9Scrred(iten 
unb t$rei^eiten t)erfe^ener ffiaareni^erlel^r burc^ au«fgebreitete ^ufarn^ 
meutunft loon Serf&ufern unb fiäufem an einem Ort unb U)&i^renb 
t&ngerer ^tii, groger da^rutarft mit 3Jorred(^ten ; ®efd^t bon einem 
fold^en Sßaareuberle^re, SJ^eggefd^ent. 

an^b. bie mtae, gefilqt mSsg, aber au^ misse, abb. bie mgssa, tttf))ttfngli4 
mit migebto<|enem 8oea( bie missa, in ben beiben etfien Oebeutungen, toic in 
bet9eb. ton geiettag, geft (tg(.ftitmeg), ang meldet barni etft )n linfange beg 
16. Sa^rb. U(«t.) Nnndine) jAnnarokt, m6ss<' im tö. ard r«r. bon 1429 81. 2*] 
bie eineg betotted^teten SRattteg, eineg Sabrmartteg betborgieng, meil man einen 
filmen f4on ftflbe mit einem tit^U^en gefle getne tetbanb. 9n4 bem gUt^ na^ 
(onfUnting beg <Srogen B^it flbli^en lat. bie miasa «= Cntlaffung (missio), }ncr^ 
nnb totangdmeife bie ber lir^Ii^en Serfammlnng^ bann bie Hbenbrnab^bonblnng, 
fofert ttnc eben angegebene bobe feietli^e j>anblnng be« fticfUtg^ enblt^ gejl. 
2)ag lat Sott aber gieng ^ettot ang (at. «ite, missa est** (nttmß^ o^noio) as 
gebt, fie (nSmli4 bie — gottegbien^Iiite — 8et[anmlnng) ift entlaffenl obet 
an4 bUg nmi8sa.e8t<< a {ie i|t entlaffen! momit in bet aUen fiir<be bie bnt(b 
Uatcni^t no^ ni(bt tSlXig (gereiften tot ber i^ffentli^en 9lbenbmabi«banblnng ent« 
loffen mntbeu, ba fle an biefer ni^t 9[nt^il nehmen butften. 
neffen, ^rSf. ic^ m'effe, bu miffeft, er mtffet, migt, tt>ir mejTen it., 
^rSt. i(^ et mag, (Sonji. {<!^ er mage (mit langem S), $art gemeffen. 



80 Wtffttkua -^ Slcffer 

9mp. m¥ß, 1) ttanfM» : in bem Sßiegtoi SHetriel nritteffi einer ®T»6e 
befrimraen ober erforfc^en. Weflejib : fid^ meffen = fiä^ im ffiie- 
gro§ berglelc^en. 2) Intranf. : eine beftimmtc OriJge, — *mat entsaften, 
ein %ßiet)tet, Stegreg in iRaum, ©etDid^t, 3eit, ftraft entgolten. 

@taU ine§en, unb l^i^. ri^tig iji überall 6/ tp« »» in bctn ®octe ie^^t ff 
fd^retben. 2)cnn m(b. m^^en ($rSt. i^ er nut^, mir fle mA^en, ^9^x1. gem&s^en), 
SS ba< fBiegrog, föieDiel erforf^en n. befiioimcn, jtelen, iutbeilcn, geflolten, 
t>erg(ei4enb betrauten, fiberbenlen, )>rttfeii, a^b. m^^ftn ($r5t. t<!( et ma;, »ir 
mfi^nmds, $art. kimft^an, 3ni)). iiii$), mSjsaii, fpSter mfisen, niA^^en, as bat 
^icflvog, 9Btet>ie( erforf<!benb befliminen, bann au<( f.i». a. mfigen (^2.Ara6. 966^), gotb- 
mitan ($rät. t4 er mat, mir mdtam, Ißart mitaos), a(t|li<(f. mitan, ongelfä^f. 
•mfitan (au4 « loofUr (galten, f<iä|}en), altfrief. m§ta, altnorb. m«te (ae na4 
fBert^ bcfHmmen, f^S^jcn, abfii^S^en). 2)a9 föort, in alter Bett immer tranfUi», 
erfl neu^od^b. au4 refle^ib unb tntranfitib, flimmt ber Sauttoerfibiebung gemSß mit 
med, mod (flatt mad) in gr. ber m^dimnos (jiiSifivoq), ber ^Benennung eined 
attifd^en (9etretbema|e9, lat. ber mödins b= Sd^effel unb ber modus «s SRag 
(f. b.); mcrfttiirbiger Seife aber flimmt t9 an^ mit ^ebr. mAdad (yjtj) » meffen. 
3)ie fBursel, bod^ o^ne anMantenben «bteitenben (Confonanten, jeigt fUb no<l( in 
fanfir. mt «s mcffeUf beffen ft ba« 6 in bem gteiii^eb. lat. mdttri (b. i. md-t-Szi) 
entft)ri<(t @. ^ai, ba« fOtti, bie äRe>e 1 nnb aw( aRetrnm. 

ber aßeffebiener (©c^iKer Wt. ®t 1, 4), getfir}! aßegbtener 
(ftatt 5»ie|dbiener), «= ber bei ber aJieffe (f. b.) ben opfemben 
^riefter mit ®timme unb $anb Unterftfi^enbe. 

meffentlid^ = für bie!Daucr einer üBeffe, »ä^renb ber STOeffejcit 
@o ). S. 2U grantfnrt am 9Rain : einen Saben meffentlitt toermietl^en. 
SRtt eingetretenem «t blog an« 9{a<(giebtgfett gegen bie gefttgige Serbinbung btefe« 
ISnd^fiabene mit n. <E6enfo in namentlid^, mBt^entlii^. 

ber ^'i\\tx, —9, ?!• toie @ing. : toer migt. 

^ift. rt4tig ifl SRifger )tt f^retben. 2>enn m^b. ber mtf$;sre, mS^jer, a^b. 
ber mdjari, mtf;;ari| t>on meffen. 

ba« a)feffer (e = ä), — «, ^t. tt)ie Sing. : ©c^neibe^ [aud^ &ttä)]meth 
geug and klinge unb ^eft (®tie() befte^enb. 3uf<>^>it^nf. : ber 
SDtefjerfd^mib [1482 mgssersmidt]; bie aßefferf))ite 2C. 

SReffer ifkbifl-n^tig 9)le6er )n f^reiben; benn m^b. ba« mes^er, me;;er, 
im 11. Oabrb- mes^er, me^jer, me;;ir, au^ einmal fi^on im 10. 9a(r(^. {$1 
UndmbrogiancB @. 674^) mejer, ge!ür|t au9 abb. baS me;erB, iftoSfSnbiger 
mä^Sereo, mä^^ires, mesres, mit ungef^müdbtem testen 8oca(e m^^as (DkU, 
ly 498% Haupt Zeitschr. Y, 868% 103), me^jpraB, {Ugleitl^ no^ mit bem ttrf))rttng< 
(i<!(en h me^hs, [mit Überf^Iagen bei i in me^^l- in a] m^^^arelu {DiuL I, 
494*), SIter m^^prahs (DiuL I, 61 1^), me(M mit Übergang be9 s in r (f. X) 
gmtf^en Socalen (bier i unb a) baS nur einmal auf^ttmetfenbe a(b. baS m^^pBahs 
{Diut I, 524*), eigentU(( m^isahs (?), abget^etlt mtf^-sahs (?), tfi, mie benn ou^ 
nc^ mit bewahrtem s im 12. 3abr(. am 92ieberr]^ein me^ses {Sother 2610, in 
ber 9ueg. t)on $. Stttdert 2617) «orlommt. 2)iefee m^gisahs mürbe bei ben 
Gotben mätisahs gelautet (aben, gerabe fo mie fe für 8rot«, @)>eifefa(f ber 
matibalgs [ber balgs ifl unfer Satg, f. b.] fagten, nnb ifl gnfammengefett 1) au« 
got(^. ber mat8 (im $lural mateis), a(^b. in älterer 3eit ber ma; [im $Inral bie 



gtcfüitfl — iRefe 81 

me^Jt (?), messi («oe. JKerdnu e. 164^ 87. DksL I, 196*), mit ei fiatt e mei^ 
(DiuL J^ 196^)], altfSi^r. baS mat, altnorb. ber matr, »oneBen, bot>on aSgelcitet, ba« 
gletf^Sebentenbe altfS^f. ber meti {^.Vtttttouxf), angelfS^f. ber mete (!ßr. mettas), 
altfrief. ber meto, met, meit, a(b. (ni^t tor^anben, ober bo<( nid^t na^toeidBar) 
ber me^ (?), unb 2) qvl9 Um, bem lat. ba9 B^nm = ^tU, Bttin, ber £autt>er« 
Wcbnng getnSg eiitf))re^enben al^b. baS sahs, angetfS^f. ba9 seax, ottnorb. ba« 
gax, Ä aReffer [bo« WtamitlH jnerjl ein fijarfer @tetn war], turje« b. ^ meffer- 
artige« e^vmt au $ieb nnb €$ti^ (f. @o4f e), loon »e(4em »ie eine flMeitnng«« 
fUBe in SReffer angefe^enen IBorte anlegt nur ber in r fibergegangene Wntant 
ttbrtg blieb. 2)a« 9Bb. aber ^at neben me^iflalia au4 in berfelben Snfonnnenfetung 
nnb 9eb. ba9 ia»;i»}w (wm der Haffen Denkmale @. 86), nnb bon %lt\äftt 3nfani« 
nenfetnng no4 finben ^^ a^b. baS me^pmös (voe. iCsrami 164*), ma^^ds 
{DiuL I, 196«), « e^femn« [S^nli^ nie Bei nn« no^ /,Wen«f)>eife''], a^n« 
att 2Va(I, a^b. ber me^iban ss 9ann b. b- f^oi^feS Verbot (einem Serbre^er) 
6^fe an reiben. 3ene9 me^^iBalis, me^jirahs tc. bebentet (iemait lan&äift f. b. a. 
64neibe»erfaeug awn B^^^^d^n ber €t)eife, unb |ie(t bann üUrf^aiüßi, toit unfer 
bann« (en»orgegangene9 älileffer, an^ in bem @inne eine« (nr)en ®4merte8. 
9{o4 me^r gefiirat iff ba9 IBort in aa^enif^ baS mets, nnb felbtl Sn^flognng 
bei t (m^b. u. abb. z) aeigen mittet« u. nennteberf. baS mes (e !nra) nnb ntebeib. 
ba« mest, beffen t unbefugt angetreten. S^efferfe^mib i^ 1482 messersmidt 
(«o& iheuL 9t. t2^), m^b. me^jersmit. 

ba« aReff ittg (e = &), — e«, ^I. — e : au« ftu^jfer unb ^fnf ge* 
mif d^te« aRetall. £)abon : m e f f i n g e n. ^uf ammenf . : ba« SR e f f i n g^ 

aReffing ifl m^b. nnb (anerf frflb/ boi^ fetten) im 12. Sa^r^. {Sehletut. Gl 
9hr. 31, 23) ber mesrinc, 1469 mittelrbeinifd^ mit einem an« e anffieigenben i 
mjssiiig («06. ex quo)f = gemif^teS nnebte« SRetall, beffen gri^^er S^^eit an« 
jtn|»fer begebt, attnorb. bie mesdng; angelf&^f. mftaling. JD?ittet|i ber Ibteitungf- 
fUbe -ine» bereu i Umlaut be9 i»orau9gebenben lBoca(e6 eraeugt, von bem glei^beb. 
m(b. ba« messe (Öudnm 1109, 3), totlöftji neben mbb. bie messe, mftsse, = 
äXetafltlum^n, a^etaH, beflimmteS SD^ag anSRetaE, au6 tat bie massa (f. S^affe)' 
= fttum^en, aRetatt(tum)>en^ entlebnt iff. giir ba« 9bi. meffingen, im 
I6.3a4r^. messing nnb messingen, fommt au^ messin, messin, Uttb im SR(b. 
messin, mSecbtn !»or {Baeler Bieehofere^ @. 48), t)on met^en ba6 te^te i»on 
f4tDSb. ba8 möBoh (neben bae mess, m5sB), \äitodi. ba8 mösoh, a SD'^efflug. 
meffingif (!^ (e === S) = ttieber« unb ^ed^beutf($ jufatmnen in XBbrtern 
unb enbungen gemifci^t. 3. S. ineffingifd^ reben ic. 

3m 9{ieberbentf<(en. Ob au8 frona* messin « me^if^, mie man au SRe^ 
ftmitt, mo man nSmtidft eine SE)^if4f|)rad^e, f)>Ster ein unreine« granaSflf^ rebete? 
ober ob eine 9nmenbung i»ou 1482 messingisch = au« SReffing [aRifd^metaO] 
beflc^enb (we. theuL 8t. t2*')? 
Me SKefte, ?t. — n, Vs aWalter l^altenbe« SRai 

(Sin mittetbeutf<be« SBort 3m 14. u. 15. 3abr(. bie mfiste in ber 8eb. be« 
^i^o^e« (Urtunbe t>. 1861 in Würüwem dioecesis mognntina, tom. II, 51. 
WMfLlR, 458), bann in«befonbere f. t). a. (SefSg au @ata, ^atagefüg (SD^one 
alttefitfd^e e4auf))iete @. 119, 838), ^atafag (gunbgr. I, 888«). a»it bem im 
9tütelbentf(4en 8^er Dorfbmmenben s für ; flatt mS^ loon abb. mfijan meffen 
(f. b.), mte bie Vta^ (f. b.) m^b. u. a(b. mast ^att majt. 2)a« -t ifl abteitenb. 



82 aWc^e — Wetatnot(»^ofe 

t ber aWeftijc, — n, ^I. — n : aWift^^Iing b. ff. ftfnb bcn einem ®ei^ 
unb einer 3nbianertn (einer STOutter Dom Uröotte «merica'«) ober bon 
einem 3nbianer unb einer SBetgen. 

9u6 f))an. ber mestizo = JHnb bon QEItem terf^iebenet 9ta9C, nrf)>rttnfltt4 
au(!( t>erf((tebene8 @tanbe9, toti^z9 ein mittcaat. mixtioioB )»oirau<fe4en lügt i»on 
(at. miztuB » t>ermif<(t. 

ba« üßet, ®ett. be« aW'effe«, ¥L bic SWeffe, ein Oetreibemag, ein C)oIi' 
mag (ettoa eine jt(after) 2C. 3n f^ranlen u. ©(j^koaben. 

$1^. ri^tig ttBeraS %, a(fo ou^ be< avtege«, bie mt%t. flR(b. u. a^b. ba« 
m9$, befonber« in bev 9eb. eine« glttffidteit«« ober Oktreibewoge«, entf)>roffen beut 
VrSfen« be« fBur)eIi»erBnvi9 nt'effen (f. b.)- 

ber SReßbiener, »a« SWeffebiener (f. b.). ®tatt aWef«biener. 

bie STOeßfette = ftette jum Steffen bon Sängen unb (gntfemungen 
einer Sobenpäd^c. bie ÜR e 6 1 uä ft ^ufammengef . mit m e f f e n (f. b.). 

ber üßegner, — «, ?L »ie Sing. : ftirij^enbiener, fiüfter. 

^ifi. n((ttg Wlt^ntt ober au(( SDlef^ner. 2)enn m^b. ber m^ssenere, 
mteener, mesnnze, meaner, a^b. (aber er^ im 11. u. 12. Sa^r^.) m^Binari, 
m^inare, = $tüfbn, 5impt\W^, 2:^ttr^ttUr be9 2:cnM)elS. 92i4t bon SD^'effe 
(f. b.)/ fonbent an« mitteSat [nm 1160] ber meBenArias (mommenta baiea I, 
86)/tt)eI(!^e9 mit Sudfall be8 n an« bem übli^eren mittellat. ber manBionftrioB » 
S$S4ter unb $üter bee ^eiligen ^ebSube«, 2:ittr(ttter bc« Zmpz{9, ber jtir^e, 
abgeleitet tton (at. bie mänsio s= ba8 bleiben, ber Vnfent^alt, bie SBo^nnng, 
tt)orau9 fran). maison s Sel^anfnng. (Erhalten ^at ^äf ba9 n no^ in bent im 
^o^beutf^en be« 14. ^a^r^nnberts fi6} anSnal^meioeife finbenben ber mensner = 
nfttx, [tat.] numsionftriuB (voe. opt. €^. 36^ 52 n. 68). Sgt. eHmtlUx II, 
600 n. 681. 

ba« S»e§o»)fcr, bon ber ftrci^lid&cn SWeffe (f. b.). bie SÄegtooc^e 
= Vio<i)t einer äReffe (eined beborred^teten 3a^rmartte9). 
SDi^it nnbere^tigtem 6, flatt Wti\9op\tx, SRefemo^e. 

ba6 SKetdtt, — e«, ^l. — e : Don (Seftein unb Srbe gefd^iebener 
fd^mel}« unb be^nbarer ftbr))er. metallen, metdtlifd^, Slbi« 

fßm^ eingebürgert 1482 ba« metoU = (S^ {vae. theia. 91. t8'), n^. 1814 
ba9 metalle, att<( bie metalle (JFfoiMnM, 9bi9gabe b. Q^ttmttder €^. 80, 83, 8), 
1475 c(ebif4 metail {TButhonkta), au9 gr.>(at. ba8 metAUam» gr. baS m^tallon 
(/jiitaXlov) urf))rüng(i^ ss ®mbe, Atollen in ber QErbe, bann bae barin ®e« 
fnnbene, enb(i4 tote unfer (Srj, SD^etaO. 2)aa Sbi. metallif(t i^ naäf bem i9on 
bem grie4if(!^en @ubtlantit) abgeleiteten gleid^beb. gr.*(at Sbi. metdllions, gr. me- 
tallik<5s {ßsraXXiicdg), gebilbet; metaUen, 1678 metaUin, anS einem an4 
bur^ ital. metallino boranSgefe^ten mitteEat. Hb}, metdllinus. 

t ber aRetaltürg, -en, ^I. — en : (grjfd^eibeWnftler ; ©ergtoerW*, 
(SrjTunbiger. £)at)on bie aRetadurgte. 

aH e t a((ur g i|i aus bem gr. $bj[. metallargÖB (ßetakkav^iQ) »= „VteiafL 
toerarbeitenb" gebilbet, »el^e« iufammengef. au8 gr. baO m^tallon (jihaUov) 
unb einer SUbnng bon gr. baS ^rgon (l^/ov) = Serl, Arbeit. 

t bie anetamor))^ofe, Sßl — n : üm^, 2$enoanbIung in eine onbere 
®efta(t. metamor)) ^öfteren. 



IRetat)^ ^ ttct^ 83 

Scneft an0 ftx.-tat bie metamorphdaiB, gr. bie metamörphteiB (jisrafiSogmaiQ) 
= 8ernHinbTitng, Umgefloftitn(;^ bon metunorphöein (jutafiOQtpösiv) =ss mnfle« 
ttoltcn, tD€(4e« infamntengef. au« bem in 3ttfaininenfe4itii0at oft ein übergeben 
bov einem Orte sunt anbern, eine 8erSnbentng anSbrfldenben gr. metä (eig. b 
)lQif4en) unb morphöein {jjLOQfpdeiv) a gehalten [i»on bie morphS (fioQip^) » 
Oe|to(t, Sonn], abgeleitet i»on ienem gr. metamözphddB i^ bag franj. SBerbunt 
mtemorphoser, kvorong nietanior)>bofieren. 

t bie SRctd^j^er, ^L — n : tttieigent(i*er, BitbÖc^er 8ltt«bru(f , j. ©. 
@o^n be« S$a(be« = dSßer, bie 9iofen ber SBangen = bie mt^t 
berfefben :c. meta))^6rifd^s= uneigenKid^, bilblid^, bur<j^ 

»lume (b. % anfj}ictuna) in ber {Rebe berberft. 

a)>le tapfer \^ w.% bem gleid^beb. gr.-Iat. bie metiphora, gr. bie metephori 
(nttaipoQd)^ eig. s ba9 Seg«, lnber«iDo^in% Übertragen, t>on bem SBerbnm 
metaph^rein (jieraqd^iv)^ einer 3i<f<>in^<nf* ^^^ ^^^/^ (l SH et am or))bofe) 
mib ph^rein (ipigaiv) » tragen. 2)a9 IH^i- metat^^orif^ tourbe gebilbet no^ 
bem i»on metaphor4 (ji8za^>0Qd) abgeleiteten gr. metaphorikös (jiera<poQix6i) 
as ttberlragen, bann »nnetgent(i<(.^ 

tbieSKetap^t^f» = ©iffenfd^oft be« ÜBerftenlid^en, ber üßeta* 

gebilbet nait bem gr.«mitteEat. 9bi. metaph^dciu , f^ät^gr. metaphysikös 
{/leragnxnxlg), = über bie 9{atttr ber 2)inge ^inandge^enb, fiberflnnli^, 2ufam* 
nengef. ang metA (f. aRetamor)>bofe} rnib bem Vbi. physikös (gwaixSq) = 
notitrti^ (f. V^i^fi^)« 9(nf ber mämtltd^en gorm metapli;^Biou8 Bem^t nnfer mit 
ber mSnntic^en flMeitnngdenbnng «er gebilbeteg ber Sftetal^^i^füer; nnb aug 
bem 92entmm ieneg Vbiectitod im $tnra(, aber ber gemi)^n(i(!^en Snna^me na<j$ 
ang metä ik physikk (jisrä xk ^pvaixd) ^ „t>\t (bei Vrifloteteg) auf bie m^tx 
über bie 9<atnr fotgenben iCtt^er^, gieng gr.-mittellat bie metapli;^Bica , f)>8b'gr. 
meUphysikä (jieTa<pvatQd)f nnfer bie a)>{eta|>b)7fil/ ^ert>or. 6i^er f^eint, bat 
biefer Xngbmd auerfl t>on einer @4rift beg 9ri|iote(eg gebranci^t mnrbe. 

t M SKeteor, — e«, ?t. — e: gufterf^inung. bie aßeteorologte 
= ffiitterutigÄe^re; ffietterfunbe ;nieteoroIogif(i^, «bi. 

SReteor ifi ans gr. bag met^ron {fietiwgav) , bem TtQ\catimm beg 9bi. 
mettfdtoB (fieriepgoq) » in ber ^üfft [meti in, bie e6'ra iitAga) == baS €i<b»eben, 
bie {^loebenbe Semegnng], in bet Snft befinbli^. «big einer »eiteren Bnfammen- 
fe|ttng mit einer Ibteitnng bon gr. l^ein » f)>re4en, reben, gieng betbor bie 
metedrologia (jiere^BgoX&yla) « 9tebe, Se^re bon JtVt^m nnb Crfij^einnngen in 
ber 8nft, »oDon weiter ba6 ^in Jener Ce^re ge^rig^ ic. augbrttcfenbe gr. tibi. 
iiiefeedrologik<to (jisrewQoloyaedqii »orang nnfer meteoroUgif^. 

ba« (oud^ ber) üßeter, — «, ^L n>ie ©itig., V40000000 M mtttferen 

Umfange« ber (ßrbhiget ober 4 M^^erige grogl^erjoglid^ MW^e 8w6- 

2)nr4 9teiA«gefet bon 1868 bei nng einge^l^rteg mot, au9 bem glei^beb. 

fronj. ber m^tw, »etijjeg ang gr.«(at. bag m^trum, gr. bag mteon [/litpov « 

SRof (f. Seetrnm), bann CnbihnaS für trodene nnb fUifflge 2)inge]. S>er bentftj^e 

gefetfi^e ^mt ifl etab (f. b.). 

ber SR et He ^oäf), —e«, ?I. — e : $)omgtrant 5Ro^ in ©a^em. 
$ift rid^tig S0tet, benn bog ( alg 3ei(3^en ber 2)e&nung i» nnnSt^ig. 9^bb. 
bct mste, mgt, a^b. ber mgtn, an^ no^ mito b. i. mitn, mittefb. ber mbde, and^ 

6* 



84 mttXfuht — mtut 

mftdde, anfleWf. ber mddu, mfido, meodu, meodo, attnorb. ber middr. 2>ae 
©ort jltmmt mit Htt^au. ber medua, altftatt. btr med", raff, btr miod" (mSa*), 
fanffr. bae madhu, = $onig [toet^er ia ^au^tbeflanbt^cU bed ii^etrSnle« oar], 
ajtet^, im ^nftr. an($ f. b. o. berauf^enbe« (SctrSnl, gr. bad m^thy (jii&v) = 
SBfin sc. 
t bie aWet^obe, $L — tt : SJerf a^rung«art ; gefrort, fe^rgang. ble 

aßet^obtt, tt)ot)on ber SDietl^obirer; met^6btf<j^. 

äO^et^obe ifl an« gt.4at. bie mäthodus [barau9 bei (Clanbind m, 60 ber 
^titfo^ni], gr. bie m^thodos {jd^o6oq)y toeld^ed [atö Bufammenf. bon metA 
(ter = na^, (interbrein, nnb bie hodös (d(^(^) « Gang, Seg] ba« 9ea^geten, 
SBerfoIgen einer 3bee, Seg unb 9rt einer Unterfu(!^nng Bebeutet. 92a^ bem bon 
m^thodas abgeleiteten gr.«Iat. W^i- methödicos, gr. methodikÖB (jji€^oSix6q)j ifk 
met^obiftj^ gebilbet, baneben au9 ber fubflantiDifd^ mit (SrgSn)nng »on t^hnd 
(rixvv) = Ä""P gefegten »eiblici^en gr. gorm methodikS (^^odtxi;), gr.-lot bie 
methödice, unfer SD^et^obif, mSf^renb auf Jener mSnnlic^en methödicns mit ber 
mSnnIi($en 93iIbnngdfUbe «er nnfer'ber SD^et^obiter bera^t. 
t bie SKc tont? mtc (4filbig), ?I. -n (öfilbig) : 5Ramettücrtauf(ä^ung, 

info/ern bie 5Rameii getoiffe 8Ser^ättni«begriffe audbrüden, j. ». bie 
• arbeit ber ©tierc = (Setreibe, beti ©ci^iaer tefen s= ©(ä^Werö @ä)n^tn, 

Sorbeer unb Öljroeig = ©teg unb gtiebe k. meton^mifc^. 

iDlcton^mie ifl an9 gr.«kt. bie meton^mia b. i. gr. metduymia (/jistanrvfila), 
netc^e« )ufammengef. an« gr. meti (f. a)^etamor))(ofe) mit einer Ibleitnng Don 
gr. ba9 <5noma (^vofia) 9eame. Son Jenem &\ih% fommt bann ba9 gr. 9b). 
metdn7mik<58 (fistanrvfiixdq), toel^eS gr.-(at. ya metonj^cos toirb, »ona^ 
nnfer metonbmif<i^. 
t bie üßetrtt, ?!. — en : «er^funji, ^lel&re. ber SKetriler = toer 
bie aier^Iunft berfte^t unb ju üben mei^ ntetrifc^, S(b)ectib. ba9 
üßetrum, — «, ?t. (tat.) SDietra : SSer^mog. 

gür aWetrum, gr.-Iat. ba« m^tmm, gr. ba« m^tron {fiit^op), = SWag, bann 
9erd-, @i(Benmag; o^ne S^^^t beffer, a(d biefe« aHp treu frembe SBort, f^on 
alt^oc^bentf^ barand entlehnt bad mdtar, mdter, a JBerSmag, 8er«. SBon Jenem 
grie$. m^tron aber bad gr. SbJ. metriköB (/levgixdq), bann gr.«Iat. m^trioos, unb 
auf biefem beruht mit ableitenbem -er nnfer ber S^etriler, »ie au6f na^ i^m 
ittglei($ nnfer metrifc^ [wofür a(b. bei Abtiber mdterltoh] gelilbet ifl; angerbem 
entnahmen toir ber fubflantitoif^ gefegten meibli^en gorm gr. bie metrikS 
(fieTQix^)f mit (Srg&ntnng oon t^lmd (r^/v^) St\m% rnifer äßetrit Übcigcne 
ijl gr. m^tron [b. i. m^t-r-on] Don berfelben ©nrjet mit meffen (f. b.). 
t bie aWetropoIe, ^l. -n : SRutterftabt, ^roi>{ngiaI^au<)tftabt ber 
ü»etro»)oIit, — en, $1. -en : (griec^ifd^^latl^oflfc^er) (itiU\6ft>l 

5Die TltixopoU xft an« gr.«Iat. bie metröpolis, igr. bie mfttröpolis (fttjr^ 
7tokig)f einer 3nfammenf. bon gr. bie mStdr {finvnQ) "" SOihttter unb bie pölia 
(jidXiq) SS C^tabt. 8on biefer Bufammenfe^nng fommt bann gr. ber mtoo- 
polltfts (jjirjTQaTtoUrfig) = einer an9 ber Söhttterflabt, im <»rie<^if(^-2ateimf(!^cn 
ber metropolito » iCif^of in ber $robin)iall^att)>tyabt, »oran« nnfer SDletro« 
)>o(it. 

bie ÜWette (e = ä), ^L —n : (lat^olifd^e) Srül^mcfTe, 

Sie^ au4 bie (C^ri^mette. S^^b. bie m^ttine, mdttine, bann m^ttene, 



SRette ~ iD^e^e 85 

aui!^ fieÜlTSt bie mettfn, metten unb metti, tDotanS im TZeitl^od^betttfd^en älTette 
ronrbe, a^b. (int 10. n. 11. 3a^r^.) bie m^ttina [metdina (Dwt. m, 169)], mAttma 
{Noiker Pb. 88, 52), lnn^fi in Oe^ng auf bie gottedbien^Iid^en S^errid^tungen 
ober S^orgefSnge bet Otbendgeiflici^en (^^meUer n, 648) gebrandet, \ft ent- 
lehnt au« lat bie matattna [mit (SrgSniung ttou bie hdra =s ^@tunbe" in ^e« 
banfen] = gril^-, SRorgenpnnbe, ber »eiMid^en gorm beö lat «bj. matutlnuB « 
frü^, motan« andf Hat ber matüno nnb bie mattima s äRorgen. 

Me aWettc (e = 8), ?l. — n : fHegenber ©ommerfaben, aßarienfaben* 
8et ieio)}{lo(f Ob. n, 207, IBog (f. Snife 8, 1, 27) au« bem 9eieberbeutf(!^en. (Sd 
ifl me^e in bem nieberb. sommermetjens {Biohey &. 162) unb slammetje 
(6rem. SßtB^ lY, 799f.) = a^ariengarn, eigentlich 'tt)o( f. b. a. ©d^Ie^p^Me^e 
(iDgL 9Itemeiberfommer nnb ©rimm äR^tM* @* 744), monac^ benn ein 
anbetet ^mbutgtfö^et Vuebrnd, metken-Bommen, ai9 Me^'e-^d^Iepjpen }u t>er« 
flehen fein biitfte. Metge nSm(i(9^, 2)im. t>on Meta, einet 3ufammen}ie^ung an« 
SRatgareta (f. b.), xft niebetb.^ »eibli(!$et Seame,. mit »efci^em aud^ ein ind 
Saffet iie^enbe« Saffenoeib Benannt loitb (btem. SBtbd^ HI, 156); bet IBolfe- 
glonbe obet ^t ben fLiegenben kommet fttt ein ^f^infi bon (Slfen nnb äuergen, 
nnb iibetmenf^li^e, gSttlici^e loeiblid^e SBefen »etben aud^ fonfl f|)innenb nnb 
toetoib gebaci^t (t>gL Otimm iD^t^oI. @. 440). 2)et fliegenbe kommet etfc^int 
aiet and^ im Glanben be« fßoUt^ dd @d^Ie^)>neib (f. flltemeibetfommet). 

bie aßetttDurft (e » a) = SBurft au^ gel^adtem ®(^meinefletf<3^e. 
1417 niebetb. bie mettoworat (Diefenbaeh noT. glossar. 289^), bann mette- 
wonte, metwonte (beffen glossAr. 887^), ^ente niebetb. bie metwunt, niebetl 
bie metwozst» )nfammengef. mit niebetb. n. niebett ba9 met = ge^adtted ^tteine« 
|Ieif4 o^ne ^ptä gn Sttt^en, meldte« aftffid^f. bet meti, angelfS^f. bet mete, 
oüftief. bet mete, met, = @)>etfe (f. SD^agleib nnb SD^effet), )n beffen f8utie( 
and bie äßafi (f. b.) ge^ött. 

bie üRe^e (e = S), % — n, ein tteincre« %xodtnma$, in manäftn 
(Segenben, toie bie SRcfte (f. b.), Vs Walter. 

3)2^b. bet metze {HdbUng ü, 821), im 10.— 11. Sa^t^. bet mezzo (OraflL, 
898. ©dornen et n, 662), »ed^atb au^ ne^ Bai^etifd^ bttTlttitn bem anbet' 
mSttg »ie in Raulen tc. üBIid^en Me iDle^e gegenübet, abgeleitet i»on bem 
@tng. be« 9^St. bon a^b. m&gan m'effen (f. b.). 
bie a»e|e (e — ä), % — n : ju unjüc^Hger ®efd^(ed^t«(uft »iaige 
ober feile toeiMi^fe ^erfoti. 

1784 bei ed^iller $taf>. n. t 2, 6 attS^e, abet 2, 7 n. 5, 7 m^t. 2)a8 
SBett M trfl im Sten^od^bentfd^en ttonoiegenb biefen 9egtiff, bet fteili^ fd^on im 
16. 3a^t. btttd^btid^t, »enn metse atö betüd^tli^e ^Benennung eine« ^anen- 
iimmet«, eine« SDlSbd^en« botfommt, »ie benn g. 9. bei WütmweUer Bing @. 101, 
42, bann 102, 17 ba« nid^t e^tbate ^eitat^dfS^ige iD^äbd^en Milcz, b. i. Motze, 
^6t nnb @. 142, 14 bie 2)otfmSbd^en dorffmäozen, b. i. dorfmetzen, genannt 
»etben, and( 100, 10 fjjtid^ttjBtttid^ angefü^itt ifl „mäcz [= Kebettid^e, leid^tfettige 
Seib«|>etfon] ym haus und fear im kübel — . die bezalent iren wirten übel," 
enbßd^ bie metz == ©ute (gid^atlb ftanff. ?ltc^it) m, 283ff.) tootfoimnt Metze 
nSmlid^, in m^b. Utfunben and^ jnoc^ aUett^ümlid^et MetzA (j. 8. bei )6aut ^eff. 
Ulf. 6. 492, 716), im 11. 3a^t^. fetbj o^ne Umtaut MatzA (f. (Stimm @tamm. 
ni, 788), ba« btttd^ ftütjnng gebitbete )>etttaulid(e, liebtofenbe 2)im. be« au« a^b. 
bo« madal, got^. bo« mapl, « äßatlt (eig. Setfammlung, f. (Sema^O nnb a^b. 



g6 ^tijt — messen 

bie hilt (f. SD'tat^ilbe) sufammengefettni a(b. %tantxmamta9 Madalhilt, lattnu 
fiett MadalhildiB [» Setfaminlung9fant|)f, b. (. tool f. b. a. in ber Staxtü^fbt» 
rat^inig antrei6enbe J{Sm))f erin ?], konrbe gelSuflger gronemtotne nnb fofort fd^on 
im 14.; namentlid^ abtx im 15, 3a(r^v getDS^nli(!^ct 9tame für ein Scauenjimmn. 
2)ieg ). iC. nenn in bent beutf^en iBrebier bed 14. Sa^r^. in ber Gtegener {>anb« 
f^rift 9h:. 878 81. 107* (f. Saupt Zeitsohr. VI, 484) nnten am 9lanbe in \ifintv 
gletd^aeitiger ©d^tift )n lefen ifl : »W9r dite buch Iftie d«r bite [bitte] Tor einer 
metzen edle." 2>ann entttidette fl4 in bem S^amen bie 8eb. ^gcanen}immet 
geringered @tanbed'^ tto^er »eiter jenes 8er^tn(!^c in ber Benennung nnb, 
)>or3ug9h)eife in ber Se^ie^ung anf ba9 in ber ^tminntitbifbnng liegenbe 8er« 
tronIi(^e, Sieblofenbe, ber begriff ber Geliebten nnb )»ar batb nnr ju fleifd^« 
üäftr H% 

bte aW'cfte = ber SE^ell be« gu ma^Ienben Octrcibe«, ben ber SKüßer 
att aßa^Ool^n für \i6) nimmt. SDaton bad ))om SDluaer gebratt(i^te 
SSerbum m'e^en : ben ii^m aM aßa^üo^it }utommenbett X^eit be9 gu 
mal^Ienben ©etreibe^ nehmen. 
' Qeibe SVrter in ber Ober))faIs nnb granfen (f. ®4ni eller II, 668). 3n 
Slterer 3eit, no4 1^67/ n)ar bie aXe^e be« Wititt% in ber Ober)»faI) ber SOfle 
X^eil. 9m 16. 3a(r^. nnb on^ f)>äter bte mi^e, Wt'xi^, im 15. Sa^r^. bie 
micz, mjcz, b. i. mitze (?}, = ba9 .92e(men be< SRa^Ho^nt^eileS, biefer ^affi» 
lo^nt^eit \tJh9, ttobon im I5.3a]^r^. miczen, b. i. mitzen (?), bei $an9 ©ad^d 
n, 4, 79*' mit en, ifl mit @enlnng be« i jn e nufer ^eutiged me^en. 3ene« 
f)>St«mtb. bie mitze aber i^ nrff^rüngli^ mittelfl -i, -j )>on mfisan abgeleitet, nnb 
fo al^b. bie miz-j-a (?), mit Santanglei^nng mizza (?), an^nne^men. %üx BUfie« 
Wl\i, äRete (Srt man an^ befHmmter bie mfi\fimi%, Wlüi^lmtHt. 

bie SWeftelbant (c «= ä) = ©d^Iad^tbanf. 

3m 15. 3a^r(. bie metzelbanck {Diefenhach glossar. 341*), beffen meteel 
an« tat. bas mao^nm = g(eif((martt, Ort indbefonbere }um g(eifd^i»er!aufe, 
fester, nSm(i<( 1469, f. t>. a. gteifcl^banf (toe. en qvbo^ tot babei «eyn fleyO bang**). 
@. Vtt%t\tl 

bte ÜWeftetet (et = 1%), ^I. — n. SBon bem ©erbum metetn = 
Süfiaiftzn, bann tDieber^oIt unb ungeregelt fd^neiben, 

»eld^ea f)>St'm^b. (15. 3a^r(.) metzeln, m^tzelen, a^b. m^ilön (?), = f^lad^ten 
{WeUüi. V, 600), gteif* aud^auen (ebenba I, 507, toom 3air 1435), entlehnt 
and bem bon (at. bad mac^llom s= gleifd^marft abgeleiteten mitteQat. nnb fofort 
itat. macellAre as f Alanten, bann an^ S^eif<( (aud)^auen. @. au(!^ filetier, 
bie 2ße(}elfu<)^)e (e = &), ^L — n : an bem JCage, »onn ein ©c^toein 
in einem ^aufe gef(^(a(^tet ift, bereitete (Slbenb<>)aßa^(}eit, bei toelc^er 
]^att))tf&(^(i<3^ t)on bem 2;^ier aufgetragen »irb. 

Snfammengef. mit m^^etn = f<l$(a<j$ten (f. bie S^etelei). 
meften (c = S) = (»iel^) fd^tad^ten. 

@(!^h)&'bif4 (^(^mener n, 660); [aber (o^beutf^ nngebr5u(3^(i<(. 2)em 9n« 
f(!^eine na^ an« italteniftj^ mazziure, ((nrtt)elf(3^ nnb f))an. mazar, « mit einem 
itolben, 64(egel n. bgl. f^^agen, momit snfammengef e^t itot ammazzkre [b. i. 
ein mitteHat. admazftre] = f(!^(a(!^ten, tBbten, tto^er bann bad ie^t beraltete ita(. 
ber ammazzatöjo [b. i. ein mittellat. admazatdrinm (?)] = 6((Ia((t(au8. 2)te 
alte nnb felbtl no(( ie^t (te nnb ba bema^rte 9rt be8 @(!^(a4ten0 nümli^ mar, 
bie 3:^iere [0($fen, itü^e, 9tinber, @(^»etne] t>or bem 2)ur4f(^neiben ber Stü/it 



iB€|eii — Wltlfiet 87 

ober bcm eüäft bvT^ ctnca €$4Uifl (mit dneA <>oI)e ober 9et(e) ottf ben Jte)>f 
irieba}iif4Iagen [b^I. |. 8. Obpffee 8, 449. 14, 425]. 3ene8 maszäre nun fommt 
bon itaL bie mibsz» [toorauS in ben 13 beutf^en (Semetnben Oberttaliend Matze 
= @t86e( (^^ntelter cimtrif(!(e9 fßt6($ 146*)], f)>an. maza, )>ro)>en)aI. massa, 
fron), masse, fonfl mace, sr bettle, itolbe, @taB [baneben f^n. bet mazo s 
ffitittntt €k(Iege(, au^ Qef^neibev @4ni<}me|fer], toel^e« mazza, maza tc. ans 
(at. bie milea [tS finbet fl4 iebo(3^ nur (at. bie mat^la = .@<(IegeI, mitteSat. 
masBioIa, dot], inttU0at bie mitia ■= e^Iegel, iteute, geiDorben ift (f. !2)ie) 
Qt^ I, 269), »ofür an4 fd^on im iD2itteIlatcinif(!^en bie müzia, miza, mazza, 
massea, massia, massa, unb bie IbUitung bie mazüoa, mazftoa, mit mitteSat. 
massicire » f^Iagen (JX^enbaeh glossar. 850*), toorlommen. 2)a^er bann »oI 
bncil Sntle^nnng nnb bcmf4 geformt bie a)>tetge (f. b.), bcr SRe^ger (f. b.). 
itertgen« fagt man a)))»en)eaif4 sobloh {ZoUtx 818*) b. i. f^Iagen für unfer 
getoS^UA bodftbcntfd(|e« [d^ labten, nie f<(on ml^b. slahen, a(b. bei AbOwPe. 
58, 16 slaluui, ottd^ in bcrfelben Seb., nnb f(!^ tagten fclb^ ift bon bem t>on 
ienem a|b. slahan rniferm n^. f^tagen abgeUiteUn S^^ac^t (f. ^^la^t 1 
fmn.) oBgelettet 

neten, Don bte Wl%%t (f. b. auf bet Dotl^erge^enben Seite); 

bieaReftge (e = 5), ?t. — n, \6frßm\6) u. elfäfftfc^ bie aReftig, 
% — en : ©^itod^tftätte, ©d^ta^tl^au«, Sleifd^banf. 

Oei (S^StbeTin, 154biea)^e)ge. €^übbeutf^. 1482 „metzg,flai0chpatiok, 
flaucUianße" (yoe, iheut. 81. t7^), m(b. bie metzje, mezzje, m^tzige {Closener 
6. 95, 31. Königßfiofen €. 752, 11), metzge, metzi, f)>Ster (15. 3a^r^.) oxiäl 
metzig. SBoI an6 bem 9{cmanif(!^en, au8 mitteüat. mazica, mazftca? (f. me^en). 

mengen (e = S) = (SSiel^) \6)U6fUn unb audl^auen. 

€^'mbb. metzjen, m^tzigen, m^tzgen, mezzgen, s fi^Iati^ten, nieberl. 
matseo s me^eln^ tHbten, nicberb. matsken*= f^netben, b<uien, jerfe^en. IBoI 
ang bem 9lomanifd^en (and mitteOat. massicAre b. l mazicftre, f. me^en). 
ber aRetger (e — ä), — e, ^t. toie ©ing. : ®c^Iäc!^ter, glcif(^er. 
3ttfammenf. : ber äRetgetmeifter, bad aRe(}germe{fer. 

SRef^get in@ttb« unb an^ aRittelbentfd^Ianb, mo ). 8. in ber föetteran (bcm* 
Inf^eine na<!^ eingebmngen) ber Mezder [ftatt Mexter] nnb bome^mer Matzker, 
1482 .metzger, fleizchliacker* (voe. theut. 81. t7^), m^b. n. mittelb. ber 
m^tzinre, m^tziger, metzger, metzker, locl^eg aber an^ in ber 8ebentnng 
f#ibenber, )erfleif(^enber golterfnecft torfommt 2>ie6 in bem metzjdre ber 
1298 gebi<4tetcn Martina beS f^oSbif^n 9iitter6 Bugo von Lang&utein 81 
166, 84. 169, 82. 170, 74. 184, 112. 1475 clebif^ (im TeiOhomita) metteigher. 
2)a4 IBort tvnrbe »ol and bem 8tomamf4cn [an6 einem mittellat. ber maaiolbriiiB? 
auuracAriüB? mazaeArinB?] bentf<l$ gebilbet, f. me^en. SDtetgermeifter ifi 
ntb. ber metzgeimeister; aRe||^germeffer m(b. ba6 metzgermes^er (?). 
bte aRe«ig (e = &), fc^toäbifc^ nnb elfSffifii^, f. aRe«ge. 
ber aReiter (e «= 8), -«, $1. toie @ing. : ®(^I5(^ter, gleifc^er. 

3n nnb bei ^efien MeatMier mit ea ftatt be6 Umlanteg e. Sm voe. thmL 
tos 1482 fSL t7>» „metzler, kotüer'' (jhittler, i»on bie ftuttel, f. b.), mbb. 
ber m^tseler fon^ im voe, ex quo Don 1469], metaler, abb. ber m^zalari 
(O^ried 2, 11, 7. 26), m^zilari, m^elari, au9 lat. ber maoelUrinB « gteif<(« 
UMiaren^bler, f^ter gleif(^b<mer, gleifc^r, «on lat. badmac^um (f. SDle^etei). ' 



88 Vttn^titi — Stellte 

Me SKeuc^elet, ^I. —en! bet ftftti<Sftimoxi, —H, ¥C. — e; 
meti(]^e(morbett; bet Wtuä)tlm'dx\>tx, ^9, ^L tDie @btgv tDO« 
Don meü(]^elmbrber{f^; bie aneü(^e(rotte(® drillet 312. @t. 
1, 1). meiiiä^eln = l^intcrHftifl morben, l^interliftifl l^anbeln. ber 
WltnöfUx == aWeu(i^eIm»tber, ti)ot)on ba« «bj. ineui^lerifiä^ = 
meuc^elmßrberif^, bo^^aft, l^interüftig« meüc^Ung«, äbt). 

2)>{ euö^el' , m(b. mftohel-, min che 1-, a^b. mühhil, in ben 3ttf<nnmetifetixngen 
aO^eu^elmorb k. ifl nad^ (Srimm (9ramm. n, 529 ein etAft^, al8 »eld^e« t$ 
ettoa ben @inn bon ^eintli^tett, ^eimü^er BSfer 9Bfl($t (aben »irb, »a« benn 
an4 }. 8. in a^b. ba« mdohilswfirt b. i.^mfthhÜBWfixt (V) » 2)o((j^ b. (. 9)icffec 
)n ^imlii^em äRotbe 1i<!§ geigt. Vuf bie )fönr)el^ an« meiner an^ a^b. mCkhhan 
{Dna. l, 284^ e^meHer n, 544), mühhdn (voe. fardnü 179% 149), « 
(»egetagemb , alfo tanernb, befi^^Ieid^enb) anfallen^ infbefonbere }n 9tauB nnb 
8ente, mit ber mühhari « (^eimlt^er) Unt^erf^mSTnter, föegelagetev (DiuL I, 
284. voe. Ker^nU 179«, 189), bann a^b. ber mthAo b SBegetagerer, ^tragen' 
ränber, l^ertoorgeben, leitet ba9 in got^. bie mnkamödei (2 Stox* 10, 1) a» Ganft* 
nint(, glei^fam »ei^e Geflnnnng, i»orfomnienbe gotb« 9bi. rnnks » fonf^ aU« 
norb. miukr = fanft, milb, bann flef^nteibtg, gettianbt, nenniebert. nraik 3= 
mei^, bann berborgen, ^eintlid^, ^eimtü<ttf<!§, bei melc^em Kbi. ein ber(ome9 got^. 
Snr)elt>erbum mnkan (frSt. t4 er mAak, mir rnukum, Ißart. rnukans), a(b. 
mfihhan (IßrSt. iif er moali, mir moliliamds, fart mohhan, kimohhaa), 
miohhan, etttia in beni Sinne t)on »ei^, fanft fein gn @mnbe Hegt 2)er bei 
icnen abb. SSrtem berbortretenbe Segriff erhielt fi^ nod^ in ba^er. (emm- 
mau^feln » ^eimli^, in bo^Mten nfiä^xm ^erumf^Iei^en (ßäfmtUtv II, 
545), toie in bent mittel^ »t\, a^b. -U, abgeleiteten Slter-n^b. (1540) bon KIBern« 
diotionAr. 81. z4^ aufgejei^neten „idli mauset'' ss i^ flehte meg [^agbnrgif4 
mtcheln = ber^e^Ien], mtä^eZ etn9 mit nnferm meu^eln ifl nnb im Wlt^odt« 
bentf^en mOhhildn (anten mürbe. 2)er iD^en^Ier ifl ba9 t>on ienem a^b. 
mCüihil abgeleitete a^b. (12. 3a(r^.) ber rnftohilari = iDtend^ImUrber (^£. trevir. 
18, 8), 1440 mittelb. müohiler (Dirfenbaeh glossar. 582'»). S)a6 Sbb. ber ^nb- 
lung meu^ting«, bei Snt^er (@ir. 12, 18) men^linged, früher miaohel- 
ingen [as ^mli^, t>eryo^Ien (iSeken^OberUn 1070)], mittelb. nm 1400 mdohel- 
Ingen, ifl (j[afn8 eine« bermut^Iid^en a(b. mittelfl -ine loeiter abgeleiteten 9bi. 
mühhilino nnb •«, früher -en, mie bei blittbltngd, a^b. blintilingon (f. btinb 
unb -lingd), gn nehmen. 3)ie 3ttf<kmmenfetnngen avten^elmorb tc f^dnen 
im 17. 3a^r^. anfgelommen. Seffing YII, 221 f^reibt aO^Anil^elmBrberitt. 

bie 2R eilte, ?L — n : 50—60 unb mel^r $)efc]^unbe gut C>^tiaflb. 

3nerfl 1777 bei Vbelnng ber^ei^net. Sor^er, Meute gef^rieben, anfge* 
nommen mit ben (9ebrSn4en ber <>etiagb (^arforceiagb) nnb gmar ber fran« 
)8fif4en (f. 2)8bel 3Sger-Praotioa, Sht) 1746 n, 97«) an« nenfran). bie mente 
= ^ufen ^e^^unbe pr <>e4iagb, eigentlidft 3agb|ng. Ctn« mit bem folgenben 
a»ente (f. b.). 

bie äßeüte, ^I. — n : (l^eimttd^e) unerCaubte (Streguttg unb 93erbinbung 
i>on ^crfonen gegen bie Obergewalt. Dat)Ott ba« öerattete meiiten, 
tooDon ti>ieber ein »erfc^tounbene« ber aßeü t er = ber aWen tmaiä^ er, 
bon toer^cm bann ba« für jene« bie aWentc jeftt äiliäft bie ÜBeu* 
teret unb baö abj. mtnttxl\6), femer ein, n)ie SKeuter, t)er* 



\ä/mae^etM Sarfom meittettt, )s>tl^t9 bcm fit eben biefe« SKeuter 
äbtt^en ber ÜR enteret ju ®runbe liegt 

^on 1476 clet>if4 (im Tetahonkta) bie mente, bie menteiy, ber meutmokeri 
»er^e n^b. bie WttnU, bie aRenterei, ber SO^eutma^er ^nb. 2)a< erfke, 
SRente, ifl au« aüfran). bie mente = Sufflanb, (Sr^ebung Befonber« )um 5brie6e, 
mtüifoSh ). 9. bie ihreuijilge meutes genannt »uvben, neufranj. bie mente = 
^ofen ^efel^nnbe )ut O^tiasb (\. Vttüit 1 Unm.); jene« ahfran). mente aber 
ge^t inrfld anf ein mttteSat. bie möyita « Qeioegnng, 6treit, bem fnbflanttt) 
gebrannten gemininnm eine« $art. $rSt. mörituB i»on lat. movere s u» 
tofgen, erregen (f. 2>te) Stbd^ n, 876). 2)o(( ifl in iflngerer Seit SDi^ente bur^ 
ba§ one bem frang. bie ^mente = Unfrnbr [aue einem nritteOat. emövita (?), 
bem gem. dneg $art. 9rSt. emÖYitns t>on betn mit ^ = clvl9, ^tvooi, em))or 
aufammengefetten (at. emovdre = em))orbeh)egen, «tttt^ten] entlehnten nnb in ber 
fLnifpvnSft EmoBt* nng fremt^ gebliebenen (Emente in ber gettSbnItiten ^ptaäft UX' 
brSngt ai^entmaij^er, aneutere^/ »oneben ilRevierei^, alle brci 1605 bei 
m^nut 98*; ba«Ie4te,9]ileitereigef4rieben/ane^ 1588 beigifd^art8inenlorb54^^ 

bie SKetoe, ?I. — n, eine art ffiaffertbacl, tat. l&rus. 

3. 8. bei S3oe l^r. ®eb. m, 246 n. Cbfifiee 5, 51. (9(ei4 SStoe (f. b.) ^att 
Seioe flei»9bnli4 SRSme gef^rieben mit 8 tlatt e (f. Q^ nnb O). a^b. ber (?) 
rnSh, ttoneben on^ mdgi, attnieberb. ber m^n {QrafO^ 654), nemrieberl. bie 
meenw, nieberb. bie mewe, angelfS(i^f. ber mäy, mittelenglif^ mow, nenengl. 
mew, altnorb. ber mftr ($t. mft&r), gotb. ber m^Ys (?); in bie @^ra4e ber 
^icorbie aufgenommen manwe. SDnnKer ^erfnnft. Jtramer teutf<j$«ita(. Qortb. 
(1678) 6. 773^ treibt Vttvit, mel^e gönn an ieneg altnieberb. m6n erinnert 
Ungttt t|i bie G^reibmig äReekoe, tenoerfCii^ aitüt^e (Q. SR. Irnbt ®eb. S05), 
mel^ le^te gorm no( im <ieban{en an ba0 ebenfalld in $in{l(bt feiner j^erlnnft 
bnoOe fran^. ber (altfran). bie) münTis entfkanb, ba6 bie Sßetnbroffet bebentet, aber 
bon frangS^f^en @|»ra4ge(ebrten an4 »on ber SR eise toerflanben »irb. 

ber SÄc^e, ber SWe^er, meinen, in i^rem unbeutfd^en t? altfränflfd^e, 
fiber^au:))! \t%t t)erf(!^munbene @(!^teibungen ftatt 3Raie, SReiet, 
meinen. 

bie SBeage (©ötl^e Vm, 164), ber ÜWeiger, attflemcin «M^ tanb 
beffer SRefege (f. b.), üKefeger (f. b.). 

t ba« aRid^ma, —«(*«). ¥1. SRid^nien : (in ber 8uft öerbreiteter) 
Xnftedung^', ©end^enftoff. 

2)a6 gr. bog miosma (ftleta/ia) » gSrbnng, 9emnreimgnng, Oeflecfung, Mn 
mkinein (fiuxlveiw) » f&cben, i»emnretntgen, beßecfen. 

miani dnterf., 100m ftalenfd^rei. miauen = niauen. 

CigentU^ Midi mianen genaner bag^htfen ber J^a^e ane, a!g mauen, nnb 
tf bornm an^ ltbli(^er. @. manen. 

m\6f, See. Stng. be« Pronomen« ber erften $erfon, f. iö). 

i Tliäfael, SRann^name, mi^b. MichahSI, angelfäd^f. MichaSI^ 

ang bem biblif^en (febr.«Iat. MiohaSl, toel^eg b^br. MichASl (^jjtpn?)» » ^^ 
lole Oott [n^ (np) = wer, ch (p = wie, 61 (^jjc) « ®ott]. «ber mbb. n. 
»ittelb. ai^ )nfammenge). Mich61, worane bei nne gett)BbnIi<$ S]>{id^e(. 

mietet s=s grol. (Sin t>mi Derfd^tonnbened ^bl, 



90 SfftWitag - aMette 

aber ludj im Sftent «talo^bentf^ni tiocfoimneKfe, UHh^m in fübbctttMen 

©Triften, unb (ente in alten Ortsnamen betoa^ct, koie g. a. in fiD^i^etflabt, 
a^b. MicheldnBtat [b. i. boHflSnbig zi dSro mihhilftn stet = )n ber grogen Ort- 
f((aft], Michilinstat. Sm Sl^^b. no^ fe^r geläufig. 2)ie gormen in ben alten 
a^unbatten unb bte Semanbt[($aft be« 93otte« f. me^r 1 %nm, 
ber aKtc^e(dtag, ebter unb un)>erlär}t aßf(^aeUtag, ber Sefttag 
)u (S^ren bed (2h:)engete SRiii^ael am 29. ®e)}tember. 

fRVt. n. mittelb. «mete ICichdk tac (tag). . 

t ba« SKtrfmocf = ein lOurt^cinanber ; jtDeibeutige« ffiefen (Oöt^e 
IV, 351). 

2)a9 tu bie niebcrb. S^oirsflnrad^e aufgenommene frau). ber miomac = iRifd^' 
maf4 nnfauberer Raubet, meldte« an« aD^if($maf(!^ (f. b.). 

>ba« aßteber, — «, SfSL ts>xe ©ing, : über bem ^embe getraften« burd^ 
Sifc^beitt fteife eng anfc^üegenbe SeKeibung ber xotiUi6)tn 8ruft unb 
be^ SetBed ol^ne (SrmeC. 

(Statt a^flber, »ie man no^^ im I7.9a(t(. f^rieb nnb felbfl 1691 etieter 
(Bp. 48 tat. 9Ifo ie ^att ii, m^b. fte, no (f. ie 8b 1 @. 846), koie man benn 
im 15.— 16. 3a(r(. ). 8. mleOen, Met dioh k. ffatt muffen (m^b. müejen), ^ttt 
bi^, m^b. hüete dichte, finbet 1429 ba8 müeder (^^meder 11,554), fd^on bei 
bem um 1217 (i« um 1284 bid^tenben Neidhart 40, 20 nnb im Wolfdieirkh D 
VI, 99, 3 müeder in ba6 übermüeder, 1482 [in aDhttetbentfAIanb] ba« mftder 
{voe. ihetU. 8(. y 7^), m^b. bat muoder, aUnieberb. ba« müder (gl jun. 296), 
altfrief. bad mOiher (as Sruflbinbe ber grauen); ienea 'm(b. mnoder aber miib 
and^ «on einem @ttt(fe ber SD^annatleibung gefagt (Jfmne«. n, 140^ SOmbrecfa 
211), fetbfl t)on ben Giemen be6 Rangers (Konrad troj. Kr. 88051), frtt^ toon 
ber natfirlii!^ 8ebe(fung be6 menf^Ii^en 2etbe6 (Martina 8(. 279, 2), in6be« 
foubere t>on ber $aut (ebenba 81. 288, 86) nnb, mie e6 fd^eint, nrf)>tflngli4er 
bon bem 2eibe felbfl (ebenba 8(. 205, 8), )uma( ba ba6 nur einmal t>orfom« 
menbe a(b. ba6 muoder (Oragf n, 710) bon bem fieibe einer @<i^(ange fle^t. 
$tema$ mSre Sl^^ieber ale itleibungapd ber (Sntmidlung bed begriffe na^ 
Stnli<^ mie nnfer Setbc^en (f. b.) gu faffen. Kngemanbt auf bie SD'^eeredjlSd^e ober 
ben €$^um berfelben erf<!§eint ba0 Iföort, menn man Oüdriki 1174, 8 ^ä%B 
meres muoder" lie^ 2)ttn!(er {>erlunft. 

bie an tele = Staitt, ift bod nieberl. Mieke = fSflaxitäftn. 
8g(. SD^iese. 

bie aßtene, $L-^n: ©efid^ft^jug. 3ufammenf. : bie SKfenentunbe, 
Don (Sam^e für ^^l^ftognontil gefegt; bad SJ^tenenfpiel tc 

9Id eingebürgert mit bebnenbem ie, an^ inm Unterf^iebe bon bie SR ine 
(f. b.), momit ba«- ffiort nrf))rüngli4 ein6 i^ nnb in ber ©d^reibnng snfammen« 
faEen foEte, mie benn oud^ 1678 it ramer tentf^-ital- Sortb. @. 775i> beibe 
®8rter SRine f^reibt 3)a6 IBort mürbe erfl im 17. Sabr^. [ber frembe 9kc 
$1. minafl « (S^eberben noö^ im @im)>nciffimu6 2:^1 1 Ö[a|). 80] anfgenom« 
men an9 frau). bie mine « ^altnng, fiM\tfftn, ®eberbe, ®efld^t6au9bm(t ®€- 
fid^t^sug, i^on romanif^ meniire s führen, (ier in 8e)iebung auf Sugere Stt^mng 
ober ^Itnng, mie benn and^ probengalif^ se menar s= fld^ benehmen. 8gl' 
S>ieg fE^tiiäf I, 277f. 



mm - me4e 91 

bk ästete; ^(. — tt : bie Smeife. dn Stieberbeittf^tanb. 

äffit btm 2>i)>^f(ong ie, beim nkbetb. bie mire, nenniebni. bie midr, mittel* 
mebert. bie mlere (^l helg, 71), engt, mire, ongetfStf. m^ (?), bSn. myie, 
f<(»eb. bie myra, altnorb. ber maar. 3m "S^b. würbe ba9 SBort, toemi e9 toor« 
fSmc, nuar lauten (f. ®rimm ^rarnm. I*, 887); aber bie (Sotten fd^eitien, mäf 
bem ton J^iicMb i»or 800 3a(ren in ben übenefien got^if^er ^ptaift ane ber 
Arim anf^e^etd^neten mien (ffampt ZeiBchr. I, 858*) ju nrt^eilen, bet minra ge« 
fagt )n (foben. 2>er fe^r alte, aber bunlle Sporne erf^eint ancf in bem gr. ber 
mjm^ {(zdQßfii) »= Kmeife, verbreitet fld$ über ba« itettif^e (melf^ mor, irif4 
moirb) tti^ t>a9 @Iau)if<(e (mff. ber mnraweT, mit @4rainben be9 erflen 9oca(e 
altflattnfdb bie mrawfl, ber mraw*, ^otn. bie mröwka, bü^m. ber mrawenec) unb 
rei^t bi« tief in Kflen ())erf. m^, in 3enb. mdirina, = 9mei[e). Sgl. 3ac. 
drimm bentf^. Stb^ I, 277. 

bie üWiere, ?I. — n, bie ^flanje rotier $)ü]&tierbarm (anag^Uis 
arv^nBiß) unb 3SogetIraut (alsine m^dia). 

Snfgenommen, »ie ee fd^eint, auO niebert. bie mnur (f))ri(!^ mür), belgif(( mner, 
mayr (b. i. mnir). Sgl. ä)>2eieri(4. 3ener Socal nn (ü), ne, ul nSmli^ 
f^manft im 9Heber(Snbif4en in ie über. 

bodaßfedc^ens 9Si%iitVi, Aa^e. dn traulici^er @^tad^e. 

^Unb %R\t%^tn unterm Se^nflubl f^nurrf' (Sog laegro 260). ^Se^ftwabr- 
f^einli^ |iott aii^ieg^en unb bamit 2)im. t>on bie aRiege (f. b.). 

bie «Kiete, ?L — n : ÜKilbe in ftäfe, SKe^l :c. 

SRit bieg bebnenbem ie; bift- ti^tig Wxit, benn e9 ifl bae nieberb. bie mite 
mit f4^cbenbem b. b- to^ber (angem no4 turpem i aue i = b0<$b. ei, nennie« 
berl. bie iii\jt, engt, mite, angelfS^f. n. altengl. mite, gotb- bie meitd (?), abb. 
bie mt^ft (s 9)>ttt(fe, tat. ctUez) , wona^ bie eigentli^ reine neu(o<bb. gorm bie 
SR ei 6 e lauten mürbe, mel<be aber ni^t ))orfommt. Son bem ^rSfene bee in 
ber 9nm. )n äüaig (f. b.) boraudgefe^ten gotb- SBnrjettoerbume meitan, abb. 
*mi;an (?), na(b beffen Segriff bann mo( bie Seb. ,,moran [((neiben", fo bag bic^ 
äRiete nrf|)rüng(i(^ etma f. t). a. ()erfli$renber) 9lagen)urm fein mürbe. 

mtetern, ungut ftatt mütern (f. b.). 

bie aWtet^e, ?l. — n : gol^n ober (Segenteipung für »ertrag^mägige 
!Oien{i(etftung ober 0enu|ung; auf eineut 9$ertrage berul^enbed SSer« 
^filtni^ jtoifcl^en bem Senu^enben unb beut )ur eenu|ung ©ebenben 
[j. ». ftouf brtd^t aWiet^eic], Datjon : mtet^en; ber STOtetl^er; 
ber aRtetl^Ung [mit unorgauifd^ eingetretenem {, f. 4ing]. 3u» 
famraenf. : ber SWtet^contract = ÜKiet^tertrag; ba^üßtet^* 
gelb; ber SDitet^to^n (berfd^ieben Don gieblol^U; f. b.); ber 
äRtetl^maun, im $t. aßtet^mSnner u. SIRiet^Ieute, üblicher (mit bem 
ber Siegung nid(ft angel^örigeU; ben alten 3ufammenfe^ungd))ocaI er» 
feftenben«'«)2»let^«mann,aKiet^«teute; ber ÜKtet^Der trag; 
tntetl^toeife, 8lb». unb bann aud^ n>oI abjectitifd^ berwenbet. 

^ae bebnenbe tb fiaU t neben ie ili )»i$(Iig überflüfflg, mie benn auc^ bifi* 
riijtig nur bie SWiete, mieten, SÄieter, SWietling jc getrieben wirb; bei 
?ntber 3ef. 7, 20 ri^tig gemietet, aber 3ob. 10, I2f. nngnt SWiebling. 
3)er 2H^btbong ie in Sli^ietbe bat fi4 ni^t, wie gew^bnlt^ , oxA iu, fonbem 



92 WtkAm — aHH^non 

bnr4 ben IttSfftll eine« aa« s (eftetgegandeiieR r (f. 9t) na^ i tat»\Mi; beim 
ba9 fBovt^ m^b. bie miete, and^ gefürgt niiet, a(b. bie mieta, miata [ittfl^t mioto, 
mtddenotnmen bur^ 2atttan0(ct4ttng in bem ®ett. 9(. mfotdnd (Otfried 6, 19, 
57)], mftate, feiten no<l^ fd^wad^ mietA, » So^n, Qe)a((nng, (3aBe an iemanb, 
oUffid^f. bie mieda, mSoda, mdda, angelfSitf. bie mM, lautet nrf)>rttngli4er angel» 
f5($[. bie meord (mit eo, ber 93re4ung be« i), ftot(. bie miadd (mit s, bem Um' 
(ante be« s, b. ^. bem fnrrenben Übergang^tattte be« reinen s )u r ober ber 
€^e^tofi($ung be9 s )u r), = So^n, miä^t» ber Sattti»erfd^iebttng gemSg [get(., 
angel« u. aUfS^f. d, aftb. t fielen, mo gr. th (^), f. 2)] )u gr. ber miaUiöt 
ißio^Sq) = So^n, äl^iet^e, bö^m. bie mzda [woueben bann bem a^b. mieta gc« 
m&l |>oIn. ba« mTto], flimmt. &t\t Grimm &t\6f. b. beut^. Bpx. 318 n. 
413. 2>ie fBur^el ifi bunlel. 8on bem @nBfl. lommen bann a^b. mietan, 
mieten, mietdn, m^b. mieten, altfSd^f. mddftan, mieddn, Uttfer miet^en; abb. ber 
mdtari »= toer gern gibt, ber iDHIbtbätige , mbb. ber mietnre = aVtietbUng, in 
ber gorm nnfer ai^iet^er. !^er m^b. $(. mietliate beb. bie 2obnarbeiter, unb 
unfer n^b. a)>{iet^8mann ifi m^b. ber mietman, meld^ed f. t). a. ber Lohnarbeiter, 
£ag(8$ner; für jiene9 mietliate beute an ie tasten te nnb SRietblente, boi^meifi 
in ber iBeb. Seute, bie int S^ietbe toobnen. SDi^ietbling ift mittetb. ber 
mitelinc, mit-, mietlinc. 

ba« üßtcjc^en, J)im. öon bteaWieje (f. b.). ©«für ba«a»{c«*en 
(f. t>.), gleid^fam fBlie^öftn. 

bie 9){fe}e, trau(i(^e Benennung ber Jta^e. 3m Ungefaßt ber ^erhtnft 
and) bie aßiegeta^e. SSgL bie aßieTe. 

Obne Bitfammen^ang mit manjen (f. b.), toielmebr ft^eint ber 'Slamt ba8 nod^ 
baverifd^e Tlxti (@(^me((er II, 663) flatt SRaria, unb ai^ie) iß Don iDtaria 
Sbnlid^ gebilbet, tete bie trauli((en $e^ unb ^pat^ bon m(^b. bte unb spar 
unfern )6&r unb @|)erüng. flud^ bei ^\faU\ptaxt iD'lacbet^ l, 1 b"6t bie 
Statut Gray-malkin, Gray-malken b. ^. grau iDtarie(!^en, benn Malkin i|| 
(fofenbe«) 2)im. »on Mary'2)^arte. ög(. ©inje (eine Äofeform tjon ©einriii^) 
a(9 92ame be9 itater« in ber 2:bierfabel. Wut Mitiäitn mttrbe an^ nieberl. 
Mie^e =& iDIarie^en pimmen. JBerf Rieben Don SD^ie) aber ifi ba^er. bie Wlii^, 
9Rn4, s stallt (@($meirer n, 663 u. 664), a(9 loetteranif^eS @(!^meid^ettt)ort 
fttr biefes ^ier mit, tote t$ fd^eint, eingef<bobenem n [mobei SO^einfier fUtt 
SReifker }tt toergleid^en flebt] bie MinBoh, Mnnsoh flott Mintsoh, Mnntseh, au9 
ita(. bie micia, f)Hm. bie miza, miz unb ital. bie mt&cia, mügcia; ob biefe testen, 
fomie iene0 micia unb ber micio (s Kater), mit and^ fonfi im 3ta(tenifd^en Der* 
lommenbem sc, c flatt be8 tat. s au8 mitteOat. (11. 3a^rb.) ber müsio « 
mürioeps 3Ran9fSnger Don mta = WlaM mürbe? Sbiberer Infi^t fiber bie ^er« 
fünft ber beutf^en SBBrter ifi Sacob ®rimm-im beutf<!^en Bilä^ n, 668. @. 
aber aud^ über bie ital. u. \pan. ®i5rter 2>ie) Stb^ I, 276. 

t ber a»ignon {\px. Mumjöng), ?(. —6 : giebling. 

9ei ©Btbe im ffiilbelm aitei^er 9{ame eineg Iiebli(!(en meiblid^en IBefeng. 
2)a« fran). ber mignon =: Siebting, ©d^oogtinb, eigenUitb Kbi. in ber iCebeutnnft 
„tieblid^'', abgeleitet Don abb. bie minna Siebe (f. 2»inne) in ber ttrf»)rüngU<5en 
^orm minia, minja. 2)iefe9 9Bort mürbe im SRittel^od^beutfd^en unb iEfHttd« 
nieberlSnbifd^en (f. hör. hüg. m, 116) gerne a\% lofenbe Vnrebe an ben ge- 
liebten (Segenfianb gebrandet, etma in bem @inne unferes ,,Sieb4en^ mie bemt 
}. «. bei bem äRinneflnger Chttfried van Neifen (4>an)>t8 9[u9g. @. 62, 15 



»HgyKiie - »H(4 98 

n. 34) eine aOtatter )ttlii ftiabc n»ri4t ffZainne minne, trftto [tränte] minne, 
swic [f^meig], ich wil dich wagen [wiegen]^ ober an^Sf mittelb. in ber heil. 
Süabeih 8908 f. i»on biefer gefagt ifl ^Si sprach ir [i(r^ nfimlt^ i^rer 2)ienerin] 
müdediohe sft : — ei liebe minne, wft [mo] bist dft?" 

t bie aWifttane, offne p. : einfeitige« fto»)ftoe]^. 

Cg ift bag fron), bie migraine ang mtttellat. biehemigränia, hemigrinea, 
mXä^H ang gr. bie hgmikrania (^fiiiegavla) » e^mer) beg (alben Stop^t^, benn 
hgmi (i^/fi-) SB ffoXb, tat. sgmi-, nnb bag kranion {xgavLov) » C^ö^bcl. 

tmtfro*», au0 gr. mikrtSs (^«cpo^) ae Mein, 3n : ber aWifrolog, 
— en, ^t. — eti, = ftleIntflfeiteIrSmer, mit mifrologtfd^; bie 
aRiltoIogfe = Sleinigfeit^rtnn, ftteimgleit«fuc^t; ba« aRifrofto)), 
— e«, ^ — -e : SBetgr»6erunfl«gta«, tootoon ba« Sbi. mifroffoptf^, 

SRilroIog tff ong gr.«neu(at. ber micrölogns, gr. ber mikrolögos {jiix^Xdyoii) 
»itletnigfettgtrSnier, koel^ed gnerft aber grieittfit ein 9bi. in ber 8eb. Jtletnigteiten 
fontmelnb ober lefenb, unbSD'titroIogte ift ang gr.«nen(at bie ndcrolögia = Hein« 
U4e 6orge, gr. bie mikrolögia (fiixgoX&yia) » jtleiniglettgflnn, -fu((t; beibe 
grte^. fggrter l^aben in i^rer )neiten ^(fte Sbteitnngen bon gr. l^ein (Uysiv) 
as fammeln, (efen, nnb bon bem erflen I&gt 1i<( ein grie(!(. Kb}. mikrologikös 
{ßtxQoXayix^) ableiten, na4 meinem {14 milrologif 4 gebilbet b^itte. äl^tfro' 
ff 0^ bembt anf einem gr.«neulat. ba9 microscöpinm » ^^ffierf^eng (®lag), Heine 
2)inge grog )n feben", gnfamntengef. in ber ^»eiten ^(fte mit einer Hbleitnng 
iBon skopein {axoneZv) s fd^anen, f|»5(en. 
t ber SKilan, — e«, ^l. — e : ©abetoei^e, falco milvus. 

Hlg 3agbt)0gel im 18. 3a(r^. ang fran). n. ))roben)aI. ber milan, totl6ft9 ang 
einem (at münAnns ton tat. ber müans, bag ya mflyos »nrbe. 6. 2)iei fBtbd^ 
I, 277. 1777 ^ei Vbetnng ebenfomol bie SRilane. 
bie aWtlBe, ^1. — ti, ein Belannte« fe^r Heine« Sfitfect. 

Wt b atg 8er{tSrfnng eineg Siteren w (f. e), nnb f^on f))St«m4b. bie milbe, 

aber mbb. bie mflewe, milwe, milye, abb. bie miliwa, mÜewa, milwa. S)ag 

IBert ift ang bemfetben $rHfeng, mie Wl'iffl (f. b. nnb mahlen l), nnb »abrt 

baa nngebrod^ene i bnr<!§ bag i ber flbfeitunggf (be -iw. !S)ie ©otben bitten lein 

müiwa, fonbem bie mald » SRotte tton bem fgurgeltoerbnm )meiteg ^rabeg malan 

mablen (f. mabten 1). 5Die{eg, ttie ieneg mlilwa, aber jagt fotoiel a(g bag jn 

SRebl ober Gtanb ma^enbe, mablenbe^biev, nnb m^b. milwen i||s pSlebl 

ober C^tanb ma^en {Qeorg 4006. Dka. 2, S71). 

bie SRilt^, of^nt $(. : bie in etuft ober (Suter abgefonberte, na^rl^afte 

»eige glüfftglett, bann oud^ ii)X HO^nüäitß, tote toeißer ^panjenfaft, 

fliegenber ©ante bed mSnnli^en Sifd^e« :c. !Cat>on : mfl^en = 

aRil^ t>on fl<]^ geben; itx Wlii^tx = gifd^ männttii^e« ©efd^Ied^ted, 

befottber« jnr gaid^jeit; im 17, 3a^r^. ein nngute« «bj. mtld^crn 

— mit^meig; mtlci^idf^t, mild^ig. 3ufammenf, : ber ^itä)laxt 

= erfter weiter ©art; ber 9Wtld^b ruber « toon einer nnb ber* 

fdben amme gleid^jeitig Oefäugter; mtld^farben, ^farbig; ba« 

3ßi(4^aar = erfte« meid^e« Satt^aar; bae aßtld^lttntmd^en = 

nod^ an betSDtutter fongenbed Sontnt; ber aRtld^ra^nt; bie WtU^* 

ftrage =^ t>on unj&l^ttgen ©ternci^en milci^artig' audfe^enbe ©trage 



04 tnilb 

am ^imntcl; We 3R«*fm)»>c = au« (ftt^er) ÜRtI<3^ «efo^te &nppt] 
ber üKtld^topf = STo^jf für miäf] ntilci^tociß, 

Tlxlä^, m^b. bie milch, (iVi<Sl nod( milicli, a^b. biemilnh, milaoli, miloli, 
milili, milech, milch, f. metf. 2)a9 urfprflngltd^e, ungeBroftene i blieb bur^ ba8 n 
ber a^b. 9{BIeitung9{iIbe -uh getoa^rt. ^te Qeb. ifl bie erfle obige; aber im 13. 
3a^r(. fle^t bat ®ort an4 t)on mitc^tDeigem Vflanjenfafte (f. Sßoffdmif ^) nnb 
gegen ober um 1600 im toe. ineip. teut, ©f. n7» toon bem ©amen be« mSnnlici^en 
9tf4e8 [„milch im fiioh oder im hering, (tot.) lactis''], mef^e le^te Qeb. f^oo 
altnotb. bie miölk Shld^ bat ^ittelnieberUfnbifd^ biefi ber 6ame be« mSnnft^en 
gif^eS ber milker (Jutr, heig. YII, 18*); aber neunieberlSnbtf^ ift ber melker tote 
unfer Wlxläftx gebraust, tt>e((9^ed f<9on f)>St-mttteI^o<i^b. bei Megemhwg 248, 16 
ber milcher. 2)aS 3lbi. mi^i^t i|i mittelb. im 15. Sa^r^. milcheoht {Diefw^ 
hoick gloBsar. 815''); 3Ri(d^ra(m (f. ber 9la^m) lautet im 15. 3a(r^. ber milch- 
rAm, milchraym, im 18. 3a(r(f. milchroam {Helhlvigl^ 1055), mittelb. milcheroum 
{Erlönmg 2562); 9)7 il^ {trage m^b. bie milchstrd^e (?), at9 äberfe^ung be9 
iat. Yia läotea; Wl\l6i\uppt Slter-n^b. um 1500 ([((ma^biegenb) bie milchsappe; 
SD>2iI(!^to)>f mittetb. bad milchdoppen (MoroUn, 694), tt)o)u f. £B))fen; miI4* 
meig mbb. milchwi;. *S>a^ Kbi. mild^ern flnbet fl^ M Soben^ein in 
$offmann9toa(bau unb anbrer ^tüt\6)tn ®eb. I, 248 u. 260, unb für unfer 
mt (4 färben ^atte man im W^^. ba9 Kbi- milchyar, iD<^e8 im 9}^b. mitd^* 
färb fein mfirbe. SD^il^ISmm^en, bei Snt^er 1 ®am. 7, 9 „mllii Semb- 
Iin^ b. i. SWilc^ISmmlein. 
milb, (gefttrjtaud) mttbe, == aud l^erjlt^er ®efinnung jugeneigt; gern 
unb freunblt(^ gebenb; angenel^m totxttf xc. !£)abon bie SD2t(be unb 
bon bem Som)>aratib mtlber bad SSerbum mttbern, toobon n^ieber 
bieSKilberung. 3ufammenf. : mtlb^erjigmitbie aKtlb^erjig^ 
teit; bie 9Ri(btgteit; mttbt^ätig mit bie üRtlbt^Stigleit 

S)a0 Hb), mtlb, no^ 1605 au6f milt (ffuUiut 98'), i{t m^b. milte, milde, 
a(fb. milti, milte, altfäci^f. mildi, angelfä^f., altfrief. milde, »freigebig, gnädig, 
barm^er)ig, im SIT^bb. auii f. t>. a. ausgiebig, aUnorb. mildr » freigebig, got^. 
milds (ate gmeited fSort in Buf^^ntmenfe^ungett) = liebenb, (erjUd^ )ngeneigt 
2)ie I3eb. ^ongenel^m mei^'' gef^t ^uerft auf bie ©efinnung unb ift am frfi^ften 
fo 1488 au» JESychman iBt ii8^ na((autoeif en , mirb aber bann foglei(( gelSnflg. 
Son bem 9bi. fommen : ba9 9(bt>. milbe, getürjt mtlb, altfä<]^f. mildo, ongel* 
füd^f. milde, »ofür im SD^tttelbo^b. ba9 mit «li^ iufammengef. miltliohe, a(b. 
miltlihho, altfSe^f. müdlico (miiand 109, 17), iibli^ mar, moneben mittelnieberb. 
ba^ 9bi. mildelich; bie SDlitbe, m^b. bie milte, milde, a^b. bie milü, got^. 
mildei (?), tot^t alte 9u9brü(fe aber ben ebeln @inn bon herzensgute, greunblic^' 
leit, ©otwoüen, frennbli^er Sugeneigtjeit, greigebigfeit ^aben, altnieberb. bie mildt 
s(8nabe, aUnorb. bie mildi =s 9reigebifi(Teit; milbern, l605an(3^tto^mi(tern, 
in ber 2ten ^fte be8 15. 3abr^. miltem, miltren {Diefenbach gloesar. 864*), 
mt\äft9 a^b. mütiz6ii (?) toSre, loobon 1466milltning SD'^Uberttng. gftrmilb« 
(er) ig (atte man alt^o^b. bad urf)>rttnglid^ere Hb}, mllthftrzi, bemt erflimSR^b. 
tritt hörzec, unfer (er)ig,ein. iD^ilbigfeitifl m^b. bie miltecheit (miltec>heit), 
mit -k an9 -c-h miltekeit, = freunblt^e, (er}(i((e ®eflnnung, ®nabe, B^irt^i^'^t, 
greigebigfeit, in meicier Sufammenfe^nng, ba nur einfa^ ml^b. milte, a^b. mflti, 
aber lein abgeleitete« m^b. miltec, a^b. miltic, isorfommt, -ec, -ic, nl^b. «ig, snor* 
ganif4 erf^etnt, ebeiffo in bem t>erarteten ftbi. milbigltd^ (IBet9(. 7, 18), m^b. 



mflieo-, mfiiioli^ ttiol»oil M tn^. Ibto. mfltoollehe, mttttfb. mildioltelie. 2)d9 
8bi< ttilbt^tifl evfd^eiitt betdU im 17. 3aHw in »eifern bei Stielet ^p. 
28M mtlbtStifl, aber mtlbber)i9 er^ Mh na4 1700. 2)a «b, a^b. -t, in 
mi(b aMeitcnb ifi, fo »ttb biefe^Vbi. berC^nffritnKtrjel mil » ;^ent((egen toinmen, 
|i4 (mit iemanb) i»erbinben*, M^tfflttn, )n toelcber au4 aUflaio. mil'* » er« 
krmmigfioltTbtg, befiafleirtioert^, ))oln. n. bi^l^m. mily « Heb, (ittbfln- myleti » 
jpliebcn'', bcr gr. $(itra( meilJA (/leUta) = erfrenli^e Oaben, Siebe^gaben, )n 
lUlIen lUb. 

tber a»tlttar, — «, ?t. -e : «rieger, ©otbat. ba« SWtlitar, 
~9, ol^ne ^L : ber SBel^rftanb, bte ©efommtl^eit ber Gctbaten. 3)a^ 
bon mtlttartfi^. 3ufainmenf. (f. «nm.) : ber aKttttatbienft, 
^panb, ba« SKtlitariDefen ic. 

9ereit9 im 17. 3a^rb. erf(teint ba8 ftanj. 9[bi. müitaire bei und aufgenommen 
imb au(( batoou militatif (( abgeleitet 2)et u. ba8 3ßi(it5r aber ftnb au8 bem 
SranjSfir^en, »o ber miHtaire in beiben Oeb. au8 tat. milit&rU «= ben ftriegd- 
bien^ betreffenb, bon mües (®en. militis) = @otbat, junS^fi bag Vbiectib i|l, 
nm ond^ mir ti ia ben oben angeführten mib anberen Bttfammenfetungen baben. 
t ber aRilij (i in tj furj), eine «rt «ift>en9ra«. 

übergetragen auf biefed ®ra8 att8 mitteHat ba8 milioinm — @enf (Sumerl 
63, 12), meld^eg abgeleitet Don (at. ba8 milium » $irfe, ber belanntitcb eine 
Kifpen)>flan)e ifl. 9bi4 ba8 äRiliigrar 
t bfe aRilli (i ^i)p ¥1- — «n : ba« ftrieg«tt)efcn; «rieg«inannf(i^aft, 
bef. bie Hog fftr ben ftrteg iufammenberufene unb eingeübte. 

3m 17. Sabrb. bie SRiU«, 1728 bei filtt @. 1896* aRilifee, au« bem 
glei^beb. fran). bie milioe, ital. bie milizia, meldte au8 lat. bie milftia = Kriegs« 
bien9, bie eolbaten, Don mües (®en. militis) « Siolbat (f. SRilitSr). 
t bie SW litt drbe, ?L —n : taufcnb ÜKiaionen. 

3m 19. 3abr(. an8 franj. ber milliard, bon lat mille =s taufenb. 
t bo« aßi(Itgrdmnt=: Viooo ®ramm. ba6 {aaö) ber) SKidimeter 
= Vieoo aWeter. 

^bwcdf Slei^^gefet bon 1868 bei ttn6 eingefttbrt, bat (e^te auf fran|. ber miUi- 
mHre, {eoef erfle an6 frang. ber millignunme. @. JDteter nnb.®ramm; milli- 
iy tng (at. mille aa tonfenb. 
bfcaRtttion, ¥1: — en : ba« Äaufenbrnattaufenb, 1000000. ber 
SBittionar, — «, ^I. — e : »eflfeer einer ÜRiWon; flberau« retcä^er 
aßann. 

anilHon bereite im 17. 3abrb- an6 bem gleid^beb., bon (at mille = taufenb 
abgeleiteten mittefiat ber millio, mobon ba9 ein neulat. miUionAriuB borauafe^enbe 
fcou). ber miUiomiaire, morand g(et(!^beb. ber iDliKionür. 
^ 9Ri(2, $L — en, bie befamtte (braun« ober biolettrotl^e) fogenannte 
8bitgcf«|brfife in ber «au^^d^le. 3ufamnien|. ber aRil}branb; 
bie aßttgfuc^t, mit milsfüd^tig. 

9m 17. 3tbrb., s- ®* bei e4otte(in6, bereit« bie mil«, nnb mo( bnr^ 
Simmrimig be« Stie^rbentf^en [nieberb. bie mute, meber(. bie müt], in« meibticfe 
^4Mt libergegangen, benn im 16. 3abtb. bei Daii/p6diu$ 884% 8errikiu$ 
dietioiiir. »(. x5% «Iberng diotioiiAr. »t ni*' unb bei gifd^art (f 1589?) 



airanc — ntntvct 

UTf))tttiig(i4tr tafln irt}f m^b. ba«milso, mlk, a|b. Mmilki, miha, an(|e(« 
f&4f. ba« mute, i«ISnb. ba« milti, bo^ altnortteg. bte milt (JHteier 44B*»). 9}a4 
3acob iSrimm Oramin. n, 32, 360 Den ongelffi^f- mftlten « f4me()ot, 
«nflBfen (f. SRal)), %tii. mUtan (?), a»b. m«lua (?), in 9titd(l4t onf ba« Ver- 
arbeiten, ba« 9bt{l8fen (glttfflgma^en) bon Baft, mib »irfU^ (oben bie «Uten 
fiemetnt, bte fRi^t gebe einen faneren &aft ober f(^nNtr)e (^Oe |nm Ve^nfe ber 
Serbannng an ben SRagen, »ogegen man nenerbingf annehmen »iH, bafi fU in 
einer gemiffen 9e)te^ung )nr (Smeuemng be« Qlntef nnb ma^rf^einli^ an4 }nr 
OaHenbereitnng ftO^t, 2)a9 nngebroc^ene i im fBorte blieb bnr^ ba« a^leitenbe i 
ber Q^nbnng gema^rt. aßitibranb W^tt intxft 1798 9[be(nng an; aber mil|« 
filAtig flnbet fvSf f$on m^b., »o im 12. 3a^r(. milssflhtic, SRilafnc^t iebod^ 
auffallenber fBeife er^ n^b. 
t ber SKime, — n, ^I. — n : Slad^a^mer im ©eberbenf piel ; ©(j^au»» 
fl>ie(er; bei ben ©ried^en unb {Römern ein Iteine« bramatifcl^e« &pid 
M bid^terifd^e @d^i(berung ber Sirftid^Ieit bie SD^imil = ®e» 
Berbenfpiet al9 fiunft, mit ber aßtmiler; mtmifd^, Xb). 

Cr|l im 18. 9a^rb. 2>er Wtimt t|l au8 bem glei^bcb. gr.>lat ber ndmiu, 
gr. ber mimos (ju/iog)^ 9^a4 bem batton abgeleiteten Ibj. gr.«Iat. mimicns, gr. 
mimiköe {fiifiix6g\ bilbete fU!^ unfer mimif 4, nnb axi9 ber meibli^en gorm iene« 
gr.*Iat. 9biectit>9 gr.-Iat. mimica (nfimliti ars = jhin^) unfer bie SDi^imit. 
aRtna, ^tauenname, ftürjung au9 SBit^elmina (f. b.). 

Oft nnb gern in ben batoon berf^iebenen 9}amen SRinna (f. b.) bermanbett. 
2)ag 2>im. i|l3ßin4en, gemB^nli^ aber, toeil «tna inSBil^elmina nnbeutf^e 
f[b(eitnng9enbnng i^, nngnt mit ie SRien^en gef^rieBen. 
mtnber, ab{., Som))aratib bed Segriffed Hein, tt)enig : geringer an 
Slanm, ^cifl, Sßerti^, äber^aupt an Sn^bel^nung ober Inbegriff. 

8gl. ba9 Ibi. me^r. W/b, minner, minre nnb im 13. 3a(r(. in ber 
^mei) neben minre an4 fi^on minder, a(;b. minniro [ntc^t minndro, hingegen 
im m5nn(. ficc. @ing. bei einem o ber Oiegunggenbnng bnr^ Santanglei^nng 
minnoron flatt minniron], got(. minniia, altfS^f . minniro, mittelnieberl. mindre, 
nennieberL minder, altfrief. minnira, aitnorb. minni flatt minri, fc^meb. n. bfin. 
mindre. aUHttelfl Mrjnng bnr4 Sbfall beg Siegnng«« (bgt bag Sbb. me^r) nnb 
)ng(ei4 bei etetgenmggboealg (got^., a(b., aftfS^f., altfrief. -i) entfielt ba« Vbb. 
got(. mina, mit z (bem übergangdlaute bef a in r) minz, altnorb. minnr n. midr, 
abb., m(b.. mittet' n. nenniebert »eiter (»ie bei bem tibb/ bafi) mit Vbfafl felbft 
beg ^atafteri^if^en (Sonfonanten r min, altfrief. min; «ber im 9lett(o4bentfc$en 
i^ bag im SR^b. f^on feiten gemorbene min bBEig erlofd^en. 2)a9 in bem ffiorte 
m<bt nrf^rüngli^e d, met^eg, »ie bei {emanb (f. b.) nnb niemanb (f. b.), ffir 
bag s»eite n eintrat, alfo nd ffir nn (bgt. Orimm €h:amm. P, 588), erf^eint 
In bem SUHttetnieberßinbif^en, nnb fofort in »eiterer Hn^be^nnng im 9{ennieber« 
Ifinbif^en, aber an^r tote oben in bem m^b. minder erfi^tlic^, in ber 64tt)et|erf|>ra(!(e 
beg 13. 3abr(. %>it Urber»anbtf4«ft be« IbjectiM )eigt fl4 in tat. mdmor » 
Heiner, gr. Hilm^ (juvi^q) « Kein, »enig, altfto». m*ny, mff. Mem'sohi], » 
Keiner, »cntger; ^In. mnieyaaj. 

mtnber, Vbt>., j. S. er nimmt ft^ ber &aä)t minber an, M tc. 

mb. minner, minxe, minder, abb. (crf bei Notker) minnerä, ber obbei^tattf^ 
gcfet^U 9cc @ing. ber ffi^li^ gorm beg im Sltbentf^iea an f^ alg <Eom|)arattb 
fl^4 btegenben 9bi. minber (f. b.). €i f<H^ anfgefommen a«b geOnflg 



attfatoictt — itiier 97 

gcnwtai ja fein, M Ui bnt^ tik|iiii0 entfkattbeiie min (f. bie Xiun. Ui tor- 

tergctoben Xrdlelt) fäi )it üUxhUn Be^omi uvSb f^monb. 

bie SRtnberi^eit minberiS^rtg » minorenn, nod^ niift in bem 

artet ftel^nb, nnt fi<^ int bfltflerlid^n geben felbft bertteten an bftrfen, 

minbern « minber (f. b.). Keiner maii^en, tt)ie tat. minüere; 

bie äRinberung. bie SlZfnberja^I, (Segenfa^ bon Sßel^rjal^L 

SRtnber^eit ift a^b. um 1000 bie minnerheit {NoOser arist Abh. G. 

61, 106), ba9 «bi. minbeKifi^rifl erf^eint etfl im 17. 3a(r(. nnb bie iDtinber« 

ia^l )n anfange be« 19. 3a^r(.; aQe aber finb sufamntengef. mit bem Hbi- 

rntnbcr, i»on »eifern abgeleitet minbern, 1488 minderen {Sydman 8(.n8*), 

mtb. minneni, abb. minnirdn, mit Snglei^nng be9 2ten i an ba8 6 ber fobnng 

nunnordn, bann minneidn, nnb bien»on abb. bie mlnnironga, mümeninga, m^b. 

bie miBBenmge, nnfer n^b bie flRinbernng. 

mfnbeft, ®n)>er(atib be« Segriffed ttein, totnii, ^^n n>el^em min^ 

bet (f. minber 1) ber Sont^aratit) ift. jnm minbeften, Sbt)., 

att4 meil minbeften a(d in fubftantiDifd^er ©tettung ongefe^en tt)irb, 

aber nnni^t^ig anm üttinbeften gefd^rieben. minbeften«, @npex* 

fottbabberb, gebitbet mtebrittend (f.britte), beftend, meiften« tc. 

3nfammenf. : minbeflBerifcl^tigt, minbeftbfetcnb jc. 

Senee mtnbe|l i^ mbb. minnest, miiut, abb.minnist, minnest, an^ minndst, 
a{tfS4f. miniiist, gotb« mixmists, altfrief. mixmast, minnest, altnorb. minnstr. 1483 
m9 a)ättclbeutf4(anb minderster s= fletnfifr {voc ikeut. $dl rS^), t>om (Som))ar. 
minber, gerabe fo tt)ie mebt^ (f. b.) bon mebr. 2)a9 b f^eint bienia^ t>on 
minber (f. b.) an« eingebmngen. gflr jum minbeflen, l678}nmiDtin|len 
(ftrameT tentfd^ital. QSortb. 776*), 1711 ^nm minften (MSbUin 687*), fagte 
man altbecbbentfd^ mit blogcm jn (zi) nnb bem 3nftmmentali6 u minniate, b. i. 
si minnisift. 2)a6 Vbb. minflenS finbet M «tfl 1711 bei MSbleiu a. a. O. 

bie aRtne, ?l. — n : nnterirbif^er ®aug im öerg^^ nnb geftungÄan, 
Srigmbe, ©prenggrnfee. minieren, tt)obon ber fOtinitxtx. 

mt bereUg im 17. Sabrb« getSnfig (f. Kr am er tetttf44tal. ISertb. 776*». 
etieler @p. I278f.). SRine aberi^eingmitbieSRiene (f.b.) nnbbei JTramer 
0. 0. O., «Sbleitt 686*f., «nbmig 1247, «ler IB96% grif* I, 664 flnb 
belbe SRine, bei @teinba4 n, 62 äRiene gef^rieben; bei nnb feit Hbelnng 
aber »erben nnfer 3Rine bier nnb SRiene in ber ©^reibung ftreng gef(i^ieben. 
aufgenommen au8 itat, \pan., ))ortug., mittellat. bie mina, ))rot>en)a(. bie mina, 
mena, franj. mme, ss nnterirbif^er ®ang, @4a(!(t, (Sr)gmbe, «on ital. minkre, 
f))an., )>ortug., pxc^ttqal minar, franj. miner, » nntergraben, morang nnfer 
minieren entfernt ifl. SMefer Segriff ^nntergraben" aber entmiitelte ^ aui 
bem bee mittellat minAre, ital. menltfe, pxe^tnidi, menar : betreiben, fflbren, 
leiten, monad^ iened bie mina )uerft f. b. a. geheimer llnfd^Iag [fo finbet fi^ 
mitteSat. bie mina],« betriebe, bann geheimer (Sang bei Belagerungen )ur Unter« 
grabung ber äl^auer, enbli^ ®^a<bi nnb franj. mine nfi^^bem noc^ 2üigere 
Pbmng, Haltung, ©ebetbe, <9efl4t«baltung ober (9efi4t«)ug (f. äRiene) be« 
beutet 2)ur(b bie ©d^reibungen (ital.) minore nnb menäre f^int man bloS bie 
Unterf^eibung ber Begriffe besei^net in baben. @. 2)ie) SBtb4 ^ 277f. 

t bie (9btl|e XUn, 259) 0» tner, ?L — n : «erggnt, iDUneraL 



88 itiKcttt! -« flRtena 

Ktt^ ba# SRinet. 1490 bat (?) niaki«, auf NtttKlUt, oüt« u. «fl(^. bie 
minera (f. aRtnetal). «d üßat^efinf Sarepta (1662) »[. iA"" Ui ^Wtintu 
tx%, baf ifl, ein queiffUben^te ecbe.^ 
t ba« a^inerdl, -e9, — f, $L (nad^ ber (at (Etibttng) aßfatetdikn : 
JBetflflUt ; nattoltc^er (b. ^. o^ne mettfd^(i(^ unb t^{evif<|e fiunfl ent^ 
ftanbener) leMofer «'ör»)er ber Crbe. mincrdtifd^. äufammenf. : 
bad aßinerdtbab, ^xtid), *toa\\tx; [mit bem $(ura(] baf 
a)iinerd(iencabinift, bte SRinerdtienfammluns k. 

Wlintxal, Bereit« im 17. So^r^. ^orlomtnenb fomie ber ^l Mineralien, 
i^ anf genommen (m9 mittellat. (18. 3a(r(.) ba8 mineiMe (9(. minerUlia), itol. 
ber minerüe, \pan. ber minerü, fran). ber min^ral, « ..Qerggttt", ttrf)»rfinfili4 
9(biectiD tton mittellat. bie mfnera, alt* n. neuf))an. bie minera (an^ ber minero), 
as Oergmert, (Sr)gmBe, mel^ef t)on ital, ^pan., ^ortug., mittellat. bie mfna s 
nnterirbifder ®ang, e^a^t tc, toorau8 nnfer SRine (f. b.)* 
tbcrüßineralog, — en, ^l — en : »erggutöfenner, ©teinfimbiger. 
bie ättineralogie. mineratogif<i^, Ubi. 

9{enere Oilbungen, intoel^en ber txft XMl minera (f. IRineral) romantf<!(, 
ber gmeite and bem ^rie^if^en (hergenommen ifi (»gt 9[rd^SoIogie). 
aßineralog i^ ital., f))an. ber minehUogo, SD^^ineralogie ital, f)Htn.. bie 
mineralogia, fran). bie min^ralogie, nnb mineralogif^ f))an. mineralögioo, 
fran). mindralogiqae. 

ba^fiRintxalxti6^,^ts^a\\tx,TlintxaUtncahxnittc.,lWl\ntxat 
t minerifd^, «bj. bon bie Wlintx (f. b.)/ t»ie mineratifc^ t>on 

Wtimxal @d^on 1562 bei SD^at^eftud Sarepta ei 38-ff. 
t bie SWiniotur, ^t. — en : fttetn utib geinmaterei in SBajfer«' ober 
(Summifarben. 

©d^on 1678 Bei Kramer teutfd^«ita(. S$ortB. 775^ ane ital. bie miniatüra, 
fran). bie miniatare, s fleinef ^emSlbe mie e8 in ^Aobfctriften toorlommt, toen 
bem bon lat. bas mlniom =s SRennig (f. b.) aBgeleiteten lat. minilre [woran6 
Bei Kramer a. a. O. miniiren] » mit SReunig (müüum) fSrBen, mit SDi^ennig 
fd^rriBen ober leid^nen. ®. 2)ie) SBtB4 I, 378. 
t ber SWinifter, —9, ^. tele ®tng. : f^i&äf^itx ©taaWbeamter. ba« 
STOiniftertum, — «, ?t. aWinifterien (öptbtg), = ©taatöregierang, 
l^bd^fte Seamtengefammtl^eit in ber ®taat6regierung ober einem 3toeige 
ber jetben ; (Sefammt^eit ber (Seiftlic^fleit in einem Staat ober großen 
Orte, mintfteridl = ber @taatfregiernng ange^^rtg, m6) in ber 
aRinifteridlbefel^t, *<)räfibent, *rat^. mtnifteriell «= 
bom aWinifterium auöge^enb, ftaatfamtli^ ; regierungffreunblid^. 

SD^inifter, in bem Bentigen @inn erfl im 18. SaBrB. getSnfig geworben, ifl 
ün9 bem Sateinif($en, too minister junh'^^ at6 Ibj. ^bienenb'', bann fnB^anttDif^ 
(ber minister) ^^itnit", f^fiter ,, Wiener al« JoBer ffiürbentrSger nm ben KSnig ic* 
Bebentet. 2)ot>on ba« minist^rium = ©ienpieifinng, 2)icnerf(]^aft, nnb Bien>on 
mieber ba8 mittellat. 9Ibi. ministeriftlis , morand fran). ministeriel. ftoa biefem 
nnfer minißeriell, and ienem mini^eriat. 
^inna, f^rauennome, 1) bie erhaltene boQe oi^b« f$ormlljim&; 2) ge^ 
tobi^nUd^^ aber nngnt, ftott 2ßina (f. b.). 



SRiime g9 

dmer ol/^ ^MiMiitMiiic Miimi fioniiit f4ett im 9. 9a(t(. Mr, ntftyrttngn^er 

fcfffi S04 im 10. 3«^. MlniA (f. löritmumn Pononeniuanen &p, 982); im 

ntt Miniie (Mkma. 1, 26^ 8). (Sx ifL hai ühftadt eiiBfl. bie Wtinnt (f.b.), 

■tk Me adime« A^b. bie nüi^ minnA, boitti minoft, »et^e att ^rfSnlit^eS 

®(feo 0fba4t imb b€8^a(b, tote m^b. tmu Mhme jcigt, mit «gran'' angerebet 

»itb; 004 bient b«8 Gort M fojeabeS, f^tnei^bibe« f^nrcbetoon, ). 8. m(b. 

s&6;e [fJiie] minnel mittelmebert. Mog minnel (f. (STtmm ^ramm. lY, 817 

JL tgl. SD^tgnon 9(nm.). @o Tonnte ba8 SBort natürd^er Seife au^ grauen* 

mat merben. 8g(. (ierjn Seinbolb beutfd^e grauen @. 17. 

bieSBlnne, ?I. — n (©ötl&e m, 26) : l^eral^e äuneigung, inrte:* 

{rubere bie g(f(^(e(^tli<!^e. £)aton m innen, ^ufantmenf. : ber 

aroinneflefonB = ber Sßinnefang; bad STOinnelieb = 8ieBe«* 

lieb; bei SKinnelo^n; ber aßtnnefSnger unb aRinnefinger 

= esänger b. ff. 3Mc^ter ber Siebe, aunScä^ft Bei ben ©eutf^en ettoa 

ton 1170-1300 (bgI.2Reifterfanfler ^ier ©. 69f.); ber STOlnne* 

fo(b; minniglid^. 

SRinne, minuen, aRinneTicb finb, na^bem 1768 n. 1769 bie ffBAmmlung 
Ton Minnesingern" burif 9obmer unb I9reitinger erf^ienen toar, al8 
ebte alurt^ttmli^e Hn^rfltfe in ben erflen 3a(ren na$ 1770 toteber in Umlauf 
gcbmmen mib itoar hm^ bie inngen 2>i4ter be8 OSttinger iD{nfena(mana48 bon 
1778 (fUi biefen 6. li6ff. 66. 177. 179. 286) unb bon 1774, )un8d(p bnr^ Bürger, 
3o)ftnn SRattin a^^ider, Sodann griebri^ ^aM- SRinne i^ m(b. bie 
nmme, abb. bie minna [b. i. nrf)>rfing(i4 min-i-a (f. SJtinna 9Inm.)/ bann 
minja, alfo nn buri!^ 8autang(ei<l(nng an8 ni, i^], \}pkitt an^ minnA, = (Bt* 
benfen, (SebS^tni« an « (f. ®rimm Sh^t^I. 62ff.), (eriHd^ea i^thtnitn, (er)« 
li^e 3ini^0nn0 (>Di« Siebe), fomobt überbauet (^embaben), a(8 an^^ im befonbem 
(9(efe religiSfe, fremtbf^ftli^e mtb gef^Ie^tti^e, fpilter f 4 bef^rSntenb auf biefe 
mib }ioar aflmiibii^ nur auf finn(i4e unb julef^t, a(8 fl<b in bem 9litterbienfl bef 
9Httela(ter« ber eble ISegrifl )u bem be8 finnfi^en <9enuffe8 fd^mStfte, auf bie 
Ifanifi^lU gef^Ie^tli^e Eingebung, fo bag ba« SBott um 1600 al8 ein unan« 
lUnbigef gau) gemieben tmsrbe mib anger Oebrau^ tarn; altfä^f* bie minnia, 
bann minnte, minna, ss Siebe, nenniebert bie minne, min; baueben aftnorb. baa 
nimii « Inbenfen, Srinnemng, (i^ebfi^iniS/ OebS^tniMrun!. ®(ei4e8 G4i(Ifal, 
tau bot 6ub1i. SKinne, b^tte ba8 ben biefem abgeleitete Scrlnm miunen (au4 
bei e^iHer an SDttnna), mbb. mtnnen (au4 "> tMfür erfenntfi^ fein, bef^enten), 
obb. minndn, urf^nriingli^er minMn (an8 minidn (?), mii\jdn (?}], minn86n, alt* 
fS4f. minni6n, bann minn8on, neunieberl. minnen. 2)ie ben obigen, ebenfalld 
al8 aUertbümUA angefebenen nenbocbb. B^^f^^nimenfetungen boraudge^enben mittet« 
bo^beutf^cn {inb ber mianeaanc (SOtinnefong), ba8 minneliet, ber n. ba8 
minneldn, ber minneaanger n. minnednger. gür ba8 juerfi bei Bürger in bem 
Mttiager SSnfenatm. bon 1774 ®. 164 gebrannte IRinnefoIb fagte man mbb. 
ber minnamolty toerin minnen f^ma^er (9en. Ging, bon bie minne. 3n bem 
Wbi minnigli^/ nibb. mlnneo, minnioUoh, abb. (um 1000 unb fbSter) minneg- 
Itcliy bwbon baa glet4)eitige abb. 9(bb. minneg-, mlnneoh, minniolioho, unfer 
nbb. 1773 toieber gebrannte« 9bb. minnigti^ (9$oS ®eb. n, 24) ifi, ba ee ein 
mbb. miirnec ni4t gibt, -eo^ -eg ic, unfer nbb. «ig, unorganif(b, unb ^mar fe^en 
wir e« an ba8 Gnbft minne angetreten, fo baß biefef unb bamit bie gan^e 3"« 
fammenfebmig böflig abiectibif(b erf^eint 3n filtefier Beit {agie man nSmli^ 

7* 



100 tntnoremi — mir 

t«.'w»f»HK (ßimL If 510*), im ailittelbciltf4<tt minneUoli a«b 0Clill|t minlioh, 
tte(4e9 im K^b. mittttU^ fein mücbe. 2)ic Cto^cl »d« flRinne f . in ber 
fLnmttt )n SDiann, nnb bie SbUitung flef(!(ie^t, toie^ben minU, bann minj« 
)eiftt^ mittel^ i, j, t)on bev i« ienev XnmcKt asgegebottit VtSfesttalftrm min-, 
benn -a nnb -n in got^. i4 mina, o^b. i^ minn flnb $cvfoncnenbnnfl. 

t minorenn, abi. : minberiS^rig, unmttnbifl. !Dak>on bie aRinoren* 
nitat = aJHnberiSi^rigteit Unmttnbigfeit S3gt. majorenn« 

3ene« 9bi. minorenn ano mitteflat. minor^nniB , mel^eO snfammengef. onO 
(at. minor = fleiner, iünger, nnb einer 9i(bnng Don lat ber ännog « 3a(r, 
alfo gleid^fam minor annis = iünger an Satiren. 8on ienem minor^nnia ifl 
abgeleitet f))ät*mitteOat bie minortfnidta% »oranO im 17. 3a(rb. bie minore an i- 
tät (»erring @. 691). 

t ber SKinortt, — en, ?t. — en : granci^canerm'önd^. 

3n m(b. Überfe^nng dte minner (minbere) bnioder. 2)er 9{ame ba^er, »eil 
bie giranciacaner and^ fratres mindres » geringe (niebrige) trüber beiften 
foflten )nm 3<i<3(cn ber S)emnt(, bag glei((fam einer bem anbem bie güge n>af<lte 
(togl 9ob. IS, 14). 

t bie ÜWinoritdt, ^L — en : SDWnberaal^I oon ©timmen, ©timmem 
mittberl^eit 3iif<^ö»w«ttf. : bie SKinorttat^toal^t, ?t. — en. 

3ene« auO mittellat. bie mlndritas (®en. minoritAtis) s SDlinberbeit, t>on 
lat. minor » Heiner, weniger, geringer, morttber {. min ber 1. 

bie aKiniite, ^JI. — n : Veo einer ©tunbe; Meinfter 3eitt^eit. 

1418 bie minftte, fon^ im 15. 3abr(. bie minftt, = Vao ber @tnnbe ( WoOcen- 
9tem JjYI, 1, 11. Voe. theui. i»on 1482 «L tS"), eingebürgert obne bie frembe 
Betonung )n oerlieren, aber mit i»er8nbertem ®efd^Iecbte aue bem gleid^bebenteaben 
minettot ba9 minütom (xotiWb itat. n. \pan. ber mindto), toelc^a nrf^rttnglt^ 
bae 9{entmm beo (at 9bi. (ober toielmebr 9artici))inmf oon minien sb fietner 
mad^en, berminbern) minfttos « Kein, mtniig. 

bie SD^inje, $1. — n, eine befannte $f:an2enart, mentha. 

fLuüi, aber meniger gnt, bie ä)^ttn)e, toie fd^on, obg(ei<!( feiten, im iDtbb. bie 
müntee (voe. opt. @. 52^ laS), gegen (Sxtbt beO 12. 3abrb* münsA {Baupt 
Zeitscbr. IX, 894, 62), f))ät'abb. manzA, mittel* n. nennicberL immer bie mimte 
tortommt äb(i4 mbb. bie minze, geliirst mims, abb. bie miniA, an^ minisa, 
ange(fS4f* bie minte, meil entlehnt an« bem angefttbrten gr.-lai ftomen bie 
m^tha (mitteSot. gerne menta), gr. bie miniha Qilv&a) ober miathft (filv&tj). 

mir, Dat. ©inj. be« Pronomen« ber erften ^erfon (f. iäf). 

Wllt. mir (f. i4), inmeilen mit ^red^nng bea i )n ie mir, wober bann no^ 
nbb. bei Ölinger Gramm. 88 mier. — 2>iefe9 mir (lebt and^ im Gat, um 
fefle 9e)iebnttg auf bie ({»re^enbe $erfon an9)nbrfi(Ien, wie ^fflr mid^", ). 9. „3>u 
mad^fl mid^ bente münbig. — S)enn big anf biefen Sag war mir*« erf|)art, — 
2)en IQeg mir felbfl jn finben nnb bie 9li<l(tung. -- ÜMr folgt' iäi nnbebtngt^ 
(ßäfilUt fBaQ. Sob 2, 2). Hber ni^t feiten wirb t9 bann in tranlid^er Hebe 
eingef^altet, )nma( na^ 3m))eratiten, mit leife berbortretenber, fafi f<bwinbcnber 
befHmmter 8e)iebnng anf bie f)>re4enbe $erfen, ). 8. „S)n bifl mir wo^f ber 
re^te ©elb* (©ürger grau @*nil>e); ^S)er WttHMU })Iagt mir bie ^>itnt'* 
(8 o6 O^eb. n, 286) ; „bag feiner leer t>on ber Oente m i r aueging (be f f en Cbllgee 
9, 82); „S)n nic^t trSgÜ mir bie f^nlb« (beffen 3Iia9 8, 164); ^^ei mir ge- 



WxaMit — vn9* 101 

grillt, »ein 8erg« tcl (e^ilfer eiMtierg.); i^tBte (omint mit fetter 9Ian) 
m »eine ^ittte?^ (beffen 311119fr. t». O. Ifxott^ 3); JD «(aiibt mir nid^t ben 
totenP (<9Bt^e Y, 80). ®4on im SR^b. : ^Habt Ir [t^r] mir dta hnngerigen 
i«^en [iu effen] gftben?« (Berihold @. 196). |,D«5 bring mir dorn h§rr«n 
dih* (BsmaMn der Miime lebze 1808). @. Orimm (Stramm. lY, 863 
B. 868. 

tHc SKirabelle, % — n : Keine runbe ipat^^gctBe oUr mifüäf^ 
broime ^ftaume. 3wf<>"^*"^wf- • b«^ SKiroBctlcnbaunt. 

3tiie« iDoI erfl im 18. Sa^r^. au6 bem gteit^beb. frati). bie mirabelle, f)»an. 
ber mirabely mel^e« mtgetDiffer 9iit|lebung. 
t ba« SKtrofel, — «, ?t. toie ©ing. : ©unber, SBunbertoerl. 

SRib. lt. nieberb. im 14. 9abrb. fotoie 1475 detif^ bad mirftkel, ait6 (ot. ba6 
miHUmhim « flBunber, fSunberbing, i»on miiAri a ^4 rnnnbem, f^ bermunbem. 

bie SRirri^e, f. SRljrr^e. bie SKtrte, bie STOtrt^e, l Wlt^xtt. 

mi6«, getürat au9 miffe^ (f. bie 9nm.), erfd^eint, ben begriff be« 
gel^Ienben, Serfel^lenben, Siid^tjutreffenben, Unted^ten, mit i$erte^ren ind 
ÜB(e t)etbmibenen geilend mittl^eUenb, ^artttet^af t in }ttfammengefetten 
9iitttxn, »c e«, t»enn btcfe ©ubflantiüe unb Slbiectibe pnb, immer ben 
$Kiii)>tton ffot, bagegen^ loenn fte Serba flnb, in meldten fibrigend biefe« 
mid« irnmer mitrenniar fte^t, iefet benfelBen nuT (ei 3iif<>nimenfetung 
mit fold^en SSerBen, bie fd|on mit einer untrennbaren ^artilet (be* k*) 
infamntengefe^t n>orben^ }. fß. mföbe^agen, mf«em))fe]^(en, mf^gebären, 
mi^efoKen, mtoioerftel^en^ unb toenn }ur ^erDor^ebung be9 in mi^^ 
(iegenben ^^riffe« auf biefe« t>a9 ®eoi(^t bed %ont^ gelegt toirb. 
dn biefem legten f^aOe tritt im ^rt. $r&t. ge« nad^ mi0« bor ba« 
mit biefem gufammengefe^te Serbum, }. S. midgead^tet, mi^geartet tc, 
fonft nid^t, 3. 9. mi^btQigt, ntidbraüd(ft tc S)od^ (äffen biele mit 
mU* jufommengefe^te tranfitibe Serba, bie ben |)au))tton nid^t feft« 
ße^enb auf mi0« i^aben, in ber 9i(bung bed genannten $artici)>ium9 
ge« i)0r mid« treten, iDobei benn ber ^tt)>ttcn ftetd auf biefem ruH 
j. S. gemtdbiOigt, gemi«braud^t k. ; bon bem l^eutigen @))rad^gebraud^ 
inbeffen finb biefe ¥<^rtici)>ien gemieben. 3ufammenfetungen mit mid« 
finb: mf9ad^ten,¥artmi6gead^tet;bieaßi9ad^tung. mi^arten, 
Ikrt. mtdgeortet midbe^agen, ^rt mi9be^agt; fubftantibifd^ ha» 
aSidbel^agen; miöbe^agtid^. mtdbilben, $art. mi«gebi{bet; 
bie aßi«bi(bung. midbiKigen, mißbilligen, $art« midbiOigt 
unb aud^ gemidbiQigt ber äßtßbraud^; mißbraiicben, $art. miß« 
braucht unb (nid^t ol^ne Knftrid^ beß attfrftniifd&en) gemißbrand^t, and^, 
bod^ pf^nt 9eifat( }u finben, bei {) erber ®eb. I; 181 mtegebraud|^et; 
mi6br&u(^lidb/ sufammengef. mit aJZißbraud^. baß SRtßbünb« 
ni« («effing (Sm. ®al. 1, 6). f ber SKißcrebit = übteß Hn^ 
fe^n mit IDIangel an 93ertrauen. mißbeuten, ^rt mißbeutet ober 
mSf gemtßbeutet, ungut mißgebeutet, mißempf eitlen (Sog f)ora3 



102 ttri«- 

@at. 2, 4, 18), ^rt. m\itmpftifiHtn. bie üRt^ernte (er ^ ix) = 
fel^Igeft^fagene (Srnte; tnt« ernten, ^art. mi^geemtct. mt« falten, 
^art. mi«f allen; ber3nf., abermit betontem mi«*, fubftanttoifd^ ba« 
änidfatten; midf&Itig, t]}oniit iDeiter )ufammengefe(t bie Sßt^« 
fättiflleit bie aKt^form, toobon mt«fbrmig; mi^gebären 
(SEfd^ernina ®eb. grü^L @. 210. $)erber ftrit. fflätb. I, 20 mt«» 
gcbäl^ren), ?rät. mtegebor, ?ort. mttgeboren (©dritter dungfr. 
D. O. 1, 5). bie aWt^geberbe (er = är), toobon ml«geberbfg. 
bie 3Ki«geburt, ?t. — en. mt^gefatlen (SEf^erning ®eb. 
grü^t. @. 26. b. ßanife 6) = mi«faOen, aber ungetob^nttd^, ^rt. 
midgefaUen. mißgelaunt (f. unten aßißlauue). baß Sßtßge^ 
fd^id. baß attißgeyc!^b»)f (Seffing VH, 136) = übelgeftalteteß 
S5Jefen,moiistrum. bie STOißgeftalt; mißgeftalt (f.geftalt), »bi.; 
m i ß g e ft a ( t e n, $art. mißgeftaltet ber 9» i ß g ( a u b e (im 16. dai^tl^.)/ 
— nß, o^ne ^l, = unrediiter, bbfer ©taube, mißgtuden, ^rt. 
mißgtiidt. mißg'onnen, ^rt mißgönnt, miß greifen, ^rSt miß« 
griff, $art. mißgegriffen; ber aßiß griff, bie SRißgunft; miß^ 
gttnftig. mißi^dnbeln, $art. mißi^dnbett ober au<^, aber hoöf 
feiten, gemißl^anbett^ » (einen) }u fibet be^onbeln, aber mit borgef (j^obenem 
$au))ttone mißl^anbeln, ^ßort. mtßgel^anbelt (aud^ bei S u t ^ e r ). 9. 
1 3»of. 31, 36, »fi^renb 3ef. 43, 27 u. 66, 24 nod^ «miffelM^ett"), 
= unrei^t ti^un, [\ät bergei^en; babon nad^ fener Seb. bie 3R{ß^ 
l^cfnblung unb ebenfotoot bie aUtß^anbtung.' mißl^Htig 
(fettig f. in einl^ejllig), toomit nufammengef. bie SDHß^ettigf eit 
bie aRißl^eiratl^ = franj. m^aalliance; mißl^'oren (©btl^eXü, 
180), ^art. mißl^ort. baß SRißja^r = unfrud^tbareß 3a^r. miß^' 
fennen, ^rät. raißfdnnte, ^art. mlßfdnnt. ber üßißl taug = ÜDiffo^ 
nanj (f. b.). mißlungen (1748 bei ftIo<)fto(I Db., Slußg. b. 1771 
@. 109. ®öt^e XVn, 322), $rät. mtßllang, ?art mlßgettungen- 
t ber aßißlrebit, beffer mit c ftatt I, f. oben 3»ißcrebit. bie 
SRißlaune, nid^t fel^r ftblid^, aber bie Slbj. mißtaunig unb mtß^ 
gelaunt ber äßißlaut, im 16. dai^ri^. audft nod^ miffelaut 
mißleiten, $rät. mißteitete, $art. mißleitet, aber aud^ mißleiten 
(geffing Vm, 107. ®btl^e XX, 138), ^rät. mißleitete, ^rt. 
mißgeteitet (Seffing a.a.O. ®»t^eVin,265. ©editier «nmut^ 
u. S3.). mißtid^ (f. %nm.) » in jßejiei^ung auf ben Büßgang, ben 
Srfotg jtt ungen>ig, }u getoagt, n)omit jufammengef. bie SRißlic^f ett. 
mißlingen, ?rät. mißlang, ?art mißlungen, ®egenfa^ bon gc* 
lingen (j. b.). ber aRißmutl^ (f. bie Stnm.); mißmfitl^ig, too« 
für geto&^nlid^ umfautloß mißmut^ig gefagt »irb. mißrat]^ en, 
?rät. mißrieti^, ^art. mißrdt^en, [miti^aben] = abratl^en, [mit fein] 
nid^t nad^ %3unfd^ toerben, unerioünf^^t außfallen [in biefer Seb. bei 



103 

bogegen mt^ratl^ett, ?tät mttrtet^, ^att. mttgerati^en, = unred^ten 

unfc öbefn «at^ gcBcn. tn i « r e b c n (® b 1 1^ c XVn, 300) = jun)ibcr 

unb übel rcbcn (bgl. nac^l^cr mtdtootlcn). mt^fd&affen, 'JJrät 

DiteWuf; ^art. mtegcf troffen, mt^f^itbcrn, ^art. mt^fci^itbert 

fj. a „mi^flef d^ilbertc C^aroltcre" (iJcffing VH, 136)]. ber 

äRidfianb, —t», $(. aßMftänbe. midftimmen it mi^ftimmen, 

?ttrt. mt^cfiiniint; babon bie 9Ri«ftimmttng. mt^t^un (mitbem 

©egenfaft »ol^tt^un bei »oß 3b. 3, 120), ^rät miet^at ^art. mUgc» 

t^n (bei 8u t^cr 1 »5n. 8, 47 u. 2 ßl^ron. 6, 37 „miffetl^an"), = un* 

xt6it, miber Orbnung unb ©efe^ t^un (f. aDMffet^at). ber SRi^ 

ton, — e«, $1 SRf^tbne ; m i 9 1 '6 n e n , $art. midget^net, nii«geti»nt ; 

midti^tiig, Sb). (u. Kb^.)^ abgeleitet »on aßiöton. mi^traiien, 

¥tiL mt^trattete, midtroiite^ $art. mißtrauet, mißtraut mtb idoI fe^r 

fdten gemtttraut; bo« SWi«! tauen, ber fubftantitnfcl^e 3nf. ftatt be« 

tDtrtlid^en uil^b. ©ubftantibd bie missetriuwe (3Rtdtreue); mißtrau« 

t{(^, ab}, (u. 9(bbO, abgeleitet bon mißtrauen, ber SRi^tritt = 

berfe^Uer Zxitt, Serfe^en, ba« aBidbergnügen; midbergnttgt 

ba« üRt^berl^ältni« (f. ^ni^). ber aßidberftanb; midber^ 

^inbUä^, jufammengef. mit berftSnbti^ (f. b.); bad aßtdber« 

ftSubni« (f. SSetftSnbni«); mtöberftel^en (f. berpel^en). ber 

aRI«toa<^«, —e^, ol^ne ?L mi^toillig (®öt^e LVI, 105, im 

Set« ^mond^er 9Ri6toilIige^ alfo betont ^Slfttötotttige"), «bj.; 

mi«i»oIlen (Obti^e XVII, 300) = autoiber unb flbet »otten. 

4i|t rj^tig i^, »ie ii^ |. a bei ^ntbcT, ^dioiitliui, @ttc(er, ^ett- 
f^eb, StlPpfod, Berber, I3ttrger, fßoi, itlamer e^mibt, f^^iUer (Inbet, 
mi0« in f^reiben, benn ba« für fid^ petcnb m(!(t toorfommenbe Sott (antet m(b. 
miiM-, geUiqt mit-, a^b.mi88a-,mis8i-, felb^ eüitgemal auA (i^ f4en gctttrst ni»- 
(f. üiffetbat), got^. muBm-, alt- tt. angelflii|f., altfiief., altnorb. mis-, »eld^eB 
bot f^Dtt frtt^e mbb. bie miase, f))Ster geftttjt 11110, = ba8 ^ebre^en, Seifen, 
SRasftetn, a(b. bie miiM (?), in bew ba« ebenfaS« in Bnfammenfc^ttiigen »or« 
bnimcnbe abb. Vbi. miMd anfgieng; neben biefem bann no4 ein an« ben got^. 9bi». 
misad as loe^felfeittg, einanber, )u erf^IicBenbe« gotb- l(bi. misM » toe^fcbib (?), 
loe^felfeitig, t)on »eifern iene9 Xbo. ber Hcc Ging, ber f&^lt^en gomt {ein 
mfitbe (f. ® rinnt 9ramm. m» lOl). 9ene8 getb* miosd ^eigt aber an^ ben 
Omnbbegriff be6 @nbflantH)8 tote be6 Xbiectit«, »el^e beibe in ben änfammen« 
fctiBgen» )nmal ba fot^e )tttf<lten einem iBerbnm a(0 fette« SBert nnb einem 
6nbtt &berban)rt ni^t ftatl)sbabcn f<l(einen (t>gf. (drimm 9ramm. n, 682), in 
ber Seife einer nntrennboren $arti!el fi^ flnben. 9in getttrjted abiectii»if4t« mia 
bmmt im übb. bei OUoear &. 18* (MaümanM JTawereAro». II, 696% 113) 
n. bei XMiberff @. 646 »er; a(6 €nb|t erf^eint altnorb. mü in bcm XbD. 
i mis [i s an, in, na4] «s we^fel^tteife, abipeg«, unb felb^ ein btofe« auf 
ienee 0nb|l. iurücfinfflbrenbe« dtnonoeg. 8bi». mis = abioeg«, i»orbei, auf na* 
Testern fgege, unre^t, febl« 9n ben Bnfammenfetnngen mit mi»- tritt ber 9e- 
giilf bei tteAfelnba^ £Be4felfeitigen, ttnterf^iebli^en bi» nnb ba np^ bettor 



104 mü- 

nvb ber Über0«i0 ber Begriffe Oc^fel, IBfUmb, 9kt|#bben^t Wgonfl/ 9A^^ 
i|l natttrUf. 9bec bet Urfj^ntitd be« »«stet bHeb bi6 ie«t brnttel, imb Ser> 
loanbtf^aft mit bem (at. an bie )>erfBnIi4en Pronomina anfle^ffingten met (» 
felBfl), iDona^ ()ot^. miss- an8 midt- geioorben wSre, toie bte stass » 6tanb n. 
bie qisB = %cbe in got(. bte afstass = Slb^anb, bie uasUsa s= Slnferfie^ung icu 
nnb bie anaqiss = €>d^niS^rebe, bie missaqiss = fBortftreit ic an9 ttandt, qi>t 
ober mit bem bei m abfaSenben b ber 9lominatit>4Ce|rien standts, gQiti, i^ mir 
niil^t ttabrf4etnli4; eber liege fi4 tool an SnfammeniebBrigteit mit f anffr. mithas 
= »e^feUmeife (f. mit 1), mithjft (Hbto.) » ffilf^Ii^, toergebliA, betriegen{4 
beulen. SBa« bie @<l(reib]tng anfangt, fo fiubet fic^ neben mi9' noib im 16. 
3a^r(., tote M in ben Bufammetifetungen )eigt, ba8 nnDerIiir)te miffe«, loef^e« 
bi8 in8 19. 3a^r(. nur in aii^iffet^at (f. b.) nnb bem babon abgeleiteten a^if fe- 
ttster berblteben ifi. 3n jüngerer ^ai bat man aud^ bie j^ttrjung mif«' y»ex* 
gef^fagen, be^ o^ne aflgemetnem Seifall )u flnben, »ie benn ttber^an^t ff nidbt 
beifSflig aufgenommen morben unb fttr eigentlitj^e« 6 (f. b.) felbfi bermerfli^ i^ 
Seitang am getöuflg|leu mtrb mit fiblid^em 6 fiatt ff mig« gefd^rieben, iixl<^e« 
f4on im 15. 3abr^. nnterlSuft nnb im 16. fi^ geltenb ma(tt; boib bat fi^^ toie 
oben gegeigt, bie anf bie Gegenwart auib mid« no4 be^au^tet unb getoimit mit 
9le(bt aufg neue, )uma( na4 Sacob ©rimmg 9$organg, grSgere Geltung. 2>ag 
Serbum mifatbten i^ mittelb. migseachtin {JeroiMn 6878); midbebagen 
1482 mißbehagen {voe. theut $öl t4*), aber etnfa<l(er mlasehagen mit 2)at. ber 
¥erfon; äRigbrau^ f^on 1581 bei grangt BL 2^ migbrauf, im ^I. mi6- 
breu^; midbran^en im 15. 3a(r(. Klnif^ misbrachen, a(b. misbrfthhaa (?), 
-brühan. ST^igcrebit geigt fl4 fcbon in ber erften ^Ifte beg 18. Sabrb- gelSnfig 
unb fd^eint ba8 frang. ber discr^dit, ita(. ber disor^dito, mit Umtaufd^ung be9 
diB- in mid«, toel^ed nebfi ber ber beutfd^en &pta^t gemfigen Betonung bem 
6$orte beutfd^e« Unfeben geben foHte. 2)a« Berbnm migfaHen ifl 1483 
miOaallen, mbb. n. mittelb. miBseTallen, mittefnieberl. misrallen; bag 9^tf« 
fallen m^b. u. mittelb. bog missevaUen; midfSUig im 15.— 16. 3a^rb. mi&- 
yftllig; SRigglaube 1482 ber mißglanbe, -fon^ im 15. 3a(r(. mysglaube; ml«« 
greifen m§b. missegrtfen « feblgreifen; ARifgriff mbb« ber missegrif; mt«« 
banbeln m(fb. misBehandeln « Übel bebanbeln, mit bem ttfUpittn mbb. sich 
misBeliaiideln s fid^ im ^onbetn terfefflen, wofür nbb. miabonbeln mit bem 
^n^tton auf mig«; 9ßi6banb(ung mittelb. (14. 3affrb.) bie misBehandelaxi^e ; 
migbeUig ml^b. uissehftllec (?), miBhUUoh (ip^euhm ecelStitB 182), fortge« 
bilbet ong alftb. mi8Bali«lli, m^b. missehgl, ss ni^t iibereinfKmmenb, mefd^e« jti^ 
anfd^ttegt an abb. missahftllan » im S^one niift gttfammenfhmmen, mbb. mlase- 
hgllen s ttueing fein; SRig^edigfeit im 15. Sabr^. bie mißhelligkeit; SDIts- 
laut 1466 ber misßlüt {Diefmbach nov. gloBsar. 4*». 188*»). 2)ag mit «(i d^ (f. b.) 
gnfammengef. Xbji. midlid^ ifi m^b. misselich, mislich, => berfd^ieben. Der- 
fcbiebenartig, mannigfad^^ ungleid^, mtJgticbertbeife berfd^ieben anggebenb, bom Bu- 
fall ab^Sngig, unfld^er, ungetoig, gtoeifelffaft, abb. missa-, mifisilth, -Itoh, misselioh, 
= berfd^ieben, mannigfaltig, ungleid^, got^. musaleikB a berfd^ieben, mand^ertci, 
altfSd^f. miBÜk, ongetf&d^f. mialSo, » berfd^ieben, mannigfad^, altfrief. miBlik «r 
berfd(ieben, nngleid^, a(tnormegif$ mislikr « berfd^ieben, bon n^eld^em «bf. bann 
bag 9(bb, mi gli d^ , mbb. miB8e]iohe,misltche,abb. missi-, miBÜicho, altfUd^f. mialiko, 
angelffidjf. mlaüoe, = auf mannigfacbe ®eife, berfdWebenartig, abgeleitet iwib. 
2)a0 Berbum miglingen ifl m^b. miflselingen, mit bem fnbfantibifdben 3nf. 
bag SRiglingeu, mittelb. bag miBaelingen; flRigmiiCb (f. S^ntb) auf a^b. 
bie miBBinmo^ gefitrgt mkaimüt {Dku. UI, 824)« es Itleinmutb, toeld^ al^b. 



fmi Mi|t4keittf# Mr Kitmiit^ tvSte ml tMn beni «|b. «H* miMSmaoti 
s Setnait^, n^. miinnfieto » i»etWeb€n flefimim, iiri6ge|Hiimit, ttnetnig, 
ntttcft. misBemiKe, flavrait (bg(. 2)einnt(), a(8 beff» 9oftM(bime ein m^b. 
ffliasamiletee (?), mifet mi^rnttt^tfl (flRiifSii6 IBoirem. H, 142, ahn bei l3oie 
^f. ri(|tt0 ntenutig in Bürger 8r.II, 887) erf<l(eint, »offlr fie»B(n(i<l(, na^ 
ber iRttteIbentf4(anb eignen nmlantfefen gorm, mtgntntbig gefagt wirb; mia« 
Titlea nbb. miMoHLten 1) intcanfittt» f. b. a. fe^lge^en, Mle^t ober üM, bSfe 
tnBfaOen, |. 8. «d8r misf erftten [nngerat^ene] Jonge** {Haupt Zeitsohr. Tm, 
679, »86), 8) tranfttib f. b. a. iibeln, bSfrn 9lat( geben [mit 2>at. ber ^erfon ntfb 
flce. ber ea^e]; ,nti8reben m^b. missereden a ttbel reben; SRiaflanb 1581 bei 
grang! 81. 2*» tc. ber miffeflanbt, fßl 4^ miffefannt; mi8tbnn w^b. 
minetami ($rät iiSf er miMetAto, $art. nuMetla), oltfrief. misdius » nnre^t, 
»iberOrbnnng nnb^efe^t^nn; mißtrauen nt^mi8B6tHiwen,-trinweii, -troawen, 
o^b. misaatrftdn; bog 9Ri8tranen mittelb. ba0 migsetrüwen; migtranifd^, 
ibiv inert 1706 mlgtrSnifd^ (Subatg engl.-tentf4. Lex. 186* u. 210^) ffte. 
ba« 5fter«n^. mtgt rattig (JDatyp6dfiu$ 74*. Serrdnm diotioiilr. 8t. h6^), 
migtranig (ltraniertettt{4«ital. SBortb. 777*»), toonmigtranen; berSKigtritt 
m^b. ber nuBsetrit » gebltritt, gebter, neben mbb. mineMten « fe^I treten. 

t ber aWifant^rop, — cn, ?(. -en, unrid^ttg —8, $1. — c : aWen* 
fci^nl^affcr. bie ÜWifant]^roj)te; inifatit^tc<)if^. 

9tt4 fran}. ber mimtnlhrope, bie miBanthropie, misanthropiqne. !Sdg erfle 
an« gr.-Iat. (18. 3a^rb.) ber miBanthrdpns, toA^t% eig. bag 9Rafc. beg ang gried^. 
nusetn (ßiaeZv) s l^ffen uttb ber Anthrdpos i&v^gwnoq) » Wttn\äi infammen« 
gefegten gr. Sbi. misänthrdpos (fiiadv^gamog) » nien{($en^affenb , »obon ab- 
geleitet gr. bie misanthrdpia (fiiaav&gamla) = 9Renfcien(aB Qeneg fran). 
miflanthropie, uttfer 9)^ifant§ro)>ie] unb bag erfl f^äter ßeit ange^Srige gr. 
mi8aiithrdpik<$8 (fiKXttvd^QomLXÖ^) « menfd^en^affenfi!^ [baraus bag fran^. Hbi. 
miaanthropique nnb bana^ nnfer mifantbro))ifd^]. 

t bie a»ifc€ttdnecn (Sfllbig)/ aud^ (o^ne 5Rot^) aRlöcHIdneen^ 
ein $[. : r>txmi\6ftt ^(ufieid^nungen, Sluffäfee ober ©c^riften, Sermifd^te^. 
(ttfi im 18. 9abrb., in »eifern 1788 and^ S^ifcelUnien, ang lat. misoellftnea 
s ang allerlei &pti\tn gemif^teg geringeg (Skrid^t ber r9mif4en ged^ter 
(Ju0endU$ 11, 20), bann in neuerer ßeit ^eine in allerlei befte^enbe ^riff", 
mt\dit9 fnbflantibifd^ genommener $(nral beg 9lentrumg beg lat. bqn bem fü>l. 
misc^QB (f. SRifceden) abgeleiteten Sbiectibg misoelUneas ae ge«, bermi^t. 

t bieüRtfcfllen, md) (ol^ne 9lot^) aWi8ccUen, ein ?I. : »ermifd^te 
Änfjetcj^nttngcn ober auffäje, SSermifcfete«. 

92a A (Sam^e Srembmtb^ 428* txft burif bon 9r($enbo(), melier 1795 
„SWi«ccl(en iur OeWi^tc bc« Xageg" berauggab, für SÄifcettancen einju- 
füffttn gefn^t. fing (at. bie miBc^lla, bem $(ura( beg 92etttrumg beg lat. bon 
miflcgn = mifd^en (f. b.) abgeleiteten Slbifctibg misc^Uus a gemifd^t. 

mtf d^en = o^ne Orbnung burd^einanberfommen mad^en. !Dabon : ber 
üßifd^^er; ber SDJifd^Iing; bie SWifd^ung. 3uiomniettf, : mlf(!^* 
bat; ber, feltener ba« 3Sifd^mafd^; ba8 ®emtfd^. 

Riffen ifl m|fb- miacheii, oberb. ond^ mit fi, u fatt i mtbohen, mntohen, 
abb. mifean, miggan, ntibt entlebnt bon, aber eing mit bem g!eid(beb. tat. 
mise^n, gr. misgem {filcyetv), beffen Bufammenbang mit gr. mign^nai 
iiuyi^&nu) a^ mif^en, fanffr. mi^ in mi^ « mif d^en, ahfla». mjeriü •» mifd^en, 



104 

nnb ber äBers«ti0 ber Begriffe Oe^eT, IBfUnb, 8erf4iibe»t«it ^Kb%ai%, gelter 
i^ natttrm. mtx ber ttrf)nniiig Ui Strtet Mieb bU ie^t bmtter, anb 8er« 
tt)anbtf4dft mit bem tat an bie ))erfBnIi4en $ronemina angebStigtett met (» 
fclbfi), iDona^ got^. miBs- an9 midt- geiDorben loSre, loie bie stass b @tanb it 
bie qisB :s %ebe in gotb- bie aüBtass s flbflanb, bie osstass s fCnferfletfnng tc 
mib bie anmqiss = @d^m5^rebe, bie missaqiss = SSortflreit ic an8 Btandt, qi^ 
ober mit bem bei m abfaSenben a ber 9leminatii>fle|rion standts, gi|>ti, xft wie 
ni^t loabrfd^Ii^; eber liege ft^ tt>oI an Snfammengebörigteit mit fanffr. mithas 
= meil^feltfmeife (f. mit l), mühjt (Xbb.) « ffilfcbli^/ tergebliA/ betriegen{4 
ben!en. Sa8 bie ©d^reibitng anfangt, fo flubet fi(b neben mx^* noib im 16. 
3abrbv wie fi^ in ben 3ufatnmettfetnngen geigt, ba9 nnt>erfür}te miffe«, mel^el 
big ing 19. Sabrb. nur in SRiffet^at (f. b.) unb bem batoon abgeleiteten SRiffe* 
tffSter t>erblieben ift 3n jüngerer 3^^ bot man wäi bie Kttrjnng mifg« toor- 
gefcblagen, ht^ obne allgemeinem Seifall )n ftnben, mie bemi ttber^an))t ff ni^t 
betfSSig aufgenommen »orben mib fttr eigentli^ fi (f. b.) felb|i i»ertoerf(i^ ift 
fBeitang am ge(5ufig|ien mirb mit üUi^tm 6 flatt ff mig« gefd^rieben, mel^e« 
f4on im 15. 3abr^. nnterUütft unb im 16. fi4 geltenb mac^t; boib bot fl^, »ie 
oben gegeigt, bid auf bie (S^egenmart auib mid« nod^ be^au^tet nnb getoinnt mit 
9ted^t aufg neue, )umal na4 Sacob ©rimm« 9$organg, gr6gere Geltung. 2)ae 
Serbnm mi galten i^ mittelb. misseachtin {Jerotehm 6878); mifbebagen 
1482 mißbehagen (voc. theut $öl ¥4"), aber etnfa<l(er miBsehagen mit 2)at. ber 
¥erfon; äRigbrau^ f^ou 1681 bei grangf 81 2^ migbrau^, im ^l mig- 
bren^; migbran^en im 16. 3abrb. füfnif^ misbrachen, a^b. misbrdhhan (?), 
-bzthaii. Sßigcrebit )eigt fl4 fd^on in ber erften ^Ifte beg 18. Sabrb* gel&ift<^ 
unb fdjeint bag franj. ber diacr^dit, itat. ber discr^dito, mit UmtauWung bec 
die- in mig<, mel($eg nebß ber ber beutfd^en Bpxa^t gemSgen Betonung bei. 
6$orte bentf((eg Snfeben geben follte. S)ag Serbum migfaden ift u> 
mühiallen, m^b. U. mittelb. misaeTaUen, mittefnieberf. miarallen; bo« 'SR: 
fallen mbb. u. mittelb. bag missevallen; migfSdig im 16.— 16. Sabrb- i- 
yftllig; ä)^igg(aube 1482 ber mißglaabe, -fonfl im 15. 3a]^r(. mysglaube; ii. 
greifen m§b. misaegrtfen s feblgreifen; flRiggriff mbb. ber miBsegrif; : 
banbeln mbb. misaehandeln s üUt bebanbeln, mit bem refCqpiteit m^t 
miasehandeln » fl(^ im 4>anbeln Derfefften, mofflr nbb. mtgbanbeln m' 
^n|)tton onf mit»; Sßigbanbfung mittelb. (14. 3abrb.) bie missehand« 
migbedig ml^b. mlBseligllec (?), miahgUloh (ipdeuhm twMtim 182) 
bilbet aus abb. migftaheui, m^b- Diijs«eh&l, ^ mit It beul ttpi «mit nb , iC' 
antdjliffet an abb- miesahgUan =^ im %mt tit<bt äufammenftimtneir, v\\ 
hmm = linfiit« fein; SKi^^enigreit im 15. 3abeb^ bie m-iilholl. u 
laut 1466 ber njiHaiüt (i>*e/CTji*w?A noY. glotaar. 4«*. 138»*). ®aw sti^ • 
pfatnmengef. ml m ift 14 IfL m&b ni^Adiülip miÄtieh, ^ liev l 
fiSiebeiiar% manntflfoft, uiigleid, mb\i;i ■ ■■.^^''^t i&fr^ifben mU.t^ 
(atl flb&äiigig, nv^^tx^ unpnviß, ;kT- . iitaa-j niij^^üib. 

= verft^ifben, mciiitngfi^ftig, uti. n^lpuleibi ^ x^ix\t^ 

aftf^f. mUlIk, an^ell^^f, w^^ -«k manßtgfa^t, - 



x^t^Mj^ itit^tei% ältnow A^iebfjt, ^m 




\ 



y tm 




nitinb* imMwuuUi, pMi 
nussemfletee (?), nria s 
(tft rtiltig mt«VBttf m\ 
ber SRittdbfittf4(ai* cifOB 
ritlen n(b. 
«uBfaOen, ). 8. «< 
579, 985), 2) ttaifbm i t. & 
Xee. ber ^o^e]; mi^xtf^^ 

grttng! «I. 2»» K. tat »rr^r 
miiaataQn ($rSt i4 cf 
toiber Otbnnng mA Ms^ isr ^r 
a^b. miMatrAin; bü 9:^—zz 
«bj., juerft 1706 «iirrir— 
ba« Slter-nib. iiiiitr£9x: 
miitranig (Kraveran 
»ib. ber missetzift s {Mz 

jUx SDHfoitt^rtr.-fL • 
f^n^affcr. bie Wi' —:— 

%üäf fran}. ber naHCBr. 
an« gr.-Iat. (18.3ifei 
miaehx QiiasZv) -- 
gefegten gr. «bj. 
geleitet gr. bie 
misanthropie, wk 1^- rr: 
miBinthrdpikdB 
misanthropiqiiie 

tbie aRtfcellaÄr- ^ 
ein $L : beriffifife 

^imi& 
= au9 aUexki ^ 
(JmenAUt 11, ^ 

«ilcrr 
ta ff r 

.4.. ^ 






1 ber 

i s 8 a-, 

er 3». 

1% 121. 

iiiisd»d, 

! tor, alt- 

:ubbcte ju 

re as fenben, 
missionftrius, 

r. 

lentafd^c jum 

^cn, au9 mitteflat. 

;U. be8 ?itftttrum« 
t. 9bi. nusstTUB 
iti $a{^b bon (at. 



l^ ^^ortt, im be* 

3 Strol^, gaub jc. 

u , 2:^ierfoti& unb 

menj. : bo« 2ßift< 

, ^l&oufc, ^fdfer, 

;ittc K, 

er mistn (mit erlogenem 

inm. I*, 148); benn ba« 

iteip-t junS^p toon einem 

Kiihsan (iprSt. idb er mahs, 

1 a\9 einem ©nrjeberbnm 

prüiißTiie^ njic flfifltn K- 

^3er^um fommt im "Jütfiel- 
►'i Sptüfle mJgan {^x'dl idi 
itiHu^T mit attcUL'ut^nn ^ bafl 
ft, unb fitmnu t^r Vanitei> 
r« (mit ciri^ctnittflenein n), 

Hiih (^flueßiefeni, bavncn). 
" im ©Otts- i^or, ma« ^ ^^ 
od? (f. bO j^figt l^afl üon 
ifl billigen" ba« mbb. mistE.ii 
i-töu = büngeti [Notker Ps. 



108 fR^ti - mit 

80, 7), snb SRiflflftlcI f«8tct im attb. bie mulgabal, O/t. Ue mit teapaU, m<«^ 
gabala. 2)er SDt i ^ ^ a u f e i|l m(b. müthttfe n. (namentli^ mittclb.) ndithonfe, ido« 
gegen im fCl^b. miatoshftfo (9)i{ifle8^aufe) ; ber JDi{iflIra))fen, eig. SD^ililra^fe 
(f. Krapfen 2), mittelb. ber mistgrape (SaehHntpiesiel 3, 45, 8), mittelnieberb. 
bie mesgrdpe (ebenba). 2)er SDltflftnl t|l ber Sergflnl, toel^er im Sinter att4 
in $Bfen feine 9{a^ntng fu^t @tatt bie SRifl^Stte, wofür im 16. 3a^r(. bie 
miststatt {OirofL cLcLSlY, 261, 28 f.), finbet M an^ ). Q. bi6 gegen 1860 )n 
®ie|en in l^ffentli^en Sefanntma^ungen bie S)>li^enfiKtte, ^nfammengef. mit 
bem bon mist abgeleiteten a^b. bie mistiiia (an^ mistoimta) « Vlifi, md4e9 ^ 
neöf in frSnf. bie JD^iflen « äl^fl^anfen, VRifplal^, ^ofranm (f. ed^meller 
n, 646) erbalten (at. 
bic aRtftet, ?I. — n, eine ©d^marofterlJflanae mit blcfen «lättern auf 

©Sumen, vfecum. !£)at>on ber aWtftler, »et^e« toie bie 3«föinttienf. 

bie ÜWiftetbroffet, = SKiftetbeeren freffe»b« Droffelart. 

Wtifttt, im 18. Sü^rtf. feiten, m^b. ber miBtel, a^b. ber miBtil, altnorb. ber 
nüBtil in ber mistilteinn = S^iflelgtteig. Urf)>rüng(i(!^ bentf^, aber bnnHer 
SBurgel; mittellat. mistas ifl f|)&*tere 8t(bnng an« bem bentf4fen fBorte na^ tat. 
ber yiscos s SRifitl 

mtften, bie ÜRtftettft&tte, bie aRiftgabef, ber SRifti^afeii, 
^UapUn, ^l^aufe, ^läfer 7C., f. aWift. ber ÜRlftter, f. bie 
aRiftel. 

mUtf^nn, ber SD^f^ton ^c, f. miö^. 

wf|*/ ungut, aber ilMidd für miö* (f. b.). 

mit, 8(bb. ber SSerbinbung, ©emeinf^aft, bed ^tfein«, 3ng(ei<^fein^, 
}. SS. 16) lann nid^t mit einftimmen tc. äßeift in S^f^^^^^^^^ 
fe^ungen mit Subftantiben, Slbiectiben unb SBerben, immer mit bem 
f)oul)ttone, g. S. ber aKttarbeiter, *bürger, *erbe (er = fir), 
bie üßttgabe u. -gift, ber üßttf»>ielcr k., mttfd^utbig k., 
mitfahren, ^laufen, >fein, *f<)ietett ic. 

39 mit erfted Sort in ber S^erbinbung mit einem anbem 9[bb., fo erbSIt 
biefe« ben ^au^tton, ). 9. mithin, mitunter; aber berbunben mit einem boraug« 
geftenben flbb. be^SIt e8 benfelben, i. 8. ba-, He-/ f o-, momit, unb berliert ibn 
nur bann, menn ba8 erfle Sort befonberg (ferborget^oben merben foll. 2)ag 8bb. 
mit aber lautet mf}b. mite, au^ getürmt mit, a\fb. mit! (^att midi), f)>&ter mit 
abgef(btt)S4tem i am ©d^fuffe mite, aüfäd^f. midi, mittet' n. nennieberf. made, 
ahfrief. mithi, mithe, angeffS^f. mid, altnorb. m§d, in Bufammenfetnngen got(. 
mjp' (=s n)e(]^fe(8toeife, mit, )nglei^), ange(ffi((f. mid-, altnorb. mgd-, nnb flimmt 
ber Sautberf^iebung gemS| (f. 2)) gau) mit bem gr. 9[bb. meti {ßezd) s jn« 
g(et4, iufammt (bg(. ® rimm ©ef^. b. b. &px. 412 f. (Sramm. IV, 780), toelcbe« 
in Bufammenfebnngen, wie unfer mit, eine Oemeinfd^aft, eine 2%ei(nabme an8- 
brü(ft, aber au4 f> b. a. jwifd^en, w^i^^enb, unb mie biefef grie^ifd^e ffiort ^rfi- 
t>ofition i^, fo i^ Jt9 aucb ba« bentfd^e geworben (f. ben folgenben Slrtitel). 3u« 
gleit aber flimmt bad ®ort mit fanflr. mitha » )nfammen^ mithas « me^fetö« 
weife [atfo in ber )Beb. ^immenb mit bem eben angegebeneu gotb' mi^ nnb 
fönnte fo mit mi8- (f. mi«« 8nm.) berwanbt fein. SD^itbttrger i^ 1482 mit- 
boxger, mbb. ber mltebnrgiNre, mittelb. ber mideburgery rnfttebnrgtie, mite- 
borgdre; SRiterbe m^b. u. mittelb. ber mite«, miterbe; ättitgabe mittelb. bie 



wk - Mu$tt 100 

(» mt^i boi «ttfein ittittdk. ba« nitida; Olitf^ieler m(b. 
ber miftespilare. 

mit, SßxSp. mit S)at., tttf^rfiiigli^ Xb)». (f. ba« tertge mit), mirb ge^ 
fefet, nm ba« äJer^&ttni« ber Serbinbung, ber ©emeinfd^aft, be« 3u' 
g(ei(^fein9 ju bejetc^nen. mit eindnber, f. miteinanber. mit 
einmal^ f. einmal 1. mit eind, f. eind 2. mit ^rieben = 
in ytuift, nngeftM. mit nieten, f. nici^t. 

2)ie $15^. mit i^ urf)>rüngli4, bte gotm be9 ftbi». mit (f. b.) bcwo^renb, 
meberb.«a(b. miti {EUdebrmidilied 19, in ber $anbf((nft), a\t\^\. midi, bann 
gelitr)t nnb {o Don bem Ebt). unterf Rieben aUfSiif. (neben midi) mid, aftb. n. 
m^b. ftti9 mit, mittelb. mdt, mittel* n. nettnieberl. met, altfrief. mith; got(. mi|>, 
angelf54f. mid, altnorb. mSd, lanten f((on aI9 SlbD. fo. 9ln4 bae bamit ber 
&ntt)erfc^ieBung gemS| Bud^ft&bli^ flimmenbe gr. meti (jjierd) ifk $r2i^ofition in 
ben Sebentnngen juHfd^en, nnter, na^ — ^in, (otoie in ber 9eb. unferee mit 
@. bie 91nm. }n bem «orbcrge^enben ^rtitel. 3n mit einmal (Si>| Öbiigee 11, 
697. 21, 280. Snife 1, 448. <99tbe XL, 116. XZIV, 80) f($eint jt^ bienurf))Sr- 
\x6lt Slectton be9 8cc. erbalten in baben, loel^e im füiii^h. bei mit toorfommt 
(»gl. (^rimm^ramm IV, 770), nnb in mit ein| (SeffingXII, 849. Saofoon 
182) bflrfte ein 6 im 92eu^od^bentf(!(en bnr(b 8ertoe^[e(nng fitif ben flcc. ®ing. 
ber ffie^I. gorm genommen morben fein. S)ie, toie mit einmol, mit eine, 
gtei^ formelbaft gettotbene 8erbinbnng mit triebe n lautete, »ae fid^ no^ in 
»etteranifA muAA Fridd erlieft, eigent(i$ mit triebe, mbb. mit vride, abb. 
mit fUdu (Otfried^, 88, 18), mittelb. mit Mde {KödkB4, 18), toerin, toie a^b. 
firidn, nrf^rünglt^ fridü, jeigt, Don bem ftarfbiegenben ber triebe (f. b.) ber 
Snfhmmentalie ifl, melier Safne aber mit feinem Crl^fd^en in ben 2)atit> fiber« 
gieng, ber bier, na^bem bie im 12. Sabrb. am 92ieberrbein auftan^enbe f (bwatb« 
biegenbe $orm ber finde [„oi vridin^ {AfmoUed 840), si negdreten nSheines 
friden niet (Lamprecht Alex. 4580) = fte begebreten feinee g^ebene rdäfi], 
nttttelb. ber finde n. (eigentli^ mittefnieberb.) ber frftde, fldb na(^ nnb na4 geltenb 
gemalt (atte nnb f4on )u anfange bee 13. 3abr^. vride f^toa^biegenb ine JD^bb. 
{ParzMl 605, 30) borgebmngen mar, neubocbbeutfd^ in fci^macber Biegung er« 
f^eint, fiir met^e Snt^ere Vorgang in „mit frieben'' (äßart. 14, 6. So^. 
12« 7) entfc^ieb. 

ntiteindnber, aber üblid^er, tvie frül^er, getrennt mit eindnber, 
abberBial ftel^enbc« 3Ä^ttt)ort ol^ne Siegnng«jeid^en (f. einanber) : 
einer, eine, ein8 mit bem, mit ber anbern ; }ufammen, oi^ne Slu^nal^me. 

W/t. mit einAnder, ou^ mit bem 8iegnnge»n bed 3)at. $(. mit einandem 

{Mimes. II, 109*", 4. 137^ 96, 1, 1), felbfl fo nod^ im 15. 3abr^.; im voe. 

ihmU l»on 1482 nur miteinander (in eine gef(!(rieben), bo(b 2ugtei4 no4 im 17. 

dobt^- getrennt mit einanber {JSuUiui 98^). @. einanber. 

ber ÜRtteffer, —8, $L tt)ie @ing. : miteffenbe $erfon; mitje^renbe« 

oermeintlu!^ SBttrmd^en in ber ^out. 

^ifl. riMg i|l SRiteler jn fcbreiben (i»gl. effen). 3n ber erflen 9eb. ). 8. 
M ftramer teutf^-itat. IBSortb. 779* ; in iBeaiebung auf bie 2te «eb. ergibt ftd( 
aae bem ai>tite|er anftt^renben @tieUr @t>. 818, bag man bie I9ürm(i^en ale 
in bie 9Iieber bee snenf^en gejanbert «ttfa(, bamit fie, namentli4 bei Kinbem, 
bie Katnmg ioeg)e(rten, iDobnr(( biefe abmagerten. 9^ieberb. mitbter. 



a(« aRitte ber gaftcnjeit, 

e^on mtb. bie mitraste im €$fngu(at, tntttelb. itn 14. 9a(r^. [na^ ben Ser« 
tinbungen nAch mitfasten, vor unb sn mitterasten ober mittefasten in Böfen 
Utk. unb bi; zu mitteüastiii (ei EMi» ^. 84, 18 f. |it Riegen] bie mittete, 
Ut{)?rfingli4er, wie au4 m^b. it mittelb. mitte&ste [}. fb. ^wolo mittevaste*^ 
(lA/üldnd. Btimckron, 8609}], tnittetnieberb. im 14. 9a(r(. [na^ Tor mitfasten, 
mytrasten unb mitrastene, tao [^U midyasten in HSfer9 XJrk, @. 95. 267. 
140. 181] bie mitfaste, mitraste, Beffer midyaste. f[uff btefer trof} ber 3^' 
fammenfe^ung mit bem atten 9(bi. mitte (f. b.) gelfir^ten ^orm mit-, midyaste, 
mitfaste aber ergibt {i^/ bag bie ®d^reibung mit nur einem t M bie lir^Ii^ 
bema^rte altert^fimlit^e erf<lfteint, mS^renb flRittfa^en mit tt )>ebantif4 an«flebt 
6ontl fle^t im W(t. au4, mit bem 9bi. mittel (f. b.) ittfammengefe^t, bie 
mittelyaste unb, entmeber mit bem mbb. tlb{. mitter, a^b. mittar, no4 bai^er. 
mit t er = mittel, ^ufammengef. ober au< bem 2>at. ^^ing. mitter yasten 
[mitter 2)at. @ing. be< gemininumd iene< alten HbJ. mitte] in m^b. yor mitter 
fasten, ze mitter yasten, bi; mitter yasten )ufammengef^oBen unb fo erfiarrt, 
bie mitteryaste {Bmecke m, 278'), mef^^g in ba^er. bie ai^itterfa^eu 
(®4me(Ier n, 651) übrigen« auf itm ^vi}ammtn]tiinn^ mit bem Kbi. mitter 
beutet. 

bie aRttgabe = bad o(d angel^brig, eigetttl^iimUci^ aRttgegebene ; ba« 
^eirat^dgttt. bie a)Mtgift, $(. -en, u>o9 aRitgabe. 

SRitgabe, f4oR mittelb. bie m^teg&be « ^etrat^fgut {XMk &. 48, 88), if 
nett^oitbeutfi!^ gelSnflger Vntbrud, tro^bem ha% im 17. Salftrb. SKitgift fld^ 
bilbete, »et^eg 1641, äRitgifft gef^rieben, bei ^((otleliug teutMc Bpxaä^- 
lunfl 601^ fi4 finbet unb na4 unb tiaäi cbenfalK gelSufig lourbe. 9n ber 2ten^(fte 
beg 16.3abrb. bie 3ugifft (e(ittarfeenba4S7nonyma81.48*). Qgl ®abe 
unb bie <9ift. 

bo« aJMtgfteb, — e8, ?l. —er : einjielite ^rfon eine« Inbegriffe« t)on 
^erfonen, ber in SSertoanbtfd^aft ober }tt gemeinfamem ^xotdt ber« 
bunben finb, in Sejie^ung ouf bie anbern. 

(Sine n^b. Snfammenfe^ung mit ber mittelbeutfcfen Sre^ung beg i )u ie^t 
bebnenbem ie (t)gl. (Dlieb); 1691 Bei ^^tieler @p. 670 no<l^ SRitgtib, aber 
au4 f(^on 1641 bei @4otteIiug teutf^e @)>ra4tun9. e. 600* 9titglieb. 9^eu« 
ttieberl. bal medelid. 

mit^'er, f. mithin anm. SBeralteted Kbb. 

mithin, S(bD. u. bann Son). : jugleid^ barou« fo(genb. 

(Sine um 1700 aufgetommene ^artifet, wel^e }uer{l 1716 Submig @)). 1264 
in ber 8eb. „mit einanber'', bann 1784 @teinba^ I, 768 mit ber 8eb. „}n« 
gleid^" t>er5ei4net unb bon »etd^er 1741 grif^ I, 468 fagt ^eine neue $artife( 
bom bUnben (Abrami eingefiibrt unb beitt fo biet a(8 folgli«" 6 tief er (1691) 
bat fle noi( nt^t, aber baff bei bemfelben &}^. 827 aufgenommene mit(<r s 
jnfammen, iuglci^, moibte bieflei^t Sorbitb fein. 

t ber aRit^rib dt, — e«, ^U — e : eine Art gotwerge ott @egeitgift. 

(iellert %al, I, 41. ®4on 1686 Bei BeyTier lex. latinogerm. ep. 1614. 

8enamtt na^ tat baff antfdotamMitbridfttis = Gegengift beff 3Ritbribate8, 

nSmli^ beff JtSntgff bon $ontnff SRitbribateff beff Che%tn, melier (eneff Gegengift 

tufammengefe^t (JuvenäUs 14, 262) nub, um fi^ bor etma bou feinen geinben. 



itititiit - Wttag 111 

»obut^ fein itBr^et an ®ift fo gcmBlftnt »ntbt, bag ef M t(m nii^t mc^r loürhe, 
»e0^aIB er {14, al< et bon $ora^iu< bem <9ro6en üBenonnben morben mar, mit 
fernem @4n>erte tBbtete. 
ber SKtttaut, — c«, ^t. —t, üblicher bet SKttlouter, —ö, ^l. tote 
Sing. : für ftd^ oOctn jHmmtofer 8aut, Sonfonant (f, b.), 

3n bem 16. n. 17. 3a^r(^. finbet fi^ mittautenber Qu^flaB (fo 1531 Bei 
prangt 8t. 8*, mo au^ mitfiimmenber Buo^flaB), 9R{tIantenber; in 
ber erflen ^Ifte be« 16. SafttB- Bei Sdetfamer 81 «8* fomie aud^ 1581 Bei 
grangt 9t 8'ff. mitflimmet, mel^c Benennung neben icnen f[n«brü<ien no4 
im 17. 9a(T^. fottbottcrt, gegen beffen Vntgang (1691) ^tieler au^ Vtiu 
tltngev ffot, »ie bie 9Heberl(i^et in ber €hrammatit ber medeklinker fagen. 
2)er SRiftlaut n. ber SDtittanter (f. bet Sautet) f^einen etfl im 18. 3a^r^. 
onfgefommen^ BefonbetS ifl bet (e^te Kn8btnd bnt^ ®ottf4eb getSufig ge« 
Bwtben. Stie finb nnttf anberf al8 ÖBetfe^ung bei lat. bie oönsoaaiiB (mit ^in« 
iibenlen t»tt bie Ifttan 8n<l^1toB), snb baf Sbi. ($attici)») odnsoxiaBs »irb f4on 
im voe. meip. uuL 91 q4*» but(^ ein nengeBilbete« flbj. mitlaut betbenffij^t, n^ie 
lot oomonire im «oe. theuL t)on 1482 81. t5^ but^ mitlauten. 

bo« aBitleib, —t», — «, o^ne ^M- : ©(ä^merjgefö^t au« I^eilnal^nie. 
%fix biefen Qegtiff im 18. SaBrB- geBilbet, in n^el^em ba8 Bei @tieler, 
eteinBo^ nnb Srifd^ fe^Ienbe SBott }netfl im SaBt 1777 )>on Sbelung alf 
ein eben ni^t attgemein SBU^et toerjei^net »irb. 8erf(Bieben (iert)on ifl bat 
gIn<I^Beb. miltelb. bie midelide (MUaheih 2891), meldte« neub. bie a^itteibe 
fein mtttbe. 
bo« aWttteiben, —6, oi^nc^t., toa« SIKitlctb, ift ber ott ©ubft. ge* 
Brandete (htfintttb mttteiben/ $räf. iä^ (eibe mit (in 92ebenfä^en 
mttleibe), $rät td^ er litt mit (in S^ebenfS^en mitlitt), ^rt mitge^ 
litten* 3wfotnmenf. : bie SKltteibenl^eit. 

S)a8 äßit leiben, m^b. n. mittelb. ba« miteliden, mittelb. on^ ba< mideliden 
(EUiobeth 2876), ifl SIter M ba6 SIRitUib (f. b.) nnb f^on 1691 Bei et i der 
ep. 1136 toerjei^net. 2)a^ 8erBnm finbet ^ im voe. theut, toon 1482, mel^^et 
81. t5^ mitleyden Bat. ÜBtigeng f^on im 14. Sa^r^. mittelb. bie mitelidunge 
(9Rit(eibnng) = äJZitleiben, gemeinfameg Seiben. 
mttleibig, Xbi. : an Seib t^etlne^menb ober e« mitftt^Ienb, 

ni^t t)on SRitleib (f. b.) abgeleitet, fonbetn ang mit nnb leibig (f. b.) in- 
fommengcfett, etf<!(eint f(!(on Bei Snt^et nnb 2)tetenBetget l $ett. 8, 8, i^ 
olfo »eit ^tet, a(f SRitleib (f. b.), nnb toörbe im SD^Bb. miteleideo (anten, nwmit 
bie »ettetautf^ Hugfpto^e meaddUrig (d )mifd^e|i 8oca(en geBt in r ttBet) 
fimmt. 8etf$ieben aBet Bierbon ifi bag gleid^Bebentenbe mittetb. mitlidio (Jero- 
Hkm 6296), t)on mittelb. bie midelide (f. SR it leib 9nm.) abgeleitet, 
aiitfdmmt, $rS)). mit 'Cat, ein burc^ mit berftSrfte« unb fo mö)-^ 
btflfiic^fere« fammt. ©ei unfern beften ©d^riftfteHcrn. 

8effet f^tiebe man mitfamt (f. fammt). fJftüBet ni^t 3ufammengef(BoBen : 
mit fammt, mit famt. e^on mitteIB«(BBentfii mit gomt {2^eidhart 21, 28), 
nb gnftmnengefd^oBen milsament, -aamet, -ssmt 

ber aßittag, —t», $L -e : bie äKitte be« 2:äge«, b. i. bie 3eit be« 
^mien Staube« ber @onne ; [n^b. au^ :] bie ®egenb biefe« ©tanbe« 



112 tthte - mm 

ber @otme, @fib. SDoDoti mtttägig. rntttagf, ber €tett. 6ittg. 
ton SRittag aK Slbb., tDe^l^atb mit tCeinem Wximtt, nid^t, xoit noOf 
biete nad^ ©etoo^nl^eit fci^retBen, STOfttog«, 3ufammenf. : ba« 
SKtttageffcn, rntttofllid^; ber aWtttagtoinb = @üb»mb 
(Dasypödiua 3Sö^); mtttogmärt«, äbjp., = fübl^j aBer (mit 
®en. ©infl.) ber SWtttageirei« = SReribian (f.b.), ba« ÜKtttaa«*« 
ma^(, bie aßtttag^fonne, ber URtttagdtifd^, ber ^Ktttagd' 
tt)tnb [= ©übmtnb, bann jur SRittag^jett me^enber SBtnb] tc. 

mittag, m^b. ber mitteteo, mittao, a^b. ber mittitao, f|)St'a(b. mittetag, 
nittelb. ber mittaoh, angelf S<if . ber middig, neben un)nfamotengefet}tein a|b. mitti 
tak {hymn. 8, 7. IS, 8), mittor tag (NoAerFs. 86, 6), ®en. mittes takei, 2)at. 
aller mittema tage (na4 mittem Xaf^ na^ SRütag), si mittemo taga {DmL 
UI, 121) Kv Vcc. mitten dag, altffi^f. (9}om. ^ng.) middi dag. 9taäi ienem See. 
). ^. in nmbe mitten tao ic. mtttelb. att($ ber mittentao, mittendag (JSSmo- 
6e<A 8927), »orin ber <£afn« ancinanbcrgefilftoben gnm befonbcm ®ort erfterrt i^. 
über baff Ibi. ber Sufammenfetimg nnb Serbtobnug : mitti, fowie über beffen 
itflqnng ^ter f. mitte. !^aff Sb). mittfigig f^on a^b. mitti-, mitteta^, nnb 
baff Xbi. mit tügli$ a^b. mittitagalih, mittita«^ mittitageltoh, anff toel^es 
a^b. £B8rtem fl$ au<l^ iene a^b. 3nfammenfe^ung mittitao beutlid^ ermeifen ISgt 
Pr bie eigentH^e Sufammenf. SD^ittageffen ^atte man 1425 bie unetgentli^ 
eyn mittagi3 e83en(2>i^er»5acÄglo86ar.450°) b.i. einmittages i^|(;en(?), 
unb für äRittagffma^I, bei Sut^er Suc 11, 37 u. 14, 12 baff ä^tittag«- 
mal^, 1607 Tdlnift^ myddachB mail, im 15. 3a(r^. bie eigentli<lfte Bn[ammen« 
fe^ung mittagmfil. 2>aff tibi. mittagkoSrtff, bei Snt^er gegen, ))on, bom, 
in mittag wertff, felbfl )um mittage n^ertff (2 (E^ron. 4^ 10), iß ^iema^ 
anff einer 8ilbung mit bem 2)at. @ing. i»on SOf^ittag (en^orgegangen. 

bie WUttt, $(. — n : glei(^tt)eite Entfernung bon beftintmten (Snben. 

fftifh. bie mitte, a^b. bie mittt, got(. midei (? ber gotff. 9nffbrud »ar bie 
midnms), ifl ab^acteff Sub^. bon bem Ubi. mitte (f. b.). ^^»ad^e Biegung 
no4 a(b. bei ®8t^e XXVI, 288 im 9{eim : i,®aff Qelttinb in ber SRitten." 

mttte = bon beftimmten ffinben gleic^toeit entfernt 

3m $o4beut[4en erlof^eneff, aber no^ im JBoItffmunbe (ebenbeff atteff ni., 
l Sß, in ber Setterau, wo man ^Srt eamm meadde WAId im mitten fBalb, 
nffem meadde Acker anf bem mitten tCder, eann dr meadde NAhcht 
[^wJL, berf(]^ieben ton MeaddemAchd (SRittema^t) -^^— ] tn ber mitten 
9{a4t IC. an^b. mitte, mite, afb. mitti, mitte, got(. mi^ aftffi^. middi, 
angelfS^f- midd, mid, altfrief. midde, medde, altnorb. midr, mefd^eff ber Sant« 
berf<l^iebung gemäß mit bem glei^beb. fanffr. mad^jas, lat. [mit bem bem fanffr. 
dh entfj^re^enben d] m^ns, gr. m^os (jiiaog) ftüii m^thios dd^ioq) nnb bann 
m^thjos [meff^Ib avi^ bei ^omer sc. m^Bsoa {pdaao^)]^ fHmmt. 3n 3nfammen- 
f Carnigen tritt f^on mtttel^od^bentf^ i^iirjttng )n mit ein, »e(4e fl<!( bei wtff i« 
SD^itfaften, SRittag erhalten ^at. @. avO^ inmitten. 

bad ättittel, —9, $1. tt)ie ®ing. : SRitte; n>ad bie äßitte aitdmad^t; 
jn^ifc^nbefinbtid^er ®egenftanb; Sßirtenbe« }ur (Srrei(|inttg eine^ 
3toe(fe«, [bo^er im ^lural au(!^ :] ©efifct^uw. ©• cud^ mittein. 
3ttfammenf. : mittelbar, mit bie URtttelbarteit; [mit bem ®en. 
Cing.] ber aßitteUmann = SJermittter, bie 9J^tttel9)>erfott. 



mittet — itrtftefit ll3 

tM flIitteT, «^b., mittelb. ba« mittel «b SRHUI (IfyH. 1, 182, 8. 7), bann 
moB }imf4eneni i% befodbM trennenb (eb enba €>. 8, 2. 272, 20), a^b. mittil (?), 
ifl M «enttnm bei 9bi. mittel (f. b.) olftne ^efd^red^tienbnnfi gefegt ald enbfl., 
gldctemeife mie in ba< (9nt ba< 9{entrnm be< %tl gut (f. b.); angetfS^f. ber 
middel in ber 2ten Oeb. 3ene ©teile Mytt. I, 8, 2 aber ^at sunder mittel 
(fonber SD^Httel) » mtmtttelbtfr, kooran« bie Sufammenfe^nng be< bereit« 1641 
bei @4ottetind tentf^e @|)ra4t.808* toer^eid^neten mittelbar mit bem @ubfl. 
SRittel erbeut; ebenba 808^ an^ nnmitteCbar. 

mittel, ftorl SWafc. mitteler, (mit «btuerfunfl be8 e ber aBIcituitfl) 
mittler, gem. mittele, mittle, 92eutr. mittele«, mtttU«, 
((^toad^ ber, bie, ba8 mittele, mtttle,, (&cmp. (gern uttb fogar ge« 
»bi^ntid^ för ben oUein ftel^enben ^ofttib mittel gefegt) mitteler, 
mittler, ©u^jerl. mittelft : mitten Beflnbllt^^. 3ufommenf. : ba« 
äWtttetalter, -bing; ber 2ßlttelfinger; ba« üßtttclglteb, 
'gut, «'lanb, mfttelldnbt{(^ [nad^ bem SSorBilbe bon lat. medi- 
terränens gebilbet] = jtotfd^en Sänbern mitten inne gelegen; bie 
aStttetlinie; ba« 3ßittelma§, mittelmäßig unb biea»ittel^ 
magigteit; ber a»fttel))unct, 'tt)eg; bad 3»itteltr'effen, 
4nd&, ^»ort (f.b.); biegWttteljeit (f. b.), »oben mittel jeitig. 
2)af W>1 mittel [i 8. 1768 „eine mittle ©attung tjon'Sefem'' (Seffing 
m, 888)], mbb. mittel, a(b. (fe(ten) mittil mit bem fpät-afib. @u|)er(. mitteldst 
(bei Noiker), angelfS^f. middel, mittelfl »el, a^b. -fl, Don bem tibi, mitte 
(f- b.) abgeleitet 9$on ben änfammenfe^nngen (eigt ber Sl^ittelfinger f^on 
1482 mitol- nnb mittolfinger (beibe8, bag lebte toer^flffenb fttr mSnnli^eg ®Iieb 
fomie Hfterbarm im voe. üuut. QI. t6*), im 14. 9a^r^. einfa^er ber mittler 
(äRitteler), im 11. 3a^r(. nieberb. middeldre (gl jun, 262), engl, middle- 
finger; mittetmSßig m^b. mitelms^io, -ich, mittelb. mitolmd^ec {KOpk^$ 
PMiianal 429, 88), mte bie SD^tittelmSgigteit 1482 mittelmdssigkeit {voc 
üieuL $bl t6^), Unfer bag aßittelmag ifl m^b. bag mittelmft; » bag ma% 
in ber SRitte, ba« mittele SKag; fonfl aber fommt an^ im JDhttelio^bentf^en bie 
mitte]m^e, -mi; (bgl. bie SD^age), eig. « Sage in ber iDiine jttnf^en 2 S)ingen, 
in ber Qeb. beg nen6o($b. SSorteg ))or. äl'litteimeg i|l m(b. ber mittelwgo = 
o^cr nad^ re^tg ne^ na^ Iin!9 anflogenbeg Ser^alten {Ködia 17, 1), eig. aber, 
mie no4 ^ ^^ f8etteran, f. D. a. CBeg ^mif^en 2 IBegen. 

ba8 3ßittelalter, f. mittel, mittelbar k., f. ba« äßittel. ba« 
SRittetbing, ber SRtttelfinger jc, f. mittel, 

mfttetn, ftir jiäf, aber meift in au^mitteln, er«, bermttteln 
(f. b.). fotoie in bcmttteln (f- bemittelt), ift bon ba« SKittet 
abgeleitet (f. Eckhart 640, 39-40. 655, 23—26), 

SK^b. n. mittelb. mittoln ux\pv, = Wtiiitl ma^en, b. b« l)tranf. «ingSlRittel 
(bie Stttte) JIctten'', mitten inne jleffen (noc^ im voe. gmmagemmdr, öon 1606 
81. p3^ n. f. EekhaH 640, 39f.), unb 2) intranf. ein SD^tttel fein {Eckhart 49, 26). 
3n beiben 8ebentnngen {eboi^^ ^ente mit t ein t>eraltet nnb in ermeiterter 8eb. 
»ermitteln (f. b.) gebran(^t, aber mittein autb in {enen ang«, ermitteln. 
Vnleibem, ang ber <9mnbbeb. (erborge^enb, 1482 mittelen » halbieren («oc 
f&etfC et t4^), lat medlftre, nnb felbfl no« 1668 bei @<!^otteIiug @. 1866 
SeigaK», S«cict»a4. 4. «nfl. S. «». g 



104 mü- 

uib ber ühtt^n^ htt ecgTÜfe ntäfitX, SBfaiib, «erf^tcMtcHr fKb^ßxt^ geiler 
ifl notütli«. «ber bev Urf^mmg bc« ffiortef Hieb bif je«t bimict, imb 8er« 
iDanbtf<!(aft mit bem tat an bie |>etfKnIt(bcn Pronomina angebSngten met (»s 
\tlhfi), toona^ gotl^. mias- aii8 midt- gftoorbeti »Ste, lote bie stass » @tanb n. 
bie qiss = ^ebe in gotb. bie afstass s ttbflanb, bie usstasB » Snferfle^ung tc 
nnb bie anaqiss = ®(]^mS^rebe/ bie xnisBaqiBS = SBort^eit tc. an« «tandt, qi^t 
ober mit bem bei so abfaflenben s ber Slominatioflei^on staadts, giftts, ifl mir 
nid^t wttbrf^einli^; eber iiefic fi(| »ol an 3n|ammengebBriQteit mit f anff r. mithas 
« loe<bfeI<»eife (f. mit l), mithJA (0bo.) « fUfi^li^ bergebfi«, (etriegcrif^ 
beuten. Saf bie ^^(bveibmig anlangt, fo flubet fi<b neben mt«« notb im 16. 
3abr^v »ie fi$ in ben Sttfammeitfe^ungen geigt, ba< nnoerfürgte miffe«, mel^eg 
bis ind 19. Sa^rb. nur in SRiffet^at (f. b.) nnb bem bat>on abgeleiteten iDtiffe« 
t^Ster t)erb(teben \% 3n jiitngerer geit b^t man an4 bie J(iir)nng mifs« ^ev» 
gef^fagen, bo4 o^ne aOgemetnem 8etfat[ ju flnben, mie berni über^npt f« ni^t 
betfSQig aufgenommen morben nnb fttr eigentli^ef t (f. b.) felbfl Dermerfli^ ift 
®eitan< am gelfinfigllen mirb mit öbliibem 6 flatt ff mifi« getrieben, inef^eff 
f<!^on im 15. Salfttb. nuterlSuft nnb im 16. {14 geltenb maibt; boA bat fl^, toie 
oben geieigt, bis auf bie ®egenmart autb mi^« no4 be^au|)tet nnb geminnt tnit 
9te(bt auf 8 neue, )nmal na$ 3acob ®rimm8 9$organg, größere (ScUung. S)a6 
Serbum mi tagten i|t mittelb. mlsseachtin (JerotMn 6S78); mitbe^agen 
1482 mißbehagen {voc. theuL 81. r^*"), aber einfaiber missehagen mit 2)at. ber 
$erfon; aRi«bran<!( f^on 1681 bei grangf 81 2^ mifbrauA, imfl. nttfi- 
brent^; mi8bran(^en im 15. 3atr^. fHInif^ misbidohen, a^b. misbrfthhan (?), 
-brdhan. SD'^ifcrebit )eigt ft4 f(^on in ber erflen ^Slfte bce 18. dalftr^. gel^fig 
nnb fd^eint ba6 fran). ber disor^dlt, ita(. ber discr^to, mit Umtauf^ung bed 
dis- in mis», meines nebft ber ber beutf^en Bpxa^t gemSgen 8etonung bem 
Sorte beutf^ed Snfe^en geben fottte. !3)a0 8erbum mi8fatten xft 1482 
miOnallen, m^b. u. mittelb. misseyallen, mittelnieberl. nÜBrallen; bad 99^10« 
fallen m(b. n. mittelb. bat misseyallen; miffSflig im 15.— 16. Salftr^. miO- 
Tftllig; HR i 9 glaube 1482 ber mißglaube, fonll im 15. 3a^r(. mTsglaube; nttg« 
greifen m^b. misaegrifen « feblgreifen; ä)lt0griff mbb. ber misflogrif; mtg« 
l^anbeln m^b. misflehandeln » fibel bebanbeln, mit bem ref[e|iDen mbb. eich 
miMehandeln s fid^ im ^aubeln terfe^lcn, mofttr nbb. migbonbeln mit bem 
Oan|>tton anf mie-; SRif banblung mittelb. (14. 3ftH) bie missehandelimge ; 
mie^ellig m^b. uiuehSlleo (?), miahSIlich (ip4eulum eeelStia 182), fortge« 
bilbet au8 a^b. miseaheili, mbb. missehftl, a ni^t fiberein|Hmmenb, meU^e« fl^ 
anf<!^liett an abb. miflsahCllan s im £one ni(!(t snfammenfHmmen, mbb. ndaae- 
bftUen » uneinf fein; 9Rid(eIligfeit im 15. 3abr(. bie mißhelligkeit; Ktg« 
laut 1466 ber misßlüt {Diefmbaeh nov. gloBsar. 4^. 188*»). 1S>a» mit -li<l^ (f. b.) 
gnfammengef. 9lbi. miflid^ ifl m^b. misBelich, mislioh, » Derfd^ieben, toer- 
f(biebenartig, mannigfa^, nnglei^, mSglicbermeife t)erf4ieben au«gebenb, bom 3tt« 
faK ab^&igig, nnfi^er, ungetttg, gmeifel^aft, abb. missa-, missilth, -Itoh, miflseUch, 
=s toerf(^ieben, mannigfaltig, unglei^, got^. miasaleiks = berfij^ieben, man^erlel, 
oltfSd^f. mislik, angelfä<bf. misltc, « berf<!^ieben, mannigfad^, altfrief. mialik » 
berf<bieben, miglei^ altnormegifib misllkr « berf^ieben, t)on meinem Sbi. bann 
bat 91bi», mi 81 i 4 , mbb. mi88eliolie,iiii0ltche,abb. missi-, misüioho, altfSii^f. misliko, 
angelfS^f. misltoe, » auf mannigfa^e Seife, berf<biebcnartig, abgeleitet nnrb. 
2>a8 8erbum mißlingen ifl mbb. misselingen, mit bem fnbflantibif^en 3nf. 
ba8 9Ri8lingen, mittelb. ba8 miuelingen; URiSmutb (f. fJ^nH) anf abb. 
bie miflsimnoti, geflirrt miBsimüt {Dka, III, 324), «s itleinmut^, meiere al^b. 



9Rtftnt»t*)» - uiMen 105 

f(0iM ttenM^aitNI Mt at«iniit( idA^ ml bon bem a|b. «H. miiiimaoti 
» Sctii»ilt|rt(|^ m|b. floBMeBilete »a i^rf^ieben flefHmmt, mt<fle#ittnttt, snetnid, 
mtttelb. miflsonikto, tatmiit (\>^l S>emiitb)/ a« beffeit gprtbUbimg ein mbb. 
miasemftetee (?), rnifec milmfit^ig (a^nfSuf 8o(t0m. II, US, abft bei 8oie 
tijt rk^tifl mifltiiutig in^firger 8r.II, 887) erfi^eint, »ofUr 0e»B^nti<lft, naii 
ber aRittdbctttf^Iai^ eignen nmlanttofen gorm, miffmnt^ig gefagt wirb; nii9' 
rttlen mbb. misaeriten 1) intranfltii» f. t>. a. fe^Igc^en, Mle^t ober iibet, bSfe 
ontfAlIen, |. 8. »dte misierAten [nngerat^ene] junge" (Haupt Zoitschr. Vin, 
679, 986), 2) tranlUtiB f. b. a. flbeln, bBffU »at( geben [mit 3)at. ber Werfen unb 
See. ber ead^e]; ntiffreben mbb. misfleredea » übel reben; SRifflanb 1681 bei 
grangl Sbl 2^ k. ber miffeftanbt, 8(. 4^ niiffellannt; mittlftnn m^b. 
muBetacA ($t5t. tii er raksetete, $art. miBseUa), oltfrief. mi8dlu^ a nnre^t« 
lotber Otbnnng nnb (Sefe^} t^un; mißtrauen mbb misBetrftweny-triawen, -troawen, 
abb. miasatrddn; ba« 9RiStrau(n mittelb. ba9 missetrftwen; migtrauif^, 
«bjv anerfl 1706 mißtrSuif« (Subttig engt.-tentW. Lex. 196* n. 210«») für. 
ba« Stter-n^b. ntigtrattig {DtuifpSdius 74*. Serränm dictionAr. 8t hS^), 
mtfitrottig (J(raniertemfd^»ital. fBortb. 777''), toonmi 8 tränen; ber SRif tritt 
mtb. ber missetrit a gebltritt, geiler, neben mbb. miMeMten » febl treten, 
t ber miSantffxip, — en, ^C. -ett, unrid^rtg —4, ?!. — e : SWen::' 
f(^n^offcr. bte aRifant^roj)ie; mifantl^rc^^ifcä^, 

t[u4 fran). ber misanthrope, bte miBanthropie, misanthropiqae. Sa8 erfle 
ang gr.«(at. (18. 3a^rb.) ber misanthrdpus, totlit% eig. ba9 SRafc. beg an8 grie^. 
miseln (fiiaeZv) s= l^ffen unb ber änthrdpos {ävd'gamoq) = Wttn\^ )nfantnien« 
gefegten gr. 9bi. mis^thrdpos (fiiadv^t^afTtog) = menf^enbaffenb/ »obon ab- 
geleitet gr. bte misantlirdpia (fiiaav^Qamla) ^ 9)'{enf((enba6 [jleneg fran). 
misanthropie, unfer 3)'{ifant(ro))ie] unb bag erfl Wdttx S^\i angef^brige gr. 
nuBanthrdpikÖB (fii<rav^Qümix6g) « menf^en^afferif^ [baraug bag franj. Vb}. 
nuBaathropiqne unb bana$ unfer mif antbro))if(]^]. 

t bie a»tfc'cltdneen (Spibig)/ auä) (o^ne 5Roti^) SWl^cefldneen^ 
ein ^l. : bermtfd^te aufjei^ä^nungen, äuffäfcc ober ©d^riften, SSermifd^^te«. 
dxft im 18. 3aHv in »eifern 1788 an$ SD^tifceUdnien, ong (at. miBoeUAnea 
» ani allerlei @t)etfen gemifiiteg geringeg ^erid^t ber rSmtf^en gelter 
{JutoenäUs 11, 20), bann in neuerer ^txt „tint in Ulterlei befle^enbe €^4rift'', 
»eliteg fnbßanttbifd^ genommener $(nral beg 9^eutrumg beg tat. toon bem 9b{. 
muc^ua (f. attifceUen) abgeleiteten Sbiectttg mlBoellAaeus » ge-, toermif^t. 

t bieaßifcirtten, möf (ol^ne Wot^) aRi«ceI(en, ein $t. : »ermifd^te 
aufjeici^nuTtflen ober äuffäfte, SSermtfcbte«. 

9laA dampt S^^embtotbci 423' erft burdj bon 9r((en^oI), »elci^er 1796 
irSRigcelten }ur (Sef^i^te beg Sageg'' betauggab, ffir SOV^ifceltaneen ein^n« 
führen gefn((t. 9ug (at. bie misc^a, bem $tural beg 9{eutrumg beg Tat. ben 
miBcto 3B mtf^eu (f. b.) abgeleiteten 9[b{ectibg misc^lluB a gemifi^t. 

mi\6)tn = o^ne Drbnung burd^einonberfommen machen, ©oüon : ber 
aiüft^er; ber SDüfd^Iing; bte äOüfd^ung. Sujantmenf. : mtfd^« 
bar; ber, feltener ba« 3Rifd^mafd^; ba« ®tml\6t. 

lDlif4en ifl mbb. muchen, oberb. and^ mit ü, n fatt i mflBchen, mnachen, 
aib. miteany miagan, nttbt entlebnt )»on, aber eing mit bem g1ei(bbeb. (at. 
miaotre, gr. miagein (filayeiv), beffen Buf^^ntmenbang mit gr. mignfnai 
{jiiyv^vüu) =^ mtf^cn, fanftr. 11119 in mi^r s» mifil^cn, altf(a». mjeaiti » mif^en, 



106 SHfoebit *» «Wen 

imtOL rnlntf (M » f^) 1« m nif^ t»i» berlit^iai§ M«if. Om icnem 
miBean leitet fl^ bat a^b. €5itbfl. ber 4><tnblvii(| «t^* bie misonng», tnf^. bte 
mlBchnnge, mifer a)>{tf ((nng, ntib mittel^ ber nMxn^^^Vbt -ü bat be» mittet' 
(ot. miflouUre )u DergteiAetibe a^b. 8etbutn miBeelOn, b. i. ndatak&aj m^b. 
miflchelii, » tnif^en, {leHenmeife einmtf(!^, an »e((ic0 {14 nnfer SRif^ting 
anftj^Hegt, beffen i alfo koolbegrttnbet ifl (i»fll. -Hng). 2)a« ®emif4, eig. €^c- 
mtfiie (fBtelanb Itmabif I, 88), (antet int tt^b. ba« gimisgi {TatUm 171, 6), 
b. l kimiBci, uub 1678 ber 8Rif^inaf4 (ftramer teiitf4«itaL SSortb. 776«f.), 
im etm)>(ictffimu« ha^ a»i{4-9Raf4/ tft eine basfelbe Sott im XMaitte 
(a) toieber^olenbe Snfamtnenfetiing, »ie {U CeB^ofte, trosU^e Stebe anäf fotif Hebt. 
fd^l Alingtlang, @ingfang, Oirrttarr tc. itnbQrtmm @tamiii. I*, 56if. 

tbcr a»t«ctebit (i t>or t furj), f. mi«*. miÄbeuten, f. mt«*. 

ble antfcfafec, !Eim. ba« aKtfcfäftd^en, Keffer üWtcfefoftc, 
toetl au< TtitU', ^xtittaiit, )ufammengef. mit bte a^tege (f. b.). 

mi^tmpliftltn, f. mi«*'. 

fmiferdbct« bejammcrnötDert^, txb&tmüäf, etenb, armfelig. 

Qereitd im 17. Sa^r^. miserabel, auf bem gleid^beb. fran). miserable, tot\^$ 
ba0 tat. Kbi. miseritbiliB t)on bem t>on (at. miier «s beiammem«wert^, erbSrmf^, 
elenb ftammettben miserftri s beiammem. 

bie äßi^erttte, mt^etnten k., f. mi6«^. tntdli^, f. mt9«. 

midttngett, ber aßt6mut^ :c., f. mi««. 

Mc aWtfpel, ?t. -n, eine befanntc «aumfruc^t, bie erft egbar ift, 
toeuii Pe morf^ tuirb. 3"f<*w^ettf. : ber ÜRtf^etboum. 

^i\ptt, m^b. bie mtepel, mit lluf^eigen bed & in i mispel, a(b. bie mCsp- 
iU u. mit gcmeinromanif^em Übergange beg m in n bie (na(!( <8rimm 
(Sramm. n, 109 ber) ntepU, bte nespSlft, bnr^ bag Stalienift^e (bte n^spola) 
and gr.'Iat. bag m^pilum, gr. bag m^pilon {fiianikov) tt. bie meBpÜd ißeanUij). 

* 3eneg Suffietgen be9 e }n i im äß^b. erfolgte bnr^ (Sinwirtnng beg im f[(^b. 
nnb f<!^on im 2at u. ®rie(!(. folgenben i ber (Snbung. 3>er ^\\ptlhaum if 
m^b. ber mispelbonm, ngspelbonm, abb. ber ngspilbonm. 

het Wn^piati, —€, oi^nc ^t. : «rfcniffic«, «rfeniffc^tDefelcifen. 

3m 16. 3o^r^f. bei @eorg «gricota (f 1666) mifpidef, mif<)ü(fet nnb 

mifl))UTfef; 1562 bei 9Rat(efiug Sarepta Sßl 39*" miipxtdtl S^nnüer 

©erfnnft. 
mi^rdti^cn, mt«reben, f. mt«*. 
mifd« mit f« gut S3ejeid^nttng ber jtarje bed i uitb ate ftttrjung oM 

miffes f. mi«* Slnm. 
mtdf(!^affen, «»f(!^ilbern, f. mid^. 
mtffe* nur noci^ in ÜRiffet^at, aWiffet^ter, f. mi«* «nm. unb 

aßiffet^ot. 
ratffcn = ungern nici^t i^aben. 

2)ae SBort bewahrt al« ein ameifUbige« bag rt<lfttige |f, to^renb bie ^ente ge- 

lo8(ttli4e e^^reibnng nm mig« 6 ^ftttff M (f.mig'Vmn.)' Wb.miswn, a^b. 

miflsan ($rfit. id^ er miste), in ber Oeb. »ie ^ute, aber an^ ^{vni ber Oafic) i»et- 

fehlen, ni^t treffen'', angetftti^f. missan » i»erfe(^Ien, oltfricf. n. oltiiiit. 

»Ott bem alten bei mig- (f. b.) )tt <9nmbe liegcnbett 6ub{t (f* »i** tlmn.). 



SHffetHt - «i» 107 

Me VH^ttffat, V. — e« r vm^\t^m9^it, ptafJare a:i^at. Da»on ber 
SRff fettster, ber SEl^Ster einer foie^en 2:^at. 

Qift ri^ttgStiff et^tK. a^iffet^at iß m^b. bie missetAt, a(b. bte missa-, 
miBsi-, misse-, missot&t, missi-, missodftt, au^ in beut erften XfitWt ber 3»« 
fammenfe^ung gefügt misUt (Dmi^. I, 221"), -tftd (Foo. £er6nM @. 174% 121. 
QrafY, 332), got^. bie missad^ds, altfS^f. bte mlsdftt, angelfäci^f. bie misdnd, 
-dfid, altfrief. bie mlsddde; IDliffet^Ster tn^b. (14. 3a^r^.) bet missetiBter, a\U 
frief. ber misdlder. 9UUn uiiÄt^un (f. rai«»)- 

fbie SKiffion, ?I. — en : ©enbung; ©enbung ju Sefe^runjj; Se* 
Ufttnni^%t\tü(äfa^. ber äßiffionar, — «, ?I. — e : ©enbbote 2U 
JSefe^ntng, ®iauUMiett. 

attif fton tfl an« bem k)on misivm, bem 6ii)^inttin be« (at mitten as fenben, 
flBgeIciteten bie missio = @enbnng, toot>on bann ba< neulat ber miaaionftrios, 
»ef<!^e« fran). )u ber missionaire hwrbe, toorauff unfer SHffionSr. 

t ba« SKtfflö, — «, % ^e, ober eigentticj^ bie 3Kiffi»>c, ^I. 
— n : ©enbf^reiben, bann au^ »erfci^tteSbare ©(i^riftentaf^e jum 
Serfci^irfen. 

SR^. n. mittelb. bie mianTo ar €ienbbrief, !8egIauBiflimg«f<tTet6eii, au< mittellat 
bie miaura » eenbbrief (Dirfmib^eh glosMr. 868«), bem 9{otn. $t be« 9icntnim< 
[misshnam, ttoraud ba8 SD^iffi)» fein tottrbe] bef mittettat. 9bi. misslYns 
» fenbbar, Don lat mlssns, bem $art be« $erfectumf im 9af^t> toon (at. 
mfttwre (f. Wiffion «nm.). 

ber Srot«ftanb, mi^fttmmen, f. mi«*. 

ber aWifl, — e«, ?f. — e : aßettfc^en^, SÜ^ierfcti^ unb ^^am, im be* 
fonbern ber Rot^ouÄWurf, bann ber mit ©treu, ott ©trol^, 8ouB ic. 
wrmifdjlte unb biefe in Sertoefunj feftenbe SKenf(^en*, I^ierfot^ unb 
'^om jur Düngung, ©obon : miften. ^ufonimenf. : bo« SKlft- 
beet; bie SWtftgobet; ber SDHftfinf, *^o!en, *^oufe, *fäfer, 
*fra»)fen (== SKift^ohn), *t)fuM/ bie SKtftftätte ic. 

99 tt, m^b. n. a(b. ber mist, \oti6ft9 ein älteres a()b. ber mistn (mit ertof^enem 
h, nrf|)rttng(id^er) mihsta t)oran<fet}t (f. <8rimm ®ramm. I", 148); benn ba8 
fBert (antet got^if^ maihstns ($uc. 14, 85), »el^e« mittetfl -t snnS^fl t>on einem 
toie bergen n. bgl biegenben, aber nnbetegtaren got(^. maihsan (^rSt. i(( er mahs, 
Wtt matiisom, fart. matUisans) abgeleitet \fi, bem a(8 einem £8urieli9erbnm 
)i9ette# Stange« (t>g(. <9rimm Gramm. II, 209) ein urfprttngli^ee mie fieigenK. 
biegenbe« SBnr)e(i»etbum meigan ($r8t. id^ er mAih, toir maihnm, $art. maüians) 
s= ben iacn (äffen, (amen, )u ®rnnbe liegt. 2)iefef Qerbnm tommt im flngel- 
f84ilf(^n nnb Kltnorbif^en »irüi^ ^or, lantet in Jener ^pvaS^t migan (^rSt. i($ 
er mAh, mir migon, tßart migen), in biefer miga, motoon mit ableitenbem -s baf 
ang(IfS(!^f. ber meoz [b. i. meoh-s], meohx, =s ^\fi, nnb fiimmt ber 8antt)er« 
Webttng gemSg mit bem gtei^bebeutenben Tat. mfngere (mit eingebrungenem n), 
majore, gr. omiehein (dfjilxeiv), littb- myszti, fanfir. mih (= auegießen, l^amen). 
Wntftttt be« b aber, »ie in SRijl, lommt aud^ f(Son im Oot^. »or, mafl j. ©. 
got^ hhima ßott hinhma in ber Unmertimg ju b o 4 (f- b.) geigt. 2)a8 t»on 
Vt\ft abgeleitete mi(len if nnr in ber öeb. „mit 3Ri|l büngen* ba« mbb. misten 
= bihigen, anBmifen (). 9. einen €(tafl), abb. mistdn s=s büngen (IMker Ps. 



108 miifr - mit 

80, 7), wi(b Wlift^aUl !«»tet in SRIb. Me mit^ftb«!, Ofb. bk mitteapaU, mlafr* 
gabala. 2)er S0{ i ^ ^ a u f e i|l »(b. misthftfa n. (namentn^ mittelb.) mitthoiife, too« 
geectt im fOfh. mutoshftfo (a^M^anfe) ; ber aRi1itTa)>fen, dg. SRif tta^fc 
(f. J(ra))fen 2), tnittclb. bet nustgnpe (Saehientftiegel S, 45, 8), mitteinteberb. 
bte meserrdpe (e 6 e n b a). 2)er 9)^ t fl f t n I ifl ber Sergflnf , mi^zt im Sinter an4 
in $0fen feine irea^ntne fu^t ®tatt bie aRift^Jitte, »ofüv im 15. 3a6r^. bie 
mistfltatt (Oiron. cLcLSlY, 251, 28 f.), finbet fl4 an4 ). Q. M gegen 1850 )n 
(Siegen in Sffentüd^eu Sefamttma^nngen bie SD^t^en^Stte, |nfammengef. mit 
bem i»on mist abgeleiteten o^b. bie mistina (an^ mistnnnte) » gRi^, »el^eg fi4 
no4 in frfint. bie Stiften » äRtfl^aufen, 90H^Iat, ^ofranrn (f. e^meller 
n, 645) erhalten iat 

bte aßtftel, $(. — n, eine @^tnarofeer))fIan)e mit bicfen ^ISttern aitf 
©äuineit, vißcum. 5)at>on bcrSKtftler, toelc^e« »ie bie 3ufammenf. 
bie Srotfltetbroffet, = aWtftetbcercn freffenbe SDroffelart. 

ani^el, im 18. 3a^rb. feiten, ml^b. ber mistel, a^b. ber mistü, dtnorb. ber 
miBtil in ber mistüteinn = anifle^weig. Urf^rttuglid^ beutfi^, aber buntter 
fönr)e(; mittettat. mistos ifl fbfitere Qilbung auf bem beutf^en IBorte na^ (ot. 
ber yiflciiB SS 3Jt\fttl 
mtften, bie üttiftciifiätte, bie ÜKiftgabet, ber TOift]^a!en, 
^fta^)fen, *»^aufe, «»läfer tc, f. a»ift. ber STOiftler, f. bie 
aWiftet. 
nti^t^tttt, ber SRidton tc, f. mid^. 
mi§«, ungute aber üiiiäf für mid^ (\. b.). 

mit, abb. ber SSerbittbung, ®emetnf(!^aft, bed Seifeiitd, SH^^^^\^^f 
}. 9. ic^ lann nid^t mit einftimmett tc. ÜReift in ^Vi\ammtn^ 
fe^ungen mit ®ubftantiben, Slbiectiben unb ^rben^ immer mit bem 
$om)ttone, j. S. ber äRttarbeiter, ^bflrger, *erbe (er = 8r), 
bie üßttgoBe u. «gift, ber äßitfpieler k., mitfd^utbig tc, 
mttfai^ren, ^laufen, »^fein, *f<)ieUn ic. 

3t mit erflee SBort in ber flSerbinbung mit einem anbem Ibb., fo erbSft 
biefee ben $an))tton, ). 9. mithin, mitiinter; aber )oerbunben mit einem t>0Taug- 
ge^enben 9bt). be^2Ut ee benfelben, ). 8. ba«, ^ie*, f o«, womit, unb )>erliert ibn 
nur bann, nienn ba« erfie SBort befonberg (er))orge6oben »erben foll. 2)af Ibto. 
mit aber lautet ml)b. mite, au4 getür)t mit» abb. miti (^att midi), f)>Stcr mit 
abgef(bn)S(]^tem i am @4Iuffe mite, a(tfS(!tf. midi, mittel- n. neunieberl. mede, 
altfrief. mlthi, mithe, angelfS^f- mid, altnorb. msd, in Bufammenfe^nngea gotb- 
jxdp- (» tt)e(i^|el0tt)eife, mit, gnglei^), angeIfS((f. mid-, altnorb. m5d-, unb ftimmt 
ber Sautt>erf4iebung gemSB (f- S)) gan^ mit bem gr. 9bD. meti (ßszd) « |tt« 
g(ei4, aufammt (k>g(. ©rimm @ef($. b. b. &px.Ai2\. (9ramm. IV, 780), meldte« 
in Snfammenfe^nngen, mie nnfer mit, eine Oemeinfd^aft, eine 2:bet(na^me auf« 
brüdt, aber au4 f- ^- a. imif((en, mS^renb, mtb loie biefee grie^if^e ®ort ^rS- 
))ofition t|t, fo ifl ^ au(i bae beutfd^e gemorben (f. ben foYgenben Xrtitel). 3u« 
g(ei(b aber ftimmt bae Sort mit fanf!r. mithu « ^ufammen, mithaa «a toe^cle« 
meife [alfo in ber 8eb. ^mmenb mit bem eben angegebenen gotb* mi^] nnb 
tonnte fo mit mie« (f. mi0« 9lnm.) loenoanbt fein. SRitbiirger ifl I4d2 mit- 
bozger, m^b. ber miteburgmre, mittelb. ber mldeborger, m^tebnrgto, mite- 
borgdre; äRiterbe m^b. u. mittetb. ber mite«, miterbe; SRitgabe mittelb. bte 



wH — SMit^T 109 

mM^gibe (= fMt^); bof Slitfei« mittel l>a« mitMlB; flRttf{)lc(er m(b. 
bcr mitoBpilnre. 

mit, ^x^. mit ^at., nrfyriiitgttcli 9(bk). (f. bad torige mit), mirb ge^ 
fett, ttm hcS aSet^SIttti« bet SerUnbtmg, ber ®emeittf<J^oft, be6 3tt« 
gleic^feind ju begetci^nen« mit eindnber, f. miteinanber. mit 
einmal, f. einmal 1. mit ein9, f. ein« 2. mit trieben = 
in SRu^e, ungeffdrt. mit nieten, f. nid^^t. 

2)ie ^rS)). mit ifl nrfprüngli^, bie gorm be« Sbb. mit (f. b.) bemo^renb, 
ttteberb.«a^b. miti (Eildebrand$lied 19, in ber Qanbfc^rif t) , altjs^f. midi, bann 
^d&tit ttnb fo r»on bem 9bb. rniterf Rieben altf^^f* (neben midi) mid, aftb. n. 
m^b. {Ut0 mit, mittelb. möt, mittel* u. nennieberl. met, dtfrtef. mith; got(. mif), 
angelfS^f. mid, altnorb. möd, lauten Mon al0 9[bt). fo. ^luci^ ba9 bamit ber 
Santberfd^tebung gemäß bud^ftäbli^ flimmenbe gr. meti (/ierd) xft ^rS^ofltion in 
ben Sebentnngen gmif^en, unter, na^ — ^in, fomie in ber Seb. unfere« mit 
@. bie 9nm. }u bem toor^ergebeuben 9[rtilel. 3n mit einmal (Sog Obttgee 11, 
697. 21, 230. Sutfe 1, 448. <9*dt^e XL, 116. XXIY, 80) fc^eint ft($ bie nur ft)5r« 
lii^e Stectton bee 9c€. erbalten in b^ben, mel^e im Sltboc^b. bei mit t)or(ommt 
(i»gt. @Ytmm®ramm. IV, 770), unb in mit ein| (SeffingXn, 849. Saofoon 
182) bflrfte einf im 92eubo(]^bentf4en bur<b Sermefj^felnng fttif ben 9cc. @ing. 
ber fS^I. Sorm genommen »orben fein. 2)ie, mie mit einmal, mit einf, 
glei^ formelhaft gemorbene 8erbtnbung mit ^rieben lautete, tt>a6 ft^ no<!^ in 
metteranif^ meadd Fridd erbielt, eigentlicb mit triebe, mbb. mit yride, abb. 
mit fndn (Otfried 2, 88, 18), mittelb. mit Mde (Ködbt 84, 18), morin, mie a^b. 
firidn, nrf))rftngli<b Mdft, )dgt, ton bem flarfbiegenben ber triebe (f. b.) ber 
3n{hmmentali6 ifl, melier <£afu6 aber mit feinem (SrlSfd^en in ben 2)atii9 Aber' 
gieng, ber bier, nad^bcm bie im 12. 3abrb. am 9{ieberrbcin auftan(!^enbe f <bma(!(< 
btegenbe gorm ber finde [„ci yridin** (Arniolied 840), si negdreten nöheines 
friden niet (Lampreeht Alex. 4680) = fie begebreten feine8 g^^benS nt(bt], 
mittelb. ber finde n. (eigemli<l^ mittelnieberb.) ber firftde, fi<b na6f unb na^ geltenb 
gemaiit battc unb f(ben jn anfange be6 13. 3abrb. Tride fcbmad^biegenb ine SRbb. 
{Parmodl 605, 30) t)orgebrungen mar, neubocbbeutf^ in f(i^ma<ber 8iegung er« 
f^eim, ffir »el^e Sntbere Vorgang in ,,mit frieben'' (SO^art. 14, 6. 3ob. 
12, 7) entf($ieb. 

miteinanber, aber flblici^er, mie früher, getrennt mit einanber, 
abberbial fte^enbe^ ^a^rx>oxt c^m Siegung^ieid^en (f. einanber) : 
einer, eine, eind mit bem, mit ber anbern ; 2ufammen, o^ne aiu^nai^me. 

SRbb* mit einander, oni!^ mit bem 9iegungd*n bee 2)at. $1. mit einandem 
{Mkmes. II, 109'', 4. ISl^, 96, 1, 1), felb^ fo no^ im 15. 3abrb.; im voe. 
theuL k)on 1482 nur miteinander (in ein« gef(bneben), bo(b }uglei(b no(b im 17. 
Sabrb. getrennt mit einanber (BiMua 98'^). @. einanber. 
ber SWtt'effer, — «, ^L toie @ing. : miteffenbe ^erfon; mitje^renbe« 
i»ermei9tUd^e9 Sßnrmd^iett in ber ^out. 

^t% ridbttg it aniteger jn fibteiben (i»gl. effen). 9n ber er^en 9eb. ). 9. 
bei ktümtt tentf^-ital. Qortb. 779«; in «eiiebung auf bie 2te 8eb. ergibt ii<!^ 
one bem SRiteger anfflbrenben ^tieler ^. 818, bag man bie IBttrm^en aU 
in bie ^lieber bef SKenfdlen geftanbert anfa^, bamit fle, namentli^ bei Atnbem, 
bie 9la(mng meg)effrten, mobnr^ biefe abmagerten. 92ieberb. mit^ter. 



110 9Ritfa|kti - mttlribat 

He üßitfaften, ein ^ : bet Mttt Wmoif n^Ot bm Xfd^mnmivo^ 
ot« aRitte ber gaftcnjeit. 

®4on mt^. bie mitTMte im Singutar, mittetb. itn 14. 3a(r(. [na^ ben 9fc« 
binbungen nioh mitfasten, vor unb za mitterasten ober mittefasten hl BBfen 
Urh, unb bi; 211 mittefastin bei JCSkKs ^. 84, 18 f. |ii fd^Iitfien] bie mittete, 
iirf)?rüngIi(!^T^ mie au^ m(^b. u. mittelb. mitteuste [}. ^. „aap mitteTaste*^ 
(lÄoZOnd Biimehron, 8609)], mtttelnieberb. im 14. 3a^r(. [na^ vor mitfasten, 
mytrasten unb mitrastene, tao [ju midvaeten in Höfer9 Urk. @. 95. 267. 
140. 131] bie mitfaste, mitraste, Beffer midyaste. fCuff biefer tro^ ber 3v* 
fammenfe^nng mit bem alten 9(bi. mitte (f. b.) geffir^ten ^orm mit-, midvaste, 
nitfaste aBer ergiBt {!($, bag bie €^d^reibun0 mit nur einem t alf bie tir^ti^ 
bema^tte altert(fim(i((e erf<l^eint, mS^renb flRittfa^en mit tt )>ebantif4 an«fiebt 
@on1l fle^t im SR^b. au4, mit bem tibi- mittel (f. b.) sttfammengefe^t, bie 
mittelTaste unb, entmeber mit bem m^b. tlb{. mitter, o^b. mittar, no4 bai^er. 
mit t er « mittel, )ufammengef. ober au< bem 2)at. ^^ing. mitter rasten 
[mitter 2)at. @ing. be8 gemininnmd iene< alten 9b{. mitte] in mbb. ror mitter 
fasten, ze mitter Tasten, bi; mitter rasten )ufammengc{^oBen unb fo erflarrt, 
bie mitterraste (Beneeke III, 278'), met^ef in Ba^er. bie 9)^itterfaflen 
(® 4m ei (er H, 651) übrigens auf jiene 3ufanimenfe^ung mit bem 9[bi. mitter 
beutet. 

bie aRftgabe = baS a(d angel^brig^ eigetttpm(t(]^ lIRitgegebene ; ba« 
^eirat^^gut. bie 3)Mtgtft, $(. -en, U)a9 äßitgabe. 

an it gäbe, f4on mittelb. bie m^teg&be » $eiratb«gut {KSdm @. 48, 8$), tfl 
neuMbeutM gelSnflger Intbrnd, tro^bem bag im 17. Sab^b- SKitgift fid^ 
bilbete, met^ef 1641, a^ttgifft gef^rieben. Bei eciotteliuff teutf^e epxt^- 
lunft 601" fit^ finbet unb na4 unb na<!^ ebenfalls gelSuflg mürbe. 9u ber 2ten^Ifte 
beS 16.3airi. bie 3ugtfft (e4marfeenBa4S7nonymaei.48*). )6gl. ®oBe 
unb bie (9ift. 

ta9 aJittgtieb, — e«, ^L —er : etnjelne ^rfon eine« Inbegriffe« Don 
^erfonen, ber in ®ertt>anbtfd^oft ober gn gemelnfamem Qxotit ber* 
bunben finb, in Sejie^ung ouf bie onbern. 

(Sine nbb. Sufammenfe^ung mit ber mittelbeutfcten Sre^ung beS i )u je^t 
be^nenbem ie (togl. ®(ieb); 1691 Bei @tieler @p. 670 no<l^ aRitgfib, aBer 
an4 f(^on 1641 Bei ©^otteliuS teutf^e Bpraä^twn^. 9. 500* 9titglieb. 9^en' 
tticbert. baS medelid. 

ntitVer, f. ntiti^in «nm. SBeraltete« «bb. 

mithin, 9tbo. u. bonn Soni. : jngleid^ baran« fotgenb. 

(Sine um 1700 aufgefommene $artife(, wel^e }uerft 1716 Subwig ^p, 1354 
in ber 8eb. „mit einanber'', bann 1784 ©tetuBa^ I, 753 mit ber 8eb. „jb« 
gleid^'' bersei^net unb t)on meiner 1741 grif4 I| 468 fagt ,,eine neue ^ortüef 
t>om Blinben (SeBrau^ eingeführt unb beifit fo i»ie( als fo(gIi((.^ €tieler (1691) 
bat fle no4 nt^t, aber bas bei bemfcfben Bp. 827 aufgenommene mitb^r = 
)nfammen, idglei<bf mo^te tneHei^t IBorbilb fein. 

t ber üßit^ribdt, — e«, ^(. — e : eine «rt Satwerge M ©egengift. 

(ieltert ^aB. I, 41. 94on 1686 Bei Beyher lex. latinogerm. ep. 1614. 
Senamtt na^ lat. baS antfdotamMitbridfttis = Gegengift beS 9)ttt(ribatcS, 
nMiiäi beS JfSnigS t)on ^ontus SRit^ribates bes (Shrogen, melier (enes Gegengift 
)nfammengefebt (JuoenälU 14, 252) nub, um fl4 »or etma t)on feinen geinben, 



MHItnt - Wttag 111 

bea tttaecm, i|w Mge^M^ten «ftn |tt <i4(tii, »u M denomnieB (abett fofl, 
»obiu4 fein itl$r^es an (9ift fo gewöhnt mutbe, bog e< bei i^tn ni^t me^r midie, 
)De«^Ib er {i4# olf et t)on $om)>eind bem (trogen ttbemnnben »orben tMLX, mit 
feinem @<lfttt)erte tSbtete. 

ber Sßtttaut, — e«, ^t. —e, üblicher bet SKtttouter, — ö, $1. iDte 
Sing, : für jtd^ aOein ttimmtofcr Saut, Sonfonant (\, b.). 

3tt bem 16. n. 17. 3a^r(^. ftnbet fi^ mitlantenber Qu^flaB (fo 1531 bei 
grätig! 8t. Z\ xoe au^ mitfitmmenber buo^ftaB), a^itlantenber; in 
ber erflen ^ffte be« 16. 3a(r(. bei Sdelfamer m S8* fowte anü) 1581 bei 
ffrangt 91 8*{f. mitflimmer, loelite «enennmtg neben (enen Hudbrtttfen no4 
im 17. 9abr^. foTtbaitcTt, gegen beffen Vn^gang (1691) Stielet au^ Wtiu 
tlingev bAt, mie bie 9HeberISi^er in ber €hrammatit ber medeklinker fagen. 
S)er SRitUttt n. ber SRitlauter (f. ber Sauter) f^einen erfl im 18. 3obrb. 
anfgdonmieti, befonbevf ifl ber (e^te Knfbrnd but^ ®ottf4eb gelSuflg ge« 
motben. Slle finb niil^ti anberf al9 Öberfe(n«ig be9 lat. bie oöiuKmans (mit ^in« 
inbenfeit t»n bie Utton Oucbttab), mib bat 9bi. ($artici))) g<$iisoxiabb toirb f$on 
im «oe. map. uuL 8t q4^ bnr<!( ein neugebilbetef Sbj. mitlaut berbeuff^t, »te 
lot oonioiilxe im «o& thsuL t>on 1482 81. t5^ bnr^ mitlauten. 

ba« SWttteib, — e«, — «, o^tte $1. : ©c^mcrggefüi^I ou« St^eilnai^me, 
giir biefen 8egriff im 18. 3abr(. gebilbet, in toel^em ba< bei ©tieler^ 
eteinba^ nnb Srif^ feblenbe ffiort juerfl im Sabr 1777 t)on Sbelung olff 
ein eben ni^t allgemein flblid^ed berjei^net »irb. 8erf4ieben biertoon iß ba« 
giei^beb. mittelb. 'tie midellde (Eluabeth nn) , meti^e« neub. bie ÜRitteibe 
fein oftrbc. 

bo« SKttteiben, — «, oi^ne^I., tua« SWtttetb, ift ber aW ©ubft. ge* 
braud^te 9nflnitito mitte iben, ?räf. \6i leibe mit (in SRebcnfäfeeit 
mtöeibe), ?rät ic^ er Ott m\i (in 9iebenf5ten rntttitt), ^rt. mitge- 
litten. 3uf<^^<nenf. : bie aßttleiben^eit. 

S)af SKitieiben, mbb. n. mittelb. bad miteliden, mittelb. wxS^ bag midelfden 
{MmMi 2376), ifl filter afg baS SRitleib (f. b.) nnb f^on 1691 bci@tic(er 
6p. 1136 t»er}ei(bnet. 2)a^8erbum flnbet fi(b im «oc iheut. i»on 1482, melier 
8(. t5^ mitlejden b^t. Übrigen« f^on im 14. Sabrb- mittelb. bie mitelidunge 
(3RitIeibnng) =» 9D>2itIeiben, gemeinfameg Seiben. 

mitleibig^ 3Ibi« : an Seib t^eilne^menb ober ed mitfü^tenb^ 

ni^t toon SRitleib (f. b.) abgeleitet, fonbent aug mit unb leibig (f. b.) in- 
fammcngefe^t, erf^eint f^on bei Sutber nnb 2)ietenberger i $etr. 8, 8, ifl 
alfo »eil lEIter, aU S0{itUib (f. b.), nnb mfirbe im WVt. miteleideo lauten, momit 
bie ttetteronifd^e Sugfpro^e meaddlArig (d )ttifd^e|i 8oca!ett gebt in r über) 
finrnt. 8erf<bieben aber biertyon ifi bag gleid^bebentenbe mittelb. mitUdio (Jera- 
•dm, 6296), t)on mittelb. bie midelide (f. SRitleib 9nm.) abgeleitet. 

nitfdmmt^ $rä)). mit 'Cat, ein burc^ mit i»erftSrtted nnb fo nac^« 
brSctlid^ere« fammt. 8ei nnfern beften ©(^iriftfieKern. 

8<ffer f^riebe man mitfamt (f. fammt). fjfrüber niitt }nfammengef4oben : 
mit fammt, mit famt. e^tn mittelbotbbeutf^ mit sunt (NeiäJiaH 21, 28), 
afib ittfammengefd^oben milsamonty Huunet, -samt 

ber äRtttag, —z», ^L — e : bie 3Ritte bed 2:ase«, b. i. bie 3eit be« 
^dd^fien @tanbe« ber ®onne ; [n^b. aut^ :J bie ®egenb biefe^ ©taube« 



112 ttttte - 9KHd 

ber @oiRif, @fib. 2)ai90tt rntttSgig. mittag«, ber 4ten. 6ittg. 
bon SRittag att Sibb., loedl^otb mit Heinem 8tt(<mte, md^t, n>ie nod^ 
biete nad^ ©etoo^nl^eit f einreiben, SKIttafl«. 3ufammenf. : ba« 
aßfttag'effen, mittäglich; ber aRittagtoinb = @ttbmmb 
(Dasypödiua 3Sb'); mlttogmärt«, «bj>., = füblid^; aber (mit 
®en. ©infl.) ber SKtttag^Irei« = SReribian (f,b.), bo« SKittag«* 
ma^[, bie ÜRittag^fonne, ber aßittosdtifc^, ber SD^tttagd' 
tt)inb [= ©ttbtoinb, bann jur aRittag^jeit toe^nber SBinb] tc. 

9)ltttag, m^. ber mitteteo, mittao, al^b. ber mittiUo, f|)St«a6b. mittetag, 
wtttelb. ber mittaoh, angelfSAf. ber middig, neben un)nfaminetifiefettein a|b. miui 
tak {hymn. S, 7. 12, 8), mitter tag (^blftar Fb. 86, 6), ®en. mittes takea, 2>at. 
aller mittemiitage (na<( mittem 2;afl, naii a)>tütag), si mittamo taga (2>jiit 
III, 121) iCv t(cc mitten dag, attfä^. (9<om. eing.) middi dag. 9fa4 icnem Xcc. 
). ^. in nmbe mitten tao ic. Wtttelb. an($ ber mittentao, mittendag (SUio- 
beth 2927), loorin ber <£afn0 aneinanbcrgef<l^oBen gum befonbcm ®ort crflorrt i|l. 
über baf Ibj. ber Sufammenfetung nnb Serbhtbnng : mitti, fowie über beffen 
Mqnng ^ier f. mitte. ^a9 Sb). mittfigig f^on a^b. mitti-, mittetagig, nnb 
ba9 tibi. mtttSgIi(i a(b. mittitagalih, mittitagilih, mittitageltoh, auf welken 
a^b. fBSrtem fl4 au4 iene a^b. 3ufammenfe|}ung mittitao bentlid^ erwcifen lägt, 
^ttr bie eigentli^e Suf^nimcnf. SD^ittageffen ^tte man 1425 bie nnetgentIi<Ke 
eyn mittagi3 eB3en(2>i^er»5acÄglo86ar.450°) b.i. einmittagea i^|(;en(?), 
unb für äRittagdma^I, bei Sutber Suc. 11, S7 n. 14, 12 bad iD^ittagf« 
mal^, 1607 !i5Inif4 myddachs mail, im 15. 3a(r^. bie eigentli((e Bufammen« 
fe^ung mittagmfil. 2>a« 9[bi. mittagtoSrt«, bei Snt^er gegen, t)on, t>om, 
)n mittag toertd, felbft |nm mittage toertf (2 (E^ron. 4^ 10), iß ^iema^ 
an« einer 8ilbung mit bem 2)at. @ing. t)on ä^ittag (en^orgegangen. 

bie 3Ättte, ^t. — n : gleid^tüeite Entfernung bon beftimmten (gnben. 
9Rbb. bie mitte, a(b. bie mittt, got(. midei (? ber got(. 9n9brn(f toax bie 
midnms), ifl abfiraetef ^^nbfl. bon bem Kbi- mitte (f. b.). ^^»ad^e Biegung 
VLü^ a(b. bei ®»t^e XXVI, 288 im 9{eim : i,®a8 fBeltftnb in ber aRitten.'' 

mitte = bon beftimmten ffinben gleic^toeit entfernt. 

3m ^o^beutf^eu erlof^ene«, aber no^ im S3oI!«munbe (ebenbed attef Kb}., 
). Sß. in ber £8etterau, mo man (8rt eamm meadde WAld im mitten Salb, 
nffem meadde Acker auf bem mitten 9((fer, eann dr meadde NAhoht 
[^wJL, t}erf($ieben ton MeaddemAclid (Stittemo^t) -i.^— ] in ber mitten 
9ta4t tc. SRbb. mitte, mite, afb. mitti, mitte, got(. midis, a(tfS(!^. middi, 
angelfSitf. midd, mid, altfrief. midde, medde, altnerb. midr, meld^ef ber 8aut« 
«»erf^iebung gemäß mit bem gtei^beb. fanffr. mjidlgas, Tat. [mit bem bem fanffr. 
dh entf))re4enben d] m^ius, gr. m^sos (jtiaog) flatt m^thioa (ßid^iaq) unb bann 
m^thjos [mef^alb an^ bei ^^mer sc. m^seoe (fiiaooq)], flimmt. 3n 3uf<tmmen* 
fe^ungen tritt f^on mittel^od^bentf^ 5(ttr)ung )n mit ein, mel^e flci bei mtö i« 
SD^itfaften, SRittag ersten ^at. @. an<!( inmitten. 

bad antttel, —«, |(. n>ie ®ing. : SRitte; m^ bie äßitte oudmad^t; 
jn^ift^enbefinbtid^er ®egenftanb; Sßirtenbe« }ur (Srrei(||ttng eine^ 
3toe(fe«, [ba^er im ^lurat au(!^ :] ©efiftt^m. ©• aud^ mittetn. 
3ufammenf. : mittelbar, mit bie SKittelbartelt; [mit bem ®en. 
Cing.] ber aWttteUmann = SJermlttter, bie SRtttel^jjifrfott. 



mittet — mtüetii ll3 

tM VllttcT, «^b., mittelb. ba< mittel »» mM {IfyH. 1, 182, 8. 7), bann 

nmi |imf4eneitt ifl, befenbM tremtenb (eb enba @. 8, 2. 872, 20), abb. mittil (?), 

\% ba8 9iaAmm bei Sbi« mittet (f. b.) obne ®ef4te<btfenbnng gefcbt at< ®ubfi., 

glfiibenDeife mie in ba< (9nt ba« ^tnimm be9 Ib}. gut (f. b.); ongelfSibf. ber 

middel in ber 2ten 9eb. 3ene Stelle Mytt. I, 8, 2 aber ^at sunder mittal 

(fonber iD^ittel) s= mimttteKtfr, ttoraui bie 3ufammenfet}ung bei bereits 1641 

bei @4i>ttettn< teutf^e BpXü^tBOS^ »er^et^neten mittelbar mit bem ©ubfl. 

aRittet erbellt; eBenba 808^ au4 nnmtttelbar. 

mittel, ftarl SIRafc. mitteler , (mit 3[bn)erfung bed e ber SMeitung) 

mittler, gem. mittete, mittle, 9fteutr. mittetet, mittlem, 

f(^u>a(!^ ber, bie, ba« mittele, mittle,. Som^. (gern unb fogor ge« 

\t>Winliäf für ben aOein ftel^enben ^oftti)) mittel gefegt) mitteler, 

mittler, ©u^erl. mittelft : mitten Bcflnblit^^. 3«föininenf. : bo«i 

ÜRittetalter, *«btng; ber 2ßittetfinger; ba« SKittetglieb, 

^gttt, «'lanb, mitteltSnbifd^ [na^ bem SSorbitbe bon tat. medi- 

terr&neos gebifbet] = jtoifd^en S&nbern mitten inne gelegen; bie 

SKitteltinie; ba« 3ßittetma§, mittetmSgig unbbieaßittel^ 

m&gigteit; ber aßittet^nnct, *mifg; bod ä^ittettreffen, 

*tttd&, *»ort (f.b.); biegWitteljeit (f. b.), »obon mittetjettig. 

2)a« «bi. mittet [}. 8. 1768 ,,eine mittle ©attnng toon*8efern" (Seffing 

m, 888)1 mbb. mittel, a^b. (fetten) mittü mit bem f))St-a^b. @u))ert. mitteltet 

(bei Abcfeer), ongelfSi^^f. middel, mittetfl *tl, obb. -ü, toon bem fLhl mitte 

(f- b.) abgeleitet 9$on ben 3>tf<tmmenfetnngen b^ifit ber SDlittetfinger fd^on 

1482 mitel- unb mittelfingeT (beibeS, ba< te^te toerbttffenb fttr mSnnti^eS ®tieb 

fonie Sfterbarm im «oe. theut, Qt. t6*), im 14. 3abrb. einfa^er ber mittler 

(SRitteter), im 11. Sob^b- nieberb. middeldre (gl jun, 262), engt, middle- 

finger; mittetmSgig nt^b. mitelme^ic, -ich, mittelb. mitelmd^eo (KOpk^$ 

FoBtianai 429, 88), »ie bie aRittetmSgtgfeit 1482 mittelmdssigkeit (ooe. 

iheuL et r6*). Unfer ba« äRittetmoB ifl mbb. ba< mittelmft; r= bae mai 

in ber 9Ritte, ba8 mittete SKag ; fonfl aber fommt an^ im aRittetbo^beutfcfen bie 

mIttelm^e, -mA$ (i»gl. bie a^age), eig. » £age in ber aRitte ^tmf^en 2 S)ingen, 

in ber 8eb. be« nen^o^b. SSortei t)or. äRittetmeg ift mbb. ber mittelwSc = 

tocber nad^ re^ts no^ no^ tinfs an|lo6enbe9 8erbatten {Ködia 17, 1), eig. aber, 

iBie no4 in ber OeUeran, f. t. a. ®eg }mif4en 2 IBegen. 

bQ8 aRittetalter, f. mittet, mittelbar ic, f. ba« äRittel. ba« 

SRittetbing, ber «Wittetfinger ic, f, mitteL 
mittetn, für fldf, aber meift in audmittetn, er«, vermitteln 
(f. b.), fotoie in bemitteln (f- bemittelt), ift bon ba8 SKittet 
abgeleitet (f. Eckhart 640, 39-40. 655, 23— 26), 

fBl\(t>. n. mittelb. mittein ux\pv. = SRittel ma^en, b. ^. l)tranf. «indSlRittet 
(bie SKitte) fteHen^ mitten inne fleffen (no«b im voe. gmmagemmdr, t)on 1606 
©l. p3^ n. f. EekhaH 640, 89f.), unb 2) tntran|. ein SRittel fein {EckhaH 49, 26). 
3n beiben 8ebentnngen iebo^ beute mittein Veraltet unb in erweiterter 9eb. 
Dermittetn (f. b.) gebrannt, aber mittetn m^i^ in ienen auf«, ermitteln. 
Vttteibem, waA ber (Srnnbbeb. b^ttorgebenb, 1482 mittelen s l^albieren («oc 
iheuL «t. t4«), tat. medilve, unb felbfl no4 1668 bei ©ij^ottelin« @. 1866 



114 aRittcI)»»!! -> SHtteUett 

^mittelen, ^atUercn"; f^on flegot 1860 mtttelb. ha% (iifaiiiiBeatef. Temüiteln 
= (Don dnonber f^eibenb) miiim )totf(^enein treten (Jb^it I, 8, 28). 

ber aRtttel^unct, f. mittet, ber SRitteUmann, bie muttU^ 
^ifrfon, f. bad muttl 

nttttetd, übttci^er mittelft, übt)., toeld^e« aOtnSl^Udtf ftraft unb ®e« 
braud^ einer SßxJxp, annai^m itnb mit bem ©enitit) gefägt tt)urbe, 

). 9. mitte 19 bes @eUe8 gielften. Sie Ifingf (f. b.) guerfl abDerbial ge» 
brani^^ter flarter (Senitiio @ing. be8 SOlafcuIinumg ober 9{entmmS bei 9bi. 
(atig i|t, fo mittels be« 9biectit)f mittel (f. (9rimm ©ramm, m, 92). 
SBsVcnb aber bie gfei^bebentenbe $rS)). bermittelf (f. b.) ober (häufiger) t)er« 
mittelfl bereit« im 17. 3a(r^. gelSufig i^, !ommt mittelg erfl auf nnb ^mar, 
mie eg f^eint, in ber 2ten ^filfte beg 3a(r^., in melier, nSmli^ 1691, eg 
@ tiefer &p. 1289 mit bem in feiner Qtibung baDon etmag Derf^iebenen im- 
mittelg (unferm Antigen tmmittetft, f. b.) nur M übt», nnb in gtei^em 
@tnne, ttte biefed, auf^ei^net. 9llg (ben ®en. erforbembe) tßrS^ofltion bermenbet 
»trb ba8 fBort )uerft 1690 ton 98biter 0. 379, bann 1722 t)on greller Xn« 
meifnng jnr ^^entf^en Orthographie @. 165 nnb )mar betbemal neben b ermtttetfl 
in ber gorm mittelfl angeführt, enb(t<( ber^eid^net 1784 (Stein bad^ II, 67 
mitt elft, bag bismeilen alg tßrSp. angetoanbt merbe, inbem er in i^m ben @nt)er(. 
be« 9bi. mittel fie^t, mS^renb eg heäf ber oben be^ei^nete <9enitit> ifl, bem bag 
angetretene unorganif^e 't (i9gL nebfl) bloß ben Snf^ein eineg @tt^erlatit>0 Der« 
(et^^t. 919 tDirtli<l^e ^t^. (at mittel^ 1754 gner^ tßo))otoitf <!^ in feinen not^« 
menbigflen KnfangSgrflnben ber Sentf^en @))ra4Iun|l @. 407, iebo<l^ au4 nur 
neben bermittelfl, unb bag mittelfl au^ )u biefer ^tit no4 nid^t fe^ft ge« 
läufig fein tonnte, fd^eint baran« gn erl^eKen, bag felbfl 1762 <Sottf(!^eb in ber 
5. ftufl. feiner beutf^en ©pra^Iunfl 6. 398 unter ben $rS^ofittonen mit bem 
®entti)) lool bermittelfi ber}ei(!(net, aber mittels, mittetft nt^t nennt. 
Bürger mar mittelnieberbeutf^ nnb namenttid^ im Siteren 92(eben^einif(l^en mits 
fiatt middes, mel(^ed flarter mannt, ober fäd^I. ®en. @ing. beg HbJ. midde mitte 
(f. b.) \ft unb )uerft abioerbiat fle^t, mie mittelniebert. mids = mitten (f. (Srimm 
®ramm. m, 98) unb anöf ftl^meigerif^ f^on 1556 bei Eriiiui 8081" unb 1561 
bei äRaaler 8t. 293* mi^ [— mitt'd]. Wfi. ober mite;, über mitE, « toer- 
mittelft, [tat.] per mWnm, mit Kcc ober den. 3ta(ienif4 u. f^anifi^^ M tnan 
in bem @inne nnfereg mittelft bie aug bem $art. beg $rSfeng beg tat n. 
mitteltat mediAre hervorgegangene $rS|). medi^te, frau). moyennant. 

bod äßttteltref f en, bad aKittettud^, ber aßittettoeg, f. mittel. 

boö awtttettoort, — e«, ^t. aWltteltobtter : ba« ¥arttci<)tum, 

b. 6. bie gorm beg IBerbum«, metd^e abjectibif^er 9latnr ifl, alfo ein mittfeg 
(in ber aRitte tiegenbeg Sort gmifi^en Serbum unb Sbiectib, inbem eg mie biefeg 
biegt unb bon ienem fi4 bilbenb beffen B^i^^^ic^nung bat. (Sben barum 1641 
bei €^4otteUng Seutfe^e ^(»rad^funfi @. 472ff. ber 9{ame 9)litteImort, ber 
batb fe^r geläufig mürbe. 

bie ÜRttteljeit = bie ^titbamx, »etd^e einer fold^en Silbe gulommt, 
bie ie na6) i^rer Stellung im 93erfe taug ober furj fein tonn. S)atott 
mittetjeitig, 3lbji. 

2)ie Xugbrüde f^einen bon 3. $. 8o6 gebilbet 6<l^otteItng ($auBt- 
^pxaäit 824ff.) ^atte „bie SOflitttere ^ßortieit^ ^e^na^} (f 1809) ^fOtit" 
telfilbe'', JtIo))^o(f über @))ra4e nnb 2>i(^ttnn9 ®. 16 „)»ei)eitige SBövtec 
ober @ilben.^ 



nrftten — Ährfet ll5 

mitten, fCbD. : in ber SRitte« mitten inne. 

5tm§ mitten, m^b. mitten (). 9. JHstan 48, 87), ifl abberbiat gefegter ^otfet 
2)at $tiiT. be« %hi. mitte (f. b.); a(b. lofirbe mltito, bann mifttdn gefagt 
»ofbcn fein. 2>t8 mittttn in tturnnt ihar mittdn nntar in [i^en]^ bei Otfiied 
5, 12, 14 (bgl. (Srimm (Stamm. lY, 40S) mod^te jn unferm SbD. nnr asbafnen. 

bte aRittetnad^t, Sßl aßitterna^te (3. «. ®ifete 94) : bie SRitte 
ber %ai^t b. f^. 12 U^r unb um biefe Stnnbe in ber ^laä^t ; bie 
^inmiettgegenb, in totldtn man fid^ bte @onne )nr SRitte ber 92ad^t 
im ®egenfa|e gur ÜRitte beklage« bcnft Dabon: mitternäci^tig/ 
»j., Don ber SRitte ber ^lac^t (@bt^e XTTT, 169), juerft (1706 bei 
Sttbtoig engt.^teutfd^. Lex. 607") aber bon ber ^immettgegenb ; 
mitternaci^t^ (nid^t äRttternac^t^, U)ie nod|^ biete nad^ bloger 
®en)o^n^eit fd^reiben), 9[bt)., gebi(bet nac^ naö^t^ (f. b. unb Stacht). 
3nfammenf. : mitternSc^tn^. 

Slitterna^t, m^b., gnmal mtttclb. bie mittemscht, nm 1200 nicbcCT^ein. 
aüddemaclit; Don ber ^tmmeldgeflenb im lib. ord, rmr. bon 1429 8(att 2^, »0 
aber mitter nach gearteten ift (Sine )n einem 92oniinatib crflarrte 3ufammen- 
fd^tebnng bc8 Warfen S)atib ^ing. bon bem gem. bed Sbi. mitte (f. b.) nnb bc8 
S)ot CHng. bQn tta^t nnb eigentlid^ (erborgegangen an8 Qerbtnbnngen mie se 
mittir naht, se mitter naht, nich mitter naht (ll%aioM 186, 21), von 
dfe mitte r naht in htx Msinmwr Naturlehre @. 9, »0 fd^on bie ^immeUgegenb 
gemeint i% abb. fi% mittero naht, in mittern naht, b. i. }n, nad^, bon, in 
mittet flaäft S)er %om. &tng. lautete a^b. mittin naht b. i. mitte 92a4t, 
lat m^dia nox, gerabe fo »ie im tK(b. mitti tao, mitter tao b. i. mitter 2^ag, 
ae SRittag (f. b.) borlommt. 3n filtefUr 3eit aber befag bie (o(^b. &pTaäft bie 
nnfcrem SKittag (f. b.), a^b. mittitac, gleite ed^te Bufammenfe^ung bte mitti- 
naht (Dku. I, 261\ Voc K0r^%$ 186*), mel^e fid^ no4 in ber rtdfttigen gorm 
bte SRittnadftt big tief in« 17. Sa^rb* erhalten (at (f- ©d^mcUer n, 661), ia 
in niebetb. bie midnacht bi« f^toit. 

ber aRitteiood^e, — n, ?I. — n, f. ÜRitttoodfe. 

bie aRittfaften, fibUd^er bie SRitfaften (f. b.). 

mttt^eilbar, 9lb)., mit bie aRttt^eilbarteit. 9tnt9 9(b|. aber ift 
iufammengefe^t mit nti tt feilen = einen 2:^ei( geben bon bem, too^ 
man ^at; fienntni^ n)obon geben. !C>abon bie aRitt^eilung. 

3ene« mittb eilen ip 1482 mitteylen [voe. theiU. ^l t6"), mbb. mite teilen 
SS VI S^I merben laffcn, jn eigen abgeben. 

ber aRtttter, — «, $L »ie ©ing. : ^toif d^en))erfon jur SBerfb^nung; 
ber mit ®ott ober üitxifaapt einem ^b^em Xßefen 93erfb^nenbe. 

1482 mittler = Sermittler (voe. theui» 8t. ^4^) nnb mitler, fridmaoher^ 
(ebenba 8{. vg*), 1486 „mitteler, fryämaoher*" {MOber 81. Ql^), m^b. ber 
mitteler s mitten inne 8cfinbli4er gnr 8crbinbuttg ober ^n griebe unb 8er* 
fb^nung tta4 beiben leiten (Berthold 66, 86—66, 4), frü(-m(|b. (12. da^r^.) ber 
miuilue{Boland$Ued%7Sf 22), niebenbein. i^ifti^en 1L78 unb 1177 ber middeldre 
' (Baupt Zeitschr. X, 88,88). 2)ag bon mittetn (f. ü^ittel) abgeleitete 93ort 
ifk fiber|e(}ttng beg lat. ber mediltor. Oraf ü, 672 berjei^net ein (ob fi^ereg?) 
abb. ber m#talari, beffen mStal bon mittn mittel (f. b.) berf (Rieben i|i. 

8* 



116 mittler — 9tiieiii9iiif 

mittler, (Scmp. M Slb). mittel (f. b.). 

mittlertpeile, wo) tool betont mittlerioeite, ber jufammeitge* 
\6foUm a6fü(ut fte^enbe SDat. @ing. mittler SBeite. 

1525 in ntitUr »e^I. Sei £itt(et |. O. 1 Stocc. 6, 55 mitler )ett, 
1561 Bei SRaaler «l 292« mitt(er)ei^t. 

ber aRittti)od(^, — «, ?I. — e, üMi<^er ott bieSKitttooc^e.^L— eti : 
bie mitte fSit>6)t b« 1^. ber bierte XBod^tttag. !Der ®en. mttt« 
)Dod)6 (ober, tote mand^e, um ^ebantifii^ bie fttbftantibif <^e @d^reibung 
}u toal^rett, tooden, äUitttocii^d) ald tibb. 

3n @itb« nnb grogent^etie SRittelbeutf^Ianb totirbe bae in f^a^fen no4 üMtd^e 
bie äRittmod^e fe^r auffallen; benn f^on im 9RttteI(o4bentf4en lommt ba0 
SBort, itibem Xa^ (injugeba^t tourbe, mSnnli^ ^^h freiließ mit fd^mac^er Qiegnng : 
(f|)St*ml^b.) ber mittwoche [no^ 1776 ,,ara SW i 1 1 e w o * e n" ($ ö 1 1 V ber Äenncr 1 80), 
alfo ber Wlxiitxooäit], (Btn. bee mittwochen, toolIliSnbtger im erflen Steile bee 
SBorte«, aber am (Snbe gefürjt ber mittewoch {Berthold 55, 85), {nfammengejogen 
mtb aBgefd6n)ä(](t ber mitteche, miteohe, mittiche, miüche, gelfirgt mittioh {Berthold 
a. a O.)/ be9 mittichen tc. (f. @^ melier ly, 11), aü9 mfjib. bie mittiche, 
mftolie, mfteche, ni^t ^uf ammeng exogen unb unabgef^koSc^t im 2ten Steile bie 
mittewoche, mtttelb. au^ 1809 bie mitewuche (Säur ^eff.Urf. I, 243, 842), 
mitwoche, a(b. im 11. 3a(rb. bie mittwochs (^2. san-hUu. 76^), etma^ früher 
bie mittaw^chft {Noiker Ps. 98, 1), »eti^e« s^tfammengefe^^t ifl an9 bem a^b. 
«bi. mitti mitte (f. b.) unb a^b. bie wShha, wßchA, »= S3o<ie (f. b.). 92eu« 
nieberb. bie midweken, mittelnieberb. middeweke u. middeweken (f. unten bie 
©teilen ane JSiffers Urkunden). 3ene abflracte Benennung mittaw6chft aber tSgt 
fid^ bor bem ^be be« 10. 3a^r^., b. ^ frtt^er ate 92 ot lere Serbentf^ung ber 
Ißfalmen, bie it%t niii^t nat^toeifen unb mug, »ie fld^ ane meflfSItf^ Gödezwtag, 
Gons-, Gunstag, nieberr^etntfd^ im 14. n. 15. 3a(r(. Gades-, Gudenstag, niebert. 
WoenBdach, -dag, angelfS^f. VddeneB ober VddnoB däg, engl. Wednesday, alt* 
norb. Ödinsdagr, fd^toeb. u. bSn. Onsdag u. f. xo. f^Uegen lägt, für einen Siteren 
a^b. 92amen WnotaneB tac, altfä^f. WddanoB dag^ s= ber bem (Bi^^en unb 
oberflen ©otte (a^b.) Wnotan, got^. YddanB (?), altfSc^f. Wödan, in SBe^foIen 
Gudan, altnorb. Ödinn, geheiligte Xa^ eingetreten fein. 2)ae Sbb. mitttoo^e, 
au4 tDoI na4 ber tKnfU^rung Sacob ©rimme (®ramm. m, 184) mitt« 
tood^ene, »el^ee aber ^o^beutf^ unübli^ t^, gieng ^ert)or aü9 bem f^ou in 
Urfunben bee 14. 3a^r(. loorlommenben unorganifd^en , im (^ebanlen an bte nur 
mSnnlid^en 9{amen ber anbern {Bcd^entage entjianbenen mittelnieberbeutfiiben ®en. 
@tng. des middewekes, deB m^dewekes (E^fer Urk. @. 871 u. 860) nnb des 
middewekenes, mitdwekeneB (ebenba ®. 166 u. 870). Il^nli^ Bei Sut^er 
4 9Rof. 18, 24 bie braube (f. 2:raube) nnb 8. 25 be« braubene, Dietlei^t 
im (Gebauten an oberb. ber Sranbe. 8gl. ond^ na<$te. 

t bie 3ßijtur, ?1. — cn : aJMf(^tranf al« «rjnei. 

©d^on m^b. bie mixt^ire «s airttfd^nng, ®emifd^ {JHstan 897, 86. Kanrad 
troj. Er. 1402. 1429), aufgenommen ane lat. bie mixtftra s 8ermif4ttng, Hk» 
mifd^tee, bon miztam, bem @n))inuth bon misodre = mifd(en (f. b.). 
t bie SKnemontf = ©ebäd&tniölunft. ber aßnemottiler. mne* 
monifi!^ = bie ®ebäc^tni«Iunft betreffenb, 

gebilbet nad^ bem gr.*Iat. SIbi. mnemönicnB, gr. mn6monik6s {fivijfiavixog) s 
)ur (Srinnemng ge^Srig, bae (SebSdfttnie betreffenb, toel^e« abgeleitet bon gr. 



VtVhü — 8Äobe 117 

moSSmda (ßv^fiofv) s eingebettt fl^ ethmetnb. 8on betn Wta\c. |ene9 gr.-fot. 
Vbiectto« Bübete man bnr<l( fKftdtnng aRnemenifer, enMt4 au0 bem gem. 
mnemönica, gr. rnndmonikS (fivrifiovix^^ mit (SrgSnimig bott bie technS s 
JkwBillif in (Monfen) nnfcr SRnemonil. 
b(tf aRobe I, — d, $(. toie ®{ttg., aber steift im ^I* Mbeutfd^ bie 
9R0be(n : $)ait9getSt^ ju srbterer Seqitemlid^teit, jnm Sergnfieen, 
3nt Serf(!^bnetung u. bg(. 3ttf^'i^^nf* * ber 9R ob elf d^r einer :c. 
2>rr &in0. bo« 9R9beI ift im 8oI(e toie in ber Umgang«f^a4e flelSnflg nnb 
fommt ancj( ). 8. bei ®0t(e n, 145 Dor; bd Sefftng aber tautet ber 92om. 
6ing. in ber ^mbnrg. 2)ramaturgie I» 846 bie IBt^^tX, »ok}on natürfi^ ber Ißl. 
mir bie WiUtln (1762 bei Seffittg xn, 149. (SSt^e XXIV, 43) fein !ann. 
Sren ber 9[n«{|nra4e mit 8 » fran). en (bgl. flJb eO eingebürgert nm bie SRitte 
bei la 3obcb> (Seffing fArieb bie erfe angebogene fSteOe im 3a^re 1767) avA 
bem bereit« im 17. 3a(r^. in ,,Menbl6, ber ^angratb^ (92e(ring 689) auf- 
genommenes fron), ber meable » etfld ^anegerät^, »el^e« fid^ ane bem 
gfci^beb. mitteHat. bat mdbüe (ert»orgebiIbet ^ (t)gl.9ßobiIien), b. i. dgentlt^ 
bem Wentmm be6 fran30flf<!^ }u meable nnb mobile = ^bemegli^"' ge« 
iporbenen (at, Don moTdre « betoegen abgeldteten Sbi. mdbilis [)ufammenge). 
an« movlbflü] » bemegli4, be^enbe, nnb bd ben rSmif^en Snri^en finb bie res 
m6bil]s bie gan)e bemeglid^e ^abe. !3)a^er f^on 1477 im 2>entf4en ber mnbel 
(Wmtk. H, 243), milbel (ebenba 246), möbel (ebenba), « fa(irenbe <>abe. 
fibrigen« fd^neben, felbfl noc^ no^ ber (Sinbttrgemng be« IBorte«, nm e6 de 
grembmort in fdner (Entlehnung an6 bem S^an). yoL fenn)d4ncn, mon^e bie 
D^enblen. 

t mobil, abi. : bekoeglic^; tnarf(^^ jugfertig. ba« SKobit ^ fßt* 
oegeitbed, ^SeiDegitiig^Iraft. ba9 ilßo biliar, — e«, -^, $(. — e : 
®efaitiittt^eit an bemegli^er $abe, in^befonbere an ^ou^^ ®tubenge^ 
roti bie STOobititot, ol&ne ^I. : ©etoeflric^feit, «e^enbigfeit. 

2)a6 tibi, mobil ifl ane fran). mobile (f. bae a^Sbel) b. i. bae (at. 9bi. 
mdbiliBy an6 beffen iRentwm mobile bae @ub^. ba6 STIobtl US3ie aber . . . bte 
^ebe ba6 mS^ttg^e äDtobiltfl, bae t)on ie^er in ber @($S))fung geiotriet'' (Ber- 
ber Sbeen n, l79f.)J. «on Jenem tat. «bj. aber fommt l) lat. bte mobilitas ((»en. 
mobililAtis), fran). bie mobilit^, tooraue, tote ee f^eint erfl im 18. 3a^r^., unfer 
bie SRobititSt, nnb 2) dn nentat mobiliAre, toorand unfer aRobiliar. 

t bie aJ2obf(ien (4rt(big), ein $(ura( : bie bemegtid^e $)abe. 

iOerdts im 17. 3a(r(. gelSufig (Jtramer teutf(t-ital. Sortb. 782*>); in ber 
@4mei) bentfd^ bie ga^r^be (f. b.). Vue bem mitteUat. bie mobilia^ bem mit 
bem fat res mdbiloB (f. ba« äßöbel) gld^bebeutenbeu $InraI Don mobile, bem 
Kentmm be6 tot 9bi. mdbiliB. i^egenfat t^ 3mmobiIien (f. b.). 

t bie ÜRobilitat = «etoeglicJ^Ieit, «e^enbigfeit. ©. mobil. 

fmbblferen « einen gefii^toffenen 9{aum mit $au6gerät^e Derfe^en. 
3m 17. 3<i(r(. menbliren, an6 bem glei(!(beb. fran}. menbler, mel^ee bon 
fron), ber menble (f. 9^8 bei). 

bie an od e = toeibltd^ed ©d^mein^ f. bie aßude 1. 

bie Wtlht, ?I. -n : 3eitfltte. 3ufammenf. : ber SKobeartilel, bie 
aSobe^anbtttng, bie aßobetrant^eit k. 

IRobc tf bereit« im 17. 3atr^. bbHig gcrSnfig. tut« ber @)>ra^ be« Sanbe« 



118 SRDbel - VMc« 

ber SDf^ebeti, nSmli^ ass fran}. bU mode b toanbeTbater Oebtowt Vft^ Btti iinb 
®ef4ma(f, S^i^l^^t^^ toel^e« mit Sanblung bed Ocfd^Ie^ted au« tot bcr m6AvM 
^ äßag (f. b.)/ ^i:t unb SBeife, bann im Wthittiat anii f. to. a. @ttte, iQran^. 

ber äßöbel, ->d, $(. tuie ®tng. unb nur noc^ ntunbartlic!^ bte SDiobe( 
(f. ©dornet (er IC; &52) : äRag bei ©üuUnorbnung ; gorm tDoju, 
aßufterbUb, $orbt(b, SKufter« @. ilßobeü. 

3m 16. 9a(r^. völlig ftelSufig; m^b. (no^ felUn) bcu9, au^ ber model » 
SD'^ag, gorm, S3orBiIb, SKobeK, a^b. ba« mödnl = gormel, au« (at. ber mödolus 
= äJ2o6, bann in irner er^en Sebeutung, 2)tm. toon ber modus (f. 3]>{obe). 3m 
®im|)Hcifftmu0 !ommt bit äRobel loor loon bem eben ba^er abgeleiteten 
mittellat. bte moddla. 

ba« äßobetgecr, — e«, $1. — c : bie ftreujtourj, gentiäna cruciita. 
^n6f, aber unrid^tig, auf ba« fireu}Iraut^ senfcio vulgfträ; äber^ 
getragen. 

j3Robe(geer fd^reibt f<Xlon 9bam Sonicern« (t 1586) 9t I8d*; aberbeffer 
f^rtebe man imobelger, toeun biefe f^Areibung niÄt t>erfübrte, on^ ba« |weite 
e g(et4 bem erflen tonfo« }u f|)re^en. 9Rit au« a i»erbunlettem o, benn mbb- ba« 
madelgdr (^eilmittelbtti^ toon 1400 in ber ®ie(ener ^. 92r. 992 fßl 14S^ 
100 anäf bie 8ef4»i$rung«formeI bei bem am Xbenbe be« 3obanni«tage« b. l be« 
24. 3uni'« loorsunebmenben ^aben ber t)on €^anct ^etm« mit feinem Gtabe 
breimat b. b* frenjtteife burd^jloifenen SBur^el {lebt) = \tat] genti&iui emoUlta, 
a(b. madalgdr s [tat.] basflioum (f. 8afilicttm). S>er 9lame ifl ein SRonn«« 
name, melier, na^ feiner Sufammenfetung avA einem a^b. ba« madal (f. 
8Re«e 8) unb abb. ber g«r (f. ®tx), foDiel a(« 8erfamm(ung«wurff^iee b. b- 
ettoa bei ber ^eratbuug k}or bem Stampft für biefen f))re4enber unb fo |tt bem, 
felben antreibenber SBurff)>ie6ISm^fer bebeutet b«ben »irb. Urf|)rUngti^ aber ifl 
biefer 92ame ber mehrerer in ber bentf^en ^elbenfage toorfommenben ^«IbgiUtft^en 
mSnnli^en Sefeu (f. Orimm ^^Ü^el 860. 405), ton toel^en er in irgenb einer 
un« ie^t bunleln i^ejiel^ung auf bie Ißflanie übergetragen tourbe, ma« auib ba« 
bur($ laum ettoa« Si^t em^fSngt, bag iene« in madelgdr entbaltene g«r = 
„^nxWpxti" fotoie ein anberer im 16. 3abr^* geläufiger ^amt ber $flanse, ber 
^pttxtnftiüi, auf ben @tid6 in ber ^nt^tl sielt unb bie Sebeutfamteit ^eigt, 
bie mau biefem beilegte. (SrtoSgt man itheäf, bag er naäi ber toorbin erwS^nten 
8ef(](mBrung9formeI bem l^eiligen $etm« mit feinem @tobe jngefd^rieben wirb, fo 
l^i fid^ toermutben, bag ftd( in beibnifter Seit ba« fßoU ben @tt4 ton bem 
^pxtit eine« MbgSttfi^eu gelben berrü^renb ba^te, an beffen ©teile bann bie 
(bri1l(i<be 3<it ben ^eiligen treten fieg. Hugerbem mutbe bie eigentbilmli^ ge« 
gellte IBurjet ber jhreuswnr) )u Bauberfttn^en gebraust unb i^r, toie ber !ßjlan)e 
überJan^Jt, große ©eillraft beifegt. 

t ba« aWobelt, — e«, ^t, — e, ba« mit beibehaltener frentben »e* 
tonung jcfet in ber gleiten Sebeutung ton SKobet (f. b.) üUi(bt 
SBcrt. mobeltieren. 3itfö^^^ttr ^ ^^^ STOobetlfd^reiner ic 
SDlobell im 17. 3aH. in ber «eb. „3Wufterform" entlehnt (tgl. ©tiefer 
©)}. 1286) au« ital. ber mod^o = iD^ullerform, -Birb, iOtufler, »elci^e« ft(b, toie 
ber aRobel, au9 (at. ber mddulns (f. 9Robe() gebilbet b^^tte. 1706 bei 2ub- 
10 ig eng(if(](«teutf(t. Lex. 448* nur ,,mobeI('' unb 1716 teutf^-engl. Se|. 1260 
,,aRobe( ober aRobeff (ba«)''; 1728 bei ^irf($ 219^ nur S0lobe((, ba« mit 
bem 9tt«gange be« erfken Viertel« be« 18. 3a(r(. ba« cinfa<l^e 9)12 ob et terbrSngte. 



in0b€fn — moMM 119 

SM Satan vUlHtttn «mibe crf ««« ber »litte bc« 18. 3i^^. au« bem 
fton jenem moMlo abgeUiteten ital. moddU»e « abfofmes catle(int 

mobedt = formen^ geßatten; giguren (©Über) eingraben. 

SDI^b. mödelea «s foraien, «eflalten, in eine Snfiere Geflaltnng bringen, an« 
bem bos tat ber mödulos (f. 9RobeI) abgeleiteten mitteHat. modnlAre, lat. 
modulAri, ssz meffei^ abmeffen, ge^tfrig eiuriiibten, wel^e« im 9Utbo4betttf4en ent- 
lebnt in mödnldn ^tte toetben mttffen. 3m 17. nnb )n anfange be« 18. 3abr^* 
on^ mSbelen, mSbeln. 

ber aßober, — «^ o^ne ^t. : gegen ben ^vAtitt ber freien 8ttft me^r 
über minber abgefd)Iof|ene« in geui^tigteit SSertoefenbe«. Dabon 
moberid^t, moberig^ älbj.; mobern )u 3ßober merben. 

9Rober, mtttelb. im 14. 3a(rb. bev moder (« in Sermefnng Übergegangener 
StStpn) , Ifitt fü nur ua^tteifen an« bem bentf^en 9ret>ier in ber Oiegener ^f. 
9tr. 878 8L 86* ,ioh bin seigftnolioh als dftr moder und als da; gewant da; 
dl« milwen [SRilben = SRotten] ^^ent und die sohaben'' (f. $iob 18, 28); 
bann ^nbet 1429 fl^ im Üb, orcL rer. 8U 2^ moter oder ohottig = [Ut] 
ürnnB b. i. fanler ^lamm, Stoii^, nnb im voe. loon 1445 bei ©^melier n, 653 
motter, [tat.} lirnns, chottig laim; 1478 ber Ißl. möder = @un4>f^ TlctV" 
gelSnbe (f. Xeser mhd. Handwtboh I, 2193); nieberb. mndder, mndde, as 
64Ianim, ftotb, uieberl. ber modder. 8on mittelb. ba« mot = @^^amm, Xorf« 
erbe it. (f. SRuti^). 2)a« «bj. moberig (). 8. X^Ummel »eife lY, lOl) 
ifl 1476 cletoifi!) (im IhdhoniHa) moddeiich [mit oh für gh, mel^e« mieber 
bie reine media g vertritt] » «oll StoÜ^, nnb mobern jeigt fi^ juer^ in mbb. 
Tormöderen. 

t mobern — mit bem ®ef(!^ma(I«ttrt^ei(e ber ©egentoart ttberein^ 
ftimmenb. mobil rnifieren* 

SM bereit« 1728 bei ßpenmder 884^ d« bei mi« entlebnt angefttbrte 9bi. 
modern =s ^^nes, «on gegenmärtiger Seit, auf bie ie^ige Beit geriii^tet^ ifl auf« 
genommen an« bem glei^bebentenben, jnerft aber ben Segriff „^tig, neu" an«« 
te&fenben fron), modwne, ita(. mod^mo, »el^e« an« mitteOot (erfl im 6. Sa^r^.) 
mod^mns » Je^ig/ Mtig/ mürbe; biefe« 9bj. aber lommt ebenfo toon bem kt 
9b«. modo » ie(t, mie ba« tat «b}. haot^mao » geflrig i»on bem tot. Hbb. 
h^ (inerfl h4n) a geflem nnb ba« tat. tibi. hodidmnB « bentig bon bem (at. 
Ibb. hödie » ^te. Unferem erfl f))Ster im 18. 3abrb* erfd^einenben moberni« 
f ter^tt gieng ein fran). bon moderne abgeleitete« modemioer « ^mobem ma^en'' 
Mran«, toon meinem fid^ ba« Ißart. ^St modemis^ b mobemiflert er^alUn bat. 

t bie SRobefttC^t, ^toaare, 'jcitnng, jufammengef. mit ÜRobe. 

twobific!eren = bem SKaße nad^ beftimmen, mäßigen (ein 9Kog 
fe^en); anber« nnb gtt)or nö^er beftimmen, befd^rönlen. bie SWobifi* 
catton, ^I. — en. 

bereit« 1728 bei /fi^ovuier 884^ modificiren nnb Modification, {ene« 
an« bem tat. ton modificuB ss abgemeffen, einer Stibung ton lat. ber modus = 
9RaS nnb einer Ableitung ton lücere s machen, abgeleiteten modificAre =s ge« 
^Brig abmeffen, bann mSgigen; ton bem @u))innm modificAtum aber ba9 tat. 
bie modificfttio = Sbmeffung einer @a(be, tnorau« SClobification. 
t mobifc^ = „ber SKobe gemäg", «bj. ton SDiobe. 
bereite im 17. 3a(r(v f* @tie(er @^. 1286. 



120 WM^ — 9t9geii 

tet 9R b f ft , — en, $1. — en : Stvfevtiger twn itiib (^ünbfet mit mobff^m 
^ufee; greunb mcb{f(!^e6 ^ufee« in feinet IHeibnng; ^n^norr. !{)aY)ün 
bie SKobtftin. 

mtb\ fi iti ber erflen 8eb. erfl in betn 19. 9a(r^. m9 betn {unflen fraiQ.bon 
franj. blemode (f. a^obe) aBgdettcten bcr modiste = ^ufema^er, SÄobewaarcn^ 
Ißn^^Snbfer. Serfd^teben (ienoon 1421 ber modiste a(8 gtei($Bebeutei]b mit 1423 
nnb 1424 kindeldrer (jtinberte^tfr, tnittelb. ber $t. kinde =• Stxnhtt, f. Stxnb). 
92o4 1715 Bei Weumanm I, 288^ tt. II, 261* fDlobi^ » 9ie4ett-64mber, 
[gr.'Iat.] logdgraphus = Sn^^alter; aber too^er btefe9 modiste? 

t ber 5K6bu«, ®en. ebenfc, ^l. »ie ©tng. ober <Iat.) bie SRobi : 
9tebett)eife. (Sin ^nftau^bmd ber ©rammotil beim Serbnm. 

2)a9 Tat ber modus = Urt unb fßeife, toetc^e« QumeüMmi (f nad^ 118) 
in ber heutigen 9e)et4ffung gebrauste. 3m 17. 9abr(^. f(!((e(|t(in bnr^ Seife 
(togl. bie Steife 1) bcrbentfr^t; ba« ie^t übti^e Stebemeif e fdfteint erfl um 1820 
anfgetommen )u fein, 
mögen, ^rSf. icb maj, bn magft, er mag, »ir mögen ic, ^rät. \ii er 
mochte, Soni« i^ er mod^te, $art. gemocht (f. oud^ bie Stnm«) : bad 
©eeignetfein, bie eintoo^nenbe Sejie^ung, urf))rängU<^ bie Jh:aft ju 
ettoad ^aben, bag bieg fei, merbe, geft^e^e; ^ei^ei^ ©eneigtl^ett (Suft) 
toogu ober Dietme^r looranf i^in l^aben. ^ufammenf. : moglid^, too» 
mit tt)eiter jnfammengef. bie ÜR'oglii^teit 

2)er bur^gebrungene Önf. mV gen, aber no4 neben mttgen, flnbet 1I<!( f^on 
bei Sntber in ber Sibel, ber and^ ben flnral be« Ißrafen« im 9nbicatit) mftgen 
n. mdgen, ba« $T8fen9 im (Eon)[unctit> \^ er mftge n. mdge ($f. 27, 4. 
85, 7), bn mttgefl, M, $rSt. mo4t, Sonj. mS^te, $art. $rSt. mod^t [„{o 
betten fle bocJ( motbt für fnr^t bergeben'' (Sei«beit 17, 9)]. 9ene« mV gen aber 
!am in bie &d(riftft)ra^e ans bem (nnter (Sinmirtnng be« 9Heberbentf(ben ^ebenben) 
SRittelbentfiben mit bem Umfante ber mitte(bo(bbentf(ten gönn. S)enn mittelb. 
mögen (nnb mngen), 9i^Sf- i4 er mag, (J[onj[. t(b er möge, Vrfit. 9nb. u. (Son|. 
i(b er mochte; m^b. mugen nnb ttb(i<ber (mit bem an9 bem V^Sfen« bee Con« 
innctti90 in ben $InraI be« $rSfen0 im Snbicatit) nnb fofort an^ in ben 3nf. 
mi9brStt4It(b t)orgebmngenen Umlaut fi) m II gen, $rSf. i^ er mac, mir mugen 
nnb mllgen, (J[onji. (mit nötigem fi) li^ er mtlge, $rSt. id^ er mohte, aber an^ 
frttbe noÄ id^ er mähte, (Eon}, id^ er möhte, mehte; abb. m agan [eig. makan (?)], 
fester (bei Noäter) mugen, $rfif. id( er mao, mag, mir magun nnb mugumds, 
mugun, (J[oni. i4 er megi, f))5ter (bei Noäcer) muge, frSt i4 er mahta unb 
(na($ bem in bie fSSvnytX eingetretenen u in bem $(ur. $rSf. mir mngumte) 
mit mohta, (Eoni. vS^ er mahti, mohti, = ftraft, 8efS^ignng b<tben, !9nnen; 
in berfetben iÖebeutnng gotb. magan, tßrSf. id^ er mag, mir magum, (Eoni- i(b 
er magjäa, IßrSt. i^ er mahta (mit fBanblung be9 mur^elbaften ^ebUauted g in 
h unb fofortigem Übergange be9 -da in -ta |latt magda), (Soni- i($ er maht^jäo, 
tßart. mahts, merand unfer bie maO^i (f. ^aü^i l); attfS^f. magan (?), $rSf. 
id^ er mag, toxt mugun, (Eoni. i^ er mugi, $rSt. t4 er mahta, mohta, (Eoni. id^ 
er mahti, mohti; mittelmeberb. mögen, $rSf. t^ er mach, mir mögen, $rSt. 
3nb. n. (Eonji. {6^ er mochte; angelfSc^f. mugan (?), IßrSr. i($ er mag, $rSt. i^ 
er meahte; engl, may, $rSt. might; altnorb. mega, $r&'f. i4 er mA, tßrSt. i(b 
mAtta; fd^meb. ml 2)a« Sort tfl ein f. g. $rSterito))rS|en0, b. b- ein l|$erbitm. 



»Igen — fBMß 121 

kcKn yiifcMt w^pfitSBfjMf loi 9(8tctitiini fiiil Mfetm olloitttSbcti Scvbnnift 
tPOT, mtUfH im Oet^if^eii loigAn (^rSt i^ et ■§•«, wir mdgum, ^art. 
miganfl), im tt^b. mftkan, mftgan (^rfit i4 er mac, toir rnftknmd«, rn^amds, 
$art mftkan, mAgsn) b. i megen, gefastet, »ie betoegcttK. gebogen nnb, gleid^ 
bcr fBitr^el tton Ii5ttneit n. fennen (f. \>.), isrf|)rfing(i4 ettoa f. i». a. „itn^tn" 
Mcntet ^Ben loixb, toofttr bag fd^on bei äRagb (f. b.) U]pteäftnt got^. bet 
mmgoBf oltfSd^f. ber magn, « jhiabe tc, (ig. ir<Kr)engtcr^ [»et)oii got^. bie 
maTi (bnr^ Xn^jlognng be€ jte^flante« g au0 magri) s SRSb^en/ eig. „dt' 
lengte'^], nnb bann got(. ber ml^ s (Sibam, a^b. n. mbb. ber mio, n^b. ber 
SRttge (f. h.), altfS^f. ber mftg, » @ettenbenpanbter, gtei^fam ^bemfefBcn (Bt* 
Mfc^te (berfelben 3^gin>g) Ibigc^Vriger^ \pttdttn bllrften. ®. <9rtntm (Sromm. 
n, 27 mib Oef^. b. bestf^. €^. 904. Gb man ba0 a(b. ba9 makan, magan, 
nMkin, megni, m(b. bo0 n. ber magen, ae fSt&rte, Ibaft, 8Ra4t, oltfS^f. ba0 
m^gin IC, Don bem 9rfit. mag abfeitet ober biefeft erti al9 VrSterito^nrfifen« jn 
€^rsnbe fegen toiO, tft gfei^bief. 6o»ett über ben Urf^mng Don mSgen. tta« 
btc@4reibmig bet gormen anfangt, fo i^ bie bon mod^te, mi^d^tc, gemod^t 
in ben oben an« bem Sltttef- nnb Hft^o^ntf^en nnb bem ^ot^if^en angegebenen 
gormen fe^begrttnbet unb nt^t, tnie mitunter na^ nnri^tiger Snfld^t nnb au0 
Qntenntm« gef^e^en, mogte, mlJgte, gemogt )n fri^reiben, ma9 f))ra4iotbrig 
»Sre. %ÜT gemo^t aber mit bem bfogen 3nf., b. ^. bem 3nf. o(ne }n, ben 
flber^an^t nnfer (ier bef^ro^eneg 8erbnm neben fd( (at, ). i^. er mag lommen tc, 
»itb gcttS^ficf bie gorm m0gen gefetzt, 3. fß, \^ (Site e« nt^t fagen mi^gen 
(« gemotl^t) sc; ^^^at bi4 an4 bein (^ott, bem bu on bnberfa« bienefl, mügen 
bon ben Letten erlSfen?'' (2)an. 6, 20); ,,baO [baß] niemanb fein ^eubt ^t 
mfigen anff^ben" (@a(t. 1, 21). 2)iefe0 mi^gen, früher mUgen, nnn ifi fein 
3nf., fonbem al« bema^rte« jlarle« $art. $rSt. {ened ttrf))rttngfi4en Snrsef- 
oerbnnig |n faffen, infofem bie au« bem a^b. $arti€i))ium mSkan, mSgan ge« 
iDorbene m^b. ^orm mSgeii o(ne baa ttbfiif e borgefe^te ge- in mögen ttberge* 
gangen mire, gerabe fo mie bie gfeid^en $artici)>ten «on m^b. wSgen nSgen (f. b.) 
nnb pfl^n ^ffegen (f. b.), nSmfi^ ,»gewegen'' nnb „gepflUgen'*, in gewogen 
n. gepflogen ilbergef^fagen finb. 2)ie mit bem 3nf. mngen nnb mügen über« 
einftomenbe gorm |iatt mögen (ier f^eint fl4 bnr^ Qerwe^fefnng eben mit bem 
Snfinitii» gebifbet ^u ba^en nnb i^ unberXennbor eine bnr4 antivbran^ entflanbene. 
8gL aud^ bie in gfei^er t^teflümg mie nnfer mSgen ttbti^en tl^nnen nnb 
mttffen. — 2)a0 «bi. mBgfi« fantet f^on bei Sif^att (t 1689) fo, aber 
on^ nod^ im 17. 3a(r(., »ie bei Snt^er, mligfi^, nnb 1691 f^tiekr ep. 1202 
»ei}ei4net mSgfi^ nnb mligfi^ neben einanber; m^b. mügelich, mflgliob, 
mittefb. mngelich, mogelich, 1476 clebif(| (im leuthonitta) mogelick, nennieberf. 
mogeiyky »obon ba0 m^b. tfbb. mügellcbe, magellche, nnfer n^b. 9bb. mSg« 
It4. SHe nen^o^bentf^e gorm mit 8 iji, mie fl($ f^on oben bei m9gen erfe^en 
liefi, an0 bem unter ber (Sinmirtung beg 9tieberbentf4en fle^enben aTtittefbentfr^n, 
aber ber Umfant (ier bnrd( ba« i (!) in -lieh begrttnbet. STtÖgfi^Ieit ifl m^b. 
bie mflglicheit, mnglichkeit (= gSMgleit. Smipt Zeitoohr. XV, 886, 69). 

ber aWo^tt, -e«, ?t. — e (bei ®»t^e V, 16), bie befaunte Wanit 
papftyer^ bann i^t Same. 3«föw^^«?- • ber ^o^ntop\, ba« 
aRo^n9(, bie iDIo^nfaat, ber äßo^nfame ic. 

t^ie^ an^ SKagfame. S)er, 1678 bei Aramer teutf4«itaf. SBortb. @. 788*" 
batäßo^n, f^on 1470 mittefb. ber m6n mit Serbnnf ef nng bei A )n 6 angbem 
bfretto im 11. n. 12. 9a(r(. borfommenben ber mftn, »ef(!^eg S^\(mmtviiitffvm^ 



122 sn^^r — fBUHm 

ont m^b. bcrmAhen [tuäf 1488 nab Mfl ^atte lavcciM^ f.e^fUevI]^ 066], 
mAgen, a^b. (aber iit^t Ma^kocidbar) ber mliluHii, flQt|. ber mAhns (t) tfl. 2>iefe« 
IBort aber mit feinet a^b. gönn ber mAgo, m^. ber mftge, »el^ no^ is IRftg« 
fame (f. b.) itnb ba^er. ber SRagen neben SRaben fortbauert, {Hmmt ber Sant« 
terf4iebnn0 gernftf (f. Qt) mit bem glet^bebentenben gr. bie mSkte (ßiix(ay\ an4 
mit altffa». n. rnff. ber mak", )}oIn. n. bBbw. mak. Übrigen^ )eigt iene« affi>, 
mftgo bie regelreil^te 8erf4iebnng be« got(. h in obb. g bem gried^ifd^ k in 
ßijxanf gegenüber, mä'brenb in bem h be« a(b. mAhaiiy meI4e€ fl^ naib m^b. 
mAhen toorauftfeten ISgt, bie Santberf^iebnng, mie gemSbnli^ bei h, fUdt ober 
9ia ^ebt 2)a0Mn nbb. 9Ro^n lann bama^ al« mofbere^tigt angefeben metben 
nnb ni^t^ tote man nad^ ben Dor^in Dorongeflellten Bvfarnmenjiebnngen mdn, 
min andi )n nrt^eilen toerfn^t fein mBd^e, gerabe)tt al% blofie 2)e^ttnng. flRoin* 
Iot)f ifl 148S ber magenkopff («oc iheuL ei t4i»), m(b. ber ainkoph (AmMrt 
66, 88, too VfCanjenname); SRebnBI m^b. nnanfammengegogen mAgenOl, aber 
on^, gnfommengef. mit mftge (f. iD^agfamen), migöl; JSIo^nfaat 1488 
mihenaftt (we, iheut. 0(. t6*); ällto^nfame mbb. ber mfthensAme (?), Sttfarn- 
menge|. ber mAnsftmei 1469 maynaaam (f. JDtagfame, mefibeS m^b. mäge- 
Bftme). 

ber fOtoltt, — e«, ?t. — c, eine fixt hiift unb fefi gefd^Iogene« 3^uge« 
t)on @eibe, ^atbfeibe :c. 3«fö^^^"f* : ba« SKo^rbanb. 

SRobr, bi^- rt^tigSl'tor, ifl au8 fran). biemoire, altfranj. moh^re (moncben 
moreqüin), ))rotoen)aI. moira, ital. moerro, (mit blog loorgef^Iagenem a) amoeno, 
f^an. ber muer, mne, ))ortug. morim. S^ort unb @a4e finb allem 9nf(teine na^ 
an9 Sflen, toobin aüäf, toit mx(i auf eine anfrage ^riebrii^ 2)ie) lel^rt. Manage 
in feinem dieUormaire äymologique (1650) unter bem Sporte monaire mit Bei« 
litmmung ber engltftben (Sti^mologen toermeifl, to)enn er bat fran). Sott an« einem 
inbif^en mohacar =b „®tof[ t>on ^it^tnlfaax^ entfielen ISgt. 2)er 9{ame mttrbe 
a(fo }nnS(]^fi ton €$toff ober 3cus ^^^^^ S^cs^nl^^ar gelten nnb bann auf Reiben* 
floff, @eiben)eug übergegangen fein. 

ber aWol^r, — en, ^L — en : öon SRatnx fci^toarjer ober bod(> fci^toarj« 
brauner ^enfd^. S)a)>on bie äKoi^rin. 

SRit bebnenbem (; ^ift rifi^id ^^t, SKorin. 2>eni 8Ko(r, mbb. ber mdr, 
m8re, obb. ber m6r, ifl mit bem in Italien tooKtttbli^en o fUtt au an« lat 
Mann» » ber f4mar)branne Ureinmo^ner 9{orbafriIa'«. 2>ie SKo^ria (antet 
im äRittdbo^bentfc^en nötiger mit Umlaut bie mcBrinne, m<Brm. 

ba6 SRo^r, aOgemein flBÜ^ nnb aud^ beffer äßoor (f. b.)- 

bie SRo^re, ^L — n : bie gelbe 5Rübe; daucus caröta. 

2)a6 ^ lönnte man a(e toor ba« r getreten anfe^en. 2)enn 1482 bie morhen, 
etma« früher au4 morach, morich (f. @ 4 melier H, 609), m^b. bie morlie 
{Sumerl 12, 78), mörhOf abb. bie morahft, bann morehA, morhA, 3= egbare 
rflbenartige QSnrjel, gelbe 9tübe. ftber aud( töKtgee ^ri^minben bee h jeigt f^on 
frfi^«mbb. bie more, morft, unb ber voc, incip. teut, $ßl o3* b^t bie „moren 
mUgdriter [in gemeiner @^ra(Je] gelbruben", Üonicern« (t lö86) bie Wldxt, 
1663 ee^ottetine @. 1865 bie ^mobr, mS^r'' u. ben $1. „mSren'*', 1678 
j^ramer teutf4*ttal. Sortb. 785 bie „SD^orre, Wloffxt^, ®unl(er $er!unft. 
2)er Umlaut in Jenem m^b. mörhe nnb im iRen^od^bentf^en ifl unorganifd^ [or- 
ganif^ mSre bie äRo^re, t)gt. SRo^rrUbe] nnb f^eint bur^ bat i ber (Snbmig 
-ioh jiott -aoh erjengt. Sg{. aRo^rrttbe, anc^ 8Ror(^e(. 



sn^lwnffliib -^ Rolfe 128 

M aR^^renCünb « b«» 9aitb ber ÜRoi^ttn. 

M Siitltet Hit n(^0 9toren(anb. SR^b. Mdrenlant (B^n/Hd 21924), 
tier aCgemein nnb ond^ fc^on im 12. 3a^r(. in eigentU^er 3<ifAtntnenf. ba« 
Mtelaat 

bte üßo^rin = bie @(3^toaric, ©c^tDorabraune. ©. bcr SWo^t 2. 

bie aJto^rtüBc = bic 3Rb^re. 

3uer9 1721 bei /o^JofuJb* aSgem. Lex. @. 466^ 9Rebv an« m^b. morbe 
(f. VtlSjfxt) bat ft(( bier ri^ttg ebne Umlaut erbaUen, nnb bie 3nfammenfe|Hntg 
mit dlfibe fanb ber 2>entlt4!eit »egen flatt^ na^bem ^ ber @inn be« einfädln 
aSK^re )n i»eibmi!e(tt begann. 

ber aKotd^, — e«, ^I. —t, eine «rt ®be(3^fen, bie getob^nlid^ im ©om«' 
mer im ffiaffer ober im geud^ten, im ffiinter in ©teinrifeen tc. tebt. 

2>ie $onn mold^ flnbet fid^ bei 2utber (3 3)f{of. 11, 80) toie f^on au anfange 
beg 15. 3abt(- (f- lib- ord. rer, k}on 1429 Qf. 15 '. Diefenbaeh glossar. bbl^). 
2)ag ch aber ift nnbere^tigt angetreten; benn fon|l fagte man bTog ber moll 
(voe. theuL Den 1482 9t. tG**), mol, m^b. ber mol n. f^toa^biegenb ber molle, 
tbb. ber moL 2)ni^c« tlrf)mtnge9. 

bie aß od e, $(. -n : ba6 fid^ im ®erimten ber fBHid) aud berfelben 
abfc^eibenbe Sßaffer. S)abon molti^t, moITig. ^ufammenf. : bie 
Vtitttncnx] ber 2RoIletibieb = ©d^metterflitg. 

9m 16. Safrt. mieimlT. ). 9. bet@4otte(iue, ba« morden^ felbfl 1688 
i» nenen tentfd^«fran).*(at. DictionAr. @. 217^ bag Wlold, no^ im 18. ). 9. bei 
kellert ba« 9tot!en, nnb beute in ber®(!(mei3 mit ber8eb. Butter, StU\t ha9 
Molchen, m(b. nur bag mulohen, molchen, mulken, molken (Konrad troj. 
Kr. 19782. 34574). 3m Httbo^b. (trSe fi<$ bag molahan, molhan, b. i. urf^irfingli^ 
m<$Iahhaa erttarten, \fi aber ni(bt nafb)uuieifen, man fagte bog chAoiwa^ar, chAsi- 
wa^ar, JtSfewaffer. Sn« bem SngelfS^fif^er bagegen i9er)ei4nen OBrterbll^er 
bag molcen. Über bie Sbflammung beg fBorte6 f. me (I. 2)er Übertritt ong bem 
nrf)9rflngUö(en, nSm(i(b bem fSiilid^en ®t\^Udit, in bae weibli(be, meldfter fi^ }. 9. 
1664^ 1669, bann 1678 [beijtr am e r teutf^'ttal. SBortb. 783*>] in bie SRelcf en )eigt, 
i^ niebetbeutf^ (Sinflug (nieberb. bie molken), ber in ber @^ra4e S^^ittelbeutf^« 
(anbg fi^ geltenb ma^t, meiner ba« @4»inben bee n im Sluelante ber Sb« 
Iettnng6enbnng angehört ©(eir^ermeife ifl eg bei Solle (f. b.); aber mSbrenb 
biefeg ftbon im SDlittelbeutf^en t>ortommt nnb ber «oraugge^enbe iRom. beg @ing. 
bie wölken im ^o^beutfr^en ganj erlifd^t, lommt bag heutige burd^ äRoIcf äuge« 
bobnte bie aRolle er^ im 18. 3a^rb. auf unb bauert baueben, namentUd^ in ber 
^pta^t 92orbbeutfd((anb6, bag loorauggebenbe bie SR ollen nod^ fort, lt\>9^ an9 
aHigiserflanb, mabrf<beiu(i4 naäi Sbelungg Vorgänge, gemö^nlid^ alg $lural ge» 
nemmen. UnSerbem finbet fi6i Übergang ine mSnnli^e ®ef($le(](t, benn ). 9. 
1716 bei grifd^ Dicüonnaire n, 248^ ber Hnolden u. 1734 bei @teinba4 
n, 78 ber ^9idtn unb gefügt 9Rold, eben fo »ie mbb. (obenbeinift) ber 
wolkm {Ifytt. I, 297, 19f.), fpSter, ). 9. bei ^eifergberg, ber mold i9or« 
tommt 2)ag Stbj. m^lli^t fd^retbt 1678 Gramer teutfdft-ital. föortb. 
&. 783« »Ol feiner Bett gemSg, aber nnrid^tig, moldigt, 1691 @tie(er 
ep. 1266 ri^tig molü^t; mollig erfi in ber 2ten $Slfte beg 18. 3a^rb. au4 
in ber 9eb. molfenSbnli(b meiglid^ unb trübe U^ufcbt blet^ unb moltig ein 
^^aüengefid^t" (9ürger im @8ttinger ä»ufenalm. 1782 e. 125)], bo^ fibon 
1678 in bie SRoldigteit (Jtramer a. a. £).) toerein)elt auftau^enb. 2)er ^amt 



124 SRolI — SR9iiieiit 

äRoltenbieb (^nflg in boi OSrMbtt^am be« 18. 3tM* f»iHe on^ }. 8. M 
Si(!(tl9er gab. 2, S), 1470 mittelb. ha molken diep (^andodk g loosar. 411^), 
kDorin bie molken, mie im Shebetbeutf^cn, ^bic fDöi^'' a«b ^aa9 fflHId^ netftc- 
n^er Seife iSntfanbene«^ bebeutet, beruht auf mi^t^if^et Qorficlütiig, vocne^mltdi 
ber, baß ^q:en ober (S(fen (elbifr^e SBefen) in e4metterIing«fiefla(t9RtI4 flebUn. 
80L 3acob ®rimm im beutf^en fStb^ n, 586 u. in ber ffli^t^ol. 430 f. 484. 
I025ff., ott^ Seinbolb f^lef. IBtb4 62». 

ber STOoIt, —e«, ^t. — c, Italicnifd^er glatter unb mit erhabener «r* 
beit ßeiDirftet 2Wo^r (f. SRo^r 1), bann übergetragen auf eine Art 
breite« loottenen 3^^0^* 

3tt {euer erflen Oeb. in bem (e^ten Viertel bed 18. Sa^rb« an« ber ital. 8e« 
nennung ber moUe [baS aRafc. be9 ital. Sb}. molle = totiäi k., lDe(4e8 tat mollis 
« »ei^] mit (SrgSnjung bon ber dnppo s ^feibeue« änig" tc. in Oebonlen. 

t ber aWoIoffu«, ®en. ebenfo, ?I. SKoloffe : ber »er«fu§ . 

2)a9 gr.«(at. ber molössns and gr. ber moloss^ (fioXoaa^), xatUitM (mit &« 
gSnaung Don ?rot;( « gug) eig. «moleffif^er Serefng" bebentet. 

bie üßolte, o^ne^I. : in^ftleinfte jertiebeneg SSrodened^ befonberd fein 
jerfaUene Srbe^ ©taub. 

^^bentf^ ISug^ beraUet, aber no^ )• 9* baberif4 bie n. ber Holt, bie n. ber 
Holten, at^b. bie molte, on^ (pmoi am 9Heberrbein) molde, ber molte» molt, 
B etanb, (Stbe, a(b. bie molta, »oncben aaäi f^on, in ba« mSnnU^ Oef^Ie^t 
ttbertretenb, mit bem 10. Sa^rb* ber molt nnb no^ f^ter f^ma^bieget^ ber 
molte, goti. bie mnlda, angelfS^f. (fi^ma^biegenb) bie melde, altnotb. bie mold 
(= (Srbe, (Srbboben, (Srbeberf[54e), f. äßanlnurf nnb mahlen l. 

ber üRotter, -g, $L ungebränci^(i(^ : aßa^Qo^n an a»e^(, ben ber 
aRttOer Don bem in bie TlüffU gegebenen (betreibe nimmt. S)aton 
bag Serbum moltern. 

9?o(ter anöi 1727 bei 9(er @. 1406^; meflenoSIbifib, W^\^, »etteranifii^ tc^ 
ane »el4er lebten 9)?unbart Stberne ba9 fgort in feinem dictionftr. 9r. bbS* 
bat; 1476 detotfit (im ThUhoniita) molter, molfter; mtttelb. 1800 ba9 multer 
(Weitih. T, 625), eig. molter (?), m(b. 1419 mnlter (f^i^^meUer n, 573), mit 
feiner Qeb. nnb Hog «erSnbertem Öef^Ie^t aufgenommen an9 mitteHat. bie 
molitftra, moletftx«, bann an4 mnltftra, ton mölitnm, bem 6u))innm l>on 
(at. m<$lere » malzten (f. mahlen 1). tKuf iene« molitnra fltt^t fiÄ an^ He 
(tt)egen be9 i na4 ber 2gnr)e() nmtautenbe ober))fS(sif((e ^orm bat a)ftttlter 
(64melter H, 578). 2>ae 8erbnm moltern (autet 1691 tbüringif^ mnttern 
(©tieler ®p. 1806). 

t ber SKotton, — g, ^t. — e^ eine art toeid^eg tooßenen ober auc!^ 
banmtooQenen ^tn^ti. 

9n ber 2ten ^Ifte be« 18. 3abr(. an9 fran). ber moUeton eig. » toei^e« 
Sonenjeng, toon bem fran}. 9bi. mollet » etnia9 met^, )art, einer Sbleiinng 
bon (at. molliB «= »ei4 (f. SRoH). 

t ber, feltener bag 3ßomettt, — eg, ^I. — e : «ugenbftd (f. augeiiO. 
momentan, fh>\. : augenbttdlid^, fi^neQ borfibergei^enb. 

9^0 m ent, bei meinem man nnwilllUrlid^ an 9nfnabme an« frans, ^er moment 
(f))r. momäng) benft, ifl, mie biefee, au9 lat. bae mom^ntom (f. bie tinm. ^n ben 



JBIemnit ^ Vhnat 125 

fof^nbai t[vtttil)# imcont |#tn mfj^. Me mdmente s IngenMitf; tad fibjl. 
ni0»ent«n «sd bcm twn momentnnL aboeteiteten lau, nft nm 200 totfontmen«' 

t ^ ÜRome nt, —t», —t : «etoeftutifl jitm «««fd^lag, auÄfd^tag«*, 
(Entf<l^etbitngdfraft, bad loorauf ed anfommt, toefentltd^er Umftanb. 

3ttt 19. 3a^r(. ara bei borget fibH^ fletoorbenen &pxaäit Ux SD^lefanil, toe 
bfti tat. an9 einem älterq;t k}on (at. moydre = bewegen abgeleiteten ba« moTi- 
mentoni }nfammenge)ogene (at. ba9 mom^ntum = Bewegung, IuT)er ^txV^tt* 
lanf, f(ein|ler ober tfirjefler B^ttt^ci^ (m Omentum t^mporis ober hdr»), (Snt« 
toiMmtg, (Sntfd^etbung, Hudf^Iag, (Sntf(](eibung«', 9u«f4Iag9fraft, Geltung )c., 
bie Qeb. ^bte i^raft eine9 dlStptt^ , toennSge beten et fl^ ^on einem Ort )u bem 
onbem fort bemeget^ {Sperander 886*), erbalten ^at. 

t bic aWottdbc, ^L— n : bie ©niett; abfotut einfädle ©ubftanj [bilbl. 
bei 3a(!^artS Ob. vl 9. 408]; fe^t Keinem aufgugt^ierd^em 

9n ber {»dten 8eb. bnnl^ Seibni« eingeführt, bo4 erfl feit 1720 befannt. 
Xa0 gr.«(at. bie mönas ((9en. rndnAdis), gr. bie monis (jxovdg) » (Sinbeit, bei 
¥^tfofo))ben M^ Stnfa($e, Untbeilbare'', toon bem gr. Sbj. SRofc. m<$no8 (fi&ytx;), 
gem. mönd IfiSvri), 92eutr. mönon (/<^vov), = einer, eine, ein«, ein einziger. 

f tttfOlonardf, — en, ?I. -en : Sßeinl&enfd^er, ^crr. bie SWoi« 
narci^te, ^I. — n (fUWg) : «aein^errfd^aft. mondrc^tfc^, «bi. 
SRonar^/ l»ot {ner^ 1606 bei £iiMw itat.-teiitf^. Diotionftr. 18lt>, {f|, mie 
bei Sttt^er 1 Wlacc 1, 1 ber SHtonar^a )eigt, an« bem glei^beb. gr.-mitteflat. 
ber monArcha, gr. ber monArohdi {pLOvdgx'n^^ einer 3txfammenf. an« gr. mönoi 
(f. 9R n a b e) mit einer Ableitung t)on irchein {j&gx^tv) « ber Srfle fein, berrf 4en. 
Sßon mon&rchdfl tommt bann gr. bie monarchfa (fiovagx^a), gr.«tat. bie monärchia, 
nwran« %. Q. 1678 bie SRonar^ei^ (Jtramer tetttf(t«ttal. Sortb. 783»), bana^ 
aionar^ie [im ff^b. fagte man baS einlidrddi, jnfammengef. mit hdrddi « 
b9^ Sitrbe], nnb (ierioon ifl ba« gr. 9bi. monarohikÖB {iJLovaQxtx6q) al» 
geleitet, toeld^eg nnferm f^on 1678 (f. A ramer a. a. O.) eingebürgerten 
nonar^if^ i» ^tonbe liegt 

ber ÜRonat, — t», ^I. — e : ber na(^> ber elntnaligen Umlauf^geit be0 
SRonbe« um bie(Srbe bon utib bi^ }U feinem @tanbe jwifd^en ®onne 
nnb Srbe (29 Zage, 12 ©tunben, 44 SRinuten unb 2Vio ©ecunben) 
ober bielme^r ber na<^ einem 2i\QiH\tti bed ©onnenial^red (b. 1^. na(^ 
30 Xogen, 10 ©tnnben unb 20 aßinuten) beftimmte ^ritraum. 3tt^ 
fanunenf. : monatlich; ba6 Sßonat^giflb, bie a»dnat«f(^rtft; 
monattoetf e; bie aRonatjeit :c. 

tbrnSt^ig i^ bie @(](reibnng mit t( SRonat^. &ter«n(b. ber mdnat («oc 
tn«£p. teift 81. Ol»), ebenfo 1482 im «oe. t^^eti«. 8(. t6», aber m^b. ber rnUndt 
(49en. mftaOdeB), abb. ber mftndd, mftndt, mftndth, gotb* ber m6ndl>8, angelfS^f.ber 
mdnad, (nfammenge). mdnd, altfrief. ber mdnath, mönad, )ufammenge). 
mtünäy mittet^ ber im 9{bb. )u «at t>erf(bn)H4ten m^b. 9(bteitnngdfi(be -6t, abb. 
-6d, für beren d man balb nnorganif^ t fc^rieb, atfo -dt, get^. -dl>, ton mbb. ber 
mftne, mit €S4tt)inben be6 audlantenben 8oca(e9 mftn, f))fiter nebenbei mttSer« 
bunfdmig be« ft gn ö an4 ber mdne, mit Gd^minben be6 au9lantenben 8oca(e9 
mtoy <4b. n. aftfH^f- ber mftno , gotb* ber mftna (mir SRarc. 18, 24), angelfSAf« 
n. oltfrief. ber md&a, attnorb. (nur bei 2)i4tem) ber mfini, = ber Sfftonb (f. b.) 



124 SBl0lI — SRomest 

SRoKcnbieb (^sflg in ben OSrterttt^am M 18. 34«^- f»»te m« i- B. M 
Si^tmer gaB. 2, 2), 1470 mtttclb. ber molken diep {Dii^mibaek ghmn. 411»), 
»oritt bie molken, toie im SKebetbeutf^en, ^bie mi^" ntib i»eii« SXil^ noütr* 
li^er Seife iSntfianbeneS'' iebeutet, (eru^t auf «bt^f^^r 6otfleKmi9, vonie|iiifi4 
ber, baß ^e^en ober (Slfen (e(btf4e Sefen) in e($metter(ingdfle|la(t9RiI4 fttffioL 
fßfjL SacoB ®rinim im bentfd^en IßtB^ n, 685 n. in ber iR^t^ol 430 f. 434. 
I026ff., an^ »ein^olb f^Ief. ®tb4 62*». 

ber STOoII, — e«, ^t. — e, italienifd^er fliotter unb mit erhabener «r* 
beit fletoirfter 2Wo^r (f. SWol^r 1), bann übergetrogen auf eine «rt 
breitet tDottenen ^tnit^. 

3n iener erflen Seb. in bem legten Viertel bee 18. Sa^rb- one ber ital. 8e« 
nenmrag ber moUe [bae 9Rafc. bee itat Ibi. molle s »eid^ k., »el^ee (at mollis 
SS mei^] mit (SrgSn)unfi i»on ber dnppo « ^feibenee 3^8" <c. in (Sebonlen. 

t ber SKotoffu«, ®cn. ebenfo, ^L SKotoffe : ber »er8fu§ . 

S)ae gr.«(at. ber molössus one gr. ber moloesös (fioXocaSg), loeldM (mit 9x' 
gSn^nng Don vcoö^ « gug) eig. ^moloffifc^er 8er8fu6^ bebenUt 

bie Tloitt, o^ne $(. : tn8ft(einfte jerriebened SSrodened^ befonber8 fein 
gerfaOene (Erbe, ©taub. 

Oo^bentf^ ISngjl Deraltet, aber w6i ). O. baberif4 bie n. ber Holt, bie n. ber 
Holten. Sl^bb. bie molte, an^ (jumal am 92ieben(ein) molde, ber molte» molt, 
BS fStanb, (Srbe^ a^b. bie molta, looneben and( fd^on, in bat m&mlnie Oef^Ie^ 
ttbertretenb, mit bem 10. 3a(rb. ber molt nnb no^ f^ter f^UMi^bieflenb ber 
molte, got^. bie mnlda, angelfS^f. (f(!t»a(!(biegenb) bie molde, altnotb. bie mold 
(ss (Stbe, (SrbBoben, (Srboberp^e)^ f- SRanItonrf nnb mahlen l. 

ber WliUtx, -8, $(. ungebr&n(i^Ii(^ : aßa^Mn an äße^I, ben ber 
aRflOer bon bem in bie fUlülfit gegebenen ®etretbe nimmt. S)abon 
ba8 93erbum mo(tern. 

SRofter aa6i 1727 bei Sfer @. 1406^; »eflerttSIbifit, ^efflf^ »etteronif^ Kv 
an« »el($er testen Sftunbart SIberne bae ®ort in feinem dictionftr. 9t. bbS* 
bat; 1475 c(etoif4 (int Teidhonigta) molter, molfter; mtttelb. 1800 bae mnlter 
(WeUth. T, 625), eig. molter (?), m(b. 1419 mnlter (G^melfer n, 578), mit 
feiner 8eb. nnb blog t>erSnbertem ®ef4(e((t aufgenommen au9 mitteflat. bie 
molitftra, moletftra, bann aud^ multttra, bon mölitnm, bem ®n)}inum t>on 
lat. m<$lere » mahlen (f. mahlen 1). 9nf ienee molitora fltt^t flÄ an^ bie 
(»egen bee 1 na4 ber Sorget) nmtantenbe ober^jfSIiifd^ gorm bae äRfilter 
(94nie((er n, 578). 2)ae Serbnm moltern fantet 1691 tbttringtf^ mnitern 
(©tieler Bp, 1806). 

t ber SKottott, —8, ^l — e, eine «rt toeici^e« »oßenen ober an^ 
banmtDoQenen 3^>^&^^* 

3n ber 2ten ^Ifte bee 18. 3a(rb. an« fran). ber molleton eig. « toei^ee 
fBoHenseug, Don bem fran). 9bi. mollet » etnae voüH, gort, einer Hbleünng 
«on (at. mollis » toei^ (f. SRoH). 

t ber, feltener bo« aKoment, — e«, ?I. —e : «ugenblicl (f. »ngeni-). 
momentan, Xb). : augenb(i(f(i(!^, fd^neQ borfibergel^enb. 

9)tom ent, bei melitem man nnn)ilI!arU(( an Snfnabnte ane fran). ber moment 
(f)}r. momäng) benft, ifl, toit btefee, ane lat. bal mom^ntum (f. bie tinm. in bem 



IBtemeiit — SRonat 125 

HilOta tfotttd), imconf M^n ntb. He mdmente = Ingenlfitf; ba« fibi. 
Btomenttn mt$ Um ttn moai«iitiiin oBgefehetai lat., cv^ nm 200 tütfommen« 
bot Sbi. momeiittDeiu « ^nnt angetibßtfli^. 

fbadaRoment, — e^, — e : Setüegung }ttm fftt^fd^Iag, 9(u0f(^(ag^, 
(Eittffl^etbungdfraft, ba^ tDorauf ed anfommt, toefenttid^er Umftanb. 

3ttt 19. 3a(rb. aud ber t)orber übli^ getoorbenen @))ra4e ber a)!2e4ani(^ toe 
b<i6 lat. aa9 einem älterq;t loon (at. moydre = beioegen obgeleiteten ba« moTi- 
mentum 2iifaintnenge)ogene lat. ba9 mom^ntum = i^emegung, lur^er ^tiVott' 
lauf, ÜeinlleT ober tttrje^er B^ttt^eil (mom^ntnm t^mporis ober hdr»), ^t« 
ttridelnng, (Sntf^eibung, fivi9\iiila^, (Sntf(](eibung9v tKu9f((Iagg!raft, Geltung ic, 
bte 8eb. ^^bte i^raft etneg d'ixpM , t)enn6ge beren er fl4 ^on einem Ort )u bem 
anbem fort betoeget" {Sperander 886*), erhalten bat. 

t bie aRottdbc, ?L— n : btc ©n^ett; abfolut einfache ©ubftanj [bilW, 
bei 3a(!^artS Ob. tt. 1?. 408]; fel^r Keinem Sufgugtl^ierd^en. 

3n ber }»eitett iOeb. barij^ Seibni^ eingeführt, bo4 erf feit 1720 belannt. 
lag gr.-(at bie mönas (<Slcn. mönadis), gr. bie monis (/uovdc) =» (Sinbeit, bei 
¥^i(ofo|)ben j»ba« (Sinfa^e, UntbeUbore'', bon bem gr. Hbj. aRofc. m<Sno0 (/Leörog), 
gem. möng (/iSvti), 92etttr. mönon (jiSvov), = einer, eine, eing, ein einjiger. 

tber3Kondr(^>, — en, ^L -en : Sßeinl&enfd^er, *^crr. bie SWo* 
tiard^te, $(. — n (M) : »dein^errfd^aft. mondrc^tfc^, 8(bi. 
SRonar^^ tt>oI Sner^ 1605 bei £iiMw itar.-teiitf^. Diotionftr. 181«», i^, n>ie 
bei Sntber 1 äßacc. l, 1 ber aXonar^a )eigt, ane bem gleiibbeb. gr.-mitteflat. 
ber monArchA, gr. ber monArohdo (jiovdgxv^)^ ^»er Suf^^nmenf. ang gr. mönoo 
(f. 9R n a b e) mit einer Ableitung bon irchein {ägx^^^) = ber (Srjle fein, b^nrf ^n. 
6on monirchds tommt bann gr. bie monarohfa {iicvaQxia)^ gr.'tat. bie monirchia, 
tDorang }. O. 1678 bie SRonar^ev (J^ramer teutf(]^«ital. Sortb. 7830), banaib 
SR na reifte [im Sbb- fagte man bad einhgrOdi, jnfammengef. mit hgrddi « 
tik|9e Sitrbe], nnb bterioon i^ bag gr. 9bi. moiiarohik<58 {iJL0vaQxix6q) cA» 
geleitet, toel^c^ nnferm f(bon 1678 (f. jtramer a. a. O.) eingebürgerten 
monar^if^ jn Gmnbe liegt 

ber SRonat, — 1&, ^t. — e : ber no^ ber eintnaliflen Umlauf «jett be« 
SRonbed um bieSrbe bon unb btö }U feinem ©taube gtDifc^eu ©onne 
ttub grbe (29 läge, 12 ©tunbcn, 44 Wlxmitn unb 2Vio ©ecunben) 
ober bietme^r ber na(!^ einem 3^^(f^t ^^^ ©ounenja^re^ (b. ^. na^ 
30 Sxigeit, 10 ©tuuben unb 20 aRtnnten) beftimmte ^eitranm. 3u« 
fommenf. : monatlid^; ba9 aRonat^gelb, bie a»onat«f(^rift; 
monatweife; bie 3Ronat)eit :c. 

Unn9tbig i^ bie @(](retbttng mit tb SOf^onatb- tUer«nbb. ber mönat («oc 
jnctp. teuL 81. Ol*"), ebenfo 1482 im voc theia. ^\. y6^, aber mbb. ber mändt 
(0cn. mAnOdefl), abb. ber mg n 6 d, mftndt, mftndth, gotb*ber mgiidl>s, angelfS^f.ber 
mdnad, jnfammenge). mdnd, altfrief. ber mdnath, mdnad, )ufammenge). 
m6nd, mittel^ ber im 92^b. )n «at ioerf(btt)H4ten mbb. Ibteitnnggfllbe -dt, abb. 
^ fttr beren d man balb nnorganif^ t f^rieb, alfo -dt, gotb- -dj), Don mbb. ber 
rnftne, mit €S4ttnnben bee anltantenben 8ocaIeg mftn, ff>Ster nebenbei mitSer« 
bnnteinng beg ft }n 6 aJxS^ ber mdne, mit @4minben beg auglautenben 8oca(eg 
mdn, abb. n. altfS^f. ber mino , gotb* ber mgna (mtr 9Rarc. 18, 24), angelfS^f. 
V. oltfrief. ber mdna, attnorb. (nnr bei 2)i4tem) ber mini, » ber SD'tonb (f. b.) 



126 vtm 

M ^mmdMtpet, ei«. » bet ba« Seittnag befliuimaibe ^mm^Wtpn, momü 
gr. bev mUn (jm^v) « ai^onat imb an^ (bet biefen bejHmmettbe) Wtttab fKnimt. 
3n biefem gr. m8n aber (aftet bleibenb eingetfctcnc« n, ttS^tenb bo0 onSTautenbe 
toaqel^afte s gefctkDunben ifl, loet^ejS bie Soltfd^ niib ionif^e S^m ber mei« 
Oc^/g) = SRonb, 9Ronbtoe<^feI, SRonat, ^eng borif^ ber mds (^if^) benm^ren nnb 
ber alte M\\öit (S^en. @tng. mdnnos (/i^vvog) in feinem an9 ns (va) getDorbenen 
im (vv) erfd^Iiegen ISßt. 9m beuttt^ften )eigt ^(i bie tolle gorm in tat. ber 
mtesifl 3s Wtenai, (itt^an. (terattet) ber menesis*» SRonb u. 9)>lonat, bie ttr- 
f)}rfinglt((e iebo4 in fanffr. ber mAs s SRonb n. äl^onat, tooioon ber mii8A(8) a 
SRonat. 2)ie 2Bur)e( biefed mAs nun ifl fanfir. mft = meffen (f. b.)# )u melier 
an4 tat. mdtiri (b. i. md-t-iri) = meffen ge^Brt, beffen ^arttci^inm be« $erfect8 
mensus lautet nnb bie Sbleitung ieneS meiiBis toon bem S^erbnm fidlerer ma^t. 
SDi^it mAs flimmt bann nod^ gau) altflatD. ber mjesftz' (ä «b Ml), ruff. ber inje»- 
jab" SS ai^onat u. Wtovib Don bem ebenfalls ber SEßuqet mft angebSrigen, aber 
f^on Übergang be« b la t )eigenben ruff. mjerit* » meffen. So toeifl ber bei 
9^0 nb }n Grunbe (iegenbe Segriff auf bag SDleffen ber Beit )srfi(f. IBgt. 
®rimm (Sef^. b. bentf^. ®px. 852. e. au^ SDlonb. 2)a9 Ubi. monotli^ 
f^on 1482 im voe. ikeut. 81. yQ^, abb. mAndd-, mAaMlih. 8gt tSgli^ nnter 
bem IBorte 5i:ag. 
Ux Win6), — e«, ^I. — e : ftloftergeiftßdj^er ; bann {naä) einem ber 
aRl^nc^«fa))))e &l^n(tc^en f(^kDar}en gled oben auf bem fto)>fe) eine 
©ta^mfiden«» unb eine iDMfenart. Dimon : m'ond^ifd^; bie ^JK&n^ 
d^etet = aßdnd^^Ieben (f. Snm«); ba« SRond^Iein. ^ufammenf. 
mit bem ®en. @ing«3R'önd&d:> : b{ea)?ond^9fa))))e, ba^SDJond^d« 
ftofter, kleben; bie 2»'on(!^«f(i^rift = ecfige ©cl^rift ber fBl'inä)t 
im Wtxtteialttx; bad üRonc^dmefen :c. Eigentliche ^ufammenf. : 
bad aßond^t^um. 

Wt^näi, Stter»n(b. nnb neu mnnbartlid^ (). 8. bai^f^) ber mfiti^, mib 1691 
toer)ct4net @tieler @)). 1226 Sl^Bniib u. SRiini^, SDlSn^ n. WtünH neben* 
einanber; mbb. ber münich, münech, bann gctfir)t müneh, abb. ber mtmioli, 
eig. manih (fo in 3iifA>mnenfetungen alg erflee SBort), mittelb. ber manicliy 
manch, 1469 mitteirbein. monch {voe. ex ^^m), anf beffen o fi^ unfer d grflnbet, 
bae bur4 ba9 i in -ich, gefurzt -ch, teranlagt mürbe, angelfS^f. ber munec, 
attfrief. ber munek, munik, monik, altnorb. ber munkr, alle in ber erflen ©eb.; 
and bem gleid^beb. gr.'Iat. ber moniUshns, gr. ber monachös (jiavaxSo), meldet 
bae fnbflanttbif^ ftefe^te SD'tafcuIinum bee gr. 9bi. monach<$8 (fiovax^q) = 
^aSein, eiufam (ebenb^ i^, ton mönos {ß&voq) » einer^ aKein (f. SRonabe), 
ni^t toon fanftr. ber moni ss (Sinflebler, met^ei }u man = beulen gebart S^ 
äRBn($erei, bei (Stiefer a. a. O. aRttn4erei^, ^att (bem t>on 9RSn4 ab« 
geleiteten) bie äJtSn^ei, ml^b. bie monicheie {Sl ülrieh$ Leiben 1217) b. i 
rein«mbb. münichie (?), ift bad r unorganifii^ inbem «rei, meil «r-ei b&ufig aU 
Suegang ton SSrtern torfommt^ ^att be« bloßen -ei, mbb. 4-e, fttr ben 
Silbungetrieb genommen würbe. S£)a8 Ibj. mbn^ifd^ i^ mbb. mft'nichBch 
{Königthofen 389, 26), mtttelb. munchiach; ällSnd^Ieitt mbb. bae mü'nichelin, 
mü'nechlin; IDtSnd^tbum a^b. monihtuom. ^ute mit aßön^d'iufammengefe^te, 
l^.Wl'6n6i9ta\ipt,Wllin^9Uhtn, geigen ft^ aU frühere eigentli(!^e Bnfammen« 
fe^ungen, benn biefe (auten im äJ2bb. bte münech- (?), münchkappe, = SRSn^' 
futte, fe(6fl no(t 1711 mSn4{a))))e (9iSbIein 645t>),bann m^b. ba« mfinechldben; 
bo(!^ fd^eint in bem tool no^ bem 14. 3a(rb. ange^Brigen voe. apt, 9tt. 18, 65 



»IM - »tonb 127 

moBMkkftpp Ue Saf (MiMiif . monclMkappe fein {nfoScn. 1691 IR6iic&0f(ofler 
wri» 1711 m4 8Rai<)fteflet (ttSbtein a. a. C). 

beraSBini^, — c«, ^, — e : «tt itngef^toärjten ober äitgctfi fd&toaci^ 
gef^tDSrjten Settern BebmAe, alfo glei(!^fam falzte ©teile eined ^rudt« 
Bogend. 3^f^^^^^f* * ^^^ an'oni^dbogenss Sogen mit einem 
fo((^en SR&nd^e ober mit WdnäftxL 

(Shtf mit ber aRSn^as jt(of|erget^li4er nnb ben beffen fo^t gef^omem fto^^fe 
(ober "^tatxt) hergenommen, uwranf f^on 1691 6tteler @|». 1296 ^inmetfl, ber 
anfer bem begriffe iener fallen ©teile beg S)rtt(fbogen« auäf ben einer SdViit im 
Seintoge ^t. SD^^Sn^gbogen erfk 1777 Bei Sbelnng anfgenemmcn. 

beraSöttd^, — e«, ?t. — e : berfdj^nittene« , 8ber]^an<)t jur ©egattung 
oittanglic^ gemac^ted m8nn(i(!^d 3:^ier, in^befonbere unb bor}ug^eife 
etn fol^e« ?ferb. ©abon moncl^cn = caftrieren (f. b.). 

fBie 9RSn4 im bor^ergel^enben llxiiM eine mit Tt^näi = ftlo^ergeiflü^er; 
oBer (ier t)on ber gelobten Mengen (Snt(oItfamfett in gej^Ie^tttd^er 9e}ie(ung 
(»genommen. €^o 1540 bei Htberng dioüonftr. 0(. p2* n. RS* mün^, unb 
f4on mittelrbeinif^ im voc. eos ^[uo loon 1469 (neben monoh =s jtlojlergeißlt^er 
b(o6 in ber ^c^etbmig nnterf(!tieben) eyn moTnohe « ßat.] castr&tns (8er« 
Mntttener), anbermSrtg im 16. u. 16. Sa^r^. münch, nnb 1605 bag Serbum 
mynchen «= eaftrieren {voe. gemmagemmAr, 9t. AI*), 147B mtlmclien {Mf/n- 
tmger €S. 60), mtttclb. monohen (f. Ife%ffer$ Qtfmama V, 289). 

ber SKUnd^, — t», ^I. —t, att ©enennung berfd^iebener ®crfjeuge, toie 
eine« @tem^e(6 jum @togen im $)ttttenbau, etned in bie $'6^e ftel^enben 
3a)>fen6 gum Slblaffen unb ©daliegen be^ Xeic^e^ k. 

2)ie begriffe ge(Fen toon ber aRBnd^ « ^yJtlo^ergeifHi^er" aug nnb jinb 9tt« 
ncnbnngen biefeg 8egrt{feg, mie ^<S^ ). 8. fd^on barin ^eigt, bag bie 9tinge, in 
toe^c mittel^ ieneg @ten4>elg eingetrieben mirb, ben iKamen 9lonnen fti(;ren. 
monc^en, f. Wlln^ 3. bie äJZi^nd^erei, monc^ifc^, ba^^JZond^^^ 
U\vi,\.minei\. beräR'onc^^bogen^f. aß&n(!^2. bie il}iut(^6^ 
Ia<)pe it, f. aWbttd^ 1. 
ber SRonb (o lang), — e«, ^L — e : ber 9lebett^)lanet ber Crbe, Dann 
im %en^od^betttf(!^en aud^ f. b. a. 92eben^(anet ä6er^au))t. 

3m 16. 3a(rb. ber m6nt (mit JBerbnntelnng beg A )n d, fomie mit Mrpng 
ber ^teitnnggfUbe mg) m^b. ber mAnet, in alter boQer (Snbnng mftndt (.Beirihold 
8ngg. oen Aling @. 137, 146. fbx beiben @UlIen in gronj $feifferg 9ngg. 
mftiie), mittelb. ber mftnt, ml^b. n. mittelb. im 15. 3a(r^. aber au4, mit Ser- 
bnnletnng beg A )u d ber mdnt. 2)aneben bie Don biefem ftartbiegenben SSBorte 
ansge^enbe f^tta^biegenbe m^b. n. mittelb. gorm ber mftnde, rniberfttrst ber 
mAnede (beg bem ben k. mgaeden, bicfer 9cc. ). 8. bei BerihM Don ftitng 
6. 137, bei Pfeiffer rnftnaD) , hn 14. nnb no^ me^r im 15. 9a^r(. and^ mit 
BetbnnMnng beg ft )n 6 ber mdnde, too^er Bei Snt^er (3. 8. 3ef. 60, 19. $f. 
104, 19) nnb felbß no^ ba unb bort im 18. 3a(T(. bie f^ttad^e Biegung beg bem 
ben biete. SD^^onben; qlu^ (atDl}it n, 40 u. 175 k. ber aRonb (®en. 3)f{onbeg 
ebenba @. 191) fomie ben !Rom. @ing. ber äOtonbe (ebenba @. 178. 198. 
282) mit bem ®en. €^ing. a92onbeng (m, 166. 169), 2)at @ing. (II, 58. 
W8), «cc. eing. (ÜI, 277) n. Wom. ^(. (H, 8) a^onben, »te «ug- 



128 SRonb — iRenb' 

brttde altt flnb a&e itrf|»TtttiflU4 tmt i»on beut ä^ttSMtt ^^ SRottbttmUmfee, Vu 
M 3a^re«, gebrauttt (f. ben fotgenben Xttitel tmb SRontt) mb bvfogen ft^ 
bann in ben iBegciff be« 9{eben))Ianetcn bcr (Srbe neben bo« ffiott für benfelbiBB, 
ha» etnfa^e iener Sbteitnng m&Ddt, mAnet )n ®rnnbe Uegenbe mbb. ber mAne 
(f. anonat 9nm.) ein, mel^ed mit IBerbnnfelnng be9 ft }u d in mdn ttbergieng. 
@o flnben toir benn in bem voc iheut. toon 1482 neben einanber 161. t6* ber 
„mAnde oder mAne^ unb ^l y6* ber mOn, ebenfo in bem voe. mcip, teuL 
(iwtiM 2)arm^Sbter <S|rem))Iar) „mAn [fo }n lefen (ier flatt mon, loie gebrndt 
\ft], Yolgariter rndn** nnb 91 q5^ mönd; aber bie nbb. f^orm ber SRon [bei 
ftiberu« dictionftr. 81. Oo4* neben monb (6(. P4^)], bie in Snt^cr« 8ibe( 
nur in monftt^tig = monbfüd^tig berfommt, wirb, menn fie an4 no<l^ 
1691 @tteler ^p. 1289 neben äßonb berjet^net, aSeinfiebenb in ber @4rift« 
\pxa6it feiten nnb erUf(bt, fo bog fle im 18. 9a(r^. IBielanb im @4a4 Solo 
(f. Seutf^er SD^erlur 1778 Wtai @. 106) nur no^ altert^fim(i(b fe^en !ann. 9ietn 
bemal^rt blieb fie allein in ber Bufammenfe^nng ber SD^ontag. IBgl. au^ 
SRonbtalb. 

ber üRonb (o (ang), — e«, $(. — c, unb — cn, toa« STOonat 

Ku0 ber Siteren gorm bon SD^onat (f. h.), inbem bnr$ ^d^wli^nng be9 Socatf 
ber Slbleitung^fllbe lene9 mbb. mAndt im 15. 3a^r^. )n miaet, biefed »ieber 
bnr^ itürjung jener @ilbe, iumal mittelb., }n mAnt nnb mit 8erbnnlelmig beg A 
in iu mdnt mirb. 8on ber fiartbiegenben mbb. gorm mAnet, mAnt {i&tn. 
beg mAnedoB, mAndes) gieng bann bie fAma^biegenbe, lavi&S^ft mittelbentf<!^ ber 
mAnde (<9en. beg znAnden), ang, »o^er bie oben angegebene, bei 2nt(er übli^e, 
gegentDSrtig aber me^r nur no4 bei 2)t4tem borfommenbe f^mad^e Stegnng : 
be« bem ben biete. SO^onben Ulster trübe SDlonben finb entflobn'' (^»'dlti^ 
173); „aWcJr alg b«nbert SWonben long" (33ürger 78»)]. JDer in ^rofa 
üMi(be 9(n0bm<t ij! SRonat. 2)en Übergang ober bielme^r baA anbringen f^on 
beg m(b. mAndt in ben Segriff beA 9ieben^laneten ber (Srbe f. in bem )»or^er- 
ge^enben ICrtiM. 

SWonbs aRottbctt*, 3»onbeö* obera»onb«* (olang). 3tnt» erfte 
in eigentlicher 3uf^nimenf., bie übrigen ate ®enitit>e bed ®tngu(ar« in 
uneigentlid^er, n>el($e ^6f febod^ Bei ber in ben 3uf<^i)^Ä^nf^6i<ngen 
merfmürbiger SBeife ftart flbertDiegenben fd^mad^en gornt bon aRonb 
(f. ber Wtont 1) ntel^mtaM }u einer fd^einbar eigenttici^en tttrjt ober 
mit ber eigentü^en unorgonifd^ bertoufci^t n)irb. ber 9R on ben- 
gtanj, ba6 aWonbenia^f'r (f. 3<xi)x), ta9 SKonbentid^t, bie 
SRonbennad^t, ber SR^nbenfd^ein, ber aßonbenfd^immet; 
aber aud^anberenStatt, toenn man ©onnenia^r, «^lid^t, »fd(^ein^ 
^fd^ immer bcrgleid^t, nidj^t fo gut ober felbft tabel^aft ba« 304 onb* 
jiai^r, ba« üRonblid^t, bie SKonbnad^t (= $Rad^t in »clever ber 
SKonb fd^etnt), ber aRonbfd^ein (f* »nm.), ber SWonbfd^immer. 
bie aWonbeßfid^el (©^iller fflaO. lob 6, 3), SKonb«fid^cl. 
baß aRonbaugc = fel^Icr^afte«, in feiner ©c^fraft mit bem SDtonb 
iVi^ unb abncl^menbe« äuge bei einem ^ferbe; monbbefd^immert 
(1773 Bei $ött^ 95, u. bei SSog) = bom Sßonb bef d^immert ; 
bie 3»onbfinfterni« (ftatt SÄonbenfinfterni«, bßt. Sonnen* 



SRonfofb ~ mono« 129 

finftcrni«); ber SKonbflififcn (toflt. ^Uä 2); motibförmig; 
ba« iWonbfalb (f. «nmert.)/ — e«, ?I. a»onbI5(ber, = in ber »är- 
mutfer entftanbene« fleifd^iged k. ©emäd^d, ba9 gut 23e(t tommt^ bann 
miflffiatte plumpe SWiftgeburt; moublid^ = beut 2)?onb eigen ((Sbtl^e 
I, 195), monbförmig (SSofe Obib 9ir. 58, 8); ber SDIonb narr = 
mit einer 3ur 3^^^ ^^ Sltonbmed^feld unb )tt)ar beim Eintritte be^ 
»oflmonbe« »ieberfe^renben 5Rarr^eit (aSerrüA^eit) behafteter aRenft^f; 
bie aRonbfucHft (f. «nm.) = gu* unb abnei^menbe« S^ot^ttoanbetn 
na6f 3n« unb abnähme bed üRonbentid^ted, babon bann bad ab), monb^ 
fä(!^tig; baö SKoubtoiertel (ftatt aWonböbiertet); ber SKonb* 
tDed^fet (®öt^e XXXI, 88 aber @. 85 aßonb«toed^feI) = ©n*^ 
tritt be« ÜRonbe« in feine bcrfd^iebenen (grfci^einungen üon 7 ju 7 lagen 
ober auc^ in bie nämli^e Srf^einung )}on 4 gu 4 SBo^en. 

SRonbenial^r erfl 1711 bei asblein 646% aber 1691 Bei Stielet ep. 
879 aRonb6ia^r mib 1716 bei Subwig @p. 1263 a^onbia^r. SD^onben- 
glang bei i6ttrger am ©d^Iug ber Senore; SD'^oubenf^immer bei ^blti^ 
60, 26; aieonbenna^t bei @4iIIer ^ell 2,2. 9RonbfaIb bereite 1678 bei 
jtramer tentf4-tta(. Sßortb. 784% urfprüngli^er, »ie 1691 nod^ @tieler 
6p. 917 nnb fefbfi 1716 Subwig @p. 1263 (aben unb an^ engl moonoalf ss 
.»mrgeflalte Snifgebntt^ geigt, SRonfalb, loel^ee aber tro^ ber ^nfi^rung in 
mfem fSBiterbfl^em fett bem 6r(9f((en ton Wien (f. 2Ronb 1) fanm me^r ge« 
f^rieben toirb; bie iSenennnng bem^t tool anf m^t^ifd^er Sor^ettnng (f. <9rtmm 
ift^t^. 111), snmal ba man bem SRonbe ntan((er(ei (Stnflng beimißt nnb mon^e« 
am t^n letrfibrenb toS^nt. 2Rit 9te((t (at 9ac ®rimm hierbei m(b. ba6 
wa^«rkalp (iSafferf a(b), abb. wa^arohalp, « tBafferfud^t, gteid^fam bon 
ffiaffec anfVrmfi^ f^toeHenber 2etb, terglid^en. 9Heberbentf4 fagt man in bem 
€Sinte ton SRonbfalb bal manenkind (manen- <9en. @ing. Don mane s S)lonb]. 
SRonbf^ein (1678 bei Jtramer tentfd^«ita(. ISortb. 783*»), aber au^ notf im 
17. 3a(ri. SRonf^ein, 1482 ber mdnschein (ooe. theui. QI. t6''), m^b. ber 
mftiuchiii, »el<be9 eigentlt^e Bnfammenf. mit ml^b. n. mittclb. ber mAne, n^b. 
SRon, wS^renb mit bem ®en. ®ing. biefee Sßorte6 gufammengef. bei Opi^ n, 198 
ber äRonbenfe^ein, 1711 bei ^fiblein 646* monbenf^ein neben monb- 
f^ein nnb bei (SSt^e xn (gan^), 81 a^onbenf^ein. SRonbli^t, f^on 
1678 bei Jtramer tentfd^-itaf. Sortb. 784% mo SD^onblied^t. SD'^onbfinfler« 
nie (antet 1716 S)lonbftniiernt6 (Snbmig @p. 1262), aber 1706 in beffen 
englifd^'Untf^. Lex. 228*monbenftn^erntt6, 1727 bei Hier @. 1407*" Tteti' 
benfinfiernue; no4 1736 nnb ebenfo 1753 bei^eberi^ €$p. 1636 ü^onben« 
finfernig, aber gngleic!^ mit SRonb«- nnb SOf^ontfinfierniB. SDf^onbfu^t, 
no4 1716 bei Submig @p. 1263 SD^onf n^t, ȟtbe im an^b. bie m&nsaht lanten, 
nnb monbffi^tig (1678 bei J(ramer teutf(!^-itd. tBortb. 784') (antet bei 
2ttt|er (aRatt(..4, 24. 17, 16) nnb felbfl no^ 1716 bei SnbtDtg a. a. O. 
menffitttig, 1482 mdnsuclitig (twc. theut. a. a. £).)/ 1429 zn6n8üechtig (Üb. 
ard, rtr, 8l. 23*") b. t. mdnsuclitig {<xa^) minsuclitig, mefd^ee in bem Segriffe 
mit (at. Innftticas, gr. seldniazöineiios {asXriviaC,6(xevoq)i flimmt. 

ba« aJlonfatb, »ofiir W SWonblalb, f. üRcnb*. 
t mono*, aud gr. mönos (f. ÜRonabe anm.)* 3n : ber äRonoIog, 
— e«, ^(. -e, = aaein*, ©etbftgefpräd^ ; ba« SKonopoI, 



128 SRottb — Stoiib' 

brilde aber finb alle nrft>rfinflli4 tmr i»ott bem 3dt«M|e be« SlonbiniitofeS, Vu 
be« 3a(re«, geBrau4t ({• ^tbl folgenben Wrtitel nnb SRontt) mb bfSngen fU( 
bann in ben begriff bea 9leBen))Ian(ten ber Qrbc neben baf IBort für benfetbe«, 
ba0 etnfa^e iener fCbleitung mAndt, mftnet )n (9runbe liegenbe mbb. ber mAne 
(f. SRonat Xnm.) ein, »el^ea mit 9$erbunlelnng bea ft )n d in mdn üBergieng. 
®o flnben toir benn in bem voe* iheut, toon 1482 neben einanbev 81. t6* ber 
„mAnde oder mAne^ nnb 81. t6* ber mOn, ebenfo in bem voe, ineip. teut, 
(gmeitea 2)arm^ter <S|rem^1ar) „inftn [fo }u lefen ^ier |latt mon, mie gebmdt 
ifi]/ TolgaiJter rndn** nnb 8(. q6^ mdnd; aber bie nbb. %oxm ber SRon [bei 
«Iberua diotionftr. 81. Oo4* neben monb (81. P4^)], bie in 2nt^era 8ibel 
nur in monftt^tig » monbffid^tig borfemmt, mirb, toenn fie an<l$ nod( 
1691 @tie(er ^p. 1289 neben SRonb berjet^net, aSeinfiebenb in ber (^rift' 
f^rafe feiten nnb erlif(bt, fo bag fie im 18. 9a(rb. IBielanb im @4a4 Solo 
(f. 2:entf4er SD^erlur 1778 SRai e. 106) nnr no(b altert^ttmli^ fe^en fann. 9iein 
bemal^rt blieb fie allein in ber Bnfftinmenfe^nng ber SDtontag. 8gl. ojt^ 

ber üRonb (o (ang), — e«, ?(. —t, unb — cn, toa« SKonat 

Kua ber Siteren gorm bon SD^o na t (f. h.), inbem bur$ @((wtt4ttng bea 8ocala 
ber 9[bleitung9fllbe lenea mbb. m&n6t im 16. 3a(r^. )n miaet, biefea mieber 
bnr4 Jtflrjnng iener @ilbe, )umal mittelb., }n mAnt nnb mit 8erbnnlelnng be« A 
in iu mdnt mirb. 8on ber fiortbiegenben m^b. gorm mAnet, mint (<ften. 
bea mAnedoB, mAndes) gieng bann bie f(!6tta(bbiegenbe, snnSil^fl mitte(bentf<!^ ber 
znAnde ((Sen. bea mAnden), ana, »o^er bie oben ongegebene, bei Sntber ttbfi^e, 
gegennSrtig aber me(r nur no4 bei 2)i^tern borlommenbe f^mad^e 8iegung : 
be« bem ben biete. SO^onben [^8ter trübe aRonben flnb entflo^n'' ($8Itv 
178); ^SWeJr al« ^unbert SWonben lang" (8ürger 78»)]. JDer in ^tofa 
übliibe 9In0brtt<t ifi 9Ronat. 2)en Übergang ober bielmebr baa <Sinbringen f^on 
bea mbb. mAnOt in ben 8egriff bea 9ieben^laneten ber Srbe f. in bem )»or^er« 
gebenben firtifel. 

aWonb*, aRonbeti«^, 3»onbe«» obera»onb«* (olang). Oene« erfte 
in cigcntlid^^cr 3ufammcnf., bie übrigen att (Senitibe beö ©Ingurar« in 
uneigentll^er, toetd^e jld^ icbo* bei ber in ben 3«f<^tt^Äenfe6ungen 
merfn)ürbiger SBeife ftart fibertoiegenben fd^mad^en ^omt bon SKonb 
(f. ber Wtont 1) ntei^mtaM }u einer fd^einbar eigentlid^en türjt ober 
mit ber eigentlichen nnorganifd^ bertoufd^t n)irb. ber 9R 6n ben^ 
gtanj, ba« SWinbeniai^r (f. 3a^x), ba« 3»onbenIid^t, bie 
SRonbennad^t, ber aRonbenfd^ein, ber aRonbenfd^immet; 
aber aud^anberen@tatt^ tpenn man ©onnenia^r, «^lid^t, ^fd^ein, 
*fd^ immer bergteid^t, nidj^t fo gnt ober felbft tabel^oft baö 3R6nb<^ 
jai^r, ba« äWonbtid^t, bie SKonbnad^t (= $Rad^t in todd^er bet 
aRonb fd^eint), ber aRonbfd^ein (f. anm.)f ber aRonbfd^immcr. 
bie aWonbeßfid^et (©dritter ffiaO. lob 5, 3), SWonb^fid^cl. 
ba« aRonbange = fe^Ier^fteß, in fetner ©el^fraft mit bem SRonb 
ju* unb abncl^menbe« äuge bei einem ^ferbe; monbbefd^lmmext 
(1773 bei $ött^ 95, n. iei SSog) = bom Sßonb bef t^fimmcrt ; 
bie äT^onbfinfternid (ftatt 3Jlcnbenfinfterni9, bgL ©onnen^ 



JRwifotb — mono* 129 

fttifternt«); b€r aKonbftififen (öflt. gleif 2); monbfbrmtg; 
bo« SRonbfatb (f. «nmert.), —e«, ?I. aRonbfätbcr, = in ber »är* 
mutkx eittftanbene« pctfd&ige« tc. ©ctoäd^ö, ba« a^t ®cft lommt, bann 
nngeftaltc t}Iumpc SWWgcburt; monblfd^ = bem 2ßonb eigen (©btl^e 
I, 195), monbförmifl (SSog Obib ^x. 58, 8); bcr ü)Jonbnarr = 
mit einer jur 3cit bc« aWonbtoed^fel« unb jtoar beim Eintritte M 
Soamonbed »iebeife^renben 9!arr^eit (SSerrücItl^eit) behafteter SKenfd^; 
bte aSonbfud^t (f. Xnm.) = }u«^ unb abnel^menbed 9{a(!^tn)anbetn 
naif 3tt* unb abnähme be« STOonbenlici^tea, babon bann ba« ab}, monb» 
fttc^tig; ba« SKonbbiertel (ftatt aWonb«bierteI); ber aWonb* 
toec^fel (Oöt^e XXXI, 88 aber ®. 85 aWonb«toed^feI) = ©n* 
tritt bed SDZonbe^ in feine berfd^iebenen (Srfd^einungen t)on 7 gu 7 3;agen 
ober anc^ in bie nämüij^e @r{^einung bon 4 ju 4 9Bo^en. 

SRonbenial^r erff 1711 bei asblein 646% aber 1691 Bei @tie(er mp. 
879 SRonb«ia^r mh 1716 bei Subtoig @p. 1263 SD^onbja^r. äRonbe»' 
g(an) bei bürget am @4Iu6 ber Senore; SD'^onbenf^immer bei $8111^ 
60, 26; a^onbenna^t bei @(!^tner ^ell 2, 2. 9RonbTaIb bereit« 1678 bei 
Aramer tentf^^tal. Sßortb. 784% itrf)>rüngli((er , loie 1691 uo$ @tic(er 
@|». 917 nnb fefb^ 1716 Subnig Bp- 1263 bdbeti unb auf engt, moonoalf = 
i^migeftolte iRiSgebnrt'' geigt, SRonfalb, »elfed aber tro^ ber anfitbrung in 
nifem fSMerbfl^em fett bem 6rt8f((en Mn äRon (f. 2Ronb 1) fanm mebr ge« 
ffrieben tmrb; bie Senenunng beruht »ol onf m^tbiffer IBorflellnng (f. (Srimm 
SR^tb. 111), sumal ba man bem SRonbe maniberlei (SinfUsg beimißt unb monfe« 
am tbm benfibrenb »Sbnt. SRit 9left bat 9ac. ®rimm bierbet mbb. ba9 
w^«rkalp (iSafferf alb), abb. wa^archalp, » tBafferfuft, gtet4fam Don 
IBaffer unf^rmfif ffttMUenber Seib, toerglicben. 9tieberbeutf4 fagt man in bem 
6inie i»on SRonbtalb ba9 manenkind (manen- ®en. €>tng. ton mane » SRonb]. 
SRonbffein (1678 bei J(ramer teutfe^«ital. »ortb. 783>»), aber anä^ nof im 
17. 3abrb. SD^onffetn, 1482 ber mdnscliein («oe. iheut fbl t6^), mbb. ber 
miatchlny me(<be6 cigentlife Bufammenf. mit mbb. u. mittelb. ber mAne, nbb. 
SRott, wfibreub mit bem ®en. 6ing. btefe6 Sorte« )nfammcngef. bei 0)>it n, 198 
ber SRonbenfe^ein, 1711 bei 9tSb(ein 646* monbenffein neben monb- 
r4ein unb bei <90tbe xn (gaufi), 81 3)tonbeuf4ein. äRonblift, \6ion 
1678 bei firamer teutf<b-itar. Sortb. 784% wo SD^onblicft. a^oubfinfier- 
ni« lautet 1716 äßonbfinfiernig (Submig ®p. 1262), aber 1706 in beffen 
engliW-teutW. Lex. 228*monbenfinpernü6^ 1727 bei Äler @. 1407»» SWon- 
benfin^ernn«; nof 1736 unb ebenfo 1763 bei^ebericb €$)). 1635 9020 üben* 
fin^ernig, aber iuglei^ mit anonb«- unb SDlonbfinfiernig. äDtonbfuibt, 
no4 1716 bei Subttig ^p. 1263 SRonf u^t, toflrbe im SD^bb. bie m&nBoht (auten, 
nnb monbfüd^tig (1678 bei j^ramer teutf(!^-ita(. SBortb. 784') tautet bei 
2ntber (9Rattb.. 4, 24. 17, 15) unb felb^ no4 1716 bei Submig a. a. O. 
nenfüibtig, 1482 mdnsaclitig {voe. iheut. a. a. 0.), 1429 mdnsüechtig {Üb. 
ord, rer, Sßl 23^) b. i. mdnsüchtig (aud) znAnsuclitig, n)et(be6 in bem begriffe 
mit lat. lunAticnSy gr. seldniazdmenoB {asltp^ia^dßevog), flimmt. 

ba« SKonfatb, »ofür iefct aßonblalb, f. aWonb*. 
t mono^, aud gr. mönos (f. STOonabe änm.). 3n : ber aÄonoIog, 
— e«, % — e, = allein^ ©elbftge^rdc^; baß aWono^JoI, — e«, 

Sc(Mi^,Sditcr»«4. «.«od. i. S^. 9 



130 9Ron|h:aii) — montieTen 

— «, $(. —t, B ^täft bt» aaein^onbeM , Wkin^anM, bobott ber 
aRono))o(ift, — en, $1* — en; monoton, = eintönige «fi^tmig; 
bie an ono tonte (4rtlbi9) = emtbnigfeit, einfbrntigteit. 

^[Qe aus Sttf^niincnfetungen mit Jenem gr. mönos (^<^oc)> ^ SRoneUg 
aus bem gr. 9lbi. ber monolögos (^ovoAö/oc) = allein- b. i. tor ober mit {l(( 
fpre^enb, beffen -lögos i-Xdyog) t)on Wgein (A^yeiv) = tefen, ft)re<Jen; Wtontpoi 
au9 gr.'Iat. baS znonopOlimn, gr. baS monopSlion (jjtovanc&Xiov) « 9le<!(t beS 
9[1Iein^anbe(9 unb jum fCQein^anbel Bere^tigter Ort, beffen pdlion {ntoXiov) )»oii 
gr. p61em {nfoXstv) = terfaufen; baS 9bi. monoton ans bem glei^beb. gc. 
mondtonos (jt/ov^kovoc), beffen -tonos (-ravog) bou gr. teinein (w/ve*r) = 
f^nnen; SDilonotonie ans bem i9on jenem 9lbi. abgeleiteten gr. bie monotonla 
(fiovoTOvla) = Cintbnigleit. 
t bie aroonftrdnj, ?t. — en : C^irac^t^^el^äufe jum aufbewahren unb 
feigen ber getpei^ten $)oftie. 

3m 15. 3a^r^. bie monstrancie, monstranoze, znonstrancz (1404), monstrants 

(1482), aus bem gtei^beb. mittellat. bie monstr^tia t>on mönstrans (®en. mon- 

BträntiB), bem tßartici^ium beS ^rSfenS beS lat. SerbumS monstrire » (eigen. 

t ba« aWonftrum, — «, ^t. (lat.) 2Ronftra : SKiögeftatt, Unge^uer, 

Ungetüm, ®6)m\al monftrod, monftr'oS, 9(bt. : midgeftaltet, 

ungeftalt, unfbrmttc!^, bi« }um abfd^eu ungel^uer. 

eäien im 17. Sa^rb- i^ bei nnS baS ttMoiutmm* aufgenommen, »eld^es baS 
lat baS möiurtram, nrf))r. » 2gabr)et4en ber Wittx als naturmibrige (Sx^äftu 
nnng, pfammengebbrig mit (at. monstiftre » feigen. 3n ber ffiettetan Doßs« 
liblid^ bur4 9lntebnnng an Schtromp b. i. bo^b. @trHm)>f umgebeutf^t ber 
Moiuchtromb, »el^eS botfb. Monstnunpf (o für)) »Sre. 8on monrtnun femmt 
bann baS 9bi. monstrOsoB [tooranS monfiroS (®8tbe VI, 81)], etgentl^ mon- 
stradiiu, = »iber«, unnatürliij^, f^enSHA, »el^eS im 9ran)8flffben |n monstraeiix 
tturbe, nail^ beffen SuSfpra^e (mongstrttcB) ^äf bann nnfer attgemein libß^es 
monfiriSs (bereits bei Spermider 888^) bi(bete. 
ber üRontag, — e«, Sßl —t : ber jweitc log ber Sod^e. !X)at>on 

montag«, gentttt)tfd^e^ S(bt>., a(fo auc^ SR (SRontagS) ftatt m 

unnbt^ige ©d^reibung. ber btaue SDiontag, f. btau. 

9)11 on tag wirb in ber erflen $SIfte beS 19. 3af^rbunberts t>on mand^en aus 
(leinli^er Aegetung SRonbtag gef(trteben, »ef^eS aber {einen Beifall finbet unb 
gegen ben (Sebrau^ ber^Sgt. 9)>{bb. ber mAnUc, abb. (erfi bei Nbiker Ps. 47, l) 
mftnetag, metd^eS ftüitv mftnatac mSre [woneben ein mAnitao burib mbb. nuantac, 
mittelb. (}uma( im 15. 3abrb) mSntag, -dag DorauSgefe^t wirb], mittelb. mAn-, 
mit SSerbunfelung beS A }u mdntag , gufammengef. mit mbb. u. miUelb. ber 
znftne, a^b. mftno, = SRonb. 2)aS tBort, wel^eS in fl^ bie alte gorm 9Ron 
(f. a^onb 1) bewabrt unb na^ (at. dies Liin» b. b- ^ber ber SO^onbgi^ttin ((at. 
Lüna) ge6ei{igte S^ag" bei unS gebilbet würbe, ifi eigentlt^e 3uf<tuin>enfe4ung 
^att uneigentli^er b. b* ber Buf^^mnienfe^ung mit bem ®en. @ing., wie toit 
fie in ange(fH(bf. mdnandttg, a{tnorb. rnftaadagr [a(tnorb. ber m&ni == a>2onb, 
(at. lüna] b^beu, bie a(tboc!^beutf<i( mAnin tac unb gotbif4 mdnins dags fem 
Würben. 

t montieren = ju* unb etnrid^ten, auörüften; mit ber ©ienftKeibung 
berfe^en ober (auSffetben b. t. e^ebem f. b, a.) bbittg belfeiben. T)at>Dn 



Sftonnment — SDtoel 131 

bi€ SKontlerung, ?L — eii, = übaije «dleibmig; !0tenft«eibuii9 
M ©olbaten. bie iTOontür, $t. — en, <= iDienfttletbung bed 
@o(baten. 

9tnH montteTen, f^on im 17. 3a(r(. eingeführt montiren unb munt Iren 
(Jttamer teutf<l(-ital. SBortB. 788*), m^b. (mittelb.) nur einmal montiereii =s 
rüfto, aufrufen (Ffeiffer» G^ermania XIY, 71% 78), ifl and fran). monier ■■ 
fleigen, bann er^B^en, BefSrbern, beritten ma^en, an9fiatten (). fb, ein ^WLi k.)# 
ital. n. mitteüat. montftre = (jur ^^t) feigen, t>on lat. ber xnonB (®en. möntis) 
= 8erg. Bon fran). monter fommt bann fran}. bie montare » IReittl^ier, 
0etlett, Saffnng, »oran9 Bereit« bei Sperandor 888*» unfer a)^ontnr. 2)agegen 
f((on im I7.3a^r^. ^9Rontirnng, bie ftneneibnng^ (9e erring 696) b.^. In«« 
Gattung mit Qefteibnng. 
t ba« STOonument, — e«, — «, ^t. — e : 35enftnat. 

Dereit« 1728 Monament an« bem gleid^beb. (at. ba« monom^atam bon (at. 
mondre ss mahnen, erinnern, 
ba« aBooT, — e«, ^I, — c : ©unnjflanb, t)on iRatur »afferiße« Äotl^' 
(anb. 3uf^^^^nr • ^i^ aßoorente; bie SDtoor'erbe; ba« SD^oor« 
lanb; bie aßoorf(^ne))fe (e))f » ä|)f), ber a)toorfum|)f (SBog 
«iriie h 132) 2c. 

2)ie e^reibung 9){o^r , toel^ einige motten, ifl gan) nngebr&nd^id^, anc( ni^t 
)tt em)>fe^Ien. 2)a« Gort, mel^e« (Sam^ye and^ al« SDlafc (at, fam in bie 
©Ariftfinra^e an« bem %ieberbcutf(!(en, bemt neu* nsb mittetnieberb. ba« mdr 
(.fiemdke Vo» 6081), altffi^f. u. got(. ba« mdr (?), angelfS^f . ber mOr (» 8oben- 
fen^tigfeit, 2a<be, @nm^f)' »S^tenb, freiti^ fe^r feiten, a^^b. n. m(b. (mit ao == 
6) ba« maor torfommt, ttel^e« bal^erif^ p ba« Maer (@4 melier ü, 612) 
toirb unb nenbod^bentf^ )u SDlur merben mü^e. 9Itnorbif4 i? ber mdr » fette 
Srbe, 2Corf, moneben bie m^ri « @umpf, ®nm|>flanb, nnb mit Umlant be« 8 
bie moBri as (Sbene nnb Grenze, »eil in 9Hebemngen €>flm^fe bie Sanbf^eibe ab- 
geben, »ie benn an^ engl, meer s 0nm)>f n. ©renje, mittelnieberl. meer = 
Orett)e (DwL n, 221^ Hör. helg. YH, 9^) ifl. eie^ 3. ®rtmm ©ren^alter- 
t^fimer @. 4. ®a« bie ^erlunft be« Sorte« anlangt, fo fie^t e« im Hblaut«- 
i}er^Itni« mit got(. bie marei, al^b. ber n. ba« mari, = 9Aeer (f. b.), mie benn 
ont a^b. (9. 3a(rb.) im MutpiUi ßeile 56 ba« (?) maor gerabe^n f. b. a. ^SReer^ 
ift IRoorlanbi^ angelfS^f. ba« mOrland = toalbige« fen^te«, fnm))flge« Sanb. 
ba«3Roo«, —t^, ?I. — e, eine befannte ^flanjenart, tat muscus. 
S)abon : moofen = SKoo« anfeften, pd^ mit SKoo« überjie^en; 
moofi(!^t, moofig. 3tt^"^*"^ni • We SKooörofe = Art {Rofen, 
beten ^xm^t unb fteld^ mit moo^ä^nlici^en meid^en ©tad^feln bid^t 
beiDad^fen ftnb; ber i0{oo«(d^iDamm = ein in unb unter Keinem 
äRoofe jur t$rtt^ling«ieit tpod^fenber egbarer kpeiger (Srbfd^iDamm. 

Keffer »Sre flatt 9Roo« bie @<]^reibung 9Ro«, aber biefe ifl ni^t fibli^. m\(t>. 
ba« n. an4 ber (Qt$anmiahenUuer ÜI 9er. 64, 1483) mos, a(b. ba« (an^ ber?) 
moi, ae SRoo«, aber au^ flber^au^t bie (Srbe moo«artig über}ief|enbe« (S^emSf«, 
felbft bie Sode be« reifen 2)ifleIfot)fe«, bie !3>ifleIfIode (f. Qraff n, 868), neu- n. 
mittelnieberb. ba« mde » SD^^oo«, nieberl. ba« mos ; oltnotb. ber mosi » SD^oo«. 
2)aiieben gan) glctd^bcbeuteiA m^b. ber n. ba« mie«, abb. ber n. ba« mioB, miea, 
«^ 1678 bei je ram er tentf<!^*ttal. ffiortb. 784^ ba« „a»oo«, SRie«'', unb (eute bafer. 

9* 



132 ^^^ — M VMffaiatn 

bec u. b<i8 äßied, angelfS^f. (bet? ba«?) meös. flle ffl^ren auf eht ni^t nad(« 
jutoeifenbe«, tote Tiefen tc btegenbe« got^. SuTselüerbum miusui ($r&f. er 
zniusip, $rSt. er maus, $(. f e muBun, !ßart. mnsans), a^b. miosan (?), = für) 
übertöo^fenb überbeden (?), bon beffen ^rSf. Jene alten gormen ja SWte«, 
tote toon bem tßlural be9 $rSt. bie ju 3^0 0« f^enoorgegangen jlnb; biefe aber, 
mit bem 9$ocaI o, flintmen mit mus in tat. ber mtiscas = Wtoo^, gr. ber, au^ 
bie möschoB (ji6cxo<;) =* junger jarter $f[amenf($SgUng. 2)a9 Serbummoofen 
tfi m^b. znosen (?) in m^b. yermosen = mit Wt^z9 überjiel^en, tooneben m^b. 
miesen (HoMpt ZeitBchr. I, 487, 1772); ba« Slb). moofi(!^t (). 8. ßa^ariS 
Ob. u. S. 442) m(b. mosdht; bad 9bi. moofig m^b. mosec (?), mittelb. moBig 
(f. bie Snmerfung ju bem folgenben Srtifel). 
ba0 üßco«, — e«, $1. SIRofcr (fo in «a^em), urfrrüngl^er ÜRoofe : 
©umppanb, tote SWoor, fflrud^. Daöon moofig, Vt>\. 

SRooS in befferer, aber unfibli^er ©^reibnng SRoS. äJ'l^b. ba« mos, a^b. 

ba9 moB ($t. bie moB), mittetnieberf. bad moB, » @um)>f. Obglei^ baneben 

mbb. mies, a^b. mios in ber Sebeutnng ni(tt bortommt, fo i|l bo^ mos ein0 mit 

ba« SOf^ood in bem bor^ergebenben Strtifel unb junS^fl mit ®rimm ®ramm. 

ni, 573 a(9 ,,9)^oo9gegenb^ gu faffen, jumat ba Rümpfe, mentgflend ^eüenmeife, 

(Sufig mit ilRood bema^fen flnb. 2)a«9(bjl. moofig i^ baS mit moofig unter 

an 00« 1 (f. b.) sufammenfaüenbe m^b. moseo, mosioh, mittelb. mosig^, = 

f um^fig/ berfum)>ft, unb ba9 snfammengef. a^b. 9[^. motalth bebeutet bem @inii))fe 

ange^örig, @um))f'. 

moofcn (au^ in bemoofen), tnoofl^t, moofig, f. ÜRoo« 1, bei 

moofig au(!^ SRooS 2. ber 9Roo0to(be, «fo(6en, ba9 im 

©um^jfc (f. ÜBooö 2) toad^fenbe Äotbenro^r, typha latiföüa. bie 

SJiooÄlul^ = SRol^rbommcC, tocit fie ben ©d^nabet in ben ©umpf 

(f. 2ßoo^ 2) ftedt unb babei einen bem Srflaen eine« 9linbed ttid^t 

unäl^ntid^en Ion ^bren läßt (@ (^ m e CI e r II, 634). bie 3» o o « r o f e, 

ber ÜKoo^fd^toamm, f, üßoo« 1. bie 9Woo6f d^nepfe (epf = 

8pf), aiifammengef. mit SHoo« 2 (f. b.), »a« aMoorfd^nepfe 

(f. SKoor). 

3>ie a^oodlu^ (eigt gegen ober um 1500 [ba9]»moßkalb, [ber] moOaogel'' 
{voc. tneijp. imL 91. 02^), 1686 a^oog-O^« {Beyher lex. germ.-lat @p. 285). 

ber üßop«, — e«, "^t. — e u. (ungut) SDJopfe : »rt Heiner §unbe mit 
ftumpfer breiter ©cH^nauje unb toerbrießlid&em Äuöfcl^en; [bilblid^ :] 
bummer öerbriegtid&er aWenf(!^. Dann mopfig. 

^a9 tixoa um 1750 in9 ^o^beutfd^e aufgenommene nieberb. ber mops [benn 
im Oberbeutf^en fagte man mit beibehaltenem p ber a^o))peI b. i rein-oberb. 
ber 3)1 uff el, f. b.], niebert. ber mops (aber eigentli^ b(og) mop [1719 moppen 
= maulen, murren], U)o( bon engl., au4 munbartti4*eng(. {HaUkoeU &. 660") 
mop, bonn 1768 engl, mops, = fdjiefe« SWaut, Oeberbe ber Cera^tnng, oberr^ein. 
(au (Snbe be« 15. 9a^r^.) ber mupf, muif, = ©erjie^ung be« SÄunbe«, ber* 
Sogener Wlmh (f. 9»uff 8 tlnm.). 2)er 9eame leitet a(fo bur^ bie 9{ieberlanbe 
na^ (Sngtanb hinüber, i9on meinem Sanbe ber funb aud^ ausgegangen ju fein 
f^int, ber als eine fleine fLtt SufCenbeiger angefe^en mirb. 

tficH^moqutercn (fprit^ mockfren) = fld& auf^ten ober fpbttifd^ 
luftig mad^en über — . 3. «. 3a(]^ariä {Renommtft 4, 249. 



SKorol — SKotb 133 

1738 ft4 moqniren {ßpetander 389*), Ott« bcm glei^Beb. fratt). se (fid^) 
moqaer de — . Stltfran^. moquer s ,,berf))otten^, au« ber $icarbie aufge- 
nommen, benn bie ßreng frangSflfd^e gorm »Urbe, roenn man ))rot)en}at. mochar 
bergtei^t, mocher obet mouoher lauten. 2)a9 SBort if auS gr. mOkAn {(jl<o7wv) 
SS i»erf)>otten, Der^B^nen, befonber« mit (Srimaffen. @. 2)ie) Stb^ n, 381. ' 
fbieSWordl, ol^ne ^L : ©ittcnle^rc; (cinaclne ptttid^e ge^rc ot«) 
Slufeantocnbung, !Cat)on : mordlif db, »bj. u. Äbö. moralificrcn; 
ber SIRoralift, — cn, ?L — en; bic SKoralitSt 

2)ag betcitg 1728 gelSuftge bie 9Rora( tfl au8 bem t>on tat. ber moB (®eu. 
mdris) s= Sitte abgeleiteten (at. SKbi. morftÜB = ,,bie @itte betieffeub'', in nenerer 
3cit, mit SrgSn^ung bed SBorte« bie doctiina (= Se^re), fuBflantiotf^ f- t>* o. 
«»Sittenlehre.^ ^on mordlis jlnb bann abgeleitet : 1) lat. bie morftUtas (<9en. 
moralitAtis), ttel^e« }U altfron}. bie znoraliteit (neufrau). moralit^) »nrbe, koorau« 
m^b. bie mOrAllteit » Sittenlehre {Trittan, 202, 10. 14. 25), n^b. bie affo« 
ralitSt; 2) ital. (neulat.) ber moralista, franj. ber mor&liste, tt)orau9 1728 unfer 
bei Moralisto; nnb 8) ba8 ita(. 8erbum moralizz&re (neulat. moraliz&re), fran}. 
moraUflery morau9 bereits 1694 bei uns moraÜBiren (9U(ring 596). 2)a« 9bj|. 
k0ie 9b)». m r a ti f 4 finbet fi^ bereit« 1674 bei fi r a m e r teutfij^^ital. Sortb. S. 784*. 
ber SMordfl, — e«, [o^ne ^t. :] fd^lammige« ffirbrdc!^, 8ot^ In bem 
man fteden bleibt; [mit bem ^(. SRorafte :] fd^IammDoOe ®egenb. 
!Da»on bereit« 1678 ba« «bi. mordftig. 

SPtorafl ifl ein, wie f4on bie nnbentf^e Betonung seigt, fremb^er gefommene« 

Qort, mit angetretenem unorgantf((ett t (bgf. ba9 ebenfaSd frembe !ßa(aii) nnb 

Scrbrntfetmig be« erflen a )n o. ^enn 1691 bei Stiel er ber SD^oratl, 1678 

bei J(ramer tentf^-ital. ®ortb. S. 784« ber «,9)i{oraf|, 9)i{oraft, SRorefl^ 

1647 bei 0(eariu6 Tttxa^, 1633 bei O^i^ marafl, nieberl. ba6 maras, 

moeias, mittetniebert marassch, eng(. morass, an« einer romanif^en 9(bleitnng 

[nid^t and nenfran). marois, marais, aber mol an6 fran). ber marage =s Ufer«, 

Sttm^f[anb, b. i. mitteHat mXrAgium ss Snm|)f, SOf^orali? weniger avA bem 

glei^bebentenben itat. ber mahizzo ?] ton (at. baS märe (f. äReer), infofem biefe9 

f4on bei Indorw EUpaUrms (f 636), bann im 9Ufran)b{if4en au^ blog eine 

Infammtnng ton Sßaffer, einen Xtxäi n. bgl. bebeutet. Sgl. 2)ie8 SStb^ 

I, 264. 

He ÜR 6 reibet, ^I. — n : ber eßbare ßrbfd^toamm phallus escttlfotus. 

1469 mitte(r(cinif4 bie moiohel, mittelb. morohel, eig. m^b. bie morhel (?); 

aber f^St«abb. bie mörliila (gl trevir, 7, 17), mdrhela, morliel {Sumerl 28| 

43. 28), =s Salbrfibe, [tat.] pastinftca Bilv&tica. Sßon bem einfa^^en m^b. bie 

morbe, morclie (|. 8. Buch v, guter 8p, 13, 32. 9, 23.. AUd. WÜlder II, 56), 

toel^ee ber bejei^nete Srbf($n)amm, a^b. bie mörahft aber unfer iD^S^re (f. b.), 

3n ber S^weig bie Morache, Moroche (Stalber U, 214), in ^al^ern bie 

Mauraclien, ber Mauracher, in £)fierrei($ bie Maurache. fßcn biefer 9eb. aber, 

toie ee f^eint, bie bon ScfikDamm al« Sßalbfd^toamm unb itoax naäi einer ^l^n- 

ti^lett in «nfe^ung feiner ©e^att. 

fccr SKorb, — e«, ^t. — e : gcfefetoibriße öorbebäci^tia abflci^tad^e Xbbtung. 

Dabon : morben; ber SDiorber, »otoon bie üM'orberin unb mix^ 

^etifi!^; morbio. 3uf<unmen{. 1) mitiDiorb : bie SRorbbegier, 

bie SWorbbegierbe, morbbegierig; ber SDiorbbrenncr, tooöon 



134 SRorb — SRorc 

bic TOorbBrenneret unb morbbrenncrtfc!^; bfe üRorbflc-- 
fc^id^te; bte SKorbßicr; ba« 2»orbflnb = öuf 2Rorb Irad^tcnber 
(2ftbn.6,32); bieaKorbf(!^Ia(]^t = mbrberifd^c @d^(a(i^t(® drillet 
äBaÖ. SCob 3, 15);'bie üßorbt^at :c, 2) mit 2R5rbcr : bic 
aRorbcrgrubc; bic aWorbcrHnb (©(imitier 36^cu« ®tr- 21); 
morbcrtid^, 

SRorb ifi m^b. ba« (unb, in« mSnnli^e (BtWt^i fiberfietteten, bcr) mort, 
a^b. (feiten) ba9 mord, altfH^f- ba9 morth, mord, mittelnieberb. ber mdrt, 
mtttelmebetl. mort, nennieberl. ber moord, altfrief. badmorth, mord, angelfSd^f. 
bad mord (eig. = Sob u. IBerberben, bann au^ 2^obfflnbe), aftnorb. ba9 mord 
(= Jetuilt^er SobWlog), neben bem mitteip -ar »elter aBgeletteten, ober Slteren 
got(. ba8 madrpr, a^b. ba9 mordar (?), angelfä^f. ba9 mordor, mordnr (betbe9 
au^ =s Sobfünbe). 2)a9 Sort, }unSd^fi Sludbrud für (^eimlid^en, e^rlofen Zo\>' 
fd^Iag, fHmmt ber Saut^erf^tebung gemSg, ttBer^au|)t bu^flSbltd^ mit lat. bie mors 
(®en. morüs) = Ze\>, wt\Sit9, xoit ba« ^ter no($ )u loerglei^enbe gr. -brotös 
l-ßgoTog) ftait unb an9 mortös {fioQ-xd-q) = ^erblid^, jurücfftt^rt auf bie 
©anftritnurjel mri (mr) = gerben, lat. möri, litt^au. mirti (SBurjel mir), alt« 
fTalD. mg'eti, »r fierben. 2)a9 ^erbuui morben i^ mittelb. morden {Kdpke^s 
PoBsional 842, 19. Voe, ^leut, Don 1482 91. Y6**f.), anä^ mbb. morden (). 9. 
Nibel. 1887, 6. Berthold 289f.) ^att (be« nur no^ feiten tortomuieuben) mflzden, 
a^b. mnrdan {Dwt. I, 254*), noneben altfrief. mdrthia, mdrdia unb, YM>ti ievent 
gotb- madrpr tc. abgeleitet, baS gletij^beb. got^. IBerbunt maürpijan, obb. mnrdran. 
iIRBrber ifl mbb. ber mördnre, mördnr, morder (). 16. JNibeL 1523, 7), koeUtfeS 
ffir ba9 abb. ber murdrdo, gotb* ber matirprja, angeIfS(bf- ber myrdrm (Dom 
5£eufel), abgeleitet Don jenem gotb* madr|»r zc-, fid^ bilbete, tooDon S^^örberin, 
mbb. mördnrinne, mörderinne, mörderin; aber für mbrberif<j^, na(^ ber SKitte 
beS 15. 3abrb. mörderisch (Chroniken cL d. 8t. 317, 4f.), gilt um 1100 unb 
f)>äter mordiso (OinesiB 54, 89), mordisch, für mtfrberli^ mbb. u. mittelb. 
mortlich b. i. (nur nod^ altertbümlid^) nbb. m 8 r b I i ^ mit bem baDon abgeleiteten mbb. 
%bD. mortliche, — ba9 $lbi. mortlich mit ä^o rb pfammengefe^t, toie jienc« mordiso 
Don SJlorb abgeleitet. 3>er 9udruf über iDlorb unb bann tingß« unb 92otbrnf 
morbio, roti^t^ mordid erfi im 16. 3abrb. in ber Btmmerif^en (Sbronif 
II, 15, 14, (at biefelbe i^tlbung toie feurio ober feuerjo (f. b.) unb lautet in 
SIterer ßcit mordajö (Eitgo von MontfoH bei Lexer mhd. Handwtbch I, 2204), 
mördejö (Orimm ©ramm. HI, 219), bei Äeifer«berg (ipopifl HI, SI. 17»») 
morden io, im 15. Sa^r^. aud^ mordigauw (Sacfernagel attb. Sefebn^ 
1168, 18); im an^b. würbe man mordft! gefogt baben, wofür ober blog mort 
al9 ftlage« unb Stlarmruf Dorfommt. 3)t orbbrenn er ifi m(;b. ber mort- 
brenner, mittelb. ber mörtbumdre; morbgterig m^b. [bo($ ni^t gan) fi<i^er] 
mortgirec, früher mortgir (Dgl. ®ier 9nm-); iDlBrbergrube im voc iheut. 
Don 1482 ©l. ¥6*» mordergrftb, furj Dörfer in uneigentli^er Sufammenf. bie 
mördersgrüb, fonfi anäf blog bie mortgrübe, mbb. bie mortgruobe, = $bblc at9 
flnfent^alt Don 9Rl5rbem; SRorbt^at erfi im 17. 3abrb., in toeI(bem 1691 bei 
@tie(er @)>. 2853 ällorbtabt, angeWf. bie morddaed, altfrief. bie morth-, 
mordddd. 

bic aWorc, % — n : gurd^t, «tigft. ©tubcntifd^. 

9u« ber ®aunerf)>roe^e, mel^e baS Sort an9 bebr. ber mdrft ((nto) ^ Sut^t 
aufgenommen bat. 



SRoreHe — aRorgni 136 

t bie aRorede, ^I. — it, eine «rt groger f d^toarjer ober bunlct* 
rot^r faurer ftirfd^en ; bie C)erjKrf(!^e, gunöij^ft bic f d^toarje. 

8ei 8o| i^r. .Geb. m, 82, aber f(ion 1691 6et €^tie(er ep, 2477. 9on 
ttaL morfflo sr f^toargbraun, altfran). morel (je^t n^orean) » mo^renfarbig, 
»el^ef 1901t mtUeSat. mdrus » m<uiTtf(^, f^mSrjIi^/ b. i. tat. maorufl » tnautif^, 
voimiaitif^, abgeleita i^. VIfo loebev ein« mit Int a teile, no^ au« bent 
baian« fietiii}ten SRareUe (f. b.). 
t morgandtifd^, älbj., in : bie ntorganatif(!^e (S^e «s bie (S^e 
burc^ Xrouung an bie (ittte f)anb be« Sßanne«, 

b. (. bie mit einer ni^t Ebenbürtigen eingegangene (S^e, an9 melier bie 5Knbet 
ben 9{amen ber SDhttter führen unb im eigent(i(!^en ^anSerbe be« 8ater« ober 
os^ im 2tf^tn ni^t folgen Viimtn, urf))rttngli4 eine 'dt^t auf (bloße) Vttx^tn* 
gäbe, mitteSat mAtrimdniiun ad morganAtioam. 2)iefen 9ln«bm<S, bie 
mozganAtica nSmItcf, mittelfi ber (at. Hbleitnng -ftticus, -fttica, -Aticum, abge- 
leitet »on a(b. ber morgan »= äDiorgen (f. t>.), bilbeten bie Sombarben be« 
äßittelalter« flatt morgincap, morginoaph äli^orgengabe (f. iDiorgen), unb 
OB« i^m ffahttt mir, mol erfi im 18. 3a6r(., unfer morganatifd^ fß%U 
drimm ^eii^tdaltert^ttmer @. 439. 
ber aJiorgen, — «, ^t. »ic ©ing, :' Anfang be« läge«, befonber« mit 
©onnenaufgang ; bie 2:age«ieit bt« jum äßittage; ®egenb be« @onnen^ 
anfgonge«. Oft. !Die baDon gebilbeten flbüerbien ttttb ^n\ommtn^ 
fejgungen ftel^ nad^l^er. be« äRorgend, eine« SD^orgen«, abt)er«' 
bialiW fte^enber ®en. @ing., f. morgen«, „ix^ an SWorgen" 
(®bt^e Vm, 161) toobei ber «rtifel ben in an Derfd^ludt ift 
^eute aßorgen = an bem älSorgen be« i^eutigen Sage«. 

WtVb. ber morgen, a^b. ber morkan [jiatt mör-ak-an ?)], mozgan, fester 
morgin,' morgen, altf8(!(f. ber mdragan, morgan, morgen, angelfä^f. ber morgen, 
got^. (aber mit ber Kb(eitnng«fUbe -in) ber matürgins, altnorb. ber morginn, 
(mit -un) morgmm, aufrief. }ufammenge}ogen ber mom, alle in ben betben er^en 
Qebentungen. 9}i4t obne ®runb üermutf^et 3. ©rimm S^^vt^ol. 709 Bufammen- 
bang mit got^. madrgjän (= f(!^neiben?) in gamadrgjan = abfärben unb beult 
an ba« Xnbre^en be« 2:age«, ba« glei^fani f^neibeube Eintreten be« 2:age«(i4te«. 
Ober iil hierbei, ba bie alten 2)eutf4en na4 92S(!(ten i^Utn, bielmel^r ber begriff 
be« ftftrien« ber flauet (erbortretenb ? 
ber aßorgen, — «, $L n)ie @ing. : grbgered Wlai für SobenfKüc^en, 
toAdft^ nad^ ben einzelnen ©taaten t)erf(j^ieben tft, 

). 8. in ^Tenfien 180 r^nlSnbif^^e Ouabratrut^en, feit 1817 im Grog^er^og« 
t^nm ^tn 400 Dnabratflafter (bie Duobratnaftcr }n 100 Dnabratfug ge« 
retlnet) ic. äR(^b., mittelb. n. nieberb. ber morgen, a^b. ber morgan (!ß(. bie 
moTganft, moregaiUl b. t. möraganA), i^ ba« im borigen 9rtilel bel^anbelte ber 
SKorgen nnb bebentete nrfi|>rfingli4 wol fobiel Saub, al« man mit einem 9e- 
f^ann in einem SRorgen, aber bann fobiet oI« man mit ienem in einem 2:age 
^gen tonnte, xot^f^aih au4 ba« tBort, mie bie <9(offe ^ßat.] jügeram, lock 
[3o4] vd mörganft*" {gl Hör, 982*") jeigt, glei(!^bebeutenb mit 3o4 Sonbe« 
»orfommt unb in feiner iBebeutung a(« gelbmag au4 mittellateinifd^ bur^ 
jnmllia, jomftlis (an« dinmAüB, Dgl. Sournal) miebergegeben mirb. 0^enanere 
eefHmmnngen be« SD^afie« treten erfl aflmS^Ii^ ein. 



136 morgen — SRotfienkab 

morgen, 9lbt>. : an bem nüd^ftfolgenben Za^t naif bem flegenioSttigen. 
übermorgen f. ben eignen Slrütel; ^ente SRorgen, f. äKorgenl. 
9R(|b. morgen, dctUrgt bur^ ^udfioBung (ou« bem urf)).rttnglt<]^even mörgene, 
bann au^ bur^ Bttfammen^ie^ung mome, femer mom [no(!^ toetterouif^ moam], 
a^b. mdrgane, mit ber aSgemeineren iBebentung (tote fran). rendemain b. l le 
en demain) ^am fotgenben 2:age^, i^ obberbial gebrauster 2)at @ing. be« m^b. 
@ubfi. ber morgen, a^b. morgan (f. ber SRorgett 1); altnorb. biefer S)at. 
morgni, )ufammenge)ogen momi, = frühmorgens. ^leonafHfd^ jke^t, im f&tx» 
geffen ber eigentlt(!6en 8ebentung, im Iwein 4721 ^.morgen an dem nnlisten 
tage.'' @. aud^ übermorgen. 

morgenb, 3lb)., in Sejie^ung anf ben STag : auf ben gegentt)5rHgen 
j£ag näcl^flf otgenb. 3- ® • ^^'^ 'w r g e n b e lag, biemorgenbe geier, 
bie morgenbe $oft ic. älbfolut fte^enber ©enitib iftmorgenbeS 
Xage^ [äl^nli^ l^eutige^ Za^t^, f. l^eut]. 

bereite bei Snt^er (@prü4e 27, 1. SO^attl^. 6, 84) morgenb. <Sd ifl b<(6 
fd^on in itoti Socabutaren beS 15. Sa^r^. (f. Diefenbaeh gloBsar. unter bem lat 
SBorte chistinaB) ald 9[bi. gefegte ftbi». morgen mit blog angetretenem, alfo 
nnorganifd^em b, welkes ^^ über6an))t gern mit n berbinbet (t>g(. iemanb, nie« 
manb zc.) unb bier felbfi bei bem ®\ii% in wetterauifS ber Moaijend (Sl'^orgenb) 
neben ber Moarje (äJ^orgen) ge^brt mirb. gür biefe (Sntfle^ung fprid^t ou^boS 
t>on mom, mome, = morgen (f. b.) gebilbete, ))on DasypSdiM 886« tder^ei^nete 
mornbig in ^^bbermombig'' unb mit com))aratibif4em «er ebenbafelbfi mornberig 
= morgenb. 9n j^ürjung toon morgenende, bem farticipium bed $rh'fen9 bon 
ml^b. morgenen, im 12. Sal^rb- morginen, = iDtorgen, Sag »erben {Diut. n, 
298), ift f^werli^ gu beuten. 2)a« a(te tlb}., weld^ed burd^ morgenb loerbrSngt 
»urbe, tt)or a^b. mörgenig (bei NMer Boeth. @. 278, 260), unb felb^ uo^ bei 
8errdnu9 dictionär. $ßt e&^ fommt morgen ig i9or. 

morgenbtic!^ = bem aWorgcn ange^'drenb, i^n Betreffenb. 

®tatt morgentU^/ n)ie namentft^, orbent(i(^ tc. geigen (f. £). Wx 
eingetretenem, atfo unorganifd^em t; benn ba« Sort ifi mbb. morgeuHch [moton 
baS mbb. Sbt>. morgenliche, unfer n^b. 9bt>. morgenbtid^], abb. morganlih, 
gufammengef. avi9 a(b. ber morgan SRorgen 1 (f. b.) unb abb. -Ith «lid^ (f. b.). 

bie SKorgengaBe, $1. •— n : ba« anfe^nti(!^e ®ef(!^en!, loetd^e« ber 
SRann am SDtorgen nad^ ber JBrautnad^^t (bem Seiilager) ber fungen 
grau (att pr^tium ober münus virginitatis) ju eigen gibt, gleid^« 
biel ob b'ori^er bebungen ober nid^t. 

an^b. bie morgeng&be [aud^ <9ef4eut ber gron an ben ^fttm], mittetnieberb. 
bie morgengaye; aber langobarbifd^ mit turpem a (unb alfo ber gmeite 2;(eil 
ber Bufammenfe^ung bem @ing. be9 !ßrSt Don geben entft>roffen) moiginoap, 
morgincaph, al^b. mit bem älteren gdba (f. (&a^t) bie moigangAba. 

ba«aWorgentanb, — e«, $1. aWorgentänber , guerft in ber »ibet 
(aWatt^. 2) : bem \m\ä)tn 8anbe (^atäftina) gegen SKorgen (Often) 
liegenbeö 8anb. Dann bei un« : ba« au6ereuro^}8if(i^e 8anb gegen 
STOorgen (Often), bie afiatifd^e Slürfei, bie gebaute {Htdatua 99«»), 
ber Orient.' X>aoon : ber SKorgenlänber, tt)obon bie a)io'rgen» 
tänberin; morgenlänbifd^. 



SRorgentt^t ^ moTf^ 137 

bof SXürgenlid^t bte aßorgeninft. bet aRorgenregen =^ 
frü^morgctt« fatfenber SRcgen. ba« äWorflenrot]^, l^etborgegangcn 
an« bcm 2lbj. morgenrotl^, toobon abgeleitet bte SDlorgcnrBtl^e. 
3ufaminengef. mit ber SKorgen 1 (f. b.). 

SD^OTgenüd^t ift tn^b. n. mittelb. baS morgenlieht, d^t. baS mozganlioht, 
angeIfS4f- ba9 morgenleöht; ^ex%tuxt^ttt (3ac. 5, 7) angelfä^f. bctmorgen- 
-r^ (7), -rdn (f. Stegen); ba9 iOlorgenrot^, tn^b. n. mittelb. bei xu (feiten) 
ba9 morgenrdt, fpSt-a^b. ber morgenrdt, aU @ubflantit> ^eriDotgegongen a\a bem 
no4 fluiden Sbj. tn o r g e ii r o t K® ^ t( e Y, 189), a(b. (bei Nbiker Boeth. @. 68, 64) 
mdrgenrdt; 9]>}orgenr8t^e m^b. bie morgenroBte, aVt. bie morgenrdti (?}, tto« 
neben mit nici^t nmfantbanrem m^b. bie morgenrdte (?), f))St-a^b. morgemrOUt, 
mittelb. morginrdte. 

morgend, ber ®en. ©tng. bon äDtorgen atd Sbb. (Sbenfo fte^t ab« 
berbiaftfd^ bed SRorgend, eined SD^orgen«. 

@4^n m(b. mörgenes (?), morgens at« KbDv mit eingetretenem d nnb )nfam« 
mengesogen momdes, ingleid^en m(b. dSs morgens be9 9Rorgen8, gefiir)t burd^ 
Hole^ng be9 Krtüel« smorgens [nod^ metterauifd^], a^b. dto mörganes. 

ber SRotgenf 'egen, — «, p, tote ®ing. : Sßorgengefcet. ber SRorgen* 
ftern, — e«, $L — e : ber planet 9Senu« aW bor ©onnenaufgang 
Uuc^tenber «Stent; ©treitfolben mit (ben ©trauten ber SBenu« ber* 
g(eid^bar) ]^ert)orfte^enben Nägeln unb ®pi^en. bie äßorgenftunbe. 
ber iDZorgentoinb. bie äJtorgenjeit. 

aRorgenfegen ifl ba« glei^beb. m^b. ber morgenaftgen (tgt. @egen); 
IXorgenflern m^b. bermorgenetfirne, -stfim, -starre, angelfS^f. ber morgen- 
steon»; SRorgenflunbe m^b. bie morgenstonde, aItfS(!^f. bie mdraganstonda, 
meldte beibe aud^ f. b. a. iDlorgen^eit. SRorgenminb '^ Ofhoinb, am SDi^orgen 
W toe^enber ffiinb, erfl n^b., »te benn g. 0. 1678 Bei tramer tentf44ta(. 
Sortb. 786* in ber Seb. Cfhotnb. anborgen geit xft altfü^f. bie morganfid, 
angetfS^f. bie morgentid. 

morgig = morgenb. Sin fel^terl^afte« 3lbj., 

ba mir (od^bentfd^ ber SOf^orgen (f. b.), ni^t ber Sli^orge ober SRorg fagen. 
S« 1^ )uer|i t>on @teinba4 (1734) n, 77 bergei^net unb tarn im 15. da^rl^. 
onf, an9 totläitm, freiU^ Sngerji feiten, bei Diefenbach noy. glosBar. 117*^ morgig 
neien 1466 „momig^, m^b. momig (?), mömig, toS^änbig mdrgeiiic (?), morgnig, 
bicfc bon morgen (f. iKorgen 1), jene, nSmti^ momig, mömig, bon bem 
all« morgen (f. b.) sufammengeiogenen mom. 2>a9 Hbj. morgig trat ein, 
a(« ba« richtige morgen ig (f. morgenb) im @4»inben nnb (SrlQfd^en mar. 
2)0« Xbj. morgig an^ =& einen 3Rorgen ent^altenb, wie benn 1716 bei Snb« 
nig 6)). 1266 ,yein morgiger Mtt^ bergeid^net i^ 

t äßorij, gett)b^nli(](^ mit unnbti^igem ^ Tloxi%, aßonndnome. 

9n« lat. MaurUine, Maurieins, mo( urfpr. « ber 2)unfelfarbige, bon lat. 
(ber) Manxna s= bunlelf arbiger Semobner 9torbafrifa'«, SRaure, SRauritanier 
(f. äKobr 1). — IBon SR ort} ber granenname Wlcxiitnt 

tber SWorneH, -e«, ^I. -e, etgentttd^ bie SWorneire, ?L — n : 
ber Äiebift; eine Slrt JRegen^jfeifer. 

9s« bem gtetd^beb. f))an. ber morindlo. ®ebt bieg anf moro s mobrtfd^ }urli<f 
nnb ifl ber 8ogeI bon feiner bnnlcln garbe benannt? 

morfd^ = in gäulni« ]\ä) t5on einanber gebenb. 



138 »Vrfefn - mkul 

1641 Bei 9i(i4>3efen {^elicoti n, «(. SR. 4* mit bem srflnrfiiisa^eii Socian 
murf^, 1482 im voc iheuL 8L t6* „mar, morb [f. mfirbc]^ mursoh oder 
peyßper [beifiBar], [tat] mörsiliB«, 1691 Bei ©tielcr @<). 1291 mor6 unb 
mttr9; Bemi nieberb. mars n. marsch, neuntebert in ber 8oIf9f))ra(Be mors. 
Serglei^t mau ba6 m(b. 9(bt. murc, muroh, « morf4 (Ottoear 213*), BinfSQig 
(ebenba 88^ Wolfram Willehalm 28, 5), fum))fig, t>erfumt)ft, at^b. mmg » 
!urj {Notker Boeth. @. 64, 71), bieg ««<? in murg£ari =a toctg5ngIi(S, Binf8IIij|, 
toon »el(!^em moro, murg 1482 im voe. theiU. 81 y7* morckehi = quetf(!^en unb 
b<i6 tdtSnb. flbj. morkinn, f^web. marken, » faitl [moneBen iStSnb. morkna, f^tteb. 
markna, = faulen, morf^ »erben], fowie bann ba« mit ienem a^b. morg, eig. marc(?), 
b. i. gotB. matüigs (?}, )ufammenge^9rtge mit ga- (n(ib. ge-) )ufammengefftte goti 
gamaürgjan = f(^netben (?), Wrjfn, oBfürjen (f. ber SKotgen 1), femer i«rfinb. 
martr = furj, gefürjt (abgefdjnitten), m^b. ber marz = ©tummel, o^b. mar» 
[in mtbzilingan « gSnjIi^, entf Rieben], fo fteBt man fi(B auf KBIeitnng «on 
einem ni^t meBr na(B)uti)eifenben, wie geBSren tc Btegenben gotBif((en Surfet« 
tevBum mairan ($rlif. ic^ maira, ^x^t i^ er mar, mir mdrnm, ^art. maürans), 
aBb. m§ran (?), gefflBrt, ton beffen frSteritatform (mar) nnb $artici|)taIform 
(maür) BitT bie fiii} fo naBe BerüBrenben f(biectit)e a^b. märawi, maro, s )art, 
mei4, mttrBe, unb aBb. mi&mwi unfer mttrBe (f. b.) fomie ienef torBin angegeBene 
er^ 1482 bortommenbe morsch abgeleitet finb. SRerfmürbig BUiBt, bag neben 
ienem fiBtoeb. fS!bi. marken no^ ein munbarttt4*fcBttebif4e9 91b}. morsken foloie 
neben bem f^meb. 9$erbum markna ein munbartli^-fii^toeb. murskna fi4 flnbet 
{Bietz 448^), alfo mnnbartfi^'f^toebifiB ftwifd^en r unb k no<B ein s aufzeigt. €>. 
ant bie Snm. )u SRörfer. 

morfeln = im SWörfer jerftoßen, Oöt^c XLII, 849. 
abgeleitet toon ber a^Urfel, meines au« SDlbrfer (f. b.). 

ber aßorfcr, — «, ?L tote ©tng. : ^albfugdartige« «:. tiefe« Oefäg 
au« 3ßetaU ober ©tein, um i^arte Sbrper ntittelft einer Seute (be« 
©tbger«) barin ju gerftogen; [bann im 92^b. auc^ :] einem äßbrfer 
äl^nlid^e« furje« groBe« SJurfgefd^tt^. 

SR^b. ber mörsnre (?), morsnr, morser, mSrser, unb mit (Snoei^ung be« 
auelautenben r in 1 mOrsel [no(B metterauif<B/ aber mit i ss m^b. ü, ber Mirsohel 
b. i. nBb. Bei 9(IBeru6 ber 3fil5rfe(], morsel, oBb. ber mörsari, mörsali, f^St«aBb. 
mörsare u. mörsare, mit feltenem s im 9[ItBo(Bbetttf(Ben ^att $, ber 8erf^ieBung 
be6 t (fleB t), benn nrf))rttng(i(B aBb. mörtari (Dka. I, 583*), angelfä^f. ber 
mdrtere, au9 bem gtei(BBeb. lat. bo6 mortAriam (mittettat. an^ ber mortAriiu) 
entleBnt, mel^e« wir augerbem no(( in ber aRBrtet (f. b.) BaBen. 5S)ie 8eb. 
i^groBee 2Burfgef(Bttt^ JtterJI Bei Beheim (f nacB 1474) Bach yon den Wienern 
®. 68/ 11, mo „6r wa; ((ie6 was mar) dSr mit dfim morser warff"; autif lat 
mortAriam aU ffiurfgef^ü^ finbet fi(B im 15. SaBrBnnbert 2>a6 filtere nBb. 
8erbnm milrfen (bei SRaaler 515« )ermfirfen), im 15. 3aBr(. mfirsen 
{Beheim Bach yon den Wienern @. 128, 20), nieberb. morten (Bremtf<B 
IBtB4 III, 206), » in einem SRSrf er ger^gen (fo Bei Beheim), )er{lam|)feu, 
zermalmen, jerreiBen, geBSrt gn unferem SRSrfer, ni^t }u morf^, ^mnal ba 
au^ fttr WllSvUi (f. b.) im 9{ieberb. Bloß muri gefagt wirb unb 1482 im tNxs. 
iheut. $ßi. y8* ber mnrsekolh ^ 9Rörfer(eu(e neben ber morser toortommt. 

ber SK ortet, —6, ?t. loie ©ing. : mit grobem ©anbe t)ermtfd(>ter 
aßauertatt. Sgl. dement (aud^ « MMd) unb bie ®))eife 2. 



SOWrtetfclIc — Wtefi 1S9 

9Rtt an« r ettodil^fm 1; altt no^ im 16. 5o^r^. bcr mUrtct. 1482 bet 
,mortel oder morteT* (voe. thetU. ©I. ▼?•), ni?|b. ber m'orter, auül mnrter, 
jtteril im 11.— 1«. 3a^t^. ber mörtere (Sumerl 9, 66), morter, nieberb. (ge- 
ÄTjt) murt, an6 Tot. ba« mortftrium = SWörfer (f. b.), bonn (wegen ber ft^n- 
(tf^Idt u. bgl.) bte 9l8rteq}farme nnb fofort ber 3n(a(t berfefben b. i. mifer 
ber aWBrtet. — @. a»8rfer. 
MeaRortclIelte (f. Settc), bereit« bei Dasypödius 2bV. 
ba«a»oö, f. SKoo«' 1 unb 2. 

tbie ÜRofaif (f^>ri(^ Mosai'k, aber geiDb^ntic^ Mosaik betont) : ein^» 
gefegte Silbncret t)on bunten, mittefft eine« feinen Äitte« öerbunbenen 
Steine, ®lae* ober ^oljfiürfd^en. 

SD^ofail tfi mol erft im 18. 3ft(r>. ((.SD^ufti» arbeit) aus fron), bte moiaaqae, 
hat. ber muB^co, \pann, u. ^ortug. mosdico [feit Anfang be6 14. Sa^rb. aufge* 
fommen], naöf 2)ie) Stb^ I, 285 entflellt au8 bem gleid^bebeutenben gr^Iat. ba6 
maBiYum, gr. ba9 moBeton {fiovaeZav), bem fuBftanti))if4 ^ef^enben 9^eutrum be6 
gr. Kb)ectit>6 muaeios {/jiovaeTog) = ben 9)2ufcn [gr. ble Müsa (Movoa) 9Ättfe, 
f. b.] unb ben ibnen getoibmeten ^nflen ange^Srig, fie betreff enb. 
ber a)Jöf(!b, — e«, ?t. —e : ter ©(pcrUng. »m SRiebcrr^cin. 

Sgl. äRüIler u. fB ei^ 158 f. 3m 15. Oabr^. fSInifc^ ber rnnsche (Brommann 
U, 446*), au4 im 14. Sabrb* nieberrf^einif(!^ ber musche (f. Lexer mhd. Handwtboh 
I, 2257), nennieberl. bie mosch, mos, urf]9rüngU(!(er masch, mittcCmeberl. masche, 
1475 debif(!( (im IfButhonista) mnsch, mitteinteberb. unb bier fc^on im 11. 3abrb. 
musche (har. helg. YI, 255'. VU, 30^. Ql jwu 268). 2>a8 SBort ift auf tat. 
bie mügca = Stiege (f. Wlüdt) )urtt(f}nfübren, meldte« l^itv Sbnlt^e ^Inwenbung 
finbct, mie SRüde in @ra6mfi(fe (f. b.). 
bie ajjofdbc, ^I. — n : Stnti, in6befonbere btc nod^ unträd^tige junge. 

9tar mnnbartlt4, befonberS f4teflf<b, mo bie Mnsche, Matsche }c. 
t bie SKofdb^« (fr^i^ MoscW), ?{. — n (Sfilbig) : mu^amcbanifd^e«, 
tfirfifdbe« Sct^^au«, mu^amebanifd^er 3:emt}ct. 

gfüber, 8- 9- 1716 bei Subwig ^p, 1267, bie SRoSfee. 91u« bem glei^beb. 
fron), bie mosqu^e, ital. bie mosoh^a, tt>t\ä)t9 aud orab. mesdjid {\px\6i mesdschid) 
= 9nBetttng9ort, t>on sadjada {\px\^ sadsohada) « fl(i^ bUtfen, anbeten, 
t ber SIR6f(!^u«, burc^ aüc (5afu« unteränbert : burd^brfngenb unb 
nerbenftärfenb riedb^nbcr bicfer ©aft auö bem jtt)if(^en 3laUi unb 
Sor^aut befinbltd^en @a(fe bei bem Sn&nnd^en eine« geu>iffen 3:^iere«, 
kDel(be« ba^r txa 3ßof(^u«t^ier genannt tt)irb. 93g(. «tfam. 

1716 bei Submig @^ 1366 ber SRofd^n«, im 17. 9abrb. bcr 2Rnfcn6, j 

an9 tnitteSat. ber mosons, moschns, im 4. 3abrb* mnscns, we(4e6 an6 bem I 

glei^beb. ptt\. mnsolik [arabif^ unb tlirlif^ fagt man misk]; biefeS aber fommt ! 

an« fanfh. ber mTiscbka(B) a ^obe. 2)a9 9)i2of^«t(ier nämli^, i»on melttem ed 1 

in etnem i9on Saffen beigebra^ten altinbif^en 8erfe beißt, man tl5bte t9 n>egen 
feine« ^obenfadeS, fiibrt im @anffr. ben 9{amen ba8 pütja9da(m) »Ge^anfbobe, j 

ttcl^e« jnfammengcf. an« bie püti(8) = Ocflanf unb ba« a9da(m) = ©obe, Seflifel, 
Bnb ber SRofd^n« fettp mirb in berfefben @j)ra^e ber a9dasclia(8) = „t>on bcr 
^be erjengt* (dscha « erjengt) genannt. 
b«t3Boft, — c«, o^ne ^t. : am Trauben ober Dbft gc<)rc6tcr ©aft, 
^elc^er burd^ ©ä^rung ju S&ein toirb. 



140 fRtfttiäf - 9)t8tt 

fXKb, ber most (!ßf. moste, mdst), nur in bem HufiertI feUenen m^b. Ue 
mnoBtm&Bse s ferb^meffe au(^ ber muost, a^b. ber most cai^ «« nntoermtfd^ter 
b. (. ni^t mit SBaffer bermiMter ffiein {ffl Hrch. 969^), angelfS^f. must, alt- 
norb. bie must, anfgenommcn an« lat. ba6 mdstam, bad im (Sebanlen an yinum 
s= SSein fnb^antit>tf<!^ fle^enbe 9tentrnm be« (at. 9[bi. mtbtofl » {nng, nen, ftif4, 
ungeoo^ren. 

ber aWoftrld^, — e«, ?t. — e : ÜRoftfenf b. ^. mit Ü»oft anjemad&ter 
©cnf. 

S^a^bitbung be9 Üal. (n. )>roi»enia(. wie ))ortng.) bie most^da, fran). bie 
moutarde, t>on (at. bad mustnm 130^ oft (f. b.)- S^rener bem fremben Sorte blieb 
mbb. ber masthart {LiederSaal m, 497, 81), (^Ster an^ mostert, ^olfieimfii 
mosterd, mitteinteberb. mostart, nieberl. ber mostaard, mosterd, mittelnieberL 
(DktL n, 229^) nnb 1475 c\tti\äf (im Ihuhoniita) mostart, nbb. no4 1678 bei 
Äromer tentf(i.ital. ©ortb. 786* ber SWojIart, 1716 bei Snbmig rnib im 19. 
3abrb. ber SRo^ert. 

t btc SWotcttc, ^l — tt : ©ingftütf urf^jrüngtici^^ mit 3«8^unbcfegung 
eitted 9ibetf)}ruc^ed. 

1728 bei Sperander 890^ bie Moteta, loon. einer befonberen 49immigen SD?n{l( 
bnrd^ toerfd^iebene Sntlrnniente, \^totii 1566 bei (at. „yersos, Gin mutet ober 
gfang'' (Friiuu 1866^) unb bana^ bie SRutet (SD^aaler Q(. 296*"), au« ital. 
ber mott^tto, »el^e« ba« einen j(ir($engefang bejei^nenbe unb auf mittettat. ba« 
muttam, ital. ber motto (f. 3)1 Otto) )nrü(fge^enbe mittettat. ba8 motetum ifl. 
3n bem t tiatt tt f^eint jid^ unfere üblid^e ©^i^^^^ung an bie frau}. gorm ber 
motet an^nfd^üegen. 

t bie aWotion {\pxiä) ÜWojion), o^nc $t. : ßciBcöbetocgung ; baß $ert)or* 
gelten bed einen ®t\6fU6fie^ aM einem anbern bei ben SBi^rtern burd^ 
eine änberung unb (Srtoeiterung, 

2- Q. tnenn $enne ton $abn, Königin ton j(0nig tc. abgeleitet toirb ober ba« 
Slbiectik) }ur Segei^nung be« ®t\6iU^M »er in «e, «e« manbelt, mie guter in 
gute, gute« tc. — 1782 bei Sperander 890 f. bereit« Motion in ber er^en Seb., 
au9 bem ton mdtom, bem @u^inum be« tat. ii^erbum« moydre » bewegen, ab- 
geleiteten tat. bie mdtio = Bewegung, 
t ba« ÜRotlt, — eö, «— «, ^I. — e : ©etoegunfl^grunb, ©etoeggrunb, 
Antrieb, jEriebfeber. motivieren. 

SRotit, 1728 bei Sperander 891* bie Motiye mit bem $(. bie Motiyen, 
an4 1694 bei 9^ebring 598 „eine motiye^, i^, mie ba« frau). ber motif, itat. 
ber motiyo, au« mitteSat. ba« motSyum »= Urfa^e, 9[ntrieb, totl^ ba« fubtian« 
titifd^ gebrauste 9{eutrum be« mitteSat. Slbi. mottyug « i8eioegung temrfa^enb, 
aufregenb, anrei^enb, abgeleitet ton tat. bie m6tio « Bewegung (f.äütotion). Bon 
ienem motiyus aber if abgeteitet itat. motiy^ffe a ermSbuen, fran). motiyer s 
mit (S^rttnben betegen nnb unteriliiten, begrttnben, unfer motitieren. 
ba« ÜRott, — e«, ?t. — e (unmittelbar nac^ einer ^al^t bloß „^M") : 
ein nad^ ben ©egenben fe^r terfc^iebeneß grbgere^ Octretbe* unb ühtx* 
^aupt irodPenmag. Sud^ ein glüffigfeit^maß. 

3n 8avem ba«, and^ ber unb bie S»utt (f. b.)- 3n ber @d^mei) ba« äRfitt 
(JBrUiu* 827* u. banad^ maaltx^l 295*), mbb. ba« mütte, mntte, geHir)t müt» 
mat, anäi ftet mütte (?), matte, müt, mat, a(b. ba« (ber?) matti, fpSter mit 9(b- 
fd^mS^ung be« ijn e matte, au(( ber mntto, attfSd^f.ba« maddi, mittetniebert.maddey 



»Mtc - SRaife 141 

«cimicberl. bie rnndde» mad, onflcIfSd^f. mit 1 flatt 7 aH llmlaat bei n ber mitta, 
iDorani mittellat. bie mitta» metta, meto, lisfienotiiiiieii, ahn im ^o^bcntfifen 
mit reflelrfc^Ur gort{((iebtmg &el d in t, an9 lat. ba9 mödinm, ber mödias, 
s= (Be^immted) Oetreibemag, @(^effel, meld^d ton bev modus SKal (f. IRat) 
aigeldtet i^. 
bie SKotte, ^I. — n : (tooöcnc«) 3«tt9/ '^^li/ (Setreibe k. jemagenbe 
Keine Kaupt (tmea), folDte [im 17. da^rl^. bann :J ber aM iffx ^er^ 
öorjegangene Heine "iRacl&tfd^metterttnB. 

8et 9nt(er (9Ratt(. 6, 19f.) bie Ttciit, 1483 bie motten (JByehnum 931. t6*), 
1482 bie mott («oe. M«ti<. 91. y7', mo „mott oder schab**), in ber er^en 
ititftt be« 15. Sa^r^. bie mothe {Diefmbach glossar. 584*>), 1417 matte 
(beffen nov. glossar. 866*), 1421 am 9Heberr(etn matt (ebenba). 3ne Qo4- 
bemfd^e eingebmngen aue mittelnieberl. bie motte, neuntebert bie mot, momtt 
eng!, mothy angelfSc^f. bie modde (Qrem SprachBch. n, 261) eins ifl. 9((b. ber 
motte sss (at rancor, ranziger ®eru4 {Oraf U, 679), gebbrt ni^t ^ier^er. 2)er 
nittel^o^bentf^e lufbrnd für bie SRotte mar bie nilwe, a(b. bie mfliiva, nnfer 
Sftilbe (f. b.), ber got^if^e bie mald (iD^atti. 6, 19 f.), Beibe t)om 3etnagen (er- 
genommen. !3>te föursel i9on Spotte ifl buntel. a]>{it SJZabe (f. b.) finbet feine 
8enoanbtf<!(aft flatt, 'nnb bae anf^einenb für eine fol^^e f))re4enbe a^b. ber m<$do 
{Qraf Uf 656) ifl aU eine bur^ Sautangleid^ung (a )u o) entflanbene gorm mn 
ttb. ber mado ^abe (f. b.) anjnfeben. 
t bo« SKotto, —% ^I. —'6 : ©inii^ Den»*, ffiaW»)ttt*. 

2)0« glei^beb. ttat ber motte, an« mitteQat. ba9 mattom « ttort, abgeleitet 
r»ov (at. mntlre, mnttbe, s mudfen, leife reben, aber im SDiHttellat. motire = 
crtmicm, ett(8ren. Übrigene flnb mit motte eine nnb baefefbe bal fran). ber 
mot SS fBort, Bptn^, t)roi>en)aI. ber mot » S^ort, &pmäf, 8ere, \pan. n. 
^oitng. ber mote « gebeimnifDoIIel Sßort. 
bie aRo)»e, ^Itii) SR et)e t)eriDerfIi(!^e, ober bie 3}lotot gemb^nUd^e ©ci^ret^ 

brnig ftatt SRewe (f, b.). 
mnd^fen, üblid^er aber mucffeh (f. b.)* 

3ene8 muffen }. 8. bei 9tamler Si^tmere gab. @$. 118, Seffing b«nbnrg. 
2)ram. I, 406 (51.@tüi!), Seige fem. Dp. n, 6; au« 1727 bei %Ut @. Uli» 
mnd^fen. 9lit f flatt ), benn bae Sort lantet eigentU^ mn^jen, mel^c« 
f^on bei 9Raa( er 931. 293^ brüllen ober brummen bebeutet, bom 9linbt)ie(e, Dor« 
(er bei Britius 848^ „ba« mu^t^en", 1466 muclizen (Piefenbaeh noT. glossar. 
258>), 1420 mittelb. mnchosin (ßchröer rocabnlftr. e. 24», 1752), abb. mübhas- 
an (?), mittel^ mbb. -a-en, nbb. «)»cn (f. ')en) abgeleitet Don mnben (f. b.). 
miifittL, f. muff Jen. 
ber SRuct as t)erein}e{ter \(fytoa(fytt Haut, ben bie @timme ^a(b unter« 

brücft ^bren lägt, grft im 19. 3al^rl^. ©on mutf en (f. b.). 
bte aWiitfe, ?t. — n : »elbti^e« ©t^mein, ÜKutterft^toein. 

tu4 fRtät. Im SRitteIrbein, auf bem SBeßermatb, in ber Setteran nnb fofort 
ble^erffelb, in granlen jc. bie Muck; 1550 bei «Iberu« dictionÄr. ©I. xl» (bie) 
mnd, 1469 mittelr^einifd^ bie moyg (voe. ex quo) b. i. mog, in einem «oe. ex 
9«o Dom 3abr 1477 mock (Diefenbaeh glossar. 447«). 2)er 92ame, mofttr 
nicberl. bie mot, motte, 1475 etrtoifdi (im ThuthonUta) matte gefagt mirb, f^eint 
m:f)9rfingli4 teltifcb, benn gfi(if4 mno « ^(S^rotin , melf^ mooh. 1888 in ber 
3)reici4 mit ber f(Mcitnng9flIbe «in bie mükin (Weieth. VI, 898, 18). 



142 SRiMfc — «nMUn 

bie aJ2tt(fe, $L — n : unfteuttbtt^e, eigenftiuiige^ aud^ ))etfte<fle Saune ; 
«nfaU nSmfd^er, itMer ii^aune ; [bi(bU(j^ J. t>. a.] ©d^mierigfeit, 

}. e. „t% f^ai äRttden (bamit)'' Bei 9t5bl6tn 648*. Bit (Bxxllt (f. b.) » 
^iDunbetTi^er StnfaQ^ bilbl^e Vtuoenbrnis bei £(temamcn6 ifl, fo (((eint atit 
SRude ber Snfectenname bie a^ttde (f. b) in ber umlauUofen %otm )u fein, 
)ttinal ba f^on im 16.' 3a(r(. „Lenss im Belti, vnd Mncken im Kopff" 
bottommt; aber bieg {ann wxc aU ®ortf)9ieI gelten nnb iene« att btoget &4cin. 
2)enn bie nieberb. gorm bie ^ndt i^ ni^t, loie fiir ä^ttde (f. h.), bie mugge, 
m^g» fonbern bie muke (f. brem. SBtb(i III, 196), mucke (f^^amba^ 189«), 
n)eI4e0 mit aller SBa^rftl^einli^feit baS m^b. bie mnoche in ^Wd was hftt ftr 
muockenl*' bei Neidhart 81, 31, too in ber bem (Snbe be€ 18. ober bem 9n« 
fange be9 14. Sa^rb- angeklungen ftiebegger ^anbfd^rift „myechen*' b. i. muechen, 
nnb in ber au9 6Ubbeut{(^lanb jlammenben berliner $anbf4r. 9h:. 779 be« 16. 
3abr(. mucken b. i. eig. mittelb. müken. 3Bo( gteng nnfer bentige9 n in bem QSort 
an« mittelb. t bertior, nnb SO^ori) ^au{)t ju ber Stelle ertlSrt, mit {^inweifung 
anf nnfer ^^üdtn im ^op^t", treffen^ „(Sinbilbungen^, »obei er ^ertnnft and 
bem €$(au)if4en bermutbet, benn i^bon bem flomenif^en muha unb bem bSbmtfcl^nt 
maucka (mSbi^if4 mucha) »erben bie ipiurale muhe nnb mauchy gerabe fo ge» 
brauö^t'', aber bem bB^m. bie maucha tc. » gliege fle^t Wludt fern. 

bie aßude, $(. — n, baö betannte geflfigeUe dnfect mit ^ttöftnhtm 
©augtöffri/ tangem fd^maten 8eibe unb langen öetnen, [tat.] cAlex. 
Hm Ober« n. SO'KtteIrbein mirb bie Stiege fo genannt, bagegen bie eigentlid^ 
Widt &^natt (f. b.). Qal^er. n. Bflerreitt. bie Mugken, Mucken in obiger 
Seb.; bei Sntber (Ttatii^. 23, 24) bie Ttüdt, 1482 bie mugk, mbb. bie macke, 
müoke, muke, müke, mugge, mügge, abb. bte muccft n. muooa, mukke, 
mucke, muca, muke, mucge, muggft n. au(b mugga, \}päi mugge flatt muoeia (?), 
muccja (?), beffen }u ber abb. ^txt bereit« unterbrfl<fte9 i, bann J no<l( in bem 
festeren Umlaut nad^geftt^t toitb, altfS^f. beutliö^ mit ienem i bie muggia, nieberb. 
bie mugge, mügg, neunieberl. bie mug, angeIfS($f. mycg, altnorb. ba€ m^ (= 
Qremfe). Urt»ermanbt ftnb ber Santberfd^iebnng gemSg altfla»., ruff. n. poin. bie 
mucka, h^m. maucha, = gUege, nnb bann bem 9(nfeben na<!( f anf fr. bie 
makschikft, in ber ßenbfl^rad^e makhsehi, (at. bie musca (mit VudfaH eine« c 
bor ic), gr. bie myta (fivTa), = fliege. 

ntüdfen : einen halblauten, tjcrctnjelten 2;ön auöftoßen (2 SWof. 11, 7); 
in l^atbtautem Zem unb nii«))ergntigter (Seberbe ^etmlidbe« ÜRurren 
äuBern (ögL SSog ju 3b. Vm, 134). \iä) müden = p^ anäf 
nur ben geringften l^aut, bie geringfte JBett>egung in J8e)iel^ung auf 
eÜDa« erlauben. S)at)on : ber SRüd (f. b.); ber SWüder (f. b.), 
U>o)>on bie SRuderet unb bie SRiiderin; ntttdift!^. 

2)a«9^erbnmmn(fenl540beifllberu9dictionftr. 81. xl», 1691 beiStieter 
@^.1260 ebenfaa« müden, 1663 bei @(!^ et teliu« $aubt@prae^e®. 1366 m u!ten 
(3= beimlid^ reben), nieberb. mukke n, i^ »abrf(beinliö^ ein« mit bem in einem 
banbf4riftli(ien DictionArius be« 16. Sabr^. borlommenben moken (JDiafenhaeh 
glossar. 369'') = brüllen (brummen), Dom Siinbbiebe, wel<!^e« JBort mit k » ck 
b. i. a^b. cch, aI[o berflSrtenber 9^erbo|){)e(ung be« jtebUaute« abgeleitet t>on 
1478 mughen bon ber $tüif {Ea/u^ Zeitschr. I, 646, 19), )n anfange be« 15. 
3abr^. mugen {Diefenbaeh a. a. O.), in bem legten SBiertel be«felben aud^ mügen 



«Met - miibe 143 

{Dmfmiimck gloMor. 77^, Me »ft ieitcm moken %l^4(tthmtta!b flnb. e.mnf^tu, 
ma^feit, mnitfen. S)a« u^tpu \\äf mnden ifl Hiebctb. sek maoken unb 
ba4 9bi. tnndtfc^ niebeib. mackih. 

betSWiirfer, — -«, ?L toic ©ing. : »et tnudt, l^imtid^ «ebenber 
(fd^ott 1691 bei ©tictcr ®p. 1260). «bfleleitet bon mutf cn (f. b.). 
^cn 3Rudet bann bte SRucferet unb bie äßüderin. deneö 
ÜJtuder aber tft berfcf^teben bon 

ber Wndtx, — d« $L mie ©ing. : ^eimtätfer; fd^einl^eiliger Frömmler. 
!Dabon : bie SR u der ei » ft^einl^iUge grömmetei; bie äRüderin; 
mit(feTif<!(^. 

9Ru(ter in ber etilen 9eb. mnnbartf^, }. 8. (enneSetgift (9leinma(b 
H, 89), in ber )toeiten bereit« 1748 für fran). Tartoffe, ben (Stgennamen einc9 
6(^etnieUigen, in einer beutf^n toon ©i^bede (Srunbrig €$. 647, 468 ange« 
f&trten Überfetung be« 8tt1lf|)tele« TArtniFe Dou Moü^ (f 1678) gefegt. ®o( ton 
einem onjnne^menben m^b. mucken (?), a^b. muochdn (?), mucohan (?), neben 
bem )>or^nbenen ni^b. mocken » ^etmlid^, t>er|le(tt (eri^orbliden (LMerSadl 
I, 371, 80), ^ toerfledt (alten, toerfledt (Mrborgen) fein, a(b. mocchdn (?). 
2)tefe beiben aber tommen ebenfo ton einem a(b. mühhan ober miokban (f. 
SHen^elei), »ie abb. saocbdn, anooban» mbb. n. mittelb. auoken, unfer juden 
(f. b.)r unb banebcn a^b. zocchdn, mbb. sooken, » rudkoetfe (eftig unb toieber« 
(oü sieben, ton abb. ziokan Rieben, fß^i. an^ bat in ber Snmert jn 
SR endete t angeführte nieberl. 8bi. mnik in ber Sebentnng beimlicb, b^^mtüdif^* 

bieSKuderei, bieSKuderin^ f. berSDluder lunb2. müderif^, 
f. ber SKuder 2. mudi\ä), f. ntuden. 

ber mni9, — e«, "^X. — e, ti>aö a)?ud (f. b.). SJon mudfen. 
1691 bei @tieler ep. 1260 ber SRud6 unb bae Serbum mndfen. 

miidfen, ma^ müden, fid^ mudfen^ n)a<^ fi^ müden. 

3ene6erfle).e. bei Berber Überfettung toon ^erflu« @at.6; 1716 beiSubmig 
ei^. 1267 mndfen neben müden, 1711 bei 9t 5b lein 648* mndfen, 1691 bei 
etieler ep. 1260 mntfen (f. ^nde); 1668 bei @^otte(ine e 1866 
mndfen » „ha% maul anftbnn, aber feine Stimme b'^en (äffen'', nieberb. 
mnkgen. Wt f fkatt ) an6 nnb flatt 1678 mndsen (J^ramer tentf4«ita(. 
IBortb. 786^), abb. mAccasan in abb. (11. SabrbO irmuooaaan (ir- ifl unfer er«) 
n. (mit fiberf(blagen b<6 a ber lbleitnng6fllbe -aaan, gotb- -atjan, in i) irmokkizen 
a mnden (f. b.), lat mntSre. @ie( OraffU^ 666. 8on mnden (f. b.), 
mtb. maoken (?), abb. mncokan (?), mnohan (?), mena<i^ ienc eo in mnooaiaii 
fbktt ok fUtnben, für melt^ef iebod^ in ben eben biefee mncoaiaii batbietenben 
OneÜen fonff ck flebt. 2)ie angegebene ^cttnnft bc6 Qorte6 bttrfte babnrc^ be« 
fkStigt merben, bog ein w)cabuiar. bee 16. 3abrb. möocen (b. i. mökien) ^ brüflen 
Dom 9linbi»iebe {Diefenbach glosoar. 77«» ) bat 

mube == t>cn ä}2ül^e an ftraft niebergebrfldt unb fo }u fortgefe^ter 
Z^&tigleit nnluftig ; }u me^r in JBejie^ung worauf mit bem ®eftt^(e 
ber^»ef^tt>erlid^leit uufleneigt Daton : bie 3» u b e (f . 3» ü b i 9 ! e i t) ; 
muben (f. Hnm.). 

3)00 9bj|. müb ip mbb. mtlede, mnode, abb- muodi, bei Otfried K. muadi, 
fbSter mnode, mittelb. müde, attfäd^f. mdtbi, altnorb. mddr, gotb- m6I>8 (?) ; ob 
mittelfl ber 9bTeitnng9fUbe abb. -ad, gotb* -af», Don abb. mnojan, maoban, muon, 



142 



JDIiMfc — rnuäm 



bie ä}2üde, $L — n : ttnfteunbttc^e, eigenfiimige, aud^ ))erfte<fle Saline ; 
Slnfall n&rrifd^, ttUcr !L^une ; [bUbltd^ f. t>. a.] ©d^mierigfeit, 

). e. „H M 9Ru(fen (bamH)'' Bei 9t5bf6in 648*. IDte Oride (f. b.) ^ 
^tonnberti^er (EtnfaQ^ bUbl^e Intoenbrnis M Zf^itvnamtni ift, fo (((eint ast 
9)i{u(Ie ber Snfectennamc bie ^üdt (f. b) in ber umlantlofen Sorm )ti fein, 
^unial ba f^on im 16.' 3a^r(. ^Lenss im Belts, vnd Muoken im Kopff* 
toortommt; aber bieg tann nur als Sortf^iel gelten nnb iene« M btoger $><iein. 
2)enn bie nieberb. gorm bie ^ndtt i^ ni^t, »ie für ä^ttde (f. b.)/ bie magge, 
m^gg» fonbem bie mnke (f. brem. SB tb 4 III, 196), mncke (€$((amBa4 1B9*)/ 
weites mit aller SBaffrf^einlid^fett baS m^b. bie muoohe in „Wd was liAt ftr 
muochenl*' bei Neidhart 81, 31, »o in ber bem (Snbe be€ 18. ober bem %n» 
fange bee 14. Sa^rb- angebSrigen ftiebegger ^anbf^rift ,,mTechen^ b. i. muecheu, 
nnb in ber and @übbeutf(^(anb ^ammenben berliner ^anbf^r. 9h:. 779 bed ii 
Sabrb- mucken b. i. eig. mittelb. müken. SBoI gieng nnfer bentigef n in bem Sc 
au0 mittelb. t bertior, nnb SOlori) ^au|)t in ber Stelle ertliirt, mit {^inwei^.^^ 
anf unfer ,r9Rnden im $o|)fe'', treffend ^(Sinbilbungeu^, toobei er $er!unft a. 
bem @(ami{4en toermntbet, benn ,,t>on bem flomenif^en muka unb bem bb^miu 
mancka (mS^rifd^ mucha) merben bie ipiurale mähe nnb manchy gerate 
branö^t'', aber bem h^m, bie mauoha tc s Stiege fle^t ^ndt fem. 

bic aWitdc, $L — n, baö bdannte itflüieltt 3nfect mit ftcd. 
©augrüffd, tanflem fdf^maten geibe unb langen Seinen, [tat.; 
Hm Ober- n. SOf^ittelrbein mirb bie gtiege fo genannt, bagegen bie ei 
Widt &^nait (f. b.). Qa^er. u. ilflerreitt. bie Magken, Mucken i-. 
Seb.; bei Sntber (SO'^attb. 23, 24) bie 3^u(te, 1482 bie mugk, mbb. bie 
mücke, muke, müke, mugge, mügge, abb. bie muccft n. mucc 
mucke, muca, moke, mucge, muggft n. au(b mogga, f|)St mugge fiav 
muccja (?), beffen }n ber abb. ^tii bereits unterbrttifteS i, bann j -^ 
festeren Umlant na(bgefttblt toirb, altfS^f. bentliö^ mit jenem i bie mn'^ 
bie mugge, mügg, nennieberL bie mug, ongelfSi^f, mycg, altncrb ^- — 
Qremfe). Urtermanbt ftnb ber Sauti»erf4iebnng gemäg altflam., riifr *- 
mucka, bVbm. maucha, = ^iege, nnb bamt bem Snfeben iia(t 
makschikft, in ber 3enbfbra(!^e makkschi, tat. bie musca (mit yiw- 
toor ic), gr. bie myU (fivTa), = gliege. 

mütfcn : mm ^afb[auten, terein^^etten loa au^fiü§Fii ('^ 
in ^IMauletn Jene iinb nti^t?erflnn>iter ©ebem ^''f' 
äuöent (i?gL äJ d§ ^u 3b, VlII, 134)* \id^ mii^ 
nur bcn gerinflften ^^aut, bie flerinflfie ÖeJi^tguiHi 
etti^a^ ertauben, 35at(^n : bft Tlu€ (l b.); :ni~ 
ü^oton bie ÜJIudercl nnb bie SDlui!*riu: mii 

Säae Setbum m adtn t&A^ frti fllbr 
Bp. 1260 tbmUU milden, imtpf"^ 
(= beini(i<^i rcben), nimtbt m.ai 
b^itbt^rifUilbeiT Dictiojixlrm 








ba« 8bj. nidif« bcsk k 
ber midtr, — #, S. r: 

(f(^onl69l wer- - : 

$en SKurfer ^aI n . 

SKurfer afccr rc icrrrr: 
bft SHiirfer, — ^ 5. k E 

DoDüii : ric SiÄf;r' = 

SRndet TM ker *:«? ^ 
H 89), ii bcr 5ÄK3 es: 
6((ein(nfi9ai. s 

einem oqucf^aca iss. 
ben ))ot(ait>eia i 
I, 371, 80), U 
2)Kfe kttd iter 

([. b.}, mb bocte sl 1= 
N }ie^« fecB G^ ^ 
9Reii((e(et oa^f^as x=r 
bieäRurferei, rE5_- 
f. ber aSurffTi ir: 

1691 Bei e::i.r =: 

roiirffen, tDoi 
6p- 1307 mifi-^i 

himlfei = ,^; 

mnkttn. 

ffieitb. 7ß5\ ^ 4 

a (Dil flleHi 




_ 146 

oner Tttmh, 
»""ffen (f. 

^bf^angenbcn 

2)^it unferm 

iiüe ;a= maulen* 

itier a maulen. 

er $ätfte einer 
e, mit }>lattem 
e. 

at^cftn«(tl666) 
:im ©arml^Iten ber 

en öaden. 
toc^ aiemli^ ja^n* 

'i|)t6aver. (@(]^m eilet 

ibt 117f.), toetterauif($; 

t>cnnebet8if(^ (f. aieta- 

lifc^ mdfele, nennieberl. 

-'^ (ttetterauifd^, koefler« 

u. SBeift 1Ö6), « ©iffen, 

ästa m. LT») bietet flci^ 

rcr muntvol SÄunb^oU 

:oeiic ^aben bie ffietterauer, 

i^oir, nieberl. bie handvol, 

.üäbif^ Arfel (©(?mib 26), 

'^^'^m, fmttig rieci^ett. 
' creöifdj (im Ibtahonista m. 
ben ^a«<fkMAt«ptelen 865, 16. 
b diesigem, bum))fldcr ^ttü^ 
.uffäre » lajttig, Wimmelig 
:i i>rüngli(ijeren «ebentunfi, bie 

niauten, murren, Brummen. 
^54 fowie ber aWnffet. 2)a8 
t^ bot)on mit ge- gebitbete m^b. 
l^^urren, SWurren (NeidhaH bei 
• 159), jcigt, nnb aud^ toenejia- 
niohino = berbrießlic^, boshaft, 

10 



146 toufflg — SWtt^mebanct 

muffig » fc^immettg, bum)>fig unb anbrfid^ig naöf ®erud^ ttttb ®e^ 
fii^madf. SSon bcr SKuff (f. aßuff 2). 

iniiffig = maut^anaetift^, tnaulcnb, bntmmig, mürrift^, aud^ rool mit 
bem »egriffe be« SSerftodTtfcin«. S5on bcr SKuf f 3 (f. b.). 

Wtlt bem (etten 9{eBen(egrtffe Bei @ Rillet SBall Sager 8 : ^@o ein ^finben« 
toater unb muffiger Äejer. 

bcr SKüffmaff, — c«, — «, ?I. — c : brummiger, mürrifd^er, uu^ 
freunbU^er, ftetd mit furzen SEßcrten fti(^ettenber äßenfc^. 

bereit« 1691 bei @tie(er ®p, 1296. Gigenüt^ f. t>. a. „diatx ber mufft 
maff! maö^t, nenn er mit iemanb f^ri^t''; alfo an^ muffi bem getttijua unb 
ald 3nteriection toemenbeten 3m|)eratti9 muffe toon muffen » brunnnen, 
murren tc^ glei(!^{am tonna^a^menb mit &piti bed Sblauted gebtibet, aber nt<!^ 
inbem, mie geh)81^nli4 t in a f&Ht [t)gl. ©icfgad (unter gidfen), J^IiffSaff, AUng« 
Hang, @ingfang, Sirrmarr sc], fonbem merhoürbiger Seife u, n)o)u fd^on im 
3Rittel(oö^b. dd Bsngelt unde saiio {Pemaväl 104, 8), bie gimnken 
glAnkent (Jünne«. HI, 289% 4), at« Sotbilber M (Inben. 

miiffjcn =? anbrät^ig, bum^)flg, moberig^ f autig, Übel rict^en. 3mj>er* 
fonat : e8 müffjt. SSgt. muffen 1. 

93avertf(i muffe^en (f^^meller II, 554), mitteljl -cjen, «jen (f. b.), mftb. 
-sen, a^b. -uan, got^. -a^an (b. i. -at-J-an), t)on ber 9D^ uff = f^^immel k. 
(f. an uff 2). 2)er Umlaut (ti) (at feinen 9rnnb in bem j bed got^. -aijaa. 
8ber an^ mit nieberb. d^ flott f (ff) mfl<!^|en, ).9. ;,2>er<>afer»ar mü^ienb' 
(a^uf&u« )>(i^fiognom. Steifen I, 42). 
t ber ÜWiifti, — % ^t. toie ©ing. : türfif^er Ober»>ricfter unb jugtelc^ 
Dberridf^ter. 

2)a€ araBifdie mnfti eig. = 9ted^tf|)re((er, ®efet}audteger, ffieifer, abgeleitet Don 
arab. fata = 9te4t \pvtäitn, ttber SBair^eit unb Sted^t in einer @a4e mittelfl 
InttDort belehren, 
mul^, ben 9{uf ber jhtl^ u. bed Cd^fen audbrüdenbe 3ntertection. 

SD^^^b. (um 1370) muchl in „und sol doh da; Mh rint [9tinb] in dto dorf 
gdn, . . , und sol fnge [frei] sin und sol aohrigen [f (freien] : mnehl mach!* 
(WeUih, I, 440). &. mu^en. 

t ber arou^amebdner, — «, ?I. toieSing. : ^elenner ber (Slauben^ 
le^re äßu^ameb^. mu^amebdnifd^. ber äßul^amebaiii^mu^, 
®en. ac. ebenfo, o^ne $(. : ÜRul^meb« (Slauben^te^re. 

9)tu^amebaneT ifl Den bem fftafc. eineg nentat. tibi. MohamedAnns, Moham- 
medAnoa ober KahometlUins (frau). ICahom^tan), moDon oiebet nenlot ber 
MahamedaniBmos, Mohammedanfsmos, Mahometanfsmns , unfer ä^ubftme» 
banigmug. 3eneg 8bi. aber i|l Don Mohamgdus, MaohanunddoB, Mahom- 
mdtoB, bem latiniflerten arob. 9tamen be« €}tifterg be« na<!^ i^m benannten 
(Slaubeng : Mohibnmed s ^ber fe^r Gelobte, fletg )n ^obenbe"*, bem tßftrtictp 
Don h^mida = (oben. !3)a^er f^reibt nnb betont man am riii^ttg^en Bei und 
äJ^uVdmmeb, gett)S(nU4 aber ä^ii^ameb, gan) nnri^tig (»ennglei«!^ am ge« 
ISufigfien) äJ^d^omet, mie benn fd^on im 99HtteI(o(]^b. (in bem ®inne eineg 
(Sotteg ber @aracenen) MahomSte, gefttr|t MahmSte, Maehmftte» MafamS^ 
Maohmgt üblid^ ifl, na4 fran). Mahomet b. i. jenem Mahomfttoa. 



wa^t - mm 147 

iitStiffi, ^ ~ti : ief(j^erenbe SCnftrengung. 3ttf<^w>tt^nf* : mitl^e^ 
(00; mn^et)o((, i»frIüritmu^t)oIt; bo^ (itnb bie) aRü^fa( (f.b.), 
mit mn^\tUi (f. b.); mul^fam (f. b.) )c. 

8Ht k bttT« ätodoiifl anf J, bemt Wlüf^t, gcfftrgt 9Rfl( (). la. federt ga6. 
1; 41), i^ in(b. bie mfteje, mflege, mfte, rnne, ge^cn ober um 1400 au(( t»b1Ii(| 
gefttrit bie mfi, früt^m^b. anö^ moi, mittelb. bte müwe, mühe {Jeraehin 17462), 
mft (ebciiba 6886. 8122. 11896. KO^i Iituiumal 618, 22), a(b. He maohS 
{Nttker Ps. 98, 8. 106, 80), mfilit (im Boethius), » brtttfenbe «ef^toerbe, SafI, 
(ef^tveteiibe taffren^niiB, Don mtf^ett (f. b.). 2)a9 m>l m titele« erfi^eint erfl 
Bcttik^tf^ unb oirb Berett6 im 16. Sa^r^. anfgefommen fein. 

innren, twtt ber ftnl^ unb bem £)<!^fen : fd^reien, rttfen. 

i^egeti baS QSnbe be€ 15. 3a(r^. mnhen {Diefenhaeh glossar. 77*»), 1414 möhen, 
im fCnfange be9 15. SoM' mngen (ebenba 869''), 1476 mughen bon ber Stn^ 
{Baupi Zeitschr. I, 546, 19), mit w {latt h bann im 15. 3a^r^. muwen, mowen 
{Ditf€fiAaeh glossar. 369'), 1429 mit €^d^n)inben be6 j(e(llaute€ müen {lib. ord. 
fer.), s ^Tüllen, Brummen, mel^e« ber SauttoerfAiebnng gemSg mit tat. mngire 
(mf^^) SB brfiüen (tom 9tinb«ie(), gr. m^ein (/jn^^eiv) = mit gefd^Ioffenem 
SRnnb einen Saut ^erborbringen , (bur^ 9rummen) Untoiflen Sngem, murren, 
nndfen, mobon gr. ber myi^mds (fjtvypiSi) ss Xon bei gef^toffenem SRnnbe, 
llB^nenber %tn, ettbü^ mo( au4 mit fanffr. mudscli (mug) in ber 8eb. tbnen, 
tKmmt. 3ene6 bentffl^e SSerbnm ttol im Wjib. mahhan (?), aber abgeleitet bon 
ffßi, rniferm mu^en, ifl l) a(b. maohhan (?) ober mncclidn (?) müden (f. b.), 
ben mef^cm bann »eiter a^b. m^oohazmn (?), miiccaKaii, b. i. n^b. mutfjen, 
mndfen (f. b.), 2) ein a(b. mohhaBan (?), m(b. maohesen (?), mnohsen, 
f^toei). mnüiitn (@taTber n, 216, )nerfi bom £on be« 9tinbbie(e6), n(b. 
muffen (f. b.). 3u ^tunbe aber liegt ber 9{atur(ant mu^ (f. b.), mbb. mach. 

mü^ett 88 befd^toerenb anfttengen. \i6f mü^en. 

WX ^ bur^ Übergang auf t, unb fo bei Snt^er mfl^en, mittelb. mühen, 
mühin, müwen, mdwen, aber m(b. mfiejen, mftegen, mit Übergang be6 j in w 
müewen, mit Xtt6faf[ be6 Ite^Ctantef müen, a(b. maon, )nerfl mnojan (?), bei 
Ih&er (t 1022) in ben ^falmen mnohen, im Boethins unb MartianuB Capeila 
mühen, mit ^(iminben be6 jte^llauted muoan in bem mit ge- }ufammengefe(ten 
gimnoan (Graf n, 602), mdan, bann muon, ss brttctenb bef^tbcten, bef((merenb 
ansengen, plagen, Serbrng mad^en tc, altnorb. m^a » I3ef4»erbe, SerbmS 
ma^. S)ie föurgel ifk bnnfel. 2)a6 ref[exibe fi^ mitten erfd^eint mittelb. in 
sieh müMa » fid^ bemühen {Jerotehm 16250). 

mtt^et)o(C, mitl^boK, g^f^^^^^^fl^f- ^^^ ^^^ SDZül^e (f. b.). 

ber müiflaxit] ber aRü^Ibati(^ «= eine SRU^te ober m&Wn treibeuber 
9a^; ber3ßü^Ibera== JSerg, auf xoAäizm eine SBinbmä^te fte^t 
ober geftonben ^at; ber SWu^Ibttrld^e, — n, ^I. — n, ober gelürjt 
SKu^Iburfd^, — en, Spi. — en. 

flfle jnfammengef. mit hit ^ül^U (f. b.), alfo (ifi. ri^tig o^ne bae (ier b(oS 
be^nenbe b SRüIarjt tc SDltt^fba(( ifl m^b. gegen 1450 ber mülibaeh, a(b. 
(nur aI9 Ortflname naifweiebar) mtdibah. 

bie aWu^e, ^t. — n : JRäbertoerf jum 3ermatmen, jum 3erf(^rteiben 
^tei fti^rt>er, jum Sieinigen be« ®etreibe6 k.; ein getoiffe« ®pUl 
auf 3 gleiii^feittgen Siec^Uden, bon tt>e(d^en txA erfte (Keinfte) buri^ 

10» 



148 WadmMi — mi^tgafl 

bad itoette ttttb biefed bttr<^ ba6 britte eingef<^(offen \x>btb, mit 9 gegen 
9 S)amenfte{nen, bon benen 3 in einer Steil^e im befonbern eine 
3R ü ^ ( e genannt VDerben (bg[. ^idmüff le). 

a»fiH^ (t^. rittig o^ne ^ bte WtüU, toxt au« inii^tx (). 8. 8 9Rof. 11, 
6. 4 mol 11, 8. SRottfr. 24, 41) tat, 1482 bie male, m^b. bie müle, mül, 
feiten (nati bem $(. mfl'linen l»oraii9)nfeten) bie mtt'line, im 15. 3a(r(. aud^ 
bie müllin, mtUen (?), ntif nadb einer aBgef^tt)fi4ten 9^1^ bie müUen (f) b. i^ 
t9etteranif<!$ bie Miim [neben bie Mill b. i. bie SJ^Ü^Ie], »ittclb. bie mvldn (in 
änfammenfe^nngen, \,VtüiUn), mnle, mul, mole, mol, o^b. bie maltn, geffir|t 
mnli, mall, « Wif^lt }uni äermolnien be9 (betreibe«, ttfmtte ttd Wleituig fein 
nnb iwar bon bem mittel^ -i, -J Don mal in maUoB, bem 9art tprSt. be0 ber« 
(omen got^. SBnr)e(t>erbume milan (f. mahlen 1), abgeleiteten a^b* maljan, 
f|)2Uer moUen, malen, m^b. müllen, gdttr^t müln, = jerreiben, jermatmen, in 
xotiü^tm Saue ba9 Sort in feiner f&ntiti^iU mal mit gr. bie mjlt U^Xti), ber 
m^loB (fjojXoq), » {^av(b')^Wt, Siü^Iflein nnb mit lat. (wenn ni^t o au« a) 
bie möla =: aMI^l'fletn, Wtüiflt, |Hmmen mürbe; baefelbe f^eint aber tielmebr, 
mie bie glei^bebentenben angelfScif. bie mylen (aud^ in bem 8bi. mylensoeaxp 
« mii^Ifteinf^arf), altnormeg. bie mylna s= mUfU, überlommen att9 bem für 
iene9 lat. bie mola fpSter eingetretene boK^mSgig-Iat bte molin» {Asmmiämu 
Marceüinua 18, 8, 11)« bon meinem itat ber mallno, \pm. ber molino, ^ortng. 
ber moinho, fran}. ber moolin, ^ äRfl^Ie, (errü^ren. 3ene Sufnal^me an9 bem 
Sateinif^en in9 2)entf(l(e bttrfte no6i baburd^ beftütigt metben, bag ein ttrf)>rüttflti4 
beutfiier «ufbrnd für bie mü\fU bereit« bor^anben mar, nSmlic^ gotl^. (bie?) 
qaimas [in bem jufammengef. bie asilaqalmuB s Sfetömü^le, SO^Ü^Ifiein], abb. 
bte quirn, chumi, choiina (f|>ri(i^ ohwima), m(b. bie kam, küme, klbm, 
aItfS((f. bie qa^m, angelfäc^f. oyeorn, CTyni, engt qaem, aufrief, bie qnftni, 
altnorb. bie kySm, f^meb. ber qyazn, bSn. qräm. 
ber ^nf^Unhaä), bad äßü^Ienrab, a»it]^[enf)>ie( 2C, jene beiben 
mit m^b. bie mülen (?), mittetb. bie mulen (f. aßU^Ie Snm.) gu» 
fammettgefefet, ba« le^te SBort aber na(3& bem SSorbitbe berfelben tnU 
ftanben. Übli^ neben ben mit m^b. bie mtil aWfi^te jufamtiien^ 
gefegten ÜKü^tbad^ (f. b.), -rab, *f»)iel. 

ajtüblenbadi mSre mittelb. bie malenbach (?) ; SO^Ü^Ienrab ifi mittelb/ ba9 
mulenrat (fferbort 5474), molnrat. 9)^ü6(enf)>iel juerfl 1691 Bei €$tteter 
@^ 2088, mo ^S^ülenf^iel.'' Über bae b f- 9^1 übte, 
ber SWul^tgaft = aWa^tgaft b. i. ÜRa^Hunbe einer Wlüf)lt; ber 
mnf^itnappt = SKü^lburfc^e; ba« SD^fiMtab, »oneben ixa 
aWu^tenrab (f. b.); ba« SKn^Ifpiet, tDoneben SKS^tenfpiet 
(f. b.), in beiben SWü^le (f. b.) in ber jtoeiten »eb.; ber 2ßul^t' 
fteln, tooneben aRiil^tenftein. ber aWii^tmeg = beftimmtcr SQSeg 
aur mmt] bad üßu^Imert 

gür SD^U^Ifnap^e (fatte man im mVb. ber mülekneht {Nümb, Polmeiord. 
@. 167). iD'^ütlrab xft mbb. ba« mülrat, iDoneBen mittelb. ba0 malen-, moln- 
rat a^tt^Ienrab (f. b.), malerat (Mygt. I, 144» 22); mUffifttin, m^b. ber 
mülistein, mü Istein, a|^b. ber mulistein, bann f)>2it molestain, malstain, 
moneben ä^tü^Ienflein mittelb. ber malenstein, molenBtein, mülnstein, a^b. im 
11. 3a^r^. ber malinstein; SOlübImeg mbb. ber malwfic, mittetb. (1471) molweok 



mJI^ — aRiitbe 149 

(ftir4aQ{ti«hi<( bos Orfinfngen M Regelt e. 16; 89); 9^ü|!merf m^b. ba« 
mnlwfec (f^5t«m(b. att(]6 f. 19. a. (i^tn^n\9 einer iD^tt^Ie, ). 9. ^a^ttr sc.)- 
Oier aXfl^Ien« f. bt€ Itimerfnng )n STttt^IenBa^ tc., uiib Über b f« 
fRüilt fbim. 

nu^fo«, gftoSl^ntid^ unb ti6Hd^er unDerffirjt mu^etod (f. aßfi^e). 

bie aHu^ine, $1. — ti : Satcr< ober üRutterfdjimcfter ; Seitcntjcrtoanbtc ; 
[fibergettagen auf bie] fiinberioSrterin. 

3n ber er^en Qeb. ifi \>a9 ^ifk. ri^tifl, toie friiber, fftnmt (ü ift b(o|c9 2>e^- 
nang«)ei4en) gn id^rdbenbc SBort auger bem ebelen @ti(e bur4 bo« ittngere beut 
%tünfi9\äitü entnommene unb in bem 18. 3a(r(. eingebürgerte Xante (f. b.) 
faft toecbrSngt SR^b. bie muonie, mittelb. bie müme, a(b. bie mÖniA, mnoml^ 
nnuunAy mAmA, f))ät«abb. att4 mueme, « SOf^utterfd^nefler; im 14. 3o^r(f. an<!( 
f. «. 0. C^mfigerin, im 16. Sa^rb- meiter Überbauet f. t. a. tDet(U4e Oermanbte, 
{B Cobe be« 16. 3abrb* bei Aetfergbcrg im befonbem an<b meibliil^e« ®e- 
f4»ipertinb (grt{4 H, 673'). 2)a9 SBort f^eint «Ifo mittelfk «blaut« (uo) «u« 
(ti bie mammA => Shttter (f. SRama). 

M üßtt^fal, -^, $L -e : nieberbrfldenbe, abf)>annenbe »efd^ioerbe 
vnb Slnftrengiing. S)ai»on mittelft «ig : muffelig (f. b.). 

Sei 8o6 (na4 bem Sorbifbe be« ins meibfi^c ®efdi(e(bt llbergef(btagenen 
.pZrttbfal'O He äRitbfat SRbb. ba6 mflejesal (?), muogeaal {Martina «1.268, 
101), mü66al, mittetb. ba« mühesal (JeroBchm 189&7. 16979), I9erfttr)t mtbal, 
a SngfUt^ beforgte St^tigleit {K9i^$ Fa$§. 888, 67), a^b. ba« mnohisal (?), 
]nitte(|l mbb. *B-al, abb. -u-al (f. -fal), toen 9Rttbe abgeleitet. 2)a8 Ib). müb- 
fetig, bei Sntber aiiattb. 11, 28 mübefelig, mit bem aftb^tgeBra^en Um« 
f am e mib fester nnr ))ebantif(b on^ mitunter mflbfSIig gefd^rieben, \ft bo^^. 
im 11. dobrb* nraosttljg (b. i. mnoeelic), mbb. mfiesalig. 

mu^fatn, gefttr}t aud filterem mäl^efam (ittamer teutfd^^tal. 
SBortb. 786*. ©tictcr @^). 1297), iufammcngcf. au« aßü^e uub 
«fam. SBeitere 3u{ammenf. ift bie üßit^famteit, frU^er Wlüi)t* 
famleit (ftrautev. (Stielet), 
miib feiig, leine 3ttf(^tnmenf. mit fetig, fottbern abgeleitet Don Wlüii* 
fat(f. b.). nin^t)on, fiKic^er nnterfUrjt mü^eboU, f. SIRfi^e. 
t ker SKuIdtte, — n, ?I. — n : »on einem ©eigen unb einer Siegerin 
ober einem 9teger nnb einer ©eigen Srjeugter. !Dat)on bie 3ßtt(dttin. 
Suf fyan. nnb )9ortng. ber mnUto, nrf))r. » 9IEbt9mm(ing bon ^ngfl unb 
Qfelia, iRonlcjel, alfo bon (ot ber rnftlus » aRauItbier, mavU\tl (f. baO 
SDtanI 1). 3)ic Sbleitung aber ift eine abicctibif(be nnb fo mnUto amOi^fl 9b« 
iectttt. 
bie anütbe, $(. — n : langrunbe«, etn>a einer i^alben, ber SSnge nad^ 
getauten IBalje ä^nlid^e« au«ge^b^(ted ®efäg. 

€M^tt»ei). bie Mnelta (2: ob (er 826») = «adtrog, 1698 bie mnelten 
(gelber 47). 9x^ im 16. 3abrbv menn an^ f)>Stli<!^, bie mnlde (Diefmbaeh 
gloMtt. 27«), molde (SRone fin). VII, 802, 86), nnb bie muolte (8t. OaUer 
(hdmmgtn €^ 193), niebetb. bie molde nnb mittel^ Santanglei(!^ttng (Id )n U) 
moUe. 2)nT4 t(b1lo|mtg bc« auMantenben r getfirjt an« bem glei(bbeb. mbb. bie 
nmltar (fo au4 im voe. theut. bon 1482 SI. aa6*), feiten muolter, abb. bie 
mnlhtra, mit 9(nefko|nng bc« h nnb bamit bieHeiift nebenbei Übergang beO u 



150 SDtttfl — mnlHlrificicTen 

(m4 in uo bie mnlteray mnolteni, muoltra, iw lt. SM^» m41tam; ienef 
mulhtra aUv xft entfernt an9 lat. bie mtUctra «s SRellffibel, ^efSg beim VltUtn, 
loie benn an6f nodft int vo<;. iheui. toon 1482 91. t8*^ mulchter «s IRefffttbel bor« 
fommt. 2)te gorm ber 9)>lulbe i^ nrf)>rünglt4 ber bed alten ISngfii^ SReltge- 
fSge« S»nU(t. 

bad üßtttt, — €«, ol^nc ?I. : lodere (grbe, ©tauberbe, ©d^utt 

2)a9 nieberb. mall, neuniebert. bie mnl, bur<!^ Santangtet($nng be< d, t an9 
einem nieberbentfd^en mold [nad^ moldhoop s= SD'tanltDUTfd^üget], a^b. bie molt 
{Oraf n, 718), etn6 mit afjb. bie molta, gotff. molda = @taub, locfere Qibe 
(f. SroauIWtttf). 

bcr ÜWutler^ — «, ^t. tote ©ing. : toer mit ber SKü^te a« orMteit 
t)erfte^t, ber Seftfeer einer SOtü^Ie; [in ber SBetterau möf :] ber 
©(^metterlinfl (f. ÜJIa^ter 1). £)aton bie SO^iiUerin. B^f^^' 
menf. : ber il»ü((erburf(^e, aRüUerburfc^, « SRä^Iburfd^e 
(f. bO; ber aKuUerefet; ber SRöIterftol^ = 8au«. 

SD'tüKeC; ecfl }n Infange be0 16. 3a^nnbett0 ^Suflg myller, miller, mtUlar, 
maller, (me^r niebetr(e{mf4} moller, im 16. 3a^. ber mfiller, mall^, fdt^et 
feiten, bo4 im 14. 3a(rb. f^on ber muUer (Lieder/Saal n, 478, 82. 476, 184. 
477, 159. Voo. qpt ®. 22^ 64), mittelb. ber maller, (1441) m5ller [^ente ber 
gomiltenname SKbHer], I0nnte bnr^ Santanglei^nng (11 an« It) an« mittelUt ber 
maltor (voe. opt. 6. 22\ 6|5) b. i tat m^^litor [toott mölere mahlen] = SDtttHer 
fein [ber Umtant im 2>entf4en (ü) bann Oirfnng bee i smifAen 1 nnb t trot bem 
Ku^fatt im SRitteQateinif^en], ifl aber bielmebr bnr4 eine anbere Sautonglei^mig 
(11 ani In) an9 bem »eitau« llbli^eren m(b. 9n6bm(f ber mdlnwre, mtUniBre, 
mülaer (Mkmu. Ulf 848% 7. 9ff.), mtillener, ber mtflnere, molner, a(b. (nttr 
einmal nnb )»ar im 11. 9abr(. bei €haff n, 712) müliiyun« mdlnttri, alt^i^f. 
mdleniri, altnoib. ber mylnari, me(<!^ed an6 bem bon lat. bie molins SRtlble 
(f* b.) abgeleiteten, für ba9 SItere mölitor eingetretenen mitteflat. ber molinirios 
» soviler [morand an<ii itaf . ber molinibro, f))att. ber molin^ro, fran}. ber meanlor], 
nnb n^b. ber fOtütlntt, meld^es noti 1691 @tie(er &p, 1808 neben S^^ttUer 
anführt, ifk ie^t nnr Familienname, gttr SRüderbnrf^e, 'bnrf4 erf^m im 
SDtbb. ber mUllerknftht. 

ber aRtttlner, — «, ?L toie ©ing., f. aRflIIer «nm. 

ber aß Ulm, — e«, ^(. — e : ton SBürmern gu ©taub (aWe^t) jer* 
freffene« ober au^ bemitterte« $o(}, au6getDitterte6 (Sxy, ^oljfäutni«; 
lodere, loeiii^e (Srbe (So§ Sonbb. 2, 204); toie }u Wltffl Sudeinanber« 
gefaQene« (@bt]^e XI, 94). Z)abon mulmid^t, mulmig, t(b{. 

SRnIm 1691 bei @tieler &p. 1802, nnb ba« 8erbnm mnlmen « ©taub 
ma^en, @tauB aufmirbelir, 1668 bei @4otte(in6 @. 1866; aber toeber ba9 
eine nod^ ba« anbere an« bem 9Rbb- u. 9(b. na^meidbar. fPSgeleitet t>on mal 
in mokns, bem got(. $art ^rSt. be8 berlomen fBur^elberbitm« mikuL (f. 
mablen i nnb Wtüfflt). 3n 3nfammenf. ber $(. SRiilmtbeile bei <9Stbe 
LX, 198. 2)a« 9bi. mulmi^t, mttlmid^t, beibed 1691 bei etieUr o. a. O.; 
aber mnlmig bei 8o6 Obib 9hr. 9, 42 n. eanbb. &. l6^ 

t mu(tt)>(icieren «& t)erbtelfä(tigen b. ^. eine ^Ofl fo Diettnat 
nehmen, att eine anbere 3ai^{ anjeigt. bie 9Ru{ti))Iicati6n = 
SlSerbielfSltigung. 3ufammenf. : ba6 aßttUi))Ucation6e;empet. 



SDhitnie — aitoiiiBel 151 

S)ol Berdnn mnlti^Iicieren ifl an« beut au« mnltiiB « biel mib plioAie 
= falten infammengef. tat. multiplioire «s tMrticIfSIttgen, bon Neffen @u)>tnnm 
maltiplio&tam bann lat. bie moltiplielitio abfieleitet, meKiJ^e« fd^on nie ba9 au0 
btefem entle^me SDftnUi^Iication gebraust »itb. 
t bie aRümie (Sfilbtg), ^t. — n : einbatfamierter cingetrocfneter M6f^ 
nam ber Sorgeit. 

1678 bie JBtnmmia, [91.] Dtomiiiieit'' (J^ramcr tentf^-ital. fBortb. 787«), 
1706 »mttmien, nommcn^ (Sabwig engl-tentf^. Lex. 466*"), 1711 „Wtomit, 
SKinnic* (ftSblein 645*), nie neumeberl. bie mnmmie, mommie, engt mnmmy, 
aufgenommen tM ital. bie mAmmiA, franj. bie muime, momie, wel^e« ang bem 
glei4i(bente«ben lf€t\. mtamjf^ i9on )>etf. (nnb bann an6^ in« Stabtf^e unb 
Xirlif^e Itbergegangen) voAm = XBa^f. 2)ie ^erfer nnb 9abi^(onier fiber)ogen 
ifimliij^ iffre Itobten mit IDa()g (f. Berodai l, 140. £^rabo 16, €>. 746). 

bie Stumme, ^L — n, ein ftarle6 (bo)))>eIte6), fe^r hiit», bunMbraune6, 
W^ $o)>fettMer. 

1716 bei Sttbmig 6)>. 1S70 bie «SRumm ober mnmme^ 9lan leitet ben 
9tamett «on C^iri^ian SRnmme (er, ber eg 1492 gn Oronnf^weig jnerfl ge- 
staut baben foO. fba bem 2)etttf(|en \ft bann nieberl. im 16. Sab^b- bie 
momme, gcfttr)t bie mom« engt nnun, mom» ntunbartK^'f^t*'^- ^i< nranxn* 
(JKete 477''). 

bieaRnmme^ $L — n : »erlame Werfen; Setneibitns. Sttfammenf. 
mit bem ®en. ^. finb : ba6 aKummenf»)teI (®lJt^e XXVI, 166), 
beraüet bie (aut^ ber)SKümincnf(^anj = SKaftcrabe, b. ^. Slanj 
ober SuftBarIcit tocrtaröter (toermummter) ^erfonen. 

aRnmme, 1475 clet>if(( (im TeuthonUta) bie mumme » gefben|lerartige, toer« 
tote ^erfon, ettoag f)>Ster am Wieberrbein aud^ momme (f. IHefenbach gloBsar* 
aig**) Ä garte, nemtiebert bie mom « gcrue, SWoffe, 1699 nieberl momme = 
flSafk nnb 9laffietter (KiUan 823^). ®o(, jumal »enn man „ron ainer alten 
kne [Jh4]r — die was [mar] gehaiosen mumme^ [« bie b(oS Srummenbe] bei 
Woatmgtem (f 1446) ^x. 6, 71 t>erg(eid^t, »en mummen » nnt>erflSnbI^ 
bmnj^f f^yre^en (f. 3acob ^rimm Vt^ti^^l 478), »elcbeg @tteler (1691) ®^. 
1806 i»eriei4net nnb bor ibm (1668) al« ein „Sautmort'' in ber I6eb. ^mum mum 
fogen" eibotteüng @. 1866 (f. au4 mummeln). 2)ie annrnmenf^an) 
(9iltbe XLI, 22. 147), im 16. 3abr6. bie momBohans (3imm erif d(e ((bronit 
m, 889, 18), tteUte« aber )nerfl, ba bie ^^anje « <9(tt<!€murf, Bpitl (f. 
9d^an}e 1), bag IDttrfelfbiel nm bie Bed^e (bamm tter bie 3ed^e )u )ab(en ^at) 
B^bentet, »ie ä^nrnfiban) bei ^ang ®a4€ I, 170* borfommt. ®on {enem 
Qorte bann bei (dStbe XLI, 10 ba« Hbb. mummenf^Snili^. 

ber SKummel, — «, ^. tt)ie @tng, : unl^eimü^e (©d^rc*)®eRatt. 

1606 bei BiMus 100» aÄnramet = ®eft)enp. 9M bem toon Di^etibaeh 
gloflsar. 819^ berjei^neten mittelnieberb. 6n mome linx höret ss Sarbe, SOtafte, 
nraf ein biefem ber mnmelinc )n 49mnbe liegenbeg ber mnmel (benn -ine i|l 
IBIettnngg|iIbe) f4on 1420 borbanben gewefen fein. 2)iefeg aber nun tommt, 
noronf an^ 3a€ob ®rimm iDt^tbol ^78 bintoeifl, bon mummeln (f. b.). 

bieaßümmel, "iBtnmmti, unb babon ba6 not^ libUd^ere IDim. ba« 
SKuntmcIcJ^en : bie toetge ober getbe ©ee»^, ffiafferßlte, nymph»a 
alba unb Itltea. Xttd^ ba6 fDlnmmeltxant 



142 VMk — mmäm 

bte aTliide, $L — 11 : unfteuttbtic^e, eigenfiiuilge^ aud^ ))erfte<fle 8aitne; 

}. 8. ^e« ^at 9Ru(fen (bamH)'' ibet 9tfibleitt 648«. «die ^xilit (f. b.) « 
^onnberfi^er StnfalX'' bilbü^e IniDenbmig be« X(ternamen9 ift, fo f^eiut an4 
SRnde ber Snfectennatne bie iftüdt (f. b) in bcr umlautlofett Sorm 311 fem, 
^traiaf ha f^on im 16.' 3a^t(. „Lenss im Belts, vnd Mnoken im Kopff 
toortommt; aber bieg tann nur aH Sortf^iel gelten unb iene« M bloger €Mtein. 
2)enn bie nieberb. gorm bie ilRud e ifl ni^t, mte fttr ä^ttde (f. b.)/ bie mugge, 
mügg, fonbem bie mnke (f. brem. SBtb<( III, 196), mncke (@(iamBa4 IB9«), 
xotläiti mit aller 93a(rf<!^einli4feit ba9 m^b. bie mnoche in «Wd was bAt §r 
muochenl" bei Neidhart 81, 31, »0 in ber bem (Snbe be6 18. ober bem %n» 
fange be9 14. Sa^r^. angeVi^rigen ftiebegger ^anbfd^rift „mTechen^ b. i. maeohen, 
nnb in ber aud ©übbeutfd^Ianb flammenben berliner ^anbf^r. 92r. 779 be6 16. 
3a^r(. mucken b. l eig. mittelb. müken. ®oI gieng unfer ^eutige^ n in bem fBort 
anfl mittelb. ü ^ertoor, unb SDilori) $au^t }u ber ©teile erHSrt, mit {^inmeifnng 
auf unfer ^äRnden im Jiopfe'', treffend ^(Sinbilbungen^, mobei er ^erfnnft and 
bem @tan)tf4en toermut^et, benn ,yt>on bem flotoenif^en moha unb bem bSbniifcl^en 
maucha (mS^rifd^ mucka) merben bie ipiurale mähe unb rnanohy gerabe fo ge- 
braust'', aber bem bö^m. bie mauoha tc « fliege fle(|t ^ndt fern. 

bie aß ü de, $(. — n, baö betannte geflügelte dnfect mit fted^enbem 
©augtfiffel, (angem fd(^niaten Selbe unb (angen Seinen, [tat] cfilex. 
9m Ober» u. SDHttelrbein mirb bie gltege fo genannt, bagegen bie eigentlici^ 
Widt &^naft (f. b.). Oa^er. n. Sflerreitt. bie Mugken, Mucken in obiger 
Seb.; bei Sutber (ä^lattb- 23, 24) bie Ttudt, 1482 bie mugk, mbb. bie mncke, 
müoke, muke, müke, mugge, mügge, abb. bie muccft n. muco», mokke, 
mucke, muca, muke, mucge, muggft n. aud^ mngga, f|>St mngge ftatt muooiA (?), 
muccja (?), beffen }n ber abb. ^tit bereit« unterbriicfte« i, bann j no(b in bem 
f))literen Umlaut na^gefliblt mirb, altfS^f. bentliö^ mit jenem i bie muggia, nieberb. 
bie mugge, mügg, nennieberl. bie mug, angelffid^f. myeg, altnorb. bag m^ (s 
Qremfe). Urtermanbt ftnb ber Santtoerf^iebung gemh'g altfla»., ruff. n. ^oln. bie 
mucha, bVbnt. mauoka, = fliege, unb bamt bem 9lnfeben na<b fanffr. bie 
makfchikA, in ber 3cnbf)>ra(!^e makkschi, lat. bie musoa (mit luefaH eine« c 
bor ic), gr. We myU (fivTa), == fliege. 

wiidfen : einen halblauten, tjcreinjelten lön auöftoßeu (2 SWof. 11, 7); 
in l^atbtautem Zem unb uiidt}ergn&gter ®eberbe ^eimlidbe^ Durren 
äuBeru (t)gL SSog ju 3b. VIII, 134). \xd) müden = p^ auci^ 
nur ben geringften ^aut, bie geringfte JBekDegung in J8e)iel^ung auf 
ettoa« erlouben. Daöon : ber ü»üd (f. b.); ber SÄiider (f. b.), 
mobon bie aßuderet unb bie SRiiderin; müdift!^. 

2)ae SSerbum mucten 1540 beifllbern9dictionftr. 8t. xl*, 1691 bei^tieler 
@^. I260ebenfallgmu(fen, 1663 bei @(!^otteliud $aubt<Spra^e®. 1366 muffen 
(» b(inili(i^ reben), nieberb. mukken, ifl »a^rf^einliö^ ein« mit bem in einem 
bonbf^riftlidien DictionilriuB be6 16. 3abr^. t>orfommenben moken (Diefmibaeh 
gloBsar. 369'') = brüllen (brummen), tom 9iinbt)iebe, meiere« JBort mit k as ck 
b. i. a^b. eck, alfo berfiSrfenber $erbo|))>elung beg J^ebUauteg abgeleitet t)on 
1478 mughen toon ber $ttüf {Eaiupt Zeitschr. I, 546, 19), )u anfange bei 15. 
Sabrb* mugen (Diefenbaeh a. a. O.), in bem legten Viertel bedfelben au4 mügen 



Whtätt - ntllbe 143 

{D k^ ai mek gloMag. 77% Uc mit iencitt mok«ii gtd^le^tcnb flnb. €$. mu^en, 
muffen, mutffen. S)af reflq^be fid^ müden \ft iiifbcrb. sek mnoken tmb 
\iQM 9bi. rnndifc^ nicberb. muckih. 

Ux^linätt, — -«, ^I. toie ©itig. ; toet tnudtt, l^eünHd^ «ebenber 
(f^on 1691 bei ©tictcr ®p. 1260). «bgeleftet bon mutf en (f. b.). 
$on aKuder bann btc 2Bucfcrct «nb bic aRüdfcrin. Senc« 
aRuder aber ift Derfcf^ieben bon 

ber SRüder, — «, $1. toie @ing. : ^eimtttifer; fc^tn^eiltger ^bmmler. 
!Caoon : bie aRttderei » fc^em^eiUge ^ri^mmetei; bie SRitderin; 
muderif<!(>. 

9{nder in ber etilen Qeb. ntunbartli^, }. 8. (enneBetgift (9leinma(b 
n, 89), in ber )»eiten bereite 1748 fttr fron}. Tartnffe, ben (Sigennamen eine« 
6<9etn^eittgen, in einer bentf^en ton ©ifbede (Smnbrig &. 547, 468 ange« 
{irrten äberfe^nng be9 €tt9f|)iele6 TArtniFe »on Moli^ (f 1678) gefegt. SBoI i9on 
etnent aniune^ntenben m^b. mucken (?), a(^b. maochdn (?), mncokan (?), neben 
bem i»or^anbenett m^b. mooken äs (eintli^, t>etfle(It ^erttorbliden {LiederSaal 
I, 871« 30), ^ t>er|ledt (alten, berfkedt (toerborgen) fein, a(b. mocclidn (?). 
2>tefe Mben aber tommen eBenfo ton einen a(b. mühhan ober miohhan (f. 
Stend^elei), toie a^b. saoohdn, znookan, m(b. n. mittelb. zucken, nufer Juden 
(f. b.), nnb baneben o^b. zocckdn, m^b. sooken, » rudweife Bcftig unb ttieber« 
tolt ^ieBen, ton a^b. ziohan Rieben. $g(. anö^ ba6 in ber Snmerf. jn 
SR endetet angefüMe nieberl. 9bi. muik in ber Sebentung (eimU^, Beimtttdifd^. 

bieSKuderet, bie3J2iidertn, f. ber SRuder 1 unb 2. miiderif^, 
f. ber SKuder 2. müdtfci^, f. ntudcn. 

ber JDUd«, -e«, ^l. — e, ti>aö Wind (f. b.). SSon mudfen, 
1691 bei @tie(er €>{>. 1260 ber fOtud^ unb bo« Setbunt mudfen. 

miidfen, n>a« müden, \x(f) nttidfen, roaü fid^ müden. 

3ene« erflej.«. bei Berber äberfet»ung ben^erflu« @at.6; 1716 beiSnbmig 
6^1267 mndfen neben mnden, 1711 bei 9t ab (ein 648* mndfen, 1691 bei 
etielet e|). 1260 muffen (f. 9Rnd€); 1663 bei @^otteUu9 @. 1866 
mndfen » „ba« mani anftffun, aber feine Stimme (0ren (äffen'', niebetb. 
muksen. 9Ht f flatt } an« nnb (tatt 1678 mndjen (J^ramcr tentf4«ita(. 
IBottb. 785^), a^b. müccaxan in a^b. (11. 3a(t(.) irmucoazan (ir- ifl nnfer et«) 
n. (mit äberftb(agen bed a ber lb(eitnng€fl(be -asan, got^. -atjan, in i) irmukkizen 
«mnden (f. b.)/ (at mutire. @iei €hafll^ 6fr6. 8on mnden (f. b.)^ 
m$b. muoken (?), a^. mucchan (?), mnohan (?), toona<i^ {enc ee in muccasan 
fhüt eh pnben, fttr me((be9 iebo^ in ben eben biefef muooasan barbietenben 
OneSen fon^ eh fle^. 2)ie angegebene ^erfnnft bc« Qorte« bfltfte babttt(!^ be« 
fifitigt metben, baß ein voctUmUi^. be6 16. 3a(tB. möoien (b. i. mökien) » btUlIen 
bom 8{inbl>te(e (Diefenbath glosaar. 77i> ) Bat. 

mube = bcn W^t an ftraft niebergebrfldt unb fo ju fortgefe^ter 
Z^&tigfeit unluftig; ju me^r in Sejiel^ung toorauf mit bem ®efü^Ie 
ber »efd^toerlid^Iett ungeneigt. !Cat)on : bie 3» it b e (f . 901 tt b i g t e i t) ; 
muben (f. 9lnm.). 

2)a0 Sbj. mflb ifl m^b. müede, muode, aBb. muodi, Bei Otfried }C. muadi, 
f1»ä'tet muode, mitte(b. müde, a(tfäd^f. möthi, altnotb. mddr, gotB- mÖl>B (?) ; ob 
niitte(fl bet SbTeitnngtfUBe aBb. -ad, gotB> -aj», bon aBb. muojan, muohan, muon, 



144 Wütt - Vbtff 

rniferm mü^en (f. Wtü^t), albfleleitet nsb a(fo a^b. mnodi iitfainmenof^ogtii an« 
einem mnojadi, mnohadi, b. i. muoj-ad-i, muoh-ad-i? Unfet mit fein nnb 
»erben »ie }n einem etnfa(]^en SetBum t>etbunbene9 nen^od^b. fCbi. mttbe aber 
tann neben bem <9en. and^ mo( mit bem 9cc. gefügt »erben, nnb »tr fagen 
beibes : „iäi bin be8 Sebena mttbe" nnb ^ba9 geben mttbe" (f. 3ac. ®rtmm 
bei Eaupi Zeitschr. I, 207). ^onfi aber bat mttbe ben ®en. bei fld^, ber ibm 
eigentli^ an^ nnr gebttbrt uub fd^on bei WUliram @. 26, 25 gefegt ifi, toie neu« 
boibbentjd^ bei Sntber }. & 3er. 16, 6. 2)a€ neu^o^b. 9bt9. mttbe ifi bem 
tibi. g(ei(^, wttrbe aber im 9Rbb. mnode» im ftbb. muodo tonten. S)a9 toon bem 
Ubi. abgeleitete mfiben « mttbe, bef^werli^ ma^en, ifk mfjh, mftedeii, mittelb. 
müden, nieberrbein. mdden, » mttbe ma^en, mttte »erben (IfiheL 1508, 3), abb. 
mnoden, gotb- mdI>jaxL (?), = mttbe ma^en nnb f ommt ie^t nur noc^ bei 2)i4teni 
Dor; »it fagen ge»i5bnli(b ermttben. 

bofi aBttbcr, toofttr ie|t üßicbcr (f, b.). 

bk aßubigleit ==: 92iebergebriidtfein Don WlUfft m jtraft unb Snft )u 
fortgcfcftter Il^ätigfctt. 

3nt>. bie müedecheit (b. i. mdedec-helt), müedekeit, mittelb. bie müdicheit, 
müdekeit I gufammengef. au« bem toon bem mbb. Kbi. müede, mittelb. müde, 
mttbe (f. b.) abgeleiteten (f|>fit*)mbb. feftenen Äbj. müdig, mbb. müedec <?), = 
mttbe mad^enb, unb au« -heit «b^tt (f. b.). 2)er ttblicbe mbb. flnSbrnd mar ba« 
Don bem fü>i. abgeleitete einfa^e bie mflede, mnode, abb. bie mnodi , mittelb. 
bie müde, altnorb. bie moedi, unfer et»a nod^ bititerifd^e« bie iDtttbe. 

bct aWuff, — eö, ^t. -c (bei äbctung bfc aOWiffc) : toatjenfönnlfle« 
l^o^te« ^cIjiDcrl, im SBinter Don beiben Seiben bie $5nbe l^tneinju»^' 
fteden unb biefe »arm }u galten. 

2)er 9Rnff (}. 8. 1716 bei Snb»ig @)). 1268), i«t5nbif(!^ bie moffa, nieberb. 
bie moffe, muff [»oran« )nn549 unfer äJ^nff, f. ©tändle Snm.], nieberl. bie mof 
nnb ber moffel [@tieler ®)>. 1296 bat and^ ^o(^beutf(b ber ÜRuffel, @teinba($ 
n, 79 ber fRü^tx], »otoen iene« gelttrjt unb biefe« untoerlttr)t an« fron), bie 
moofle = ganfl^anbf c^ub r »elibe« an« mittellat. bie miiffula, möfiola, s» lofer 
»Srmenber ^eljermel, gemorben ift, einer bimiuntitoen, ein mittellat. (bem i«(&nb. 
miuBTa gleid^e«) bie muffa i»orau«fetenben ^ilbung toon a^b. bie monwa (?), m^b. 
bie mouwe, mittelb. bie mdwe, mitteinteberb. bie monwe, mittelnieberl. bie mauwe, 
altfrief. mowe, ss »eit unb lang (erabfaHenber $ut}« unb an^ SBSrmermel, ber 
lo« an ben %xm gefd^oben unb an ben Sied geheftet »nrbe, »ie benn au(b ne6t ie^t 
nieberb. bie moue, mowe, boll^b- bie mouw, « (Srmel gilt. 2)a ba« IBort mit 
got(. bie mayi ss SDläbc^en [fiatt magri, »on ber magoB » ftnabe, f. SRagb] 
9immt, inbem biefe« mtttelii»d^bentf4 in monwe ttberge^t, fo m«4te 3«cob 
<9rimm (ttber 2)i)>(t^onge @. 6) auf Übertragung be« SnffbmdM fttr ein aKäb<!^en 
auf ben angefdbobenen Srmel al« einen $nt} be«felben mntbtnaßen. 

ber Sßuff, — e«, o^ne $1. : <B6f\mmel; ®emä) na6f unb bon Vn« 
brttd^igem, S)um))figem, aRobrigem, ^auHgem. 

9ei 9[betung, dampt, 1678 bei Aramer tentfd^«ital. SSortb. 786* in ber 
erffen, 1691 bei @tieler &p, 1296 in ber }»eiten 8ebeutung. 9eennieberl. mof 
s fd^tmmelig, bumpflg. Hu« bem !3>eutf4en jlammen bann ital. bie mdffa, 
mitteHat. bie mnfa, )9crtug. ber mofo, = j^abn (J^a^m), (Sd^immel, f|)an. ber moho, 
= ©c^immcl, SWoo«, franj. (abgeleitet) bie ^loufette, mofette, = SWoberbun^. 
(f. 2)te) m^ I, 282). — @. au4 muffen i unb muffig 1. 



9)ihiff — muffen 145 

berWttff; —t9, $t --e : aßottl^finger; mfirrifc^r Zobitt. ^aDon 

inilffig(f. muffig 2), 
9ei@$mener n, 554. (S« ifl ba9 )it (Snbe be« 15. So^t^. borlommenbe 

oMetnif^c ber mupf, muff, =s l^eqie^ung be« Vtnvibti, terjogcner äßunb, 

Miefe« Sl^aiil, ^fientool (f. SDto))« nnb ber SD^itffel), tootoon muffen (f. 

nnffes 2). 
beräRiiffet, — «, ^. toie ©ing. : ®t\öfipf mit bWcn ^erob^ngenben 

%a. Dat)ott muffelig, Äbj. 
9eiK« toon bCT 9Rnff « aH^anl^Snger, SDlnrrto))f (f. äRuff 8). Mt unferm 

9tnffe( oba fxmmt h<a an€ bem 2)entf<!^en entlehnte frau). bie mnfle ^ manlen« 

M (nitctif^e«) ^emt/ SRanI, ©^nanje, ncBen normannif^ moufler s manlttu 

Meliiffet, 9^. — n : irbcnc« ®efä6 bon bct gorm ber 5)ätfte einer 
bft ?Snge nad^ mitten bur^gefii^nittenen lurjen ^ülyt , mit )>Iattem 
Soben in bie SSnge unb koo( audt^ an bem einen (Snbe. 

eifon im 16. 3a^K(. bei 9eorg KgricoU (tl555), S^at^efinf (tl565) 
2t bie muffel, an9 mittellat bie mtiffiilA s ber SDtoff jum SBarm^Iten ber 
(Silbe (f. SRuff 1), ttegen ber Ä^ntit^^Ieit ber gorm. 

beräBüffeler = mer muffett, bef. (gffer mit boOen »atfen. 

muffe (n ^=^ mit boKenSadfen lauen; ja^nlois ober bod^ jiemli^ }a^tt« 
lo« fauen; [beräd^tli^ :] überhaupt lauen. 

3n ber erfken 8eb. 1716 bei Subtoig €>)>. 1268. äber(au))t ba^er. (@^meller 
11,654), f^reflf«!^ (»et n( Ol b 68«), »eperwülbtf^ (®<$mtbt ll7f.), toetterautf<S^; 
1691 bei etieler &p. 977 nnb 1805 muffeln, ebenfo bennebergif(!^ (f. Kein« 
iDalb I, 104); boIßeinif<!(, bambnrgtfd^ muffeln, aa^enifcj^ möfele, nennieberl. 
moffelfiii (ss f($nanfen beim Q|fen). Son munbart(i<!$ (n)etteranif(i^ , »efler« 
mA\^ K.) ber MDffel, aat^^enifö^ ber Mofel (iD^lüner n. Sei« 155), » 8iffen, 
toeI(!^6 bur(( fCndfkoBung [1475 . cletoife^ (im IhahonUta 131. h7^) bietet fi^ 
monfel ^ Riffen] unb Santang(ei(]^nng au« mbb. ber montrol ä^nnbtooU 
({. b.), niebert bie mondyol, entflanben i^. Glei^ermeife b<tben bie Setterauer, 
Va^er tc. bie Haffel an9 m^b. bie hantrol $aubt)oIt, niebert bie handyol, 
BBb »enigflett« fibnü^ bie erflen no4 ber Arwel, f(]^»Sbif^ Arfel (€^(i$mib 26), 
an« ber 9(rmi»on. 

niiffen, muffen, »= anBrtt(i^ig, bumpfig, mobrig, faulig rieben, 
«oiertfd (e^ melier n, 554); ntebetb., 1475 e(et>if(j^ (im IkuihonUta 8(. 
L8^), nennieberl. mnffen; ba6 S)tm. mfiffeln in ben loitnachiapielm 865, 15. 
Bon ber SRnff ^ 6^tmme(, <9em<$ na^ 9Uibrttc^igem , bnni))flger <9em4 
({. bec äßuf f 2). ®gL au4 mUffgen. 3taL maSkn » (a^nig, f^tmmelig 
»eibm, ifl an« nnferm muffen, aber mit ber nrft^rüngli^eren ^ebentung, bie 
vudi 'Mal bie mnffa bemabrt bot. 

muffen » t)erbrie§Ii^ bad 3ßaul l^ftngen, maulen, murren, brummen. 
9%l ber äRnffmaff nnb f. &dfmttUt U, 554 fokoie ber SRnffel. 2)a9 
ton ber SR uff 8 abgeleitete SBert i^ alt, toxt bad batoon mit ge« gebilbete mbb. 
ba« gsmüffe » 9mmmen ane SerbmS, (ante« Snnrren, SRurren (Neidhart bei 
Qenede XXVin, 8, bei ^anpt 51, 18 nnb @. 159), jeigt, unb au<!^ toenejia' 
niff noffo » ftj^mermiltbig, terbriefli^ f)>an. mohino = toerbrie^Ii^/ bo^b^ft^ 
gebSrcn }n bcmfelben. 
9ti|«ib,S»ttfi:»ii4. 4. «nfl. S. Ob. 10 



146 tnuffld -- SBht^omebanet 

muffig » fd^itnmelig, bttm)>ftg unb anbrttd^ig tta(!^ ®eru(^ unb ®e« 
f*ma(I. aSon ber SRuff (f. aßuff 2). 

muffig = maul^angerifd^, mautenb, bntmtnig, mttrrifd^, au^ ido( mit 
bem ©egriffe be« SSerftodtfctn«. SSon bcr SKuf f 3 (f. b.). 

TIM beut legten 9iel6fnbegrtffe bei e^xlUx Sali Sager 8 : „^o ein ^ftnbeii- 
tater unb muffiger fte^er. 

ber aK uff m äff, — e«, — «, ?(. — e : 6rummtger, mürrifd^er, um 
freunbli^er, ftetd mit furjen SÖScrten fd^^ettenber äßenfc!^. 

iBereit« 1691 bei ^tieler &p. 1296. (StgenUic^ f. b. a. ^Qtner ber muff! 
utaffl madfi, toenn er mit iemanb f^triiit''; alfo aus muffl bem gettttgua unb 
ald Snteriection toermenbeten 3m^eratit muffe Don muffen ■» brummen, 
munen tc, gleid^fam tonna^a^menb mit &pxtl be« KMaute« gebilbet, aber niil^t 
inbem, wie gen)8(^nti4 i in a fSCtt [Dg(. ®i(fga(f (unter gidfen), ftliffHaff, ftUng- 
f(ong, ©ingfang, S^irrmarr xc], fonbem merfrattcbiger Steife u, »oju fd^on im 
SD'littell^o^b. dö gmngelt nnde sano (PomodJ 104, 8), bte glmnken 
glankent (Minne». HI, 289% 4), aU )Borbi(ber fic^ flnben. 

muffjcn == anbrü(!^ig, bunn)fig, moberig, fauttg, übel ried^cn. Sm^er* 
fonat : t$ müffjt. »gt. muffeu l/ 

8averif4 muffe^en (@($met(er II, 664), mittelfk «egen, «)eu (f. b.)/ mftb. 
•4en, abb. -azan, gotb« -a^an (b. i. -at-J-an), bon ber SD^nff = G^immel tc. 
(f. SKuff 2). 2>er Umlaut (tt) bat feinen Ornnb in bem J be« gotb. -atjan. 
9lber an<b mit nieberb. ^ 9att f (ff) mtt^gen, 3.8. ^S>er4>aferkDar mfiebienb'' 
(äRufäud ^bbiiognom. 9ieifen I, 42). 

t ber ÜRufti, —% ^I. tote @ing. : türüfd^er Obcrpriefter unb jugteit!^ 
Dberrid^ter. 

2)a9 arabif((e mofti eig. = 9le((tf^red^r, (Sj^efe^au^feger, SBeifer, abgeleitet Don 
arab. fata = 9le(bt fpred^en, ttber SBabr^eit unb dte^t in einer ®a^ miltelfl 
Antwort belebten. 

mui^, ben 5Ruf bcr Äu^ u. be« Od^fen auöbrüdcnbe 3nteriectiou. 

^i\>. (um 1370) mach! in „und sol dch da; aftlb xint [9linb] in d6m dorf 
gdn, . . • und sol frige [frei] sin und sol sohrigen [f freien] : maehl mucli!* 
(Weiith, I, 440). €>. muben. 

t ber Sßu^ameb du er, —0, $(. tote@ing. : JBelenner ber ®(au(en^ 
(e^re 3Ru^ameb«. mu^amebduift^« ber aRui^amebauUmud, 
®en. K* ebenfo, ol^ne $(. : SRul^ameb^ ®(auben6te^re. 

SOlnbamebaner tft Don bemSKafc. eine« nenfat. Hb). Mohamedians, Moham* 
medibias ober Mahometinns (frau). ICahom^tan), »otoon toieber ueulol ber 
Mahamedanismns, Mohammodanlsmus, Mahomotanismns , unfer SD^nbame« 
bani9mu9. 3ene9 9lbi. aber i|l t>on Mnhamddus, MaohammMos, Mal&om- 
mdtos, bem latinifierten arab. Kamen be« Stifter« M na4 ibm benannten 
Glauben« : Moh^Umned = ,,ber fe^r Gelobte, flete )n Sobenbe"*, bem ^artici^ 
toon h^mida = loben. 2)aber f^retbt unb betont man am rid^tigflcn bei nn« 
iDlubammeb, gemS^nli^ aber SERiibameb, gan) unnötig (ioenngIet(!( am ge« 
ISufig^en) Tldifomti, toxt benn fd^on im SRittelbo^b. (in bem f^imte eine« 
©otted ber Saracenen) Maliam«te, geUrit MahmSte, MadunAte, lialuBi§^ 
Machmöt ttb(i^ i|i, na(b fran). ICahomet b. i. jienem Mahomdloa. 



m^e - fmu 147 

hk Sfluf^t , ^ -^n : U\ifia>mnU fCnftrengung. 3ttf<(Wtttenf. : mul^e«^ 
(od; nn4et)on, mIttr)tmu^)>oII; bo« (itnb bie) SKu^fal (f.b.), 
mit mtt]^fe(ig (f. b.); mül^fam (f. b.) k. 

mt i bitT^ ttecvdons An0 J, benn SKfl^e, gefftt)t Sftflt (). 8. Oellert ga(. 
I, 41), if iti^b. bie mUeje, müege, mfte, mue, gegen ober ntn 1400 au^ioBüig 
gettt^t bte mü, friit*iii(b. auäf moi, mtttelb. bie müwe, mühe («/erofe^f» 17462), 
mft (ebenba 6886. 8123. 11896. Köfk€^9 FtutUmal 618, 22), a^b. bte mnohi 
{NiOter Pb. 98, 8. 105, 80), müht (im Boethius), n brtttfenbe «ef^loetbe, Sa|l, 
lef^ttcreRbe %MfLxtn%nu^ »on mtt^ett (f. b.). 2)a« m mfl^cto« erf^eittt erfi 
BeB|o4b<Htf4 nnb wirb bereit« im 16. 3a(v(* anfgefommen fein. 

mti^en, Don bet Äu^ itiib bcm 0(^fcn : fd^rcien, rufen. 

Gegen ba6 (Snbe be« 15. Sa^rl^. mähen {Diefenhaeh glossar. 77**), 1414 mShen, 
in ftnfange be« 15. 3a(T(. mngen (ebenba 869"), 1476 mnghen ton ber ftu^ 
{ffaupt ZeüBchr. I, 546, 19), mit w fiati h bann im 15. 3a^r^. mnwen, mowen 
{Dirfmbaeh glossar. 869'), 1429 mit ®(!^ti)inben be« fte(tlaute6 müen {lib. ord. 
rer.)f » Brüllen, brummen, mel^e« ber Sauttoerftfitebnng gemSg mit Tat. magtre 
(mtigfie) a= brfillen (ttom 9Hnboie(), gr. m:^em (jit^l^Biv) = mit gef(!^toflenera 
SRonb einen 2aut hervorbringen, (bnr^ 8rummen) ttmoillen Sngem, mnrren, 
nrodfen, »ot)on gr. ber mytr^ös (fivy/iS^) «= Zon bei gefd^Toffenem tRnnbe, 
P^ncnber £on, tMx6f me( an^ mit fanffr. mndsch (mug') in ber Qeb. tl^nen, 
^mmt. 3ene6 bentf^e S8erbnm mol im Sbb* mnhhan (?), aber abgeleitet loon 
i^, nnfenn mnben, ifl l) abb- muehhan (?) ober mucohdn (?) mnden (f. b.), 
iMn md^en bann toeiter abb. mAcchasan (?), mtbscaEan, b. i. nbb. mttd)en, 
mntffen (f. b.), 2) ein abb. muhhasan (?), mbb. machezen (t), mnohzen, 
f^ioei). mne^ten (Ctalber n, 216, )ner^ bom Zcn be6 9linbtiebe9)/ nbb. 
mtt4fen (f. b.). ^ <9rnnbe aber liegt ber 9{atnrlant mnb (f- b.), mbb. mnoh. 
mitten s befd^ioerenb anftrengen. \iä) mü^en. 

SffHt b bnr^ Übergang au8 {, nnb fo bei Sntber mttben, mittelb. mühen, 
rnühm, müwen, mdwen, aber mbb. mftejen, milegeD, mit Übergang be6 j in w 
müeweii, mit Xuflfoll be6 fteb0ante6 miieii, abb* muon, )nerfk muojan (?), bei 
ItoAer (t 1022) in ben ¥falmen muohen, im Boethios nnb MarHanuB CttpeUa 
mdben, mit ^(btoinben be8 fteb0aute6 mnoan in bem mit ge- sufornmengefe^ten 
gu&uoan (Qraf U, 602), mdan, bann muon, &= briidenb bef4tt>cten, bef^merenb 
onlirengen, pla^tn, Serbruß machen tc, altnorb. m^a s= Oef^tDcrbe, Serbmß 
ma^en. 2>ie fönr^et ifk bnnlel. 2)a6 ref(e|tte fi(b mü^en erfibeint mittetb. in 
noh mfthia » fiib bemttben {Jerotchm 16250). 

mii^et)o((, mn^r>oli, gufammengef. mit bie SRül^e (f. b.). 

ber SRu^Idrat; ber aßül^Ibod^ »» eine a»a^Ie ober äKfi^Ien treibenber 

SMt; ber3Ri!^Iberfl = «erg, auf »etd^em eine JBinbmü^Ie fielet 

ober geftanben ^at; ber SKu^Iburfd^e, -n, $1. — n, ober geWrjt 

aRtt^lburf^, — en, ^t. — en. 

Ue iufammengef. mit bie SRttble (f. b.), alfo bifi- ti<!^tig obne ba« biet blofi 

bebnenbe b iRüIar^t tc. SDlttblbatb i|l mbb. gegen 1450 ber mtUibaoh, abb. 

(mir aie Ortsname na^toeidbar) mnlibah. 
bie ÜKtt^le, ^L — n : JRäbertoerl jum 3crma(men, guni Berfd^neiben 

Porter Äöriper, aum «einigen be« ®etreibe6 k.; ein getoiffe« ®pitl 

auf 3 gbiii^feikgen di^itUdtu, ))on meieren txa erfte (tteinfte) buri!^ 

10 ♦ 



148 9«i(fC«Ba4 - m»\^aft 

ba« ffDtlU unb biefe^ inxö) bo^ britte eingefd^offen tDtrb, mit 9 gegea 
9 ^Camenfteinen, bon benen 3 in einer Steil^e im befonbern eine 
aRü^Ie genannt »erben (bgL ^idmü^Ie). 

ä»üMe, (t|l. Tte^tig o^ne 1^ bic Wtätt, lote anäi Snt^et (). 8. 3 Ttol 11, 
5. 4 SRof. 11, 8. fßlaiWf. 24, 41) f^at, 1482 bie mnle, m^b. bie müle, mül, 
fcftrn (na4 bem l^t mfl'linen t)oroue)nfcten) bie mü'lin«, im 15. 3a(r(. au4 
bie müllin, mülen (?), no4 naA einer obgefil^loSi(ten go^w bie milllea (?) b. i 
toetteronif^ bie Minn [neben bie MUl b. i. bie iDf^ü^Ie], mittcCb. bie mvlan (in 
Bnfdmmenjetnnden, f. SRU^Ien), mule, mal, mole, mol, a^b. bie nraUta, ftefiiqt 
moli, muli, » WOfit )nm Semtalwen be« iS^etreibee, !8nnte »ol 9bleitsng fein 
nnb ixoax Don bem mittelfl -i, -J Don mnl in mvlaiui, bem ^nt Ißr&t bei t»er« 
lomen gotl^. SSuxiefoerbume milan (f. mahlen 1), abgeleiteten affb. ma\jan, 
fester mallen, mnlen, m(b. müllen, getfirit müln, = betreiben, (ermolmen, in 
toüä^tm gaOe bae ffiert in feiner ffinrjel^Ibe mul mit %x. bie mfl^ (^t/A^), bet 
m;^los ifi^Xoq), = (^anb-)9)lU((e, aRfi^ljlein nnb mit lot. (»enn ni^t o axa a) 
bie möla s SD^il(^l'flein, WlälfU, fHmmen mürbe; baefelbe f^eint «bet t>te(me^, 
mie bie gtei^bebentenben angelfä^f. bie mylen (ond^ in bem Hb}, myleasoeup 
« mtt^Ifleinf^arß, oltnormeg. bte mylna ss WUHt, übecfommen ane bem ffir 
Jenes lat. bte mola \piatx eingetretene toHemfigig-lat bie molina {Jmmiämu 
M(ureelänu9 18, 8, 11), toon mtiä}tm ita(. ber molino, f^an. ber molino, fwrtng. 
ber moinlio, fran}. ber moolin, s 2^^Ie, (errü^ren. Sene 9lnfnabme aue bem 
Sateinif^en in« 2)entf(te bttrfte no^ babnrf beflSttgt merbeq, bag ein nrf^rttnglt^ 
bentf^er Kuebnnf für bie SRü^fte berrite bor^anben loar, nfimlid^ fto^- (bie?) 
qaimas [in bem jnfammengef. bie asila^almus « Qfetömü^Ie, iDlü^IfUin], abb. 
bie qairn, ohumi, ohuima (f^ri^ ohwima), m^b. bie knrn, küme, kfim, 
aItfS((f. bte quftm, angelfü^f- oyeorn, oTym, engl, quem, aufrief, bie quem, 
altnorb. bie kySm, f^meb. ber qyam, bSn. qyftm. 

ber SKu^tenbaci, baö üßö^Ienrab, aÄü^Iettf^>iel ic,, iene beiben 
mit m^b. bie mülen (?), mittetb. bie mulen (f. SKü^Ie «nm.) gu^ 
fammengefe^t, bad le^te Sßort aber na(^ bem 93orbiCbe berfelben ent« 
ftanben. Üb(i(^ neben ben mit m^b. bie mül 9Rfi^(e jufammen^ 
gefegten aRü^tbad^ (f. b.), ^rab, ^^fj^iel. 

WlWtnha^ rodtt mittelb. bie mulenbach (?) ; SRü^Ienrab ijl mtttelb. ba« 
mulenrat {fferhart 5474), molnrat. Ttü\fXtnipitX juerfl 1691 bei ©tieter 
©^ 2088, mo ^3RüIenf|)teI.'' IHer ba« ( f. SWÜ^Ie. 

beraRu^Igaft = aßa^tgaft b. i. ÜWa^Knnbe einer üKü^lc; ber 
2»it^Itna^j)e = SKüpurfd^e; ba« ÜJiö^Irab, »oneben ha» 
SWS^Ienrab (f. b.) ; ba« Wn^l\pitl, tooneben mn\)ltn\pitl 
(f. b.), in beiben aWü^te (f. b.) in ber jtDeiten ©eb.; ber Sßul^t 
ftein^ n)oneben SRü^Ienftein. ber aRu^(n)eg = beftimmter Sßeg 
gur a»tt^(e; ba« m'nf^lto'ixl 

pr i02ü^(fna4)^e ftaiit man im SR^b. ber müleknSht (Nümh, Polvmord, 
©. 167). ^ü^Irab i9 m^b. bad mülrat, tooneben mittelb. bae malen-, moln- 
rat a»tt(Ienrab (f. b.), malerat (JdyH. I, 144, 22); äßüHftein, m^b. ber 
mülistein, mül stein, a^b. ber mallste in, bann f^St malestain, molstain, 
moneben SOtfi^tenflein mitte(b. ber malenstein, molenstein, mülnBtein, a^b. im 
11. 3a^r^. ber maliastein; anubtmeg mbb. ber molwAc, mittelb. (1471) molwedt 



tafO/M — Wbttbt 149 

(ftit4en|iti«Bit4 i»on OrftiHngen M OHegcn @. 16, 89); SKü^ftoerl m^b. ba« 
mulwÄTC (f^)fit.mib. an^ f. i». a. Crjeugnl« einer SWÜ^e, )• ©. ^(^»tn: «.)• 
flto SUfi^Ien« f. bie 9nmer!ung iu SD^a^Ienba^ tc., unb Über ( f. 
SRü^Ie Itrai. 

m 5 ^ 1 « , gctD'd^nHdt unb fibtt^cr unt>erfür jt m u ^ c t o « (f, SK ii ^ e). 

bic SRii^inc, ^t. — n : Satcr< ober ÜRutterfd^tDcfter ; ©cttenbertoanbte ; 
[ttbergettageti auf bie] SinberiDärterin« 

3o ber erfken 8eb. i^ bod i^i% ri4% tote früher, iDtutne (MV bloße« 2)e(- 
vammüttn) pi fd^retbenbe ®on äuget bem ebelen @tile bur4 ba« ittngere bem 
$Ta]i}Bflf4eii entnommene nnb in bem 18. 3a6r(. eingebürgerte £ante (f. b.) 
fafl DetbrSngt Wlffh* bie muome, mittelb. bie müme, o^b. bie mtmSL, muomA, 
muamA, mümft, f^b't*a^b. an<( mueme, ss Sl'^utterfd^tDefter, im 14. ^a^r^. an^ 
(. D. 0. €^((ii)ägenn, im 16. 3a^t^. loeiter überban))t f. i». a. koribliite Dermanbte, 
in fobe be« 16. 9abt(. bei JTeiferSberg im befonbem au4 »eibli^eg ®e- 
|4n>t9erfinb (grif^ n, 673*). 2)ag SBort f^eint tlfo mittelfl KMant« (uo) au« 
lat bie manuna == äRutter (f. SDiama). 

i9A Wlvifi\al, —», % — e : nieberbrüdenbe, a(f)>annenbe SBefd^ioerbe 
nnb anftteitgung. S>aDon mittetft ^ig : mül^felig (f. b.)* 

9ei Sog (nai( bem ^orbifbe be« ins »etbli^e ®efe((e<(t flbergef<!^tagenen 
«Xrttlbfal^ He SDtü^faL IDlbb. ba« mflejesal (?), muogesal (Jforfma 91.268, 
101), mfieeal, mittelb. ba8 mühesal {Jero9ehin 189&7. 16979), iBerfürjt mtUal, 
= 8ng9it4 beforgte S^tigfeit {Köpke'B Fast. 888, 67), abb. ba« mnohisal (?), 
mittel^ m^b. -s-al, abb. -is-al (f. >fat), bon 9Rübe abgeleitet. 2>a« 9bi. mtt^- 
fefig, bei Sntl^er 9?ottb. 11, 28 mübefelig, mit bem aftl^ergebra^ten Um' 
laut e nnb f^er nur )>ebantif(^ an^ mitunter mübfSIig gtf^eben, ifl b«4^* 
im 11. 3a^. maosalig (b. i. maoselic), ml^b. müesalig. 

Wtt^fam, gcffirjt au« älterem mül^cfam (Ä ramer teutfc^^itat. 
ffiortb. 786*. ©ttcler ^p. 1297), jufammengef. au« SKü^e uub 
'fam. SBeitere 3ufammenf. tft bie SKiti^famteit^ früi^er SDtü^e« 
famteit (ftramer. ©tieter). 
mn^felig, leine 3ttf<iinmenf. mit feiig, fonbem abgeleitet t)on Wtüff* 
fal (f. b.). mu^DoII, übtid^er unDetfttrjt mii^ebolt, f. 2»fi]^e, 
t ber STOutdtte, ■— n, ^I. — n : Don einem SBcigcn unb einer Siegerin 
ober einem 9?eger unb einer S38ei§en ßrjeugter. 2)at)on bie SKttldttin. 
Ine f^an. nnb )}ortng. ber muldto, urf)>r. « SblSmmting bon ^ng|l nnb 
tfelin, aRouIefel, alfo bon lat. ber rnttlus » S^auftbier, mcaik\ti (f. ba« 
SRanI 1). 2)ie Ableitung aber ifl eine obiectibif^e unb fo muUto luaSiäift 9(b- 
iectib. 
bie anütbe, $(. — n : tongrunbe«, ettoa einer falben, ber SSnge mäf 
get^iüen Sialje S^ntid^e« au«ge]^9^{te« ©efäg. 

€!4»et). bie Mnelta (£ob(er 826») =: »acttrog, 1698 bie mnetten 
(gelber 47). Sr^ im 16. 9a(r(., menn au^ ft>SrIi4, bie mulde {Viefenbach 
gioiMT. 27»), molde (iD>tone 9n). Vn, 802, 86), unb bie maolte {8t. Gatter 
Ordmmgen €S. 193), nieberb. bie molde nnb mittel|l Sautangteid^ung (Id )n 11) 
molle. 2)nr<i fTbflognng be« au«Iautenben r gelürgt an« bem gleiibbeb. mbb. bie 
mnlter ({o au^ im voe. iheuL bon 1482 Sßl aaG*"), feiten maolter, a(b. bie 
miülitra, mit flueflogung be« h unb bamit bieüeit^t nebenbei Übergang be« u 



150 Sy^nfl — nmltMAidereit 

<m4 in uo He mnltera, mnoltara, mnoltra, im lt. 9a(T|< mdlteie; itat9 
mulhtra aUt tfk enUe^fnt ou« tat. bie mdlctra «: a)i{elIffiBef, ®efS6 beim Vttfttn, 
»ie benn mit nod^ Im voe. theut. ton 1482 161. t8^ mulohter « «RelffUbel loor- 
fommt 2)ie gorm ber S^ulbe ift urf)>rüngl^ ber be« atten ISnglid^n IRelfge- 

ba« SKuH, -^, o^nc % : lodere (grbe, ©tauberbe, ®6)ntt 

2)a6 nteberb. mall, nennieberl. bie mal, but4 Satttanglet($nng be6 d, t an« 
einem nteberbentftten mald [naf maldhoop s SD^onlmurfd^ügel], a^b. bie molt 
{Oraf n, 718), ein« mit a^b. bie molta, got^. malda = ©taub, (ödere €rbe 
(f. SKautwnrf). 

ber aKutter, — «, ?t. töie Sing. : »er mit ber SKü^te ju arbeiten 
ijerftel^t, ber ©eftfeer einer SKü^te; [in ber SBetterau auc^ :] ber 
©d^metterling (f. SKa^ter !)• DaDon bie ÜKulterln. Sufam-- 
menf. : ber SRötterburfc^e, SKutlerburfc^, « aRü^Ibutfd?e 
(f. bO; ber STOutlerefet; ber aRöIIerfto]^ = 8aue. 

WtülUx, er|l )n anfange be« 16. Sa^rbunbevt« bSnflg myüor, miller, mfUler, 
maller, (me^r niebetr^einiff) moller, im 15. 3abrb. ber mililer, molldre, frflbet 
feiten, bo4 im 14. 3o^r(. f^on ber maUer (LiedcrJSaal n, 478, 82. 476, 134. 
477, 159. Voe. opt. €. 22^ 64), mittelb. ber maller, (1441) möller [^te ber 
gamiliennamc äRSHer], »mite bnr^ Sautonftlei^nng (U an« It) an« mittcKot. ber 
maltor {voe. opL &. 22^ 6^5) b. i. lat mölitor [toon mölere mahlen] «= WiUtv 
fein [ber Umlont im S)entf<(en (ü) bann filirlnng be« i SMif^en 1 nnb t tro« bem 
Sn«fatl im SRitteltateinifd^en], ifi aber tiefme^r bnrf eine anbere Santanftlei^nng 
(11 an« In) an« bem meitau« ttblid^eren mbb. 9n«bmd ber mAlnmre, mtUnme, 
mttl&er {Mmnee. m, 848% 7. 9ff.)/ müllener, ber mtinere, molner, abb. (nur 
einmal nnb smar im ll. 3abr^. bei Qraf n, 712) mülinori, mdbuuri, altfS^f. 
mtieniri, altnorb. ber mylnari, meTcl^e« an« bem Don lat. bie molina WÜfU 
(f* b.) abgeleiteten, für ba« ältere mölitor eingetretenen mitteltat. ber molioArioB 
SB aO'IülIer [n^oran« an^ Mal ber moliniro, \pan. ber molin^ro, fran). ber meanier], 
nnb nbb. ber SRliKner, mel^e« no4 1691 ©tieler Gf). 1308 neben WtüUtx 
anführt, ift ie^t nnr S«tnilienname. glir SRÜllerbnrf^e, *hux\^ erf^^eint im 
fRfft. ber mfUlerknftht. 

ber aroätlner, — «, ?L toie ©iug., f. STOüIter «um. 

ber ü)iutm, — e«, ^t. — e : bon ffifiruiem au ®toub (SKel^t) jer* 
freffened ober att<!^ bermitterte« $ot}, audgekoitterteö <Sr}; ^o(}fSuIiii6; 
lodere, u>eid^ <Srbe (So§ Sanbb. 2, 204); toie au SKe^t «udeinanber« 
gefaQeue^ (®bt^e XI, 94). !S)at)on miilmit^t, niutmig, Hbi 

aXntm 1691 bei €ftieler ep. 1302, nnb ba« )Berbnm mnimen » ®tanb 
ma^, ®tanb anfmirbeltr, 1668 bei 6<iotte(in« @. 1366; aber meber ba« 
eine no4 ba« anbere cai% bem SR^b. n. Wjib. na^meisbar. fCbgelettet ton mal 
in malaoB, bem got(. Ißart 9r8t. be« verlornen Snr^elberbnm« mflan (f. 
mal^Ien i nnb SRül^Ie). 3n gnfammenf. ber $1. aRUImtbeile bei (fl^Stbe 
LX, 198. 2>a« 9(bi. mutmi^t, mütmi^t, beibe« 1691 bei ®tieter a. a. C; 
aber mulmig bei IBog Obib 9{r. 9, 42 n. Sonbb. 6. l6^ 

t mutti^ tieferen «& i»ert)ietfätt{geu b. ^. eine ^a^t fo i>iettRat 
nehmen, ats eine anbere 3<^^t anaeigt. bie SRutti^tication = 
^erbietf&ttigung. ^ufamutenf« : bad anutti))ticationde;em))et. 



Wbm\t — aRmmncl 15t 

2)of 9ahvan mtttti^UcUrcn i|l tM bem an« nnütu « bicl tmb plicAre 
= falten infatnmeiidcf. lot. mnltiplioAre » «tertoielfSltiflen, t»on beffen @u|)mnm 
multipIieAtom batm lat. bie moltiplieAtio abgeleitet, toel^^i f^^^i ^^^ ^^9 ttii9 
btefem eatle^nte SDi^nUi^Iication gebratul^t »irb. 

t bie aRümte (Sftlbig), $L — n : einbatfamierter eingetrodneter M6)^ 
nam ber Sorbett. 

1678 bie ,,9Rtimiiita,[9(.] ^cmmitn" (ftratner tentf(b-ita(. fSottb. 787'), 
1706 ^mumita, nontnen^ (Submifi engL-teutfd^. Lex. 465% 1711 „Wtomit, 
SRonric' (81 S bie in 646*), »ie nenniebett. bte mnmmiey mommie, engl, mnmmy, 
anfgenommen oit6 Hol. bie mdmmia, fran). bie mnmie, momie, »el^e6 au6 bem 
glei^Mentnibai ^. mftmyA bon pa\. (nnb bann an^ in6 tlrabif^e nnb 
Xttffif4< Mbcrscganges) mftm = fBa^$. 2)ie Werfer nnb Oabblonier fiber|ogen 
tXmliäi i^re bebten mit BaÜfi (f. Merodot 1, 140. Strabo 16, 9. 746). 

bte äßumme, ^* — n, ein ftarfe6 (toppttM), fe^r bi((e6, bunfelbraune«, 
fllg(^e6 ^opfen^ier. 

1716 bei Snbwtg ep. 1270 bie „Vlnrnm ober mummet 9tan leitet ben 
Spanen bon (Eirifltan aRnmme (er, ber e6 1492 )u Orannf^neig inerfl ge« 
hont (fabcn foO. %M bem 2>entf^en i^ bann nicbert. im 16. 3a^6. bte 
momme, gefttr)t bie mom, engt mnm, mom, mnnbavtlt^f^^b. bie muuiui 
(JKeta 477«). 

bte an limine, $(. — n : oetlatbte ^fon; eerneibnng. 3nfoninienf. 
mit bem ®en. $(. finb : ba6 aRttmmenf))ie((®»t](eXXVI, 166), 
bftattet bte (auc^ ber) aRiimmenfd^anj = SKaflerabe, b. ff. lanj 
ober Sufrtarleit Derlaröter (bennummter) ^erfonen. 

SItnmme, 1475 c(et>tf4 (im TeuihonUta) bie mumme » gefpen^erartige, ber« 
laxbte Verfon, etmag fester am 92ieberr6ein an6i momme (f. Dirfenhach glossar* 
819*^) SB 2arbe, nennieberl. bie mom « Sarbe, Vta\tt, 1599 nteberl. momme » 
atofle nnb SRaflierter {KilUm 822''). Ool, )nma( toenn man „Ton ainer alten 
kne [tat]» — die wm [war] gebaiMen mumme* [» bie Mog 8rummenbe] bei 
WMentiem (f 1446) 9fr. 6, 71 bcrglei^t, bon mnmmen =* nnberfl)inblid^ 
bnoMif f^nped^ (f. 3acob Orimm Wt^Ü^ol 478), me((bc6 etieler (1691) ^p. 
1806 ber^ei^net nnb bor i^m (1668) M ein ^Santmort^ in ber «eb. «mam mum 
fagen' 64otteIin6 6. 1866 (f. au4 mnmme(n). 5E)ie SMummenf^an) 
(OBt^e XUj 22. 147), im 16. 3a(rb. bie momsohans (Bimm erif<be (Sfrronit 
m, 889, 18), me{4e6 aber )ner|l, ba bie e<!^an)e « (aKfldamurf, 6ptel (f. 
ee^an^e 1), ba6 fSürfelfbiel nm bie Bed^e (bamm mer bie 3ed^e )u sablen (at) 
b^bmtet, mie SRnmf^an) bei ^a.n« Baä^9 I, 170* borfommt Son fenem 
OoTte bann bei ®8t(e XLI, 10 ba6 9lbb. mnmmenfd^Sniltd^. 

ber STOtimmet, — «, ?I. »ie ©tng. : unheimliche (©d^re*)®eflalt 

1605 bei BuUhu 100« Ttnmmtt « Oefpenß. 92a<b bem bon IH^enbach 
glonu. 819^ berjei^neten mittelnieberb. 6n mume linx höret » Sarbe, SRaffe, 
imif ein biefem ber mumelino jtt (8mnbe liegenbeS ber mumel (benn -ino ifl 
XbIeitnng6fUbc) f4on 1420 borM^en gcmefen fein. 2)iefe6 aber mm lommt, 
woranf an4 3acob (Sl^rimm SD^t^ot. 478 (inmei^, bon mnmmeln ((. b.). 

bieSKümmet, üRiimmel, unb batjon ba« nod^ üMtd^ere 'iDim. bo6 
^nmmttdftn : bie »eige ober gette @ee*, SBaffertitie, nymphaßa 
alba mib lutea. Undf ba6 SDJiimmeKrottt. 



162 tmtmmetn — minnt>fe(ii 

ftn« betn 9ttetobeatf4eti. 9R fi m m e t f 4dnt [toeti dgetttü^ eine todbli^e feif on 
bf sei^netib] mit Oonblnng in« toeibli^e 0ef4Ied^t (13 o t (^r. ®eb. m, 150) ba« tn^b. 
bo9 mfiemel ae äRfl^d^eit, tofld^e^, ein fofenbfd 2)iin., ba ba€ ntn^etfldnerte mbb. 
muome (nnfer 9Rii(me) aU tranfife 9enenminfi tint$ »dblnben Oaffergdfle« 
bertoanbt ttmrbe (f. 3acob (abrinnt aRv^tot« '^^7)/ ^^ ^< i>< €$eeii, fibtr^ti|)t 
in f&afftm, ben Knftnt^Ue ber SBaffergdflcr, HMiiifenbe ^(ie flbergdtogen 
nH>cben fdn mn§, inmoi btcfe na4 nieberfSd^iijfem Solfegloubcn für bie Water- 
moemken f&afftxmüimä^n, b. i. bie todbti^en SBafferget^t» bltt^ (f. 8oS )n 
feinet Snife 1, 727) nnb bie gelbe OafferliHe an4 9{i|blnnie bdSt (f. 8»fi )n 
Sbl^tte 12, 21, »0 äRümmel^en, ba« 2)im. be« IS)!«. IKttinincO- Ober 
foUte, ba ba« aRttmmeld^en im 9Heberb. Milmmelken, nk^t Momelken bdgt, 
iDlnmmel (f. b.) eine bum4>frauf((enbe ffiaffecgöttin bebenten, nnb meffterc @een, 
bie ba« Qo(f bon 9tv^n benw^nt ba^te, ^igen Vlnmmelfee. 
mümmetn = bie @timme btutnmenb, in bum^fen Saitten labten (äffen 
[1678 bei firatner mummelen], in brummenben obeY boA bum^fen 
Sauten ^pxtä^tn, befonberd unberft&nb(i($, murmeln. 

2)iefe letzte «eb. bd Sntber (9ef. 29, 4. 3ob. 7, 32); niebetb. mnmmeln, 
nieberf. mommelen, = in ben 9art brummen, in fi<b ^indn f^re^en, mittel' 
nteberl. mömmelen « mnnfeln (har, belff. VII, 18*) ; entlehnt an« bem 2)entf4en 
ifk i«ISnb. mnmla »murmeln, mnrren, f^meb. mamU (an^ » „brummen mfe ein 
88r^), bSn. mnmle. Siner mtb berfdben SBur^el angebBrig mit a^b. mAmmalte 
in laffffnainmaldn s gammeln (Dtut I, 580^ nnb Qraf II, 728). C^tammmort 
bon mummeln ifl ein einfa^ere«, freili^ erft im 9l^b. unb an4 ba ni^t bor bem 
17. 3abr$. na^mdebare« mummen (f. bie fbim. )u SD^umme 2), neben meinem 
1668 Gd^etteliu« @. 1366 mnmmeln a(6 2)imtnntit> berseid^net. 
mnmmen^ bad beraltete ©tammtoort bon mummeln. 

@. bie Knm. )u SD^umme 2. 
mummen = (burc^ SSer^üQen^ namentlid^ be^ ®efid^te9) jur äßumme 
mad^en, unfenntUd^ maci^en, berlarben. dn einmummen, t>er^ 
mummen. Son bie SDtnmme 2. 

9ene« einmummen no^ im 18. 3a(rt., aber bermummen » „bertatben^ 
mit bermummt bereite 1678 Ui ftramer tentf4-ital. 9Bortb. @. 1106^ foioie 
ba« bon bem Serbum abgeldtde bie Sermnmmnng » SRafferabe ebenba 
e. 1107». 
ba^ SDlümmenfpiel^ bie aßummeufd^anj, f. SDlumme 2. 
bie äßummerei, p. — en : 93ermummung; 9Rummenf))ieL 

8d ©deiner b. $icc. 8, 4 SRummereb; aber 1716 bie «SRummereb 
ober maelerabe ein anfing bon berlarbden ptx\cntaf* (Submig Gt>- 1270). 
9Heberb. bie mommerie (4fl(btg), 1599 nieberl. bie mommerije {KUian 322^). 
2)ae SBort lommt bon niebert. im 16. 3abr^. ber mommer ^ 9Raffierter {Kilitm 
a. a. O.) bon bem gTd(()eitigen niebert. mommen = fl^ moftieren (ebenba); 
ebenfo ift bon mummen 2 abgeldtd ber SD^nmmer, meT^e« 1691 Stielet 
@^. 1805 in bem @inne bon äl^nrmeTer k. (f. mummen l) anffi^rt. 

müm))fe(n = im Sßunbe i^in unb ^er betpegenb mtt^fam lauen. 

3m $o4beutf((en unttbltd^, aber bie gorm mit M i^ bo^^cutfd^. 9Ueberb. 
mumpeln, bereit« 1599 niebert. mömpelen neben mdndpelen {Kutan 322^ 
u. 823*), mit ber abgddteten 8ebentung Idfe, (dm(i4 reben, mnrmeln, gCd^am 



Iraciib f^ct^; 1476 dcMf^ mnmplen s» al9 ^«t^e« 9crebe et|8(tt toetben. 
2)of etnfa^e iiiuin|>feii acigt ^ in bem an« beut 9Hcberb. entfernten idISnb. 
mump« « bie 8a<!ten fflQenb in ben 9Rnnb nennen, »oneben i9l8nb. ber mnmpr 
«B Q>k(ter) ^efirfixf eftet • 9iitt. 

beraRfin<^, f. aßSnd^« Kt, munbartfid^ unb ald f^amflienname. 

berSWunb, — e«, ^t. — e (aber aud^ au« bem SK^b. no* aWiinbe) : 
l&ffnntia \M fto))fe6 }um Stnnei^men ber ^tai^rung unb }um <S))red^en; 
Öffnung eüter m^m^ ^^^bou : ba6 SRunbc^en, oberb. u. an* 
f^nenb feierlicher bo0aßunb(ein,S)im.; münben(f.b.); munben 
(f.b.)/ iDobon bie aRitnbe (f. b.) unb bic äßunbung. ^vfoiBinf nf . : 
bie SRnnbort (f. t>.), münblo« )c. 

Oet Slnnb ^%l in $in|i(^t anf €iinw»emanbtf4oft ba9 Sit an I, wefd^e« aber 
Htn M ^nt^ev ek. 21, 38 einen Hnjlri^ t>on Uncbefm ^at nnb im 17. 3a(r(. 
e(« et»a« ^er gilt (f. etieler e^. 1264), f^ter Dont 9Renf4en ot« berl unb 
micbel. Vlfft. ber mnnt (Oen. mnndes, $1. mfinde, feltcnet mwide), feiten für 
Stanl nnb onäf für öffnnng, al^b. ber mnnt, eig. mnnd ($1. bie mnndft, meldet 
nl^b. o(ne Umfant SKnnbe i^), get(. ber mimpB, altfS^f. mit Undflofinng be4 n 
uib beibAfb ft ber mftth, mtld, MflelfStf* ber mftd (an^ » (Eingang, Stttre)« 
mgL monih, uieberL ber mond, altfrief. ber mftth n. mimd, mond, altnorb. ber 
miumr, mftdr, in ber angegebenen erficn ^ebcntnng. 2)te ^^ertunft ifl bnntel ober 
bo<l^ fe^r nnfi^er. ^er $(. SRunbe ). 8. bei Sog Ototb 9{r. 86, 268 n. bei 
91 Q. €^i(!ege( @(alefpeare*4 3nttu4 (ESfar 8, 2; aBer au4 ber im SR^b. über- 
toiegenbe $1. ST^Ünbe ). 9. (ei @tein(8tt)e( (f 1482) 2)ecameron ei 119^ 
glzmming (f 1640) 866, Solftenflein (in beg $erm d. ^offmannSnalban k. 
Oeb. I, 257), (S(anbin9 m, 83; feiten a^finber, »ie i 8. K. ®. 6(^IegeI 
6^fef^eare'g ^nri^ berpnfte 3, 1 nnbC^amiffo VI, 118 ^aBen. 2)a«9[bi. 
nnnbfog ifl angeIfS4f. mftdleäA. 

bie aß nnb = ©d^u^, i^Wiäf oUiegenbe ®orge für eine Werfen, bie 
ted^tfid^ nid^t allein fär fid^ ianbe(n tann. SgL S3orntunb. 

e^on im 17. 3aH* Veraltet. SIR^b. n. a^b. bie mnnt ($1. abb. muntt, m^b. 
mfinde, alfo ttbb. bieüßiinbe), got^. bie mnnd8(?), ange(fS4f. bie mond, » bie 
fia^e ^anb, bie j^anb [(). 8. am^ in ongelfS^f. ber nrandgripe ss ^nbgriff), 
nnb auf biefen begriff ;,$anb'' ift altnorb. bie mond befd^ränh], (&malt über eine 
nnfelb|l5nbige $erfon, ©^u^, ®4ivm, altfrief. ber mund, mond, s &äiuii, @(tirm. 
2)0« Sort fd^eint »nrjeltoertnanbt mit tat bie minus s $anb, nnb »ie bie 8e« 
griffe «r^anb'' unb „^(f^nii*' fld^ toerbinben, )eigt auger btefem mänus ). 8. mbb. 
in eines hant ($anb) sUn ober stn, totl6it9 ben begriff «»in (Sinea ®emalt 
pf/n ober fein^ an^brfldt (t>gl. Orimm Slec^ttfattertb. 447). Unoerwanbt aber 
*ifl ef mit lat. mnnfre = f^fi^en, )nma( ba biefeg ni<!^ n, fonbem ü f^u . 

bo« Wlmhäitn, S)im. t>on ber Sßunb (f. bO^ aud^ f. b« a. ftu§. 
bie anünbart « 9$oa«f))rad^e einer Sanbfc^aft, ^alect 

SOtünb^en, 1678 9Rünbgen (ftramer tetttf<(«itat. SBortb. 787*»), im 16. 
3a(rb. nieberl bag mondeken, i|l ibim. t>on mond SD^nnb. SD'tunbart (f. an4 
JDialect) bereite 1645 bei (S^ri^ian <9neint bentf^e 9te^tf4reibnng in ber 
3nei0nsng. 

bie aRänbe, ?L — n : Ort (©teile), »o ein gluß ic. münbet. 

t3ei Sog ^ora) (Sat. 2, 2, 28, 1691 bei @tieler et>- 1B08. 2>ae fafl nur 
in Ortlnamen Ubli<lte Gort »ttrbe im 9Rbb> bie münde, im l(b. bie mondt 



154 mftMbd - Sliiiib« 

(atttcn iittb ifl Dott milabeti (f. b.) aBgeleiUt. ^^«fleficn mvbc bnt^ Svfttnmen- 
fe^ng mit a(b. ber mnnd ber SRunb ba« urf^rOngli«^ o^b. CoOectib ba« 
gimonai ^ Oiicae (cifl. IBaffermstnb, OKeUcnSffnting, (5ifiu6 be« ^tofiffcrf), 
SRttnbitng, m^b. ba« gemünde (?), angelfS^f. ba« gem^d (?), nnfer n|b. in JOrt«- 
nomett torfemmenbe« ba« (S^emttnb, gebUbct. 

ber aßitnbel^ — «, ?L »ic ©ing. ; ber Doterlofe ober Dertoaifte Uu* 
mfinbige unter gefe^Iid^ befteOtem b&tertid^en ®d^u^e. 

Seffingl, 476. Unri^tig flnb ba« nnb bie9»Unbct; bo^ mirb nift fetten 
toon bem neibli^en 9MnbeI neubo^beutf«^ bie IDlfinbel, ^f. — n, gefaxt. $a0 
®ert, ang bem bei grif^ I, 678« ange^^rten, mittel^ -el (altfS^f. -ü) toon bte 
9Rnnb (f. b.) abgeleiteten glei^bebeutenben mittelnieberb. mundel, aTtfrief. mondele, 
f4etnt, ba e« 1691 bei etieler feblt, io<bbentf4 im 17. 9abrb. no(^ ni^t gelSnflg, 
mitb eg aber bann na^ ber OHtte be« 18. 9a^rb. 1Ra4 grif ^ a. a. C lUibet fiä^ 
frttber nenboc^bentM bagaRfinblin, aRfinblein; aber im Vlffi>, Imnm, mitteffl 
-lino, nbb'. «ling (f. b.), toon ienem bie 9Rnnb abgeleitet, ber mimdelino (f. 
Lner mhd. Hndwtboh I, 2229), Mr, mcl^ea, mie müiideliiig ( Weiith. VI, B98 
n. 400 leigt, aber an4 f* t. a. IBormunb bebentct. 3n ienem obigen 6innc 1686 
fftanblig (Beyhßr Lex. ep. 427) nnb no^ bei griebr. Seo^ etolberg. 

mitnben « tDo( ju SRutib gelten, gut ft^medten. 

^Bflf^er Unobrnd anO ber erften ^fte beO 17. 3abrbnnbertg. 9gl. SRof^e« 
rof4 ^bitanber b. e. n, 16. Xn^ bei e^ottelinO Gf 1866. 

mitnben = {id^ ergiegen, t)on SSaffer in feinem Saufe; fid^ jum ftM^ 
gange offnen, bon einer $b^(e k. 

Kbb. mnnden [b. i. mandAn (?), eig. mnnd-J-an (?)] « {14 in einanber er- 
gießen, mittelfk i, J i»on abb. ber mnnd (f. ber SRnnb) abgeleitet ®. bie äRftnbe 
nnb bie SRttnbnjtg. 

t munbteren = bereinigen, in6 Weine fd^reiben. ÜDaDon bie aßun« 
bierung. 

^ereito im 17. 3abrb. mnndiren, anO lat mondAie ss reinigen ton bem 
lat. Kbi. mündns a fauber, rein. 

miinbig, Slbi., » bem 8(ter nac^ fS^ig, fic^ geje^nd^ felbft toorgu^ 
[leiten, majorenn (f. b.). Dabon bie äKunbigteit 

fftffb. mtindie (IRnnM. 10, 79% 4), mittelb. mnndio , mnndig, abb* mnndto (t), 
i6(&ib. mTndugr, loon bie AR nnb (f. b.). 
beraKünbtod^ = ftodft b(og fttr bie l^errfd^aftU^e 3;afet ber aßünb^ 
(eim = burc^ 92e^en mit bem SDtunbe Hebenber Seim. ba6 SRiitib« 
tein. mitnbtid^. bo^aßunbloc^ (f. So c^) » Sud» u. (Singang«^ 
bffnung einer ^bl^Iung, m^ im 8ergban. beraßunbfd^enl (gefttrjt 
au6 aWünbfd^enle) — en, ^U — en. 

avtttnblein, mbb. baO mü'ndelin, tfl abgeleitet »on nnb atte anberen |mb 
)ttfammengef. mit ber SRnnb (f.b.). 9RnnbIeim nnbSRunbf^en! bereitg im 
17. Sabrb* 2)a6 Sbt. mttnbli^ mittelb. mnntliohe, geHir)t nnb nad^ ®ilbeti 
i»orgebmngen mfinüioh; ba0 Hb}, aber i{t er|l nbb. na^toeivbar. a){nnbto<| im 
15. 3abrb. bag munüooh (Lexer mhd. Handwtboli I, 2284), abb. bag muntlooli 
[= jtrater eine« Snlcang {Natker Boeth. 9. 14, 16)]. 

ber aßunb6, -^6, $1. — e : ftug auf ben äßunb. 9Son miinbfen 
« auf ben üßunb Iflffen« 



miM^tt — ttmitteT 155 

Mbcf MefetttStW« (64«it)t 119), b«« fMbttm t^eti tRunb atigddtet. 
Cbenba an4 ba9 2)ttn. b«6 9lttnb«4ett; f^tod). mit timinnth^fr SSttü^feU«- 
cnbsng (etalbet tanbe€f^a<^en bn ^^tod) 265), bd bcr »f-i hi -f4«i f^4 
mgrSbert (f. e ttnb f4) bft0 iDittnbf^i ober, toie Screinia« Olott^elf 
\^tdbt, 9tiintf4i 
rnnribtobt, «bj. : ber Oetoatt, Pc^ felBft ober «nbere ju bertrrten, 
berfnftig- ^ufamntettgef. mit bcr 9Runb (f. b.). 

Ort gegen (Enbe be« 18. 3a(r(., anb iroax, wie e« fd^dnt, ÜBerfej^ttng bon 
fraiQ. mort de bouche (^e^tia^ SntibarbaruS II, 266). 

bie SKunbuttg, ?L — cn, öon münben. @. bcr SKunb. 

bei äRiinbDoU, o^nc Sicgung^cnbung unb jtoar au(i^ im $(• : fobict 

®^fe bag baboti bcr iißunb idoK ift. 

Oiibiegbare 3itf(iinmcnMiebitng ati€ ber SR mib mib bem 8bi. bell mit bem 

^f4Ic(^tc Don 9)i{nnb. €Mton m^b. ber mnntfol {LiederSaal m, 406, 282) b. 

i muntvol an6 dSr mnnt toI, iDie m^b. bie hantrol bie ^anbboll au9 diu 

lumt Tol {Wolframi WOlehaha 828. 29). ®. muffeln. 

t bie SWunitton, o^ne p. : Jhricgöbonat^, ©d^ic^cbarf. 

9n9brn(! ber Megerft^ra^e , bereit« im 17. 3a(r^. ani fran). bie mimition, 
hol bie monüDÖne, » Sorrat^, 9ebarf, tDc(4e9 aa9 tat bie monltio a» DefefHgsng, 
I9efe^nng9mittel, t)on mimire » manem, berf4on)en, berma^rcn sc 9m 16. 
9a^i. bie aRnnice«, ). ». ,,3et^ fe(U $uli»er, bamc ^U^, — 8nb osber 
iRnntccv'' (9an8 6a4d I, 247^); in bcmfelben 3aM. nieberl. bie nmnitle. 
miinletn = in ber SBieife einc9 bunfctn ®erttd^te« moioon f))re(l^n. 
c9 mnntelt »= (änft at« bunleM ®er«^t um. 

2)ie 2leben9art : ^im SHtnIeln ifk gut mnnfeln", \dfon bd SUlof (ie rofd^ IfW* 

anber i». €. I, 131 nnb im 9{ieberbeutf(ben, »o monkeln » (dm(t<!^ fagen, Mm« 

(i4 t^nn, aber aud^ f. i». a. bnnteln, bd|nmem, fld^ trüben, nieberl. im 16..3a^r(. 

monckelen « Idfe reben, baneben m^b. ber mnnkel = bcimli(i^er Streif (? Melbling 

1, 399). 3)a« )n .@mnbe (iegenbe einfa^ere mnnden finbet it(( im 16. 3a^r^. 

rnibbebentet an<lt „mSrrif^. toerbneSIid^ t^nn'' (®(!( melier n, 600), mittel* 

nieberl. monken s= mommelen, mnnfeln {kor, helg, VII, 13*), 1699 monoken 

oB^ f. b. 0. bo« de{l4t nmmSlfen (JT^iatt 822>»). 2)nnner ^rlnnft nnb nnber« 

nonbt mh mnden. 

b<r (eig. bo«) SKiinftcr, — «, ?I, toie @ing. : ©tift«^ f)att\)tfir(!^c. 

8d<99t6e, in ber fBetterantc. i02afcn(innm, mie mittelnieberl. ber mouBter 

i)wr. hel^ m, 146), aber m^b. ba« mtlnBter, mnnflter, a(b. ba9 mönastri, 

mdnüiri, münastnri, \p^ mdmster, eig. » jtfofler, bann ftloflerfir^e, attnieberb. 

monster (gl jun. 317), angetfS^f- ba6 myniter, altnorb. ba9 mdstari, = ftlofler, 

tttt9 gr.-(at. ba9 monastdrium, gr. ba9 monastSrion (jjiovaatiiQiov) = 5Mofker, 

Ort toe man e infam (gr. monds, f. iRonabe) febt. 

munter == rege jum ©ci^cn; rcgfam ju ©trcbcn unb 5E^utt; angc* 

tte^m teb^fte ©ttmmung äugcmb ; ongeuc^m tcbi&aft gcftimmt. Da* 

bon muntern in aufmuntern, ermuntern [= munter maci^en, 

«B* f. b. a. ^munter werben'' (®öt^e V, 225)]. ^ufammenf. : bie 

aRunterfeit 

^M %bi. munter, no4 1606 bd ffuUiui 100' munber, ml^b. munder, 
«4 no4 munter, » lebcnbig, in reger frifc^er Sebenetraft ^ Sn(emb, »a^fam. 



166 SRSKte — mMc 

a^. mttxktur, M Ihik$r nrandor, g9t(. mmubs (?), y(ltt yifamtteit ndt flott- 
munddn sia [{1$] » wocanf (ütfc^en (¥6t(t^)». 3, 17) itub bie mandrei » 
3iel ($^U. 3, 14), miüitm eulbjt ba« a^b. bie nrantart (?), mxmixi, mimdit 
[bie neub. bie SRuittte koSren], » rege 6trebfamfeit, (Srnflflleit, etuf^nft, 
»offir n^b. bie SRunterfeit eintrat, toe(4e« im 17. 3a^r(. gelSnflg ifl. 2)a6 
got(. bie mandrei, a^b. muntail aber {ommt )>en ienem gotff. mirndrs (?), o^b. 
mnnUr, g(ei<!^n)ie toon biefem Hb), got^.' mandrfan (?), a(b. miintran [b. i. 
muntaijan (?)], m^b. mandem, ar munter, n)a(( mad^en, aufmeden, unfet 
S(tere0 muntern, abgeleitet ifi, tot^t» tro^} bem aMeitenben -i, -J ber alten 
@praiie obne Umlaut Blieb. 

bie SKiittje, ?t. — n, bie ftarlriec^enbe ^anje mfotha. 
Btooc Ott, aber ungut fhitt IRin^e (f. b.)- 

We SKiinje, ^I. — tt : itpri^M SKetaÜ, ©etbftBcf; ^au« jur ^taflung 
be« ®elbe^. muttjen = ®etb ft^tagen. ber SWunger. S^f^w*^ 
menf. mit SWönje : ba« SKünjamt, ber aWiinjmetfter :c. 

9)>{finie, m(^b. bie münse (au4 = SD^Unsre^t)/ a^b. bie miiniza, rndnisBa, 
müneza, munza, nnb au4 ber xnuniz (Tat. 126, 2), s= ©elbflUd, angelfS^f. 
myiLet, altnonoeg. bie mynt, ifl aufgenommen au8 lot. bie mondta = S^ttn)- 
ilStte [meif in bem Ztmptl ber Jüno Mondta bie rSmif^e SRÜnse mar], ®e(b« 
ilfld, motoon mitteOat. monetäre = <3e(b fc^tagen unb \at ber monetArias =b 
<Belbf(!^Iäger, au9 metd^em testen abb. ber miLnizari, miLnizzeri [= 0elbme49» 
ler, Se^felmfiKer {üaUan 149, 7)], münizere, mdnezare, mtinzare, mbb. ber 
mflnznre (aui( » ©elbmed^Mer, -b^nbler), munzer, oltfSd^f. ber mdniteri, 
unfer Wtünitv, mie an« ienem fßtthum ba« abb. münizdn (auci s= (9eIbme4fH 
treiben), mbb. münzen, altfüi^f» mdnitdn, angelfK^f. mfnetian, unfer mtfnseit. 

bic STOur (u itbtJfnt), $t. — en : ©aiib unb toögeBroc^ene« jerftüJctte« 
®efte{n, iDe(d^e6 Don ben ^'öl^en in bie X^olebenen niebergerodt (bie 
trodene SRur) ober ani) ton SßetterbS^en i^erabgefd^ioemmt (bie 
naffe ÜRur) loorben ift. 3ufattimenf. : ber SKurbrud^ = (grb* 
faß, ©anbtatotne. 

@ie( @d^me(ter n, 612. 3m bai^erifd^en ®ebirg unb in 2:^ro(. S)aft Sort 
erinnert an äbertommen and ital. bie mora » $aufe abgehauener Bu^eige ac, 
mo)u f))an. ber morön = ^ttgeld^en, fran). (im (£^amouni«£(aQ bie mor&ine 
du glacier = „@teingeri$lle, worauf bei ®(etf(^er auf^ujiten pflegt", geboren imb 
meines auf ba« mit mürbe (f. morf4) ni^t o^ne Sal^rf(!^ein(i4teit an9 iSiner 
®ur}el bert}orgegangene tglSnb. bag mor a feiner @taub bin)u»eifen fd^eint. 

t bie SRurane, % — n, bem Äale ä^ntid^er eßborer Seepfd^. 

1540 bei Klberug diotionftr. 161. qB^ ^tm mnren'', )u fUifange bed 16. 
Sabrb. bie murdn, f)>Ster in bemfelben 3abr^. bie mnrdne (beibe9 Di^enhtMeh 
gloBBftr. 872'), f^at«mbb. bie mordn (ife^wn^er^ 242, 32. 264, 17 ff.), au« gv.«lat. 
bie monsna, murdna, gr. bie m^aina (jwgaiva) bon ber m^s {fcCQOQJf toie 
eine Krt SReeraal beigt. 

mitrbe, aud^ g^Wrjt mürb, «M. u. »b». : bi« in bie Iteinften SC^ett« 
c^en jerfaöenb; im SKunbe teid^t jerfaffenb. !Oabon bie SKürbc == 
(Eigenfd^aft be« äßttrbfein^. 

2>ae Hb}, mfirbe f^on fpSt'mbb. mit b an9 m (f. 9), beun m^b. marwe, 
getfirjt mflr, mittelb. murwe, mnre, mnr, f^Ster andf monre [no4 metterouif^y 



fltiivtncl — Mifmet 157 

morbl ä|b. m^ruiriv flMiler 9cfKr}t iirarwi, an^ n>8tet m^w«, miirwe neben 
ntfo, minwi (f. motf^ Xnnt.)i 1476 t\eoi\6f n. mittefniebcrf. monre, « )art, 
leUH i>ccfctbar, Ui^t breü^b (an^ »on e))cife), gebre^bf^, f4«Ki<l^ S)«« b«b0n 
gebttbete 9[b)». lantet mittelb. mnr, ba0 ^nbft bte SRürbe m^b. n. mittelb. bie 
mür, a(b. bte mfeiwt, murwt, neben bie mirawt, miriwi, marwi. Über bie ^er« 
tnnft be« «ittelft -w (-aw) abgeleiteten Sporte« f. morf(t. 
ber aRurmel, im 9taffauif4)en 2C. toad in springen aRfirbel (f« b.) 
n»b bei Obt^e ber ©d^u ff er (f. b.). 

2)a« abb. ber m«imel («oe. J&r6iiM 6. 198«, 196) neben marmul 9tavniel 
(J. b.). 
ber aRlirinet, — «, ^JI. tote ©ing. : (Semurmel, aRurten. 

fUÜI bei 2ntber 9[)»ofle(gef^. 6, 1 (»o nene Aufgaben gegen 8nt(et ^9Rnr* 
nein'' baben); no^ l<^06 bei ffuUku 100*, bann betaUenb. SK|b. ber mann«! 
mit «nS T etweiibtent 1 neben mnrnMr (f. ). 9. Borloam 879, 81 nnb bie 2t9' 
alten (ieqn G. 469), » Oemurmet, .Oemnrre, int 12. 3abT(. bcv mnzmnr (« 
Itani))fget8fe. BokmdiUed 189, 8), entlehnt an« lat. ba8 mormor » Oemunnel, 
Qninnnen, OetSfe. 
ntirmeln = iuit)erne^m(i(^ ii'ittn laffen ober f))re<l^en in burd^einanber 
ft4 iE>ertierenben Xbnen ; fanft roOenb ronfd^n. 

8ci 8ntber (1 ^j^. 4, 9. 3ttb. 16) mn? mein, bei IkuypSdmt 886« wnr- 
melen nnb Serränm diotionAr. 81. kl* mnzmnlen nnb p4** mnrm«In, mbb. 
rnüzmelen, miurmelzi (att(b « mnnen, nnnillig fi(( fingern), mittelb. mnimelii 
imb monneln, al^b. mürmaldn, bnr^ fhigleid^nng bei )meiten u an bal folgenbe 
t mnzmoldn nnb hüi^ SbMlofi^nng biefel u mnrmUdn, mit an8 r ermei^tem 1 
({. 2) neben nnb aM murmnrOn, murmordn, f^fiter mormerOiL tlnl bem 
bon tot ba6 mnimnr (f. IRnrmel 2) abgeleiteten lat. mnrmnzAre as mnrmeln, 
btuuiuien, mnrren, ranfc(en. 
bo« aRnrmelt^ier, — e«, ?I. — e, ba« toegen feine« langen SBinter» 
f(^Iafe6 befonnte fd^toSraß^graue 92aget^ier. 

1482 ba8 mmmelttr, im 14. Qafftff* mnnneltier (ooe. opL 88, 61), neben bem 
im 16. Sa^rb« bter nnb ba «ortommenben bae moimer dyer {Diefenbaeh glossar. 
268^, mnnnnr tier (beff en nor. glosur. 186^), btefe tt)ie Jene gormen loolfe« 
nSfig'bentfeb ober bentf^ berfiSnbIi(b nmgebilbet mittelfl Kntebnnng an ba8 @nbfk. 
9Rnrme( 2 (f. b.) nnb an X^ier an8 ber no4 in fd^wd). Murmende, 
Hometen (@ta(ber n, 220), — beren !&im. f^mei). Murmetli, ba^er. bag 
SRnrmentel, tantet, -^ bann in ben abb. nnb (Mar ber ®(bmei) angel^Brtgen bal 
m^enti (Notker Ps. 108, 18), im 9. 3abrb. ber müremunto (Graf II, 869), 
feflb-mbb. ebenfatl6 am ber ®d^toei) ba6 mürmendin {Sekihart 1848), erbaltenen 
^miDVf^ett Benennung mnrmont, »el^e anl lat. ber mns monOnos [moraul 
Hol. Slier|i etma mure montkno?], genaner, mte bei IMeer a. a. O. |tebt, mos 
nMäf as Qergman6, a^b. mtu pflrgis, (ert^orgieng nnb fi^ )n bem bcntigen 
itttL ber iiuurm<5tto, bie murmdtta, fran). bie mannotte abfinberte. 
(bet) SRurner, ber 9?ame be« Äater« 

im^rof^menfeler (1696) nnb ber «a^e im (Sfel ftSnig (1626). (Sigentltf, 
^<bfr9eame 2:bomal SRurner (f um 1686) ^eigt, SRannlname, mit nnor« 
gonif^ eingetretenem n (f. -ner) »o( nid^t t>on bal^er. bie SRurren (©d^meUer 
^612) b. l bie äßnrre, mbb. mnire (?), » trnmme«, i»erbrie6(i4el 9Ran(, 
Inbcm btebne^r ton murren (f. b.), »onad| SKnrner (mit 9btl1lo|nng einel r) 



166 mitcfett — Vhtfeate 

»= »ttvtif^ci; i&nh^^ mta\ii, tvcf^cr 9lmt, bem Stt/ttt «d^eleflt^ ^ kffeti 
8niinttieB unb Reuten yi fiettiffm Seiten dc^cn 6eineeslei4en «nftiideti biifte. 
TOiirren =s unjufricben brummen. Dabon murrtfd^. änfammetif. : 
bet ÜRütrIopf, in 9lürnbcrg bcr SWiirrfatcr. 

Sened murren, in Socatularen be« 15. 3a(r(. murren, morren (IDUfm- 
baeh glossar. 872«), = lat. marmur&re (f. murmeln), attnortoeg. murra (JWte- 
ner 459*") wie unfer murren, \ft au« einem oud jenem (at. marmorftre geffir|ten 
fllei(&bebeuteubeu mttteHat. murrftre. S(tfro#etttf4 Würbe (iema^ murrdn gefagt 
»•eben fein. 2)a0 a^b. 9bi. mürrifd^ bereit« bei 2ut|er 9ef.43, 4. 2)aneben 
bie umlautlofe gorm murrif^, im 18. 3abr(. bei norb« unb miitelbeutfdM 
6($rift|leOeni, }. a bei «afieborn gabeln (178S) @. 49, bei (S^ttntber &. 191; 
»etterauif^ morrsch. arifurrto)>f bei Seffing dm- (&aU 1, 5. 

bad SD^u«, — ed, $(. — e (bal^erifd^ bie9Rttfer) : btcfer ober M t'id' 
lieber 8rei; (etbttd^er Unterhalt. €. ba« @emäfe. 

über bie nnri^tige ®($reibung Vtnf^l ba« SD^Üg. SRbb. ba« (au4 ber) muos, 
abb. ba8 maofl (ff. ebenfe), mnas, moas, md«, mittelb. ba« mOa, =» gefegte 
@*>eife, breiartige @}>ei(e {DnU. I, 611»»), «ffen, SRabt Unterbalt {gl jim. 195), 
alt- unb angelfSd^f., altfrtef. ba« mde « e^^eife. 2)unner ^ertunft. 

t SDInfcdtblume, SD2ufcdtblttte,=:rba« a(« feinfte« ®en>flr} el^ebem 
für bie ieiume ober t9(üte \>t9 IDhifcatRUgbaumed gehaltene, im 
frifd^en ^^panbe carmoifinrot^e ne^förmige ©ewebe, »efc^e« unter ber 
bie aOJufcatnuß umgebenben ©cJ^ate l^art anliegt. 9llc^t fe^r üblic^ bie 
aßufcdtenblume, aßufcdtenblüte. 

Weniger angemeffen ao^uecatblnme, ä7lu«catblttte geffrieben, ba fc (f. 
a^ufcate) bie eigentli^e ^u^ßabenberbtnbung. SIRufcatblume ifl mbb. ber 
(bie) xniiBoh&tblaome, -blüme (Buch v. g, J^eise @. 11, 27»), bo^ 1469 mittef^ 
r(^einif4 f4on masoaden bljome = pat.] carifolus (voe, ex quo) b. i. %&gTetn« 
bliite; iDtnfcatblüte, im ge^meinen Seben ^ufcatbtilte betont, f4on m^b. bie 
muBcfttblüet, wS^renb ber 9{ame be« 2)i(bter« Muscfttpluot rt^tiger bie 3ufammen« 
fe^ung mit m^b. bie bluot (f. 9(ut 1 unb 8(ttte) jeigt. 

t bie aWufcdte, ^I. -n : bie SWufcatnuß (f. b.). 

^ur4 btefe«Sort ifi jene« tterbrSngt, wel^e« m^. bie m üb oft t, bamimn»- 
ch&t (Vrtdtmo 28, 1. Konrad troj. Kr. 28397 in ber ©tragburger ^nb^rift, 
wS^renb bie anbem ^anbf^rifteu moacftt (aben), an4 bie musohftto ((Tefonunt- 
abenteuern, 9^r.61, 226), nieberb. oiusohit, au« mittettat biemuflcftta (ivobct 
tat. bie nuz 9^u6 (iniu}uben!en ifl) ^ SRufcatnug (f. b.)/ ital. bie nooe mos- 
cäda, frau). bie mosoade, fpan. bie moscida, ))ortug. noz moscada. 2)atieBen 
mbb. ber moBoh&t ^ SDlufcatnuB (Vridanc ®. 197, 28, 1) au« mitUlkt, ba« 
miiBcAtniii SS SD'^ufcatnug, eig. aRo{4tt«geru4 , n)e«(a(b itaL ber mo«o4do ss 
^i[am. 3ene« mittefiat. musoftta aber i^ ba« gem., wie miucAtimL ba« {Keutrutn 
be« mttteUat. Stbi. moBcfttas ss a)i{of(i^u«gertt4 ^abeub, wie SDlof^u« rie^enb, 
frau). muficade, ooii bem, wie 1678 bei gramer teutf^-itat. SBortb. 789* 
Tln\tn9 neben iBifem jeigt, gerabe}u in« 2)eut[d^e aufgenommenen lat (im 
4. 3abr^.) ber m^cns äßofd^u« (f. b.)- Übrigen« folgt au« seh in mbb. bie 
muBchftt fein ff, ba seh wie unfer n^b. f4 lautet unb fl4 au« bem seh in gr.-mittettat. 
mösohos, f)){tter«gr. ber, au4 bie mösohos {fiöaxoQ Sl'lofd^u« erflSrt, fc in bem 



SRttfdrteter ^ nrnfcuIS« 159 

gifUtaMtt «iigettcffener, vmät U t9 mäi, urte oBen ge|eigt, in »fb. ^nb« 
ffriftm fcfgeldteii toi«b. Ocfen M )wk nand^ Bdieitett «c 1le| Slnfcat- 
Msme. 
ber ÜRuf cateder » fe^r füget, tMe aRufcoti&smt ober »nu| s«^^)" 
^er itotietiifd^er tBeitt. 

8ci VCbern« dietionAr. Q(. Yj9^ aRnfcateller, im 16. 3a(i;^ Musoatell 
(FutnadiUp. 726, 4), )n Cnbe be9 18. ober )it anfange btf 14. Safftf^ ber 
niiMAiel {Lemer mhd. Handwtboh I, 8267), an8 bem gld^Bfb. mittcflat ba« 
mascattfUnm ober muBoad^Uum (nfitnlt^ ^Inum S^rin), bem Steittrum be€ Don 
bem mtUeQat 9(bi. mnso&tiui (f. SRnfcate) abgeleiteten t>er(tetnemben mittettat. 
ibj. snueaiUlliiB » mnrcatftrttg. 3tat ber moteal^o, mofoad^o. 

bte9lufcdtnti6 (beim SoHeaßufcatntieX nid^t fe^r üMi^a^^ufcd^ 
tennut, == ber ftern ber ^n6>t i^on myristica moschftta. 

9R^b. bie muscAtnu; {Konrad troj. Er, 20080). Über moso&t nnb fc fie^ 
9tnfcate, fiber ec aRufcatbtnme. 

bie aRüf*e, ^t. — n : mmptt\on, bie j!d(f ^tngttt. 

3n 8a\yern, ber SBetterau. 2)a f($(ef. bie Mutsche unb Musche SieblofungS- 
»ort fflr ein anSbc^en ifi (f. SBetnbolb 63*») nnb nieberb. bie Mutze « SRSb- 
4en unb ft(^ bingebenbe, unjitd^tige ffieibe^erfon (brem. SStbc^ni, 210), fo fttbrt 
bo« (Bort anf (5ntle(nnng unb (Sinbttrgerung aue ital. bie mnssa, mozB«, = »eib* 
ti^e« ®ebnrteglieb, woran« gtei(tbebeutenb im 16. 3a^rb. bo4b. bie mucze, mutEe, 
xnutB, foloie friiber bie mu^je [in bem ^dfxmp\tooxit ber ma^ensun = $urenfo(n 
(Äu^, Stadtrecht @. 76. 8irlinger 840*f.)], nod^ ballet, bte Mutzen, Muts 
(@ 4 m elf e r n, 2. Sn6g. @^ 1706), furbeff. bie Mutz (8 i I m a r 278), au(b, mie in 
einem jmeiten auf ber ^ofbibliotbet )n 2)armftabt befinbli^en S|emplar bee gegen 
ober nm 1600 gebmtften voe, ineip. teut. ein frflbcrer Seft^er »ot im 16. 9abrb. 
einem anbem Sorte beige(4rieben bat, bie a^an^, bei ^ani ^ad^« II, 4, 89^ 
mit etngef(|U4enem n nnb febmaiibbiegenb (lcc?6ing. <»bie Wtamlittt'') bteSKannt^. 

bie aWiifc^e, ^L — n : ®»)erlinfl. m6^t ^o^beutf^. ®. SRöft^. 

bie aKiif c^e, ^f. — n : ©d^önpiiaflerd^en (ber grauenjimmer). 

^Der Snftf^ra^e gemS6 ane bem and lat. bie mnao« = Stiege gemoibenen fran). 
bie mouehe = gliege, bann (in f[bn(t(!((eit mit ber g^ege an f^xo^x^t, ISröße, 
iberbai^t Xnefeben) f. i». a. «@(ti{npfUifler<ien'', altfran}. bie mosehe =« gliege. 
mit ber SRobe , fol^e f<tmar)e 2£afft))Pfler(ten ine ®efi4t nnb auf bie 8m{i )u 
tleben, gegen ober nm 1700 ane grantrei^ fiberfommen. 9{ieberl. bae moesje. 

bie 3R uferet, ?(• — n, ein befannte« ©afferfd^alt^ier, bann bie ®d)a(e 
beweiben, ^ufammenf, : ber iWiift^et^ut = inm ^üdftn ber ?lt 
gerfal^Tt über ba« äReer) mit einer aßuf<i^et an ber aufgefrempten 
@ette gefc^müdter »eife^nt. 

Vtn\i^ti, mbb. biemnaoliel, abb. bie müsenlay mAseuU» mdagoU, moBola, 
mäakela, fpUt m^isohde, mit übertritt in« »eibli^be (fl^ef^Ie^t onl lat ber mAocu- 
Ini a imeif^alige SRnf^I, eig. aRSnedbcn (f. SRnfteO^ nona4 alfo bie Sebeu- 
tnng ^SStü^äftl" i»on ber älbnU^teit bee Sbicree in feiner <^^ii mit ber VUcaa 
Qot mus) anegebt. 

t mttfcnlod »r nuiffelig, muflelftarl, fleifc^ig. 

9m 18. 9a^b- an^ bem fran). Xbi. muMuleuz, »e(^ee an6 bem lat. Ilbji. miu- 
«oUnu SB miiffelftort, fldf^ig, toon (ot ber mibonlns (f. SRnffel). 



160 flAKfe — SMU 

bie a»ttfe, $C. — n : ®»ttin ber (Sete^vfotnfett, bet ffiiffettfdMt unb 
f(^bnen ftttnfte^ iitebefonbere ben Dieter begeiftentbe ®bttin. 

)Berf4Ubeu «>oii9Ru(e (f.b.)/ unb Bereite im 17. 3a^t(. einflebfirgert an« bem 
ftlei^bcb. flt.-Iftt. bie Mflu, gr. bie Müsa (üfoDaa). 

ber 9Rufe(mann, — ed, $1. SDtufetutSnnet : äRu^amebaner. 

1691 bei @tie(er ep. 1386 ai^nfttlmann^ entfernt, inbcm ba6 Gort in 
SRann i»oltMtrflfinbU(t gemae^t tourbe [koe^^alb ber $1. SD^ufelmfiiineT, ober 
att4 ald l3o(Hnatne unb im ®eftt9(e ber Vbitammnng SRnfelmannen }. 8. 
bei 08t(e Sancreb 2, 1 it. 8, 6, bei SBiefanb 2)amf4meitb dop. 26], an« 
ital. ber mnenlm^o, fran). n. f)»an. mnsalman, mitteflat. MnmümAnas; biefe 
aber flnb oii8 arob. moslemibia , rnttä^t^ ber 9{om. $1 i»on moslem (ber 91 o 8« 
lern); bem fartici^ium toott salima » er toor nn^rle^t, in 4ter Coningattos 
er toax }ur Untoerle^t^eit, iura grieben eingegangen, nntergab fi4 einer ^errf^oft, 
)nm (&tf^ox\am, nntergab |t($ @ott. 2)aioon au(!^ arab. isltm « Eingebung 
in ®otte8 Gebote, toorau« entleint bei nn8 ber ^81 am » bie mn^amebonif^e 
SteUgion. 

ber 2Rüfenatmana(i^, — e8, ^(. — e : Oa^rbuci^ gefämmelter ®eblc!^te. 
3uerft anf bem £itet be8 t>on 93oie nnb ®otter na($ bem S^ufler be8 fett 
1765 )n$an8 erf^ienenen Almanach des Muses (afCImana^ ber SJluf en 
a(8 ber @(!(u4g'dtttnnen ber 2)i4tfunft) ju (Sbtttngen (erau8gegebenen, autneifl 
{ebo^ t>on bem erflen beforgten iy4ftuftnalmanacl| für ba8 3a(r 1770'', ber bann 
1772 na4 bem ^alenber unb ymat t)or ben Gebieten noi( ben befonberen ^itd 
«^oetif^e 81nmenlefe auf ba8 Sa^r 1772^^ (atte. 9[nfang8 enthielt er naät 
jenem fran)8fif4e8 Qorbilbe grl5fientiei(8 eine flnixoaifl neuer bereits gebrudter 
beliebter (S^ebi^te toerfd^iebener Qerfaffer, ba(b aber blog neue nngebructte. 

ber aRitfenfife » i^o6)\6t\xU (al8 ©t^ ber aKufen b. ^« ber ©bttin* 
nett ber «[^iffenfc^aften unb fd(fbnen Sünfte, f« äRufe). ber SR ufern 
fo^n =s ©tubent, gletc^fatil ®))rbgling, HbrömmUng ber SRufen; 

1691 bei @tieler &p. 2056 (ifl. rid^tig äßnfenfon (togl. @oM)- S^ufeu- 
f iQ mtrb er|l )n (Snbe be8 18. ober }u Anfang be8 19. 3a(r(. anfgetommen fein. 

t bd8 ÜRufSum, —8, ^l SKuföen (Sfitbig) : miftx-, 5Raturalien^ 
ftunftfammlung, ©ammlung t)on 9(ttertpmern. 

^a9 gr.'(at. ba8 mnsdnm, gr. ba8 mnseton (jiiovafTay)^ ^ 9Rttfentem|>e(, 
SD^nfenfi^, Ort fflr geiebrte iBef (j^ftigung , ba8 9)entmm be8 ton gr. bie liftaa 
(Mcvoa) Wlu\t abgeleiteten gr. 9[bi. musetos (fiowjsZoQ) » ben 9Rufen ongc« 
^8rtg, fie betreffenb, i^nen gemtbmet. 

t bie ÜKuftI, ^t. — en : lonfunft; lonftäd. bie türfifd&e ÜÄuf il 
rü^rt t)on ben ^^anburen (f. ^anbur) ^er, tDetd^e bie erften bamit 
bur^Sien unb in8 Se(b jogen (©d^mellerl, 181). bieiIßufic<M 
Iten (5rUbig), ein $(ura(; muficdlift^, Hbi.; ber aRuficdnt, 
— en, ^l. — en; muficteren; ber iDtttf{€u8. 

9)>tnfif mit f^arfem i, nid^t (wie man (i^rt) 9'tnfif, bei Ot>i6 n, 212 
gef^rteben unb betont SRiific, mie no4, »a8 bie Setonnng betrifft, metterauif^ 
Musik, ober(. au4 Moiisich gef))ro(!(en »irb, aOe mit fnr)em i, m^b. bie rnüaeke, 
andi mftsioy a^b. bie müsica {Otfried 6, 28, 187), au8 gr.'Iat. bie müsioa, gt. 



Me nndkK (fwwfixii, «rit (iiiiitgeba^tem t^Imd J^ntifl), ss S'htfenfmiff, Sonfnnll 
(as4 S)t4t-, Stcbefnitt), bcr toeib(. Sonn be« todH gr. Me Hübe {Mowra) » iKnfe 
(f. b.), bann (Sefang, Sieb, 2:ottf|>tcI, abgeletteten unb mit muetoB (f. SRnf eam) 
gld^beb. Sb}. moriktfs (jiovai»6g)i beffen SRofcttHnnm fttbflantii»if($ ber mtuikös 
ifiovaixSq), bann 0r.»lat. ber müsioQB, s 2:onIttntl(er, äRnflfberpnbiecr, nnf er 
aRttfica« \ft, 1784 bei e^tKer in StaMt u. ^iele SRnfilu«. 8on ienem 
0r.«fat. Hb), fommt ba4 mttteQat. 8erbnnt mnsioAre, tt)orau« nnfer muficieren 
[bei Opxii n, 199 ntnficiren], »te an9 bem tpartici^ M ^rttfen^ müsioaiiB 
(•en. mariointiB) im 17. 3«4t<^. nnfer aRnficant, bei Seige tom. 0|>. 11,3. 16 
SKnfifonte, nnb and einem i9on tat bie mftBioa abgeleiteten nenlat. ktl rnuBi- 
ciliB nnb beffen 9tbm. 9I. im fS^I- 9ef<t(e(!^te miuicllia ge^t bereits im I7.3a(r(. 
mifer muficalif<b unb »abrf(^einli(f erfl im 19. 3a^r(. ber $1. aßnficalien 
ter^er. -- ffiir pft^tn ben ana bem Soteinif^en jn nnft gelommenen ®l$rtern i^r 
c }n laffen nnb fe^ ! nnr in 9RnfiI, toeil ber Vnatant ie^t fein c bnlbet; 
aber fdbft im 18. 3a(rb. flnbet man an^ no4 9tnf ic. I3ei Snt^er ^ir. U, 6 
miDerSnbeTt ottf bem 2ateinifd(en anf genommen bie 9Rnfica. 
taWttfH)^ ober muftbifd^ «= ju »ilbtoct! eitigeteßt, in btc JDJuft»^ 
arbeit ober mufti)tf d^e Arbeit Jc 

Xna nnb i»on bem gr.-lat. Kbi. miiBtyuB, gr. muBefoB (f. äRofaü). äßnfib* 
arbeit bereit« 1728 bei Sperander 894^ aber f^on baa Wf\>. entCe^nte mnosen, 
mnoBieren, wittelb. mtkBen, müsieren, » mit, ala ober mie SV^n fit) arbeit ana* 
gieren, 
t ^ SRu^ie (ber Zen auf e), aud unb ftatt franj. Monsieur. 

S>o4 nnr im 8oIfe, moraua g.®. 1778 bei Sl'laler SRttUer gfanfia Seben 70, 
an« bei e<!^i(Ier Stah. u. S. l, 1, aber in föafl. Sager 6 iD^ntib. 
bie aRufldtblume, -blüte, SWuffdte xc, f. aKufcdtblume ic. 
tberSKuffebonner, — «, ?I. toie ©ing. : ©olbatcnflintc mit fnrjem 
toettem SRo^r* 

8ei (Efanbiua m, 97 SDtnfqnebonner unb no4 bei bem Solle MuBchke- 

donner, mit Vnfebnmtg an 2) onner »egen bea Anallea ber SBaffe beim flbfenem 

an« 1678 bie SRnaqueton (firamer tentf4«ital. fdortb. 789*"), 1706 bei 8atb- 

tttg engL-tentf« Lex. 456i» ber 99{nf<|neton, aber 1716 bei Snbtoig nnb 1711 

bei %5b(ein 652« bie IVlnaleton, »el^e« an« bem glei^beb. fran). ber 

moaflqueton, ttol. ber moBohettöne, abgeleitet mit ber bier eine SergrSgemng 

asieigenben €^ttbe -on t)on fran). ber mousquet, ital. ber mosch^tto (f. SRuaf ete). 

ber SKiiffel, — «, ?I. — n, im gctob^ntid^en SeBen aud^ bie aBaiffel, 

ißl. — n : ©anb be« menfd^Iidl^en unb t^ierifcä^en Stöxptx^ ju fLu9^ 

bc^nnng unb ^n\ammmiitiimi. üDabon muffelig. 

3RnfteI unb bama4 an^ mnalelig kocgen ber eilbenabt^eilnng )n f^rei* 
b(8 («gL Stne\pt), iff nnnSt^ig. SRnftel, er^ in bem imeiten 9$ierte( be« 18. 
3aM' na^toeiabar, }. iB* 1748 bei 9 rode« IX, 216 neben bem «Iteren Vn«- 
bniie ba« SR&nelein, toSbvenb 1722 ber i(r)t IBoi^t 6<l^attammer @. 600—616 
um bicfe« \^i, i|l yani^fi miffenfc^^ftli^ea iBort, mo^er? f. bie SR au« 2. 2>ie 
mn%U\ i ». bei Sielanb 3bri« 8, 88 n. 4, 58. %tit. ba« miukil {Jäauj^t 
2Mtnhr. m, 472^) fle^t flatt nuBcil, » e|>ange unb gehört ni^t bier^»* 

bte a»n|!ete, ^t. -u : ©olbatenflintt. ber SKufletter. 

Ibmitbig ifl ber eHbenabtbdlung megen («gl. ltnof)>e) aitnafete nnb a(fo au<t 
«eiii««»,9»ttctN«. 4. «iiti. «. ev U 



162 «itfltnii — muffen 

aRuftcetter |ii f^reiBen. — 1716 Bei ^nbiotg €. 1276 fotoie 1711 M ttSb- 
lein 662* Me fRn^itit, 1706 in iened en0tif^*tentf4eni 2e|. 466^ mnfqnete, 
1691 M @tte(er @)>. 58 JKu6Te^t, 1678 Bei jeromer tentf4-ftal- SSortb^ 789* 
SKu^qnet, 1597 aSInf cete (QilhMui)^ im 16. 9a(r(. eine fettere ^nbfenenooffe, 
aü9 fron), ber moiuqaet, ital. ber mosehtftio, f|>an. ber mosqn^, » %ct fftntt» 
getoe^r, a(tfran). monsoliete, mitteflat. bie muBcli^ta mnaoh^tta, s IButfgef^oB, 
fbelitn, nrfprttnglitt, wie mittellat. ber ma0ch6ttu, masodtofl, eine Heine 9rt im 
iOetae bienenber &pttltx, t»on (at bie mtboa gtiege (f. 8RBf 4), loeiC bie I3tufl btefer 
^pttUt gef)>rentelt, glei^fam mit »ie fliegen an9fe(cnben ^eden gesei^net i|l 
(f. 2)ie) SBtb4 I, 28lf.)- 2>afi aber 9lamen Don }nr 3agb gebraml(ten €^toS« ober 
9iaubi99ge(n auf Qaffen angetoanbt »erben, leigen anä^ bie ^allattne (f. b.), 
ba« galtonet (f. b.), ba« 2:er2eroI (f. b.)- 8on ienem itaf. mosohtftto, fran). 
monsquet, ifl bann tta(. ber mosohettidre, fran). ber mousquotaire abgeleitet^ 
n)orau« bei vm9 1597 SRnfcetirer U^immt er eine9)?ufcete ^nr^onb, — ®o 
IDtrb er 9Rttfcetirer genannt'' (QUhütku Gzsmmatiea 114)], 1678 ber SD^ng' 
quettrer (jt ramer tentf4«ital. ®ortb. 789*»), 1706 bei Subioig engt^tentff. 
Lex. 456'* SRntque tierer nnb 1716 bei bemfetben femte 1711 bei 9täblein, 
aRugtetirer, f)>Ster me^r bem fSfraniSflMen gemHg SKuftetier, bo(( bei bem 
8oIte mitunter noäf ber äJluftetierer. 
ber aKuffettn, — c6, -6, ?L -< : 5»effeltu*. 

SHoäi 1797 SRouffoIin, 9]l{uffoItne, f4on 1728 bei iS^Ttfroncfer 891'' Moiuae- 
line, fran^. bie mousseline, f^an. bie moBellius itaf. ber masBolino [neben ber 
mti88olo], mittelft ber laU ^bjecttoenbung -innB, -in*, -tnom, bon mitteHat. MasnU 
(bei WUhelm von Ikfrus, Jacob van VUry), fl^rif^ Maazol, Musol, Moznl, arab. 
Mauzil, Maussil, bem 9^amen ber am 2^igri0 liegenben @tabt MoboI, »o biefeg 
Xnöi iuerfl (aug feiner, bur^fld^ttger, weiger l3aum»olIe) verfertigt mnrbe. 8gl- 
2)ie) SBtb4 I, 286. 
muffen (Wt- tlc^tig mögen), ?r5f. idf mu§, bu mußt (^ift. rtd^tig 
muft), er muß, »ir mixten, il^r muffet, fie muffen (^ift. rid^tig »tr 
mugen^ i^r mugt, maßt, fie müßen), im Soni. iäf miifife (^ift. ritdtig 
miiße) tc, $rät. ic^ er mußte (^ift. richtig mitfte) unb im &)n|. iöf 
er mitßte (^ift riti^tig müfte), $art. gemußt (l^ift. rici^ttg gemüft) u. 
muffen (^ift. rid^ttg mitßen) : idoju befttmmt, bemegt toet^en, fo baß 
ba« ©eftimmte m6)t anber« fann, att e6 Beftimmt tuirb. ba« SWii f f en 
(^Ift. ri^tta SKußen), fubftanttöifd^er Ünfinitib. ba« SWuß (f. b.). 
muffigen (f. b.). 

UrfprUngli^, toeil af^b. no, neu^o^beutftt (angeg n, »ee(ia(b bei mannen no^ 
i4 muß 3c. ge^Brt »itb; ober im jungem 9{en(o4bentf4cn ifl bag u (ier bmnb« 
gSngtg fnrj geworben. 2>ie bei bem 8erbnm muffen ri^tigen, ttrf))rilngli4eii 
€$4veibnngen bu mnft, i^ er mnfte tc, i4 mtt^e sc, gemnfl, waren 
no4 bag 17. 9a(r(. f^inburil in Übung, erfof^en aber nuter ber ftegebtng un« 
Innbiger epxadfitf^nx, SR^b. mfiejen (mittelb. mft^en), tprflf. i^ et miio^ 
bu mnoBt, wir müe^en, i^r mfloEet, fie müe^en, im (Eon). i4 er müe^e tc, frät. 
i4 mnoste, an4 no^ maose, im (SonJ. iA müeste, müese; a^b. mno^an, frSf. 
i^ er m n o ;, mua;, mot^, md^, btt maoot (aber ni^t gefUrgt aug muo^iat, fonbem anf 
ber got^. Sorm bem^nb), wir mnosnn [ttt\pt, muo^omds, Derf^wS^O mno^«»« 
t^r muo^t (?), bei Noikw i(r mnoj^t, jle muopm (?), i^erfd^S^^ mnojen, im 
(Soni- id^ er mno^i, mnai^i sc, frSt.i^ er maofla[au0muoBta], im (Cotti. t4 maoBi|8B 



inKnttKII — aRSpct lOo 

CHoll^SieiMt VM|tt |t(eii, hnm metm mnontioci^^ar« bnh|;9tot|iDeiibigtett befltimnt 

mibai; got^ m^^tAii (in gamdftan ss) faffeii^ €^Utt ober Stoam t^aUn, $rSf. t4 

et mdi^ ba mtel <? ftatt mdtt mitttfengaiis be« etfUit t, b. ^. bc« t ber fBtK}d, in 

I, oQo ft «I« tt, i»gC. toiffen), mit mdtom (?), i^r rndta]» (?), fle rndton (?), 

9ifit.t4mdste[an«]&MdA],yart VvSt.m6et8(?); dtfSff.mdUn» $rSf.t4erinOt, 

bs maity mir ibv fie mdtani im Coni. i^ mdti, 9rSt. id^ mdtta, im (Soni. ii^ mdstii 

■B ffltttfiben, tonnen, mBfien^bflrfen; angdfS4f. mdtan, altfctef. mdta, altnoTbtf^ 

fe^leob. C« ifl ein f. g. 9¥Sterit»^t8fen«^. ^. ein S^etbnm, beffen 9<tffen0 (m(b. n. 

4b. H rniio^ IC) UTf|)vflnglt4 ba9 an4 ben got^. mdijan in gamd^an a ^begegnen^ 

|s Onmbe licgeabe ^rSteriinm eine9 anbetn, ablantenben 8erbnmg mar, mel((eg 

ttie Mftm, graben, tragen sc gebogen rnib aijib. nu^an, gotbv alt« n. angelfS^f. 

naten gelautet b«ben mn|. 2>tefeg 2Bnr)eU»trbttm aber mirb eing fein mit bem 

aatcr S)l«t(eib angenommenen gotb« maten » lanen, f))eifen, gleicbfam mit bem 

SmAe faff en , an« melden Gegriffen i^, mol an i»f offen, fangen'' anfnä)>fenb, 

bcr iMn «rbegegnen^ fomie ber abfiracte »en mfiffen entmidelt baben mürben. — 

9ht anbcxn IBerben i»erbnnben, ^t mttffen btefetben bou ie^er in bem Mögen 

Snftnitii» b. b- »i^ trV^" neben ^4# t*®- lernen, lefen, flerben mttffen sc. S)ag 

^1^ yrSt gemnfi )eigt jl4 erfi im 16. Sa^rb. [1674 £)Iinger ^^rammatil 

6. 131 bat „gemfleffet''], unb mit bem flott feiner flebenben mttffen, ). 8. 

er bat eg b^ren mttffen sc, fetbft f^on bei 2ntbet $iob 81, 81 „^aben ni^t 

bte SRenner mttffen fagen^ t>er(filt eg fl^ ebenfo, mte mit mBgen ftatt ge- 

nio(|t, morttber flebe bte Snmertmtg }n mBgen. CU^ Qrunmatioa ®. 172 

fab, nad^ bem finfd^ein nrt^eilenb, in „mttffen'' ffatt ,,gemtt1l^ nnrii^tig ben 

Svfiniti». 9(ber in „fBoS €^ie att4 gemngt bitten — menn ber (Sraf no^ lebte"" 

Keffing (im. <9a(. 4, 1) mirb man irgemufit ^Stten'' einem „biitten mttffen'' 

mtbebenflif »or)iel^en, mSb^^enb in „S)enr, ob mi<t f^mer^en biefe 5üiot gemngt!" 

(9rieg l3oiarbo 1, 17, 3) in ^rofa nmgefe^t ,yf4mer)en gemugt", ebenfomol 

Mmtxytu mttffen'' lauun ISnntc 

fmuffterenser, braufenb fd^umen, g. 0. «>on mandffem SBeitte. 

1790 bei OIBtbe im Saufl 6. 68 mnffirenb. 3m Saufe bea 18. 3a(r(. 
auf fron). oMranor «b f^finmen, Mn bem asi a^b. ber (?) nnb bag moo JRoog 
(f. b.) betttetgegongenen fron}, bie monose, ^oben^alifii bie mo»», a fltoog, 
bann 64aum (2)iei CBtb4 U, 888). 

muffig eil »= mo}it unaitMeid^Iid^ n'M^igen. 

^9. rtd^tig mttfiigen. 2)ag oon mttffen (f. b.) abgeleitete Sort mit nn- 
ocgoaif^em -iten erfd^eint )nerft im britten Viertel beg I5.3abrb- in Sinen mo)n 
miiingea (f. UmW Banmeioterbnoh 6. 308, 6), meli^eg mtüwigen im 9t^b. 
müe^egen lauten mttrbe. Se^t nur nod( im ltan)(ei1UfI. 

m SKttficr, -8, ^ »ie ©ing. : äcige^ ^wbeftfltf; SSorbtlb; ««b, 
3H^ttung in 3ettg, 8anb tc. getoebt, barauf gebtudt. ^ufammenf« : 
miifier^aft; bieaßuflerlarte; ber SKufterreiter; bie aRüftet:^ 
totle K. 35«« SBerbum miiftern «= ftteug px&ftnh beff^tigen [ju^ 
nä^ft ein f)eerj, (^eug, ©«nb tc.) mit einem SDlufter i)etfe^en; bat>on 
bie anufterung [f(^on im 16. 3o^r^., f. ^xx\6^ I, 677*]. 

fßniler, jnerfl ane bem bem (efeten 3abr}ebent beg 16. Sabrb- angebi^rigen 
9iatreif4iff I3r ante 48, 29 in ber Qeb. Süßere« ftuSfeden, (Sefalt, nufmeigbar, 
ifl an« ital. bie möttra s. ba« Seigen, bie 9robe, ba« frobepd, 8orbtlb u. bgl., 
SRuflening be« $eere«, mel^e« mit au«ge9o6enem n au« mittedat bie mönotra 

11* 



164 Stttttt^ett - SMe 

= bas ^^enloffeii, ^%m, bie ftoU, bad Vtnfbtx, bie |>tttfeabe <>ceffetfl4ti0mig« 
bie bcwetfcBbe Urtimbe, frott). bie montre, fri^ monsteo, Mero«« nicbccb. ba9 
muiuiter fknftn, nteberl. boS monstor. 3eiie« mHUttat moiuitn afeer i|i, »ie 
lat. bad mdnstnun (f. SRonfkrnm), @nbtlantito toon lot. moiurtHice « )dgeii,iiti 
jDKtteQateiniMen aud^ f. b. a. fiSmt^f^r, €^oIbat(n (»tttfenb befU^igeii, totl^ 
Üalienif^ mit Vud^ogung ht9 n }ti moBtrlire [f^Miit. moiträr, frön), mit n 
monirer (e^ebem mongtrer, tooraud niebetb. moostern mullern, iii^ecl. mon- 
steren, 1475 clt»\\^ monstren)] tontbe; aia ienem mosttioe ifl bann nnfer 
muflern, 1640 bd llbetit^ diotionir. 81. bbS*^ n. 13** J^ ma'flcr^ mib an 
ber legten Stelle [naä^ bem »etteronifiicn] Jäi m oller anf^ aOed nuc Dom ^er« 
mefen nnb nmS ba)n ge^öit in ber eben gegebenen Oeb., in uklil^er beceiti in ber 
9Ritte be« 16. 3a^. nrastren (Cftrom&an d. d iSStekbe n, 261, 18ff.). SRu Ver- 
rolle bereit« 1716 bei Snbttig ®p. 1378; aRnfierfarte {ner^ 1777 bon «be- 
(nng «nfgenommen, aber nuifier^aft er^ 1798 bei bemfefben; SKnflerreitec 
(= $anblnngsreifenber) ein ttie eg fil^nt, um 1880 entflanbeneg @ebilbe. 
ber u. ba« 3ßtt«t^ei( ^ bie ber Sßittoe bei ber nad^ älblauf bon 30. 
lagen nat^ i^rc« SWanne« lobe (ber ^txt tiefer 5;rauer) etntretenben 
Il^eiCung mit ben (grben jufaBenbe ^ätfte bon bem, toa« in $>auö unb 
^of, übcrl^an^Jt in ben ©ebSuben be« Serftorbenen an @})eifc, iu ©peife 
S)ienenbem (j. 0. an gebrofd^enem to>ie ungebrof ebenem betreibe k.), 
®etrSnfe, gemSfteten ®d^meinen, bann an 3ßol^n, Slübfomen unb ^nf 
bor^anben ift. 

^liäit baju ge^Bren ®erfle (mit Kngna^me ber gemaT)ten), ^eibeforn, (aber 
nnb $ot)fen. 9(u« mittetb. bie mus teile im SaehseMpiegel fbu^ 1 Irt. 24 unb 
Qn4 8 Urt. 74, an melden Selben Stellen mittelmeberb. bie müsdele b. t. 
m^b. bie maosteile (?), a(b. bie mtioBteila (?), = 9Rn«t^eiInng, )nfammengef. mit 
mittelb. n. mittelnieberb. bog müs Wln9 (f. b.), meg^alb bie €>4Teibttng IRug« 
t(ei( nnri^tig \^, nnb ano bem bon t^eilen (f. X^til) abgeleiteten m(b. mib 
mittelb.bie teüe, a^b. bie teila, deila {Otfried 4, 28, 6), «= 2:bet(ung, BngetbeiUe«, 
mittelnieberb. bie dele » X^eilmtg, mel^e« ^ier mit feinem C^d^minben nnb Cr« 
lSf4en in ba« übli^ere ber nnb bag S^eil itberge^t. Streng ^ilt ri^Hg märe 
äßngteil )n f^reiben (Dg(. X^eil). 
ba^ aJZug (u htr}), o^ne Oiegung nnb $tural : unaudmeid^Iid^e, ntter« 
IS^d^e 92ot^menbigIeit. 

S>ie britte ^erfon be« ^rfifeng im Singular er fle eg mnfi (f. mttffcn) 
fnbtlanttbif4 gefegt. 64on auftan^enb in ber erffen $8Ifte be« 16. So^r^. 
ba« aßug ftatt SKu« (f. b.) ift eine mit Unred^t bon «betung m* 
p^difUnt unb bon (5am})e borgejogene ©d^reibung, 

bie i^r S)a{ein ber bei nng eingeriffenen fpra^Iiii^en 8ermirmng be« 16. 3a^r^. 
Derbanft, in »ef^em jle ). S. ber voc thmU, bon 1483 Sßl y8<* bat- 
bie aß ü 6 e, ol^ne ^t. : freie, arbeit«^ gefd&äftdiofe 3eit, ®efd(>äft«Iofig* 
feit 3ufammenf. : bie 3)iü6eftunbe jc. »on SKuße fommt 
müßig (ü lang) = arbeit«*, gefd^äft«Io«, unt^ätig, frei bon SBirf* 
famfeit JC, mit einem SSerbum j. «. mit gig fein, miigig ge^en 2c, 
in ^ufammcnfeftung ber a»it§iggang, ber aftfigiggänger. OHtie 
aibleitung bon mllgig ift mugigen, nod^ in fid^ müßigen ctne« 
SDtngc« « fid^ beffcn enthalten. 



fßtai — SRnt( 166 

^ Ulfe, »|b. bie maof^e, mtttelb. feie mü^e, a(b. Me muo^a, mua^a, moosja, 
ni^a, md^a, (|ott. bie mdte (?), mitternicberb. bie moete (BUydeeoper ju iStoJbe 
m,68, 932), tümmi i»eii a^b. miM^, 0ot^. möt, msfi ali bet itrflnitngH^en 
filteiitalfonn eine« a^. fBiir)eIt»er(f ma^an, got^. matan (f. mftff en), nnb (at 
b(mft4)nna4|l bie Oeb. fJfmHit {ftanm, e^ie(raum) woin ober worin, bann 
f. ». a. greibeit, 9ebt0fein Don ^ef^fiften, gegebene freie Seit 2)a« Xb). mttgig 
taotet im SR^b. mileseo, miiepo, mittetb. müjio, mf^ig, milseo, « SRu|e 
Meib, (ebig, lof [mbb. einer ^erfon ober Ba^t mfle^eo gia (ge^cn) s dob ibr 
a%i«i, fl4 ib^er entMfagen ober entbalten, fle aufgeben], überpfflg, unnfib, abb. 
niiio^Oy mao^g, mno^io, mt^i^o, U)Ot)on bag abb. ftb). mao^too (?), bei Koäcer 
P». 49, 80 mno^stgo, nnfer n^b. Xbi. miiSig. 2>aS8erbttni milbigen iflm^b.* 
A Aasegon, müepgen, tranfit. f. i». a. nüBig (» (ebig) ma^en, eriebigen, be* 
freien, no4 ber SRitte be« 15. Sabrb* mit «cc ber ferfon itnb mit (ien. ber ^aAe; 
ber D^flSiggang mbb. im 14. Sabrb- ber müe^eegano (aUd. Blätter I, 92, 
104); ber atlBtggSnger mbb. ber mfiaoiggenger b. i. mfie^oogenger (?), bieg 
f. b. a. toet fein <i^etnerbe ober ^bmerl jn treiben bran^t nnb Mn feinen 
Renten Teben fomi, ein aicf4W«lofer. 

berSRttt^ muten k. f. bet 3Slxitff, mnt^en k. 

nntern, mütern, Doti ftrebfen : bie ©(^a(e toed^feln. 

2)af twmmenf^ mntem (2)&(^uert 817*), meli^d eing mit bem b^^b- 
Hangern (f. gRongc) ifl. Urf|>rünglid)er (obne cingetreteneg r) aba ift bag 
ebenfo gebran4te bronbrnbnrgif^e maten (S^if^b I, 651^), beffen aftnieberbentf^e 
Jorm mfttdn [in gemfttdn s umUHUibeln, änbem (Eeyne altniedezd. Denk- 
mftler 147*], abb. mftjdn, unfer maugen, unter bem Sorte bie SR äuge be« 
f))ro<l^en mnrbe. 9teumeberl. lautet e8 moiten nnb bebeutet jyfi4 maugeu^ toon 
89geln. 

bet aßut^, —Hf o^ne $(. : ftarte ©eelenbemegung looju, indbefonbete 
bie iDagetibe; (ttbet^u^t) ©eelenftimmuitg. !Dat>on bad S)im. ba« 
SRüt^^^eit ober aßütl^tein; mtit^en = (bittlii!^) begehren, ). 9- 
ein ge^en, im ©ergbau eine gunbgrube ic, bann beftimmt fein ttoju, 
tt)obon bieSßiit^ung; mütl^ig (f. Slnm., koo au<i^ über «müti^ig). 
3ufammenf« mitäRut^rmüt^Iod, momtt jufammengef. bie SRut)^« 
(ofigteit; müti^magen^ mit bie 3ßüt^magung unb müt^« 
magiic^; ber miti^toilU, mit müti^tDiltig. 3ufammenf. mit 
mutzen : ba« aRüt^gelb, ber aßiit^t^^ein tc. 

^ft rid^tig ifl überall t )n f^reiben, nid^t bag ftatt beg be(nenben ^t flebenbe 
tb; alfo Wim, SRüt^en, SD^iittein, mnten, mutig, «rntttig tc, )nmal ba 
Qlut, Qut K. allgemein unb glut, ®ut ac. bei febr toielen übli^ flnb. Slf^ut^ ifl 
mbb. ber maot, a^b. bag au^ ber mnot ($1. maot), muoth, moat, moat, moad, 
mdt, möd, mftt, = ©eelenfKmmung , morouf gericbteter @tnn b. i. ©erlangen, 
Segetren {Otfried 1, 18, 81. 40), €$tnn, @eele, (Seifl, ®eflnnnng, bann (erfl, 
aber no4 feiten, im 18. 3abr(.) f. ^>. a. Yoagenbe j^am^flufl {Oeorg 4965ff.), 
UMifienbe flarfe 6eeIenfHmmung, Qntfd^lofTenbeit, tro^iger SigenttiOe {Oregoriiu 
8638), got^. ber möds = UnmiOe, 3^^/ mittelb. ber müt » ^eelenflimmung, 
Ginnte, altfS^f- ber m Od, muod, angelfS^f. ba« mdd, altnorb. ber mddr. S)un« 
tele« Urfprunge«; ob etkoa bur^ Bufammen^iebung aug einem mittetfl ber got^. 
Cnbung -ad, a^b. -at sc. toon got^f. mdjan (?), mdhan (?), abb. mnoan (b. i. 



166 ««t^ 

miioJAii), mnohaa, nitfenn mil^eit (f. mftlen snb ^ «fibe)^ aBgeldteteti nr* 
f)?rttngU^eii gotf^. mdjads, mOhads, a^b. mnojat, maohat» b. t. ge((. mAj-ada, 
mdh-ads, a^b. muoj-at, maoh-at, mit htm (^nbbegriffe bct burti^ befö(mrlt4e 
Stn^rengnng t^erurf achten Erregung unb fofott M Serbru(fe9,Ui»DtlIea9,3onie«? 
8gl. @rtmm Gramm. II, 283. 2>ie -mut^, mittelb. btc -mute, -mtu, m^b. 
bie -müete, -maote, muot, a(b. bie -mttoti, got^. bie -mddei, tu B^f^^ntmen« 
fetungcn, }. %. bie 2)d% Sin«, Sdng-, ^anftmutb (t>gf. au^ bie in^, 
(&t6i' , f£&iffmnt^), \ft ni^t htt Wtni}^, fonbem biefe loeibli^en €^ttb|lamit»e 
finb ablettenb auf %biectit»en gebogen, bie mit bem i9on ienem ber^utb, got^. 
bet mdds, o^b. muot, abgeleiteten gotb- 91bi. -rndda ({latt -mddis), obb. -mnoti, 
-muati, -mnadi, -muate, -moati, -mdti, {nfammeiigefe^t warben ()»g(. ®rimm 
Gramm. II, 256), «on melden bann micber bie 9[b}ectii»e auf »müttig/ n(b. 
-müetec, müetio, mittelb. -mütio, abb. -muottc, -muottg, -muatig, ber ^» 
fammenfe^ungen (b^-, ^be(», ein-, frei«, fri$V# gl(i4v fltdB«, Wlben«, b^4'# ilcin«/ 
tdng«, leib-, fdnft«, f^m^r«, über«, mdnlel», tüif^, mei^*, )dni»ttt(ig) al« 9b' 
(eitungen erf^einen. 2)en Umlant mirft ^ier I in ber a^b. 9b(eitnng«jllbe -tc^ 
miferm 'ig, wfi^renb baS un^nfammengefe^te mntbig, »bb. mnoteo, mit i bur(b 
SCuffleigen bef e muotic, abb. muotao [nnr na^^nmeifen au9 abb. bie maotikt, 
muotigi, SS Gemfitbfaufregung , »el^e« fl4 buri!^ Sautanglei^ung and Sherem 
maotaki (?) bilbete], mittelb. mutig, gotb- mddags (= jomboS, )omig), altffi^f. 
mddag, mddeg, mddig (» )omig, feinbli^/ bBfe, aufgeregt, mifb), muodag, angel* 
fS(bf. mddig (r=s ottf geregt, meif aber mie nnfer nbb. mnt^ig), obne Umlant 
bleibt, Yoeil baf a ber alten 9(b(eitnng«enbnng a(b. -ao, gotb. -ag, biefen ttt<bt 
mirlen fann (f. 'ig), hierbei ifl iebed^ ni4t anger le^t ju laffen, ba| dn* 
mntbig fiatt dnmüt^ig (\)on bem boraudgegangenen filteren Hb), an mfit, mbb. 
anemüete, mittelb. anemftte) fle^t, mie man aud^ bis in baf 17. 3abrb. fagte, 
unb bann bag neben miSmntbig nodi baf filtere ri^tige mismttt^ig gilt 
S)ie umlantlofen gformen bier f feinen in SlMttetbemf^Ianb onfgefornmen; ia Un- 
muts ig bagegen i^ u in feinem Siedete, mei( bie gorm ald urf|)rttngli(l^ ^<b* 
beutf4 fi(i aeigt (f. Unmutb). SRtttblein i|l m^b. ba« müetelin, fpfiter müet- 
lin, s Keinef IBerlangen k.; mutben m^b. muoten, mittelb. mftten, abb.maotdn 
[aüä^ mdtan, bei Noiker muoten, b. i. urf^riingti^ muot-j-an (?), loedbatb im 
16. 3abr(. nebenbei muten b. i^ müeten (?)], = £nfl n)o)u baben, (einef S)ingef 
b. b* ^) t»er!angen, begehren; 9)?ntbung f)){lt'mitte(b. (1403) bie mütimge, 1438 
on4 mütange {Jan9en (Frankfurter BdclisoorreBpondenB I, 446, 811, 2) a= 
iOegebren. 2)a« 8erbum mutbmagen i|l baf and bem (Slfag in einer Urinnbe 
toon 1867 ))or!ommenbe mütmdfisen ss nacb SCngemeffenbeit, ungeffi^rem Vnf^tage 
befHmmen {Jacob Wencker disquisitio de nssborgeris @. 97 atf Unbang )n feiner 
dissertfttio de pfalburgeris, 6tra6burg 1698), fpfiter f. D. a. ungeffi^r f^fi^exi, 
na^ bem Sertbe bc^mmen, reiu'mbb. mnotm%en (?), abgeleitet t>on bem 1873 
auf bem Oberelfag i»or(ommenben &}iiift. bie mfttmAase = S^eilung na^ Kit* 
gemeffenbeit ober ungeffi^rem ttberf(i(age (Scherz-Oberlm) ^p, 1088), ttrf)>rfingn«b 
mol f. t>. a. „baS nod^ bem Sinne b. b- n<i4 Gntbünlen beflimmte 93iet>iel" unb 
fofort „9eflimmttug be« Sie))iel na^ Outbttnlen^, rein«mbb. bie maotm%e (?), 
toti^t» aus m^b. ber muot, unferm sröutb , unb m^b. bie ma3;e (f. bie äRag) aa- 
fammengefe(}t mürbe. iDlutbmagung, mel^e« ))on mutbntagen abgeleitet 
»urbe, ifl 1471 bie müthmössunge ss abt^eitenbe @(bfibung {BaUoM @)}. 1381), 
rein^mbb. maotmA^unge (?); äR u t b w i ( le m^b. ber mnotwille [Gen.@ing. —n, bo^ 
f)>fiter f^on au^ ®en. muotwillens (Megenberg 300, 81)], a^b. ber muot-, muatwillo, 



»tttU» — mistf^ieroi 167 

=s SBide m^ €^ee(enfttmmuiig, eiftntr freier XntrteB »o2u, bann iSfe 
SSiIIen«fretiett, unb [o aHmä^nd^ bie gütige iSebeutung, aXi\^äil bcr mddwillio 
= ©eelen^mmung be« ©treten«, ©elfifle; mut^ntltig ml^b. maotwilleo, 
-willic, beffen ©ebeutungen |lcj nacj benen bc« ©uBfl. riijten. ©o« llb|. mnt^- 
U« ertlbetSRofderofd^.ater^^otteUH« @.428*'f4reibt mu^tlo«; ayint(- 
loftflfett, mit unorganifd^ eingetretenem -ig, 1777 Don Kbelung aufgenommen; 
baff mit mut^magen gufammengefefete 9bi. mnt^magti^ 1716 bei Submig 
eip. 1379, 1728 bei Jttrf4 322^; 9)i{nt(ge(b »> O^ef^enf an bie ^anbtoer!«- 
meifler, um felbfl SRei^er ju »erben, bei grifd^ I, 678, «or^er unb no4 nebenbei 
ber SRnt^grofil^en; 9)i{utM4ein ebenba 679*. 

ber ÜRütid^, — e«, — «, o^^nc ?t., flcWrjt bcr SKutd^^ (u furj) : fauti* 
ger, Weimiger ®runb in ffiaffer, 5Koorerbe; SKobcrgcrud^. 

92ur munbartli^ in S^ittetbentfd^Ianb, }. O. in ber SSetterau, unb in ber erfien 
Qeb. bei «ilberu« dictionftr. QI. AA2* muti(|, 81- Zk2* mit ber (Srtlärung 
t,i' [b. i.] f^Ieimi^t erben im fee", aber au4 9t rS* n. Zz2* mnt4; mittelb. 
ber mutich (?). SRittelfl «ic^ (f. b.), obb. -oh, got^. -uk, abgeleitet bon mittelb. 
bof mot « @<!(Iamm, f^marje Torferbe ober torfartige Srbe, SO'loor {Köpk^M 
Panional 648, 2. 544^ 1. Jeroichm 7054. 14767) mit bem ®en. @ing. des 
mottis {Jeroschin 14779), im lllgSu [($au bor ben 9I^en ber 311er) ber SDilott 
= (brennbare) äßoorerbe, 1475 cletift ber mod sb ©(((amm, ^ot^, engl, mud, 
meI4e6 buntler SBurgel unb bSQig berf^ieben Don bem mit altnorb. bie mdda s= 
@taub infammengebSrenben ober)>ffiI)if4en unb frSntifd^en ber u. ba« iD>{ut ss 
fBnfl, Unrat(^, mit u = mbb. uo i^. Sbenbaber aO'tober (f. b.). 

tftt Tlutiäf, ^ütd), = geheimer SSortat^, ^etmltd^er (Selbfd^a^. 

Setterauif4 tc 92od^ fAmeijerifd^ sc. (»ie m(b.?) ber Mfttech, Mfttich, sc \^m» 
li<ier Sorrat^ an ®elb, Obfi, ^eimlid^rr @4at (6tälber EL, 236), me|ier»{ilbif4 
Mntch, Mautch, « jQrt )nr (eimlicten ^ufbema^mng beS Obfled (©((mibt 111); 
nittelnieberl. muydick unb 1488 mudeke, ic. (f. Seattle 8). Son a^b. bie 
mftttft =B Sorrati^Iammer (f. Qraff U, 700 unb Baupt ZeitBchr. XV, 66% 107. 
@4mener n, 648), no(b bal^r. bie Mauten » 9orrat^ Don Oh% Ogmaaren. 

mütmagen, ntütmaglid^^, SD^utmagung, f. 3Dtut^. 

mut {toteren — mit Seibe^attung be^ (Sefamtnteigentl^umd bie ^tu^un^^ 
gen teilen ^ auci^ med^fetemeife bie diegierung bedfelben. iCabon bie 
aRutfd^iernng. 

3ene9 mutf^ieren ifi mittelb. mütscham » ole (Sefammteigent^um bttr(( 

Übereinfunft t^eilen, Don mittelb. bie mütsohar = S^^eilung Don ®efammteigen« 

t^um bnrd^ Übereinfnnft (8aur (eff. Urf. I, 602f. m, 80f. Böhmer ood.dlplom. 

459), nrf^ngli^ not f. D. a. ^2:^ei(ung ober Kueeinanberfefeung na<l( l^erlan« 

gen", »eil BufAnimenfe^nng ans mittelb. ber mftt, m^b. mnot, » Serlangen, 

^ege^ (f. SRntO, unb m(b. bie schar (f. e^ax 2) in bem urf^rflnglid^en 

^nne Don Z^eilung (Dgl. (Srimm 9ied$t0aUerttf. 631), %bt^eitung, Buert^ilung. 

8oB Jenem mütscham lommt bann baS @ubft ber ^anblung mittelb. bie müt- 

sclianmge (Qaur beff. Urt. I, 508), unfer aO^^utfiltierung. 2)a« ie in ber n(^b. 

Sorm 9el^t be^nenb für i, nnb biefe« fc^eint ba6 bur(i Sinttirlung be« 92ieber- 

bentf^en für ben Umlaut e (f. 3) ent^anbene, xotm^ ba6 Don bie mütsohar ah» 

geleitete Serbnm ni(^t afiein mütscham [b. i. a^b. muotsoardn (?)], fonbern au(( 

nil Umlaut mütschem [b. i. muotoaijan (?)] gelautet (aben »ürbe. 



168 SKntt — mutitxiMti 

ba« 3» litt, aWtttt, —t9, ^. — e, efai« mit SWBtt (f* b.). 
bie ÜRutter, $(. artütter : ®e(Srerin; ®ebSnnutter. £)abon : ba« 
Sßutterd^en, äTZutterUin, !Dttninuti))e; ntüttern, ft(i^ muttern, 
na^^ber äßittter arten. 3uf^^'^^iif' : müt t er allein }C. (f. b.). 
2)ie @))ra<l(e tto^m äRntter (f^on bei Sut^er) mit fitr)ein n fttr ü ttnb tt 
fflr t naA mittelb. bie mftter, (bann) muter, mittefnieberb. mader, auf, o^ne bo(i^ 
bie bei bem nrf)>rttn0li(l^ htiaen a nS(er Itegenbe gorm Satter p geflatten (D0(. 
8ater), benn rid^tiger (fitte man nrnfiefe^rt aitnter nnb Satter gef^rieben, toie 
an4 titberu«, .dictionftr. $d>l aa4'* u. bb4' mnter [freili^ neben mntter SI. 
aa4*^.]; batter bot, vmt DatypSdiut Wlnottx nnb Satter, bo^ 181'' nebenbei 
aud^ mnotter fe^t; m^b. bie maoter, abb. bie muotar (?), muatar (auö( frübe 
fd^on toon ber (SebSnmttter), muoter, maater, maoder, maotir, mtttelb. attger 
mftter no4 müder, mdter, mdder, ^otb- bie mddar, (? ber (Sotbe fagt bafttr bie 
äil>ei, f. Sibam), attfä^f. bie mddar, m/^or, mdder, maodar, maodor, maoder, 
neunieberb. bie moder nnb ^ufammengejogen mdr, niebert bie moeder n. (niebrig) 
moer, angetfSd^f. bie mddar, mddor, mdddor, mdder, altfrief. bie möder, aftnoct. 
bie mddir. 2)a9 ®ort fiimmt, mit bem bem ft ber urtermanbten 6j?Ta<ben, gr. 
t], entf^red^enben d, abb. ao, bu(bjlSbIi(b p bem glet^bebentenben lat bie m&ter, 
gr. bie mStftr (^jjrjyp), fantlr. mfttri (mAtr) afe €>tamm be« im Vcm. €5ing. 
mfttiC lautenben Sorte0, ^erf. mftder, im 3cnb mAta, a(tftatt)ifd^ maü, ruff. mat\ 
Mtife^ (irifd^) mathair. aRüttertein ifi m^b. ba9 müeterltn, maoterltn, 
nnb muttern jetgt ^6} erfl bei,<Stieler €$. 41, »omutteren nnb mtttteren. 
bie anütter, ?t. aWötter : (bidfer) «obenfafe t>Dn ©ein ober (gfflfl. 

3m 17. Sabrb- /^bie SD^^ntter im (Sfiig'' bei SehBnsleder promptoariom 

(5. «u«g. «I. Nn2*), bann 1716 bei WeimMmn 264* nnb 1727 bei «ler 697«». 

Sn9 bem gteid^beb. nieberb. bie moder, nieberL bie moer, me(<be« [m^b. maoter?] 

Sbteitnng bon einem SBort ifi, bae in obert>fS()if4, frSntif<b bag n. ber Maet, 

Mftd, =r Unratb, fünft, ^^\amm (f. e^ melier n, 657f.) fi^ jeigt nnb im 

Wjib. maot (anten tottrbe. 

mutterallein == (feftft »on ber SWutter berlaffen) ganj allein; bie 

aRütterbefd^ttjcrbe, ^t. —n, ein »ermeintlid^ au9 ber (Sebar* 

mutter l^errfi^renber ©d^merj. ba9 SRi! 1 1 e r d^ e n , f . SR u 1 1 e r 1. 

miitterl^atb , «bt)., ^ bon Selten ber SRutter, t)on mütterlicher ©eite. 

bie SKiitterürd^e = ©tamm*, ^aupttir(!^^e eine« ftird)f^>tet«, ba« 

aJintterforn = jai)fenartig fang au^getoac^fener öeitd^enblauer ober 

fd^toarjer Äornlern (SRoggentern). ba« SKutterlraut (f, 2Inm.). 

ber ÜRuttertrebd (f. aud^ bie 8lnm.) = ftrebö mit Siern unter 

bem @c^tt>an}e ; [bie übtid^ere ®eb. ift] ^fd^attofer ftreb«'' b. ^. Sxtb^ 

}ur 3eit be« €d^alenn>ed^fet« (im fOloi, Snrd). ber aRntter(eib. 

ba« Sroätterlein, f. SWutterl. mfitterlid^. mutterlo«. ba« 

aRüttermal = aRal (f. 3RaI 2) bon ber SKutter ^er, mit bem 

man geboren ift. bie 2ßutt er n (Raffer a^). 19), bie «ft^enpflanje 

pheUndrium mutellina; aber mol^er? fid^ muttern, f. äRutter 1. 

mutternadfenb, ^nadCt, = \o nadft mie au« SRutterfeibe ge^ 

fommen ; nod^ ))erftärft mutterfabennad t($)erber^agm.IZ,228). 

bie3Rutterfeefe(f.8(nm.). mutterfeetenaftein, mutterfefig« 



mntimSeln — MtttDitte 169 



aUein, ein ftfirterer abMrbialer «n^bttsif al« mutttxatltin (ogt. 
Srimm ®ratnm. ü^ 5ö6). bie 9)tttttetfpTadf|e «» bie gbt^ffam 
Don ber anntter angeborene @))ta(i^. ber SRnttenDt^ = ber 
(gtetd^fam Don ber SRntter) angeborene SM^^. 

gar niiittetatleiii, 1678 bei Äramcr tentW-ttal. SBortB. 791-, fagtc tnan 

im W/b. nraoter eine ^ i9on ber 9?ntter entfernt atlein. 2)ae 9Ibi9. mntter^alb 

ifl ntb. maoterhalp (f. ftalbl); 9lntterfir(!(e mittelb. bie müterkirohe. I^er 

flmt 9Rntterforn (1721 bei Jahlomki Lex. 279"), »cif fofd^ee ftoni, iebeemar 

8 tenie eingenomtnen, t»on ben CBeibern fliv ein bemSbrtee 9Ritte( gegen ba« Huf* 

tetgen nnb IBebt^nn ber 9Rntter (®eb8rmntter, (at. oiAtrix), a(fo gegen aT^ntter* 

ieMwetbe gebalten »urbe (f. ^onicetne 5hrSuterbtt4 81. 286*)- 9tttttertrant 

1485 bag materkrat {Diefenbaeh gloBsar. 361**), nrf))rüngli4 bie 9ff<tn)C matri- 

ciria nnb bann anf anbere Vf^angen fibergetragen, (at ben 9ta»en, »eil ee gefotten 

ober in feinem Ciafte bie QionatIi((e 9ieinigung ber grauen bef'drbert, alfo bie <9e« 

Mrmutter reinigt (f. Sonicerne JtrSuterbuc^ SRI 187*), unb barauf ge(t au^ 

iDof jener tot Wame, SWutterfreb« in ber erflen ©eb. (öierlreb«), in »cld^er 

inerfl 1809 bei Sam^e m, 881*», ifl )ufammengef. mit ai^ntter, aber in ber 

irotittn, in ^iniid^t tt)e(4er 1777 bei «ibelung m, 419 u. 640, im 9{ieber* 

fS4fif4^ ber SDi^nter, SRftter nnb «erberbt „anutterlreb«'', ^nbet 3ufam- 

menfe^nng mit jenem ber SD^uter, Tlüitx, ^ fld^ mnternben jtrebe ßatt, t>on 

Bieberb. mutem (f. mntern), alfo (ier flatt äRuterfrebe. gür 9nfiter' 

(rebe iebo4 f^reiben, nad^ ^ei^na^ Kntibarbarug n, 268, man^e falfA 

SRIetbertrebf, unb für SRuttertrebe in biefem @tnne (9rt man anä^ ber 

Qntterlrebe mit 8 für äß, »ag nur noäi in bem für a^b. u. m(b. mit (mit) 

(ier unb ba toorfommenben a^b. bit, m(b. bit, bSt fl4 jeigt. a^lutterteib i^ 

m^b. ber maoterlip; bag ^Ibj. mfitterli^ nt(b. muoterlioh, mfleterlich, f^St- 

a(b. (11. 3abr(.) mnoterlich, motoon bag a(b. 9bD. mnoterliche, mfleterltohe, 

mittelb. müterHche, unfer n^b. ütb)). mütterfic!^; bag Hb}, mutterlod m^b. 

mnoterlte. JSD^nttermal erf^eint 1678 bei i( ramer teutfd(«itaf. fßortb. 791^ 

n^renb eg 1691 @tieter ni^t M- S)ae 9bi. mutternadt, -nadenb (f. 

natfenb) i|l mittelb. müter nacket, mütemacket, mCltemackend (dfir mftget 

krdne (€$. 70), mittetnieberl. moedemact. 2)ad 9[b«. mutterfeligaflein, 

)nerfl 1727 bei 911er @. 1423^, »o, mie no^ 1768 bei Moerbeek 226«, mutter- 

feftg allein, ifl ))er|l5r7enber flugbrud für mutterallein, inbem ba« einge* 

tretene felig anf bag SermoiWein bnr^ ben 2:ob berSRutter beutet, affo urfjMr. 

gld((f«m : ^gan) alletn nnb berlaffen felbfl bnr^ bie t»erflorbene SD^tutter (bie SRut« 

ter feiig) toertoatfl'' («gL felig). e^ter, aber bnrd^ mntterfeligaUein i»er« 

onlaft, f(teint motterfeeUraUein, mel^eg 1777 !(belung, ber mutter* 

feelen allein fd^retbt, bei bie äßntterfeele ertlärt. 2)iefeg^ f. to. a. eine i9on 

einer SÄ u t te r geborene @eele, b. ft. ein SKenf c? [benn „eine SW u 1 1 e r f e c ( e" = ir genb 

ein a»enf(|, jemanb; „feine SWutterf eele" = gar fein SWenf*, niemanb], ift in 

ber 3nfammenfe(nng mutterfeelenallein (9en. $1. ober au(t ®tn, @ing. 

f^nnuter Qiegnng (t>gl. @ee(e). SD^utterf^ra^e f^on 1556 bei IHsius I204t>, 

»0 j»2anbf|>raa4 ober mnoterflyraad^" unb banad^ bei iDtaaler 91. 296« bie 

aSnoterf^raa^. a^nttermi^ bereite 1738 bei ^ageborn gabeln @. 64, 

ober er|| ton Ibelung ing beutf^e SDbrterbu^ aufgenommen. 

ber a»uttottle, muttDillig, f. SKut^. 



170 »«t — Wtt|e» 

bet SWttt, — rt/ VC- — e : cmt ®4iBan)e bi« an ben «fter geftn|te« 
(f. jidriaii j&Mer Lez.d02') ober ütttf^anpi ein geftu^it ober loie ge> 

2)tefe« ). 13. t)om 9Sven [in ber CMitDets], iene« ttftt t>oin$fecbe, «fei, (uabe mit 
einem ®tnmt>ff4>oaii)e. 8oit mn^en » aM^uctbcn, mnn, tln^en, t»om etn^jra 
be« ^utib€fiJ^ioaii)<« g. 13. 1588 Bei SKi^ael $err Mermerd (EoIumeOe «(. 84^ 
2)er Urf{>niii0 biefc« im SKitU^ot^b. angcr bem in ber Simburger C^ronil (14. 
da^v^.) ]»on aRSnnerr0<!m gefe^en gemütsert » geflutt, mit (Sinf^nitten Der- 
fe^en (bgL <8rimm Stbd^ I, 694), nod^ ni^t na^^utoeifenben 8erbum« ifi bnntel 
nnb toon i^m lonibe entlehnt ital. mou^uw s abfMim4>ren, fomie oon ftl^mei). mut 
» flcIUr)t, gedn^jt, ba« itoL Hb}, möuo = Ihimpf, t>er9ttmme(t (tgl. 2)ie} 
fBtb4 I, 383). 2)cr aRn^ al« @<(eUe bebentet gar Heiner (gefbttter) flRenM, 
bnmmer S^enf^. 

ber mnit, —M, % —n, f. ber SD^uften. 

bie SERii^e^ $L — n, eine Strt (bequemerer) ftof^fbebedPung. befonberd bei 
bem mSnnttd^en ©efd^Iecl^te. 

@4tDei). ber Muts = meibli^e i(o|>fbebe<!ung (@talber II, 227). (Siegen 
ober um 1600 ,m atzen YulgAriter [in gemeiner @^rade] haulben* (voe. inap. 
theut. föl oB^), 1482 bie „mats oder hAabe*" (voc iheuiL et. t?^), 1469 mittel- 
r^eintfii n. 1475 cleDif^ bie matsche (voc ex quo nnb JiButhoniuta)^ 1422 mötcze, 
mitternieberl. 1490 bie mats (Aor. belg. VII, 11*), nnb Diefenbach (glossar. 25^ 
unb 864^ fowie bot. glossar. 254'') ftt^rt an tom 3a^r 1425 mosse, 1420 mocse, 
1417 mutze, 1414 bie koremfitz nnb augerbem fpäter au« bem 15. 3a^r(. bie 
mycze, myezz (lieg myczz) }c. 3uet|l im 18. 3a^r^. Dornen unter fttr}t bog 
almatz (Saupi Zeitscbr. YII, 375, 22), im 14. 3a^r^. mit r aug 1 ba« armaz 
ober anna; (IRnne$. m, 276^ 9), aremaz ober aremas (ebenba 6. 220% 3). 
2)ag Sort tam am 92ieberrtfein unb in 92orb' unb a)>{ittelbentf(ilanb, na4 melden 
<9egenben aUe DueUen meifen, anf ang bem mit bem araBtf^en Urtitel al ter- 
bttubenen^ aber unableitbaren mitteQat. bag almdoiam, almütium, ss (ü^ottoppt 
(mit einer fia))U2e terfe^eneg mantelartigee @taatgt(eib beg OrbenggetfUid^en), 
big anf bie ^^ultem (erabfaflenbe i(o))fbebedung beg <9etflli<!(en, (Skorbut, tottäft 
^op\ixadii bie 2aien frtt^e na^a^mten nnb ben fremben 9}amen, ber {icilianifd^ ber 
almd^ia (s=: Urt ^o^nje, aud^ bei Saien), a(tfran). bie aumaoe, ))roten). bie al- 
maasa (auUt, beibehielten. 8gt. Stappt, ein fdort ton gtei((er (Entlehnung. 

ber anü^en, — «, $(. tote @ing. : mit (Ermeln ))erfe]^ene^ htrjed b. f). 
bi9 auf ober über bie ^fiften reid^cnbed OberHeib, i>orjUg«n>etfe bei 
bem tDeibßd^en ®ef(!^(ec^t auf bem Sanbe. 

SDWt bem im 9?ominalit angetretenen n (f. 90/ fon|l ber Wtutit, — n^ ^l. — n. 
9)?unbartli4. @o in granfen nnb @4n)aben ber Matz, Matzen (©^melier n, 
664), tl^rol. bie Matze, Matza, (ennebergif^ unb »etterauiff ber Motae. 1585 
f^loSbif^ ber matzen, mazen, = OberTittel beg äJf^anneg, beg @oltaten (8ir- 
linger 481^), unb fo no4 1715 bei WeUmann 265* ber äRu^e = 9(eitro(!t 
mamgartiger S^anngrod, 1678 ber aTtu^e » htr^er (Srmelrod, 9iettro(r(firamer 
teutWatoI. ffiortb. 792«)/ 1711 [fäftf.] bie fWu^je = «eitroif («äblein 654«); 
m^b. ber matze (?), mel^eg in ^inft^t feiner Hbfeitung auf bie im^ ^(tnorbtf (^en 
ft^ ieigrnbe ftarfe gorm ber motr =: g^au^niimmertfeib, grauenmantel, Binn>eifl. 



mH||en = ie*; üM^ttcibett K., f. aWu^. "Jaiiöft toeralW. !t)flflegen 
Btttjen in bem ©inite t)on „putjen", f. aufntuften. 

9rQ4 1715 fttbb. tnn^en = )>u^cn, f^ntfltten, bur4 9ldiraia<!(en f^müden, M 
Weimann 265«. 

«mujen = unfreunbti^, bcrbricgtic^ fein ober t^un in l^alMautcn öer* 
einjeftcn Ibncn mit mürrifc^em iStiAfd^toetgcn. Doüon mn^ifl, «bj. 
3en€« muten iß metteranif^ motee. Wt4t au9 tat. mntiro, (onbern bnr^ 
Mrinng mittel^ 9lu«|lofiung be« db, <!, ( au« mut^aen« niu(I)en^ mie QH^j 
ttiii Qlicf), $ltM, m^b. bliese, fiima^fn auS f^madeien k.; alfo iirf^tUugU4 
einl mit mndfen (f. b.), tu beffen 8edri{f t9 no4 im @im|>(iciffiinu« SM* 
1 84 6 (So)). 3 Dorfonimt. €(^»(1). bcr 9Ru<! » t^ereinaelter taun ober bo4 
leife t^rbarerSant be« Unwiaen« (@talber n, 227), tooneben ber äRud« (f. b.). 
2)4< Xbj. mn^ig lautet toetterauifd^ motzig. 

t bie SD^Vridbe, *?(. -n : ein 3c^ntaufcnb; Unja^t. 

An« gr. bte myiUm {fiVQtd^)^ im Qbtn. myrüidoB (/ivQiddoq)f ton %t, myrio« 
(/<vp/oc) « fe^r Mxtt, nnfiW^, beffen $1. m^rioi (fiCgtoi) » lOOOO, unb bte| 
«Mir bte »94fke Sa^, fflr bie ber «tiet^e (Ein »ort f^atte. 

We Wt^'rr^e, ?t. — n, eine «rt flettjürj^afte« ^^orjc«, 

Im befien fc^riebe man 91 irre, benn fdbon 1482 unb m^b. bie mirre, f)>liter 
aud ber mirre, mirr, a^b. bie mirrft, mjrrft, altfSff. bie myrra, angelfSd^f* bie 
myrre; aber nen^o^beutf^ unb fcfon betSutber bte9?l^rrbe, »eil au« gr.-fat. 
bie myiTb«, gr. bte myrrha (jd^) , meli^e« mit bem ©arj au« «rabien über» 
fnn, tto murr = ^.bitter" unb bann (»egen be« bttterti^en (Sef^maM) == 
•IRVtrbe", toon arab. marra ss bitter fein/ 

bie aS^rte, ^(.-n, fatf* mtfxi^t, ein befannter «aum (ber SWl^'r* 
tenbaum). 

9m 15. 3abrb. bie mixden [ni^t ber mir-, m^rdorn, bieg tfl ber SltSufeborn], 
ftiii «r.'Iat. bie myrtos, gr. bte mftio% (/<t$^o(), (urf^rttngli^) ^erf. mürd, =» 
iRtrtenbaum. SRbb. (bcr?) mirtel, abb. ber mirtil nur in ber abb. Ibleitung 
ba« mirtnahi b. i. neub. SRl^rti^, bann in ben Bufammenfefeungen mbb. ber mir- 
tdboam nnb im 11. 3a^rb- mirtilboum SR^rtenbaum, mbb. bie znirtelstllde ÜRl^r- 
teaflanbe, oxiii im 11. 3abr^. mirtel as äR^rtenbere {Haupt Zeitaohr. XY, 
S6», 155). 

tbo« aß^fterium, -«, $L aR^jfterien (4fttbig) : ©c^etmni«; ®t" 
^eimk^re; @e^etmbtenft. m^ftif leieren, l^inter bad ^x&ii fähren 
b. % (bnrd^ «emiftung ber ßet^tgläubiftfeit) jum beften ^aben, fo<)<)en. 
beraRl>ftlcl«n!u« =s ©el^eimni^glanbe, ^ang ju unb (grfüatfcin 
bon ffiunberglanben unb (Se^eimniffen ; bie SK^'ftif, oi^ne %. = ®e* 
Wmte^re, bie in innerer anfd^auung unb aSerfenfung in ba« ®emüti^ 
ge^elnini«öoße religibfe ffieie^eit; ber SK^'flifer, — «, ^L toieSing. 
= ©e^imtoiffer, «nl^Änger ber aW^fttt m^ftif * = ge^eimnie^ofl, 
burd^ geheimen ®inn bunfet. 

n^flerin« bereit« im 17. Sabrb. an« bem gfeid^beb. gr.'Iat ba« mystdrium 
flfl. myrtftria), gr. ba« mystSrion (ßvazi^Qiov) , abgeleitet bon gr. ber m^stte 
ildcxriq) as ber (Bingeioeibte, mit tcelil^em aui!b ba« bnr^ fran). mystifier borau«« 
Ittfe^be nentot. mystifieAre (nfammengefett tonrbe, »oran« im 18. 3abrb. bo« 



172 ffmt -%n 

mit ieiiem fnmi» Oocte gld^bcb. «D^fificieren. Ifecr mjM» f<(6fl »ie b«s 
Or. 9bi. mystiköfl (fivatixdf) » geheim, ge^eimniSbofl, ftt^tt }urttd auf gx. m^ 
{(p^siv) s= {id( f^liegen, berf^Uegen, toobon au4 my^ein (^v^etv) « in (religiafe) 
©e^dmle^ren eintoei^en. 8on iencm gr. 9(bi. mystiköfl, in« 8ot. entlehnt m^- 
cas, mnrbe bann abgeleitet ein )u bermut^enbeS fpSt-gt. mystikizein (fivanxilifiv) 
= ©e^eirnuidtooHeS treiben, bon toti^tm meiter ein burc^ franj. ber mysticisine * 
))orau«)ufetenbe9 nenlat ber mystioiBmiu, nnfer 9)>{l9fltci«mn«. gemer bilbete 
fl(( mit ableitenbem -er bon bem aRafc. jene« gr.«tat. mfiticns, ber 9Ri^|liter, 
nnb gieng ans bem fnb^antibiM genommenen gem. biefe« ftbfv nSmU4 m^ca, 
nnfer bie SRi^flit Berber; ttber^an4>t aber no4 bem tibi. gebi(bet ift bag f^on 
1706 bei Snbioig engltfd^tentM. Lex. 467^ M «Sllig gelSufig erf^eineitbe 9bi. 
mv^if^. 
t bicaJfVt^e, ?L— n : etbtd^tete Stiö^tung auö bunf(er3cit, ®Wter*, 
^elbcnfage. ml^tl^tfd^ = fagen^aft, fagengemäg, faBet^aft. bie 
SKijt^oIogte = ©agcngefd^ic^tc , ©agenlunbe, ©bttcrle^re ((gr;|ä^* 
(ung ber ®'5tterfabe[n). ml;t]^o(ogif4 = ber ©btterfage unb -le^re 
angc^örig. 

Wl^t^t ans gr.«tat. ber mythiu, «i @age, (SStterfage, gr. ber mtthoB (/ntl^) 
SB mttnbli^er Vortrag, baS (SrjS^Ien , (SriS^fung, erbtditete (Sr)S()Inng onS alter 
bnnlter ^tit ^aDon baS grie<i. t^bj. mj^hikös (/iv^ixSq), gr.«lot. m^thionB, 
iDona4 unfer mt^t^if^. Uns jenem gr. ber m^hoB aber nnb einer ftblettnng 
Don gr. l^gein (Xfysiv) =s cr^fi^Ien gufammengefetst i^ gr. bie mythologia ißvdih 
Xoyla) =. ©agengef^i^te, gr.*(at. bie mytholögia, morauS S^^tf^ologie; Don 
ienem gr. mythologfa enbli^ baS gr. Kbj. m^ologiköf {fjcvdoXoyixoq), gr.«(at 
mytholögicoB, knonaft nnfer glet<!(beb. ftbj. mbt^ologifti^. 



9t. 

% n, einer ber bier fogenanntcn ffüffigen ?aute (f 8). 

über ben Übergang ber Saute I unb n in einanber, bonn be« n in m, bie 
üngfeic^ung beS n ju m, bie Hbf^boS^ung beS m jn n unb anberes me^r flet 
unter i unb SR. ICngfei<]^ung bes n }U r jeigt ^äf a(t< nnb mittcd^o^beutfd^ bei 
€>tern <f. b.). Bleibt aber nugetnifi bei fern (f. b.) in ben alten tf ent^aUenben 
formen. Sortritt beS n flnbet H^ in 9^afl (f. b.) ftatt %% €$e(r frtt^r Eintritt 
ober toiefme^r Vnffteigmtg einet n im SBorte, rottet iSrf^einnng anä^ atibere 
^pxad^tn, mie bie loteinif^e, grie^if^e, baS 9anf(rtt barbieten, ISfit fi4 bei ben 
SSrtern fangen, fangen unb au« ben Slrtiteln fa^en, ge^en (mit bie (Sfti^t 3), bei' 
jung, S^onat sc. erfe^en ober bo^ erfd^Iiegen; f|)StereS Einbringen (etma in bem 
13. Sa^rJ. ic) jeigeu S^ienStag, m(fb. ber meinster (f. SKetfier), natfenb ac, illn* 
gereS ). Q. Snbau^c, genung, itnifttei 2, mannten, Staffent, Sinf)>e(. Sgf. üu^ 
tau Qnblid^ tritt n in nun anstantenb an unb Wtx^i fl^ im 9{ett(o4betttf^n 
bei bielen organif^ f^ma^biegenben mSnnlid^en @nbftantiben aus bem ®en., 2)at. 
unb See. @ing. an ben 9eom. @tng., moburA anf biefe SSörter jlarle 8iegung«« 
form übergetragen knirb. (terfter ge^Sren ber Sadten, fallen, Riffen, Sogen, SraUn, 
Srnnuen, 2)aumen, glaben, %Udtn, gunten, <9a(geQ, harten, (atoumen , Glauben, 
<»raben, Raufen, $afen, $ufUu, tragen, ftn^en, Saben, SRagen, SKuben, S^a^cn, 



M — )Me 173 

Mm, SoftB, 9He»cit, fernen, e^ttbe», fMMt», e^Mm, 6tNrt€it, e|>om 
(f.^.), Zntifcn, »ifeii, OiSoi, S^M^nsc., d8«ttti4bev8«l«, Satfe, mfft, 8ofte 
sc Kden i^nen nehmen anbete itrf))rtt]igU^ flarfbiegeabe, mf «c anlioiitenbe ein 
8 i»9Stfi anoTdoniM «>/ S* 9- ber Stflden, Skijen, onA ber Matten (f. Gt^atte)^ 
Stieben (f. Stiebe). S)a0e9cn bieut fl^ Ibfafl bea n ableitenbet QÜbnng bei getfe, 
go^te (» Sotede, f. b.)^ fiette, ftü^e, 9Rette 1, 9ta(e n. ftojßpt, Saff^ Oolte, 
W iHdt K. (Sntwtdfnng eines nd ana im etfd^eint f^on im SD^ittelbentftl^en nnb 
SRHtefbd^beutfi^en bef 14. 3a(t(. Bei {emanb nnb niemanb, no4 ftS^et bei bem im 
SHttef^o^bentf^en anf -enne audge^nben, bie VtS))ofltion )n, m(b. m, «ot {14 
^benben 2)at. @ing. beS (Hctnnbmma (b. (. bet gönn be9 Serbuma, »el^e an* 
)etgt, bag etmaa get^an »etben fott), »otaua fld^ bann aflmS^fi^ nenbo^bentf«! 
ein nnt f4etnbateS, m^ unotganif^eS, abjectibif^ bedinierBateS $attict))ittm anf 
'Ub mit |)af|h>et, aBet )uglei4 ein Collen nnb SDlflffeii einf^Iiegcnbet I3ebentnng 
mmMU, ). Q. «,)n ttagenb'' (ans abb. ad traganne, m^b. se ttagenne, nnb f^ott 
i» 12. 3a^t^. zu ttagende), bet ^^n Be^anbelnbe" {Sfegenflanb tc. sbiefe f^Iej»- 
))€nbe 8ilbnng ^)tt ttagenb^ tc. abet »ntbe um fo leistet b^tbetgeftt^tt, als bie 
Pgnng bef )n mit bem 3nfinitii» im SDIittet- nnb Vlt^o^bentffen jiemti^ ^Snfig 
bfti loteinif^e Vottici^tum bes gntumms im fafflD, meines fi^ anf -ndas enbigt, 
onfbtliA, naäf beffen falf^et tbmlogie fl4 in bcr €M^ftf))ta4e eben lene Silbnng 
<ni4 bcfefHgte. InSfafl beS n flnbet {14 in (onig (ntf)>tfttt0li4 abb. honono), J^Snig 
(o^ ehnnuio), 9f<nnift (^bb. pfennino), Bfüb, Mit, ahn VBfaS eines anlauten« 
ben K in bie Ottet (f. b.) nnb mnnbattli^, ). 8. mettetonif^ in Aohe, Ateim 
{tatt 9a4cn, 9tatciffe, am Untetmain nnb SPhttelt^ein in Aide, Ard (latt %atte 
(f. b.). SBegfatt beS im «It^s^bemf^en, Oot^if^en, llt- nnb f[nge(fS4{ir4«n }c. 
ooktttenben i^n4^ h »ot % a(fo ein BlofieS n {latt bes ntf))tftng1i4en hn (» 
gt. nnb f(a». kn) geigen 92a<fen^ na))f)en, 9{a))f, neigen, nitfen, ntefen, ^\% (9H(fe), 
Kn|. Sgl. att4 92iet, flnppt. 

Sinen eigentbttmli^ i»et{4mol)enen Sant bat n mit g nnb ( in bet iSetbinbnng 
vg nnb nf, unb f(bon 9delfamet ®tammotica 81. S2> (tu bet 2ten 9CnSg. 
Q(. CV) fagt i9on ng ^ba I^M man »ebct b} [bas] n no4 baS g boKom* 
Ii4, fonbetn man b^tt anfi itet juofammen f^melsung t>i( ein anbet getb^n «)nb 
{Kmm^ nnb 8(. (S2<» ((^4^) toen nf bei ben gtanlen nnb @4tvabm ^ein ftembbet 
Mib nemet bno4fUb »fitbt ba anftat beS ( gefastet, anft bet gntgel gettndtt, mie 
bie ftottden Sgjen obet ttei{len, tonb mtttt baS n an4 nit te^t, fonbet mangel« 
Bejfc . . . gebBtt.'' 8g(. Stenge nnb man4, fonie bang, eng, 2)ing, S)nng, Xnget, 
äng^ {engen. Hingen, gefimigen tc, bann 2>ant, <a^e(en!, gint, Xtnnf, bauten, 
8Snle, (4en!en, minttn, gnnle tc. &igeme{fen bei bem eigent^fimli^en Saute 
(^eiat batum ni^t am Sube einet Seile in 2>nu! nnb 64ttft ^btbeilnng mie 
In-gct sc., ban«!en k., fonbetn Sug-et, 8eleibtgnng»en tc, banl-eu tc. Huf be« 
fonbete Kusf^rta^e bie(et &mti»etbinbnngen bUtften f^on gotb. gg (f. Qngef, enge, 
bringen, Oang, inng, ftunge, {lugen, Bunge), gk (f. !^anl, bttnfen, ttinfen), gq (f. 
finten) geben. 

na (a fnt}), mit ((eifern) 3^^^^ ftagenbe ober audd att ^wm^ ein« 
tteffenber (gnoartung gebroud^te ^artileL 

3n ibr {((eint fl4 bie i»on Noäter (f 1022) am €^4tuf[e unb in bet SD^itte 
«eineinenbet Stage{8te gebtan^te ^tagpatttlet na etba(ten gu baben, melcBe mit 
bet einfa^en abb. 8etneinnngS)»attife( ni (f. ni^t) genau i»etmanbt unb t»on bet 
Bemeinnug (als fsl^e bieten na bie fra^nenta thioHsea SRattb. 18, 17) in bie 
Vitbcntnng bet smeifelnben gtage ttbetgegangen i^. 

kie 5Rdbe, ^t. -n : bie ^o^Ie um bie %6)\t taufenbe fflSatae im SRabe, 



174 MBd -- ttt« 

9DI|^. btc nabe, a^b. bk napa, naba, oitgcffi^f* bie safa, !&a« Oovt ftnratt 
ber Saisttoerf^tebung gemfig mit fanffr. bte xiAblu(a) =^ Wabe nsb %abe(, ^. 
nAf » 9tobe(. @. 92abel. 
bör 9?dbct, — «, ?I. 9label : bie befannte narbcnattifle nittbKd^c SSer* 
ttcfutifl ouf beut Sandte. Dauon basJ SSerbum nobetn. ^ufatninenf. : 
bcr ?ldbelbru(^, bie 5f?dbetfc^nur 2c. 

9UbeI, m^b. ber nabel, mit Übergang in flarfe Biegung gefttt^t aud bem 
ttbltd^ern unb urfprüngli^en f^mad^btegenben ber nabele ($(. nabelen), abb. ber 
näpalo, näbalo, nipalo, nibulo, näpolo, näbolo, nibilo, nibelo, gotb- ber 
nabla (?), ange(fS(if. ber nifela, altnorweg. ber nafli (IHtwier 465^). !Qon 9{abe 
(f. b.). 8o|}))« Slnna^me glossar. 213*, bag bad Sort mit bem gleid^bebeuten« 
ben gr. ber omphalös {b/jupaXSq), tat. nmbilicus, flimme, nie(^e entmeber au« 
nophalos (vixpaXoq) unb nubilicus mit Übergang bed n in m bor b terfe^t ober 
an9 onapbalos (Itvagxxkoq) nnb nnabilicas gr!ür)t' feien, ifi genagt. !S)a« 8erbnm 
nabeln erfi in genabelte ©d^ilbe bei Bürger unb S^og. 
ber 5R aber, —^, $1. »ie ©tag. : ber «o^rer. äu<!^ Kleber. 

SCud m^b. ber nibegdr, n^b« gör , bag in nageber, negeber i»erfettr in nagber 

(togl. SutmerL 82, 60), nftg^, negbor, nfthper, mtttelb. nagber gefUr)t n. enbtid^ 

mtttelfl 9(uSflognng be9 ftebttantel infammengegogen »nrbe, abb. ber nip»-, niba- 

g6r, (mit überfd^lagen beg Sufammenfe^ungf'a in i, wtl^t^ \phitt ben une^teu 

ttmCant in ienem nebeger toeranlagt,) nabigdr, an4 naba-, nabogdr, toerf e^t naga- 

ber (gl fiOd. e. U, 88''), » «obrer, urfbrttngU^ €$^ieg (abb. k^r, gdr), \pi$^ 

(Bifen fftr bie fl^ht (abb. napa, nabe) b. b- )um «obren berfelben. &o ertlSrt 

1716 Snbwig &p. 1288 gerabegu „9{Sber ober neber, ein borer nobcnlikber 

in bie rSber gn mcnben.'' 

na 6), 9(bb., fte^t in ber Sejiei^una, bag ein anbered in Staum ober ^eit 

fci^on ift; in 3ttf«ntmenfe^n9en ober, toie mäfatttn, ^iiitm ic, brici^t 

in naä), tt>enn anö) nur teife, bie Sejeit^^nung ber möstid^ft ange^ 

[trebten Übereinftimmunj burd^,. unb in ißdd^bar, ndd&benfen, -fragen, 

^^ängen tc, ^at na(^ no(^ bie ur)>rängU(!^e :@ejei(^nung ber 3tS^e, 

ber Stid^tung ^u ettoa^ ^in. @. bie $rä)). nad^* 

SRbb. nAcb, ge(ttr)t juk, abb. nfth, in gönn unb urf)>riingtt4er «ebentnng etn9 
mit bem ate $rii)). erfäeinenben gotb« ndby (f. ben folgenben Krtilel), mel^g 
einmal neben bem fo ttbli^en, al8 9ibi». unb bann al8 $rfi)). gebrand^ten gotb- 
nilbya, nnfenn Hbto. nabe, na^ (f. b. nnb bag 9(bi. na^), i»or(ommt Son 
bicfem, altbodbbeutfcb nAbo unb mittelbod^bentfd^ nAhe, nA lantenben Hbberb über, 
mit meinem nnfer na^ nrf^rang(i(b auf bad eng^e gnfommcngebi^rt, beginnt e« 
fi(b gegen ba8 Snbe bee 15. Sabrb- in ber 8ebentnng attmSbIi<b f» iu f^ben, 
bag na 1^ nur bie urf))rttngU4e «ebentung bena^rt, »Sbcenb nadi^ fl^ anf bie 
abgeleitete «egei^nnng, bag ein UnbereS im 9ianm ober 3^t Mon tfl, foioie ba« 
neben auf bie ber mögU4^ angefirebten Überein^immnng bef(i^r&nlt, tt>obur<i eben 
nacb tt)ie mit b inten, fo au^ mit gemäg flnnbermanbt wirb. 2>iefc (edlere 
«e)ei(bnung tritt inbeffen f^ärfer in bem ©ebran^e oe« Qorte« alg $rä|)o{ltion 
ben»or (f. ben fotgenben Slrtifel). 

ndd^, $rQ)). mit !£)atib, U)irb urf)>rüng(id^ t>on bem SSer^öItniffe ber 
Siü^e gebraudf^ in ber Sejeid^ttung »in ber ober in bie iRä^ ju — 



^ obtr ^^ , iMta«« fofoTt bk ^in ber SK^tttng jn -- ^n ober 
ier.* OJattia^]^ „(in ber WSi^e nnb jttHir \m befonbcm) tei »fltfen 
büti — * b. ^. ^nac^ ober bod^ ni6)t fc^r entfernt auf ba« SS orfein, 
benSSorganj bon — " (bjL baö Abb. na^), jule^ „nal^ ober burd^ 
9l&^e ober au(^ burci^ So(ge in berfelben 9ii(i^tung'' unb überhaupt 
i^in mi^glid^ft angeftrebter Übereinftiimnitiig mit —", in loeld^r ®e« 
}ei(^nitng nac^ finnbenoanbt mit gemä^ (f* ^0 ift* 

9}(b. n. mittelb. nAch ftt^i in aQen biefen QeseiAnungen, )nerf aBer in ber ber 
CBgem Wkt, gn, )it — (in, auf — p [dd din maget nftoh im gie (IMra 3916) 
ba btednngfraii auf t6n 21t gieng]; a^b. nAh (ommt ebenfolle in allen bfefen Qesei^« 
nmifleii i»or, boA jner^ in ber urf))rüngfi4en i»on „naif, M, an'; got(. nAhy (9nc. 
15, 25, mit 9icc., fon^ Immer ndhya mit 2)at.) bef^rfinft fl^ anf bie ttrf))rllng« 
n^e ec)et4ttnng «nai, bi^t M, bid^t an.' ^a^ CBort, mie ber toor(ergc|ettbe 
Irtifel )eigt, )uer|l ftbtoerb, ifl in feinem abjiectibiMeu ttrf)nning («ne na() eine 
frtfd^ere, jttngere $r5|)., o(f bie bem (at ad ber Santt»erf<!^teBnng gemtg ent* 
f|»re^enbe, ebenfalls ben S)at. regierenbe got(. at, a(b. a$, ^ )n. Bei, au, »eI4e 
f4on im 10. 3aBr^. auegeflorben ober bo(!( laum me^r gebrannt )n fein f^etnt, 

* nnb ber l^at. bei na^ if baburd^ bebtngt, ba^ f^on ba« biefer ^xWp. jn Omnbe 
liegenbe Kbj. naB (f> e.) ben S)at. regiert. 

na(]^&ffen^= toie ein Sffe nad^^men. 1678 bei ftramer. 

iia(!^a^men ss na(!(| SDtoggabe S^nlld^ fid^ ou^briiden ober barfteKenb 
toiebergeben (f. a^men). S)abon : ber Stdd^ai^mer, »oDott bie 
Stdd^a^mcrin (bei 3<i<^<^tiS, ft(o)>ftod[); bie ^iddffa^mung. 
3ufammenf. : ndd^a^mlid^, unb (mit ^lad^al^mung) bie 9{dd^# 
a^mung^fud^t, ndd^al^mungdmert]^. 

3nn54fi vohh bae bie ^erfon auebrfltfenbe IBort im ^at [^menn bn m ir na^' 
8Bme|l' (@tm))Ii€iffimne 8d^ 6 dap, 4); ^.gefe^t, bie alte 2:eatf4e b^itten . . . 
ben Sttbtt natl^gB^mt' (SknplieUnmi @aIgen<SRSnn((in dop, 3)], ba« eine ^a^ 
onebrfldenbe bagegen im Slcc. Ui^ ficng an, meiner fllten jtarg^eit na^jn- 
Sbxnen' (^im^liciffimue 9$ 5 (Eap. 10); „Xtn\tihttt 9UBmen Sam- 
ten onbere nadi" [Courasche düp. 4)] gefegt, nnb Beibee flnbet au4 flatt, nenn 1716 
Snbttig Bp. 1284 beriei^net ^.^la^aBmen (einem ober etma«)'. @o im all* 
gemeinen no4 weiter im 18. SaBr^. , »ie ee f^eint ). 8. an4 Bei 8o6; bo<B 
f4«tnt {14 ein bnntlee @))ra4gefltBI Beij^nmif^en, ate oB, toa9 bae bie ^erfon ans- 
trfiifenbe ®ort angebt, biefeS in ben Vcc. )n fe^^en fei, »enn baSfetBe baS SBerl 
ober bie fi^erte iener meint. !S)ie6 fagt an4 1769 Berber frit. fßHIb. I, 120 
bti 9inffiBmng nnb in Qefbre(Bnng ber g(ei4 nattBer angeftiBrten erften f^tede 
£efflngS anebrtttni^ : „Qinen na^abmen, Beißt, »ie i4 glanBe, ben ®egen« 
llanb, baS fBerf beS anbem na(BaBmen; einem na^^Bnien aber, bie f[rt nnb 
Seife Mn bem anbem entleBnen, biefen ober einen SBnli^en <8egenftanb }n Be« 
baitbeln'. 2)amit fHmmt an4 bie S^gung Bei Sef fing : ,,ber i(ttn{l(er abme 
tem 2)i4ter, ober ber 2)i(tter aBme bem jtttnfiler nad^' (Saofoon 9(uSg. t». 
1766 €^.78); ,,er mürbe nid^t biefe ®ru^)>e, fonbern baS, maS biefe (Sruppe ))or« 
fettet« na^geabmet . . . BaBen'' (eBenba); ,,bie Ulten [» iBre fßerfe] mit 
fiberlegnng na^aBmen'' (fSmmtl. €^riften m, 150). 2)o(B wnrbe neBenBei unb 
bafb «enoiegenb oBne M(lt|i4t, oB $erfon oberf^ad^e, ber^at. geltenb, menn baS 
SBtebergeBen ber flBnli^Ieit \6ito}i6itx, nnb ber ftcc, menn biefe flSrter nnb nm* 



176 

fSngli^er «uffietrtidt xotthtn feS, ). Q. J>tx fOtniitt u^^nuaf^mtn" (fidfie- 
born gabeln, lltt<0. )». 1788 @. 166) «tib i,^prt a^met Saab itiibQa^ — ben 
^^tnS^geti rauf^enb nod^'' (ebenba @. 146); «fl^int i(r [ber 9totnr], nUit 
f^(e((t(n SRufiern, iia((" (Bad^artS Ob. u. 2.600); ^eie mttffett ni^t ba< 
SSerf, fonbettt beut SDleifler na(()uat^men fu^en, menn fte felbfl na4« 
l^eaf^mt fe^n tooSen (Stfitenberg IV, 211). ®0tbe Meint nur ben See. )n 
je^, unb fo befümmte and^ l^ei^na^ beutf^e ®|)ra4Ietre (1808) €^. 340. 8et 
2)rontnger 61 finbet ftd^ ^ben ü^roffen nad()«abuten'', bei fttopftod Ob. n, 
266 3uT feiten »arb bie 9{atur bon ben (Briefen — ^U^gea^met.^ — Qi^ 
ri^tigfinbna^amen, 9iad(ameitc. 3ene«]Berbum aber iflerfl 1640 bei 9(beru< 
diotionlir. 8(. £e 1^ nod^utoetfcn, no J^ om naif" neben bem un)ufainmen« 
gefegten ^i4 om'' (f. abmen Snm.); im 17. 3abrbw »ie oben angefahrte 8e- 
Ug^cIIen ietgen, an4 natbi^bnien, nacbSbwcn. 

nacharten = (eibüd^e ober ©eeleneigent^ttmUd^fetten {®ä^i{itx 
ViaiL Xob 3, 2) flöf aneignen Don — . SRel^r in eb(er @)>radt^e. 

iSxi, toie e« f^eint, gegen 1600; fo 1692 bei Emmeintß 81. Bl^ VlxtitU 
bod^beutf^ toirb bie 3nfamnienfe(nng t)orbereitet bur(b gttgnngen wie und artet 
nftoh den rippem (it}i))ern) im LiederSaalll, 627, 8 unb im 16. Sabrb. bur(!^ 
fotfe mie ,,er art ftd^ na 4 bem t)otter, tbut »ie fein batter^ (SIbern« dictionAr. 
AA4»). $3g(. arten unter 9(rt. 1. 

nd(]^Suge(n = iärtti(!^ (li(fenb na(!^fe^en (^blt^ 60, 42); im kugeln 
nacj^a^nten. 

ber 9ldd^bar (d htrj), — n unb — «, ?t. — n : ber na^ fflo^nenbe; 
ber junSd^ft ober nal^, Überlauf)! angrenjenb feinen ^laii, feine ®teQe, 
feinen JRaunt l^at (ber lifc]^'/ fttr^en*, g'elb^, ©arten*, 
©renjnad^bar k.); bered^tigter DrWantoo^ner (ber Ärt^naci^* 
bar), it)at)on bie yiiifiaxin. 3wfammenf. : ndcä^barlid^; bie 
5ßd(if^barfci&aft ic. 

Sei Stberu« ). 8. im (Sftbii^Iein (1689) ber 9<a(bbaur unb iug(ei(b mit 
a aus gefuntenem au [bgL Heimat, iD2onat mit a aut mbb. uo, ö] 9{a(tbar, 
mel^e« (e^te, urf))rüng(i(( in aRittelbeutfd^lanb gu ^aufe, aUmSbli^ bur^brang, 
fo bag e« fd^on im 16. Sabrbw aumal bur<!^ Sntber« (Sinflug, übermiegenb 
mürbe [im 17. ). 8. bei aRof4erof<b $bi(a»ber b. @. I, 280 nod^ 9{ad^baiir 
unb 1678 bei Aramer teutf^'ital. SBortb. „9la^laut, V^ad^bar^] unb im 18. 
3abrb- ba0 fafi adein [benn 1727 bei 911er @. 1426^ bo(b uo4 nad^banr neben 
nad^ba^r] gebrauste iff; mittelb. 1470 naohper, 1488 mit mieberftSnbUtt ein- 
getretenem t ber nachtbar {^chman 8(. z4^), onbermSrt« in bemfelben Sabrb- 
nachtpanr, au< naohbaur, nachpaar, mit bem ni^t in au übergegangenen A 
nAohbür (altd. Blätter I, 69, au9 bem 16. 3abrb), mbb. im 14. 3abrb. ber 
uaohbftie = 9^abmobnenber, Untoobnenber ( WaUher von Bheinau U, 40^ , 46), 
mel(be« mit SlutfaH be« ge (f. ®aur 8) au« (1482) naohgepaor, audff fd^on im 
anfange be« 14. Sabrb. mit jenem t nahtgepaur, mbb. ber nAchgebOr b. i fomot 
flarfbiegenb ber nAchgebdr, a(d au(b f(bma<bbiegenb ber nftchgebdre, abb. flart« 
biegenb ber nfthkapür, nAhkipftr($(.nfthkipftrA unb im vocKerönis @. 178% 185 
n&hkipdri) fomie f ((mad^biegenb ber nfthkipüro(voc Kur6m$&. 217*, 288)^ mittelb. 
ber nAkebür; altnieberb. ler n&bdr, angelf&(bf. flarfbiegenb ber neägebür, ne4hbte. 
j5>«i9 Sort ifi ^ufammengef. l) aud bem %bi. nab (f- b.) mit Sabrung be8 eh 



9M|Mer -* ntO/^nmä 177 

kr n4^ ^»cn aiefa tn ber ^ebro^Ho S«f««niiciif«|«itfl nb 9) au« ber 
8«seT 3 (f. b«). Ilnfcr Ka^bat fk^t alfo fott eise« trftNEfitiflIiAea jRa«- 
sebftvet nsb bebeutet int Gnttibe f. to. a. bev vnftlfte SRittoo^net^ loie beim 
<nri| (4oit btoge« nt^b. ber gebtir (nenb. Oebaner) n. gebilre, <4b. ber kipftr n. 
k9i«s nrftniliiflä^ »b SRitm^er, ben Qe^riff ^«o^bor^ onfbrihfeti. Vetren 
bem %U- itnb SRittel^e^betttf^en bie^t au4 no4 ^eute 9^a4bar im Gtttgnlar 
Iterf (bef «ladbar«) imb fi^imi^ be« (SSa^barn), (enc« ). «. bei editier 
£ea 4^ 3, ®9tbe K. unb befonbere toeim ber 8rtife( an^gelaffen ttirb, ). Q. 
^en ^, »0 Rad^bar« Sötte — 3ur Sril^enlefe lam'' (SRatt^iffon 18); aber 
ber 9f]iral i^ nur f4na(3^ bie 92a 4b am, ntib ein bem obigen farlen a(b. ^(nrol 
nfthkipMi gemSge3 nen^o^bentf^e« bie 9^a((barem0(l(teni4tt)orfommen. 9fll. 
bie Biegung toon ber Qaner 8. gttr ^ladi^atin, bei 8(bern« dictionftr. 
9L mS' nacbbarinn, finbet ftd( mittelbeutfd^ bie n&kebftziima, nnb 9U4bar« 
f^aft lantet U78 bie naohperscliaft (2nicA Banmeisterbucli 818, 84), 1482 
nacbtpaiincbafft (b. i. nftcbpaurBohaft), ttel^e f. b. a. ,,®efammt^ett ber Ra^« 
hau" bebenten. 2)a9 9bi. na^barlid^ bagegen f^eint erfl im 17. 3a^r^. ent- 
fonben, nnb bereit« 1668 bei €$d^otteIin6 6. 867»; bo4 1678 (at itramer 
teiitf4«ttat. fSortb. 793* no4 na^banrli^. 9$on bem tbi. bamt ba« gleid^« 
lastenbe fEboerbtnm. — 2)er ^tifemf ndd^bariol beb. f. to. a. „9laä/bam jn 
Wfel« e. fenerjo «um. 
ba6 91 d datier, -c«, $1. — e : «iet, toeld^e« bnrd^ bo« crfle «uf* 
fd^fitten t)on SBaffer auf au6gebrauted SRal} geioonnen tDtrb, tt)e6^ab 
e« auc^ Zrel^erbier l^eigt. IBgL Sot^ent 

CHne, »ie e« f^eint, erfl im 18. Sa^rb. aufgelommene Benennung, bie {1$ ). 8. 
1764 bei Sinde 8con. 2e|. Bp. 626 n. 1986 finbet; 1722 ba« 9ffter-Bier 
[Adrian Beier Lex. 226*). 

na (^ bem (e l^o^ jn f»)rec]^en), 1) »bö, : naif biefer 3ett 2) (Soni- 
iu4 ^et 3^ ^A§; nad^ äßaggabe bag, nad^ bem Ser^&Itniffe bag. 

Snfanraiengefiboben an« nad^ bem, »ie Sntfter fd^reibt, ber biefe« in feiner 
OibeUtberfe^nng in ben beiben Be)ei(bnnngen ber QEoni. gebrannt. Sber ber !S>at 
bem bier if fflr diu, ben a^b. 3n|irumentali« «on bem bemon^atit)en $ronomen 
ba«, eingetreten, benn altbod^beutfd^ (bei Noiker) fagte man nfth diu = ba-, tto« 
na^ benraa^/ m^b. (no(3^ im 14. 3a(r^., aber an«flerbenb) nftcb diu s in Qeaug 
boronf. Bgl. e(e-, in«, feit«, borbem. 

nd^benleit, ^ot ben !l)at bei fld^ ober bie^rS)). über mit bmUcc 
9rSf. i4 beute nd^, $rSt. läi badete ndäi, im ab^Sngigen 6a(e ndd^ba^te, f art 
n<i^(ba((t. ^ n(b. bei Snt^er tBei«(. 13, 7 nnb mit 2)at. ). 8. eir. 89, 2, 
etllife in «fl(. 7, 9, ip^ili)))). 4, 8; nad^gebenfen ff. 73, 16. 

ber 9ld(^bru(f, — e«, = tiod^malifler, »ieberl^otter !Dru(f; [mit bem 
% SÄd^bräde :] «nbetec^^tigter Äbbrutf cineß ©ebttbe« unb bergteid^en, 
mmd^tm&giger Slbbrud einer gebruaen ®(!^rift (bereite 1711 bei 
»ableitt656*); [nur abftract:] »iebetl^ofter f»rbember Drud SSer* 
trieben bon bem tcaibmünnifd^en, t)om 9iotitt)i(be gebrauchten ber 
%d(^brnd, —t», ol^ne $(., « ba« SBiebertSuen, 

neI4e« ^nfanvengef. an« bemSbb* ua^ mtb bem ^er o^e Umlant fle^enben 
-rfitf iu ber Sitüd » ba« Si^erftoen (f. itrii^en). 2>a« b in -brntf \ft 
bitt OBoigonifi^» f. ba« bio^ ge^ifrige koetbmSnnif<l^ Berbnm naiS^brttden. 
S«i|«tt», SdttcrtB«. 4. «nfl. 8. et. 12 



178 

SDa« etile, and ita^ imto ber 2)rntf (f. b.) infammengefetle 9ttt4bnitf e«f#eiiit 
inert, fRad^trvd gef^eBeti, Bei DatypSdku 247« u. i87« unb Beb^ toic «ber 
erHen ®tette beigefett \% „^tbi ber )uo (etfl getrottet K fleMtert] i^, bor« 
ba« )»eite flficfere !pveffen ber iletter eriengter 99etn, 9{a4Ia!^. 9ene ^tettnng 
9}a((trii(f aber in beit brei obigen Qebentnngen {ie^t no4 1716 IFoimmiii» 966^ 
tt. 268» »or. 

naii^brucfen, oberb. toad ]^o<!^b. nad^brflden, bann eine gebrudte 
®(!^rift unred^tmäßig abbruden. ndd^brücfen = nocl^matt, »ieber* 
^oU brttden, befonberd fbrbernb, 

in biefer iOeb. Bei £ut6er in feinen ffierlen, ). e. vm O^ena 1580), 219> 
na^bruden. 8g(. aber bruden n. brflden unter bem Sporte 2)rud, bann 
aBbrnden n. aBbrüden, anfbruden n. aufbrfiden. 2>aO oBige na^ 
b rüden au^ » na^brüngen (autet int Iheuerdank 9hr. 81, 28 ndch dracken, 
aber 91, 86 nAoh dracken nnb 82, 41 nAch traoken; üUxffaupi filter^n^b. gern 
mit t na((trnden. 

naii^brüden = mteberf&uen. Sgl. ber 9ta<!^brud. 

(Sin bon bem toorBergeBenben na 4b rüden t)erf<Biebener meibmSnnif<9er, i»om 
9totBmiIbe gebrauster 9(uobmd, snfammengef. m9 bem Ibb. na4 nnb -rüden 
in itrüden, aBb. ita-, ituniolian, = »ieberfSuen (f. itrü^en), »e(4e« ^^, ba ein 
aUeinfte^enbeO aBb. raohan, mochan (?), rakkan (?), b. i. eben nBb. rtttfen in 
itrüden, Bio Je^t ni^t na^gemiefen »erben fann, alfo im XBfterBen Begriffen 
fein nnb nnberftSnbli^ merben mn^e, f((on in ^nbf Triften beO 11. 3a(rB. au4 
. itdrokkan (Oraf U, 485. WUUram 6. LXV) b. i. it-dmkkan gef^rieBcn flltbet 
mit miOtoerflSnbliS eingetretenem d, alo »enn ieneO einfache 8erBnm ni^t 
racohan, rukkan, fonbem dmcohan, drokkan (antete. S)iefe9 aber ttfire mifer 
Brüden, bruden, an totl^H l^ier nid^t gebaut »erben barf. 

ber 3ldc^bruder, — «, $L »ie ©ing*, bon nad^brnden (f. b.) in 
ber 2ten Sebeutung. ndd^brfidlid^^ ndd^brudd^od, jufammen« 
gef. mit ber 9tad^brud in ber abftracten Oebeutung. 

1616 „9}ad(bruder, ein Qud^bieB'' Bei 4>ettif4 ®))* 757. ^aO 9bi. na4« 
brüdliiB f^eint erft im 17. Sa(r(. ent^anben, In meinem eO itramer tentft^B* 
ital. SSortB. 795b ber^eiSnet; aBer nafbrndeboK finbet fld^ )nerfl gegen 1800 
nnb )tt)ar nad^brndboll (Oaner bentf($-Iat. Se;. 6)>. 1822) gefd^rieBen. 

ber ^iäftn (d furj), — 3/P. »ie ®ing., mulbenortige« SBofferfal^rjcug, 
(Sig. ber 92a 4 e (bg(. 92), — n. Ißt. — n. ^enn im 15. 3aBr(. (f. Weitth. n, 
10. 61. Voe. ex ^o 1». 1469), im 14. 3aBr(- ber nache, im 15. Sa^r^., alfo 
ft>ät>a(b. ber naoho Igl trwir. 17, 10. Dwt. m, 258), b. i. nahho (% gotb- 
ber naqa (?), a(tf&4f- ber naco, niebert. bie aak (mit aBgemorfenem n, lok ait^ 
metterauifS k. ber Ache ^att 92a4e), angelfStBf. ber naoa, altnorb. ber nOkkTi 
(=r Ooot), »oBer mitteSot. bie naca, n^cchia sc. 03te eO f^eint. Bei eintretettbem 
Ae^llant nnb ®4tt)inben beO no^ altnorbif^ erhaltenen w (r) nrt>ertDanbt mit 
lat. bie bMb, gr. bie natb (vavg), fanfh. bie nAii(s), s ®4iff. 8gl. 9tatte. 

ndd^er, $rä^. ntit!£)at: naäf in iBe}ei<||nung ber Slici^tmig auf einen 
mit 'iRamen angegebenen Ort ober ein fo angegebene« ?anb. 

3.8. „na^er «eibelBerg'' (Bincgref «)M4)(tBegmataI,84),„na4ec^ßanS'' 
(ebenba n, 87), „na^er 2)etttf4Ianb^ (fCnbreof On^t^^n« Oaidiiio iBor« 
rebe), „na^er^fl«'' [2>en}] im eim^Uciffirnnf (»4 ft Sa)>. 38), ^ eienge 



179 

««4 et matf (S#i(Ief h. 9lcco(. 6, 2); fH^flte|a]i|»t für na«, ). 9. ^fo 
ten mit Htcmanb na^tx hxb^tn" (Ü^B« to. Serli^ingett 8eb<n0lef4v. Q». IBI), 
«aif et . . . Btt^er 4>anB teifde'' (Sincfitef «|)o)»|t|. I, 170). 9K«t in ebkr 
6)Nra(^e, toetl oberbeutfd^, unb ie^t. ott4 ba dgenlli« me^r Don {Mibg^übeten ge« 
btttttt 5S>ag SB^xt entitonb mit )Oer(ufl be« Sone« auf bem ittetten SSort mib 
bobntt^ )»exaHgememertem begriff an« nad^^er (f.^d^mener n, 671) nnb bgt. 
(er Snvx.)' 

bie 5Rdd^ ernte (er == är), ?L — n : eine (grnte att i«o(!^Iefe. 
d^ n^bv »ie benn 3e{. 17, 6 1»ad^ernbte. 

ber 9la^f a^r, — en, $t. — en, ©egenfoft üon SSorf a^r. 

8g(. 9t a<]^ fairer. ^\% rid^tig 92a «far. 2)a< SBott \ft nnge»S(n(^ nnb 
jciten, M OSt^e XXVm, 168, auiSi 1678 Bei itravier tentfd(«tta(. IBottb. 7gB^ 
SR^. WttM((btegenb ber nAohTar, übet beffen rar f. 9orfabr. 

ber ytaät\afixtx, —^, $L tt>ie ©itigv IDO« 9ta(!^fa]^r (f. t>.), 

aber nt^t fo ebel nnb im 9crgeffen biefeg 9[nebTn(M (togl. Sorfabrer). 
Sbcnfo nngewSbnIi« unb feiten; M OStbe XXX, 374, 3ean $att(, unb f^on 
1711 Bei StSblein 656» „9{a^fabrer,%a<!^BmmIing''f0tDie 1716 betSnbttig 
6p. 1387 ,,9lad^fabv ober na^fabrer.'' Qifl. rtd^tig 9ta«farer. S>er 
gabter i|l gerobe^n i>on fahren (f. b.) abgeleitet, »Hbrenb «fabr in ber 8or« 
nnb bet VKa^fabr nrfprilttgli« boi a)>lafcn(inttm f^wa^er Siegung eineg an« 
fabren entfprolnen 9bieeti»g ifk, morttber »iter 9orfa(r. 

ber %a<!^f olger, —6, $L tt)ie ©itig. : auf einen Knbem ober Inbre 
f|o(geitber, befonber^ ber 3^ ^^^ ^^ ^^^ SorbUb. 

W(b. bet niolifolgm«, nAohyolger, mittelb. ber nAohrolggre, ntobrolger, 
im 16. Sabrb- an« n Verfolget, obb. (bei IMur) bet nUiTolgtri, )nfammengef. 
mit ber folget toon folgen (f* folgern). 
Me^ld^frage = Srage tx>omif. ndd^fragen = tDonaäf fragen, 
für ^« ffebenb b. b- o(ne obb^ngige» ^fne ü- ®* Stifter 6, 39], ober mit 2)at. 
^.9. «^eobolb fle geenbet, — $tagt* i« bem £e|te na«" (®8tbe XL, 366)] 
nnb fo f«on im 16. 9abr(. nAchfrAgenn in ben WeUth, I, 146. 9la«frage im 
15. So^rb* bie ngohfrUg {Weiiih. I, 317). 

bk 9td^geburt, SfSi. — en : bie nad^ ber ®eburt Don ber ilRutter ah 
ge^enbe i^fiutige ic. SOtaffe. 

Srfl neu(o«betttf« nnb im 17. 3a(r(. gelSnflg. 1470 dye andere gebnrt 
(Di^mibach gloaaar. 638"* n. noT. gloasar. 888'') bem lat. seonnd» gemSg. 

n^^gel^enb«, 8lbt). : nac^ ber 3eit "Slii^t ebeL 

Ibtt f«on bei «»«npbin« (t 1B61) abtoerbial gefegte (Bm. ®ing. bon na«- 
gebenb, bem Ißarttcib be9 Ißr&feng toon na«gel^en. 
na^gerabe (ber Ion «if a), «bt)., = na^ nnb nodf^, aöntäl^tii^. 

3ner9 i»er)et«net 1716 bei Snbmtg @p. 740i>. 9(ue bem g(ei«beb. nieberb. 
Bignde (brem. Qtb« ü, 683. 2)Sbnert 169*), b. i. ber iprSp. nft na« mit 
ben ftbto. getabe (f. gettfb 3), mona« s. Q. bei 6«nmmel Sbi^Bart 416 
na«grabe. 9cnef nieberbentf«e fi^ort aber in< 9tennieberfttnbif«e aufgenommen 
SU gerooden, noar gezmadea nnb fo »eiterbin iMrgebmngen mnnbattli« in 
flfticltanb (W€UMtd>tgh tudknndige bydxagen I, 64). Ob ^temo« mi8l»er- 
fUhiUt« 1776 „et (ber Wfatt i»on aRe(an«oIie] fam na« Stäben, mitb ober 



12 



* 



180 na%l^ ^ Wa^flkimNng 

le^er VUm Srget^ («. t »afloer MibeniiVtbariit «et 8 » beff« M|eii 
^nmde^t i, 2). 
ncid^gieiig (mit bel^nenban ie ftatt ndd^gibig), 

tton na^giffeeit, ff^t'»ib. nioh gftben. 

«dil^^anaen, ?r8f. id^ ^nge ndd^, bu ^änflft naöf, er l^Sngt ndd^, 
toir ^atiflen ndd^ tc, ^8t id^ er ^ieng nd*, eon{. i* er ndd^^ienge, 
^crrt, tidd^a^^angett : [obftract] eifrig nad^trac^tenb (im ®eifte nadd'^ 
Jagenb) p(^ ^iitfleben. Ur^rötiglici aber fielet in biefemSinne ndd^^ 
^ Sil gen, ?r8f. i(!^ ^änge ndd^, bu ^ängft ndd^ k., ?r5t. i(fy er 
l^&ngte ndd^, Sonj|. iäf er ndd^l^ängete, $art. ndd^gel^Sngt; bo(^ {htb, 
toa« ba^ ?Jrät unb baß $art. betrifft, gegentoärtig für ienen »egriff 
faft aüeitt bie fSfonnen bc« ftarfbiegenben nac^jl^angen gebraudf^t, 

Wth. tivbet {1$ nur n^h hengen (tmfer f^toad^biegenbe« na 4 H« gen), 
oel^eg I6eb. : nad^eilen, no^iagen, eifrig naäitta^itai, ivm^ftaUt, »ie »o4 na^* 
(Sngen a(g toetbmSnnifd^er SnSbrnd, (bem ^irf^e) ,,ottffn4<nb na^\püxtn, in- 
bem man bem Sett^unbe bad eeil (oder fangen Vi^i*' [bann tont Scittniibe : 
na^^angen« ^nffuc^enb eifrig nad^f^ren^ 2>enn nt^b. hengen » (Dem 
9tof[e bie Sttgel, bem Sagb^unbe ba« @eiO gongen machen b. ^ ^gen loffen 
(f. ^ang). 2)ae liarlbiegenbe na^^angen (at fl^ erfl f))5ta in ben begriff 
eingebrängt; ein nftoh hAhen, tote bie m^b. %evm Uutten mürbe, lägt fl4 ni^t 
na((meifen* 

ndci^l^er, Kbb. : na^ bem, nad^ biefer 3eit. aber mit feinem ®egen^ 
fa|e öerbuttben in ^»eber bor^er nDd& ndd^^ifr" (-J- — ), rü(ft 
ber f)au))ttcn jnr ^»erborl^bung auf ba« erfte SBort ber S^\ammtn* 
fefeung. — 3)at)on baß Sb). nd<!b^'erig. 

S)ae fCbto. na^^er f^tnt ttft im 17. 3a§r^. anftnfommen nnb bem »ietSIteren 
i»or^er (f. b.) nad)gebt(bet (Eine t)olIt8nenbere terattete, no^ in ber erflen^Slfte 
be« 18. 3a^rt.t>orfommenbegorm ißna^^ro, ttfierberen (^ro f.bie9[nm.3tt ^er. 

ber 3ta6fit>mmt, — n, ?L — n, [t5erattet=] 5Ra(3^fotger; bann ber in 
ber ^eit^oiit fj)5ter Sebenbe; ber ber äbftammung mä) f^jäter ?ebeilbe. 
3ufammenf. mit bem ?Iurat : bie Stdd^fommenfc^aft 

9U((Iomme ifl m(b. ber nftclikome, mittelnieberb. nftkome, mel^eg fttrba« 
glei^bebentenbe d^b. ber aphtarqufimo, bann afterchomo (Sfterfomme) rintrat 
Bufommengef. and bem Sbto. na4 (f- b.) nnb bem and bem ^rSfene Don fem« 
men (f. b.), a^b. qufiman, entf))ro6nen, aber nnr olg (e^teg SBort in Snfammen« 
fe^nngen torfommenben a^b. ber qnftmo, ohutaio, diwlmo, bann bnrd^ Übtt» 
miegen beg u nnb 9erf4melsttng beg ft in bagfelbe fonrie eintretenbe 8red^nng 
ieneg u ber chemo (bei Niaker)^ m^b. ber -komei n(b. ber -fomme, » ber 
itommenbe. 

ber SRdd^ÜJmmling, —eß, — ß, % — e, toa« SWacl^Iomme. . 

Qei Sttt^er 9^a4t3niling, m(b. n. mittelb. ber nitohkomelinc, nftchknjne- 
lino, nAohkttmelinCy 1290 mtttelmeberb. n^lfrnmTneling JHÖfert ürk. @. 49, 19), 
infommengef. an« bem 9(bb. nad^ (f. b.) nnb anf a(b. (aU (e^teg ®ort in 3n- 
fammenfe(}nngen) ber qafimalino, bann quAmilino, für ftä^ (tetoib ohümeUno, 
ohömeling, ohömelinch, «s fbtltfmmling , in Sufanmifnfetnngen f. D. o. btt 
ßommenbe, mel^eg mittel^ ber IMettnnggfUbe 'ing, a^b. -ine, bon einem bunl( 



Hs^HoS — 9la4rk|lcr 181 

te» flii9 %em 19. 9«^. BelgelroAte attiehomel {Diut, m, 170) = S^ttgang, 
CrfoIg, b. i a(b. nAhquftmAl (?), erttiefenen a^b. ber qaSmal (?) » j^mtft, 
fiMtnnaiM, abgeleitet ifl. 2)iefe« qnftmal aber tommt tnitte(|i ber a^b. Xb» 
lettnogftillbe -al, n^b. «el, t»on beut träfen« tooti tomtneti, abb. qutaum, (er, 
an9 toel^er an4 'tomtne in ißad^fomtne (f. b.)* 

bft 9td(!^Ug , ®en. iRdd^Iaffed, % 92dd^(&ffe. nd d^laf f eti, mit beffen 
^ßart ^rSt ndd^Iaff en ftatt ber heutigen ^otm ndd^gelaff eti (DgL 
(äffen) bie Stdc^Uffetifd^aft jufammengefeftt ift nd<i(&ffig 
= naii^Iaffenb b« 1^. o^ite re<!^te 2;^Sti9leit aM SOtangel an Slnfmert 
famtett nnb ©orgfalt (f. IS ff ig 2); bamit jufammengef. bie ^aäf^ 
taffigleit, ^L -cn. 

^% ri<^tig überall %, oo ff ^ebt ()»gt laffen), ttie beim au^ h 9- 1668 
@4otte(ind@. d52»iia$(56ig bat. (Srfi n(b.; SU^Iag ober »ttrbe im iD^^b. 
iiAclil% (onten, nnb na4 (äffen ifl ntittelb. nftchlAjen = toema^ISfflgen, ter« 
fSnmen. ^a« tibi. nai^Iäff ig, wie 92a4Ia6 ei^ nbb., würbe im SD^bb. nAoblnjeo 
lanten, anf ben Öegriff aber beutet im I6u Sa^rb^ bie ndchls^e =: 9{ad^tSf{lgIeit 

ndd^malig, übiectit. nd(]^maU, Sibi», : in f)>&terer 3^it, imSegen*' 
fo^e ton borntaU. 

9taä^mai% ift obüerbtolififer ©enitio mit ber boranfte^enben ftJbfi. naif, 
midist ibrer 9{atnr nad^ biefen Safn« ni<i^ regieren tonn, fonbem ben 2>att)», alfo 
bier in einer nnregelmSgigen Serbinbnng ftebt, bie fl4 anA in tormald jeigt 
(ttgL angetbem ebema(9). @(bon im 14. 3abrb. mittelb. nftchinftles (£ckhori 
379, 23), DAchmAlB (Myitiker I^ 50, 29). Sli^tiger aber ifl 1482 nächmUen 
(ffoc theuL 8t zl^ too in „nach malm oder damaoli'' nachmaln gelefen 
toerben mng) mit bem 2)at. ^f. mAlen, no^ im 18. Sabr^. na^maitn, nnb 
mit ^nmegbenlen ber 2)atit>enbnng bi(bete fld^ bie Ibleitnng na^maüg, meldte 
Snerfl 1727 ICIer e. 1484^ bergeid^net. 

ber 91 dd^ mittag, — c«, ^l. — e : bie 3eit loom SKittage bi« jum 
«Xbenbe« Dabonbad 9bi. ndd^mitt&gig. nd ^mittag^, ber ®en. 
@ing. t)on 92a(j^mittag aü Sbb., nici^t Stad^mittag« (bgl. mit<^ 
tage). 3nfantnienf.:ndc(mittttgti(^; bte92dd^mittag«fir(!^e k« 
9Sef n^b., ^nnS^fl 9^a4mittag, er^ im 17. 3a(rb. ). 8- bei @4l5n«(eber, 
Ittfanmengefd^oben aa9 naä^ mittag [tat .PomeiidiAniis, na (!^ mittag" (Kl* 
betne dictioxiftr. 8(. d4^)]. S)a8 flb). nad^mittSgli^ bei Camenius ^praöftU' 
%W (1639) 9hr. 574. 1716 be9 na^mittagd bei Snbtoig @)). 1292, toorani 
mfer Möge« na^mittag«. 

hie9laöfxiä)t, ^l — en : SKtttl^ellnng gum Darnad^rid^ten b, ^. mu 
t^ung einer beftimmten Jtunbe ; [bann Uber^au))t] SRitt^eilnng einer 
^geben^eit n. bgl. )ur fienntni^no^me. ^nfammenf. : ndd^rid^t» 
tid^, im Aanaleiftit. 

^aibri^t, erfl im 17. 9a(r(. nnb ba batb geläufig, mürbe mHtel^o^beutfe^ 
bie niohrDite gelautet (aben. Sgl. Slnricbte nnb rid(ten. 2)a« tibi. n. 9b)»' 
na4ri4tli(b# tnie naibri^tfam, 1691 bei @tie(er Bp. 1663. 

ber Sdd^rid^ter, — «, ^. »ie ©ing. : ©c^arfrid^tcr, genfer, 

gtet^fam ber na^ bem pim %o\>t terurtbeilenben 9ti4ter bae Urt^eU boS- 



182 a«4W«fien - nU» 

jie^nbe Stiftet. 940« im 16. 9«^(. ha nieliilobter, tn^k. ber niehaktor, 

avd^ s •ert4t«biener, @^erge. 
ndd^fd^Iagen, mit S)at. : in ®ef (!^(e<i^t«« b. 1^. SertDanMfd^ft«« 
eigent^ttmttd^Ieiten ^vtiäf toerbeit. 9SgL na garten. 

3m 16. 3a(r(. xiaohsohlagen mib urfprttnglt^er naohsclilAlieiiy Im 15. 3a(r(. 
nAoh-, n6cli8olilAlieii, m^b. im 14. 3a^r(. nAoh slaliaii, gemfifi bem m^b. aUb 
nftoh — (I«0(2er&ia2 H, 505, 92ff. 507, 167 u. 169), aJ^b. mx einmal itm 1000 
sUhen nAoh — (dotier Boethias ^. 122, 182), Don lD€l((em 9erbnm aUhen {^ier, 
tote bieHei^t in Anaslahen s anarten (^o^ier Kart Cap. @. 8, 4 n. @. 39, 50)] 
f. t). a. Qer»anbtf^aftOetgfnt^ümIi($(eit (aBen ober anue^meu; eigentti^ slahan 
(f. fiitagen u. @$Iag 1), ba6 a^b. bie slahta, m(b. slahte, » Srt, ®e- 
f^(e4t K. (f. (Sefc^le^t n. @4Ia((t 2) abgeleitet ifi. Qon biefem @ubft aber 
!ommt barni meiter mittet« u. nennieberb. slachten s arten [sUohten, oA- 
(Tlmniettif ®. 57, 607)], altnieberb. [altfSd^f.] Blahtdn (?), »eO^alb in 9lorbbentf4« 
Tanb nad^f((fa4ten flatt nnfered ober« unb ^o^beutf^ni na^f^tagen gefagt 
mirb, unb mie oben m^b. sllbi (slahen) nioh — borfommt, fo im SVHttelnieber« 
bentfd^en slachten na — {BemOe Vot 1860. 8649). 

ber ^fldd^fci^ttb, -c«, — «, % 'Sld6)\äßU : in (Steid^ew foCfl«n»«f 
@d^ub jn (STgSn}ung ober gi^rberung. 

1402 mittelb. ber nftohsohub » folgenbe na^gebra^te (ober bo^ na^jnbrin« 
genbe (SrgSn^nng }nr gBrbemng einer ^4e. 
ndd^fel^cn = hinter — l^er ober brein fe^en; [bitbtid^ :] ettsxa ße*» 
f d^el^en laffen, o^ne t9 ftreng }u beurt^et(en ober gar }tt rügen ; unter« 
fud^enb burd^fel^n. !£)er 3nf. aü @ubft ba^ 9tdd^fif^en. 

3ene« Serbum ifl m^b. nAoh sfthen s (inter Wnem (er fe^ 2)aS 9{a4' 
feben 1662 bei 8toer 846^ 

bte yia6)\iä)t, $L (unttblid^) — en, na<!^ aOen brei Oebentungen t>on 
nac^ feigen (f. b.) gebrandet, aBer ttblid^ nur nad( ber jtoeiten. ^a» 
gegen ndd^fid^tig » ol^ne ftrenge JBeurt^eitung ober ond^ Sifige 
gefd^e^en (affenb. 

1691 bat @tieler beibe QSrter no^ ni^t, ebcnfo 1715 Wemumm u. 1716 
Snbmig; bo^ bringt t9 f($on 1678 it ramer tentf^'ital. SBortb. 797 n. bann 
1709 CoitOli @. 1398^ na^ ber britten 8eb. toon nad^feben (f. b.), alfo dtet^- 
fam in bem einne bon „na4 ^x^tf, 1728 St\x\di 224% 1727 «Ur e. 14S6« 
nnb 1784 g^tetnbad^ n, 570 na^ ber smeiten, enblid^ 1711 9tüb(ein 660* 
nad^ ber )tteiten nnb ber britten 8eb. iene« 8erbnm9. (SO Weint übrigens f)>Ster 
geläufig gemorben, alO Vbfid^t (f. b.), nnb bao ^i. naii^fi^tig, baO 1741 
bei grifft nod( ni($t oerseid^net i^, tan((t er|l nad^ ber 3Ritte be« 18. 3abt^. anf. 
fCbeInng toerseiibnet e« 1777 nod( nift, fotibem er^ 1798. 
nttd^ft (ä lang, nngut tura), ®n?)ertatlb be« «bj. nai^ (f. b.). 
nSd^ft (& lang, ungut Turj), 3lbb. }ur Seaeid^nung ber gr'öften itt&i^e 
Mlxö) ober an6) ititüS). Se^tered }. 9. in näd^ftbem ober tDeit 
üblid^ier bemndd^ft (e unb e ^pd^ ju fprec^en). 

(b i^ entf Rieben bun^gebrnngen, mie in (8d^{l (f. (o(b), aber Sntber f^rteb 
nod^ ne^efl (f. ber ^^äfftt), »eld^eO, f)>2iter nS^e^ gefd^rieben, neben n&4f|, 
1716 bei Snbmig @)). 1817 nod^ ned^^, felbfi bio ind 18. 3a(tb. Dorfommt 



KWMk - «Mteii 183 

(f. boft tti» sa|); mtb. nsh^at, safa«tliie]i9«|. wmd, vtitilb. n^ ndhit, d^b. 
nihlati 0^ gsiiStett be« \Xmkuit9 (»egen ber abb. <Snbuii0 -dst) m^b.nAhest, 
IBfammengc). nÜist, nUt, abb. nfthdst 2)a< Sort i^ ber ©u^erlatiD be« 8b' 
«»erbonni nab (f- b.)- 
b€r Süaci^fte (a tang, ungut lurj), — n, ^L — n : üWitntenfd&. 

3in bibfif^en @b^a((flebTan(l( nnb nacb bemfelben. Qd Sutber gleid( beut bei 
ibm fibltfeu ber $8^efle no^ obne 4 (f- nS^fk ^ Snm.) ber 9tefie^e, abb. 
ber nfthistoy melier a^b. flu^bnxd aber anerfk, ate in fub^antit)tf<be Sebentnng 
fibergegangene f^koa^e ^^rm be« @uberlatito9 toon bent Mb), nab (f- b.), ben 
bfirgerfi^en 9{a4bam {Tatian 1Z2, 5 b. l Joh. 9, 8) ouSbrüift nOb neiter bnr^ 
bic 8ibelf^ra4e, olfo bnrcb ba« (E^ritentbnui ben Begriff 9nitmenf4 empfieng. 
. §ttr btefen bitten bie Ootben bon ndhya nabe ober i»ielmebr einen Sbi. ndhvs, 
mfem no^, ben lbt«bmd ber nfthTondja, bei v^tX^tm -xm^ Xbleitnng \% 
1716 bei 8nb»ig 6)). 1817 no4 bie e^reibnng ber 9te49e. 
bie 9}a(^fte (S lang, itngut fut}), — n, $(. — n, bie U)eibCi(i^e gönn ju 
ker ?Rä<i^fte (f. b.). 

9b biefem einne bei Sntber tM. 1, 19, »el^er bie SUbcfle {(i^ibt 
na^ften« (ä (ang, tmgut tur}) b in ber näd^ftlomtnenben ober bo(J^ 
fe^r na^er 3eit. 1716 bei gubttig @t>. 1317 no(^ ned^ftend. 

fbt« bcm f^tto^en 0en. iwn nli^V/ ben ®«^rl. be« Kbi. nab, mit onge« 
bSngtcm « gebilbet, mie britten« (f. b.), meiflen« tc 
bie 9tä(!^ftin (d lang, ungut turj), $(. 92a(!^ftinnen : 92a(!^baTin, 

lontntt bei Sntber, ber 92ebeflin f^reibt, 2 SRof. il, 2 i»or, »o bie SM» 
gota Tioin« bat. SRittelit »in (f. b.) »on bev 92«(bfie (f. b.). 
bie "Slaitt, $1. 92ad&te : bie ^unfetl^eit nad^ @onnenuntergang, bie 3eit 
nad^ Sonnenuntergang bid gegen ©cnnenaufgang; tiefe DnnTet^eit. 
^Der regelmibrige, n)ei( Siegung^enbung bed ftarten ntännlid^en ®ub^ 
ßantiü« an fic^ tragenbe ®en. ®tng. be^ 92d(j^t^ ober aud^ blo^ 
nad^t«, e^ebem auc^ eine« SSlii^H, fte^t aldSbberb (f. nad^t«), 
»ie in ber 9lad^t, bei "^OL^^i, in einer 9tad^t. Hbteitungen 
nnb 3ttf<^iK^^nf^tt>iS^it bon Stad^t f. in ben folgenben fllrtileln. 

8gt att4 ^cittt. Wlf>' bie naht (ipt nehte n. jumeilen nahte, naht), atib. bie 
naht (91- luüit, mit ber (Snbnng bie nahti), mtttelb. bie nacht, got(. bie nahts, 
oltfSdH- bie naht, angelfS^f- ^e neafat, neht, niht, nyht, altfrief. bie nacht, 
aßnorb. bie nOtt (^att nfttt mit tt ou« ht nnb sng(et4 Verlängerung be9 fnrjen 
Socofe«), ^mmt ber {antiserf (biebnng gemttg mit ben glei^bebeutenben lat bie noz 
(IBen. Moetb), gr. bie nyz {yb^, Ölen. vvxx6<^, fanffr. (nnr in Bufauimen« 
fcttmgen) nakta, altflam. bie noscfati, mff. bie notsoV, littb. bie naktis. $en 
alten 2>etttf4tn in ibrer $eiben)eit »aren \At 9^ad^t nnb ber Sag l^eilige g0tt« 
Va^, b. b- ben ü^bttem nab tenoaubte Sefen, nnb bie (Ebba ISfit ben Zag toon 
ber %a4t geboren »erben. 

nad^telang, Xbi* u. Hbb. : 9tad^te ^inbnrd^f banemb. 

2)ae angelfSd^f* Ibji. nihtlang = bie 9}a4t l^inbnri^ banemb; bae altnorb. 
f[bb. ndttlang » bie 9{a4t ^inbnn!^. 9n biefer Snfammenfebnng mit bem ®ing., 
in ni^telong mit bem 9toa( bei ^nbfl. 

flauten, atter S)at. $(. Don 9tad^t, f. S)ei^nad^ten. 



182 n^W^tn - nU» 

ite^nbe Stifter. Ci^m im 16. SNH^i- htt nielizlobter, ut^k. ber nltelnilAn, 

nad^fil^tasen, mit S)at. : in @ef (!^(e<i^td« b. 1^. SeriDanbtfd^ft«^ 
etgetttpmli^feiten S^tttii!^ lüerben. 9SgU na^arten. 

3m 16. Sa^v^- nAohgcUagen mib utfprttngltd^er naohsohlalieii, im 15. 3a(r(. 
nftch-, ndohsohlahen, m^. im 14. 3a^r(. nAoli slahan, gemSfi bem m^b. bUb 
nAoh — (lAederSatü U, 606, 92ff. 607, 167 u. 169), a^b. nnr einmal nm 1000 
Blähen nftoh ~ (^b^ier Boethios ®. 122, 132), )»oil ID€f((em Qerbttm aUhen {(iei, 
toxt ^itUd^t in aoMlahen = onaiten {NatUr Mart. Gap. @. 6, 4 o. @. 39^ 60)] 
f. t). 0. Qer»anbtf(!^aft«eigent(üm(t($teit \^a^tn ober annehmen, eigenttt^ slalum 
(f. f^tagen u. @4Iag 1), ha9 a^b. bie slahta, m^b. slahte, = Irt, <9e- 
f^(e4t K. (f. (Sefd^le^t n. ^^(ail^t 2) abgeleitet ifl. fßcn biefem €nb|t aber 
fommt bann »eiter mittet« u. nennieberb. slaoliten s arten [gkohten, nAr 
(2lmmettw ®. 67, 607)], altnieberb. [altfSd^f.] Blabtdn (?), »e6(alb in 9{orbbentf4' 
(anb nac^f4Ia4ten flatt nnfere6 ober' unb ^od^bentf^en na^f^tagett gefagt 
»irb, unb mte oben m^b. nlka (Blalieii) nAch ^ borfommt, fo im SDHttelnieber' 
bentfd^en slaohten na ^ {BeinAe Vo$ 1360. 8649). 

htt ?Rd(i^f<i^ttb, -c«, — «, ^. gidd^fd^flbe : in ®teid^m foCflenber 
©d^uB ju (EtgSn}ung ober S'i^rberung. 

1402 mittetb. ber nftolucbab = folgenbe na^^gebra^te (ober bo^ na^jnbtin« 
genbe (SrgSnsnng }nr gSrbernng einer ^4e. 
nad^fHcn = hinter — ^er ober brein fe^en; [Mlbtid^ :] ettöa« ge* 
fd^el^en laffen, o^ne ed ftreng }u beuvt^et(en ober gar ju ragen ; unter« 
fud^enb burd^fel^n. ÜDer 3nf. aü ®ubft. bad 92 ad^ feigen. 

3ene4 Serbum i^ m^b. nAob Bfthen » hinter Wnem ^er fel^. 2)af 9t ad^ 
fe^en 1662 bei 8toer ft46^ 

bie yi&ä)\iä)t, $L (unttbUci^) — en, nac^ aKen bret Sebeutungen bon 
nac^fe^en (f. b«) geBrand^t^ aber ttMid^ nur nad^ ber jtoeiten. !£>a« 
gegen ndd^fid^tig = o^ne ftrenge JBeurt^eilung ober oud^ Stfige 
gefd^el^en laffenb. 

1691 (at @tie(er bcibe QVrter no(( ni^t, ebenfo 1716 Weimumm u. 1716 
Snb»)ig; bod( bringt e6 f($on 1678 Jlramet tentf^-ital. SSortb. 797 n. bann 
1709 CkuteUi @. 1393^ nad^ ber britUn 8eb. bon nac^fe^en (f. b.), alfo glei^« 
fam in bem @inne toon „nti^ ^xM", 1723 ftirfd^ 224% 1727 VUr @. i486* 
nnb 1734 @teinbad^ n, 670 na^ ber smeiten, enbti(^ 1711 9tiiblein 660* 
na^ ber ^meiten unb ber britten Qeb. iene« 9erbnm«. (S< fd^eint übrigens f)>Ster 
getSttflg getoorben, aia fCbfid^t (f. b.), nnb ba« ^i. nad^fid^tig, ba« 1741 
bei grifd^ no$ ni($t bersei^net ifl, tauft er|l nad^ ber !DKtte beS 18. 3a(r^. auf. 
9[be(ttng ber)d4net e6 1777 nod^ nift, fonbem erfl 1798. 
nSd^ft (ä lang, nngut turj), ®n?)ertatlb be« «bj, na^ (f. b.). 
nSd^ft (ä lang, ungut lurj), Slbb. }ur Sejeid^nung ber grbften 9tä^e 
brtlid^ ober aud^ jeittid^. gefetereö g. ®. in näd^ftbem ober toeit 
übfld^er b'euincid^ft (e unb e ^od^ ju [brechen). 

4 i^ entfd^ieben burd^gebrungen, mie tu ^d^fl (f. ^od(), aber Sut^er fd^rleb 
nod^ ne^eff (f. ber 92Sd^^e), »eld^ea, \p^Ux n^tft gefd^rieben, neben nS^fl, 
1716 bei 2nbtt)ig @)). 1317 nod^ ned^^, felbfi bi9 ind 18. 3aH« ))or!omint 



WMMk - «Mteii 183 

({. ba« 1^ na|); mtb. n»h«8t, |afaiiiiiie]ige|. nrnd, vtttilb. n^ n^hit, alj^bi 
niliuti ü^nc S^iiS^tt be« Umlantt« (»egen ber abb. tnbung -dst) mtb. nAhest, 
^nfammcnge). nÜist, nUt, abb. nfthdst. 2)a« Sort i^ ber @u^exIattD be« Sb« 
i»eTbiJtine nab (f- b.). 
ber SRa^fte (a lang, ungut lurj), -n, ?r. — n : SWttntcnfd^. 

Sm bMf^en ^b^a^gc^^An^ nnb nai bemferben. Qei Sutber gleid^ betn bei 

ibm fiblt^en ber ^übefle no^ obne 4 (f- nS^fl 2 Sntn.) ber ^ti^tfit, abb. 

ber nihistoy »el^er abb. SuSbnxd aber )nerß, at9 in fub^antit)tf<be Oebentong 

fibergegangene f^koa^e %oxm bei ®nber(atibg i»on bent IbJ. nab (f* b.)/ ben 

bfirgerft<ben 9^a4bam (Taüan 1Z2, 5 b. i. Joh, 9, 8) augbriiift nnb meiter bnr^ 

bie Sibelf^ra^e, olfo bunb bag iS^riflentbnni ben Begriff iDKtnienfib empfieng. 

. %fte Hefen bitten bie ü^otben bon ndhva nabe ober i»ielmebr einen Xbi. nfthrs, 

nnfem naff, ben Sufbmd ber nfthTondja, bei welligem -nndij» Ableitung ifi. 

1716 bei 2nb»ig 6b. 1317 no4 bie ^(breibnng ber 9te49e. 

M< Wac^ftc (8 lang, itngut fura), — n, ?t. — n, bie »eibtiiä^e gorm ju 

to 9ia<i^pe (f. b.). 

9» btefem einne bei Sntber tM. 1, 19, meiner bie 9Ube1le fd^retbt 
na^fien^ (a lm%, ungut tur}) b in ber nSci^ßlommeuben ober bo(j^ 
fe^r na^ 3eit 1716 bei 8ubu>ig ®p. 1317 no(^ ned^ftend. 

lug bcKi f^ttNi^en 9en. iwn nli(b1l# ben ®0^l. bee fCbi. nab, uiit onge« 
bSngUn 9 gebilbet, »ie brittene (f. b.), meinen« tc. 
bie 9la(^ftin (a lang, ungut turj), $(. 92a(i^ftinnen : 9}a(!^bartn, 

tomutt bei Sntber, ber «ebeflin fi^reibt, 2 SRof. 11, 2 tox, mo bie !BnI« 
gota Tidjoa bat SDiKttel^ -in (f. b.) »on htt 9^«(b9e (f. b.). 
Ht^adft, VI yiiäftt : bie ^unMl^eit mäf ©onnenuntergang, bie^eit 
na(^ Sonnenuntergang U9 gegen ©onnenaufgang ; tiefe £)unTe(^eit. 
Der regetoibrige, U)eU Siegungienbung bed ftarten mSnnti(!^en ®ub^ 
ftantiD« an fi^ tragenbe ®en. ®tng. be^ 9{d(j^t9 ober au^ b(o$ 
nad^t^, e^em aud^ eine9 ^laifU, fte^t atd Sbberb (f. nad^ti), 
toie in ber 9la(!^t, bei yiaö^t, in einer ^ladfi. Ableitungen 
nnb 3ttf<unmenfetungen oon Stad^t f. in ben folgenben flirtileln. 

9gt an^ ^eint. ai^b. bie naht (!pt nehte n. sumeilen nahte, naht), a^b. bie 
naht (91. naht, mit ber (Snbnng bie nahti), mtttefb. bie nacht, got^. bie nahts, 
oltfS^f* bie naht, angelfSd^f. bie neafat, neht, niht, nyht, altfrief. bie nacht, 
altnorb. bie nOtt (flatt nfttt mit tt au9 ht rnib }nglei4 SerlSngemng be9 !nr)en 
8ocde9), ^mmt ber {ant^erf (biebnng gemttg mit ben glei^bebentenben (at bie noz 
(den. Moetis), gr. bie nyz (vöS, 9en. vvxvSg), fanffr. (nnr in Bufauimen« 
febnngen) nakta, altflam. bte noochti, mff. bie notsoh*, littl^. bie naktis. $en 
olten 2>eittf4en in ibrer ^eiben^eit moren bie 9ta4t nnb ber 2:ag l^eiltge g0tt« 
G<|e, b. |. ben Wttem nab tenoaubte Sefen, nnb bie (Ebba I8tt ben Xag ban 
bet 9^a4t gebereu merben. 
itSd^tetans, Vbi u. Slbb. : MifU i^inbnrd^f bauemb. 

S>a9 ongelfS^f. Ib}. nihtlang » bie 9^a(!(t l^inbnr^ banemb; bae attnorb. 
Ibb. ndtUang « bie 92a(bt ^inbnnb* 9n biefer Sufammenfe^nng mit bem ^ing., 
in nl^telong mit bem Vfnral bei 9nbf. 
^ladtften, alter S)at. $(. t>on "Staäft, l ffiei^naii^ten. 



184 naä^ - SfUäm^ 

naäfttn »» ^aäft tDetfcett; U){e ^tad^t b. l^. hnvSü toerben. 

SD{^b. nahten, a^b. nahtdn (Bei ^otik^r Boethins G. 11, 13 i; nafatlt cf nagtet 
SS wirb 9ta4t), i»on a(b. naht Tta^t. 

bad ?Rdd&tgef(3^irr, —e«, ?t. — e : Oefii^irr aum «Btaffm be« 

J)orn« 2C. für bie 91a ^t 

8ereit« 1678 Bei Aramer teutf^-ttal. SJortB. 798*. 2)ageden9{a4tto|>f erfl 

1734 Bei ®tetnBa4 n, 828. 
ber "Slaä^tf^tiU — e«, ^. — e : STOinberung in «cjiel^ttna einer »oB* 

lommenl^eit, a(« äKinbernng erf d^einenbed Übel. S)abon n a ^ 1 1^ e i ( i g. 
^fl. tid^tig iRa^teil, na<]^tei(i0. 1687 Bei Datffp&diui 887«, foioie Bei 

/S^^iM diotionftr. (1689) 9(. ql^ tt. synon. (1662) 128« bcr Kad^teVt/ 

bo4 iS^rrdntM diotionAr. «(. i6* naohteil, mittelb. im 16. Sa^r^. (feiten) ber, 

ba< nAchteil. fBo( iirf))rttn8li4 f- t. a. gurttcffetenber 3:^ei(? I^gl Sortieil. 

2>a« Ibi. na^t^etlig, Bei Doiypddiut a. a. O. na^t^e^Hg, i^ f)>5t«iiiittelb. 

nachteilig. 

bie 9id<!^tptte = ptte jur ieett>a<!^mtg eine« ©arten«, Se(be«. 

9ei Satter 9ef. l, 8, »o S)ietenBer0er »a^t^fitte UBerfett 
nad^tig, ba« bon Stacht abgeleitete Slbfectib. 

8ei ® 9t(e (I, 196. xm, 269. SU, 42. 192), m^b. (mir aU txftt% ober letzte« 
Qort in Bufammenfetnngcn) nehteo, im 12. Sa^ri nahtig (DiuL m, 170), 
got^. nahteigs (?). 

bie iRdd^ t ig aU, $(. — en, ein betannter @ingbogeI^ loscfnia. 

3n biefem SBorte (at ftd^, wie in SrSutigam (f. Qrant 1), ba8 alte t>o1Ie 
nngef^to&i^te, bie iQiegungdenbungen toon iRa^t nrfprttngliii bnr^bringenbe i ber 
Bnfammenfetnng erbalten; bo4 )•%• 1689 Bei ßerräntu diotionftr. 81. n6* Nach- 
tigall nnb 1662 in feinen synon. 128* 92a4tegatl, 1687 Bei Daiyp6diu$ gor 
9{a4tga((, ei 128^ nacBtgal, nod^ Bei Sonicernd (f 1686) im JhrSnterb. 
9(. 846* 9^a(l(tgaH. 1482 bie nachtigal (voe, theut. 91 xl*), m(b. bie nahte- 
gale, nahtegal, nahtigale, nahtigal, 1469 mitte(r(einifd^ ober au^ Bereit« naohi- 
galle (voe. ex gw>), a(b. bie nahtagala, eig. nahtakala (?), nahtagalA, nahti- 
galA, mit «erf^koä^tem 8oca( in ber 3nfammenfetnng na^ 9ta^i nahteoala, 
nahtegala, nahtegalA, im 12. 3a(r^. an^ f4on einmal nahtegal {OraffW^ 178), 
gotb- bie nahtagald (?), altfS(!^f. bie nathigala, angeI{S<i^f. nur fd^toa^ bie nihte- 
gale, )ttfammengef. 1) and 92a(Bt nnb 2) an« bem nur in biefer 3ufAinmenfetung 
bortommenben @uBft. a^b. bie kala (?), gala, gaU, « GSngerin, altfSd^f. bie 
gala (?), angelfSitf. gale (?), bon a^b. galan (?), dg. kalan (?), altfü^f. galaz^ 
angelfS^f- g^lan ($r2it id^ er gOl, toir fle gdlon, $art. galen)» attnorb. gaU 
(tßrSt id^ er göl, toir gdlnm, $art galinn), = fingen, tto^er and^ ml^b. ber gal 
» ®efang. Sgl. iSl^er. ^iemad^ i^ »ac^tigaU nrf))riingß4 nnb f^Sn Be« 
fteid^nenb f. b. a. 92a43^tfSngerin, @Sngenn in ber 92a4t. 

na(!^tli4, Wi\,, tt)obon ba« g(ei(^Iatttenbe 9(bb. 

3ene« i^ 1482 naohtUch {voe. ihwL «L xl^), im Wit* nehtlioh (J^ a^b. 
nahtlih, nahtlloh. 2)ae übt», »ürbe im S^b. nahtlShho, im SR^b. nahtUche 
lauten, tt>el(l(e fliS^ aber nid^t naiS^tteifen (äffen. 

ba« SSli6iil\6it, -e«, ^I, —er. ba« iRd^tmal^t, — e«, ^L — e : 
aßa^I am Sibenb ober bei 9{a(J^t; im befonberen bod @acrament be« 
attared (f. «benbma^t unter Slbenb), 



9te#kiirilte - 9Mtlf4«ttcii 185 

«Mg« ferner aiiifc|iiiig «to ber 9ta4t^ »ie Me Ctnfetsiiflittotte l 9n. XI, 
S3 bcgtinen; biefe fir^tt^e )6eb. erfl n^b., fon^ i^ Sla^tma^I m^b. bo< naht- 
mAI, mittelb. ba« oAchtmAl, = SBenbeffen, 0Benbinatr|eit {Oeäammtabenteuer m, 
223, 911. NOmb, Foli(ieiardn.79). ^aä^iti^it i^ Ut^b. nahtlieht (WeUth. Y, 
179, 2), o^b. bae nahtUolit. 

btc 9ld*ttnüfec, ?r. -n, = ©d^tafmfifte, ®ä)t>n 1691 bei ©tietcr. 

bie 9ldd^trab (ju jertegcn 9Jdd^*trab), — c«, ^I. — e : ber ben$)eer* 
jug im Kriege fd^Uegenbe f)eere9t^ei(. 

2)er ®egenfat i^ ber Sortiab (f. b.). Oeibe, jufammengef. mit ber 2:rab 
(f. b.)/ ftü( im 9e(b. anfgelommen unb itoar f^on im 16. 3a(r(., benn in btefem 
ber niU^htraber = einer bom 92a4trab, bann im $1. die nftchtraber » ber Ka^« 
trab. ^. an4 8ortraber. 

ber ^aiftxaie, —n, ?t. — n, unb (l^oc^b. feltcner) ber 9ld(^tram, 
--C«, Sßt — e : bie gemeine dnlt, strix ülula; ber 9la(i^trei^er, irdea 
njctfcorax; bie [afd^graue] ^a6^t\6)roatbt, caprimtUguB. 

1678 an4 f. b. a. 92a4tf4wSrmer anf ben (Waffen. 3tt ber erflen Qeb. m^b. 
ber nahtraba, aiufe -rmppe (Ifeiffers Qerm, YIII, 47), fd^on im 12. 3a^r^. ber 
nahtnbe, mit StBfaQ beS n 9XA a^b. ber nahthraban, nahtraban, n^l^e^ 
bnr4 fbxfffofiung unb Bnfammeniie^nng (»gl. m and b'n, bn unter 9R) )n 
nahtbiam, nahtram, m^b. ber nabtram, n^b. ber 9{ad^tram, mürbe, angetfS^f. 
ber iiihthrft£[i, -brefen, f^ter nibthremn, altnorb. ber nftttbrafn. Bufanimengef. 
an« "Sla^ii unb 9iaBe (f. b.). @. caxü^ bie ILxm. )n 9ea((tf4atten. 

na 6^ H, mit Srtitet ik^SSliiiH, «bb. : bei 92ad^t. SSerattet ober bod^ 
nngebraud^Iic^ ift \t%t eine« 3lii6^i^ » in einer ^72ad^t 

8R^b. n. afb. nabtos, m^b. n. im 11. 3air^. ou(( d60 nahtes, bann m^b. n. 
0^. mn 1000 in bem Sinne „in einer ^a^i" eines nabtes {Noiker Mart. Cap. 
@. 118, 189), mittelniebert. des naobts, alle« abeerbia(if(( fle^enbe ®enitibe be« 
6iBgtt(ar<, bie infofem nngemSbnli^ Itnb, a(d nnr in }mei €$teaen ein mSnnli^e« 
Snbfl. d6r naht »orfommt, nSmIi<!^ 1187 in ber me^r nieberr^eimf^en ttberarbei« 
tnng )»on Lamprechts Alex. 4624 unb bem im 14. Sa^r^. gebi^teten WiUehalm 
von Österreich fßl 40 ber Stegni^er $f. (f. Leeoer mbd. Handwtbcb II 22), 
aber {li!b f onji überall ba6 meib(i((e diu naht finbet , i»on meliiem ber ®en. Sing. 
altbo4bentf4 naht n. nahtt, ange(f5((f. nibte, lantet. SDie regetmibrige 9^^^ 
nAhtes f<!^etnt fi^ mebr.bem abberbialif^en (9en. Sing. tagesCtage) tton ber tao 
2a g (f. b.) gteidmSgig gebilbet }n (aben, )umal ba im 8. 3a(r^. tages indi 
nahtes «s „bei Sag rnib bei 9{a4t^ (Eero @. 46 eap. 4) t)erbunben fle^t, ebenfo 
aiigeIfS(!(f. dftges and nibtes. 

ber yia6ft\6)atUn, — «, % xok ©ing. : eine befannte ?ffanje, 
solÄnum, jncrft bie art mit fd^toarjen ©eeren. 

Ctg. ber 92d4tf4atte ({. @d^atte), m(b. ber nfthtschate, a(b. (11. 3a(rb.) 
ber nihiscato, meli^er a(b. Stn^mc! aber }uer|l ben näd^ttt^en ^äiatUn, ben 
€k^en ber ^a^i (®tb4 )n ^offmann« WilUram @. 40) bebeutet. Ob bie 
9fUnt)e megen ber ^äfto^tit iffttt 8ceren benannt ifl? ober liegt eine mi^t^if^e 
Sotfkellnng gn Omnbe, mie e« ). Q. bei angelffitf. dttgee eäge (engt, daisy) 
Xagefange « S^Uiffelbfome {pfimula viris) fd^eint? %iä^ mehrere bei 
Kad^t ttiegenbe 88ge(, nSmlid^ ber 9tad^trabe (f. b.) nnb bie S^a^tf^malbe, (etfien 
9ia4t{d(atten. 



186 9MWlMne- «Mni 

tl^au (f. SC^au) = bei gia^t faOcnber SE^au. ber ^Rdd^ttopf, f. 
' 3ld(!^t9cfd^irr. bcr 9ld(^ttroJ)fen (f. 5Cro?>fe) = bei ?»a*t 
faßcnbcr 5E§autro<)fen. bic 5? d d^ 1 1> i o I e = bie nur bei 5Jad^t buftenbc, 
toolrieii^enbe JBIÜte ber h^speris matronftlis tük biefe ^flanje fetbft 
(ößt SS 1 1 e). bie 91 d (]^ t » a d^ e «= ba« Sachen bei ?Rad^t ; ein ST^t 
ber greid^mägig abget^cilten iRat^t; ba« beftettte bffcntlid^e 8ufac^^ten 
}ttr ©id^er^eit bed Orted mSl^renb ber 9?ad^t; bie jum bffent(i(!^en 
Slufac^ten toä^renb ber 3)auer ber 3la^t JBeftedten, frii^er^n^b. unb 
int gemeinen Seben 3. S. ber SBetteran k. bie ^idd^ttoac^t ()>gt. bie 
SB a d& t). ber 9f{ d d^ t tD » (6 1 e r == m6)t^ bffentli^e SBo^e ^attenber, 
befonber^ ber jug(eid(^ bie ®tunben anfingt ober aufruft, aud^ babei 
anblSft. ndd^tmanbeln »c mdfU im @(^(afe tt)anbe(n, o^ne ftd^ 
beffen bett)uft }U fein; ber 9{dd^ttDanbe(er, 92d(!^tti>anb(er, ido« 
Don bie iRdd^tmanbeterin, Stdd^ttoanbterin (f« Xnm.). bie 
9ldd&ttoeibe » SQSiefe }ur SSeibe be« 9tinbt>{e^ toSl^renb ber^^ad^t 
bie gfldd^tgeit 

2)eT 92a4tfltt(( bereit« 1691 bei @tieter@|).2ll7, too ^iß. rt^ttg ^taä^U 
ftul 92ad^ttHu erfl 1768 bei Moerbeek 229«. 2)er 9la4tttot>fett, eig. 
9{a4ttro^fe, f)>St«a(b. ber nahttroffb, nahttropfo bei WiUiraim ieiftt 6, 2, too 
fintier mit bem ®en. bei 9{a4t nnb eingetretenem 8erbtnbnng9'4 »ol im <9e« 
ban!enanba9 9[bto. na((t«^na(l(t<tro))ffe''bat; 9^o(btt)io(e l768beiiCber60dl 
a. 0. D. im ^lurd. S^a^ttoa^eifl mbb. bie nahtwaehe in ber obigen britten 
8ebv a^b. bie nihtwahha, bann au4 n^twahbA» nAhtwahoha, » befHmmte 92a4t« 
)eit )um (Scbet in JUSflem, 9ia(ttarbeit, angelfS((f. bie neaht-, nihtwaou; Stadbt« 
waii mittelb. bie nächtwaohte, geHirgt naohtwaoht, « ){ffentli(j^ Xufa^tnng 
)nr €^i((erbeit mfi^renb ber 9{a($t al« 3>ien|t abb. bie nAhtwata in berfelben 9eb. 
(Tatian 6, 1); 92a(!^tw84ter a^b. bcr nähtwahtari (gl jun. 255). ^tA fRtt* 
bum na^ttoanbeln |lubet {14 erji bei f^d^itter ^Racbet^ 6, 1, frttber ber 
9{a4tn)anbeler, IKa^ttoanbler [biefed bereit« 1716 bei 8 üb to ig <S)). 1801]; 
bdtoon bann \pUi SRatl^ttDanbelerin, 9la4tmanb(erin, wofür, Don bem 
wolft^Ster, al9 92a4ttt>anbeler, im 18. 3abrb' cntflanbenen ber S^aci^tioan- 
berer 3s 92ad^tii)anbler abgeleitet, 1778 bei Berber in ben 8(ttttern Don bentf^er 
Srt nnb ftvmft @. 100 bie 9{a((tiDanberin, bnr4 Kn6fiogung be« )toeUen -er 
(Dgl. Bauberin unter bem SSorte Banber flnm.) au« ^ta^ttoanbererin 
[1782 bei Berber ebr. $oe{le I, 105 Don bem @^tembUb ber fQHxxu mit i^ren 
9nngen] Dorlommt 9la 4 treibe ift im 15. 3abrb. bie nahtwaid » IBeiben 
(f. toeiben l in tranfitiDcr 9eb.) be« Siebe« wSbrenb ber 9la4t (WeUth. VI, 
250, 6), an(b Derbliebener 9{ame einer folgen IBiefe, bie ebemat« 8iebtt>eibe )nc 
9?a^taeit mar; 92a($t)eit mbb. bie nahtztt.. 
ndd^iotteln =: täffig ^interbrein ge^en. @. jotteln 1. 
ber Slddten, — «, ?t. mic ©ing. : ^oMt^eil unter bem $intertoj)fc. 

(Kig. ber Sftadt, —n, $(. —n, koie bei Sutber (2 itiln. 17, 14), mbb. n. }u- 
mal mittelb.* ber naeke, altfrief. ber hneoka, ongelfSdbf' ber hn&coa, oltnorb. ber 
knacki. itein f^tDafbbtegenbe« abb. ber.hnaooho, aber ein ftarlbicgenbeft bcr 
hnacch, hnacb, naoob, nach, mbb. (ttbli^er al« nacke) unb feltenec mittett). 



tmfeib — 9lß%ü IBT 

Ux nao (9cn. imoket), twa t»cI4« fMm gotm iene (4^«^ t€r)ii(eiteii ifl. 
2)iait(er ^crtnxft; ni^t Don affi. knüuui, knigan, b ^äf bengen (f. neigen). 
nd(fenb, fiMid^et unb ebler na dt, ungetürjt (toie bei Sut^er tc.) 
natfet : mibeltetbet, utiber^üUt (befonberd an bec Oberfläd^)« 3^' 
fotnmenf. : bie yiadtf)tit 

154S ^tnb (ieff nadet banon, natfenb an Setb tonb 6eel'' (9(beiu< 8ac« 
fttfcr 9ix. 110). 2)a« Kb}. nad enb, mit b unter nieberb. (Sinßufle [fd^on 1506 
im «OMii. gemmagemmdr. Ol. r3^] flatt nadent, i^ m^h. naokent, nachent, 
s unbf Reibet, an^ f* d. a. nnBemaffnet , mit eingefdboBenem, alfo nnorganifil^em 
n Dor t, benn eigentlid^ mtb. naoket, mit SnSfloßung bee e naot, fe^r fvü^e 
naehoty a(b. nahhnt» naohot, naooot, nakot, got^. naqa^ cmgeffS^. naood, 
altfctcf. nakad, naked, naken, attnorb. nakkridr, nökkTidr ober nöktr, tg(Snb. 
naktr. 2)ag Q^ort flimmt in feiner fBnr)e( (got^. naq, ongelfS^f. nao, a^b. nah) 
ber SoutDerf^iebung gemäß mit nag in fanir. nagna s nadt, aU\lato. nag", ruff. 
nagii, (itt(. nogas, =s nadt, bloß. 

bie 3? db et, ^I. — n : Iletne« fpifte« ©erfjcug jum ^\x\ammtn* nnb 
Snl^eften; fd^male« mnbe9 fte^enbed SRiatt, }. S. an bem SBad^oIber, 
ber STanne tc; jenem fpit^en SBertjeug $C^nItdbed. S)abon ber 9idbe^ 
ler, itläxit 9?dbler, = 5WabeImac^er. 3"fÄWW^^f* ' ^^^ 3ldbel* 
bfid^fe; bad 9idbeIgifCb = bad einem f$ranen}inmter für fltnfertignng 
mtb ainfd^affung Don 92 ab et arbeit, att Aleibnng, ^nH tc, andgefe^te 
iSi^rli^e @e(b; ba9 9ldbe(]^o(}, too 9{abet in feiner Sten 8eb.; 
ba« gfldbetSl^r (f. Ö^r); ber S«dbettei(J(er = ein bie 9labetn 
ber i^ci^ten 3nfammenf))innenber 92ad(^tf(j^metter(ing, phalsena tortriz 
pice&na. 

92 ab et, mbb. bie nAdele, nAdel, a^b. bie nAdala (?), \}fittt (mit Über- 
fd^Iogen beg a bon al in i) nAdila, nAdela, gefUrjt nAdla n. nAdal, gotb* bie ndfila, 
oltfS^f. bie DAdla, angelflk^f. bie BSBdl, altfrief. bie nddle, altnorb. mittelfi fing« 
fotnag bte nAl, meberb.«abb. bnr^ S^erfe^nng nAldA (TaUan 106, 4), mittelb. bie 
nilde, f^ter mit Serbnnfelnng beg A gn d ndlde [loorong b^nte ttetteranif^ mit 
BUftornUa beg d bie Ndle], alle in ber erflen Oebentnng. 3>te t>on biefer m^ 
ber &^li4!eit übergetragene 3te, ^erft 1741 »on %xi\^ n, 6t> angefflbrte 8e- 
bentnng beg Olotteg an fli$a4oIber, ^nne k. f^eint ttrf))ritngli(!^ eine wiffen' 
f4aft(i((e ya fein. 8on n&ben, abb. nftjaii, gotb* n^Uan (?), mittetft ber gotb. 
iaieitxngg|Uben -a^ nnb -al, abb. -ad nnb -al, W9na^ jeneg gotb* nd^la 3nfam« 
men|iebnng unb l^erbi^tnng oug einem urf)>rlinglt4en gotb. nü-a^-al-a, iiig-a>4l-a 
»«re? 8gl. ftai^t 

ndf}en =s nidenb fc^tSfrig fein, (nidenb) teife fd^tafen. 

e^toSbif^; baberif^ nnberfftrst naffeaen, gflerret^tfd^ napfiteen (98fer ü, 
S79)- ®egen ober nm 1600 naffatsen (voe. incip. ieut 91 o8i»), im 16. Sa^rb. 
on^ napliizen, mbb. nafeen, al^b. hnapkasan (?), lmiff»en, oiffazan, tiißoMn, 
Bifittn, niÜEen, n^pkesen, etueg nnb begfelben @tammeg mit angeIfS4f. hnKppian, 
hnappian, engt, nap, » fd^Iummern, nidenb f<bISfrig fein, f(blafen, melc^eg im 
Ibtonte flebt jn mittelb. nipfen s nidenb leife f^tofen, fcfinmmern (f. ^\)pp). 

ber ^fldget, — 0, ^I. ^Rdgef : 5)ornbe(fe Aber ben ©^Jifcen ber ginger 
unb 3e^en. 3)abon ba« 9iagetd^en, ba« ^Ragetein, ^ßdgtein 



178 

2>a« erfle, «u« na^ imto bet 2)tstf (f. b.) )ttf«mmeii§efc|le 9ett4bTiitf e«f#ei«t 
Stiert, fRa^trvd gcf^elm, Bei Datypddku 247« tt. i87« wib beb^ toic «Bber 
erden Gtette beigefett ifl, ^IBeht ber )uo (etfl getrottet H Bekltert] i^, bnr^ 
bat )»eite ^firfere !preffen ber Leiter ersengter IBehi, 9l<i4I(i!4* 9ene ^veibimfi 
9la^ixnd aber in beit brei obigen Sebeutttngen lie^t no4 1716 T^Uomm» 966* 
n. 268* toor. 

nd<!^bru(fen, oBerb. xoa9 ffei^b. nad^brflden, bann eine gebnidtte 
®6)xift unred^tmSfiig abbruden. ndci^brttcfen = no(J^maK, mteber« 
^oU bräden, befonberd fbrbernb, 

in biefer 8eb. Bei 2utBer in feinen XBerlen, 3. 9. vm O^ena 1580), 219* 
na^bruden. 8gt aber bruden n. brttden unter bem Sporte 2)rnd, bann 
aBbrnden n. aBbrttden, anfbrnden u. aufbriiden. 2>aO oBige na^« 
brttden an^ >» na^brlingen (autet im Iheuerdank 9lt. 81, 28 ndch dracken» 
aber 91, 36 iiAoh dmcken nnb 82, 41 nAch tmoken; ttBer(au))t 5(ter«ttbb. gern 
mit t na^trnden. 

nd<!^brüden = mieberf&uen. SgL ber 9{ad^brud. 

Cin toon bem toorberge^enben na^brttden berfd^iebener meibmSnnif^er, bom 
9totbmiIbe geBrand^ter fCuObmd, infammengef. an« bem Ibb. na^nnb-rftden 
in itrttden, abb. ita-, ituraolian, « ttieberfSuen (f. it ritten), »eI4e6 flib, ba ein 
aUeinfle^enbei a(b. ruohan, niochan (?), nikkan (?), b. i. eben nbb. rttden in 
itrttden, Bio Je^t ni^t na(bge»iefen »erben lann, alfo im XB^erBen Begriffen 
(ein nnb nnberflHnblicb merben mu^e, f((on in ^nbf^riften beO 11. 3a(rb- on^ 
. itdrokkan (Oraff U, 485. Wmram 9. LXV) b. i. it-drakkan gef^rieBen (Met 
mit mieterllSnbli^ eingetretenem d, a(0 loenn ieneo einfädle f^erbnm ni^t 
racohan, rukkan, fonbem dmcchan, drakkan (ontete. SHefeO aber »Sre nnfet 
brttden, brnden, an votl^tB (ier ni^t gebaut »erben barf. 

ber 3ld(]^bruder, —6, ?L toit ©ing., ijon naiä^bruden (f. b.) in 
ber 2ten JBebeutung. ndd^brädUd^, Ttdd^brud6t)o((, jufammen« 
gef. mit ber 9tad^brud in ber abftracten Oebeutung. 

1616 „9}a4bruder, ein On^bieB" Bei ^enif^ ep, 757. 2)a0 «bi. nail^- 
brttd(i4 f^eint erft im 17. ^a^r^. ent^anben, in meinem eO itramer tentf4- 
ital. SSortB. 795b t>er)eid^net; aBer nafbrud^tooll flnbet fid^ )nerfl gegen 1800 
nnb itoax nad^brndboll (Oaner bentf(!^*rat. Se;. 6t>. 1822) gefd^rieBen. 

ber ißdd^en (d für)), — 9/$(. loie @ing., mulbenartige« iEBafferfa^rjeug. 
Sig. ber 92ad(e (t>gt. 91), — n. Ißt. — n. $enn im 15. Sa^rb- (f. WiBistL U, 
10. 61. Voe, ex <iuo D. -1469), im 14. 3abrb> ber nache, im 15. 3a^r^, olfo 
f))St*a^b. ber naoho {gl trwir. 17, 10. DinU. m, 258), b- i nahho (?), got(. 
ber naqa (?), attfH^f. ber naoo, nieberl. bie aak (mit abgemorfenem n, »ie aa^ 
metterauifd^ :c. ber Ache ^att 9ta^t), angelfS^f. ber naca, altnorb. ber nOkkvi 
(=s Qoot), »o(er mitteSat. bie naca, n^cckia sc. S3ie eO fd^nt. Bei eintretenbem 
Ae^ttaut nnb @4minben beO no^ altnorbifd^ erhaltenen w (t) nrt»ertiKtnbt mit 
lat. bie n&Tis, gr. bie natb {vavq)y fanfh. bie nAn(s), s ®d(iff. 16gt. Kane. 

ndd^er, $rtt^. mit!£)at: nad^ in JBe)ei<||nung ber Slid^tung auf einen 
mit "iRamen angegebenen Ort ober ein fo angegeBened Sanb. 

3.a. „nad^er «etbelberg'' (Sincgref «H)^tbegmataI,84),„nadber^Parift« 
(ebenba n, 87), „nad^er 2)entfd)tanb^ (fCnbreo« 9ri9t>(iui Gaidino Ser- 
rebe), „nad^er $11«'' [2)en}] im eim^Iiciffims« (Od) 8 Co)». 28), ^ gicn^e 



1M(fftrte ^ iio#t|mbe 179 

M4ei muf (e#tlfev b. 9to(. ö, 8); fd^er ttbei lou^ für n««, j. «. ^fo 
fm »4 atcmanb nacfec Mvgen'' (98^} )»• 8er ri^tngen mm'fk^. €. 181), 
««I« er . . . na^er «aaB reifeU'' (Bincftref 8M)o)>^t^. I, 170). ^i^t in ebler 
6)»ra4e, »eil o6etbentf4, unb ie^^t. an^ ba dsentfi^ me|r i9pn 4>aIlbgebUbeteii ge- 
braiuit S)aS Qort ent^nb mit 8erln|l be9 Sone« attf bem smciten £8ort imb 
bobitn!^ t>eran9ememertem begriff an« na^fier (f.^^meKer n, 671) nnb tfli. 
(er 9nm.). 

btc 5Rad^ ernte (er = är), $L — n : eine (grnte att SfJaci^lefe. 
Srfi n^b., ate benn 3ef. 17, 6 9ta4ernbte. 

ber 9ldd^fa^r, — en, ?t. — en, Oegenfafe bon SBorfa^r. 

8ft(. 9ea^fa(rer. «iff. rit^tig 9ta4far. 2)a« föort ifl ungettS^nli^ nnb 
feiten, Set Oöt^e XXYm, 168, au^ 1678 bei Itramer tentf^-itat ®ertb. 798^ 
äS^. Mtto^biegenb bet nAchTar» ftber beffen rar f. 8orf abr. 

ber »a^fa^rer, — «, ^L »ie (Sing., tDO« 5Rac^fa^r (f. b.). 

aber nid^t fo ebel nnb im fSergeffen biefe6 9n6bm(tt («gl. Sorfa^rer). 
(Sbenfo nngew9(nTi4 nnb feiten; Bei 08t(e XZX, 274, 3ean $an(, nnb fifon 
1711 bei XKbletn 656« „%ad^fabrer,9{a4(8mmlin0'' f0tt)ie 1716 beiSubtvig 
e|). 1287 „9la<^fa(r ober na^fabrer.'' f^ifl. ri^tig Ka^farer. 2)er 
gabrcr Ifl gerabepi ton fa|ren (f. b.) abgeleitet, »S^renb -fabr in ber iBor- 
anb bet Ko^fabr nrfpringli^ ba« SKafcnlinnm f^wa^er Biegung eine« an6 
f «bren etttfprofnen tbiectiii« ifl, mociiber miter )6orfa(r. 

ber 92 ad^f olger ^ — «, $1. loie @{ng. : auf einen 9[nbem ober Sinbre 
^genber^ befonberd ber 3^ na<!^ ober nai!^ ißorbUb. 

ai^bb- ber nAohfolginm, nAchrolger, mittelb. ber oAcliYolgdre, nAohyolger, 
im 16. 9abrb. an^ « Verfolger, abb. (bei 2Mm) ber nAhTolglri, gnfammengef. 
mit ber golger »on folgen ((• folgern). 
bte 9ta(^frage » grage toonaii^. na (i^ fragen = koona^ fragen, 

filr ^4 ^ebenb b.b- ^W. abb^ngigen €afn6 b. 9. Stifter 6, 39], ober mit 2)at. 
b-9. «6obaIb fie geenbet, — Sragt* i^ bem Xtfit na 4" (9Stbe XL, 266)] 
mib fo filfton im 16. 3airb. nAohfrftgeim in ben Weitlh. I, 146. 9ta<^f rage im 
16. 9a(rb. bie nAchfi% {W^$th. I, 217). 

bte 9ldd^geburt, $(. — en : bie nad^ ber ©eburt bon berSRutter ab« 
ge^enbe ^Sutige 2C. ÜRaffe. 

Crft nen^o^bentf^ nnb im 17. ^x\, geläufig. 1470 dye andere gebnrt 
{pißfmbach gloosar. 623^ n. bot. glowar. 883^) bem lat. secnnd» gemSg. 

na^ge^enb^, Slbb. : nac^ ber ^tit "üii^i ebeL 

2)er f^n bei e^n^^^in« (f 1661) abberbial gefette (Skn. fHng. ton na^- 
gebenb, bem ^articib bee 9r£fen8 toon na^ge^en. 

nad^gerabe (ber %tn auf a), Hbb., = na^ nnb na^, aHmSi^tii^. 

Snerfi t)er)et(!^net 1716 bei Snbmig ®)). 740*». tlu« bem glei^beb. nieberb. 
oigrade (brem. Stb^ H, 632. 2)S^nert 169«), b. i. ber $r8)). nft na$ mit 
bem ttbD. gerabt (f. ger<ib 2), mona4 }. 8. bei ^c^nmmel ®)»i4bart 416 
iiaAgrabe. 3enc8 nieberbevtf^e Slort aber in« 9^ennieber(tobif4e aufgenommen 
na geraaden, naar geiaaden nnb fo »eiterbin borgebmngen mnnbartli^ in 
gde8f«Kb {Wü$mdm^ taalkimdige bydiagen I, 64). Ob bi*rtta4 miei»er- 
(Miiblul 1776 ^er (bet «nfall i»on Slßelan^tte] fam na4 Kraben, mivb aber 



180 na^^gidN« — Ka^ftattfbig 

letber tSgß^ Ut^n^ (^ 8. »agner JHid)cni«ftoin Ket 8 r» ^ak «»«cii 
^nnibrc^t 2, 2). 
nad^giebig (mit bei^nenbem ie ftatt nad^gibig), 

Don na^%Htn, f)>8t«in^. nioh gftben. 
ndd&^angctt, ^räf. 1^ ^angc nd^, bu I^Sngft na<lt, er ^ängt niät, 
toir fangen mäf ic, ^rät id^ er l^ieng m<b, Sonj. id& er ndd^i^ienge, 
$art. ndd^gci^angett : [abftract] eifrig na^tra^tenb (im ®eifte nad^* 
Jagenb) fic^ Eingeben. Urfprüng(i(i aber pcl^t in bicfemSinne ndd^^ 
l^Sngen, ?rSf. iif ^änge ndd^, bu l&ängft ndc^ ic, ^rät läf er 
l^Sngte ndc^, (Scnji. iäf er nddf^l^ängete, $art itd(i^ge]^&ngt; bcd^ finb, 
koa^ ba« ^ritt* utib bod $art. betrifft, gegentoärtig fttr jienen begriff 
faft allein bie gformen be« ftarfbiegenben nad^l^angen gebraudf^t. 

9ß(b. flnbet fl^ nur nftoh hengen (ttnfeV f<$koa<!^%iegenbc« na $( finge n), 

toel^c« beb. : na^eUe», na^iagcn, eifrig nad^tra^ten, )nnS<i(il aber, nrte vo^ nad^« 

(fingen al« »eibntfinnif^er SuSbrmf, (bem <>trfd^e) ^anffn^enb na^f^ttren, in- 

bem man bem Seitbnnbe bad @eil lodler bongen Ifigt'' [bann Dom Seitbmibe : 

na 4 bangen « ^anffu^enb eifrig na^f^en^. S>enn mbb. hengen ■« (^m 

Stoffe bie Bügel, bem Sagbl^nnbe ba« @eiO bangen macben b. ^ b<mgen laffen 

(f. 4)ang). 2>a« flatfbiegenbe na^bangen bat {l^ erfl ft>fiter in ben begriff 

eingebrfingt; ein nAeh hihen, knie bie mbb. giorm lanten mürbe, Ifigt m ni^t 

na^meifen. 

naö)f)'h, abb. : nad^ bem, nad^ biefer 3eit aber mit feinem ®egen^ 

fa^ berbunben in »meber bori^ir noc^ ndd^^er" (-i- — )/ rfldt 

ber $au))tton jur $ert>cr^ebnng auf bod erfte SBort ber ^ti\ammtn' 

fcfeung. — Datoon bo« «bj. ndd^l^erig. 

2)a9 9bb. na^b^i^ f^^int erfl im 17. Sal^rf. aufinfommen unb bem Diet filteren 
toorber (f. b.) nad^gebilbet (Eine DofftBnenbere iseraltete, no^ in ber erflen^filfte 
beg 18. 3a^rb.t)orIonimenbeg[orm ifl na(!^Mvo, Über beren b^ro f. bie 9[nnt.3tt ber. 
ber 9idd^lomme, — n, ?!• — n, [»erattet=] SRad^f olger; bann ber in 
ber ^^it^oi^e f<)8ter Sebenbe; ber ber Slbftammung nad^ f^>5ter ?ebeilbe. 
3ufammenf. mit bem ^lural : bie ^Rdd^Iommenfd^aft. 

92a4{ommei9 m^b. ber nftolikome, mittelnieberb. nftkome, »el^es fürbae 
glei^bebentenbe abb. ber aphtarqafimo, bann afteroliomo(9(f t er tont nte) eintrat 
Bnfammengef. ans bem 9[bt). na4 (f. b.) nnb bem ans bem tßtfifenf Don fom« 
men (f. b.), abb. qnemaa, entft)ro6nen, aber nnr M le^teg S^ort in Snfommen* 
fetinngen isorfommenben abb. ber qnftmo» ohn«mo, chw§mo, bann bnrd^ Über« 
miegen bed u nnb Serf^meljung beg « in bagfelbe fomie eintretehbe See^nng 
ieneg u ber Qhomo (bei Ihiker), mbb. ber -kome^ nl^b. ber «fomme, » ber 
Aommenbe. 
ber SRdd^lbmmling, — e^, — «, $1. — e, ma« 5Wad^Iomme. . 

8ei Sntber ^a^lBmling, mbb. n. mittel^, ber nftohkomelinc, nftohkame- 
lino, nJUshkttmelino, 1290 mittelnieberb. nUcummeling Böf9r$ l^h @. 49, 19), 
)ttfamntengef. an« bem SIbb. na(^ (f. b.) nnb oM abb. (alg (e^tc« fE^ti m ^U' 
fammenfetmigen) ber quftmalino, bann qn&nilmc, fttr ii<i^ fte^enb ohtoelino, 
ohömeling, ohömelincli, as tnfl^mmling , in Snfanratfnfetnngen f. i». o. ber 
Aommenbe, »el^eg mittel^ ber ftbleitnngSfUbe «ing, a^b. -ine, bon einem bnr^ 



«It^at — flüäftMiUx 181 

ba0 AM bcm IS. 3«^. Mgdftra^fe nAhdiomel (Dm«, m, 170) = Sortgang, 
Crforg, b. i. a|b. nihqnSmal (?), emiefenen a^b. ber qaSmal (?) =: $tm\i, 
StommtiAi», abgekittt i^ 2)ie|e« quCmal aber lotnmt nittelfl ber a^b. n» 
IdtimgSfUbe -a], n^b. -el, i>on bein ^r&fead boR fornmen, o^b. qniman, ^ct, 
aas mlifa ouii^ 'fomtne in Tta^fontme (f. b.)* 

ber 9Iad^Ug, ®tn.Md^M^, $L Stac^Iüffe. ndd^Uf fen, mit beffen 
$art ^tttad^Uffen ftatt ber heutigen Sonn nä(^ge{affen(t>gL 
(äffen) bie f«d(^toffenf(^aft gufammengefett ift nd^Iüffig 
= tia^Iaffenb b. ^. o^ne redete X^ätigleit m9 Wlan^ü an älufmerf" 
famleit unb ©orgfalt (f. tS ff iß 2); bamit jufammengef. bie ^aä)^ 
ISffiglett, ^L — en. 

^i^ tUSfix% ttberafl i, »o ff ^e^t (p%l (äffen), toie benn an^ }. 9. 1668 
ed^otteltttde. 352*na4IS6ig (at (Sr^ n(b.; 9U4(a6 aber tottrbe im a^^b. 
iiAchl% tonten, nnb nat^Uffen i^ mittelb. nAchl^en = «»ema^ISfflgen, )»er* 
fSnmen. 2)a« Xb). n a <!( ( S f f i g, »ie 91 a 4 1 a g etfl n(^b ., »ürbe im Wtifh. nftohlsaseo 
tonten, onf ben begriff aber bentet im 15. Sa^r^. bie nftohlsase = 9{a4töf{igleit. 

ndd^malig, Sbjiectit). ndd^mat^, 3(bt. : in f)>&terer 3^t^/ im®egen«> 
fate Don DormaU. 

9}a4malf if obtoerbialif^er <3vMt mit ber Doronfle^enben $cS)». na^ 
mel^e i^er flatax nad^ biefen €afnd ni^t regieren lann, fonbem ben 2)ati)», olfo 
Ifitt in einer nnregelmfißtgen Serbinbnng fle^t, bie ^6^ an^ in oormaU )eigt 
(t)gl. an^erbem e(emate). @<ion im 14. 3a^r^. miUetb. nAclmUUes {Sckhari 
379, 23), nAclmiAlB (Mystiker I, 50, 29). ffti^ii^tx aber ift 1482 nAohmUen 
(«oe. «Aeii^ Qt xl^, mo in „naohmalm oder darnach'* nachmaln gelefen 
»erben mnfi) mit bem 2)at. ^I. mAlen, no^ im 18. So^rl^. nad^malen, nnb 
mit ^megbenten ber 2)atii»enbnng bilbete fl^ bie ftbleitnng na (!$ malig, mel(^ 
iner9 1727 «ler e. 1484«» berjeidjnet. 

ber 5Rdi!^mittag, — eö, ^L — e : bie 3eit toom aWittage bi« jum 
«X(enbe. DaDonba^ 8b). ndci^mittügig. ndii^mittagd^ ber @en. 
@ing. Don 92ad^mittag ate 9lbD., niift Stad^mittagd (DgL mit^ 
tag9). 3i^ttin^^^f-it<^cl&inittSg(id^; bie^td^mittag^titd^e k« 
Hfle« n^b., snnS^fl 9}a4mittag, er|l im 17. 3a(r^. ). 8. Bei @4Vn8(eber, 
2ttfammengef(!^oben anfl na^ mittag [tat „PomeridiAnns, na 4 mittag" {%U 
bem« dictionAr. 81. d4*»)]. 2)ae Ubi- na($mittfig(i4 Bei Comenhu ^praä^tn» 
XBfit (1689) 9lr. 574. 1716 bee na^mittagd bei Subnig @)}.1292, »oran« 
nnfer btoges na^mittage. 

Me aid^ric^t, ?L— cn : 2«itt^e«ung gum Darnad^rid^ten b, )&. aWit* 
t^eilung einer beftimmten jtunbe; [bann Uber^anpt] äßitt^eitung einer 
Gegebenheit n. bgL jur Senntni^no^me. 3>if^unntenf. : ndc^ric^t^ 
U^,im Aan)leifti(. 

9la6fxiäft, ttft im 17. Safir^. nnb ba batb getSnfig, mürbe mittelBo^bentfd^ 
bie nAchrihte gelautet ^ben. Sgl. Knri^te nnb rieten. 2)a« Sbi. u. Sbb* 
nafri^tli^, mie na^rit^tfam, 1691 bei etieler Bp. 1568. 

ber fla6)xx6ftex, — «, ^. wie ©ing. : Scharfrichter, genier, 

glei^fam ber na 4 bem pm Xoht oerurt^eilenben 9tic$ter bae Urt^eil boK- 



182 R««f4T«6eii - tom 

iietenbe Stifter. ^9a im 16. S^rt- ber nAeliiiolitor, m^l. to ttlelirikter, 

on4 « ^ri^Miener, ^^erge. 
tiad^fi^^lagen, mit !Dat. : in 0ef (^te<!^td« b« ^. SertoanMfd^fM* 
etgentpmlid^teiten Sl^nti^ toerben. S3gL na garten. 

3m 16. 3a(r^. naolisohlagexi unb urf^^rüngti^er naohschUlien, im 16. 3a(rt. 
nAch-, ndchBchlalien, m^b. im 14. 3a(t^. nAoh tlahen, gemfig bem m(b. tUn 
tiAoh — (Lietitfr&ia; n, 606, 92ff. 607, 167 u. 169), a(b. nur einmal nm 1000 
BUbhen nAeh — (j^oliwr Boethius @. 122, 182), )Bon »ef4em fSerbnm ilAhen [ffia, 
mit l>te1Iei(^t in anaslahen » anatten (^oüber Mart Gap. 6. 8, 4 u. ®. 39, 60)] 
f. t). 0. Sern)anbtf($aft9eigent6UmUd^feit ^aBen obev annehmen ^ eigenUtif slabaa 
(f. f 4 tagen u. @e(Iag 1), ba« o(b. bie slahta, m(b. slahte, s= fLti, 9e* 
f^Ie^t K. (f. (Sef^Iee^t n. @4Io<!^t 2) abgeleitet ifl. 8on biefem €tt^ft aber 
lommt bann meiter mittel« u. neuniebetb. slaobten » arten [slaohten, oft- 
(TlmmetiM e. 67, 607)], altnteberb. [altfSc^f.] slahtOn (?), mef^afB in 92orbbentf4« 
knb na($f(((a4ten ilatt unfereg ober* unb ^od^beutf^en na^f^Iagen gefagt 
toirb, nnb nie oben m^b. slftn (slahen) nioh — tottommt, fo im SDUttelnieber- 
bentfd^en slachten na — (BeinAe Vo9 1860. 8649). 

ber ?«dd^fd^ttb, -e«, — «, ^t. 9fidd^f(3^ä6c : in (8tei(j^m fofgenbet 
®d^nb }n Srs&njnns ober f^örbernng. 

1402 mittelb. ber nAohsohab = folgenbe natfgebrad^te (ober be^ na^iubrin* 
genbe (Ergängung %m ^Hrbernng einer €ki(ie. 
nMfncn = leintet — ^er ober brein fe^en; [bitbtid^ :] ettt>a« ge* 
\ilt^tn (äffen, o^ne e6 ftreng }n benrti^ei(en ober gar }n rügen ; unter« 
jud^enb buri^fel^n. !Der 3nf. ate @ubft ba6 9ldd^fe^en. 

3ene8 iBerbum ifl m^b. nAoh sehen » (inter einem ^er fef^n. 2)a6 Stap- 
fet en 1662 bei 8tO0r 846^ 

bie 9{dd^fi<!^t, $(. (unfiBIid^) -en, mif aOen brei Sebentungen t>on 
nac^fe^en (f. b.) gebrand^t^ aber fibtiij^ nur nad^ ber }ioeiten. 3)a' 
gegen ndd^fid^tig » ol^ne ftrenge JOeurt^eilung ober au^ 9tfige 
gefd^e^en laffenb. 

1691 ^at etieler beibe QiJrter qo4 ni^t, ebenfo 1716 WtmMmi, n. 1716 
Snbmig; bo4 bringt e6 f(ton 1678 Itramer te«tf(l(«ital. S^ortb. 797 n. bann 
1709 CkuttUi @. 1898^ nad( ber britten iBeb. t)on na^fe^en (f. b.), alfo g(eid(- 
fam in bem einne Don „nad^ ^icbt'', 1728 ftirf^ 224% 1727 9[(er @. i486* 
nnb 1784 eteinbad^ n, 670 nad( ber \mtx\xvi, enbti(^ 1711 StKblein 660* 
nad^ ber smeiten nnb ber britten 9eb. ienef 8erbnm6. (E9 freist Übrigen« f)>5ter 
getSuflg getoorben, aie «bfi^t (f. b.), nnb ba« 9(bi. nat^fi^tig, ba« 1741 
bei Srif4 nod( nift ber}ei4net ifi, tan^t er|l na^ ber 3Ritte be« 18. 3a(r^. anf. 
ftbelnng ber^ei^net e« 1777 no^ nicft, fonbem er^ 1798. 
nSd^ft (ä lang, nngut für»), ©ntjertatit) be« Hbi. na^ (f. b,). 
nSd^ft (& lang, ungut tur}), SbD. jnr Oejeii^nung ber gr'öften 9^5^ e 
örttid^ ober aud^ aeitlid^. gefeterc« j. ®. in nSd^ftbem ober toeit 
übßd^er bentndd^ft (e unb e ^od^ ju fpred^en). 

4 i^ entf(!^ieben bnn^gebmngen, mie in k^üi^^ (f. (oA), aber Sut^er f^rteb 
no^ ne(e|l (f. ber 925^fte), toel^e«, {)>Ster nS(^e|l gef^rieben, neben nSf^ft, 
1716 bei Subkoig 6)>. 1817 no^ nc4^, felbfl bi« in« 18. 3a4c(. borfomint 



fNHHk - «Mtm 183 

({. bot flH> ■«(); t»l^* n«h«8i» lafammeitdei- »«m^ «ittclb. nM» nfthit, cü/^ 
iiOüai, o^nc $sjfielett bed Umlaute« (»egen ber a^. (Snbnttg -ttt) m^b. nAhest, 
|Afoinntcit0e|. nüist, nUt» a^b. nAhdst. 2)a« SBort t|l ber ©uperlatb bed 9b« 
»er^inmfl na( (f. b.). 
ber Sla^ftc (a tanß, utigttt furj), — n, ^L — n : SKitmenW. 

3in bibltfii^en €i^ra^eBran4 unb na4 bemfelben. Oei Snt^er gleid^ bftn bei 

t^m fibU^en ber $9(e^e tio<!^ o^ne 4 (f- nS^fl 2 9nm.) ber iRe^e|le, a(b. 

ber nAIiisto, »el^er a^b. Sufibrnd aber juer^^ at9 in faB^antitoif^e Sebentung 

fibergegangene f^toa^e ^rm be« @n^erüitirx »on bem Vb). na( (f. b.), ben 

bllrger!t4ett 9{a^am {Taüan ISS, 6 b. i. /oA. 9, 8) au«brfi(ft unb »dter bnri| 

Me Qibelflnra^, df« bunt bat C^riflent^nm ben Begriff iDtitntenf^ empfleng. 

. ^ftr biefen bitten bie (E^ot^en Don ndbra nabe ober tteintebr einen Sbi. ndhys, 

nnfer» na^, ben fbtebmct ber ndhTiindja, bei mtl^itm -xuadj^ Sbleitnng ifl. 

1716 bei Sttbttig ep. 1317 no^ bie ed^reibnng ber ftt^ftt. 

bie 9{a(!^fte (a lang. Ungut lur)), — n, $(. —n, bie vi>eiiüä)t Sorm ju 

kr ?»5(^f»e (f. b.). 

9tt biefem Ginne bei Sntber 9^. 1, 19, melier bie 9ee^efle fd^bt 
nad^fiend (a (ang^ ttttgut htt)) » in ber n&d^ftfomntenben ober bod^ 
fel^r na^ 3eit 1716 Bei 8ubu>ig @)>. 1317 noäf ne^ftend. 

fM bem f4»a4en 9m. twn nä^f, ben enpttl be< 9bi. nab, mit onge« 
ISngteni 9 gebilbet, toit britten« (f. b.), metflen9 k. 
bie Stapft in (a lang, ungut turj)/ ^(. 92ä^ftinnen : ^tod^borin, 

iontnit bei Sntber, ber fltf^tftin fd^reibt, 3 SRof. 11, 3 twr, »o bie 8itl- 
gata Tioin» bat. STHttelfl «in (f. b.) )»on ber iRÜd^fle (f. b.). 
bie "Staöft, %. 9{ad^te : bie "DunM^eit nad^ ©onnenuntergang, bie^eit 
nadf ©cnnennntergang bid gegen Sonnenaufgang; tiefe !Dunte(^ett. 
!£)er regetoibvige^ totit {Biegung^enbung bed ftarfen männtidden @ub^ 
ftanti))^ QXi ^ä) tragenbe ®en. ©ing. be^ ^tdc^td ober aud^ b(og 
nad^t«, erbeut aud^ eine^ Sldd^td, fte^t attXbmb (f. nad^t«), 
toie in bet 3laäft, bei 92ad^t, in einer 9{ad^t ableitungen 
nnb ^n^ammtnS^nniitn ton 9{ad^ t f. in ben folgenben 8rtik(n. 

Sgl. an4 (eint. SR^fb. bie naht (!p(. nehte u. ^ntteilen nahte, naht), abb. bie 
naht (91. naht, mit ber (Snbnng bie nahtt), mtUelb. bie naoht, gotb- bie nahts, 
altf54f- bie naht, angelffi<!^f. bie neaht, neht, niht, nyht, altfrief. bie nacht, 
oltnorb. bie nött (flatt nAtt mit tt an9 ht rnib jngfet^ 8erlSngemng be9 !nr)en 
8ocafe9), fimmt ber Sant«erf(biebnng gemttg mit ben glei<!^bebentenben tat. bie noz 
(den. Moetxs), gr. bie nyz (y^^, den. vvxrSt:), fonffr. (nnr in Sufammen« 
fe^nngen) nakta, attflom. bie noeofati, mff. bie notsoh*, litt^. bie naktis. ^en 
alten 3>etttf4en in i^rer <>eibett)eit moren bie Sta^t nnb ber Stag (eilige gStt« 
ftite, b. (. ben Wttem na( bermonbte SBefen, nnb bie Qbba ISgt ben Xag bon 
ber 9la4t geboren merben. 
ttSd^telang/ flb). u. tlbb. : Wiiftt i^inbnrd^ banemb. 

2>a9 ongelfS^f. Vbi nihtlang = bie 9^a((t (tnbnr^ banemb; bae altnoib. 
Kbi». ndttlang » bie 92a4t (inbnnb. 9n biefer änfammenfe^nng mit bem ®tng., 
in nS^telang mit bem ^tural bei Gnbfl. 
^aifttn, alter S)at. $(. bon ^aöft, l ffiei^nad^ten. 



184 nodten — 9{aAlMt 

ndd^ten « 9lo^t tt>etbett; toie 9tei!^t b. ff. MiiMet tocrten. 

9)!^b. nahten, a^b. nahten (6d ^otikdr Boethins C 11, 12 h; nahtet H nagtet 
= toirb 9eae(t), ton a^b. naht 9{a4t 
ba« ?Bd(!^t8e{(ä^trr, — c«, ?ßl. — c : ®t\ä)ixx jum «btaffctt be« 
^oxn» :c. für bie 92ad(ft. 

bereite 1678 Bei Stiamtt teutfe^-itoT. SBortb. 798^ 2)afiegen9Ud(tto)>f of 
1784 bei @teinba(( n, 828. 
ber SHadftf^eil, —e«, ¥t. — e : aRinb^rung In »ejlc^ung einer »ott- 
f ommeni^eit, ate iRinberung erf d^einenbed Übel. 3)abon naci^tl^eiltg. 
$ifl. ri^tig 92a4tei(, nad^teitig. 1587 bei Dan/p6diu$ 387«, foioie bei 
SerrAnm diotionibr. (1589) 91 ql^ U. eynon. (1552) 128« ber 9ta4teVl/ 
bo4 ^errdfiiM dictionftr. Ol. i5* naohtefl, mittelb. im 15. 3a^b- (feiten) ber, 
ba« nAchteil. Sol nrf^irfingli^ f. t). a. )nrfi<tfetenber Sbcit? Oflt 8ottbeiI. 
^af «bt. na^tbeilig, bei Dasypödkn a. a. O. na^tbei^Iifl, i9 pumittclb. 
n&ohteUig. 

bie Stdd^t^iitte = $fltte jur ißeiDad^ttttg eine^ ©arten«, ^OM. 

8ei Sntber 3ef. l, 8, ido 2)ietenbergec »ailfttbütte ttbetfe^t 
nad^tig, ba« bon S^ad^t abgeleitete Sibiectit). 

8ei ® Btbe (I, 196. xm, 269. Zu, 42. 192), m^b. (nur aU vcftH ober le^